Accuphase C-280L

  • Hmm,


    Das Teil sieht so verlockend aus, könnte mich fast auf falsche Gedanken bringen. Ist genau mein Ding. Falls du damit nicht glücklich werden solltest oder es sonst nicht ganz deinen Wünschen entsprechen sollte, dann denke bitte an deinen Co-Forumssklaven ;)
    Ich zahle auch einen anständige(re)n Preis =)


    Riker

  • Hallo Michael,


    noch nicht da?
    ...aber Vorfreude ist die schönste Freude ;)


    Bin gespannt wie dir das Teil gefällt.
    Du solltest die Vorstufe auf jeden Fall öffnen und gründlich entstauben. Sie wird relativ warm und durch den Kamineffekt sammelt sich da einiges an.


    Gruß
    Michael

  • Moin,


    ach was ... Freitag kam ein Anruf, sie hätten die falsche Postleitzahl notiert und hätten daher noch nicht abholen können. Aber dann Montag (gestern) oder Dienstag (heute). Gehört hab ich noch nichts. Aber der Tag ist ja noch lang und auf der Insel gehen die Uhren sowieso anders :)


    Aber irgendwie sollte er doch schon langsam mal kommen. Vorfreude ist zwar schön, aber wenn er hier wäre, wäre es noch schöner :D


    Gruß
    Michael

  • Hallo Michael,
    wenn keiner der Beiträge auf deinen Wunsch eingeht, sich mal zum Klang der 280iger zu äußern, will ich mal meinen Senf dazugeben: Die 280 L war die Vorstufe, die mir zum ersten Mal in meiner damals jungen Hifi-Laufbahn deutlich gemacht hat, was klanglich im Vorstufenbereich so geht. Bis dahin hatte ich mich eher im 2000-3000 Mark- Bereich aufgehalten und habe dann einmal eine 280L zum Ausprobieren mit nach Hause genommen - danach fing ich an, mich ernsthaft mit hochpreisigen Vorstufen zu beschäftigen. Die 280 klang ungeheuer dynamisch, groß, brachte einen nah an das Klanggeschehen heran,dabei spielte sie vollmundig und niemals nervig, tonal eher auf der samtigen Seite. Soweit die gute Nachricht.Der Zufall wollte es, daß just zu dem Zeitpunkt, als die 280L bei mir spielte, ein anderer Händler mit einem McIntosh-Vollverstärker zu mir kam und mir beim Anblick der 280L mitteilte, daß der Accuphase-Klang nicht sein Ding sei.Nach einem kurzen Höreindruck stellte er voll des Lobes , aber verdattert fest:" Das ist aber nicht der typische Accuphase-Klang!" Bei der Rückgabe der 280L beim Händler in Bochum erklärte man mir, daß der Eindruck des Kollegen richtig gewesen sei, an "meinem" Exemplar hätte man ein paar Bauteile getauscht, ohne Näheres mitzuteilen. Der langen Rede kurzer Sinn: Das gehörte Gerät klang ausgezeichnet, und diese Einschätzung hatte auch noch Bestand nach der Anhörung preislich ähnlicher Kaliber, als da waren Mark Levinson 26S, Convergent SL1, Mark Levinson 38S, Audio Research LS 5 und 22, Accuphase 280V. Die 280V als Nachfolger der 280L hat gleich dreimal bei mir aufgespielt - ich konnte mich nicht entschließen. Sie spielte nach "Highend-Kriterien" auf höchstem Niveau, wirklich in vielen Features traumhaft- allein die Vollmundigkeit und Samtigkeit der (modifizierten)280L ging ihr ab, und damit blieb ein großes Stück Emotionalität (auf meinen Geschmack bezogen) auf der Stecke. Die 280L war längst verkauft, und ich landete bei AudioResearch LS 22. Ich hoffe, Dir ein bißchen weiter geholfen zu haben - ich würde mich auf jeden Fall auf die 280L freuen, auch unmodifiziert ist sie sicher ein Klassegerät.
    Anna

  • Hallo Anna,


    vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich gehöre ja sowieso zu der eher skeptischen Gruppe, die schon wissen wollen, warum es anders klingt. Gleichwohl ich wohl annehme, dass zwischen einem Gerät für 1/10 des Preises einer C280L und der C280L schon ein Unterschied sein müsste.


    Es liest sich an vielen Ecken, dass der Accuphase Klang nicht immer begeistert. Allerdings gehen die Einschätzungen sinnvollerweise nicht immer in eine Richtung. Einmal ist der Klang zu neutral, zu metallisch, nicht musikalisch genug. Das andere Mal genau entgegengesetzt. Irgendwie helfen diese ganzen Klangbeschreibungen doch nicht weiter. Denn immerhin ist das entscheidende Instrument am Kopf festgewachsen und läßt sich nicht austauschen: die Ohren.


    Aber ich bin mal gespannt, was da so auf mich zukommt. Ich hoffe, dass die Kette aus DP-80, DL-304, C280L und B&M Omega zusammenpasst und mir dann auch mal vorführen kann, was alles so in den Schallplatten drinsteckt. Wobei das nicht wirklich die Kunst ist. Z.Zt. läuft ein dbx CX-2 Vorverstärker, dessen Phonoteil nicht überragend sein soll.


    Gruß
    Michael

  • Moin,


    kurzer Zwischenbericht: immer noch nicht da. Immerhin ist er aber schon auf dem Kontinentalschelf gelandet. Nun hat die Transportfirma ihn aber sicherheitshalber nicht an mich (den Adressaten), sondern an den Auftraggeber (einen Bekannten aus Hamburg) geliefert. Nun gut, seit heute ist er auf dem Weg zu mir. Und Montag kommt er an.


    Wenn jetzt noch jemand glaubt, den gebe ich irgendwann mal ab, der irrrt gewaltig. Nach dem Durcheinander muß das die große Liebe geben. Egal wie ... ;)


    Gruß
    Michael

  • Große Liebe? Habe ich was verpasst? Du wirst doch nicht etwa...?
    Maaaarrrryyyyyy :D :D :D

  • So. nun ist er da. Ich wäre dem Angestellten der Paketfirma beinahe noch an den Hals gesprungen (und wer mich kennt, weiß, was das bedeutet), als er das Paket auf der Schmalseite abstellte und dann auf die breite Seite umkippen ließ. Ungebremst.


    Auspacken ging schnell und die erste optische Kontrolle zeigte, irgendwas stimmte da in der Optik nicht. Die Abdeckleiste unten klapperte und irgendwie drehte das Lautstärkepoti nicht so, wie man das annimmt. Also, Schraubendreher raus und auseinander damit. Vier Schrauben für das Holzgehäuse und das Chassis nach vorne herausgezogen. Kennt man ja von den alten deutschen Geräten :) Dann, oh Wunder, erblickte man die gleiche Optik wie beim E-204, nur eben, dass beim C-280 kein durchgehender Deckel drauf ist, sondern man den Blick auf die einzelnen Abschirmbecher frei hat. Nach ein paar weiteren Schrauben war dann klar, hier war schweres Gerät gefragt.


    Da auf den Schaltern und der Frontplatte ein paar Kratzer waren und das Holzgehäuse an einer Ecke ziemlich eingedellt ist, lag der Verdacht nahe, dass das Teil vom Tisch gefallen war. Stimmt vermutlich auch. Dabei ist es auf den Lautstärkeregler gefallen. Man bemerkte es dadurch, dass die Befestigungsmutter lose war, das Gewinde fast glatt war, innen eine Platine schräg stand und ein Kanal tot war. Die Montagefrontplatte war fast einen ganzen Centimeter nach innen gedrückt. Wieder etliche Schrauben später, war die Mechanik soweit gerichtet. Ein Kanal war immer noch tot.


    Messungen ergaben, dass ein Poti des 4-fach Potis von Matsushita defekt war. Glücklicherweise ist in dieser Preisklasse vieles reparierbar, was bei Billiggeräten einfach nur zum wirtschaftlichen Totalschaden führt. Das Ding also auseinandergenommen, repariert, zusammengebaut, eingeschaltet. Und, siehe da, es geht. Während ich das hier schreibe, läuft er sich warm.


    Und ich gehe jetzt probehören ... ;)


    Bis später,
    Michael

  • @TommiS
    Wieso Bilder, weißt Du nicht, wie so ein Ding aussieht? :)
    Mache ich morgen. Steht noch nicht ganz so, wie er soll. Außerdem muß ich erst noch hören, ob es taugt ...


    thorupp
    Wie an anderer Stelle mal geschrieben, habe ich zu der Verarbeitungsqualität von Accuphase ein etwas gespanntes Verhältnis. Auch in der C280L ist nur eine (!!) Primärsicherung vorhanden. Dafür aber insg. 12 Siebkondensatoren. Sieht ja auch besser aus ... Und wenn das Poti wirklich irreparabel gewesen wäre, hätte ich mir irgendeinen Ersatz gebaut. Stufenschalter mit 24 Stufen und 4 Ebenen oder sowas. Oder man regelt linken und rechten Kanal getrennt. Geht auch. Alles kein Grund zur Sorge :)


    Gruß
    Michael

  • Die Reparatur war aber im eigenen Haus mit einkalkuliert. Und selbst wenn ich die Kiste selbst in London abgeholt hätte, wäre das Gerät immer noch günstig gewesen. Wenn man den Aussagen auf diversen Webseiten trauen darf, liegt der Preis einer C-280L zwischen 2000 und 2500 Euro in einwandfreiem Zustand. Da hätte ich eine Reserve von über 2000 Euro, die in an Reparaturkosten verbraten könnte, und immer noch nicht zuviel gezahlt hätte. Selbst bei PIA dürfte das Poti preiswerter sein...


    Mir kommt es auch nicht so sehr auf die Optik an, Was zählt ist das, was hinten rauskommt. Von mir aus stelle ich den Verstärker eben unter den Tisch und lege die Bedienungselemente über Steckverbindungen ins Regal. (Geht bei der Vorstufe sogar problemlos, da die NF nur einmal über die Frontplatte geht, und das ist gleich der Ausgang.) Und dann kann ich problemlos ein 4-fach Poti mit zwei 2-fach (= Stereo-) Potis ersetzen.


    Ich gehe mal weiter anschließen...


    Gruß
    Michael

  • Hi Klaus,


    läuft doch schon ...


    Die erste Hörsession ist vorbei - der Wein ist leer ;)


    Die üblichen Verdächtigen bringt er vollkommen problemlos. Und auch härteres Futter (direkt vom Band ohne Platte) verkraftet er souverän. Die Schallplattenwiedergabe ist im Vergleich zum dbx CX-2 anders. Auf einigen Scheiben habe ich Neues gehört. CDs vom EMT981 - natürlich symmetrisch angeschlossen ;) - ebenfalls ohne Probleme, egal was.


    Bis jetzt gefällt er mir. Anfragen wegen Verkaufs damit zwecklos ...


    Gruß
    Michael

  • Immer noch ... das Ding läßt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Dummerweise offenbart er aber auch nachhaltig und -drücklich schlechte Aufnahmen. Aber sonst gefällt er mir ...


    Morgen gehts mit ihm mal zur Hörprobe bei einem Forumsmitglied. Mal sehen, was dabei herauskommt.


    Gruß
    Michael

  • Jau, hab vorhin meinen E-204 repariert (hat einen neuen Trafo bekommen), so dass wir morgen einen E-204, einen C-202 und die C-280L haben. Da wird schon was bei rauskommen. Hoffentlich gute Musik :)


    Gruß
    Michael