Der virtuelle Monoisten-Stammtisch - überregional, frei und unparteiisch!

  • Moin,


    Hm, eben entdeckt und vielleicht noch etwas früh am Tag, aber ich setz mich kurz für ein kaltes Bierchen.
    Vielleicht könnte hier mal jemand der mit anpassbarer Entzerrung experimentiert ein paar Aussagen über die Eigenheiten der verschiedenen Label machen - so dies überhaupt möglich ist?
    Sprich - macht es z.B. bei einer Verve/Clef Series Mono (Trumpet Player) mehr Sinn mit anderen Einstellungen zu experimentieren als bei der entsprechenden Columbia UK Pressung und wie verhält sich zur ersteren diesbezüglich eine spätere Verve Pressung?


    Gruß, uglyripper

    "Kann schon sein. Jeder kann etwas behaupten.
    Es kommt nur darauf an, wer Recht hat. Und das bin ich."
    M.B.

    The post was edited 1 time, last by uglyripper ().

  • Hallo uglyripper,


    vermutlich hat von dieser Einspielung niemand hier im Forum alle drei unterschiedlichen Pressungen. Dass die beiden frühen jenseits der RIAA Norm liegen, davon ist wohl auszugehen. Schau mal genau auf die Coverrückseite ob es dort angaben zu -Equalization- gibt. Ich schätze nein.


    Die praktische Vorgehensweise sieht in solchen Fällen, soweit du einen Entzerrerphonovorverstärker dein Eigen nennst, so aus.


    Columbia USA gibt folgende Hausentzerrung an: + 7,5 dB ( 200 HZ) und -16 dB ( 10 KHZ).
    Das stellst du entsprechend am Entzerrervorverstärker ein, je nach Gerätetyp unterschiedlich.


    Bei meinem Gerät entspräche das dem Code: 5.0 - 2.7
    Für die English Columbia sind es 5.0 - 4.5
    Wenn es jetzt noch an Homogenität vermissen lässt, was ohne weiteres sein kann, da jede Hifikette/Raum eine andere Characteristik haben, optimiere ich per Dreh das Feintuning, solange bis die maximale Stimmigkeit erreicht ist.


    Das beantwortet zwar deine Frage nicht unmittelbar, zeigt aber wie es in der Praxis funktioniert.


    Gruß
    Michael

  • Hallo,ich suche von den Wiener Philharmoniker die Neujahrskonzerte.Leider sind die auf den Märkten auf dennen ich unterwegs bin nicht so oft anzutreffen.Heute hatte ich das Glück eine alte alte Decca Monoaufnahme von 1954 zu ergattern,die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Clemens Kraus.
    Hab sie kurz durchgehört und ich muss sagen sehr räumliche Aufnahme und für mich schön beschwingt dargeboten.Gefällt mir teilweise besser als einige Neujahrskonzerte aus den 70ern auf DGG.




    Gruss Dieter

    Monohörer

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  • Hallo Dieter,


    das ist der Beweis, dass es mindestens schon 1954 30 cm Platten gegeben hat. In einem Forum wurde behauptet die klassische 30 cm LP sei erst ab 1955 auf dem Markt gewesen. Bin mal gespannt ob jemand eine 30er von 1953 zu bieten hat.


    Die Aufnahmen von Decca in ffrr Technik habe ich als durchgehend erstaunlich gut bis sehr gut kennengelernt und mir deshalb geziehlt einige zugelegt. Was man allerdings unbedingt beachten sollte, die Entzerrung ist nicht der RIAA Norm entsprechend. Besonders die Höhenentzerrung liegt deutlich daneben. Ich vermute du entzerrst variabel.


    Gruß
    Michael

  • hi michael,
    die 18er spielt gerade auf.
    ich habe noch ein dl102 am scheu in betrieb und falls deine frage in diese richtung........ :D
    nein........ ich habe beide noch nicht verglichen.
    das shure spielt wirklich gut auf, ist zwar nur ein gebrücktes system hat aber bisher alles vorgelegte
    zu meiner vollen zufriedenheit bewältigt .
    es passt auch wunderbar zum braun, für andere systeme ist es da relativ eng im headshell.
    oswald

  • In einem Forum wurde behauptet die klassische 30 cm LP sei erst ab 1955 auf dem Markt gewesen. Bin mal gespannt ob jemand eine 30er von 1953 zu bieten hat.


    Ich hätte eine DGG 18070LPM Jochum/RSOBR Beetvoven IX vom 9.12.52 und, sogar nach ein paar Monate älter, DGG 18004 Fricsay/Haas/RSOB Ravel Klavier-Konzert in G-Dur/Tchaikovsky/Capriccio für Klavier und Orchester vom 3.5.52 als Gegenbeweis anzubieten. Die Cover wurden allerdings 6. bzw. 8/53 gedruckt, so dass es sein kann, dass der Datum-Stamper in der Auslaufrille sich auf den Tag der Einspielung bezieht.


    Cheers


    Fossi

  • Da mich mein Ortofon OM mit 78er Nadel am Dual 1219 in meinem zweiten Setup nicht so recht erfreut und das SPU Mono aus der Schellack-Rille zwar Erstaunliches, aber auch recht viele Störgeräusche herausholt, mache ich mir gerade Gedanken über Alternativen.


    Ein SPU Mono 65 im A-Shell wäre für mich optimal, ist aber als 4-Pin so selten wie teuer. Nun überlege ich, ob ich nicht ein DL103 78 in dieses A-Shell einbaue.


    Gibt es aus Euerer Sicht noch weitere Möglichkeiten/Anregungen für mein Schellack-Luxus-Problem :D zu lösen?




    Cheers


    Fossi

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  • Hallo Fossi,


    Aufnahme und Coverdruck können weit auseinander liege. Ich habe eine DGG, Ludwig van Beethoven, Sonate für Klavier und Violine Nr. 5 F-dur op. 24 (Frühlingssonate mit Wilhelm Schneiderhahn, Violine. LPM 18082 HI-FI,Vinylstempel 10.1.53 und Coverdruck 4/57.Entzerrung ist deutlich anzupassen. Der Vinylstempel bezieht sich sicherlich auf das Aufnahmedatum.Eine Pressqualität, die heutigen Scheiben zu Ehren gereichte, dickes Vinyl, plan wie ein Messtisch.


    Anbei liegt eine Empfehlung an den Kunden, mit einem Leichttonabnehmer mit einem Auflagedruck von nicht mehr als 10 Pond abzutasten. :huh:


    Gruß


    Michael

  • Hallo Michael


    Du fragtest ja nach 30ern aus 1953. ;)


    Die Press-Qualität ist exakt wie von Dir beschrieben, und insbesondere die Fricsay ist klanglich ein echter Hammer. :)


    Cheers


    Fossi

  • Hi,


    Expert Stylus in UK bauen dir eine 78 Nadel auf fast jeden Tonabnehmer im "retip" Verfahren.
    Vielleicht kann einer der lokalen Anbietern auch sowas realisieren.


    Richtig interessant wird's mit einem passenden Generator, wie DL-102 oder AT-3 Mono.


    Und wenn man dann auch noch in der Lage ist die richte Entzerrung anzuwenden .....


    MfG, T.

  • Ein DL103 mit einer 78er-Nadel zu retippen wäre sicherlich die preislich


    günstigste Variante. Das System ist dann zwar immernoch Stereo, einen Versuch wäre es jedenfalls wert: DL103 mit abgebrochenen Nadelträger €10.-, Retippen mit 78er-Nadel €60.- :) .


    Cheers


    Fossi

  • Hallo Fossi,


    Der Vinylstempel bezieht sich sicherlich auf das Aufnahmedatum.
    Gruß


    Michael


    Ich habe da allerdings eine 12"er, wo das anscheinend anders herum ist. Es handelt sich dabei um ein LP aus der Reihe "Archiv Produktion" der DGG, und zwar die Trio Sonate von Telemann.
    Coverdatum ist der 11.1.1950 und Vinylstempel datiert vom 26.4.1950.


    Beides ist aber eindeutig älter als 1953.

    Gruß
    Rainer
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    Konkurrenz ist das Gesetz des Dschungels!
    Kooperation ist das Gesetz der Zivilisation!

  • Interessant, Rainer. Dieses Phänomen ist mir neu. Das würde ja bedeuten, dass das Cover vor der Aufnahme gedruckt wurde. ?(


    Jedenfalls sind wir schon bei 1950 angelangt.


    Cheers


    Fossi

  • Hallo,


    meine aktueller Stand ist, erstes Vinyl in 12" Größe ab 1950. Datumsstempel in der Auslaufrille der DGG PLatten ist Aufnahmedatum. Datum auf dem Cover Erscheinungsdatum. Wenn Coverdatum älter als Aufnahme, kann es sich nur um einen Druckfehler handeln.


    Gruß


    Michael

  • Hallo Rainer.


    Könntest Du ein Foto des Covers einstellen?


    Cheers


    Fossi