Welches Live-Konzert habt ihr als letztes besucht?

  • Vergangenen Abend I Am Kloot in der Frankfurter Brotfabrik.
    Gut 120 Minuten Songs about "Love, Drinkin' and Desaster". Phantastiche Stimmung, sehr guter Tonmeister (selten habe ich eine so saubere, gut abgemischte Saalbeschallung erlebt)und die band war auch gut drauf.
    Die vorgetragenen Songs waren zum Teil rein akustisch, zum Teil sparsam mit Drums und zwei Gitaren begleitet, oder aber fast schon orchestral mit Keyboard, Schlagzeug, E-Gitarre, Bass, Akustikgitarre und Tenor- bzw. Baritonsax (!).
    Der Abend hat mir sehr viel Spass bereitet.


    Ciao
    Rudi

  • Ich habe Mitte Oktober Jean Guillou in der Kölner Philharmonie gehört. Dort wurde unter anderem ein Stück (Le revolte des orgues) mit 9 Orgeln (1 Großorgel und 8 Positivorgeln) aufgeführt. Ein absolutes Erlebnis !!!

    Lautsprecher: Quadral Vulkan Mk II
    Vor-/Endverstärker: Passiver Vorverstärker, Rotel RB 1090
    Phono-Vorverstärker: Phono-Moped
    Dreher: Pro-Ject RPM 9.1 mit Benz Micro MC Gold und Dr. Fuss-Netzteil
    CD-Player: meracus tanto


  • Komme gerade vom letzten Konzert der 27. Ingolstädter Jazztage zurück:


    Paco de Lucia & Band


    Oh je, ich bin noch völlig enrhythmisiert von zwei Gitarren, drei Sängern, einem Tänzer, einem Bassisten, einen Harmonika-Spieler und einem Perkussionisten.
    Starke Sache. Das Saal hat getobt.


    Viele Grüsse,
    Mario

    Viele Grüsse,
    Mario


    ٩(͡๏̯͡๏)۶
    "Denn der Grobianismus gehört zu den Deutschen, wie der Zwerg in den Garten. Wir sind die Meister der Pampigkeit! Wir sind Rüpel by nature.." (Ferda Ataman über 'Mürrische deutsche Leitkultur')
    ヽ(⌐■_■)ノ

  • ein kurzfristiges Angebot der Staatsoper Berlin:
    Podiumsplatz für 10 EUR im großen Saal der Philharmonie. Es gab Mozarts Klavierkonzert D-Dur und das in c-moll, eingebettet darin das Klangstück "YESH ME ÄIN" von Jens Joneleit.
    Also ein ziemliches Kontrastprogramm. Ich hatte vorher, ehrlich gesagt, noch nie etwas von Jens Joneleit gehört. Man sollte neuer Musik auch sehr aufgeschlossen sein, wenn man Joneleit hört. Leise langschwingende Töne oder Klangteppich(?) unterbrochen von überlauten Crescendi durch Schlagwerk und Bläser. Sicher sollte man das noch mal hören, es war eine Welturaufführung. Der Komponist war anwesend.
    Es war jedenfalls ein besonderes Erlebnis Barenboim beim Klavierspiel- er dirigierte auch selbst dabei- zuschauen zu können. Seine Gestik und Mimik beim Dirigieren so unmittelbar zu erleben, war schon ein besonderes Erlebnis. Da konnte man auch schon mal vergessen, dass man auf Chorbänken saß, also die Bequemlichkeit der Logenplätze (Sessel mit Lehne) missen musste.


    Nach der "normalen" Zugabe, das Orchester hatte den Saal bereits verlassen, ebenso drei Viertel des Publikums, kam Barenboim noch mal auf die Bühne und spielte, fast privat, noch einmal ganz persönlich für uns auf der Bühne. Zumindest habe ich das so empfunden.


    Zu Hause angekommen, wurde bei einer Flasche Sekt noch eine Mozart-LP aufgelegt und so fand der Abend ein schönes Ende. Live ist eben Live, aber eine schöne Plattenaufnahme kann dabei eine gute Ergänzung sein. Nicht jeden Tag kann man Barenboim im Konzert erleben...


    Gruß Peter

  • Joe Cocker


    in Friedrichshafen


    Hier gibts einen Thread der sich mit peinlichen älteren Musikern auseinandersetzt


    Hr. Cocker gehört definitiv nicht dazu!


    Da gab es an diesem Abend nichts neues zu entdecken, alles Stücke die man schon zigmal gehört hat (sofern einen die Musik überhaupt anspricht) und die wir am Abend davor auch teilweise im Programm hatten.......
    tja, und dann steht da dieser Mann auf der Bühne - und man ist platt, Gänsehaut pur - und das nicht weil man in Nostalgie versinkt, sondern weil hier ein Musiker/Sänger bestes Entertainment zeigt, absolut klasse singt ohne eine Spur von Altersmilde :thumbsup:


    Prädikat: sehr empfehlenswert

  • Gestern abend im Gleis 22 in Münster hab ich Blitzen Trapper aus den Staaten gesehen und gehört. Junge Leute, die mit ihren Instrumenten umzugehen und zudem auch noch gesanglich zu überzeugen wussten. Tolle Musik! Wenn Ihr die Gelegenheit habt, geht hin und hört sie Euch an.
    Beste Grüsse
    Wolfgang

  • Gestern abend (11.11.) waren Underworld im FZW/Dortmund. Meine Erwartungen waren nicht besonders hoch, zumal ich das letzte Album ("Barking") in Teilen etwas "beliebig" fand. Die Tracks auf dem Album haben z.T. recht einfache Strukturen, sind um einzelne Sounds herumgebaut oder einfache Melodien (z.B. "Scribble"). Also nicht mehr so sehr die epischen, langen Bretter, die sich nach dem Zwiebelprinzip Schicht um Schicht aufbauen, bis der Sound fast zu einer Wand wird, um dann durch nette Permutationen, Anti-Climaxe/Climaxe oder besonders exponierte und/oder montierte Samples und nachfolgender Rückkehr zur Sound-Wand diese spezielle Underworld-Dramaturgie zu bilden.


    Im Konzert wurden zunächst nur neue Stücke gespielt, was in der Präsentation sehr stimmig war. Man hatte fast das Gefühl, einem guten DJ-Set beizuwohnen, im engen FZW funktionierte dieser neue Sound sehr gut. Erst als "Always Loved A Film" (mbMn einer der besten Tracks des Albums) lief und Karl Hydes Anteil an Gesang grösser wurde, schwenkte das Ganze in die Richtung des "alten" Underworld-Sounds - auch wenn das Stück in seiner Hymnenhaftigkeit fast etwas an die Pet Shop Boys erinnert (was nicht böse gemeint ist).


    Danach musste ich nochmal durch "Scribble" durch, bis es endlich richtig losging. Ältere Schlager wie "New Train", "King Of Snake" oder "Two Months Off", stilvoll untermalt mit montierten Videobildern oder schönen Effekten einer großen Lichtmatrix, zeigten klar, wo der Bartel den Most holt. Der Bass war einfach der Hammer, sauber, die einzelnen Töne liessen sich gut unterscheiden und die Hosenbeine haben ständig geflattert. :D


    Karl Hyde war ständig unterwegs, legte auf der Bühne km ohne Ende zurück. Er ist in meinen Augen die Figur die alles zusammenhält - er sorgt mit seinem Mikro dafür, dass "live" auch genauso empfunden wird, obwohl das meiste vom Rechner kommt.


    Ein echtes Highlight war die Inszenierung von "Rez/Cowgirl" (die gespielte Version ist sehr ähnlich der Live-Version die auf iTunes erhältlich ist - iTunes Festival 2010). Solche Momente habe ich seit den Technopartys der 90er Jahre nicht mehr gesehen. Nebel, hochgestreckte Hände, Strobo bis der Arzt kommt, eine schreiende und pfeifende "Crowd", und das Gros auch noch in meinem Alter.


    Ich fand es persönlich etwas schade, dass "Born Slippy" wieder sein musste, und vom Publikum über Gebühr gefeiert wurde. Ja, es ist ein guter Track, aber mbMn _etwas_ überbewertet. So ähnlich wie dieser Todd-Terry-Remix damals von Everything But The Girl's "Missing". Naja, fast. :rolleyes:


    Beste Grüße,
    Oliver

  • Joe Jackson, gestern abend live in München.
    Bisher einer meiner Favorites.


    Gestern bin ich nach einer Stunde gegangen, Musik und Sound waren "unterirdisch".
    Gut, daß ich noch ein paar alte schwarze und silberne Scheiben von ihm habe.


    Viele Grüße
    Christian

  • Hmmm... scheint dann wohl die richtige Entscheidung gewesen
    zu sein, nicht nach München gefahren zu sein. Ich habe JJ noch
    nie live gesehen und hatte mit dem Gedanken gespielt, das end-
    lich mal nachzuholen.

  • Am 17.11 Alpha & Omega: sehr ansprechender Dub-Reggae aus UK, Sound leider sehr besch...eiden. Der für Dub so charakteristische Tiefbass fehlte leider völlig. Da rumpelts zuhause mehr.
    Am 23.11. Zawinul Syndicate: natürlich ohne Joe, aber mit einem sehr engagiertem Syndicate, sehr rhythmisch (kein Wunder bei 2 Percussionisten und einem Schlagzeuger) und funky. Der neue Keyboarder kann Zawinul natürlich nicht ersetzen, aber das erwartet eh niemand. Sehr empfehlenswert.
    Gestern am 25.11. die grandiosen Bauchklang: Bauchklang mit Ihrem Vokal-Groove-Projekt sind ja immer wieder hörenswert. Genial was ohne Instrumente, nur mit menschlichen Stimmen und Klängen, für tanzbare Musik entstehen kann. Nett ist auch immer die kleine Einlage, wenn 2 aus dem Publikum, auf der Bühne mit der Band zusammen, Ihre Beatbox -Künste unter Beweis stellen dürfen.
    Absolut empfehlenswerte Livetruppe!


    Alle 3 Konzerte im Treibhaus in Innsbruck genossen.


    Schönes Wochenende, Manfred

  • Fanta Vier gestern in der Lanxes Arena in Köln.


    Ich habe selten eine derart schlechte Akustik erlebt. Das war so ein Brei das man teilweise mühe hatte die Stücke zu erkennen.


    Konzert war aber trotzdem schön ;-)


    Uli

    >>:everybody has to sometimes break the rules:<<

  • Ich habe JJ noch
    nie live gesehen und hatte mit dem Gedanken gespielt, das end-
    lich mal nachzuholen.


    Den hab ihn vor Jahren (Jahrzehnten?) mal live gesehen und ihn damals als Live-Act schon abgehakt. Das klang zwar perfekt - aber halt genauso wie die Platte. Ich glaub er hat damals sogar zuerst die erste Seite der Platte ohne Pause gespielt - und dann nach Ansage die zweite ;) Stimmung kam dann eigentlich erst bei den Zugaben auf. Das war nicht so ganz, was ich mir unter einem Pop/Rock Konzert vorstelle. Aber wie gesagt, der Sound war damals m.E. ziemlich perfekt...


    Ähnliche Kategorie: Vorgestern Isobel Campbell & Mark Lanegan in der Friedenskirche in Dachau. An sich mag ich die Musik sehr gern, aber wenn eine Band in so einem intimen Rahmen keinerlei Kontakt zum Publikum aufnimmt mindert dass das Live-Erlebnis schon ein wenig. Wie meine Begleiterin so schön gesagt hat: Die haben schon schöne Musik gemacht, aber halt leider nur für sich selbst. Ob einem "die Ehre dabei sein zu dürfen" den Eintrittspreis wert ist muss dann jeder für sich selbst entscheiden.
    Vom Sound her war das dann zu allem Überfluss auch ziemlich grenzwertig. Isobel Campbell war über weite Strecken kaum zu hören und wenn's etwas lauter wurde hat der dröhnende Bass alles übertönt - letzteres würde ich allerdings mit der schwierigen Akustik der Kirche entschuldigen. Mir hat's trotz allem gefallen - ich kannte aber auch alle Stücke von den Platten. Für meine Begleiterin, die nur auf meine Empfehlung mit ist, wären die 20€ in eine der Platten wahrscheinlich besser investiert gewesen...


    Gruß,
    Jörg

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  • Hallo,


    am vergangenen Donnerstag Lambchop in München, Amerikahaus.


    Bestuhltes, sehr schönes Konzert.


    Das einzige, was manchmal nicht gestimmt hat, war die Lautstärke, und dass, obwohl ich in der vierten Reihe war. Es war hin und wieder etwas zu leise, teilweise hat mich sogar das Atmen des Sitznachbarn gestört, so leise war die Musik :)




    Viele Grüße


    Dietmar

  • guten morgen,
    gestern hatte ich einen sehr schönen nachmittag/abend in der oper!
    wie sich schon an der überschrift erahnen läßt gab es wagner
    sensationell ! großartiges bühnenbild, hervorragende sänger und ein volles haus, was will man mehr
    5 recht kurzweilige stunden(inkl. pausen)! und alles unplugged!


    http://www.oper-frankfurt.de/d…deos/teaser-startbild.jpg


    rod

  • Hallo,


    gestern war ich bei Arcade Fire in München. Die Musik war gut. Die Show war manchmal zu gekünstelt theatralisch, fast schon "Wetten dass"-kompatibel. Eine Nummer zuviel Pathos.


    Und wie immer bei so bekannten Gruppen: Es waren leider sehr viele "Adabeis" da, die das Konzert gnadenlos zerplappert haben.


    Arcade Fire sind auf dem Weg zum Stadionrock.




    Viele Grüße


    Dietmar

  • moin,
    ist man "wagnerianer", wenn man sich den Ring zweimal anhört?
    eine großartiges spektakel ist es allemal!
    auf Siegfried muß ich jetzt bis in die saison 2011/12 warten....


    rod