Vorteile 12-Zoll-Tonarm?

  • Diese letztlich nach dem großen Aufriss doch etwas überraschende "kleine" Lösung bedeutet ja nicht, dass die Diskussion über 12 Zöller und deren Vorteile beendet sein muss. Ich habe zwar hier noch einen Jelco 12 Zöller liegen, aber bisher habe ich den Aufwand für seine Montage gescheut, weil ich mit dem DFA 10,5 Zöller sehr zufrieden bin. Ich müsste, um den 12 Zöller verbauen zu können, einen vorhandenen 126 II in eine ebenfalls vorhandene breitere Zarge verpflanzen. Ein breiteres Tonarmbrett ist ebenfalls bereits vorhanden. Trotzdem kann ich mich nicht aufraffen, weil es halt auch so schon recht gut klingt und weil ich halt auch nicht weiß, ob es wirklich noch besser wird. BG Konrad

  • HALLO Konrad

    Stimmt in einen TR Dreher kann man ohne Ende Geld investieren hab vorher einen PRO Ject Experience da war der Transrotor schon ein Schritt nach vorne.

    Was hast du denn für einen Jelco Tonarm

    Grüße Horst

    Transrotor Zet 1 ,Transrotor 800 Tonarm , 12 Zoll Schick Tonarm, DR.Fuß Netzteil

    EMT HSD 006 MC

    DENON DL 102 Mono

    ORTOFON Quintett Mono


    Perreaux Audiant VP 3 Phonopre, Monophonic Phono Vorverstärker ,Perreaux Audiant 80 I Anniversary,B&W 803 D

  • Was ich bei Chris Feickert raushöre, wenn er über Jelco Tonarme spricht, dann würde ich sagen, dass er den 10 1/2 Zoll, also den DFA105 favorisiert. Leider baut Jelco diesen nicht mehr.

    Ich denke, dass der 12" etwas entspannter klingt als der 9". Deshalb wäre der DFA 105 irgendwo dazwischen.

    Was soll denn grundsöätzlich durch einen Tonarmwechsel verändert, bzw. verbessert werden?

    Was ist das klangliche Ziel?

    Vielleicht kommt man auch durch "andere" Maßnahmen dahin?

    Gruß

    Horst

  • hallo zusammen


    ... nur mal paar Gedanken zum Thema Tonarm,

    12-Zoll und ZET1.


    (von mir als DIY-er... die Warnung vorab... nur der Klang zählt !)


    Auf den ersten Blick ist beim 12 Zoll der verbesserter Spurfehlerwinkel nicht wegzudiskutieren. Zudem ist es die Haptik, die ihn ausmacht. Eine Spur noch die Optik... egal...


    Länger... größer... wird ja auch anderswo dem Vernehmen nach häufig favorisiert ... und lässt sich auch besser vermarkten, denn:

    Kunde bekommt mehr fürs Geld.


    Ich gebe zu, dass mein Denken über TR-ZET1 nicht das Beste ist.


    DENN: was bitte wird geboten außer einem optisch wunderschön anzuschauenden Dreher, der feinmechanisch Maßstäbe setzt?


    Und hier sind wir dann beim wirklich entscheidenden Punkt, der auch von der meinungsbildenden Presse, warum auch immer, positiv Erwähnung findet.


    Gemeinsam mit TR wird vermittelt, dass präzise Feinmechanik allein den Weg ins audiophile Himmelreich ebnen würde. Wie sonst ist zu erklären, dass Gummi-O-Ringe unter drei Füßen und ein vierter im wunderschönen Serien-Plattenpuck neben Spuren von Moosgummi - Entkoppelung an der Tonarmbasis dem Hersteller genügen?


    Das sind Pfennig - Beträge, die einzig investiert werden zur Beruhigung


    Möglicherweise ist auch die Geschäftsidee dahinter, Luft nach oben

    zu lassen.... dem Kunden bzgl. Klang... und weiteren Geschäften mit Zubehör.... egal.


    Zum 12-Zoll ... man hat mehr Rohr zur Verfügung, was man sinnvoll nutzen könnte. Man könnte es mehrlagig aufbauen mit einer weichen und dadurch wirksam dämpfenden Zwischenschicht. (Herr Schröder aus Berlin macht das auch so) Mehr Länge bedeutet dann auch mehr Dämpfung, was zu einem ruhigeren Ergebnis führt.


    Wenn doch alles nur so einfach wäre.....


    musikalische Grüße


    Josef

  • Hi,


    ich sehe als Vorteil eines 12ers eigentlich nur den verbesserten Spurfehlerwinkel. Aber was heißt denn "nur, das ist ja durchaus relevant. Und der Spurfehlerwinkel lässt sich auch nicht auf andere Weise verbessern als durch einen längeren Arm (oder einen Tangentialarm, aber das ist wohl ein Kapitel für sich). Ob man für einen 12er einen Aufpreis zahlen will, muss ja jeder selbst wissen. Für mich war ein DFA 105 (ebenfalls mit Aufpreis) ein geeigneter Kompromiss, weil er (s.o.) auf meinen vorhandenen TD 126 passt, während der ebenfalls vorhandene 12er von Jelco nur auf ein verbreitertes Tonarmbrett, das wiederum eine verbreiterte Zarge (ebenfalls vorhanden) benötigt, gepasst hätte. Ob ich ein solches Verbreiterungsprojekt jemals (wieder) anfasse, wissen die Götter, zumal ich mit der jetzigen Lösung sehr zufrieden bin. Zum TR-ZET1 kann ich ebenfalls nichts sagen.

    BG Konrad

  • Hallo zusammen,


    Ich mag 9" aus zwei Gründen nicht so gerne:

    1. Sieht ziemlich "fipsig" aus.

    2. Klingt häufig etwas nervös und unvollkommen.


    12" hat andere Nachteile wie z.B. schlechteres Resonanzverhalten.

    Manchmal etwas träge in der Wiedergabe.


    Die goldene Mitte ist wohl 10" bis 11" Länge.


    Was den Spurfehlwinkel angeht so ist der aktuelle TK850 in 10" besser als in 12" Ausführung.


    Arm und System,ggf. Headshell, sind aber immer eine Einheit und die muß funktionieren.


    Dazu kommt das nach meinen Erfahrungen das meiste Potential der Arme gar nicht genutzt werden kann weil die Innenverkabelung häufig weit hinter den Möglichkeiten bleibt. Ausnahmen bestätigen die Regel.



    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • jawohl dieter... die trägheit kann ich bestätigen. das lag daran, dass er an Steifigkeit verlor... mein DIYer bzw das Headshell bekam eine dritte Strebe spendiert, die sehr gut funktioniert und der Trägheit den Garaus machte...


    und bei der Innenverkabelung hast du auch Recht. insbesondere finde ich bemerkenswert, dass man meist dahin geht, alles steckbar zu machen. Das sind jedoch enorme Hindernisse für das, bei MC meist mit 0,5 Volt winzige Signal. (Ich glaube übrigens nicht daran, dass es nur der reine elektrische Widerstand ist, der klangentscheidend ist.)


    Dazu nur eine Anmerkung: Jedes durchgehende Stück Kupferdraht ist unendlich viel besser als die teuersten vergoldeten platinierten und was weiß ich noch für HighEnd-Kupplungen/Stecker, die nahe des absoluten Gefrierpunkts, im Vacuum noch womöglich, hergestellt werden müssen...

    man zähle nur die Kontaktstellen, Lötstellen und Übergänge in andere Materialien...


    musikalische Grüße


    Josef

  • Ich habe den Eindruck, dass der Eine oder Andre nicht 100% zufrieden mit dem Laufwerk ist und glaubt, dass ein 12" Tonarm es richten wird. Das ist mMn völlig falsch.

    Man sollte erst einmal herausfinden/ analysieren was suboptimal ist, oder was man klanglich ändern möchte.


    - Häufig liegt es an der falschen Aufstellung des Laufwerks. Metallspikes auf Stein klingt hart.

    Gummi auf MDF weich (nur als Beispiel gedacht).

    - Habe ich ein Masselaufwerk, oder Sub Chassis Dreher

    - Dann passt eventuell der Tonabnehmer nicht in das vorhanden SET UP

    - In manchen Fällen reicht schon ein Tonabnehmer mit Holzgehäuse, ein anderes Headshell,

    oder beides.


    Man kann auch mit einfachen, kostengünstigen Mittel erst mal probieren. Dann weiß man, auch wenn es noch nicht optimal ist, ob die Tuningmaßnahme in die richtige -, oder falsche Richtung geht.



    Hier mal ein paar Vorschlage wenn es voller, wärmer, ruhiger klingen soll:

    - Headshell + Gummiring am Bajonett testen

    - Holzheadshell testen

    - Tonabnehmer mit Holzgehäuse testen

    - Ein paar Korkscheiben unter die Füße (harte Ankopplung meiden).

    - Holzbasis (z.B. 40 mm Buchenleimholz) anstelle Stein

    - Sylomer unter die Basis (siehe thread)

    - Tonarmbasis austauschen (von Alu in Bronze). Brachte bei meinem Jelco mehr Ruhe ins Klangbild, etwas mehr Fundament und dadurch etwas mehr Details.

    - eventuell auch noch ein Kabelwechsel (das ist aber eher finetuning und nicht die Lösung des Problems)


    Man muß nicht immer mit Kanonen auf Spatzen schießen.


    :sorry::off:

    Gruß

    Horst

  • Hi,


    Quote


    Das sind jedoch enorme Hindernisse für das, bei MC meist mit 0,5 Volt winzige Signal.


    ... Jedes durchgehende Stück Kupferdraht ist unendlich viel besser

    Sind sie nicht. In der gesamten Technik sind Steckverbindungen Gang und gäbe und in keinster Weise verpönt. Selbst in medizinischen Anwendungen, Raumfahrt, Militär, selbst da wo Thermospannungen eine nennenswerte Rolle spielen und bei höchst Sicherheits relevanten Anwendungen.

    Nur im highEnd kommt man auf die Idee es müsste alles durchgängig mit fipsigen Käbelchen verbandelt sein.

    Gott bewahre Dich davor einmal bei einem ´highEnd Chirurgen´ unters durchverkabelte Messer zu müssen. ^^


    jauu

    Calvin

  • Ich konnte im Vergleich nicht wirklich Unterschiede hören. Kontaktprobleme sind eher "digital", es kommt zu Unterbrechnungen, auch als Modulation, je nach Situation. Saubere Kontakte "hört" man nicht. Daher hatte ich mich bei meinem Sony Tonarm auch wieder für den klassischen Tonarmstecker entschieden, der die Handhabung auf dem Dreher deutlich einfacher und praktischer macht.

  • hallo...

    wenn man etwas nicht hören kann besteht jedoch die Möglichkeit, dass es doch da ist....


    "Jede Klemmstelle ist eine Hemmschwelle!"


    ... ist nicht von mir - sondern wurde früher in der Ausbildung gelehrt...


    gilt das denn nicht mehr ? wenn ja weshalb gilt es nicht mehr ?

  • Hi,


    Sind sie nicht. In der gesamten Technik sind Steckverbindungen Gang und gäbe und in keinster Weise verpönt. Selbst in medizinischen Anwendungen, Raumfahrt, Militär, selbst da wo Thermospannungen eine nennenswerte Rolle spielen und bei höchst Sicherheits relevanten Anwendungen

    du glaubst wirklich alles was dir jemand erzählt...

    denk doch mal SELBST darüber nach!


    du schneidest einen Draht über... und flickst ihn mindestens an drei stellen wieder zusammen... und behauptest, er wäre übertragungsmäßig wie zuvor ... OHNE einschränkungen....


    es ist völlig egal, was anderswo gemacht wird....

    dazu einer meiner Liebligssprüche:

    bauen wir s richtig oder machen wir s wie immer ?

    .