Goldring 1022GX @ Dual 704 @ NAD PP2 und nun?

  • ich wollte damit nur sagen, daß die Arm / Systemkombination häufig entscheidend für
    das Gesamtergebnis ist. Die großen Hersteller (Dual, Braun, Telefunken) haben in ihren
    besseren Drehern sicher nicht ohen Grund oft auf die V15 von Shure gesetzt.
    (Vermutlich waren die Geräte für shure V15 optimiert - siehe Bedienungsanleitung des Dual 704 auf vinylengine)
    Wenn Shure heute im Hifi-Bereich fast abgemeldet ist - mit dem
    passenden Tonarm klingt es auch heute noch top.


    Die Goldring 1000er spielen in Rega und Linn Tonarmen sehr gut.
    Das 1042er sogar im TP-90 mit RDC Headshell.

    Gruß Peter


    Womit ich höre könnt Ihr im Steckbrief lesen

  • So, jetzt will ich mich auch mal einklinken...
    ich kenne zwar Deine einzelnen Komponenten nicht, den NAD Pre kenne ich jedoch noch aus früheren Zeiten.
    Ich habe ihn mir gekauft in der Annahme, dass er wohl besser ist, als die Phonosektion meines damaligen Sony Vollverstärkers (TAF 150 oder so ähnlich, nichts Dolles).
    Dem war jedoch nicht so und ich hatte dasselbe Problem wie Du zur Zeit.
    CD (irgendein Technics, auch nichts Dolles) klang immer noch besser.
    Ich habe mir dann den damaligen Black Cube ausgeliehen und für wesentlich besser befunden.
    Meine damalige Analogkette bestand aus einem Rega Planar 3/2000 (jetzt bei Ebay...) mit Rega Elys MM Tonabnehmer.
    Mittlerweile habe ich deutlich aufgerüstet. Black Cube wurde mit PWX-Netzteil (sehr gute Maßnahme) hochgerüstet, die Verkabelung des Tonarms wurde erneuert (Clearaudio Super-Wire), neuer (gebrauchter) Tonabnehmer Lyra Lydian Beta, im letzten Jahr Upgrade des Black Cube auf die Version 2006 (das war richtig gut !!!).
    Der Black Cube hat sämtliche Änderungen des Setups reproduzieren können.
    Mittlerweile spielt der Tonabnehmer auf einem VPI Scoutmaster, der Black Cube ist geblieben ....
    Der erste Höreindruck war nicht nur für mich, sondern auch für meine Frau der Oberhammer ...
    Was ich damit sagen wollte, ist eigentlich nur, dass eine vernünftige Phonostufe sicherlich eine gut angelegte und vor allem langfristige Investition darstellt.
    Du wirst sofort Deine Freude damit haben und falls Du später mal Aufrüsten möchtest (neues Laufwerk, anderer Arm, neuer Tonabnehmer, Kabel etc.) wirst Du erst recht Deine Freude haben, denn es steckt noch eine Menge bisher unentdecktes Potential in den Rillen Deiner schwarzen Scheiben ;-))
    Ich habe im Übrigen vor ein paar Tagen, die Trigon Vanguard eines Freundes mit dem Black Cube verglichen und wir waren uns beide einig, dass der Black Cube eindeutig besser ist, wobei auch die Vanguard auch schon ordentlich war, im direkten Vergleich jedoch wie gesagt, das Nachsehen hatte.
    Lieben Gruß
    Markus

  • Liebe Forensianer,


    hier geht ja die Post ab! Danke für die zahlreiche Beteiligung.


    Bezüglich Setup und Zustand meines Duals: ich denke hier sollte alles OK sein! Ist nach Schablone eingestellt, Tonarm bewegt sich schön frei (Anblas-Test) und das Kabel wurde nach Anleitung angelötet (und ich glaube den Massedraht (?) aufgetrennt zu haben). Den allgemeinen Zustand würde ich als sehr gut bezeichnen. Der Klang ist für sich auch wirklich nicht als schlecht zu bewerten, im Gegenteil. Erst im direkten Vergleich mit Digital treten ein paar 'Mängel' zu Tage. Und ihr wisst ja, das Bessere ist der Feind des Guten...


    Antiresonator hatte ich auch schon bedämpft, finde das Klangbild aber ohne Fixierung einen Tick besser.


    Im übrigen habe ich auch noch ein original Shure V15, bräuchte hierfür aber eine ordentliche Nadel, also zB die JICO SAS. Aber ist das dann wirklich besser als das Goldring 1022? Wie auch immer, die Nadel kostet nicht viel und ich trage mich eh schon länger mit dem Gedanken, das einfach auszuprobieren.


    Bisher wurde sehr oft der Cambridge 640 P genannt. Sollte Liste 160,- kosten, was ich sehr günstig finde (zum Vergleich der Gram Amp kostet ca 260,-). Nun weiß ich ja, wie die meisten hier zu den Hifi-Magazinen stehen... nichts desto trotz können diese Bewertungen ein gewisser Anhaltspunkt sein. Der NAD PP2 wird in der Audio mit 90 Punkten gesegnet, der Cambridge 640P kriegt 95 Punkte. Wenn man hier von einer linearen Bewertung ausgeht, so gibt es einen 'klanglichen Unterschied' von weniger als 6%. Asche über mein Haupt, hier pedante Mathematik reinzubringen aber natürlich stelle ich mir die Frage ob der Sprung auf 640P wirklich das gewünschte Ergebenis bringen würde. Ausprobieren ist in meinem Dorf von einer Stadt leider nur schwer möglich - es gibt genau einen Händler der in Frage käme und der ist in einer Fußgängerzone... den Dual hier wo hin zu schleppen... Ausleihen werde ich aber versuchen!


    Hinsichtlich Heed werde ich auch versuchen zu urgieren... danke für diesen Tip!

  • Ähhhm, so viel zu dem Händler zu dem ich heute gehen wollte (copy/paste):

    Gegenstand des Unternehmens:
    Handel mit Elektro- und Elektronikgeräten Betroffene Dienstnehmer: 4 (inkl. der beiden Geschäftsführer)
    Betroffene Gläubiger: 25
    Höhe der Aktiva: rd. EUR 50.000,--
    Höhe der Passiva: rd. EUR 190.000,--, fällige Abgaben sind noch nicht inkludiert.
    Insolvenzursache (lt. Schuldnerangaben): Trotz intensiver Bemühungen und einer Renovierung des Geschäftslokales ist es nicht gelungen, gegen die massive Konkurrenz in den Einkaufszentren und den für einen massiven Preisdruck zusätzlich immer stärker werdenen Online-Handel zu bestehen. Ausreichende Erträge konnten nicht mehr erwirtschaftet werden, um sinkende Deckungsbeiträge bei wesentlichen Produkten durch Umsatzsteigerungen aufzufangen. Die Umsatz- und Ertragssituation ist auch durch die schwierige Lage des Geschäftes in der Innenstadt mit den Erschwernissen durch die Verkehrsbeschränkungen gekennzeichnet. Von der Hausbank wurde der Kreditrahmen eingeschränkt, so dass eine Insolvenz nicht mehr zu vermeiden war.

  • Bisher wurde sehr oft der Cambridge 640 P genannt. Sollte Liste 160,- kosten, was ich sehr günstig finde (zum Vergleich der Gram Amp kostet ca 260,-). Nun weiß ich ja, wie die meisten hier zu den Hifi-Magazinen stehen... nichts desto trotz können diese Bewertungen ein gewisser Anhaltspunkt sein. Der NAD PP2 wird in der Audio mit 90 Punkten gesegnet, der Cambridge 640P kriegt 95 Punkte. Wenn man hier von einer linearen Bewertung ausgeht, so gibt es einen 'klanglichen Unterschied' von weniger als 6%. Asche über mein Haupt, hier pedante Mathematik reinzubringen aber natürlich stelle ich mir die Frage ob der Sprung auf 640P wirklich das gewünschte Ergebenis bringen würde.


    Moin,


    ich bin der erste, der die alte Wahrheit "Vergiss Testergebnisse und verlass Dich auf Deine Ohren" hier verkünden darf. Danke! :D
    Im Ernst: M.E. ist der Cambridge schon ein deutliches Stück besser als der PP2. Wenn Du keine Möglichkeit hast, ihn vor Ort anzuhören, kannst Du ihn doch prima mit Rückgaberecht im Netz bestellen.


    GrüßeDet

  • Hallo Infinum,


    es wurde ja schon häufiger erwähnt, und auch ich rate dir zum Probehören / Vergleichshören einiger Phono Pre`s.
    Die Meinungen sind hier natürlich vielfältig, aber wenn du dich nicht auf MM beschränken willst, so fährst du mit den genannten
    Trigon Vanguard bzw. Lehmann Black cube (hoffentlich hab ich nix vergessen :huh: ) nicht falsch.
    Einige dieser Pre`s kann man sich auch übers Internet leihen (z.B bei PhonoPhono in Berlin).


    Zum oben erwähnten Vergleich von Trigon Vanguard und dem Lehmann muss ich auch noch meinen Senf dazugeben :D :
    Den Trigon kenne (und schätze) ich, wohingegen ich den Lehmann noch nicht gehört habe. Vermutlich ist der Lehmann (2006er Version mit Netzteil PWX)
    dem Trigon überlegen. Aber dieser Vergleich hinkt m.M. nach ein wenig. Man vergleiche mal die aufgerufenen Preise der Geräte. Wenn ich nicht ganz falsch liege
    gibt es da durchaus ein Preisunterschied von Faktor 2.


    viel Spaß beim Probehören


    Gruß
    Bernd

  • Quote

    Bisher wurde sehr oft der Cambridge 640 P genannt. Sollte Liste 160,- kosten, was ich sehr günstig finde (zum Vergleich der Gram Amp kostet ca 260,-). Nun weiß ich ja, wie die meisten hier zu den Hifi-Magazinen stehen... nichts desto trotz können diese Bewertungen ein gewisser Anhaltspunkt sein. Der NAD PP2 wird in der Audio mit 90 Punkten gesegnet, der Cambridge 640P kriegt 95 Punkte. Wenn man hier von einer linearen Bewertung ausgeht, so gibt es einen 'klanglichen Unterschied' von weniger als 6%. Asche über mein Haupt, hier pedante Mathematik reinzubringen aber natürlich stelle ich mir die Frage ob der Sprung auf 640P wirklich das gewünschte Ergebenis bringen würde.


    zum 640P kann ich dir nur sagen, daß er weit oberhalb seines preises spielt - ist sicherlich auch ein guter tip. auf jeden fall ist das eine andere liga als der NAD. es gibt ein englisches forum (pinkfishmedia.net), da findest zig threads zum cambridge.


    ansonsten vergiß die 5 punkte - das heißt gar nichts. die reihenfolge in diesen listen lassen sich zwar oft nachvollziehen, nicht aber die unterschiede in punkten.


    grüße


    christian

  • Im übrigen habe ich auch noch ein original Shure V15, bräuchte hierfür aber eine ordentliche Nadel, also zB die JICO SAS. Aber ist das dann wirklich besser als das Goldring 1022? Wie auch immer, die Nadel kostet nicht viel und ich trage mich eh schon länger mit dem Gedanken, das einfach auszuprobieren.


    Die Jico Nadel ist ziemlich gut. Sehr "schnell" und sehr transparent. Der Rest hängt sehr vom Generator ab. Kann ich empfehlen. Da kann man sich oft das Upgrade auf Nadeln bis ca. 800 Euro sparen (wenn das Umfeld stimmt).

    Quote

    Bisher wurde sehr oft der Cambridge 640 P genannt. Sollte Liste 160,- kosten, was ich sehr günstig finde (zum Vergleich der Gram Amp kostet ca 260,-).


    Ich würde dringend versuchen einen möglichst großen Schritt nach oben zu machen, die Unterschiede sind gravierend. Hier im Forum tauchen öfter gute mittelklasse Geräte (Heed, Trigon Advance, Lehmann) für kleines Geld auf. Der Cambridge ist zwar schon besser aber da geht noch sehr viel mehr! Irgendwann kommt fast jeder auf den Trichter das der Pre sein Setup zu sehr limitiert. Wenn das Geld wirklich knapp ist und MC auch sein soll würd ich ne möglichst gute (neue) Horman Supa nehmen, die gibts im Forum auch gelegentlich und wenn man fragt hat man m.e. ne Chance... Wenn du da jetzt sparst gibst du das Geld bloss zweimal aus!

    Quote

    Hinsichtlich Heed werde ich auch versuchen zu urgieren... danke für diesen Tip!


    Das kann ich nur wärmstens empfehlen...

  • Moin,


    Im übrigen habe ich auch noch ein original Shure V15, bräuchte hierfür aber eine ordentliche Nadel, also zB die JICO SAS. Aber ist das dann wirklich besser als das Goldring 1022? Wie auch immer, die Nadel kostet nicht viel und ich trage mich eh schon länger mit dem Gedanken, das einfach auszuprobieren.


    Diese Nadel kostet einen Witz, verglichen zu dem, was du anschließend unterm Arm des 704 klemmen hast. Das V15-III-LM mit der Jico/SAS ist schwer zu schlagen am 704 und ein richtig guter Phonoamp kann da nie schaden. Ein Goldring 1042, sicher ein Top MM, wird da vielleicht das Nachsehen haben. Das hängt wohl einfach mit dem Gesamtsystem zusammen.
    Wenn die Nadel nicht direktimportiert würde, wäre sie mit Sicherheit wesentlich teurer.


    Unterm 640P (kann zwar MC, ist aber optimal für MM) würde ich nicht gehen, "Klangpunkte, Sterne, Ohren,..." hin- oder her :rolleyes:

  • Hallo Forum,


    mit Interesse habe ich diesen Beitrag gelesen und - obgleich er schon ein paar Tage alt ist - möchte ich nicht "gehen", ohne meinen Senf hinzuzugeben, schließlich bin ich auch in das Fettnäpfchen mit dem PP2 getreten.


    Aus Mangel an monitären Mitteln betrieb ich den PP2 zusammen mit meinem 1006er Goldring und natürlich klang es auch bei mir dumpf. Alle Einstellerei brachte nichts, egal, wie man es auch drehte und wendete, der PP2 beschnitt so massiv die Höhen, wie es ein voll zurückgedrehter Höhenregler am Verstärker nicht hinbekommen hat.


    Dank eines glücklichen Zufalls bekam ich von einem guten Freund einen Musical Fidelity X-LPS V3 geliehen mit den Worten "probier mal, wenn es Dir gefällt, werden wir uns schon über den Preis einig, aber teste mal in aller Ruhe und ruhig über mehrere Wochen, das Gerät steht bei mir eh nur rum°. Und auf einmal waren sie da, die Höhen. Auf einmal kam die Auflösung. Ich traute meinen Ohren nicht, stöpselte zurück zum PP2 und die dumpfe Suppe war wieder da. Soviel zu dem Thema.


    So begeistert ich von NAD-Verstärkern im Allgemeinen bin, so sehr rate ich vom Kauf der Phonostufen ab. Den PP3 kenne ich nicht, PP1 und PP2 klinen aber vergleichsweise beschnitten, dumpf und den Preis nicht wert. Den PP2 hab ich zwischenzeitig verkauft, konnte ich dennoch nochmals gegen den Supa 2.0 meiner Partnerin gegentesten, es ist ein himmelweiter Unterschied dazwischen, der den Mehrpreis definitiv rechtfertigt. Cambridge usw. kenne ich nicht, der Heed spielt nochmal eine Stufe besser als der 2.0, kostet aber auch ein gutes Stück mehr. Was einem das wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, ich denke mittlerweile aber, dass der PP2 wohl kein guter Kauf ist, weder mit dem kleinen 321BE Nagaoka meiner Partnerin noch mit meinem 1006er Goldring. Zu anderen System-Kombis kann ich nichts sagen, tut mir leid!


    Daher mein Fazit: wenn nicht gerade 5m Kabel zwischen dem Dual und dem PP2 liegen, dann wird auch hier der PP2 die Wurzel allen Übels sein, da bin ich fest von überzeugt.



    Liebe Grüße
    Micha

  • Mein Tipp: Wenn der Dual noch gut läuft, ist keine Wechsel des Plattenspielers nötig.
    Und beim PreAmp würde ich dir den Creek OBH-18 MM empfehlen, wenn du bei MM-Systemen bleiben willst. Der leistet an meinem Thorens mit Ortofon 2M Blue sehr gute Arbeit.
    Und den letzten Schliff kannst du deinem System später immer noch mit einem besseren Goldringsystem geben.

  • Moiin,

    Ich würde dringend versuchen einen möglichst großen Schritt nach oben zu machen, die Unterschiede sind gravierend ... Wenn du da jetzt sparst gibst du das Geld bloss zweimal aus!

    ... yepp ... :thumbup: