Black Gate

  • hi,
    kennt jemand Bezugsquellen für Black Gate Kondensatoren ( am besten in Hamburg oder mit günstigen Versandkosten)?
    Wie sind die Erfahrungen mit diesen Kondensatoren insbesondere als Koppelkondensator?


    Vielen Dank für jede Information,
    Harvey

  • hi,
    blackgate du solltest dich damit ja auskenne.


    Ich möchte mit den Kondensatoren die Tantalkoppelkondensatoren in meinem QUAD 44 Vorverstärker ersetzen (100 uF 16V oder 3V). Würde die aus der NX Serie nehmen. Da ich aber nur 2 brauche möchte ich ungern die Versandkosten und Mindestbestellmengen der oben erwähnten Versender bezahlen.


    Harvey

  • Moin,


    Tantalkoppelkondenatoren? Wie das?


    Für Koppelkondensatoren nimmt man gute Folien (z.B. auch einfach WIMAs)


    Blackgate Elkos sind für mich überteuerte Voodoobauteile. Am besten sind bei Elkos LOW-ESR Typen, wie man sie auch für Shaltnetzteile nimmt. Die bekommst Du in fast jedem Elektronikladen.


    MfG, Jo

  • Servus Jo,


    Blackgate Elkos sind für mich überteuerte Voodoobauteile.


    Was den Preis betrifft, der ist happig, ganz recht. Interessant finde ich, daß gerade die (noch bezahlbaren) NX 0,1er ein richtiger Preis/Leistungstipp sind, wenn man sie zB parallel zu Stütz - oder Siebelkos anschließt. So ist zumindest die Erfahrung von mir und diversen anderen (Liste auf Anfrage ;) ).


    Hast du denn die überteuerten Voodoobauteile mal ausprobiert?


    Gruß, Josef

    Funk Firm Vector mit Mörch und AT OCC7, Scheu mit Audiomods s5 und Benz Wood SL u. ä, Pass Aleph Ono Clone, Volpe RIAA2, Buscher SE25 Amps und Abacus Preamp 14, HGP Corda, Digi: Rega Saturn, PS Audio Digital Link III, manches davon etwas umgestrickt

  • Hallo Josef,


    paralleschalten von Kondensatoren kann problematisch sein, darauf wird übrigens selbst in der wortreichen Werbung von Blackgate hingewiesen ;)


    Ich habe wirklich nichts gegen ausgesucht gute Kondensatoren. Ganz im Gegenteil - sie müssen halt nur in der gewünschten Anwendung optimal sein.


    Overdone ist halt auch suboptimal, weil man sein Geld an einer Stelle rausschmeißt wo es im Ergebnis nichts bringt. Vielleicht könnte man es an anderer Stelle besser investieren?


    Jetzt genauer darzulegen, was ich da alles schon probiert und gelernt habe - das ginge zu weit...


    MfG, Jo

  • Quote

    Original von Johannes LeBong
    Jetzt genauer darzulegen, was ich da alles schon probiert und gelernt habe - das ginge zu weit...


    Kurz gesagt, Du hast keine eigenen Erfahrungen mit Black Gates,
    lehnst sie aber aus grundsätzlichen Erwägungen heraus ab - richtig?

  • Quote

    Kurz gesagt, Du hast keine eigenen Erfahrungen mit Black Gates,
    lehnst sie aber aus grundsätzlichen Erwägungen heraus ab - richtig?


    :D:D:D


    Ist nur meine Einschätzung.


    Noch was: Üblicherweise wird in solchen Fällen als 'Erfahrung' unspezifisch über 'Klangverbesserungen' berichtet, die ich nicht nachvollziehen kann und die meist auch nicht eindeutig beweisbar sind. Wer's glaubt... ;)


    So könnenGlaubenskrige entstehen, an denen ich mich aber nicht beteilige. Als Techniker verstehe ich schon was von Kondensatoren und deren Anwendung.


    Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.


    MfG, Jo

  • Hallo Jo,


    >>Overdone ist halt auch suboptimal, weil man sein Geld an einer Stelle rausschmeißt wo es im Ergebnis nichts bringt. Vielleicht könnte man es an anderer Stelle besser investieren?


    Overdone ist ein schönes Wort in diesem Zusammenhang und ich kann (glaube ich) gut verstehen, was du meinst. Ich habe allerdings beim basteln und bauen schon jede Menge Geld rausgeworfen mit Bauteilen, die ähnlich teuer allerdings (für mich) geradezu unnütz waren, deshalb hab ich mich mit obigen Beitrag zu Wort gemeldet.
    Die BGs können auch mal individuell ihr Geld wert sein, das meine ich.


    So, und jetzt lieber wieder Musik hören ...


    Grüsse

    Funk Firm Vector mit Mörch und AT OCC7, Scheu mit Audiomods s5 und Benz Wood SL u. ä, Pass Aleph Ono Clone, Volpe RIAA2, Buscher SE25 Amps und Abacus Preamp 14, HGP Corda, Digi: Rega Saturn, PS Audio Digital Link III, manches davon etwas umgestrickt

  • Hallo Harvey,


    also entweder gute Folie (was bei 100uF durchaus zu Platzproblemen führen könnte, Mundorfs haben da schon fast Cola Dosen Format; du hast aber viel kleinere Spannung, kommt also drauf an) oder halt einen Blackgate.


    Nx Typen sind dafür OK, aber einspielen ist notwendig.
    Diese mit kleinen Nx Typen zu brücken kann zu vorlaut werden. Der Nx Typ klingt halt wie ein Stück Draht. Fügt nix hinzu, läßt nichts weg. Aber viele Geräte sind halt gesounded und da kann so ein Eingriff ins Gegenteil gegen.


    Ich habe zumindest immer einen der Koppelkondensatoren zwischen CD und PRE gebrückt. Für die Gleichspannungssperre ist nur einer notwenig. Der beste Koppelkondensator ist halt gar keiner.



    Richtig auspielen können BGs ihre Stärken in allen Bereichen der Stromversorgung (Netzteil, Vorort-Speicher etc)


    Ich habe in meine Kette ca. für 400 Euro BGs bisher verbaut, jetzt kommen nochmal 250 Euro in den PhonoPrePre dazu, zusammen mit vielen anderen Maßnahmen hats doch einiges gebracht.


    Aber Versuch macht kluch....


    Was Porto und Mindestbestellmenge betrifft: Mal fragen obs auch mal anders geht.

  • Hallo Johannes ,
    als ich noch mit Transistoren gebastelt habe , stand ich mal vor der Aufgabe , ein Netzteil für den Hiraga Entzerrer zu basteln . Das sollte natürlich besonders toll werden , eben auch meßtechnisch . Verschiedene Elkos lieferten meßtechnisch wirklich verschiedene Ergebnisse in Bezug auf Restrauschen und Brumm der Stromversorgung ( gemessen mit 5A20N Einschub von Tektronix , kleinste Empfindlichkeit 1 Mikrovolt ! ) .
    Die meßtechnisch besten , waren Typen von Roederstein , welche genau , habe ich vergessen , ist zu lange her .
    Ich habe allerdings nie einen Klangvergleich mit anderen gemacht , eben nur das Optimale genommen , was ich damals in der Bastelkiste hatte und die ist , wie du weißt , bei mir gut gefüllt .
    Ich habe aber Black - Gates auch noch nicht probiert und sehe da für mich auch keine Veranlassung , da ich mit meinen Kisten recht zufrieden bin . Ich würde da eher mit verschiedenen Röhren rumspielen .
    Viele Grüße , AlexK .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Hallo Jo,


    daß Du gerne recht pauschal und auch provokant formulierst, ist ja bekannt.
    Es wäre allerdings für den interessierten Leser sehr hilfreich, jeweils zu wissen, ob sich Deine Einschätzungen auf eigene Erfahrungen oder nur aufs Hörensagen gründen. Eine entsprechende Unterscheidung ist bislang nämlich leider kaum möglich.


    Alternativ wäre es natürlich auch denkbar, daß Du Deine Aussagen, Wertungen und Einschätzungen auf solche Geräte und Phänomene konzentrierst, die Dir auch wirklich persönlich bekannt sind. Dann würde gerade bei den Newbies hier vielleicht weniger Verwirrung entstehen.


    Nichts für ungut...

  • Quote

    Original von AlexK
    Hallo Johannes ,
    als ich noch mit Transistoren gebastelt habe ....
    Viele Grüße , AlexK .


    @ AlexK


    ...und als ich mal bei ABB im Corporate Research an der Entwicklung von ultrakompakten "Smart Power Devices" mitgearbeitet habe... ;)


    Ja, da haben wir beide immer schön was zu erzählen. Auch über die ganze Latte der HiFi-Klassiker. Deswegen freue ich mich auch immer wenn wir uns mal treffen! Fachsimpeln macht Spaß :))


    Hallo Alex,


    Ich denke, da wir uns besser persönlich kennen, fällt es uns auch leicht, die Kompetenz des anderen einzuschätzen. Das ist bei den anderen Forenteilnehmern manchmal schwierig. Ich versuche zwar die zu verstehen und vielleicht auch mal ein paar Tipps zu geben, aber man kann eben nicht alles in Kürze rüberbringen und manchmal interpretiert man auch eine Frage nicht richtig.


    Also was soll's, bevor noch weitere persönliche Verunglimpfungen kommen, höre ich lieber auf. Die Voodooisten und Esotheriker muss man einfach machen lassen. Der Gag ist ja, dass manche mich auch dazu zählen :D:D:D


    Am liebsten ist es mir, wenn Ergebnisse einfach für sich sprechen, wenn sie einfach brauchbar sind. Möglichst noch coram publico.


    Viele Grüße, Jo

  • Uups - "persönliche Verunglimpfungen" ?(


    Wo ich mich doch so sehr bemüht habe, sachlich und themenbezogen zu formulieren...

  • Hi,


    meine Erfahrungen sind da zwiespältig. Es gibt eindeutig Schaltungen, die für Bauteilemanipulationen enorm empfindlich sind. Ich habe solche nicht. Ich habe exotische (=teure) Wimas, Auricaps, BGs et al. getestet, an Stellen bei Geräten bei mir, wo eine Klangbeeinträchtigung wahrscheinlich ist (KoppelC. in der Feedbackschleife, etc.), ich habe sogar auf Zeitschriftenartikel reagiert, und Kondensatoren im Netzteil gegen solche Exoten ersetzt (obwohl mir schleierhaft ist, was das bringen soll), also tatsächlich Erfahrungen mit diesen Produkten gemacht. Ich habe auch die LowESR Varianten getestet.


    Alles miteinander hat bei mir(!) null, nichts und nada gebracht. Eventuell bin ich ja schwerhörig oder sonstwie gehandikapt, denn beispielsweise der Austausch des Wima im Netzteil wurde von einer Zeitschrift getestet, und der Tester berichtete von märchenhaften Klangveränderugnen, die sich bei mir (gleiches Equippment - es handelt sich um ein Kit) einfach nicht auftreten wollten.


    Allerdings gibt es Menschen, denen ich an sich vertraue bzw. nichts dreinreden will (wie z.B. Jo mit seinen Low ESR Caps), die von der Klangverbesserung überzeugt sind. Also liegt es vielleicht tatsächlich an mir oder dem von mir verwendeten Equippment.


    Für mich persönlich sind diese "exklusiven" Bauteile ähnlich wie Kabel: Für die Leute, die ein Gerät nicht aufschrauben wollen ist ein Kabel die einzige Möglichkeit etwas zu verändern, also zu "tunen", und die, die ein Gerät aufschrauben wollen, aber die Schaltung nicht neu berechnen wollen, sind eben solche exklusiven Bauteile wie seltene Widerstände oder Kondensatoren, aber auch interne Verkabelungen und Lötzinn (alles Silber) der einzige Weg, Veränderungen, also "Verbesserungen" vorzunehmen. Ich sehe das wie beim Auto, wer am Motor nicht rumspielen will, kauft sich Front- und Heckspoiler und läßt Breitreifen aufziehen, wer am Motor rumspielt verdoppelt dessen nominelle Leistung. Ob das Auto dann schneller, besser, effizienter oder sicherer wird, ich weiß es nicht. Ob solche "elitären" Bautele den Klang verbessern, keine Ahnung.


    Ich kann das ganze nicht nachvollziehen, das mag aber durchaus an mir liegen, oder an meinen Geräten. Ich habe übrigens vorige Woche zwei Zargen fertiggemacht, beide an sich gleich gebaut, also an sich identisch (materialbedingt wird es Masseunterschiede geben, auch bei der Verarbeitung mögen werkzeugbedingte Unterschiede vorliegen - schätzungswise sind sie auf etwa 1bis 2 mm Genauigkeit gleich - ewine Kreissäge ist eine Kreissäge, ich kann halt nur optisch einen möglichst präzisen Schnitt machen), eine aus MDF eine aus Multiplex, ich höre keine Unterschiede.


    Aber lasst Euch nicht entmutigen, nur weil es bei mir nicht funktioniert, bedeutet das nicht, daß Ihr nicht mit diesen Dingern ins klangliche Nirvana geleitet werdet. Solange Ihr Spaß daran habt an Euren Geräten zu basteln, tut es! Auch der Preis ist nicht so aufregend, wenn man bedenkt, daß wenn man in eine Kneipe geht, und dort drei Biere trinkt, also 1 bis 2 Stunden dort verbringt, plus Hin- und Heimweg sagen wir 3 Stunden, dann hat der Spaß auch 10 Euro gekostet. Wer für 10 Euro zwei Kondensatoren kauft, hat neben der Zeit für den Einbau auch noch massenhaft Zeit für das Probehören - sehr oft mit guten Freunden - verbracht, selbst wenn es - rein hypothetisch - keine Änderung gäbe, ist das immer noch ein preiswertes Vergnügen.


    LG Tom

  • Hallo Tom,


    dass ich öfter mal die LOW-ESR Caps erwähnte, hat nicht sooo viel zu bedeuten ;)


    Ich verwende alle möglichen Arten von Kondensatoren in meinen Amps - halt nach meinen Erkenntnissen an der richtigen Stelle.


    Die LOW-ESR Typen, sind eben die besseren modernen Industrietypen für Schaltnetzteile. Dann gibt es noch die Qualitäten für höhere Umgebungstemperaturen bzw. lange Lebensdauer und sowas. Manchmal kosten sie nur wenig mehr als die einfachen Dinger aus dem Bastlerbedarf. Warum also nicht nehmen?


    Sie haben jedenfalls einzeln bessere HF-Eigenschaften als mit Folien gebrückte Standardware.


    Ich schreibe hier aber über technische Eigenschaften von Elkos, die ich gezielt nutze und empfehle nicht einfach undifferenziert eine bestimmte Marke (e.g. Blackgate) von der es zig verschiedene Typen gibt.


    An unkritischen Stellen, z.B. als Ladekondensator in einem Röhrennetzteil kann ich im Prinzip auch alte Elkos von RFT (aus der DDR) nehmen, wenn ich diese vorsichtig neu formiert, durchgemessen und für ordentlich befunden habe. Der letzte Ko in einer Siebkette kann z.B. vorteilhaft ein Folientyp sein undsoweiter.


    Die ollen 'Roedersteine', die Alex schon oben erwähnte, habe ich auch en Masse. Die gab es mal billig bei Pollin 8)


    Im Signalweg würde ich nie einen Tantal oder keramischen C verbauen... (Stichwort Koppelkondensator)


    MfG, Jo