Eff. Tonarmmasse ohne Tonabnehmer ermitteln ?

  • Hallo,
    ich hab eine kurze Frage zum Thema eff. Tonarmmasse.
    Wenn ich die eff. Masse des Armes mit einer Feder (Frequenz des TA ermitteln, dann eine Masse wiegen, die mit der gleichen Frequenz wie der TA schwingt) ermittel, sollte der Tonarm kein TA-System drin haben, oder ?
    Danke für die Hilfe.

  • Hallo MiWi,


    Die Resonanzfrequenz des Gesamtsystems, d.h. Arm, System und Schauben mit Unterlegplättchen usw. ermittelt sich zu:



    1
    F res = ------------------------ ____
    2 x ∏ √ CxM


    Wobei M die Gesamtmasse ist (Arm, System, Schrauben, Plättchen Anschlusssteckerchen...),
    C die Compliance des TA Systems.


    Die Resonanz ist immer abhängig von der Gesamtmasse und der Federwirkung des Systems (=Compliance).
    Die Resonanzfrequenz der Armmasse allein nützt Dir aber in der Praxis wenig. es muss immer die Masse des Systems + ... sowie die "Federkonstante" (= Compliance) mit angesetzt werden.
    Würde mich da aber nicht abquälen, sondern die Resonanzfrequenz mit einer Testplatte ermitteln.


    F res Sollte möglichst im Bereich 7 bis 12 Hz liegen.


    Gruss, Udo (DL 8 WP)

  • Formel kommt leider nicht so rüber, wie ich das wollte.



    Also
    Über dem Bruchstrich steht 1
    Unter den Bruchstrich 2 mal Pi mal (Quadrat-)Wurzel aus C mal M.


    Gruss, Udo (DL 8 WP)

  • Hallo zusammen,


    auf welcher Testplatte gibt es die Möglichkeit die Resonanzfrequenz zu ermitteln?
    Wenn diese dann auch noch erhältlich wäre könnte nicht schaden.


    Vielen Dank!


    Grüße Maxim

  • Hallo Maxim,


    Resonanztests findest Du auf :


    Shure TTR 117


    dhfi Nr. 2


    "Audio- Magazin" Testschallplatten von 1989


    eventuell auf der AAA Testschallplatte (weiss immer noch nicht genau was da drauf ist)


    diversen anderen Angeboten.



    Schau mal unter Phono Allgemein, Seite 2 , da habe ich vor etwa 2 Wochen gefragt: "Wo gibts noch Testschallplatten ? "


    Haba dazu einige interessante Antworten bekommen, insbesondere einige shops, die diese Platten (gebraucht) noch im Angebot haben.


    Versuchs auch mal im Ebay.


    Gruss,


    Udo (DL 8 WP)

  • Hallo, besten Dank für die Antworten.
    Das PDF und die Formel kenne ich, half mir in diesem Fall aber nicht weiter. :rolleyes: :))
    Bin nämlich gestern Abend mit meiner Kopie des neuen Scheu (12 Zoll) fertig geworden und wollte herausfinden, ob der Arm eher zu den leichten oder schwereren gehört. Das heißt, ich muss ja erstmal irgendwie an die effektive Masse des Armes kommen, bevor ich diese in die Formel einsetzen kann.
    Hab dann gestern abend noch mit einer Feder nen ganzen Satz Zeiten für 5 und 10 Amplituden genommen. Dann das ganze so lange mit etwas Lötzinn an der Feder wiederholt, bis ich in etwa die gleichen Zeiten hatte. Demnach hätte der Arm (nach meiner leider schlecht lesbaren analogen Küchenwaage) so ca. 10 Gramm.
    Es ging mir darum, einen Anhaltswert für die Wahl eines Tonabnehmers zu bekommen. Wenn ich von den 10 Gramm ausgehe, wäre der Arm also als mittelschwerer Arm einzustufen. Habe da zum testen an ein Shure M97xE und/oder ein Ortofon MC Nr. 2 gedacht. Das Shure läge dann bei ca. 8,7 Hz und das Ortofon bei 10,2 Hz. Wären wohl beide einen Versuch wert, oder ? (Musik: Funk, Jazz und verwandte Richtungen)

  • OI, da schwirrt mir der Kopf oder mehr das, was da drinnen ist.


    Untenstehend ein Bild meines Clones.



    Welche Teile kommen den jetzt auf die Waage, damit ich wenigstens einen annähernden Wert (Gewicht und Masse sind ja nicht immer dasselbe, wenigsten war da mal was im Physikunterricht) der Tonarmasse bekomme.


    Aber irgendwie ahne ich schon, dass das nicht so einfach sein wird.


    Aber mit eurer Hilfe......


    Gruß
    Dieter

  • Hallo Maxim,



    einen Resonanztest findest Du auf der noch erhältlichen Test-LP von Image-Hifi.


    Auf der dhfi2 und der AAA-Testplatte ist kein Resonanztest drauf.


    Gruß,


    Volker

  • Moin Dieter,
    aus denTiefen des Forums:


    Quote

    "Ein hervorragend einfaches Verfahren nach Horstmann (der vom Ulysses) zur empirischen Bestimmung der effektiven Tonarmmasse funktioniert wie folgt: Man nehme Blumendraht und wickle ihn z.B. um den Kern einer Kuchen- oder Toilettenpapierrolle eine enge Feder von etwa sechs bis acht Zentimetern Länge. Die Feder versieht man an den Enden mit angebogenen Ösen. Die eine Öse hängt man an einem passenden Gegenstand auf, so dass die andere in Nadelnähe am Headshell des zu prüfenden Tonarmes aufgehängt werden kann, Der Tonarm muss mit einem beliebigen Tonabnehmer versehen sein. Nun stößt man den Arm zum Schwingen an und zählt die Schwingungen in einer Zeiteinheit, zum Beispiel 20 Sekunden (viel länger schwingen diese Gebilde nicht). Hier sollte man den Mittelwert aus mehreren Messungen bilden. Nun hängt man an dieselbe unveränderte Feder statt des Tonarms ein Gewicht das sich verändern lässt zum Beispiel Knetmasse, und erhöht deren Masse durch Anpappen weiterer Knetmassestückchen soweit, bis das Gebilde dieselbe Schwingungsanzahl pro Zeiteinheit aufweist wie der Tonarm. Das Knetmassenklümpchen wird nun auf einer Briefwaage gewogen. Das Ergebnis abzüglich des Tonabnehmergewichtes (aus diesem Versuch) ergibt die effektive Tonarmmasse."


    Quelle: Thomas Scheu in Klang und Ton 3/99 Seite 57



    eine passende industriell gefertigte Feder ist ebenso möglich - vielleicht hast Du ja was in der Bastelkiste.


    2ct.