Das Satohorn

  • Habe heute das JBL 2356 Horn mit dem AXI2050 mal versuchsweise aufgestellt und Messungen gemacht. Das Horn ist nach oben gerichtet und steht am Boden und das Mic ist 1m entfernt auf Achse.

    Die blaue Messkurve wurde ohne jegliche Korrektur aufgenommen. Die rote ist mit zwei Engriffen (bei 500 und 5kHz).

    Meine Frage wäre: Ist so ein Einsatz des JBL Horns 2356 mit dem Axi-Treiber ab ca. 150-10.000Hz möglich?

    Gruss

    Rolf

    messung1.JPG

    Edited once, last by analogschmaus: Falsches Diagramm ().

  • Meine Frage wäre: Ist so ein Einsatz des JBL Horns 2356 mit dem Axi-Treiber ab ca. 150-10.000Hz möglich?

    Gruss

    Rolf

    Hallo Rolf

    Das 2356 ist ein typischer Pa-Mittelton-"Weitwerfer".(300-4000Hz)

    Wie Ulf schon bebildert hat, sind Frequenzgang und Klirr ab 100Hz ( bis ca 3000Hz ) für Heimbetrieb hervorragend.

    Der von Celestion etwas geschönte Frequenzgang im Hochtonbereich verrät zunächts nichts über seine Qualität.

    Die riesige Membran :DSCN1665.jpg

    ... für den Hochtonbereich ist , trotz Titanmembran , mit ziemlich viel Masse behaftet eigentlich ungeeignet, was sich im Wasserfalldiagramm durch kräftiges Nachschwingen (= Verfärbungen !) zeigt:

    axi Wasserfall 63 Jun. 25 13.03.jpg


    Grüsse

    Dietmar

    Edited once, last by Dietmar ().

  • Also dann doch eher ein guter Mitteltöner, oder?

    ...Ja , sogar ein excellent breitbandiger Mitteltöner!!!.

    Oft wird vergessen, dass an den Enden ihres Übertragungsbereichs durch Klirr oder Nachschwingen deutlich hörbare Verfärbungen entstehen.

    Deshalb ist es wichtig mit Hilfe von richtig eingesetzten Weichen diese Verfärbungen zu minimieren.

    So ist es, für mich jedenfalls , ein "no go" einen Mitteltöner ohne Weiche "oben rauslaufen" zu lassen.

    Dietmar

  • Wie spielt der AXI2050 im Vergleich zu großen Berrylium TAD oder vielleicht großen Phenolharz JBL?

    Werde mich hüten Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

    Nur soviel:

    Werden die Treiber in ihrem "Sahne"-Stück betrieben , werden die Klangunterschiede (richtige Anpassung zu Tief- und Hochtöner vorausgesetzt) immer geringer.

    Dazu würde ich den AXI von 150Hz bis 2000Hz betreiben, den TAD 4001 zwischen 450Hz und 8000Hz und den JBL 2482 zwischen 350 Hz und 2000Hz.

    Gefiltert mit zB Butterworth 24db/oct, sollte der Klang gut auflösend ,durchsichtig und verfärbungsarm sein.

    Dietmar

  • Quote

    ...Ja , sogar ein excellent breitbandiger Mitteltöner!!!.

    Ich würde den AXI gerne etwas höher spielen lassen auch wenn er hier mit mehr Klirranteil und unruhiger verläuft. Linearer Frequenzverlauf ist wünschenswert, jedoch ist es nicht das einzigste Kriterium, auf welches ich bei meinem Set achte. Ich werde ihn oben erst bei 4-5kHz trennen und einen weiteren Hochtöner z.B. ACR T825 hinzu nehmen.

    Ich würde ungern den Axi unter 3kHz trennen, damit ich im kritischen Bereich keine zwei Treiber am Spielen habe. Das 2356 ist nicht das ideale Horn im Wohnzimmer aber momentan gibt es nur sehr wenige Hörner die gerade sind und so tief einsetzte. Das TOA LE 604 umd das aktuelle Klipsch K402 könnten hier doch etwas breiter strahlen. Das hauseigene Celestion LH9045R Horn könnte auch eine gute Alternative sein, wenn es am Boden aufliegt. Leider habe ich zum LH9045 noch nichts gelesen. Das K402 wird bereits in den USA mit den Klipsch Eckhörner oder anderen Bassgehäusen im Homeaudiobereich genutzt. Leider habe ich weder hier im Forum, noch sonst wo Erfahrungsberichte der erwähnten Hörner gefunden.

    Gruss

    Rolf

  • Ich würde ungern den Axi unter 3kHz trennen, damit ich im kritischen Bereich keine zwei Treiber am Spielen habe.

    Hallo Rolf.

    ... Mit einer richtig dimensionierten Weiche spricht nichts gegen eine Trennung im empfindlichen Hörbereich um ca 1000-3000Hz.

    Viel problematischer dagegen sehe ich die Ankoppelung eines hochdynamischen , stark bündelnden Mitteltonhorns (JBL 2356) an einen extrem breitstrahlenden , damit deutlich weniger dynamischen Halbkugelstrahler wie den Fostex T825.

    Grüsse

    Dietmar

    PS:

    Als Mitteltonhorn für Heimbetrieb liefert das extrem aufwändig gefertigte JBL 2360 (hat mal 1800.-DM / Stück gekostet !!!) einen sehr natürlichen Klang.

  • Als Mitteltonhorn für Heimbetrieb liefert das extrem aufwändig gefertigte JBL 2360 (hat mal 1800.-DM / Stück gekostet !!!) einen sehr natürlichen Klang.



    Das JBL 2360A ist eine gute Empfehlung und werde ich in Augenschein nehmen. Wird doch öfters als das 2356 im Wohnzimmer eingesetzt. Es ist dem japanischen Modell LE 940 von TOA ziemlich ähnlich. Aus dem Hause JBL kommt noch lare-format Hörner mit der Bezeichnung 2392 oder 2393, welche sicherlich auch eine Option wären.

    Das mit dem stark bündelnden JBL Horns ist schon sehr heikel im Hörraum, beim testen gewesen. Der Hörabstand zum Horn betrug ca. 3m.

    Als Hochtöner steht noch ein älters Pioneer PT-7 zur Verfügung. Mit der Behringer kann ich nur 3 Treiber je Kanal abstimmen. Die K L405 laufen im kleineren Onken leider unten nicht ohne zisätzlichen Subwoofer. Muss mir noch was überlegen wie ich das sonst noch hinbekommen könnte.

    Gruss

    Rolf

  • Laufen die wirklich schon ab 250Hz mit dem AXI2050?

    ....der AXI macht das ab 100Hz locker.

    JBL gibt für das 2360 Horn als "lowest useble frequency 300Hz" an.

    Das sind Werte für die hauseigenen Treiber im PA-Betrieb (die jedoch -ohne Klirr- nicht tiefer als 300Hz können) .

    Im Heimbetrieb sind noch genügend Reserven um (ggf mit leichter Anhebung) bei etwas breiterer Abstrahlkarakteristik

    unverzerrt Musik zu hören.

    Dietmar

  • Ulf's Diagramme sind für die PA-Industrie interessant.

    Der im Mittel hohe K2-Klirr von ca 6% bezieht sich auf einen Pegel von ca 120 ! db.

    Im Heimbetrieb bei mittleren Pegel wird mit ca 90db abgehört.

    Damit sollte der Klirr auch deutlich unter zumutbare 1% sinken.

    Zwischen 500Hz und ca 5 khz, gefiltert mit 12 (besser 24 )db/oct eingesetzt ,

    wird der 405 durchaus gut Musik machen.

    Grüsse

    Dietmar