Zeitschrift AAA

  • Bei mir ist die analog gestern auch angekommen und auch mir haben die meisten Berichte wieder gut gefallen. Das liegt sicherlich auch daran, eine Zeitschrift zu bekommen, die man nicht an jedem Kiosk kaufen kann, etwas in der Hand zu haben, dass von Interessenten auf freiwilliger Basis geschaffen wird. Jeder der Autoren läßt nicht nur sein Wissen um eine Sache in einen Artikel mit einfließen, sondern auch seine persönliche Meinung, die natürlich auch von der Anderer abweichen darf, etwas was in anderen Zeitschriften so einfach nicht möglich ist.
    Der Bericht über das Forum in Krefeld gefällt mir schon daher, weil er natürlich viele Bilder enthält (manche sind leider ein bischen dunkel) die noch einmal die wichtigste Veranstaltung der AAA - das analog Forum - Revue passieren lassen. Natürlich kann es sich hier nicht mehr um Aktualität handeln und das wird in 2011 nicht anders sein, da die letzte Ausgabe auch wieder für Dezember angestrebt wird und das Foum mehr als einen Monat zuvor stattfinden wird, aber das in Zukunft über diese Veranstaltung nicht mehr als Randnotiz berichtet wird, finde ich grundsätzlich erst mal sehr gut. Auch der Mix an Themen ist wieder sehr gelungen. Uli's Bericht über den Vergleich Triode und Pentode wird sicherlich zu Diskussionen führen, auch wenn er eigentlich in erster Linie den physikalisch-technischen Hintergrund beleuchtet und ein wenig die Historie beschreibt. Genau so will ich es haben. Die Artikel sollen mich anregen, wenn ich näheres wissen will, werde ich natürlich auf zusätzliche Literatur zurückgreifen oder den Autor direkt ansprechen. Geht ja schließlich hier im Forum wunderbar einfach.
    Man kan natürlich auch in dieser Ausgabe der analog alles niderreden und zerreissen. Bessere Bilder, weniger orthografische Fehler, fundiertere Artiklel, ... Ich selbst könnte es nicht besser und die Redaktion wird bestimmt jeden unterstützen und sich über jeden freuen, der einen Artikel oder eine Idee beisteuert.
    Ich freue mich schon über die nächsten Ausgaben.

    Grüsse aus Neuwied :thumbup:
    Michael

    AAA-Mitglied
    Anlage: AEG M15a, M20, Studer B67, Revox A77, Tandberg TD20-A, Braun TG 1000,

    Kenwood KD-8030 mit Grado Reference Series Reference 2, K+H Endstufen und K+H SL 92

  • Uli's Bericht über den Vergleich Triode und Pentode wird sicherlich zu Diskussionen führen,


    Das glaube ich nicht. Damit will ich nicht sagen, dass der Artikel nicht gut ist, im Gegenteil. Aber es steht nichts neues oder kontroverses darin, d.h., nichts was von der gängigen "Lehre" abweicht.


    Gruß,
    Markus

    Das große Geweine ist Himmelserlösung, Regen der Seele

  • Markus, da hast du sicherlich recht, denn die gängige Lehre ist ja nun wirklich schon sehr alt, und zwar so alt, dass einige AAA Mitglieder die Röhrentechnik, als sie aktuell war nicht miterlebt haben und - machen wir uns nichts vor - nicht alle sind mit der "gängigen Lehre" der Röhrentechnik vertraut. Das muss ja auch nicht sein. Ich fahre auch Auto, habe mich auch für eines entscheiden müssen, bin aber nicht wirklich mit dem Fahrzeug und Motorenbau vertraut.

    Grüsse aus Neuwied :thumbup:
    Michael

    AAA-Mitglied
    Anlage: AEG M15a, M20, Studer B67, Revox A77, Tandberg TD20-A, Braun TG 1000,

    Kenwood KD-8030 mit Grado Reference Series Reference 2, K+H Endstufen und K+H SL 92

  • Aber es steht nichts neues oder kontroverses darin,


    Doch, die Überschrift ist schon recht provokativ.
    Die Überschrift "Welche Röhre klingt besser - Triode oder Pentode?" kann man eigentlich so nicht stellen - nein, die Fragestellung ist schlicht falsch !
    Und sie lässt sich auch gar nicht beantworten!


    Eine Röhre, egal ob Triode oder Pentode, kann für sich alleine gesehen nicht "klingen" !
    Besser wäre die Formulierung "Welche Endstufenbetriebsart klingt besser - Trioden- oder Pentodenbetrieb" und selbst das deckt nicht die Verstärkerumgebung ab.


    Man kann eigentlich nur so antworten: Es kommt auf die Randbedingungen, den Einsatzzweck und die persönlichen Vorlieben an.


    Das hat auch Uli in seinem Text alles richtig beschrieben. Nur die Bildunterschrift "Schaltzeichen Triode" S. 47 ist falsch, das ist eine "Sockelschaltung Triode".


    Gruß
    Klaus

  • Meine Überschrift ist ohne mein Wissen geändert worden, daher das falsche Bild von meiner Denke über Röhrentechnik. Selbstverständlich kann eine Röhre nur klingen, wenn man dagegenklopft!


    So sah der Artikelanfang im Original aus:



    Triode
    oder Pentode – das ist die Frage.



    Wer
    sich intensiv mit der analogen Audiotechnik beschäftigt, erfolgreich
    seinen edlen Plattenspieler reaktiviert und seine Plattenbestände
    nach lange nicht gehörtem durchforstet hat, wird irgendwann mit der
    Frage konfrontiert, ob sich das analoge Musik genießen nicht auch
    noch durch einen Röhrenverstärker verstärken lässt.



    Schon
    in den Ausgaben 2/07 und 4/07 wurde auf die Entwicklung und die
    Verwendung der Röhre im HiFi-Verstärker eingegangen. Wer diese
    Hefte besitzt und die Beiträge liest, wird sich schnell wieder von
    der interessanten Technologie faszinieren lassen.



    Hier
    noch einmal (besonders für Neumitglieder) einige wichtige Grundlagen
    der Röhrentechnik zusammengefasst:


    PS: Ich habe das Heft immer noch nicht.... X(

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

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  • Meine Überschrift ist ohne mein Wissen geändert worden

    Hallo Uli,


    war mir fast klar, dass die Überschrift so nicht vom "Röhrenprofessor" kommt.
    "Triode oder Pentode das ist die Frage" war doch gut und gefällt mir viel besser. Es hat Witz und ist technisch nicht angreifbar.


    So sah der Artikelanfang im Original aus

    Da wurde aber ordentlich im Originaltext redigiert!
    Der Versuch, einen Artikel journalistisch aufzupeppen, kann manchmal auch nach hinten losgehen, wenn der Sinn verloren geht.
    Und für den Autor ist es auch nicht gerade angenehm, denn am Ende steht (nur) sein Name.


    Gruß, Klaus

  • naja auf DiyAudio hat das Thema tubelab.com schon beschrieben
    oder abgehandelt , auch David Manley hat darüber wohl diskutiert ,
    selbst Nelson Pass hat dazu einige Statements verlauten lassen .
    Man wird einfach das Gefühl nicht los daß in der Zeitschrift die
    selben Spielchen am laufen sind , wie hier im Forum auch .


    Gruß
    Jürgen

  • Habe auch gerade das Heft bekommen.....


    hier ein paar Berichtigungen:


    Zitat von yesfan:


    Das hat auch Uli in seinem Text alles richtig beschrieben. Nur die
    Bildunterschrift "Schaltzeichen Triode" S. 47 ist falsch, das ist eine
    "Sockelschaltung Triode".


    Auch das habe ich so nicht geschrieben - im Original steht hier "Sockelschaltung einer Triode".


    und bei der GU81M stand:


    Foto:
    Senderöhren für Audio-Zwecke (RS1003 Siemens, GU81M Sovtek)



    es waren 2 Röhren abgebildet.


    noch was falsches:


    Richtig ist hier: Verstärker mit Trioden: Ayon mit 62B (gesehen auf der High-End 2010)
    einen Ayon 626 gibt es nicht.
    Also - seid so lieb - korrigiert das bitte!

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

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  • Hallöchen - dann mach´ mal Vorschläge, was man zur Röhrenthematik noch schreiben kann....

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Moin,


    mein Heft kam nun auch, sehr schön, insbes. der ausführliche Bericht über die Veranstaltung in Krefeld, zu der ich diesmal leider nicht kommen konnte... schnief...

    Phile Grüße


    Fritz




    = Welt der Symbole =

  • sorry Du hast das wohl falsch verstanden ( Ulli ? ) ,
    so war das grundsätzlich nicht gemeint .
    Sonst hätten die oberen Herren ja auch nichts mehr zu sagen
    gehabt .
    Meinte die Mechanismen die aus dem Artikel von Dir etwas machen
    das Du vielleicht gar nicht so gemeint hattest unsw. .
    Du hast doch selbst oben einige Dinge schon korrigiert .
    Daß einige Sachen immer wieder wiederholt werden oder so finde ich nicht
    schlimm , im Gegenteil manches nimmt man einfach durch Gewohnheit
    selbstverständlich .
    Im Bekanntenkreis hatte kürzlich jemand einen Hirnschlag und muß nun lernen
    einen Fuß + einen Arm wieder ganz normal zu bewegen .
    Normalerweise nimmt man das bewegen als selbstverständlich hin und jeder neue
    Tag gibt ja mehr Übung + Praxis .
    In gleicher Weise gefällt mir am Forum daß man jeden Tag aufs neue mit Dingen oder
    Problemen konfrontiert wird die einen fast schon zwingen über diese Thematik selbst
    nachzudenken , hinterfragen und auch zu Lösungen zu kommen .
    Was mir nicht gefällt sind die Spielchen , die Mechanismen die das Gesamtbild hier
    verzerren .


    Gruß
    Jürgen

  • So - nachdem ich noch eine falsche BU gefunden habe - hier einige Teile des Artikels in seiner ursprünglichen Form:



    Triode
    oder Pentode – das ist die Frage.



    Wer
    sich intensiv mit der analogen Audiotechnik beschäftigt, erfolgreich
    seinen edlen Plattenspieler reaktiviert und seine Plattenbestände
    nach lange nicht gehörtem durchforstet hat, wird irgendwann mit der
    Frage konfrontiert, ob sich das analoge Musik genießen nicht auch
    noch durch einen Röhrenverstärker verstärken lässt.



    Schon
    in den Ausgaben 2/07 und 4/07 wurde auf die Entwicklung und die
    Verwendung der Röhre im HiFi-Verstärker eingegangen. Wer diese
    Hefte besitzt und die Beiträge liest, wird sich schnell wieder von
    der interessanten Technologie faszinieren lassen.



    Hier
    noch einmal (besonders für Neumitglieder) einige wichtige Grundlagen
    der Röhrentechnik zusammengefasst:



    Geschichtliches


    Das
    älteste analoge Verstärkerbauelement ist die Röhre. Die Entdeckung
    Edisons aus dem Jahr 1886, daß sich von einer glühenden Drahtwendel
    (Kathode) im Vacuum Elektronen fortbewegen und von einer Platte
    (Anode) angezogen werden, wenn diese gegenüber der Kathode positiv
    geladen ist, wurde durch die Amerikaner Flemming (1904), Lee de
    Forest (1905) und den Österreicher Robert von Lieben (1906)
    aufgegriffen.


    Letzterer
    entdeckte, daß sich dieser Elektronenstrom durch ein zwischen der
    glühenden Kathode und der Anode befindliches Gitter in weiten Teilen
    beeinflussen läßt. An dieses Gitter brauchte nur eine kleine
    negative Spannung angelegt zu werden, um den Elektronenfluß zu
    behindern.


    Er
    konstruierte auf diese Weise die erste Verstärkerröhre.



    Foto:
    Bauteile einer Röhre: Kathode, Gitter, Anode (von links)



    Ab
    1914 wurden dann Röhren nach diesem Prinzip von Telefunken in Serie
    gebaut.


    Diese
    3-Elektroden-Röhren (Kathode-Gitter-Anode) wurden zunächst für die
    Verstärkung von Telefonsignalen genutzt, um Ferngespräche über
    tausende Kilometer zu realisieren.



    Foto Seite 47 oben:
    Original Telefunken-Röhren aus dem Jahre 1922 (RE11), links – 1972
    (EF83) rechts







    Foto:
    Schaltzeichen Triode




    Foto:
    Kennline einer Triode (I
    a
    Ug
    – Anodenstrom – Gitterspannungs-Kennlinie)



    Foto:
    Verzerrungen einer Triode




    Foto:
    Schaltzeichen einer Pentode



    Foto:
    Verzerrungen einer Pentode




    Foto:
    Kennlinen einer Pentode (I
    a
    Ug
    – Anodenstrom – Gitterspannungs-Kennlinie)



    Foto:
    Senderöhren für Audio-Zwecke (RS1003 Siemens, GU81M Sovtek)


    Foto:
    Verstärker mit Trioden: Ayon mit 62B (gesehen auf der High-End 2010)




    Foto:
    Gitarrenverstärker Engl




    Foto:
    Telefunken-Verstärker mit Pentoden EL156 (Detail)


    Foto:
    LEAK Stereo 60 (Detail)




    Diagramme
    von Sockelschaltungen: EL84, EL34, 6L6, KT88




    Diagramm:
    Sockelschaltung Pentode - Triode



    Foto:
    Schaltungsauszug Verstärker mit Triode



    Foto:
    Schaltungsauszug Verstärker mit Pentode


    Studio-Verstärker
    wurden ausnahmslos mit Pentoden realisiert.



    Wer
    gern einmal seinen Verstärker von Pentoden- auf Triodenbetrieb
    modifizieren möchte, kann sich gern an mich wenden:


    www.roehrenprofessor.de



    Ein
    Wermutstropfen aber noch zum Schluss: Aus einem Trioden-Verstärker
    kann nicht ohne weiteres ein Pentoden-Amp gemacht werden.

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)