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alte Röhrenradios reparieren ...

  • hal-9.000
  • 17. Oktober 2010 um 14:20
  • hal-9.000
    Hildegard Orgon Akkumulator
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    • 17. Oktober 2010 um 14:20
    • #1

    Hallo,

    ein Arbeitskollege fragte mich letztens, wo er ein altes Röhrenradio reparieren lassen könnte.
    Soweit ich weiß, ist es ein "Stradivari".

    Kennt ihr eine Adresse, die das professionell erledigen würde?

    Vielen Dank schon mal im Voraus.
    Das interessiert mich übrigens auch persönlich, sofern mein altes Oberon mal die Mücke machen sollte. Spielt seit Jahren/Jahrzehnten klaglos:

    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/oberont5xa.jpg]


    edit: ein 'n' zuviel - spielt natürlich klaglos, nicht klanglos :whistling::D

    VG
    Mario

    Einmal editiert, zuletzt von hal-9.000 (17. Oktober 2010 um 14:26)

  • roman_p
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    • 17. Oktober 2010 um 16:21
    • #2

    ... der hat ein privates Röhrenradiomuseum das ich bei der Abholung von Grünpappen besucht habe.

    Ich denke der kann das.

    Beste Grüße aus Westfalen
    Roman

    Gruß, Roman
    LiTe Phono
    Gleichzeitig findet Meredith Hesketh-Fortescue auf einer Kutschfahrt mit Jasper Fetherston von Middle Fritham nach North Cothelstone Hall in Thrumpton Castle den Schlips aus Nether Addlethorpe. (Loriot)

  • DB
    Gast
    • 17. Oktober 2010 um 18:35
    • #3

    Es ist kein Stradivari, sondern ein Oberon Mono, gebaut vom VEB Sternradio Rochlitz.
    Erste Anlaufadresse wäre z.B. in den RFT-Foren oder bei Jogis Röhrenbude.

    MfG
    DB

  • hal-9.000
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    • 17. Oktober 2010 um 18:48
    • #4

    Hallo DB,

    ich weiß, das Abgebildete ist wie beschrieben auch mein Radio - das läuft noch ... noch ;)
    Ich werde die Tipps gern weiterreichen. Das sollte aber keinen davon abhalten, weitere abzugeben ... :)

    VG
    Mario

    Einmal editiert, zuletzt von hal-9.000 (17. Oktober 2010 um 18:50)

  • Balazs
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    • 19. Oktober 2010 um 14:44
    • #5

    http://www.audioklinik.de/startseite.htm

    Schöne Grüße
    Balázs

  • DB
    Gast
    • 19. Oktober 2010 um 17:26
    • #6

    Nun, ich werfe mal noch eine Adresse ins Rennen: Frank Hennebach

    MfG
    DB

  • Eiserner Walti
    Ein Stein nach dem An...
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    • 10. November 2025 um 09:53
    • #7

    Hier passt das gut rein:

    Zitat von 528

    Hallo Walter,

    ja, das Radio funktioniert.
    Du fragst bestimmt wegen der Papierkondensatoren, dem "GleichRiechtEr" usw.

    Allein schon aus Brandschutzgründen müssen die raus, auch wenn noch alles funktioniert.

    Das Radio habe ich in diesem Zustand gekauft, es war auch neu abgeglichen.
    Die Anodenspannung wollte ich mal auf der Einstellung 240Volt prüfen, habe ich aus Faulheit aber noch nicht gemacht.
    Ggf. muß da noch ein dicker Vorwiderstand rein, sehe ich aber jetzt auch nicht kritisch. Wäre nur ein Thema bzgl. Lebensdauer der Röhren.

    Bin aber auch nicht der Röhrenexperte, sowie kein Anhänger des sogenannten "Röhrenklangs".

    Ob die elektrostatischen Hochtöner noch gehen, da bin ich mir nicht sicher. Müsste mal mit Kopfhörer und Mikro das Gehäuse abfahren.
    Es klingt aber besser als mein Nordmende, auch in den Höhen.

    Beide gehen jedoch nur bis 100MHz. Das Telefunken ist von 1955, da gab es mich noch gar nicht.

    Hoher Frequenzhub durch Optimod (inkl. Pilotton und RDS) mögen sie nicht so, S-Laute sind dann etwas unsauber. Das soll für diese Demodulatorschaltungen aber normal sein, wurde mir gesagt. Hören viele aber auch nicht, selbst wenn man es ihnen sagt.

    Alles anzeigen
    Zitat von wbe

    Interessant . Der geerbte Nordmende Othello ca 1955 ist vor etwa 15 Jahren das letzte Mal gelaufen. Den wollte ich an einem Regeltrafo hängen und langsam Eingangsseitig die Spannung anheben. Ganz durchdacht habe ich das nicht. Die Kondensatoren machen mir da auch Sorgen. Netzkabel ist auch noch uralt.

    Zitat von 528

    Das würde ich nicht machen.

    Da ich unterwegs bin, kann ich die folgenden Seiten nicht ausführlich lesen und prüfen. Ich bin aber sicher, Dir würde technischer Unsinn sofort auffallen.
    Also unter Vorbehalt diese Suchtreffer:

    http://edi.bplaced.net/?Grundlagen___…ischen_Geraeten


    Und:

    https://roehrenradio54.de/Die-Faszinatio…-Roehrenradios/

    Alles anzeigen

    Viele Grüße
    Walter

    „Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten.“ - Albert Einstein

    Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg.
    Marcus Tullius Cicero

  • Eiserner Walti
    Ein Stein nach dem An...
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    • 10. November 2025 um 10:00
    • #8
    Zitat von wbe

    Nordmende Othello ca 1955 ist vor etwa 15 Jahren das letzte Mal gelaufen. Den wollte ich an einem Regeltrafo hängen und langsam Eingangsseitig die Spannung anheben.

    Zitat von 528

    Das würde ich nicht machen.

    Eigenartig! Diese Vorgehensweise klingt für mich plausibel. Das habe u.A. von einem "guten" Fernsehtechniker und auch von anderen Seiten schon gehört.

    Es hat geheißen, dass man den Regler langsam hochdrehen soll, wenn dabei der Stromverbrauch rasant ansteigt, dann könnte ein Defekt vorliegen.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Viele Grüße
    Walter

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    Einmal editiert, zuletzt von Eiserner Walti (10. November 2025 um 10:18)

  • wbe
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    • 10. November 2025 um 12:57
    • #9
    Zitat von Eiserner Walti

    Hier passt das gut rein:

    Viele Grüße
    Walter

    Vielen Dank.

    Die von 528 verlinkten Seiten habe kurz überflogen. Allstromempfänger, Spannungsführende Teile oder gar Lichtnetznetzantennen sehe ich nochmals drüber.

    Röhrentechnik war vor meiner Zeit; Unterlagen sind jederzeit im Bestand.

    Der Nordmende von ca 1955 ist mWn kein Allstromempfänger. Eingebaute und extrene Antennen.

    Er ist nun rund 70 Jahre alt. Muss ich mir gut überlegen,was mit dem überhaupt noch gemacht wird.

    Zu Störern im Stromnetz poste ich noch was aus den späteren 30er nach. Lustiges Ding, Störungsmeldungen "Krr, krr" beim Postamt mit Störungsbeseitigung.

    Edit:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Achtung: es gibt noch einen Film von ca 1940 mit Titel " Der Störenfried" für in Kriegszeiten propagandistisch. Dieser "Störenfried" ist das Aufspüren leistungsgebunder Störgrößen.

    Linn LP12 Majik (Jelco) mit Lingo 4 und Thorens TD160/SME3009R, Pioneer PLX-1000.

    Einmal editiert, zuletzt von wbe (10. November 2025 um 13:02)

  • tomfritz
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    • 10. November 2025 um 14:05
    • #10

    Wenn Du Bedenken bezüglich der Inbetriebnahme hast, dann stelle das Gerät doch im Freien auf, wenn Du es mit dem Regeltrafo "hochfährst".

    Einem guten Freund habe ich zwar empfohlen einen Dachbodenfund der Oma seiner Freundin nicht einfach ans Netz zu nehmen, aber bei meinen eigenen Geräten, von denen ich weiß, dass sie immer trocken gelagert wurden, habe ich da keine Bedenken. Erst vor wenigen Tagen habe ich die spaßeshalber mal in Betrieb genommen. Liefen alle problemlos. Nach Ausschalten der umgebenden Elektroarchitektur (Schaltnetzteile etc.) waren die AM-Wellen auch ohne Geknatter und Gesprazel. Auf MW war gar nix, während auf der LW immerhin noch zwei Sender rein kamen (einer englischsprachig - dürfte die BBC sein und ein französischsprachiger). Auf KW ging mehr, allerdings auch nur außerhalb des Europabandes (49m), welches komplett tot war. UKW war wie erwartet. Empfang, wie zu jener Zeit üblich, aber nur etwas über 100 MHz hinaus. Alles mit den eingebauten Antennen, vielleicht ginge mit externen Antennen mehr. Der Klang solcher Röhrenradios gefällt vielen Leuten. Ich würde es einfach mal ganz vorsichtig mit dem Regeltrafo probieren. Wenn Du Glück hast, läuft die Kiste wie eh und je und dann kannst Du immer noch entscheiden, was Du mit dem Gerät machen willst. Auf dem Trödel werden Röhrenradios meist um 100€ gehandelt.

    Gruß tomfritz

  • wbe
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    • 10. November 2025 um 15:08
    • #11
    Zitat von wbe

    Vielen Dank.

    Die von 528 verlinkten Seiten habe kurz überflogen. Allstromempfänger, Spannungsführende Teile oder gar Lichtnetznetzantennen sehe ich nochmals drüber.

    Röhrentechnik war vor meiner Zeit; Unterlagen sind jederzeit im Bestand.

    Der Nordmende von ca 1955 ist mWn kein Allstromempfänger. Eingebaute und extrene Antennen.

    Er ist nun rund 70 Jahre alt. Muss ich mir gut überlegen,was mit dem überhaupt noch gemacht wird.

    Zu Störern im Stromnetz poste ich noch was aus den späteren 30er nach. Lustiges Ding, Störungsmeldungen "Krr, krr" beim Postamt mit Störungsbeseitigung.

    Edit:

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    Achtung: es gibt noch einen Film von ca 1940 mit Titel " Der Störenfried" für in Kriegszeiten propagandistisch. Dieser "Störenfried" ist das Aufspüren leistungsgebunder Störgrößen.

    Alles anzeigen

    -> Rechtschreibkorrektur mogelte "jederzeit" rein. Geschrieben hatte ich "jedoch".

    Zitat von tomfritz

    Wenn Du Bedenken bezüglich der Inbetriebnahme hast, dann stelle das Gerät doch im Freien auf, wenn Du es mit dem Regeltrafo "hochfährst".

    Einem guten Freund habe ich zwar empfohlen einen Dachbodenfund der Oma seiner Freundin nicht einfach ans Netz zu nehmen, aber bei meinen eigenen Geräten, von denen ich weiß, dass sie immer trocken gelagert wurden, habe ich da keine Bedenken. Erst vor wenigen Tagen habe ich die spaßeshalber mal in Betrieb genommen. Liefen alle problemlos. Nach Ausschalten der umgebenden Elektroarchitektur (Schaltnetzteile etc.) waren die AM-Wellen auch ohne Geknatter und Gesprazel. Auf MW war gar nix, während auf der LW immerhin noch zwei Sender rein kamen (einer englischsprachig - dürfte die BBC sein und ein französischsprachiger). Auf KW ging mehr, allerdings auch nur außerhalb des Europabandes (49m), welches komplett tot war. UKW war wie erwartet. Empfang, wie zu jener Zeit üblich, aber nur etwas über 100 MHz hinaus. Alles mit den eingebauten Antennen, vielleicht ginge mit externen Antennen mehr. Der Klang solcher Röhrenradios gefällt vielen Leuten. Ich würde es einfach mal ganz vorsichtig mit dem Regeltrafo probieren. Wenn Du Glück hast, läuft die Kiste wie eh und je und dann kannst Du immer noch entscheiden, was Du mit dem Gerät machen willst. Auf dem Trödel werden Röhrenradios meist um 100€ gehandelt.

    Eine Möglichkeit. In all den Jahren hatte ich es etwa alle 3-5 Jahre in Betrieb gesetzt. Es hatte funktioniert. Etwa 10-15 Jahre unterblieb der Betrieb. Es ist nun älter geworden.

    Wert mag es das vielleicht sein. Nur jemanden finden. Es kann deutlicher weniger wert sein.

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  • tomfritz
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    • 10. November 2025 um 15:44
    • #12

    Aber wenn das mit dem Besorgen des Regeltrafo kein Problem sein sollte, kannst Du es doch mal im Freien probieren.

    Im besten Fall läuft das Gerät wie eh und je, was ich Dir wünsche und was ich auch nicht für unwahrscheinlich halte.

    Im schlechten Fall raucht beim Hochfahren was ab. Im Freien wird aber dadurch kein weiterer Schaden entsehen.

    Wie es auch ausgeht, am Ende des Versuchs kannst Du immer noch entscheiden, wie es mit dem Gerät weiter gehen soll.

    Gruß tomfritz

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    • 10. November 2025 um 15:53
    • #13
    Zitat von Eiserner Walti

    Eigenartig! Diese Vorgehensweise klingt für mich plausibel. Das habe u.A. von einem "guten" Fernsehtechniker und auch von anderen Seiten schon gehört.

    Zitat von wbe

    Vielen Dank.

    Die von 528 verlinkten Seiten habe kurz überflogen. Allstromempfänger, Spannungsführende Teile oder gar Lichtnetznetzantennen sehe ich nochmals drüber.

    Röhrentechnik war vor meiner Zeit; Unterlagen sind jederzeit im Bestand.

    Hallo zusammen,

    ich hatte ein Bild eines Röhrenradios eingestellt und Walter fragte, ob es im Originalzustand noch funktioniert, oder restauriert wurde.
    Den weitern Verlauf hat er hier im Thread zitiert.

    Gegen das langsame Hochfahren spricht überhaupt nichts jedoch bitte erst nach dem Wechsel der alten Papierkondensatoren.
    Es gibt Seiten im Netz, die die kritischen Kondensatoren beschreiben und Hilfestellung geben, wie man sie erkennt.
    Selbst wenn es nicht brennt, wären auch Folgeschäden in Form von weiteren Defekten völlig unnötig.

    Röhren waren auch vor meiner Zeit, es gibt dazu bessere Ansprechpartner.
    Die verlinkten Seiten waren die ersten Suchtreffer und ich hatte sie nur überflogen.

    Die Frage ist nicht, ob die alten Papierkondensatoren defekt werden, sondern wann.
    Das zeigen diese Seiten glaube ich deutlich.
    Darauf wollte ich hinaus. Sie sind als Warnung gedacht.

    Der Empfehlung von Tomfritz sollte man nur folgen, wenn es einem nichts ausmacht, wenn das Radio abbrennt, weitere elektrische Folgeschäden entstehen, wenn man nur im Freien hören möchte.

    Wer verantwortungsbewusst ist, lässt das Röhrenradio restaurieren oder macht es selbst, wenn er kann.

    BTW: Die Geräte entsprechen nicht heutigen Sicherheitsnormen. Zusatzgeräte wie Tonquellen würde ich nicht anschließen, auch wenn das Gerät einen echten Trafo hat. Um die Prüfung von Isolationswiderständen hat sich damals niemand so intensiv gekümmert wie heute.
    Manche Geräte warnen sogar auf der Rückseite, man soll nur Tonabnehmer, Lautsprecher usw. nach DIN anschließen. Auch Wechselstromgeräte.
    Das hat einen Grund!

    Lieber per FM-Transmitter zuführen.

  • UBV
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    • 21. November 2025 um 18:24
    • #14

    Hallo,

    Die Inbetriebnahme alter Röhrenradios nach langer Standzeit ist nichts für Laien und kann zu Schäden am Gerät oder zu Stromunfällen führen. Hier gibt es einen kleinen Leitfaden...

    Sicherheit bei der Reparatur von Röhrengeräten - Radio-Bastler Forum (RBF)
    Grundsätzliches Die erste Regel bei Geräten aus unbekannter / Laienquelle lautet: Finger weg vom „Testen“. Erste Prüfung Bevor das Gerät an den Strom…
    www.radio-bastler.de


    Gruß Bertram

  • A.K.
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    • 23. November 2025 um 15:50
    • #15
    Zitat von 528

    Hallo zusammen,

    ich hatte ein Bild eines Röhrenradios eingestellt und Walter fragte, ob es im Originalzustand noch funktioniert, oder restauriert wurde.
    Den weitern Verlauf hat er hier im Thread zitiert.

    Gegen das langsame Hochfahren spricht überhaupt nichts jedoch bitte erst nach dem Wechsel der alten Papierkondensatoren.
    Es gibt Seiten im Netz, die die kritischen Kondensatoren beschreiben und Hilfestellung geben, wie man sie erkennt.
    Selbst wenn es nicht brennt, wären auch Folgeschäden in Form von weiteren Defekten völlig unnötig.

    Röhren waren auch vor meiner Zeit, es gibt dazu bessere Ansprechpartner.
    Die verlinkten Seiten waren die ersten Suchtreffer und ich hatte sie nur überflogen.

    Die Frage ist nicht, ob die alten Papierkondensatoren defekt werden, sondern wann.
    Das zeigen diese Seiten glaube ich deutlich.
    Darauf wollte ich hinaus. Sie sind als Warnung gedacht.

    Der Empfehlung von Tomfritz sollte man nur folgen, wenn es einem nichts ausmacht, wenn das Radio abbrennt, weitere elektrische Folgeschäden entstehen, wenn man nur im Freien hören möchte.

    Wer verantwortungsbewusst ist, lässt das Röhrenradio restaurieren oder macht es selbst, wenn er kann.

    BTW: Die Geräte entsprechen nicht heutigen Sicherheitsnormen. Zusatzgeräte wie Tonquellen würde ich nicht anschließen, auch wenn das Gerät einen echten Trafo hat. Um die Prüfung von Isolationswiderständen hat sich damals niemand so intensiv gekümmert wie heute.
    Manche Geräte warnen sogar auf der Rückseite, man soll nur Tonabnehmer, Lautsprecher usw. nach DIN anschließen. Auch Wechselstromgeräte.
    Das hat einen Grund!

    Lieber per FM-Transmitter zuführen.

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    Bei moderneren Geräten u. a. von Yamaha und Revox kamen diese Rifa X2 Kondensatoren unter

    Cracked/exploded Evox Rifa Metallized Paper X2 Capacitors - What Deficiencies?

    häufiger zum Einsatz, bei denen bekannt war, das diese auch dann getauscht werden sollten, wenn diese sich noch in einwandfreiem Zustand befanden.

    Gab es auch in früheren Jahren schon Empfehlungen, bestimmte Kondensator-Fabrikate bzw. Baureihen generell zu tauschen ?

    Nach meinen Erfahrungen waren Kondensatoren immer dann kritisch, wenn hohe Isolationswiderstände essentiell waren (z. B. in Richtung Steuergitter der Röhren), da hier geringste Spannungen (durch den parasitären Parallelwiderstand) die Röhre bereits aus dem Arbeitspunkt brachten, während in Klangregelungen die gleichen Kondensatoren unkritisch waren (z. B. wenn ohnehin Parallelwiderstände vorhanden waren).

    Interessant wäre zu wissen, welche Komponenten bzw. Trenntrafos für Audiosignale man braucht, um eisenlose Röhren-Geräte - also ohne Netztrafo (Allstrom-Ausführung mit "U..." Röhren) - über den TA-Eingang mit modernen externen Komponenten zu verbinden, ohne Bauchschmerzen zu haben bezüglich der Sicherheitsbedenken. z. B. bei diesem Modell:

    https://www.radiomuseum-bocket.de/wiki/index.php/Stern-Radio_Sonneberg_Erfurt_4_10149/71GWU#/media/Datei:Erfurt-4gwu-plan-01.jpg

    Je nach Steckerpolarität kann dort ja auf dem Chassis - also auf der Masse die 230VAC Phase (L) liegen.

    Post #1 unter Galvanische Trennung von TA ist eine Lösung im dortigen Anhang beschrieben, wobei - ähnlich wie bei MC/MM Übertragern - sicherlich erhebliche Klangunterschiede existieren können. Die drahtlose Anbindung externer Quellen ist natürlich auch ein Ansatz, wie hier beschrieben:

    Professioneller „Bluetoothadapter für Röhrenradios" |Radiomuseum.org

    P.S.: Allstromgeräte waren bei den s/w Fernsehgeräten mit Röhren bis in die frühen 70er Jahre Standard, aber auch noch teilweise bei Transistor-Ausführungen. Bei Röhrenradios setzten sich aber schon in den 50er Jahren verstärkt Ausführungen mit Netztrafos durch.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

    6 Mal editiert, zuletzt von A.K. (23. November 2025 um 16:15)

  • UBV
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    • 23. November 2025 um 16:19
    • #16

    Hallo,

    kritische Kondensatoren in Röhrenradios:

    Kleine Kondensatorkunde: Gute und defekte C's im Röhrenradio - Dampfradioforum

    Beim Erfurt4 ist eh meist einer der Lautsprecher defekt und somit hörst du nichts8o:).

    Ansonsten hat AK schon den Faden zum Anschluss Externer Geräte bei Allstromgeräten aufgezeigt.

    Gruß Bertram

  • A.K.
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    • 23. November 2025 um 20:52
    • #17
    Zitat von UBV

    Hallo,

    kritische Kondensatoren in Röhrenradios:

    https://www.dampfradioforum.de/viewtopic.php?f=24&t=2700

    Beim Erfurt4 ist eh meist einer der Lautsprecher defekt und somit hörst du nichts8o:).

    Ansonsten hat AK schon den Faden zum Anschluss Externer Geräte bei Allstromgeräten aufgezeigt.

    Gruß Bertram

    Alles anzeigen

    Besten Dank für den Link. Betreffend Elkos aus dieser Zeit gibt es vielleicht auch einen ähnlichen Link. Bei den Doppelelkos (2x50uF etc.) ist übrigens erstaunlich, das bestimmte Baureihen von Siemens nach 65-70 Jahren noch in hervorragendem Zustand sind betr. Kapazität und ESR, ohne das etwas weißes ausgetreten ist. Was wurde bei der Konzeption (bei Siemens) gemacht, das eine solche Lebensdauer möglich war ?

    Nach unbekannter spannungsloser Lagerung bei Dachboden-Funden ist es absolut wichtig, eine Formierung der uralten Elkos über hochohmige Widerstände als ersten Schritt durchzuführen (ich verwende 33K bis 47K Widerstände, auch wenn das länger wie ein Tag dauert, bis der Elko aufgeladen ist - was natürlich nicht immer funktioniert).

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • wbe
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    • 24. November 2025 um 05:44
    • #18

    Wenn ich mir das alles so genau betrachtete ist der Aufwand eines Nordmende Othello 55 aus Erstbesitz hoch, aber nicht unmittelbar.

    Meine erste Idee mit Regeltrafo langsam Eingangsseite Spannung aufzubauen, springt wahrscheinlich zu kurz. Die verbauten, übrigen Kondensatoren sind wahrscheinlich überwiegend so überaltert,dass es so zi wenig Sinn macht. Ob zB auch das magische Auge noch funktioniert, oder übrige Röhren, weiß ich nicht

    Mal sehen.

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  • A.K.
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    • 24. November 2025 um 08:35
    • #19
    Zitat von hal-9.000

    Hallo,

    ein Arbeitskollege fragte mich letztens, wo er ein altes Röhrenradio reparieren lassen könnte.
    Soweit ich weiß, ist es ein "Stradivari".

    Kennt ihr eine Adresse, die das professionell erledigen würde?

    Ähnlich wie bei der Restauration von Tonabnehmern gibt es sicherlich auch betreffend alter Röhrenradios (und Fernsehgeräte der 50/60er Jahre mit Konzertunterbau) Reparaturspezialisten - ev. sogar welche, die schwerpunktmäßig bestimmte Modelle restaurieren und durch routiniertes Vorgehen entsprechend kostengünstige Angebote machen können.

    Eine Listung in der Art wie unter

    Retipping Dienste für Tonabnehmer

    wäre auch betreffend Röhrenradios hilfreich für individuelle Anfragen.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • tomfritz
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    • 24. November 2025 um 10:49
    • #20
    Zitat von wbe

    Wenn ich mir das alles so genau betrachtete ist der Aufwand eines Nordmende Othello 55 aus Erstbesitz hoch, aber nicht unmittelbar

    Ich denke, es macht einen Unterschied, ob man irgendwo ein Gerät vom Trödel nimmt, wo man nicht weiß wie und wo es gelagert wurde oder ob es sich um ein Gerät aus Eigenbesitz handelt, welches lediglich eine Weile nicht gelaufen ist, zuletzt aber noch funktionierte.

    Gruß tomfritz

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