Genesis - Die Peter Gabriel Jahre

  • Jetzt muss ich erstmal ausholen.
    Genesis...das war für mich die Musik meiner großen Schwester.
    Mädchenmusik halt, Balladen und Orgelgedudel. Ich hab erst die 60er und 70er nachgeholt,
    um dann auf Wave und Punkrock einzuschwenken.
    Jetzt hat mir ein Freund seine Plattensammlung vermacht, die einen bösen Wasserschaden
    abbekommen hat und von der einiges den Gang in die Tonne antreten musste. :pinch:
    Dabei ist eben auch die fast komplette Peter Gabriel/Genesis Phase.
    Die sind nun größtenteils gewaschen und nun bin ich am Durchhören.
    Was ich auch früher schon gerne gemocht hatte (trotz Mädchenmusik) war die "Lamp lies down on Broadway".
    Die schien mir ziemlich perfekt mit schneller Stücke, Balladen und eben Orgelgedudel...dazu fand ich die Story
    lustig.
    Jetzt habe ich die "Foxtrot", "Trick of the Tail", Selling England by the Pound", "Nursery Crime" gehört und bin etwas
    überfordert mit dem Angebot. Vieles klingt immer wieder gleich. Dinge wiederholen sich, die langen Stücke klingen wie
    kurze Stücke ohne Leerrille dazwischen... 8)
    Die "Trick of the Tail" hab ich schon ziemlich aussortiert, da klingt mir schon zuviel Phil Collins Balladen Nerv durch.
    Die "Trespass" liegt noch ungewaschen hier...
    Ach ja...eine "Profile" Teldec Scheibe gibt es auch noch.


    Gibt es einen Königsweg sich durch die früher Genesis Jahre durchzuhören? Mit welchen Sachen anfangen womit
    später weitermachen? Alle 5 LPs durcheinander zu hören wird wohl nix bringen, irgendwie bleibt dann alles ein
    Klangbrei.
    Bringt es Chronologisch vor zu gehen?


    Also: Genesis für Newbies... :thumbsup:


    Maggus

    «Den Charakter eines Menschen erkennt man an den Scherzen, die er übelnimmt.» Christian Morgenstern


    - Garrard 401,10.5 Forumtonarm, Sonus Formula4, Benz ACE SM, Arcam SAS 1, Audionet SAM, Cole LCR RIAA, Squeezebox Touch, Thiel OnePoint Neo Monitore.

  • aber Du solltest von Genesis Abstand halten!


    Warum??


    Leider bist Du nicht in der Lage,einen Titel richtig zu schreiben,denn die Doppel-LP heißt "The Lamb(!!)Lies down on Broadway"!


    Weierhin scheinst Du die "Peter Gabriel Jahre" und die dazugehörigen Platten nicht zu kennen;in der Reihenfolge ihres Erscheinens:


    -Trespass
    -Nursery Cryme
    -Foxtrot-
    -Selling England by the Pound
    -The Lamb Lies down on Broadway


    VOR der "Trespass" gab es noch "Vom Genesis to Revelation",die aber musikalisch ganz anders war:in Deinen Worten "(extrem) mädchenhaft" (und sogar mit religiösen Texten!!).


    ALLE anderen von Dir genannten Platten sind NACH Peter Gabriels Ausscheiden 1975 entstanden.Phil Collins bekam den "Job" als Sänger,da er so ähnlich klang wie Peter Gabriel UND die anderen 400(!!) getesteten Kandidaten "es nicht brachten"(würdest Du wahrscheinlich sagen).


    Am meisten stört mich aber Deine Voreingenommenheit und Arroganz der Musik gegenüber! Da helfen auch keine guten Ratschläge außer einem mehr:Wirf Deine Wasserschaden Genesis in den Müll oder halte Dich fern von Ihnen!


    Schöne Grüße


    Joachim

  • Genesis (der Gabriel Ära) eine Mädchenband - ha.
    Das hätten sich die Jungs gewünscht. :D


    Schlag eine beliebige Biografie auf oder schau dir irgend ein frühes Interview an.
    Immer wieder "beschweren" Sie sich das bei ihren Konzerten nie Frauen im Publikum waren, und wenn doch dann nur weil sie von ihren Freunden mitgeschleppt wurden.


    Um zum Thema zurück zu kommen:
    Joachim hat ja schon die relevanten Alben genannt.
    Es hat durchaus eine Entwicklung der Band von Album zu Album stattgefunden, deswegen solltest Du meiner Meinung nach auch die Reihenfolge einhalten.


    Hör dir ruhig mal die Trespass an, aber Vorsicht. Es könnte eine Orgel darauf dudeln.
    Dafür ist besteht keine Gefahr gering das du von Phil Collins belästigt wirst ;)


    The Knife


    René

  • Hallo,
    ich sehe es eigentlich ähnlich wie Joachim:
    Wenn Dich "Foxtrot", "Trick of the Tail", Selling England by the Pound" und "Nursery Crime" überfordern, braucht Du Dir die "Trespass" erst gar nicht anhören.
    Es gibt einen japanischen sampler (2LP), der jenen Schaffensbereich abdeckt: "The Story Of Genesis".
    Für den Einstieg sehr empfehlenswert.
    Ansonsten versuche doch erstmal, Dich in ein Stück hineinzuhören (z.B. Musical Box, Supper's Ready oder The Knife).
    By the way: Die "Trick Of The Tail" ist meine Lieblings-Genesis-LP, hier balancieren Genesis meisterhaft auf dem schmalen Grad zwischen Kunst und Kommerz.
    Gruß vom Geier

  • By the way: Die "Trick Of The Tail" ist meine Lieblings-Genesis-LP, hier balancieren Genesis meisterhaft auf dem schmalen Grad zwischen Kunst und Kommerz.


    Die gefällt mir auch sehr gut (habe ich nach langen Hörsitzungen als Japan.LP., obwohl ich eigentlich Peter Gabriel Fan bin!


    Und sonst finde ich das Joachim irgendwie recht hat!



    Ich würde mir vllt. auch die "Live" besorgen, keine Angst, die tut nicht weh! ;)

  • Naja, aber gerade die Live ist für einen Nicht-Peter Gabriel-Genesis-Fan noch schwerer zu "ertragen", sind doch die komplexen Klanggebilde dieser Genesis Epoche auf der Bühne ungleich schwerer aufeinander abzustimmen als auf einem Studioalbum.


    Ich denke das ist wirklich nur was für Fans, die auch die anderen Alben aus der Zeit gut kennen und mögen.

  • Hallo,


    ich bin auch Fan der Truppe und erfreue mich auch speziell an deren Schaffen zu Zeiten, als Peter Gabriel noch dabei war.


    Wir sollten uns aber hier nicht gegenseitig beschimpfen - eine jeder hat einen anderen Geschmack und eine andere Herangehensweise, diesen zu definieren.


    Mir scheint, dass der Initiator nicht wirklich einen Zugang zu dieser Musik finden wird - sicher auch aufgrund von Kindheitserinnerungen. Wer mit Punk oder New Wave groß geworden ist, wird sich für Genesis schwerlich begeistern können - was aber doch völlig OK ist.


    Da hilft es auch wenig, hier einen strikten zeitgerechten Abhörablauf zu verordnen. Wer einfach nicht auf Wagner-Opern steht, wird diese auch nach dem kompletten Anhören des geamten Ringes nicht besser finden.


    Beste Grüße,
    Henning

    Jazzman hört mit:
    BRINKMANN LaGrange + BRINKMANN 10.5 + JAN ALLAERTS MC1 Boron
    AUDIONET ART G2 CD
    BRINKMANN Vorverstärker / Stereo-Endstufe
    SONUS FABER Guaneri Homage
    VELODYNE DD10+ Subwoofer
    SONORAN-Kabel
    VIBEX-Netzverteiler
    FELDMANN-Netzsymetrierer

  • Hallo !
    Nun zerreißt den Armen nicht gleich in der Luft :D
    Da kann ich Henning nur recht geben. Es gibt einfach Musik die mag man oder nicht. In manche Musik muss man sich aber auch etwas rein hören und Alben die einem erst nicht so richtig gefallen wollen, können durchaus zu Lieblingsalben werden, gerade wegen ihrer anfänglichen Sperrigkeit. Aber eine chronologische Reihenfolge beim Durchhören macht nur Sinn, wenn man sich dafür interessiert, in wie weit sich die Musik entwickelt hat und in welche Richtung.
    Bei Genesis gibt es zwei entscheidende Zeiträume. Die Erste mit Peter Gabriel geht bis einschließlich " The Lamb Lies down on Broadway" und die Zweite ohne Peter Gabriel. Nach dem Ausscheiden von Peter Gabriel wurde der Einfluss von Phil Collins immer größer und sie entfernten sich in der Musik sehr stark von ihren Anfängen. Ich persönlich finde die Musik ohne Peter Gabriel einfach nicht mehr richtig gut.
    Allerdings wundert es einen schon, wenn er der Meinung ist, dass das Mädchenmusik wäre. Später durchaus, aber bestimmt nicht die ersten Alben. Wahrscheinlich ist er deshalb der Meinung, weil er nur die spätere Musik kannte.
    Im Grunde ist es ganz einfach. Er soll sie sich öfters mal anhören und wenn sie ihm dann immer noch nicht gefällt, weg damit. Fertig!!

    Edited once, last by vinylfan ().

  • Hallo,


    -ich lese,daß es sich bei Genesis der Peter Gabriel Jahre um "Balladen"-"Orgelgedudel" und "Mädchenmusik" handelt,


    -dann lese ich,daß "The Lamb(!!)Lies down on Broadway" "ziemlich perfekt" sei "mit schnellen Stücken"--"Balladen"--"Orgelgedudel"


    -ebenfalls erfahre ich,daß er "überfordert mit dem Angebot" sei und


    -bei "Trick of the Tail" schon der "Phil Collins Nerv" zu hören sei.


    Wenn dies ganz allgemein gesprochen das Fazit das Genesis Hörens ist,dann sollte der Verfasser sich auf die Band nicht weiter einlassen(das ist dann sein Problem) und die Platten ignorieren oder wegwerfen.


    Seine Ausdrucksweise und inhaltliche Darstellung ist aber für einen Ratschlag unbrauchbar und zeugt davon,daß der Verfasser weder willens noch in der Lage ist,sich der Musik gegenüber angemessen auszudrücken.


    Tut mir leid,aber ich erwarte in einem Forum etwas mehr als "coole Mackersprache"! Die Sprache zeigt Arroganz,eingekleidet in zeitgemäße Worthülsen, aus der unteren Schublade,die noch dazu inhaltlich unzutreffend sind.


    Da kleistere ich----wie Mario so schön schrieb---keine Didaktik mehr drüber,sondern nenne das "Kind beim Namen".


    Schöne Grüße :)


    Joachim


    P.S.:ich hätte mich inhaltlich bei jeder anderen Band genauso geäußert,denn es geht mir nicht um Genesis!!

    Edited once, last by joboco ().

  • Seltsam,


    ich habe Genesis von einem Mädchen empfohlen bekommen - und ich erinnere mich noch sehr gut, dass das damals für mich der Aufbruch in eine ganz andere musikalische Dimension war. Sie hat mir Foxtrot und NC auf Kassette geschenkt. Ich lag nachts im Dunkeln auf meinem Bett und habe gedacht, was ist das nur für ein eigenartige Musik, die da aus meinem Radiorekorder tönt, und warum singt der so komisch, aber ich konnte mich ihr nicht entziehen und die erste Faszination wurde zur bis heute dauerenden Begeisterung.


    Carpet Crawlers war im Übrigen mit Sicherheit der Schwoofsong schlechthin. Ich kannte kein Madel, dass da nicht träumerische Augen bekommen hat. Also in meinem Freundeskreis waren eigentlich Mädels wie Jungens Genesisfans, das war keine geschlechterspezifische Musik. Und was war geiler, als zu supper's ready abztutanzen?


    Schön war's, aber was soll man jemanden raten, der fast 35 Jahre später damit nichts anfangen kann? Wenn ich gegenwärtig mal jemand Jüngerem die Musik vorspiele, kommt diese Anziehungskraft eigentlich nicht mehr zum Vorschein. Vielleicht ist die Musik von Genesis doch sehr zeitgebunden und nicht so universell nachvollziehbar wie z. B. die von den Beatles? Oder ist sie am Ende anspruchsvoller, oder nur sperriger? Sicherlich bleibt sie ein Meilenstein der Progrockgeschichte, mit dem man sich aus gutem Grund beschäftigen kann.


    Ich denke, wenn man die Lamb schon recht gut findet, dann liegt Selling sowieso nicht so fern und NC und Foxtrot erschließen sich irgendwann auch von selbst, weil es da eben schon eine Entwicklung gibt. Man muss sich dann eben reinhören. Die beiden letztgenannten sich in der Tat auch recht ähnlich, aber das ist ja nichts Schlimmes. Tresspass hat sicherlich noch nicht ganz die musikalische Reife und wird eine Scheibe für die eingefleischten Fans bleiben. Mir wird sie unvergesslich sein, weil ich einige sehr schöne Wochen mit ihr verbinde. Musikalisch hat sie mich allerdings nie vollends überzeugt.


    Ich finde darüber hinaus auch ToT eine wirklich gute Genesis-Scheibe, auch wenn Peter Gabriel nicht mehr dabei war. Irgendwie ist er da doch noch deutlich zu spüren, auch wenn Collins schon stark durchscheint. Vielleicht hätten die beiden musiklaisch eine gute Mischung gegeben? Wer weiß? Solo ist Gabriel jedenfalls auch nie wieder an die originalen Genesis rangekommen, genau so wenig wie die verpopten Collins-Genesis.


    Gruß


    Dirk

    Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.

    Edited once, last by kajetan ().

  • Hallo,


    man sollte meiner Meinung nach Genesis nicht nur auf Gabriel und Collins reduzieren.
    Insbesondere Steve Hackett hat entscheidenen Anteil an Texten und Kompositionen.
    Mit seinem Auscheiden 1977 ist auch ein gewaltiger Anteil an Kreativitaet verlorengegangen.
    Ich kann jedem, der ein Konzert im "alten" Genesis-Stil erleben moechte, empfehlen einen Auftritt von ihm zu besuchen.
    Nicht zuletzt auf Grund seines exzellenten Gitarrenspiels.
    Auch sein letztes Solo-Werk "Out of the tunnel's mouth" ist aeusserst hoerenswert (auch als Vinyl :-).
    Fuer mich ist Genesis seit 1977 nur noch ein austauschbares Phil Collins Projekt.


    Gruss


    Andreas

  • Moin,


    mal Hand auf's Herz, auch Hackett solo ist nie an Genesis rangekommen. Seine Scheiben haben natürlich ein Stück des signifikanten Sounds rübergebracht, vielleicht dies auch tatsächlich am meisten von allen Soloprojekten. Aber auch das war absolut nicht mehr Genesis. Die Band hat von der Synergie gelebt. Gabriels Weggang war daher eine herbe Zäsur und hat die Band musikalisch zerissen. Nach ToT, die so ein Brückenwerk darstellt, kam dann in der Tat nur noch Trallala. Daran, dass Genesis oder Collins solo kaum zu unterscheiden waren, konnte man erkennen, dass Collins auf Gruppenarbeit offensichtlich wenig Wert gelegt hat.


    Im Grunde ist es wie bei den Beatles oder Pink Floyd auch. Die Gruppe hat immer mehr ergeben als die Summe der Einzelprojekte. Gibt es überhaupt Beispiele von 'großen' Bands, wo das anders war?


    Gruß


    Dirk

    Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.

  • Hallo Maggus ,


    mach Dir nichts draus , konnte mit Genesis auch nichts anfangen , weder
    früher noch heute .
    Eine ehemalige Arbeitskollegin schwärmte immer von Genesis und ich rätselte
    was bei dieser Band wohl besonderes sein sollte .
    Das mit der Lampe war gar nicht so schlecht ...


    Gruß
    Jürgen

  • Quote

    Police


    jetzt musste ich aber gerade herzhaft lachen! Ich hoffe du meinst nicht STING! Sting ist für mich nach Police ein "no-go". Klar, wenn man jemanden ins Bett kriegen will mag Sting funktionieren :D aber Police ist für mich einfach sehr viel authentischer. Just my 2 Cents. Wie immer, reine Geschmacksache!

    Herzlichen Gruß,

    Boris