Von Chinch auf Symetrisch?

  • Wenn ich mein MC System an einem Phono-Vorverstärker symetrisch anschließen
    möchte, ohne die Kabel umlöten zu müssen...geht das mit jedem Chinch/XLR Adapter
    oder brauche ich dann einen speziellen wie diesen hier:
    Aqvox


    Konkret würde ich gerne einen C.E.C. ausprobieren, will aber nicht umlöten bevor ich
    nicht weiß ob er mir gefällt...bzw. wenn ich die Chinch Stecker behalten könnte wäre ich
    ganz froh (flexibilität!)


    Maggus

    «Den Charakter eines Menschen erkennt man an den Scherzen, die er übelnimmt.» Christian Morgenstern


    - Garrard 401 mit 10.5 CFK-Forumtonarm, Shelter 901 Mk.II, Onix OA21, Mini Xono, Squeezebox Touch, Thiel OnePoint Neo Monitore.

  • Bei normalen handelsüblichen Adaptern sind "Cold" und GND zusammengelegt, bei dem Aqvox-Adapter nicht. Da gibt es nur "Hot" und "Cold", Masse ist unbelegt.
    Was Du brauchst für die CEC kann Dir eigentlich nur die Anleitung des Gerätes sagen.
    Wenn Du die falsche Variante gewählt hast wird es wohl fürchterlich brummen - also Lautstärkeregler erstmal auf Null drehen...


    Gruß
    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Wenn ich mein MC System an einem Phono-Vorverstärker symetrisch anschließen
    möchte, ohne die Kabel umlöten zu müssen...geht das mit jedem Chinch/XLR Adapter
    oder brauche ich dann einen speziellen wie diesen hier:
    Aqvox


    Cinch erlaubt keine symmetrische Verbindung. Dafür braucht man je Kanal zweimal Signal und einmal Schirm. Wenn normale XLR zu groß ausfallen, es gibt auch Mini-XLR.


    MfG
    DB

  • Cinch erlaubt keine symmetrische Verbindung. Dafür braucht man je Kanal zweimal Signal und einmal Schirm.

    Das stimmt in Bezug auf Tonabnehmer nicht ganz - lies mal die oben verlinkte Aqvox Seite, da ist es gut erklärt. Oder einfacher ausgedrückt: Ein Stereo XLR Stecker Pärchen hat 2x3=6 Pins, ein Tonabnehmer aber nur 4. Man kann über Cinch sehr wohl ein symmetrisches (balanced without ground) Signal übertragen. Ob so ein Signal an den Cinch Steckern anliegt oder eine Masseverbindung besteht, hängt im wesentlichen vom Tonarm ab. Bei Regas klappt es zum Beispiel nicht mit dem Aqvox Adapter.
    Gruss
    Sebastian

  • Bei normalen handelsüblichen Adaptern sind "Cold" und GND zusammengelegt, bei dem Aqvox-Adapter nicht. Da gibt es nur "Hot" und "Cold", Masse ist unbelegt.
    Was Du brauchst für die CEC kann Dir eigentlich nur die Anleitung des Gerätes sagen.
    Wenn Du die falsche Variante gewählt hast wird es wohl fürchterlich brummen - also Lautstärkeregler erstmal auf Null drehen...


    Gruß
    Andreas


    Na da hoffen wir mal das Herr Candeias seine Geräteentwicklungen alle gleich beschaltet.
    Die Anleitung gibt da nix her.
    Ansonsten klingt das nach "Try and Error" das beherrsche ich in Perfektion... 8)
    Danke und Gruß
    Maggus

    «Den Charakter eines Menschen erkennt man an den Scherzen, die er übelnimmt.» Christian Morgenstern


    - Garrard 401 mit 10.5 CFK-Forumtonarm, Shelter 901 Mk.II, Onix OA21, Mini Xono, Squeezebox Touch, Thiel OnePoint Neo Monitore.

  • Quote

    Frage: Wenn ich mein MC System an einem Phono-Vorverstärker symetrisch anschließen möchte, ohne die Kabel umlöten zu müssen


    Wenn ich die Hinweise der Fa. Aqvox dahingehend studiere, fällt mir zunächst der häufige Gebrauch des Wortes "Achtung" auf :D


    der Zusatz:

    Quote

    Fa.AQVOX schreibt:
    ACHTUNG! die z.B. von der Firma Neutrik (NA2MPMF) und ähnlichen Adapter sind nicht kompatibel, da Verdrahtet nach IEC 268-12: Pin 2 = Signal; Pin 3und Pin1= Mass


    und

    Quote

    Fa.AQVOX schreibt:
    Das positive Signal ist verbunden mit einer eigenen Verstärkungsstufe und das negative Signal ist invertiert und auch mit einer eigenen Verstärkerstufe verbunden = Differenzverstärker !

    lässt mich denken, die verwendung des speziellen Adapters sei schwer empfohlen :thumbsup:


    Der weiter Text macht nach Aussage des Herstellers u.a. klar, dass der benötigte Betriebszustand NUR mit diesem Adapter sinnvoll zu erreichen ist!


    Fazit:
    Ein symetrischer Anschluss ohne diesen speziellen AQVOX Adapter ist wohl nicht funktional, da ein fremder Adapter aufgrund seiner Belegung nicht dazu in der Lage ist.
    Ich würde den Aqvox Adapter benutzen wollen, schon um sicher zu stellen, das klangliche Potenzial des C.E.C auch annähernd ausschöpfen zu können.

    The post was edited 1 time, last by Natron ().

  • Also ich stehe/stand gerade vor dem gleichen Problem, da ich meinen Plattenspieler neu verkabelt habe. Die wahl zwischen symmetrisch/unsymmetrisch war nicht ganz einfach. Würde mich interessieren, welche due Erfahrungen du im Bezug auf die Unterschiede machst. Ich habe mich übrigens nach eingehender Beratung eines Forumsmitglieds für unsymmetrische Sommercable entschieden...
    Ich sehe das Problem bei den Adaptern eher da, dass gar kein echtes symmetrisches Signal (Signal+selbes Signal mit anderem Vorzeichen) durch das Kabel übertragen wird. Wie will der Adapter das herstellen??? Also das mit der echten Symmetrie, worauf sich die Aqvox-Seite bezieht hat mir bei der Beratung der Tontechniker/Nachrichtentechniker genau anders erklärt. Irgendwie glaube ich Ihm auch weil er hat mit daraufhin nicht das teure symmetrische Kabel aus seinem Onlineshop empfohlen, sondern das um Faktor 5 günstigere unsymmetrische.


    Ich habe nicht die Erfahrung/Wissen um mir eine abschließende Meinung bilden zu können, deshalb bin ich gespannt auf deinen Versuch!

  • Wenn man einen echten symmetrischen Eingang am Phono hat, z.B. Übertrager erdfrei, ist symmetrisch klanglich besser. Von den Cinch- Steckern auf XLR wird nicht ohne weiteres funktionieren. Man muss mit den jeweilig beiden Leitern eines Kanals auf Pin 2 + 3 des XLR. Meist ist die Masse oder Schirm am Cinch mit angeschlossen. Man müsste die Cinch- Stecker mal aufmachen und sich anschauen.



    Gruß John

  • Das Signal eines Tonabnehmers ist per se symmetrisch. Es gibt wohl einige Ausnahmen wie Decca, die dann die beiden Minusanschlüsse zusammennageln, dann wird es unsymmetrisch.
    Ein unsymmetrisches Kabel ändert zunächst nichts an der Symmetrie des Signals. Erst wenn Störungen dazu kommen gelangen diese bei einem unsymm. Kabel nicht in identischem Maße in das Plus und Minussignal. Dies führt dann am Differenzverstärker dazu, daß eben nicht die Störung mehr oder weniger vollständig wieder rausgerechnet werden kann und damit bleibt etwas in Signal übrig, was dann möglicherweise auf ein hörbares Maß verstärkt wird.


    Gruß
    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
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  • Das Signal eines Tonabnehmers ist per se symmetrisch


    Nö, wir haben es mit einer Spule zu tun. Der Rest ist eine Frage des Anschlusses.


    Reinhard

  • Hallo,


    theoretisch sind die meisten Tonabnehmer mit 4 PIN-Anschlus, also L +/- & R +/- symmetrisch, benötigt wird allerdings ein Bezugspotential um sowohl die negative, wie auch die positive Spannung abgreifen zu können. Dieses Bezugspotential kann durch die Tonarmerde des Drehers hergestellt werden, also das Kabel was bei einem normalen Cinchkabel an die Erdungsklemme der Phonostufe angeschlossen wird. Das Erdungskabel darf allerdings keinen Kontakt zur Signalmasse haben und hier beginnen dann die Probleme. Einige Tonarme legen Schirmung und Erdung zusammen (z.B. Rega auf links-) um eine bessere Schirmwirkung zu bekommen. Bei diesen Tonarmen kann über ein Adapter kein symmetrischer Anschluss erfolgen.


    Im Prinzip sind also Cinchkabel mit 2 Innenleitern und zusätzlicher Schirmung auch im Cinchstecker Symmetrisch, solange die Erdung nicht auf einem der Minusleiter aufgelegt, sondern über die Schirmung abgeführt wird.


    Um sicher zu gehen sollte man das Kabel durchmessen ob Erdung & Minus eine Kanals verbunden sind, wenn nicht, läßt sich ein Adapter einsetzen bzw. auch relativ leicht selber bauen. Allerdings würde ich bei unsymetrisch ausgeführten Kabeln (ein heißer Leiter, Schirmung als Minus) darauf verzichten, das es bei diesen Kabeln leichter zu Störungen kommt. Des weiteren habe ich festgestellt das symmetrischer Betrieb nicht mit allen TA funktioniert, ELAC ESG Systeme z.B legen ihr TA-Gehäuse (Metall) auch auf Links minus, darüber fängt man sich bei symmetrischen Betrieb Störungen ein, obwol keine Verbindung zur Erdung besteht.


    Über Vor- und Nachteile möchte ich hier nicht spekulieren, ich selbst habe drei Toname von denen zwei mit echter Symmetrischer Verkabelung ausgestattet sind. Sinn macht eine Symmetrische Verkabelung nur dann wenn auch die Phonovorstufe eine Symmetrische Siganlaufbereitung beherrscht. Viele Geräte haben zwar eine "Symmetrischen" Eingang wirken aber nur wie ein Adapter auf unsymmetrisch. Hier sollte man evtl. der Herstellerempfehlung folgen, allerdings ändern sich bei manchen Kabel auch die Kapazitätswerte je nachdem welche Verschaltung, also symmetrisch bzw. unsymmetrisch, gewählt wird und über die Kapazität eine Kabel wird der Klang, grade bei MM Systemen, beeinflußt. Bei MC-Systemen wie z.B Benz Micro ist die Symmetrische Verdrahtung m.A. ein Muss.


    Bleibt eigentlich nur, probieren :)


    Gruß
    Jürgen

  • Konkret würde ich gerne einen C.E.C. ausprobieren, will aber nicht umlöten bevor ich
    nicht weiß ob er mir gefällt...bzw. wenn ich die Chinch Stecker behalten könnte wäre ich ganz froh (flexibilität!)


    Hallo Maggus,
    dann hol' Dir doch den Adapter! Für den aufgerufenen Preis kannst Du doch nichts verkehrt machen. Auf dem von Dir verlinkten Hinweis der Firma AQVOX wird es doch sehr gut erklärt. Unabhängig davon kann man sich hier auch nochmal über die symmetrische Signalübertragung informieren.


    Gruß Thomas

  • In meinem Kopf spukt immer noch der Gedanke umher gelesen zu haben, dass AQVOX diesen Adapter früher auch mal leihweise zur Verfügung gestellt hat.
    Irre ich da? ?(

  • Moin Jungs,


    man braucht in der Regel ein Messgerät für eine Durchgangsmessung, zwei Cinchbuchsen, zwei XLR Stecker, maximal je 10 cm Chinchleitung.


    Messgerät:
    Durchklingeln der Leitungen, ob nicht eventuell die zwei Masseverbinder zusammengelegt sind - wie bei der Rega Standartverkabelung des RB 250 z.B. .
    Also ohne TA die Leitungen durchklingeln und kontrollieren, ob nicht die Masse an beiden Enden (L&R) gleichzeitig piepst.


    Ist das der Fall, so muss man die Leitungsführung kontrollieren, eventuell auftrennen, neu verkabeln.


    Chinchbuchse mit der 10cm-Leitung einerseits verlöten, XLR anderseitig Pin 2 mit dem inneren, heißen Leiter und Pin 3 mit dem äußeren kalten Leiter des Chinch verbinden.


    Wenn es eine Tonarmerdung gibt, kann diese, sofern sie nicht mit der TA Masse in Verbindung steht, an GND oder eben XLR 1 verbunden werden.


    Siehe auch das tolle Bild von Aquvox, B.M.C. oder wie sie gerade heißen.


    Anmerkung - das die Gehäusemasse bei einem TA auf den linken Kanal aufgelegt ist, findet sich bei fast allen MM Systemen. Ausnahme gibt es z.B. bei kleineren Decca-Systeme - dort finden sich nur drei Anschluss-Pins - einer ist der gemeinsame Masseanschluss.


    Bei meiner Blue Amp gibt es zwei Demoadapter, an denen im XLR Adapter 1 & 3 (kalt und GND) zusammengelegt ist.
    Wenn man diesen dazwischen steckt, wandelt sich das Ergebnis der Wiedergabe in hörbar schlechter.
    Also wenn der Entwickler Symmetrie vorgibt, sollte man diese auch umsetzen.
    Das richtig umzusetzen ist eigentlich ganz einfach.


    Analoge Grüße,
    Tom

    The post was edited 4 times, last by Tom ().

  • ... wobei niemand, absolut niemand mit Restverstand, einen Cinchstecker zum Anschluß symmetrischer Quellen nutzen würde. Die Schirmung fehlt dann.
    Ist wieder eine halbgare Lösung für den Haiender, dem das Geld locker sitzt und der mal gehört hat `symmetrisch = gut`.



    MfG
    DB