Drehzahlprobleme beim TD 126

  • Mayday..Mayday,


    mein TD 127 MKIII entwickelt sich zu einem Hubschrauber, soll heissen, der Plattenteller dreht als wenn er abheben möchte.Umschalten der Geschwindigkeiten ändert nichts. Die gemessene Spannung am Motor beträgt bei allen Geschwindigkeiten 8,7 V;
    Hat jemand dieses Problem schon mal gehabt oder kennt jemand Hilfe!!!!! ?(

    ciao Ludwig
    You never try, you never know ;(
    __________________________________________________________
    Gewerblich bin ich auch, aber nur wenn`s um Schaltschränke für MSR geht :]

  • Hallo Ludwig,


    der will zu mir. :D:D


    Bei der Spannung liegt der Fehler, laut SM, in welches ich gerade geschaut habe, müssen folgende Spannungen anliegen:


    1,4 V bei 33 1/3; 2,0 V bei 45; 3,0 V bei 78 U/min.


    Also muss irgendetwas in der Spannungsversorgung den Gang allen irdischen gegangen sein.


    Gruß
    Jürgen

  • Alles klar Jürgen, Fehler gefunden, Haarriss ´(bzw. Lötauge gelöst) in der Platine; Er läuft wieder wie eine Eins. :))

    ciao Ludwig
    You never try, you never know ;(
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  • Quote

    Original von lurotec
    Alles klar Jürgen, Fehler gefunden, Haarriss in der Platine; Er läuft wieder wie eine Eins. :))

    Hallo Ludwig,


    Glückwunsch - kleine Ursache, große Wirkung. Und sicher schwer zu finden.


    Wußte ich's doch: Die Thorens-Elektronik hält ewig :))


    Gruß, Norbert

  • Ein Thorens überlebt in der Regel seinen Besitzer... ;)


    Die einzigen Geschwindigkeitsprobleme, die ich bisher hatte waren verursacht durch das etwas angelaufene Pitch-Poti, dann schwankt die Drehzahl etwas. Ein paarmal daran drehen und die Geschwindigkeit steht wieder.


    Wo war denn der Haarriß? Kam das vielleicht vom Ausbau?
    Ich frage deshalb, weil ich meinen kommendes Jahr auch zerlegen werde.


    Gruß
    André

  • Hallo André,


    da ich ein neues 10-Gangpoti eingebaut habe bin ich wohl etwas zu rau mit dem Befestigungswinkel umgegangen und dadurch hatte sich ein Lötauge von der Platine gelöst. Das wars dann. 8o

    ciao Ludwig
    You never try, you never know ;(
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    Gewerblich bin ich auch, aber nur wenn`s um Schaltschränke für MSR geht :]

  • Hallo Forum !


    Ich habe ebenfalls etwas Drehzahlprobleme bei meinem TD 126 III . Vor einigen Wochen habe ich mit Joel`s Poliersatz (und nicht zuletzt auch mit Joel`s fernmündlicher Hilfe) das Lager und die Achse meines 126er wieder auf Hochglanz gebracht. Die Werte waren zwar vorher auch nicht schlecht, aber na ja, Ihr wißt ja, wie das ist: Wenn man erst einmal anfängt .... :D


    Und als die Laufzeiten sich so langsam optimalen Werten näherten, begannen diese Gleichlaufschwankungen. Wenn ich auf mein Stroboskop sehe, läuft der es kurzzeitig etwas schneller, steht wieder, läuft etwas schneller usw. usw. . Leute, die ich gefragt habe, vermuteten, dass die Elektronik mit den verbesserten Gleichlaufwerten durch die Politur nicht mehr klar kommt (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, schliesslich kommt so ein Plattendreher ja mit optimalem Lager aus dem Werk und läuft wie `ne eins) oder dass sie evtl. ganz kaputt sein könnte. Habt Ihr Vorschläge, was man hier noch versuchen könnte?


    @André
    Wie haben sich die Probleme bei Dir geäussert und was hast Du genau unternommen?


    Grüsse


    Dietmar

  • ludwig
    Na dann bin ich beruhigt, manchmal weiß man eben nicht, wie man was ausbaut und zäumt das Pferd von hinten auf... :D


    Dietmar
    Mir ist es manchmal beim Hören aufgefallen, das manche Passagen etwas jaulen, ein Blick aufs Strobo bestätigte das, so als wenn man mit dem Finger am Tellerrand während des Betriebes immer wieder mal leicht anbremst... hin und her aber nur in kleinerer Skala, d.h. die Laufrichtung des Strobo blieb gleich. Ich stoppte dann, und kurbelte mehrmals den Pitchknopf von Anfang bis Ende. Anlaufen tun eigentlich nur Potis, die selten bis nie benutzt werden (wie bei mir diese eben). Dann bildet die Anlaufschicht (Aerosol) eine Art Isolationsschicht zwischen Kohle und Schleifer. Bei Lautstärkepotis machts da eher Kracher, beim Thorens scheint sich dagegen der Widerstandswert je nach Schichtstärke zu ändern. Der Kontakt hängt dann sozusagen am seidenen Faden und bringt dann die Regelung durcheinander. Nach dem "Abkurbeln", also so ca. 10x hat sich alles wieder eingeschliffen und für mindestens ein paar Wochen bleibt die einmal eingestellte Geschwindigkeit wieder konstant.
    Nächstes Jahr zerlege ich den 126er ja, mal sehen, ob ich auch was am Poti machen kann. Für mich brauche ich kein 10-Gang... ;)


    Gruß
    Andre

  • @Dietmar/Junior


    Problem trat bei mir auch auf, nachdem ich das Lager behandelt (poliert und dünnes Öl eingefüllt) hatte. Dachte erst, der Riemen oder Innenteller hätte Öl abbekommen, also sauber gemacht. Brachte aber keine Besserung. Hatte allerdings beim Polieren gleichzeitig das Subchassis neu einjustiert, dabei hatte sich die Subchassisplatte etwas Richtung Motor verschoben, also hatte der Riemen etwas weniger Spannung und dadurch einen höheren Schlupf. Das ganze also wieder anders eingestellt, da gings etwas besser. Auf Joels anraten dann noch den Riemen erneuert (jedoch kein Originialriemen), danach war von Gleichlaufscheankungen nichts mehr zu hören, wenn auch die Strobo-Anzeige nicht mehr so stabil stand wie vor der Lagerpolitur, da bewegte sich nämlich nichts. Ich vermute, der Motor zieht den Teller ruhiger, wenn er gegen einen gewissen - wenn auch sehr geringen - Widerstand arbeiten muss - obwohl das möglicherweise den Motor stärker belastet. Ich werde bei nächster Gelegenheit wieder das Standard-Oel einfüllen und mal beobachten, was der Gleichlauf macht.


    Frdl. Grüße
    Henning

  • Henning2
    War denn an der Lagerspindel irgendein Verschleiß zu erkennen? Einige schreiben hier von Lager polieren, das halte ich aber nur in wirklich seltenen Fällen für notwendig. Durch das Polieren kann man sich Unregelmäßigkeiten in den Abmaßen einpolieren, wenn man's zu gut meint...


    Gruß
    Andre

  • Hallo Andre,
    Du hast recht, man muss sehr vorsichtig sein, sonst hat man zwar ein leichtlaufendes Lager, aber jede Menge Lagerspiel.
    Bei meinem TD 126 MK III, der jahrelang unbenutzt herumgestanden hat, hat es auf jeden Fall was gebracht: Lager war praktisch ohne Öl und produzierte schleifende/schabende Geräusche. An der Achse waren leichte Kratzer vom (früheren) unvorsichtigen Herausnehmen und Einsetzen des Innentellers. Riefen, die vielleicht durch eine Verschutzung entstehen, konnte ich keine erkennen. Nach der Politur waren keine Kratzer mehr zu sehen und die Achse Spiegelblank, die Geräusche waren nicht mehr wahrnehmbar und der Teller lief nach einem Schubser fast drei Minuten (ab 33 rpm bis zum Stillstand).
    M.E. macht die Lagerpolitur auf jeden Fall Sinn. Kann ich nur empfehlen, kosten ja auch nicht mehr als 3 Päckchen Zigaretten.


    Gruß
    Henning

  • Hallo Henning, hallo André !


    Positive Erfahrungen mit Lager- und Achsen-Politur kann ich auf jeden Fall bestätigen. Nur perfekte Lager und Achsen bilden den geringsten Widerstand und einen optimalen Leichtlauf.


    Ich vermute auch, dass der Motor mit den plötzlich viel besseren Leichtlaufeigenschaften bei mir nicht mehr so recht klar gekommen ist. Das hat übrigens Joel und ein Bekannter von ihm, der bei Thorens ein Elektronik-Spezialist gewesen ist, auch so bestätigt.


    Ich habe dann übrigens gestern abend mal Folgendes probiert: Zunächst den Pitch-Knopf einige Male hin und her gedreht, dann den Plattenspieler bei "Pitch auf Linksanschlag" einige Minuten laufen lassen, danach bei "Pitch auf Rechtsanschlag einige Minuten laufen lassen, und dann das Ganze nochmal in diversen Mittelstellungen des Pitchknopfes. Hat schon was gebracht, aber ganz weg ist das Problem noch nicht. Das bestätigt aber schon mal Deine Theorie, André.


    Was kann man jetzt noch unternehmen, um das Poti entgültig in den Griff zu bekommen? Kontakt-Spray, Druckluft?



    Gruss
    Dietmar

  • Nee, wirklich mal hin- und herkurbeln, wirklich mal so gut 10x hinterneinander. Vielleicht noch 20x im Mittelbereich, dann wieder in die Mitte stellen und dann erst starten und neu einstellen. Bei mir hats immer funktioniert.


    Sonst mal in den Kontaktreinigungsthreads schauen, da streiten sich ja viele ob Kontakt 60 oder 61 oder beides...


    Gruß
    André