Der SPU-Thread

  • Mitdem Century ziehst Du halt auch preislich in die „Top-Liga“ ein….

    Hallo Urs,,

    danke für Deine Info, ich habe es befürchtet😂.

    Viele Grüße
    Micha


    AAA-Mitglied

    ...Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist, kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrißt… (Wilhelm Busch)

  • Hi,


    von den "Großen" kenne ich nur das Silver Meister MK2 GM und das Synergy GM.

    Das Meister ist vielleicht etwas auflösender und detaillierter als das Synergy, das Synergy ist aber wärmer und für mich musikalischer.

    Es hat noch 2 entscheidende Pluspunkte für mich:

    Ausgangsspannung 0,5mW, damit flexibler was ÜT und Phonostufen angeht.
    Auflagekraft von 3g empfohlen anstelle von 4g, habe ich einfach ein besseres Gefühl in der Magengrube;)


    Gruß

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  • Hallo Micha,

    Ich würde auch zum SPU Synergy GM raten.

    Es läuft sehr gut ohne Übertrager direkt an der Phono (mit ca 45 Ohm ) und ist mit 0,5 mV unkritisch für Phonovorstufen. Ich habe die 45 Ohm über Parallelwiderstände und Adapter im 100 Ohm Modus meiner Phono erreicht. Damit spielt das Synergy etwas runder und wärmer als mit Übertrager.

    Mit Übertrager zeigt das Synergy etwas mehr Details, Strahlkraft und die Räumliche Abbildung verbessert sich.

    Falls du einen anderen Tonarm in Betracht ziehst , würde ich zum Jelco 950 auch alternativ einen Groovemaster II in Betracht ziehen.


    Ps: das letzte was ich an meinem Synergy vermisse ist Auflösung..:)

    LG


    Horst

    The post was edited 1 time, last by Horst_t ().

  • Passend zu meinem Geldbeutel verwende ich dieses SPU an meinem Clearaudio Concept.

    Ich bin sehr zufrieden mit dem was es bietet. Womit es betrieben wird steht unten.


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    Gruß Axel


    Clearaudio Concept mit Ortofon SPU 40C mit Silvercore 1:20 Übertrager und Aikido1+, Thorens TD166 MKII Spezial, SME3009 SII/Ortofon 540MKII, AT120E, AT5V, Nagaoka MP110, Musical Fidelity M3i, Klipsch RP 8000F, Eigenbau PWM

  • i

    Andererseitsspielt das Century halt eben schon so in Richtung "HIFI-High-End"oder wie immer dieses Klischee auch heissen soll.

    Zu Produkteinführung des SPU Century hat Ortofon auf der High End in München die drei Century Systeme im Vergleich vorgeführt. Dabei klang das "grosse" Century System zu 10k so, wie ich es bei einem High End System der 10k Klasse erwarte, mit extremer Auflösung und Präzision. Wer schon mal einen Tonabnehmer in der 10k Klasse gehört hat, weiss, was ich meine.

    Das im Anschluss spielende SPU Century unterschied sich dann doch recht deutlich. So gut das SPU Century auch innerhalb der SPU Reihe ist, kann es doch hinsichtlich Auflösung nicht an das grosse Century ranreichen.


    Braucht es aber auch nicht, da das SPU Century ein anderes Ziel verfolgt. Im Vergleich spielt es mit deutlich mehr Energie aus dem unteren Mitteltonbereich, es hat im Vergleich mehr "Drive" und zieht einen mit Leichtigkeit in die Musik.

    Insofern ist der Blickwinkel auf die Musik mit einem SPU ein sehr persönlicher, der nicht zwingend dem Duktus der Neutralität folgt, aber sehr viel Spass bereitet.

    Mir gefällt das SPU Century in sofern sehr gut, als dass es auch den "verwöhnten" Tonabnehmer Hörer zufriedenstellt, in dem es einen level an Auflösung bietet, den andere SPU so nicht bieten können.

    Wechsele ich von meinen aktuellen Tonabnehmern (Soundsmith Hyperion MKII OCL, SG210, Sumile, dh alle in der 10k Klasse ) auf mein neuwertiges SPU Meister, höre ich zumeist recht schnell auf, mit dem SPU Musik zu hören, da mir dann doch zuviel von allem fehlt. Preisklassen bezogen machen die SPU sehr gut Musik, auch mit guter Auflösung, aber es geht halt eben auch besser. Und das SPU Century steht für eine solches "besser", ohne dass die SPU Gene verloren gehen.

    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter musikalischer Events
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    AAA- Mitglied

  • Quote

    Dabei klang das "grosse" Century System zu 10k so, wie ich es bei einem High End System der 10k Klasse erwarte, mit extremer Auflösung und Präzision.


    .....Duktus der Neutralität


    ....das SPU Century ein anderes Ziel verfolgt. Im Vergleich spielt es mit deutlich mehr Energie aus dem unteren Mitteltonbereich, es hat im Vergleich mehr "Drive" und zieht einen mit Leichtigkeit in die Musik.

    "Extreme Auflösung und Präzision, Neutralität" sind Kategorien, die ich dem analytischen Wissenschaftler, nicht aber dem Komponisten und dem Musizierenden zuordnen würde. Das musikalische Kunstwerk lebt nicht vom Zerfallen in allerkleinste Details und Einzelteile,sondern vom lebendigen Zusammenspiel und Verwobensein aller Klangelemente zu einem GANZEN und vom FLUSS der Musik.


    Der Musik wird daher das von dir, lieber Jürgen, als zweitrangig qualifizierte Klangbild "Energie aus dem unteren Mitteltonbereich, es hat im Vergleich mehr "Drive" und zieht einen mit Leichtigkeit in die Musik" recht eigentlich gerecht.

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  • Der Musik wird daher das von dir, lieber Jürgen, als zweitrangig qualifizierte Klangbild "Energie aus dem unteren Mitteltonbereich, es hat im Vergleich mehr "Drive" und zieht einen mit Leichtigkeit in die Musik" recht eigentlich gerecht.

    da stimme ich Dir persönlich gerne zu,

    Deshalb ist ein solches Klangbild für mich privat auch nicht zweitrangig.


    Habe dies ja, so hoffe ich, auch recht positiv beschrieben.


    Dennoch respektiere ich auch die TA Kaeufer, die der Menge an Informationen, die auf eine LP gepresst sind, näher kommen wollen, als es ein SPU vermag.


    Jedem seinen Weg zum eigenen Musik Genuss.


    Gruss

    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Guten Morgen !


    Ja ich weiß was Jürgen meint. Hatte schon einige SPU's hier. Aber kein Century.

    Meiner Empfehlung nach, würde ich das SPU nehmen, welches einem am besten in seiner eigenen Kette gefällt.

    Bei mir ist es der Classic. Warum?

    Keines der anderen SPU's hatte einen solchen Fluß und "Emotion" bei der Wiedergabe.

    Andere, modernere SPU's spielen sehr SPU-typisch, jedoch für mich nicht so passend.


    Ich betone nochmals: es kommt auf persönliche Vorlieben und auch auf die Kette an sich an.

  • Ohne allen Information aus der Platte, fehlt aber auch "Klanginformation" und somit auchdas wesentliche der Analogtechnik. Natürlich derjenige, der den ganzen Tag MP 3 vom Handy hört, wird auch abends beim Plattenhören auch nichts vermissen, wenn feine Informationen aus der Rille fallen gelassen werden.

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Die feinsten Informationen aus der Rille herauszuhören ist aber mbMn nicht das Wesentliche der Analogtechnik! Und das "Gleichsetzen" von MP3 und gehobener analoger - dazu zähle ich auch schon die Verwendung von TA im 3-stelligen Bereich - Musikwiedergabe hingt auch ein wenig.


    Gruß Jan

  • >Wechsele ich von meinen aktuellen Tonabnehmern (Soundsmith Hyperion MKII OCL, SG210, Sumile, dh alle in der 10k Klasse ) auf mein neuwertiges SPU Meister, höre ich zumeist recht schnell auf, mit dem SPU Musik zu hören, da mir dann doch zuviel von allem fehlt. Preisklassen bezogen machen die SPU sehr gut Musik, auch mit guter Auflösung, aber es geht halt eben auch besser. Und das SPU Century steht für eine solches "besser", ohne dass die SPU Gene verloren gehen.


    Gruss

    Juergen<




    Ja, das ist richtig. Die SPU kommen auch aus einer ganz anderen Ära, damals haben die Konstrukteure das Kunststück fertiggebracht, einen in sich geschlossenen Klangkörper entstehen zu lassen, nennen wir es eine gewisse Homogenität in der Wiedergabe. Es stechen eben keine Details hervor, sondern sie sind, wenn vorhanden, zwar hörbar, aber nicht überprononciert, wie das bei so vielen anderen Tonabnehmern der Fall ist. Alles ist in sich eingebettet in ein Klanggeschehen, was schlüssig erscheint und Glaubwürdigkeit vermittelt. Ein SPU war niemals dazu da, um die höchsten Höhen oder die tiefsten Bässe zu übertragen, das können andere wesentlich besser. Schon ein Denon DL 103 hat hier Vorteile, macht es doch einzelne Details stärker hörbar, holt, sozusagen, das letzte aus der Rille, wohingegen ein SPU dieses garnicht anstrebt. Ihm sind andere Dinge wichtiger, die einem Denon abgehen. Die vielen SPU Derivate haben dann wohl versucht, dem Zeitgeist zu folgen und mehr Details hervorzubringen, mehr Hifi. Für den Hörer, der nach solchem strebt, dessen Hörgewohnheiten und -Vorzüge darin liegen, auch noch das letzte Detail in der Rille hörbar zu machen sind solche TA sicher besser geeignet. Aber, wie schon geschrieben, die DNA des SPU liegt im Kern gänzlich woanders. Und genau diese DNA schätzen viele Hörer, weil eine solche Geschlossenheit des Klanges eben woanders in der Detailfülle zerbröselt. Das ständige Hören auf die letzten Details lenkt vom eigentlichen Musikgeschehen ab, lässt den Kontext völlig abhanden kommen. Es geht dann vornehmlich um Demonstrationseffekte, einzelne Artefakte des ganzheitlichen Musikgeschens werden wie unter einer Lupe betrachtet. Das ist das berühmte: "Hast Du das jetzt gehört" oder "Leg doch mal die Platte mit dem Kanonenschlag auf, dieser Effekt ist unglaublich". Es sind einfach völlig unterschiedliche Hörkulturen, die sich in den Tonabnehmern manifestieren. So soll es ja auch sein, für jeden ist etwas dabei, man muss nur die Speisekarte genau studieren.

    Ein SPU mit Höchstleistungen in Verbindung zu bringen in Teilbereichen ist m. E. der falsche Weg, einem solchen Tonabnehmer gerecht zu werden. Sie können vieles nicht, aber was sie können, machen sie einfach richtig. Und das ist schon sehr viel wert und ein unschätzbarer Vorteil den ganzen anderen Champions in einzelnen Teilbereichen gegenüber. Ein SPU ist ein Alrounder, der Zehnkämpfer der Tonabnehmer. In der Summe hat er die meisten Punkte, da andere in relevanten Teilbereichen komplett versagen, dafür in anderen, wenigen, Spitze sind. Für einige sind sie einfach der falsche Tonabnehmer. Für diese Hörer gibts ja, Gott sei Dank, genug andere Alternativen.

    Bleibt gesund!


    MfG Bernie

  • Das bei den meisten erhältlichen SPU's die alte DNA zum Großteil erhalten geblieben ist, will ich nicht bestreiten. Das SPU Royal G MkII/Royal N geht hier mMn. aber einen etwas anderen Weg, die SPU Herkunft lässt sich wie beim Century nicht verleugnen, spielt aber moderner und geizt dabei keines Falls mit Informationen. Vielen Besitzern des Royal ist der Abstand zu den klassischen SPU Systemen sogar zu groß.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    Pioneer MU-70 - Schick 12"/Ortofon SPU Royal N - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14
    Kenwood KD-750 - Ortofon 2M Black - Trigon Vanguard II & Volcano III

  • sehr gut auf den Punkt gebracht, Bernie!


    Ein wesentlicher Grund, warum ich auf Hifi-Messen und bei Händlern oft so frustriert bin, ist dieses Zerbröseln in zusammenhanglose Effekte. Häufig sind Vorführer-Händler und Vertriebler- und Zuhörer dann geradezu hingerissen von der sterilen, überanalytischen Darbietung. Ich frage mich dann öfter:"Haben die eigentlich noch nie im Leben reale Musik gehört?"

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  • Zum Glück sind die Zeiten seelenloser HochAnalytik Systeme so gut wie vorbei, sogar bei Lyra gibt es nun mit den neuen Lambda Systemen ein Besinnen auf den "Geist der Musik".

    Gerade die neuen System vom Schlage eines Air Tight Opus 1, Murasakino Sumile, Soundsmith Hyperion, Koetsu Coralstone , Miyaima Madake, Ikeda KAI, Shun Mook MC, usw um ein paar meiner zuletzt montierten Tonabnehmer aufzuführen, würden auch einen Freund des SPU Klanges begeistern. Und selbst diese Klasse lässt sich noch mit zB einem Topwing Suzaku übertreffen...

    Es freut mich ausserordentlich, dass sich in den letzten Jahren in Richtung "Abstimmung" bei Tonabnehmern einiges in die (für mich) richtige Richtung getan hat.

    Gruss

    Juergen

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