CD Player der sich fast schon Analog anhört

  • Es wurde doch schon in ähnlichen Themen mehrfach angesprochen, wenn die Wandler und die Filter gut sind, dann spricht nichts gegen digital. Vorausgesetzt die Aufnahme ist richtig gut.


    Und eine richtig gute Aufnahme (beziehe ich auf Klassik an einem T+A MP3100HV) ist auf CD seltener zu finden als auf SACD.

    Die HighRes Streamings auf Qobuz scheinen mir wiederum besser als CD, aber zumindest nach meinem Vergleich mit zwei meiner SACDs nicht ganz an diese heranzukommen.

  • Deja vu?


    Gehen wir jetzt wirklich in die nächste Runde der immer gleichen Scheindiskussion?


    Es wurde bereits alles gesagt! ... nur noch nicht von Allen. (Karl Valentin)


    Ich rege darum mal eine andere, genauso unsinnige (aber vielleicht lustige) Interpretation des Threadtitels an:


    "CD Player der sich fast schon Analog anhört":


    Es wird ein CD Player gesucht, der ganz leicht bis vernehmlich rauscht, zum Ende jedes ca. 20 Minuten Intervalls hin bei Dynamikspitzen etwas mehr verzerrt als im restichen Verlauf, möglicherweise etwas subtiles Rumpeln (vornehmlich in den Pausen) hinzufügt, je nach Mediumszustand (Kratzer, Fingerabdrücke, Alter usw.) auch mal knistert oder deutlich (im 1,8 Sekunden Takt) knackt, vielleicht auch (je nach Mediumsqualität) ein gewisses Jaulen einstreut, brummanfällig, kabelkapazitäts- und abschlussimpedanzsensibel ist und anderes mehr...


    Eine sich gebetsmühlenartig wiederholende Diskussion analog oder digital wäre/ist besser bleibt in meinen Augen einfach nur absurd!


    Grüße,

    Winfried

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)
    Ich habe im Biete-Bereich eine wenig gelaufene, revidierte A-77 im Angebot

  • Hallo Volkmar,


    Warum erscheinst Du immer mal wieder so irgendwie unsicher und scheinbar vom Bestreben beseelt, die rein analoge Überlegenheit bestätigt zu bekommen? Höre doch einfach analog weiter, so wie es Dir eben gefällt! Analog klingt super, ist ausgereift usw. was will man mehr?

    Ich überlege.

    Seit ich in meiner konstellation mit Digitalem quasi dieselben guten Aufnahmen hinzaubern kann wie mit meiner Bandmaschine komme ich ins grübeln.

    Ich glaube deshalb immer mehr das an der Digitalen Technik an sich, also an den weltweit kaufbaren Digitalen Tondatenträgern irgendwas nicht stimmt.

    Wie sonst erklärt sich der im vergleich nicht selten unmusiklische, nervende kalte Klang?

    Selber kriege ich doch auch quasi identische Aufnahmen damit hin, auch wenn meine Bandmaschine zugegebenermassen hier noch minimalst besser abschneidet.


    An den Masterbändern wird´s ja wohl nicht liegen, ich kann mir nicht vorstellen das unsere alten Klassiker im Original genauso kühl und oft seltsam steril rüberkommen was ja zbs oft der CD nachgesagt wird, also an der quasi perfekten Auflösung und Dynamik liegts ganz sicher nicht, gerade da punktet ja Digital gegenüber Analogem mit 7 Meilen Stiefeln!


    Und verzerrt und verauscht ist für Dich analog :?:

    Mal was anderes Jürgen,


    Wir machen doch mit unseren Analogen Bausteinen alles um gerade verzerrungen und rauschen auf ein minimum zu bekommen, und da sollen ausgerechnet dieselbigen für den harmonischeren, natürlicher empfundenen Klang verantwortlich sein?


    Da zweifle ich langsam auch dran, aber egal, richtig ist was natürlich, ausgewogen und dem Original klanglich am nächsten empfunden wird:)

    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Hallo Volkmar,


    damit wären wir dann wohl beim wirklichen, ursprünglichen Thema: Welcher (AD bzw.) DA Wandler wandelt richtig und somit "angenehm"? Was ist zu tun umdas zu erreichen oder zu optimieren?
    ...und da ist sie dann wieder: die Aufwandsfrage, sehr ähnlich zu den angeführten Anstrengungen im Analogbereich, eben auf der digitalen Seite.


    Schlechte digitale Aufnahmen (Stichwort: Loudnesswar, hard clipping, Intersampleclipping usw.) wurden ja bereits angeführt und tun sicherlich ihr Übriges zur Verkomplizierung der Situation.


    Grüße,

    Winfried

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)
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  • Und verzerrt und verauscht ist für Dich analog :?:

    Was soll denn so eine Antwort wenn wir hier über hochwertige CD Player schreiben? Hast du überhaupt etwas gelesen? Keiner hat behauptet, daß Vinyl besser klingt wie digital.

    Gibt jawohl auch einiges dazwischen und Verzerrungen und Rauschen sind bei guter Vinylwiedergabe auch kein Thema. Gute CD Player klingen halt ähnlich wie beste analoge Geräte nur eben ohne Eigenrauschen oder Verzerrungen. Einfach natürlich, leicht warm. Nicht spitz oder harsch. Ohne metallische Note billiger Digitalkomponenten und trotzdem richtig frei und räumlich.


    Beste Quellen sind immerhin das Wichtigste in einer Kette . Und wer denkt, daß es nur auf gute Wandler und Filter ankommt, liegt auch auf dem Holzweg.

  • Die sich stets wiederholende Analog-Digital-Diskussion mal außen vor gelassen:

    Ich würde statt einem CDP einen Streamer nehmen und meine CDs auf eine externe Festplatte rippen.

    Vorteil: Keine Mechanik und kein Laser, die verschleißen und einen klangmindernden Einfluss auf die Wiedergabe haben (können).

    Zum Thema analoge vs digitale Wiedergabe ist es mbMn so wie hier schon von einigen gesagt:

    Da gibt es kein Allgemeines besser oder schlechter. Es kommt auf das Setup und die Qualität der Software an.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • ...wenn die Wandler und die Filter gut sind, dann spricht nichts gegen digital...

    Dann muss anscheinend mein uralter Grundig Wandler was taugen:)


    Ist zwar jetzt kein CD Player aber zumindest artverwand:saint:

    Das alte ding spielt seit kurzem nach etlichen DAT Recordern (die übrigens alle gehen mussten) fast meine Masterbandmaschine an die Wand.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • jeder sollte ein paar Wandler und Player haben

    :meld:Bei mir langt ein Wandler und ein CD Laufwerk und die sind auch aus diesem Jahrtausend 8o


    Mit freundlichem Gruß aus der friesischen Karibik


    Jürgen

    "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen"


    Theresia von Avila

  • Höre gerade meinen alten Meridian 208 (von ca 1991) über seinen Fix Ausgang und bin endlich wieder happy beim CD hören. Hatte einige Jahre keine richtige Freunde mehr daran und das trotz wirklich guter externer Wandler an diversen Billigplayern. Der Meridian klingt in meiner Kette sehr klar und trotzdem richtig analog. Baut eine wunderbare Tiefe auf und zeigt viel mehr Details als alle anderen Player welche sonst noch habe. Einen fetten Tascam zb welcher auch warm klingt aber lange nicht so offen wie der alte Meridian spielt

  • Nichts gegen ältere Player.

    Ich erinnere noch gut das Rotel Topgerät, (weiß die Bezeichnung nicht mehr genau, vielleicht einen 981 SE) das ich blöderweise gegen einen Linn getauscht habe. Der Rotel war warm und klangfarbenstark. Der Linn etwas analytischer. Aber rückblickend nicht besser.


    Jetzt kommt es aber...

    Dann habe ich nach einigen Jahren an den Linn einen externen Wandler angeschlossen.

    Was da geliefert wurde war von allem mehr.

    Mehr Details, mehr Rauminformationen, mehr Klangfarben.

    Nach diesem Erlebnis habe ich mich vom Linn getrennt.


    Will sagen, alte Geräte können unglaublich musikalisch klingen. Man sollte aber vielleicht mal aktuelle gute Wandler gegen hören. In der Wandlertechnik hat sich etwas getan im Lauf der Jahre.

  • habe doch noch einen aktuellen Chord DAC welcher zwar noch minimal offener klingt aber insgesamt nicht besser wie der Meridian. Gerade weil er eben etwas analoger abgestimmt ist benötigt man die ganz brutale Offenheit aktueller Topwandler gar nicht. Zumindest ich nicht. Und dann habe ich ja auch noch eine Project Pre Box RS Digital mit schaltbarer Ausgangsstufe. Ganz schön viele DACs und es waren auch schon ein paar andere vorher da :-)

  • Ich erinnere noch gut das Rotel Topgerät, (weiß die Bezeichnung nicht mehr genau, vielleicht einen 981 SE) das ich blöderweise gegen einen Linn getauscht habe

    Rotel RCD 991 AE, mit "HDCD" Wandler, ziemlich ok:thumbup:

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    Theresia von Avila