Kein Abschaltdatum für UKW-Radio mehr!

  • jetzt macht mich mal bitte bloß nicht wuschig...

    keine Sorge, auch ich bin für den Fortbestand von UKW auch gut gerüstet:

    https://www.analog-forum.de/wb…hment/59243-img-2217-jpg/59243-img-2217-jpg


    by the way... what is Stereo? Hab´ich da irgendwas verpasst ?

    hmmm, den räumlichen Klang vielleicht...8)


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

    The post was edited 1 time, last by Eiserner Walti ().

  • Quote

    In Deutsch­land gibt es bisher keine Pläne UKW abzu­schalten. Die KEF will der ARD aller­dings bis 2029 die Mittel aus dem Rund­funk­beitrag derart zusam­menstrei­chen, dass sie sich nur noch die Verbrei­tung über ein Netz leisten kann: Entweder ein gegen­über dem heutigen Stand schlechter ausge­bautes UKW-Netz oder ein gut ausge­bautes DAB+-Netz. Die ARD kann aller­dings durch interne Umschich­tungen vorhan­dene Mittel ander­weitig verteilen, also zum Beispiel auch eine längere Paral­lelver­brei­tung von UKW und DAB+ finan­zieren.

    Die deut­schen Privat­radios wollen zunächst über­haupt keinen UKW-Ausstieg. Eine Migra­tions­phase hin zu digi­talen Über­tragungs­wegen soll laut dem Verband Vaunet erst dann einge­führt werden, wenn die Nutzung von UKW auf unter 10 Prozent gefallen ist.

    Siehe hier, letzter Absatz... https://www.teltarif.de/schwei…lus-radio/news/77302.html

  • Leider hat man bei DVB-T (I und II) versäumt, volle Flächendeckung (zumindest 99%) herzustellen und Bandbreiten für Hörfunk bereit zu stellen. Dann lieber noch ein weiteres Netz (DAB). Da wird dann in der Tat das Argument, UKW sei zu teuer, recht fragwürdig. Immerhin wird aus Mitteln der Digitalen Dividende II der Breitbandausbau auch in der Fläche gefördert. Auch eine flächendeckende Internet-Infrastruktur könnte möglicherweise die Rundfunkversorgung sicherstellen.


    BG Konrad

    In Österreich nutzt der ORF DVB-T zur Verbreitung seiner Hörfunkprogramme. DAB hingegen nutzt er nicht. Auch in Großbritanien wird Rundfunk trotz DAB auch via DVB-T übertragen.

  • Und nur um mal ein Vorstellung von den allein bis 2016 bereits durch DAB+ veursachten und im Falle einer Fortsetzung noch folgenden Kosten zu bekommen, ein weitsichtiger FAZ-Artikel aus nämlichem Jahr.

    "Umstellung von UKW auf DAB+ extrem teuer." klick


    Wird die Sinnhaftigkeit des den zahlenden Hören einfach aufoktroyierten Wahnsinns jetzt zum Glück zunehmend in Frage gestellt, kriegt bei solchen auf dem Spiel stehenden Summen natürlich mancher Profiteur Schnappatmung.

    Hang 'em high,

    Lutzi

    The post was edited 4 times, last by audiowala ().

  • Es wird schon seine guten Gründe gehabt haben, dass man in Deutschland ein weiteres Netz errichtet.;)

    Dummheit, Unwissenheit und natürlich monetäre Interessen. Die Russen testen gerade DRM+, welches Huckepack mit der bestehenden UKW-Frequenz übertragen wird. Aber wir haben uns ja bereits für DAB+ entschieden und nicht nur DVB-T/T2 zur Radioübertragung links liegen gelassen, sondern auch DRM beendet, obwohl dieses System sogar in den AM-Frequenzbändern anwendbar ist.

  • Stimmt !

    Ich höre täglich DRM und zwar BBC World Service auf 3955 kHz, also im 75m Band. Sender Wooferton.


    Das klappt grundsätzlich ganz hervorragend, deckt aber auch die generelle Schwäche dieses Systems auf. Sobald die inhärent vorkommenden Fadingeffekte wichtige Signallinien treffen, stoppt die Fehlerkorrektur die Audiowiedergabe und der Sender mutet. Da sind mir eigentlich die reinen AM-Sender lieber, da rauscht's dann halt, man kann aber die Sendung noch verstehen.


    Die nur 10 kHz nebendran liegende Frequenz von RFI (Radio France International) kann ich nur seltenst empfangen, obwohl (oder gerade weil) ich noch näher dran bin. Sender ist Issodun.


    Stay tuned

    Ralph

  • Und nur um mal ein Vorstellung von den allein bis 2016 bereits durch DAB+ veursachten und im Falle einer Fortsetzung noch folgenden Kosten zu bekommen, ein weitsichtiger FAZ-Artikel aus nämlichem Jahr.

    "Umstellung von UKW auf DAB+ extrem teuer." klick

    Dann schauen wir doch mal, was da steht:

    https://www.faz.net/aktuell/fe…nt-nicht-14178774-p2.html

    Zitat: Die Umstellung von UKW auf DAB+ ist extrem teuer. Rund hundert Millionen Euro wurden seit 2011 investiert. Für den weiteren Ausbau soll die ARD in der Beitragsperiode von 2017 bis 2020 weitere 89,4 Millionen Euro ausgeben können und das Deutschlandradio 63,6 Millionen Euro. So steht es im 20. Bericht der Kef, der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (F.A.Z. vom 14. April). Die Gesamtkosten des Umstiegs schätzt die Kef bei einer Abschaltung von UKW im Jahr 2025 auf rund 585 Millionen Euro für ARD und Deutschlandradio.



    Dann teilen wir doch mal die 585 Millionen Euro durch die ca. 38,7 Millionen Haushalte [1], und erhalten als Ergebnis die unglaubliche Summe von 15,12 Euro.

    Nochmal: 15,12 Euro! Und das nicht je Monat oder Jahr, sondern für den Zeitraum von 2011 bis 2025.

    Das macht dann pro Jahr 1,08 Euro, oder 9 Cent pro Monat.


    Auf die Revolution der Bevölkerung wegen 9 Cent bin ich mal gespannt.



    Viele Grüße


    528


    [1] https://de.statista.com/statis…v-empfang-in-deutschland/

  • ..ich zahl sowieso im Quartal;)


    Spaß beiseite leute.

    Hier gehts doch auch schlicht um die Abschaffung eines der letzten selbst in Kriesen und Kriegszeiten zu 100% funktionierenden Übertragungs und Informationsweges.

    Schiess mal so nen Satelliten ab, dann ist unser gesamtes auf Nullen und Einsen aufgebautes Digitales Komunikationssystem Mausetot, einschliesslich aller Medien welche übrigens zu einer Informationspflicht rund um die Uhr den Bürgern gegenüber verpflichtet sind!


    Meine Gebühren kriegen die für ihren Digitalen Ausbau jedenfalls nicht, eher meld ich mich bei den Rundfunkgebühren ab!

    Zwangsgebühren zahl ich auch nicht, da sollen sie mich von mir aus auf im Haus spielende Radios mit ihren komischen Radar Autos ausspionieren:thumbdown:


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufen -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • Dann schauen wir doch mal, was da steht:

    [...]

    585 Millionen Euro


    Absichtlich gar nicht richtig geschaut, oder was ist hiermit?


    "Weitere rund fünfhundert Millionen Euro für den Parallelbetrieb Simulcast kämen für den privaten Rundfunk hinzu, [...]. Wir reden also von Umstellungskosten von möglicherweise mehr als einer Milliarde Euro. Wirtschaftlich ist das nicht darstellbar. Die meisten privaten Rundfunkanbieter sehen kein Geschäftsmodell, das es ermöglichen würde, die Zusatzkosten eines Simulcast zu refinanzieren. Deshalb werden schon staatliche Hilfen für die privaten Anbieter gefordert. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk kann die Umstellung finanzieren, wenn die Beitragszahler ihm dafür Geld geben." (zit FAZ ebd. bold, d.V.)


    Mal abgesehen davon, selbst wenn es "nur" die Hälfte oder weniger, trotzdem immer viel-zu-viel wären. Und schätzungsweise wird wie so oft bei solchen Schätzungen ja dann sowieso eher nochmal in Richtung ein Vielfaches.


    Nur einen einzigen Cent von jedem Bundesbürger für einen siechen Krächzvogel wie DAB+ und damit für das unberechtigte Ende einer über Jahrzehnte technisch bewährten Radiokultur, die das tägliche Leben so vieler (siehe Beitrag Tomfritz) Menschen seit Jahrzehnten in hervorragender Klangqualität bereichert, wären immer noch eine bodenlose Frechheit, ein ebensolches Fass und mehr als 2 Cent zu viel.

    Weitaus mehr als die absolute Mehrheit will kein DAB+, hat DAB+ nie gewollt und wird DAB+ auch in Zukunft nicht wollen. Weil man die Leute dauerhaft auch gar nicht zwingen kann, Nichtewolltes zu wollen. Und werden es sich deshalb egal wie sich Lobbyisten noch abstrampeln auch mit Hilfe der Automobilindustrie nicht 'aufwollen' lassen.


    Sondern sehr bald selbstständig ohne aufgedrängtes Zwangsradio zum Abgewöhnen erkennen, wie wunderbar es sich mit UKW+ = Internet an Bord fährt/ hört.


    Das Bessere aus beiden Welten, analog wie digital, ist dem DAB+.sein Tod.

    Hang 'em high,

    Lutzi

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  • Absichtlich gar nicht richtig geschaut, oder was ist hiermit?


    "Weitere rund fünfhundert Millionen Euro für den Parallelbetrieb Simulcast kämen für den privaten Rundfunk hinzu, [...].

    Der private Rundfunk bekommt kein Geld aus dem Rundfunkbeitrag. Aber selbst wenn das so sein sollte, wären es dann 18 Cent.

    Gähn!



    Nur einen einzigen Cent von jedem Bundesbürger für einen siechen Krächzvogel wie DAB+ und damit für Zerstörung einer über Jahrzehnte bewährten Radiokultur, die das tägliche Leben so vieler (siehe Beitrag Tomfritz) Menschen seit Jahrzehnten in hervorragender Klangqualität bereichert, wären immer noch eine Frechheit und mehr als 2 Cent zu viel.

    Der private Dudelfunk hat die Radiokultur mehr zerstört als es DAB+ je könnte. Auch ist es der private Rundfunk, der das Soundprocessing u.a. mit Optimod in Deutschland eingeführt hat. Er ist also hauptsächlich für den heutigen Soundmatsch auf UKW verantwortlich.

    Welche Sender bieten denn "hervorragende Klangqualität" auf UKW?



    Viele Grüße


    528

  • Wenn du sagen wir mal optimistisch > 100 Freunde haben solltest und mir bis morgen für jeden 18 Cent überweist, was ja für nicht mehr ein Klacks sein sollte, mache ich mir vielleicht sogar die Mühe auf das müde Gegengefrage zu antworten.

    Mal Hand auf's Herz: das ist doch Kokoleres.

    Ansonsten Gegen-Gegenfrage: welche Sender auf DAB+ klingen am wenigsten miserabel? Nimm diese, setze gerne ein paar Rauscheffekte ein, aber verfielfache die Bitrate, dann vergleichen wir gerne mal im problematischeren UKW-Frequenzbereichen.


    :24:

    Hang 'em high,

    Lutzi

    The post was edited 3 times, last by audiowala ().

  • Weil, wie gerade gemerkt, etwas missverständlich formuliert, wollte im vorigen Beitrag keinesfalls insinuiert haben, dass du nicht so viele Freunde haben kannst, wie käme ich auch dazu; Optimistisch hinsichtlich der nicht unlukrativen Aufstockung meines Kontos war natürlich gemeint. Kostet dich außer müden 18 Cents eventuell für die Überweisung noch die Herausgabe eines Namens. ;)

    Hang 'em high,

    Lutzi

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  • Schiess mal so nen Satelliten ab, dann ist unser gesamtes auf Nullen und Einsen aufgebautes Digitales Komunikationssystem Mausetot

    Das geht heutzutage viel einfacher. Satellit Hotbird wurde bereits erfolgreich aus dem arabischen Raum gestört.