Frage zu LENCO L75

  • Ich habe da einen Lenco L75 geschenkt bekommen mit einem AT 95 so ein Laubfroschgrünes System mit einer Nadel dran. Kann ich mit diesem Plattenspieler
    ,da er ja ein Reibrad hat auch meine Bach Cembalowerke hören, oder ist der nur für Hävy Medal?
    Kann man den Tonarm tunen(z. B. durch Austausch der Lagerung?



    Gruß



    Peter ?(

  • Hallo und Gratulation zum L75. Der Plattenspieler ist einer der sehr guten, wenn er denn auch noch richtig tut. Unter anderem kann das Reibrad abgenutzt sein und was häufig vorkommt: das Lager des Tonarms ist zerbröselt. Dies findest du leicht heraus, wenn du mal leicht den Tonarm versuchst hin und her zu bewegen. Er sollte nicht allzuviel Spiel haben.


    Das AT95 ist für den Lenco gar kein schlechter Tonabnehmer. Gibt zwar besseres, aber für den Anfang genügt es sicher. Man kann entweder noch 2 Stufen höher gehen bei den AT Abnehmern, oder aber auf Shure oder Denon Tonabnehmer umsteigen. Shure sind eher druckvoll (betonter Bassbereich), dafür geeignet für Pop, Hip Hop... der Denon ist vor allem für Jazz gedacht aber auch für Klassik. Beim Denon ist ein guter Vorverstärker notwendig, vor allem beim DL 103.


    Am Tonarm kann man nicht viel machen. Er ist nur Mittelklasse. Ersetzen könnte man ihn durch einen Rega Tonarm. Natürlich kann man das Lager ersetzen, wenn es nicht mehr gut ist.


    Auf jeden Fall ist der Lenco nicht für Hevay Metal gedacht. Es ist ein Hi-Fi Plattenspieler, der einfach grundsätzlich relativ viel Bass mitbringt.

  • Hallo Peter,


    Der Lenco kann so richtig aufgewertet werden, wie ein klassischer Thorens. Nur bei der Auswahl eines Tonarms is man etwas eingeschrenkt.


    Einen guten Link gibt es hier: http://forum.audiogon.com/cgi-…udg&1082337040&read&3&4&5


    Überigens, der hier im Forum diskutierte RS Labs RS A1 geht auch: (L75 Chassis, modifiziert)



    MfG, Ton

    Viele Grüße, Tony

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    Dit is een lied over een plant, een groene plant, een mooie plant ...

  • Hallo
    "Am Tonarm kann man nicht viel machen. Er ist nur Mittelklasse. Ersetzen könnte man ihn durch einen Rega Tonarm. Natürlich kann man das Lager ersetzen, wenn es nicht mehr gut ist."


    Ich würde nicht immer so schnell mit Beurteilungen sein. Mit dem Tonarm kann man auch sehr gut zufrieden werden. Das Auswechseln eines Tonarms ist immer eine Kostenfrage. Ich weiss zwar nicht wieviel obermatt bereit ist reinzustecken aber da kommen schnell mal 400€ zusammen. Und ob man dann nach getaner Arbeit mit einem gebrauchten 20€ System weiterhören möchte kann ich mir auch nicht vorstellen. Also sollte man nochmal etwas für das System auf die Seite legen. (wobei das AT95E für sein Preis sicher nicht schlecht ist).


    erstmal klein anfangen:
    Am Tonarm des Lencos sollten die Lagergummis des Schneidelagers nachgeschaut werden. Zu dem Thema findest du einiges hier im Forum. Probier mal die Suchfunktion aus....
    Falls die Lagergummis ausgehärtet und zerbröselt sind kann man die sehr günstig selber schnitzen und auswechseln.


    Als nächstes kann man wie Sovebamse schon sagte, das Reibrad nachkontrollieren. Da gibts auch Methoden das wieder einigermasen rund zu kriegen fals nötig.


    Aber erstmal eins nach dem anderen



    Gruss
    Chris

  • Hallo Jo,


    Prima Foto!


    Deine neue "Gerätebase" hat eine ästetisch schöne Formgebung.
    Man erkennt sofort: es ist High-End! :D
    Gut für (d)ein Thorens, bringt Ruhe in das Klangbild.


    MfG, Ton

    Viele Grüße, Tony

    ______________________________________________________

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  • Hallo zusammen,


    also wies der Zufall so will:


    Ich war heute Mittag in der Mittagspause in meinem Lieblingladen in Ludwigshafen " Die Box" Gebrauchte HiFi Geräte und jede Menge Schallplatten.
    Stöber dort ca. eine halbe Stiunde und bring Meine Platten an die Kasse und da hör mit halbem Ohr jemanden über eine Lenco L 75 sprechen und dann noch über das AAA Forum...
    Die Welt ist doch klein.
    Wir unterhalten uns wohl 15 Minuten über dieses und jenes über Röhrenvertsärker und Plattenspieler unter anderem auch über den L 75.


    Also der Peter hat da ganz absichtlich etwas "sehr trivial" gefragt, wohl in der Absicht um zu sehen, was da aus dem Forum so kommt.
    Er hat nämlich auch noch ein Paar "Thorense" und so einiges anderes "gebunkert".
    Ich denke es wäre recht schön, wenn hier die Leute mit L 75 Erfahrung mal etwas "Coaching" geben würden, um den Peter in die Lage zu versetzen sein Schätzchen dahin zu bringen alles was möglich ist rauszuholen.
    Selbst diesen "Mittelklklassearm" am L 75 muss man nich gleich ersetzen, sodern kann ihn, wie Telium das vorgeschlagen hat, erst mal durchchecken und in Ordnung bringen.


    Peter ich würde Dir folgendes vorschlagen:


    Wenn des Gerät mechanich i.O. ist (Reibrad, Lagergummis)


    1. Untersuche mal die Nadel Deines AT 95 unter dem Mikroskop, ob sie noch OK ist.


    2. Prüfe, ob der Überhang des Systems stimmt und wies mit den Nulldurchgängen steht.
    -> Gibt es eine Lenco spezifische Justierschablone ?
    -> Wie viele Nulldurchgänge hat der Arm 1 oder 2 ?
    -> wo sind die ?
    -> wo findet sich eine Betriebsanleitung im www ?


    3. Schau, ob Deine Tonarmhöhe an das System angepasst ist . (Arm sollte mit Platte parallel stehen)


    4. Checke ob der Azimuth des Tonkopfes stimmt (Nadel muss von vorn gesehen senkrecht stehen)
    -> das lässt sich mit einer Monop Platte schön prufen,
    wenn man am Verstärker Stereo und Mono umschaltet. Da sollte kein Unterschied im Raumeindruck sein)


    3. Besorg Dir ein ordentliches Kabel zu Deinen VV und 2 vernünftige Stecker.


    Stell ihn absolut im Wasser auf, auf einer soliden Unterlage.


    Wenn das alles gemacht ist, sollte er recht ordentlich spielen.


    Wenn Du dann noch Lust und Laune hast, denk über ein anderes TA System nach.


    Dabei solltest Du im Auge behalten, dass der Tonarm eine recht hohe beweste Masse hat (ca.25 g ??).
    Das macht aber nichts, Studio Plattenspieler hatten / haben das auch.
    Du solltest Dir ein entsprechendes System aussuchen , das von der Compliance (Nadelnachiebigkeit) her passt.


    Die Nadelnachgiebigkeit und die bewegte Masse des Systems, sowie das Systemgewicht + Schhraubengewicht bestimmen nämlich die Resonazfrequenz des Tonarms. Diese kann man auch theoretisch berechnen. (sollte optimalerweise zwischen ca. 8 und 12 Hz liegen)
    Wenn Du da einsteigen willst, sag bescheid.


    Die "Klassifizierungen" von Sovabamse kann ich nicht ganz teilen, aber das ist wie vieles sicher Ansichtssache.


    Ich denke wir finden für diesen Plattenspieler ein preisgünstiges "Universalsystem", das Dich eine ganze Zeit lang zu Frieden stellen kann.
    Natürlich kannst Du auch mit den Systemen experimentieren, die Du schon hast. Du sagtest Du hättest noch ein Denon. welches ist das ?


    Viele Grüße,


    Udo (DL 8WP)

  • Könntest du deine "andere" Ansicht der Dinge vielleicht noch schildern? Wäre sehr froh, da ich meinen Text auf andere Aussagen beziehe, nicht auf eigene Erfahrungen. Bis jetzt wurde mir dieses Bild von den Shure- bzw. Denon-Tonabnehmern vermittelt.

  • Hanoi,




    @ Udo (DL 8 WP)



    zu 1: einfach entsorgen, besser ist das....aber dies ist meine rein persönliche Ansicht ....


    zu 2: Justierschablone und Anleitung: "Please measure the distance from point B to point C to ensure the gauge is scaled correctly after printing - resize if neccasary"
    Quelle: http://www.nakedresource.com
    Hier gibt es auch prima Einstellschablonen....
    Zur Thematik der Anzahl der Nulldurchgänge möchte ich mich bewußt nicht äußern....


    Lagergümmelis gibt´s hier (Achtung, Schleichwerbung!) Selber schnitzen ist out, zumindest bei diesen Preisen (incl. Porto!).


    Ich entsinne mich dunkel, vor rund 20 Jahren wurden bereits 20,-DM für dieses Ersatzteil verlangt.



    LG,


    Carsten

  • Guten Morgen,


    einen sehr schönen Einstieg in die Welt der Lenco Fans bietet freeks (hier im Forum) Seite,


    http://members.home.nl/fmunniksma/lencol78.htm


    Beachtenswert sind auch die Links, man kann stundenlang lesen und bekommt schon den Mund wäßrig gemacht, sich selbst mal daran zu machen, so einen Plattenspieler herzurichten.


    Ich selbst bin mit zwei 75ern beschäftigt, rumpeln vom Reibrad oder Lager oder Motor ist nicht zu hören, die Originaltonarme sind aber raus, daher kann ich nichts zu den Qualitäten des Lencoarms sagen, Klassik höre ich aber sowieso nicht.


    Beste Grüße,
    Christoph

  • Also ich habe den Lenco in eine Multiplexzarge ca
    10cm hoch eingebaut und einen Ortofontonarm (steht jedenfalls drauf) eingebaut-massiv außer dem Motor der ist frei eine Riesensauerei mit der Oberfräse-das Ding ist super mehr Plattenspieler braucht kein Mensch PS der 124 er ist eigentlich der schlechteste Reibradler da kannste machen was de willst der rumpelt immer mehr als der Lenco.Ich muß ja auch nicht neidisch sein ich hab Sie ja alle zuhause Lenco,
    Garrard301 Thorens124 166 und bla und blub.
    Meine Erfahrungen sind durchweg excellent mit dem Lenco. Wenn ich mal ne digicam besitze stell ich mal ein Bild rein(wenn ichs schaffe).


    Laßt es rumpeln.Der Lenco fräst alles aus der Rille bis nichts mehr da ist.


    Gruß


    Peter

  • "Der Lenco fräst alles aus der Rille bis nichts mehr da ist."
    das ist aber schade...;) wenigestens bleibt einem das Aufräumen der Platte erspart.


    Chris

  • Hallo ihr Rhein-Neckar-Dreieckler (Udo & Peter Odermatt),
    da haben wir ja scheinbar eine gemeinsamen Anlaufpunkt in Atze Bohrmann's Laden (Die Box).


    Peter, bist du derjenige, dem ich mal Schaltpläne für die Audio Alchemy DDE 3.0 geschickt habe? Wir haben uns auch mal bei Peter Winkler in MA auf dem von Atze organisierten Stammtisch getroffen.

    Wie ist das nu mit deinem Lenco L75? Auf den ersten Blick hörte es sich so an, als hättest Du wenig Ahnung von dem Teil. Nu sieht es so aus als hättest Du einen voll aufgemotzten mit fetter Zarge.


    Mich würde auch interessieren, ob so ein Reibradler nicht nur für Musik taugt, der ein gewisser Anschub gut tut. Also Rock , Blues usw.


    Die Lencos kenne ich nur von Plattenwaschmaschinen. Aus einem L78 habe ich meine und aus einem L75 eine zweite Maschine im "Lohnauftrag" gebaut. In Reserve habe ich noch einen L72(? hat eine anderen Arm) und einen Motor.


    Wir könnte uns ja mal wieder beim Stammtisch (Ist der noch bei Peter Winkler?) treffen. Udo wie sieht's bei dir aus?


    Tschau,
    Frank Gales
    Speyer

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Hallo Frank,
    der Stammtisch ist abwechselnd in LU bei Mario neben Atzes Laden ab 19:00 und bei Peter im Uhland.


    Ich geh jetzt gleich los nach LU zu Mario da ist das heute. Ja Du hast mir auch so l'audiophile Klamotten mal geschickt. So 30 Jahre HIFI die prägen halt. Ich muß mich da immer etwas bremsen auf solchen Treffen.
    Der LENCO ist definitiv der beste von allen und der Tonarm muß runter, Du solltest keinen LENCO als Waschmaschine umfunktionieren. Geh in den lencoheaven und mach das was die Leute dort als Zarge vorschreiben funktioniert immer. Haben wir schon vor Jahren mit TD125 gemacht hatten allerdings die Zarge mit Quarzsand gefüllt geht bei so
    alten Drehern auch immer.


    Die lencos sind gebraucht meist auch in besserem Zustand und noch billig den TD124 der mir verkauft wurde war definitiv ein Scheißhaufen, leider merkt man das nicht gleich. meist ist da auch der Magnet
    für die wIRBELSTROMBREMSE FLAU-AUCH DIE DIE DU VON SO gURUS ANGEBOTEN BEKOMMST:


    mAN kann mit dem Lenco jede Art von Musik hören-
    wir haben das Ding mit billigen und teurern Systemen und gegen micros gehört(500/1000/1500) usw.
    Habe einfach mal gepostet um zu sehen was da so kommt.
    Ich persönlich bin bei so Mods Multiplex fetischist-kann jeder machen wie er will.


    Ich würde an deiner stelle den Lenco mal hotrodden.
    und sehen wie er sich schlägt.



    Du kannst dich ja mal melden meine mail ist odermatt@odermatt.de


    P.S. Ich hab aber ein wirkliches Problem.Vielleicht kann mir jemand aus dem Forum da wirklich behilflich sein. Mein Lautsprecher funzt nicht hat viel Geld gekostet und geht nicht zusammen spielt der Bass spielt alleine das Mitteltonhorn auch (38er Bass von Manufaktur ich denke der hat mir ein Carhifichassis angedreht, Fostex Holzhorn mit RCF treiber HT CP21 von Beyma ich krieg das nicht in den Griff) Vor allem der Bass klingt einfach zum kotzen hab mich auf die Volumenangaben vom Hersteller verlassen. Jetzt mußte ich Qts messen etc und habe selbst mal ein bisschen gerechnet und der Bass braucht >>200l(abgeschätzt)und nicht wie angegeben 120 ltr.

  • Hallo zusammen,


    freut mich, dass wir in diesen Thread jetzt doch noch Substanz hinein bekommen. Vielen Dank an alle, die die schönen Lenco Informationen gepostet haben.


    Möchte das jetzt gerne der Reihe nach machen:


    @ Sovabamse:


    ---------------------------------------------------------------------------Das AT95 ist für den Lenco gar kein schlechter Tonabnehmer. Gibt zwar besseres, aber für den Anfang genügt es sicher. Man kann entweder noch 2 Stufen höher gehen bei den AT Abnehmern, oder aber auf Shure oder Denon Tonabnehmer umsteigen. Shure sind eher druckvoll (betonter Bassbereich), dafür geeignet für Pop, Hip Hop... der Denon ist vor allem für Jazz gedacht aber auch für Klassik. Beim Denon ist ein guter Vorverstärker notwendig, vor allem beim DL 103.


    Am Tonarm kann man nicht viel machen. Er ist nur Mittelklasse. Ersetzen könnte man ihn durch einen Rega Tonarm. Natürlich kann man das Lager ersetzen, wenn es nicht mehr gut ist.


    Auf jeden Fall ist der Lenco nicht für Hevay Metal gedacht. Es ist ein Hi-Fi Plattenspieler, der einfach grundsätzlich relativ viel Bass mitbringt.


    ---------------------------------------------------------------------------


    Also was ich mit meinem Kommentar meinte:


    Der Arm des L 75 ist relativ schwer. Seine Lager und die "elastische Aufhängung" des Gegengewichts mit dem Draht machen ihn sicher nicht zum "Superarm".
    Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass der Lenco Tonarm eine bewegte Masse von 25 g hat .
    (Falls es einer genau weiss, bitte hier posten)
    Wenn ich davon ausgehe, und die Formel zur Berechnung der Tonarmresonanz verwende



    ergibt sich für mich die Notwendigkeit ein TA System zu wählen, das eine Compliance um 10 bis 12 mm / N hat. Damit ergib sich eine Resonazfrequenz zwischen 8 bis 10 Hz, die man anstreben sollte.
    DAs wäre für mich zunächst mal der Ausgangspunkt.


    Anhand dieser Überlegungen würde ich jetzt versuchen mir ein System auszusuchen.
    (Der L 75 wurde zu Zeiten gebaaut als man mit Schallplatten nochpfleglich umging und ist und sollte m.A.n. sicher nich im Disco Betrieb mit scratchen u Ä. Missetaten verheizt werden).


    In dieser Compliance Klasse finden sich einige wenige MM Systeme, die diese Werte aufweisen.
    Da gabs mal ein Shure M44 (mit Compliance um 8 mm/N) und ich glaube einige alte Stantons. Das sind aber alles Systeme, die nicht unbedingt zur Spitzenklase gehören. Diese Systeme verzerren bei schnell geschnittenen Passagen und bieten keine optimale Hochtonwiedergabe.
    Da wäre dann ev. noch die Überlöegung ein MC System einzusetzen. Da wäre man qualitativ auf jeden Fall besser bedient, muss aber einen entsprechend fähigen MC VV haben.
    Hier findet man einiige Kandidaten, die auch audiophilen Ansprüchen gerecht werden.


    Auch würde ich die Aussage von Sovabamse nicht gern unterschreiben wollen


    "Shure sind eher druckvoll (betonter Bassbereich), dafür geeignet für Pop, Hip Hop... der Denon ist vor allem für Jazz gedacht aber auch für Klassik."


    Bei Shure z. B. gibts es eine ganze Reihe von verschiedenen Systemen di ganz hervorragend und sehr ausgeglichen spielen. (V15 Reihe, M 97...) Nur hbane die eine nicht optimale Compliance für diesen Arm...
    Wenn man eine Justage der Armhöhe vornimmt, kann man einiges (an Bass- oder Höhentendenz) verändern. Ebenso spielt die Tellermatte eine nicht zu unterschätzende Rolle (Gummi, Leder, Filz, Kork, Ringmat - experimentiert mal mit sowas, das kostet nicht viel und bringt verblüffende Effekte. (Habe gestern von LuLue eine Ringmat bekommen und Bauklötze gestaunt, was die auf meinem Revox B 795 gebracht hat )
    Danach wäre noch das Thema Zarge und die Aufstellung zu erwähnen.
    Daher wäre ich persönlich mit so generellen Aussagen zur Tonalität eher sehr vorsichtig. Man sollte aber versuchen, dabei aber systematisch vorzugehen.


    Uglyripper, Carawu und Brozartur haben einige ganz tolle links aufgezeigt.


    Zumindest ist jetzt mal die Überhangschablone da.
    Frage an die Experten:


    Wo liegen die Nulldurchgänge bei diesem Arm ?
    und wie hoch ist die tatsächliche effektive Masse des Arms ?


    Ich frage deshalb so genau, wiel ich jetzt etwas auf den Geschmack gekommen bin mit einem "Reibradler" zu experimentierren.
    Ich habe nämlich diesen hier noch im Keller stehen...



    und den hier hätte ich ggf auch noch frei zum Umbau



    Der stammt aus meinem TD 125 -II und ist ein alter TP 16 (MK I). Effektive Masse 16,5 g.


    Damit käme ich auch in den Bereich wo ich ein schönes Shure V 15 von der Compliance her fahren könnte....


    Hat diesen Arm schon mal jemand auf den L 75 / L78 gebaut ?


    @ Frank Gales


    Ich würde mich freuen einmal zu einem Stammtisch zu kommen, ich arbeite in Ludwigshafen und hätte keine Probleme mich da mit Euch irgendwo zu treffen.
    Fände ich Klasse. Auch mit Peter würde ich gern über sen Lautsprecherprojekt diskutieren.
    Übrigens habe ich Dir auf Deine Mail geantwortet. Hast Du meine Antwort nicht bekommen ?


    So das war mal wieder ein Riesen Monolog.
    Schluss jetzt.


    Viele Grüße,


    Udo (DL 8 WP)

  • Hallo Udo,


    BRAVO !


    Dein Beitrag gefällt mir sehr und hat sicher Beifall verdient !


    Viele Deiner Ansätze kann ich nachvollziehen.


    Bei der Auswahl eines -geeigneten- Tonarms muß man allerdings sehr vorsichtig sein, da der Teller der Lencos sehr tief liegt.
    Der gewählte Arm muß sich in der Höhe sehr weit nach unten verstellen lassen.
    Bischen was ist mit der Mattendicke und auch mit Distanzstücken im Headshell auszugleichen, aber die durch den Lenco vorgegebenen Maße machen es einem schon schwer.
    Nicht zuletzt, wenn man den Tonarmlift in seiner Funktion erhalten will.


    Manche sägen das Chassis des Lenco im Bereich des Tonarms weg, um mit eigenen Boardkonstruktionen auch in den Maßen abweichende Tonarme einbauen zu können. Ist eine Lösung, allerdings etwas drastisch.


    Bitte berichte weiter!


    Beste Grüße,
    Christoph

  • Hallo,


    also an einem Stammtisch hier in der Gegend hätte ich auch interesse! Sagt mir Bescheid, wenn der nächste Termin ansteht. Den Laden in LU kannte ich noch nicht - werde mal sehen was ihr übrig gelassen habt :D


    Das mit dem tiefen Teller kann ich bestätigen. Ich suche bei meiner letzten Bastelarbeit noch nach den fehlenden Millimetern. Wenn ich die schöne Moosgummiauflage vom Lift wegnehme :( schaffe ich es vielleicht. Oder ich muss doch ein Loch bohren..




    Die Zarge ist sicher bekannt, bis vor 2 Wochen lief da noch der Originalarm. Dank dem Link, werde ich ihn demnächst auf einem Laufwerk wieder einsetzen.


    Den AS-212 habe ich gewählt, weil er vom Abstand her in das Originalloch passt. Der TP-16 stand übrigends auch ganz oben auf der Liste. Ich habe für ihn aber keine Befestigungsbasis, die vom TD-160 ist nur sehr schlecht zu adaptieren.Wer etwas entsprechendes übrig hat oder bauen kann, möge sich bitte bei mir melden! Wieso der TP-16 mit 16 gr. für das V15 geeignet sein soll, erschließt sich mir aber nicht. Ich hätte das System eher in leichteren Armen gesehen .


    Viele Grüße aus Hockenheim!


    Wolf

    Hört gerade mit Braun PCS-52 an Braun Regie 510 Receiver...

  • Stimmt.
    Wenn man mal bei V 15 III wie beim IV auch von einer Compliance von 32 ausgeht und das Gewicht des Systems bei knapp 6,5g (ebenfalls wie beim IV) ansiedelt, dann kommt laut der Formel eine Resonanzfrequenz von ca. 5,8 raus, also nicht gerade optimal.


    Cheers, Holger