Diskreter Spannungsregler für Vorverstärkernetzteil

  • Hallo,




    beim Ausmisten meines Rechners bin ich auf diesen Schaltplan gestoßen







    Diesen wollte ich eigentlich mal für ein neues NT für meine Audiolabor Vorstufe benutzen.




    Wie das nunmal so ist, kam irgendwann mal das ein oder andere Projekt dazwischen.
    Da ich nun wieder Zeit habe wollt ich mich wieder mal daran versuchen.




    Leider Zeigt der SChaltplan nur die Spannungsregelung für die Positive Seite.
    Nun brauche ich doch etwas Hilfe ;)
    -Wie muss denn die Bestückung für die Negative Seite aussehen?




    -Wie schauts mit der Dimensionierung für 2x 15 V Ua aus?




    -Als Trafo wollte ich einen bereits vorhandenen hernehmen (2x18V 50 VA) sollte für den Audiolabor Flink reichen oder?
    Über Hilfe wäre ich wirklich sehr dankbar.




    Gruß




    Thomas

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  • Hi Dude,
    wenn ich den Bild sehen bekomm ich irgendwie Lust auf einen White Russian;)
    Die Schaltpläne hab ich, die Netzteile sind aber nicht wirklich das gelbe vom Ei, deshalb kommt sowieso nur ein Selbstbau in Frage, und wenn ich gleich dabei bin, warum nicht mal was anderes ;)
    Danke trotzdem.
    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,
    die Transistoren müssen durch ihre Komplementärtypen ersetzt werden. Wenn man das obige Schaltbild spiegelbildlich aufzumalen beginnt, also 0V-Schiene oben, wird es leichter, dies zu rekonstruieren. Polarität der Elkos beachten, der Dioden und Z-Diode ebenso.


    Gruß Eberhard


    P.S.: es gibt heutzutage natürlich integrierte Spannungsregler, die auch sehr gut arbeiten. Z.B. LM317 und 327, welche hochwertiger sein sollen als die üblicheren Festspannungsregler 78xx und 79xx.


    edit: Hier kannst Du einiges dazu nachlesen...

    Viele Grüße
    Eberhard

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    Die Menschen verhalten sich heutzutage auf der Erde wie in einem Spiel, in dem sie die Spielanleitung verloren haben.

    ( Christina von Dreien )

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  • Quote

    Z.B. LM317 und 327,


    LM317/337 sind auch nicht mehr wirklich modern, aber dafür schön billig.
    Z.B. LT1085/1185 sind sog. low-drop Typen, die deutlich weniger Spannungsreserve zum Regeln brauchen als 317/337. Dafür kosten sie deutlich mehr.


    Gruss,
    Dieter.

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.


    Da LiTe is out 4ever - please stand by! ;)F.A.T. BESTELLTHREAD

  • Ja Dieter,
    da hast Du recht. Gerade die Low-Drop-Geschichte spielt natürlich eine wirklich große Rolle, wenn man ein unstabilisiertes Konzept nachträglich in ein stabilisiertes umstricken möchte, ohne zuviel von den ursprünglichen Betriebsspannungen wegzugeraten. Bei Vorstufenschaltungen zum Glück eher selten ein Problem.


    [OT] Btw. tue ich mich immer etwas schwer, einzuschätzen, welche Halbleiter die modernsten/zeitgemäßesten sind. Aktuell z.B. bei der Auswahl des geeignetsten Single-Supply-OP, der sich am Ausgang bis auf Null Volt heruntersteuern läßt (kann ein 741 natürlich nicht, LT1006 lt. Datenblatt zumindest bis auf wenige mV -- aber bis ich das recherchiert hatte...). [/OT]


    Gruß Eberhard

    Viele Grüße
    Eberhard

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    ( Christina von Dreien )

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  • Walt Jung Reg ist im Endeffekt wieder mit den üblichen Dreibeinern, dat kenn ich ja schon ;) wollts halt mal diskret versuchen.
    Jau Deff, das hab ich mir schon zu gemüte geführt, vorallem das mit der Brummsiebung. Ich werd mal schaun ob ich die Seite für den diskreten noch irgendwo finde, da wars erklärt warum der diskrete Aufbau so interessant war, ich bekomms aber aus dem Kopf nicht mehr zusammen ;)
    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,
    zugegeben, die Vorschläge waren etwas am Thema vorbei, da Du ja gesagt hattest, daß Du diskret bauen möchtest - und warum auch nicht.
    Eine relativ simple, aber effektive Methode ist noch der Aufbau einer Gyrator-Schaltung, wie sie HIER beschrieben ist. Ich werde aber noch mal ein wenig recherchieren, welche Schaltungen ich irgendwo liegen habe. Ansonsten müßte das bereits genannte spiegelbildliche Aufzeichnen der vorhandenen Schaltung mit Beachtung aller vorkommenden Polaritäten zum Ziel führen.


    Gruß Eberhard

    Viele Grüße
    Eberhard

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    ( Christina von Dreien )

  • Quote

    Was ist davon zu halten?


    Viel Geblubber, wenig Substanz. :) (könnte, sollte, hätte,...)
    Nach meinen Erfahrungen sollte man 5532/5542 rausrupfen und weeeiiiit wegwerfen. Wenn der 7805 der Massstab zur Entscheidung über den Einsatz diskreter Regelungen sein soll, dann muss das für moderne integrierte low-drop/low-ripple Typen längst nicht mehr gelten.
    Die meisten Schaltungen im Kleinsignalbereich verbrauchen sooo gleichmäßig Strom, daß es auf brutalstmöglichste Lastausregelung gar nicht ankommt. In den meisten Fällen täte es vermutlich auch eine schnöde CRCRC Siebkette hinter Gleichrichter und Pufferelkos. Der geneigte Leser kann sich in Datenblättern von OpAmps auch gerne mal ansehen, was da zu PSRR (power supply rejection ratio) steht.


    Gruss,
    Dieter.

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.


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  • Hallo Eberhard, werde ich mir mal zu Gemüte führen, danke :) wenn du noch was findest, einfach Posten, könnte ja auch noch andere interessieren.
    Hallo Dieter, stimmt schon da gibts sicher mittlerweile viel moderneres als die alten Dreibeiner 7815 oder 7915 aber ehrlich, da hab ich irgendwie nicht so den Überblick, aber ich lern ja gern dazu ;)
    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas.
    Was zieht die VV Schaltung denn pro Rail so an Strom ?
    Ist das nicht auch ein Gerät mit OpAmps drinnen ?!?
    Gruss,
    Dieter.

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  • So ich es richtig sehe, sind mit IC8 + T15 (+ umliegende passive Bauteile) sowie analog IC9 + T16 (+...) ein Paar Shunt-Regulatoren realisiert. Dementsprechend dürfte die Anforderung bzl. Stabilisierung und Brummfreiheit der hineingehenden Spannung deutlich geringer sein. Wie Dieter bereits sagte...(s.o.).


    Auch wenn es manche für unwichtig halten: die Gleichrichter-Diodenstrecken sollten mit kleinen C´s gebrückt werden um Störungen durch deren Schaltverhalten zu eliminieren.


    Gruß Eberhard

    Viele Grüße
    Eberhard

    ----------------

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    ( Christina von Dreien )

  • Hallo ,
    der gute alte , oft verkannte LM317 :) im Leerlauf ( Skalierung 5mV ) :


    [Blocked Image: http://www.ak-tubes.de/dies_und_das/lm317ol.jpg]


    und hier mit 1,5 A Last ( Heizung einer EL34 ) :


    [Blocked Image: http://www.ak-tubes.de/dies_und_das/lm317ml.jpg]


    MfG , Alexander .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

    The post was edited 1 time, last by AlexK ().

  • Wenns denn - zusätzliche - diskrete Regler werden sollen (sind ja, wie schon erwähnt, bereits Shunt Regler verbaut), kann ich auf jeden Fall noch diesen hier empfehlen:


    Simplistic Salas Low Voltage Shunt Regulator


    Achtung, ist ein sehr langer Threat :whistling: Es gibt regelmäßig laufende Sammelbestellungen, die hervorragend organisiert sind (von einem gewissen Tea-Bag), eine hervorragende Anleitung (Englisch) und viel Unterstützung beim Aufbau.


    Ich habe ein Netzteil für eine Phonovorstufe (Supra Nachbau, +/- 15V) damit aufgebaut und bin sehr zufrieden. Auf meinem Oszilloskop ist keinerlei Unterschied zwischen Stellung GND und der gemessenen Rauschspannung zu erkennen :thumbsup:


    Gruß, Daniel

  • Vielleicht wäre das was für dich?
    http://www.teddypardo.com/Resources/SuperTeddyReg.html


    Und den Jung Regulator würde ich nicht so unterschätzen, der LM317 ist da nur ein Vorregler. Er reagiert schnell, rauscht wenig und hat eine sehr niederohmigen Ausgang. Wenn die der LM317 dabei nicht gefällt, der wurde auch erfolgreich gegen einen Gyrator ausgetauscht (also Erfolgreich in Bezug auf, daß bei den Anwendungen klangliche Vorteile erzieht wurden und nicht nur, daß es funktionierte).
    http://www.pinkfishmedia.net/forum/showthread.php?t=21574


    LG


    Ronald