Hallo.
Da in einem anderen Thread nach einer Möglichkeit gefragt wurde, bei Einpunktern den Azimuth bei laufender Platte zu justieren,
hier nun meine Vorgehensweise. Vorweg noch eine Anmerkung: Die hier beschriebenen Schritte, dienen nur der geometrischen Grundeinstellung. Das klangliche Feintuning muss nach Gehör erfolgen. Und der auf den Bildern verwendete Arm ist natürlich kein Einpunkter. Selbiger ist z.Zt. nicht im Dienst. <img src=" height="23" srcset="https://www.analog-forum.de/wbboard/cms/im…ne/1f617@2x.png 2x">
Die ersten beiden Schritte gelten natürlich auch für kardanisch gelagerte Arme, bei denen sowohl VTA und Azimuth einstellbar sind.
Alle hier gezeigten Werkzeuge sind selbst gebaut und dürfen natürlich von Jedem hier entsprechend nachgebaut werden. <img src=" height="46">
Ich beginne beim Einpunkter immer mit dem Azimuth. Diesen stelle ich bei stehendem Plattenteller ein, damit ich danach den VTA einstellen kann. Für beide Schritte verwende ich diese beiden Höhenmesser,
die ich wie folgt aus zwei dicken Linealen gebaut habe.
Es ist wichtig Lineale zu verwenden, wo der Anfang der Skalierung (die 0 ) nicht zu weit weg vom Rand des Lineals beginnt. Wie auf dem Foto zu sehen, werden die beiden Lineale jenseits der 4 cm Marke abgesägt und ein weiteres Stück als Fuß aus dem übrigen Lineal erstellt.
Nun kommt der schwere Teil. Beide Lineale müssen auf das exakt gleiche Niveau gebracht werden. Bei meinen Exemplaren musste ein Lineal leicht abgeschliffen werden. Dies muss natürlich vor dem Verkleben gemacht werden. Hierzu eignet sich flach auf den Tisch gelegtes Schleifpapier oder eine flache Schlüsselfeile. Nun werden die beiden Messabschnitte auf die Füße geklebt.
Wenn es so wie auf dem Foto aussieht, habt Ihr alles richtig gemacht. Das gelbe Papier dient nur zur besseren Erkennbarkeit.
Auf dem nächsten Bild seht Ihr wie ich mit der Druckbleistiftmine den VTA einstelle.
Bei diesem Bild ist beim Absenken des Arms die Mine zwischen den beiden Linealen und der einen Schraube hängen geblieben <img src=" height="17"> . Aber die Mine soll natürlich auf der Headshelloberfläche aufliegen. Nun kommt der nächste Bastelschritt. Ihr nehmt Millimeterpapier oder druckt Euch dünne parallele Linien (Abstand ca. 1 - 1,5mm) auf ein Blatt Papier aus. Dann wird die Azimuthschablone ausgeschnitten. Auf dem Bild sind von Links nach Rechts die Arbeitsschritte gezeigt. Die mit den Pfeilen gekennzeichneten Schnittkanten müssen absolut Parallel sein!!!
Ich habe mit einem Metalllineal und einer Skalpellklinge gearbeitet. Die Größe des mittleren Ausschnitts richtet sich nach der Headshellbreite und Systemhöhe. Das nächste Bild zeigt, wie dieses Stück Papier bei laufender Platte auf das Headshell oder der Sysemoberkante platziert wird. An der unteren Kante des Papiers kann nun gesehen werden, ob das System senkrecht zur Plattenoberfläche steht.
Falls noch was unklar sein sollte, bitte fragen.
Und nun viel Spaß. <img src=" height="23" srcset="https://www.analog-forum.de/wbboard/cms/im…ne/1f44d@2x.png 2x">
Gruß, Wolfgang
