Erfahrung mit Dr.Fuss Netzteil im Linn LP12

  • Nachdem ich 45er LPs zu Weihnachten bekommen hatte, hab ich mich hier im Forum mal umgeschaut nach Lösungen, um den Linn für 45rpm aufzubohren. Natürlich denkt mal als alter Ivor Tiefenbrun Fan immer erst an ein Lingo, aber 1450 Okken waren mir dann doch zu viel, nur um ein paar Scheiben von Elbow reinzusaugen.
    Dann stiess ich auf das Netzteil von Dr.Fuss, habe nach den vielen positiven Aussagen bestellt und das Teil sehr schnell bekommen.
    Der Einbau hat beim ersten Versuch in einem selbstproduzierten Litzenfehler geendet. Der Plattenteller lief richtig an und beim Aussteuern der 33 1/3 via Strobolampe hab ich langsamer gestellt und plötzlich drehte der Teller anders herum....
    Herrn Fuss angerufen, Litzen umgeklemmt, Verkabelung korrigiert und angeworfen.


    Was soll ich sagen: meine Regierung, die wirklich kein audiophiles Ohr hat, hört die ersten Takte und meint: Boooh, das hört sich aber jetzt gut an....


    Und meine Freunde haben immer gemeint, das sei schon Klasse, was bei mir aus der Kette mit Linn, Accuphase und Tannoys rauskommt. Aber das war wohl ein Irrtum. Und ich rede nicht über "zusätzliche Luftigkeit bei mittelperipheren Sphärenseptimen im unteren Tieftonbereich hört es sich eine Spur frischer an...", sondern um einen unglaublichen Sprung.


    Danke, Herr Fuss für das Teil und danke Forum: denn jetzt glaubt mir meine Regierung sicher eher, wenn ich mal über eine neue Klangverbesserung nachdenke :D :D :D

  • Das kann man gar nicht glauben, aber mir steht diese Überraschung noch bevor.
    Demnächst werde ich für meinen Eigenbau-Laufwerk so ein Netzteil bestellen.

    Viele Grüße, Günter


    G.A.S.-LW mit Fuchs-Tonarm 13", Benz-Gullwing SLR, X-Ono mit UPS, X-Line PreAmp, FirstWatt F5 sym, T+A TCD110S Lsp, T+A MP3000HV Music-Player, Synology NAS-Server, Wireworld Silver-Eclipse 7- XLR, GigaWatt-Netzversorgung, Solid Tech Rack, Okki-Nokki

  • Ich hatte auch mal ein Dr. Fuss Netzteil an meinem CA Performance.


    Das Netzteil war gut, aber ein hörbarer Unterschied ... mmmmhhhh ... ?(
    ich gaube kaum das ich bei einem Blindtest herausgehört hätte ob der Motor direkt am Netz oder am Dr. Fuss Netzteil läuft.


    Hauptvorteil des Netzteiles war für mich die schnelle Umschaltung 33/45


    LG Martin

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  • Und ich rede nicht über "zusätzliche Luftigkeit bei mittelperipheren Sphärenseptimen im unteren Tieftonbereich hört es sich eine Spur frischer an...", sondern um einen unglaublichen Sprung.


    :D

    Und wieder einer mehr der sich an dem (sehr) guten Netzteil von Dr. Fuss erfreut. Viel Spass damit ! :thumbup:

    Viele Grüsse,
    Sepp.


    music was my first love

  • Alle Plattenspieler, die mit Synchronmotoren betrieben werden, klingen mit einer Motorsteuerung, bei der das Sinus-Signal direkt erzeugt wird (wie bei Dr. Fuß), auf jeden Fall besser als mit einer Motorsteuerung, bei der das Sinus-Signal aus einem quarzstabilen Rechtecksignal erzeugt wird (wie bei dem Linn Valhalla oder Lingo). Das sagen die meisten, die bei derartigen Hörtests anwesend waren. Und die empfundenen Unterschiede waren die gleichen wie zuvor beschrieben.


    Inwieweit die Art der zweikanaligen Endstufen für die Motorwicklungen Unterschiede hervorrufen, konnte ich noch nicht herausfinden. Linn arbeitet mit einer Totem-Pole Variante, die auf 320VDC läuft und Dr. Fuß mit einer typischen Niederspannungs-HiFi-Endstufe, wie sie auch für Lautsprecher üblich ist. Die für den notwendigen Motorbetrieb erforderliche Spannung (ca. 65-90VAC) muß jedoch durch Aufwärtstransformation mit einem Übertrager gewonnen werden, da monolithische HiFi-Audio-ICs (TDA7293/7294, LM4966 usw) nicht mit ausreichend hohen Spannungen betrieben werden können.
    Unter
    http://www.diyaudio.com/forums…llator-motor-control.html
    findet man einige interessante Messungen - leider noch nicht vom Dr. Fuß Motorsteuerteil.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

    The post was edited 7 times, last by A.K. ().

  • Servus,

    Alle Plattenspieler, die mit Synchronmotoren betrieben werden, klingen mit einer Motorsteuerung, bei der das Sinus-Signal direkt erzeugt wird (wie bei Dr. Fuß), auf jeden Fall besser als mit einer Motorsteuerung, bei der das Sinus-Signal aus einem quarzstabilen Rechtecksignal erzeugt wird (wie bei dem Linn Valhalla oder Lingo). Das sagen die meisten, die bei derartigen Hörtests anwesend waren. Und die empfundenen Unterschiede waren die gleichen wie zuvor beschrieben.

    ... genau deshalb wäre ja interessant gewesen, zu erfahren, ob zuvor Lingo, Valhalla oder Hercules im LP12 steckte ... ;)

  • Hi,


    wäre mal interessant zu wissen, ob sich ein Fuß-Netzteil an meinem umgebauten Thorens TD 150 auch klanglich positiv bmerkbar machen würde. Jedenfalls hat sich die Verwendung eines Valhalla anstatt der herkömmlichen Lösung schon ganz gut gemacht. Aber für ein Netzteil, das vielleicht was bringt, vielleicht aber auch nicht, ist die Anschaffung auf Verdacht doch zu teuer. Aber A.K.s Aussage lässt, wenn sie so zutrifft, ja hoffen.


    Grüße


    Frank

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  • Servus,

    ... genau deshalb wäre ja interessant gewesen, zu erfahren, ob zuvor Lingo, Valhalla oder Hercules im LP12 steckte ... ;)

    Ein Anwender hatte an seinem LP-12 (mit Morch DP-6 und Benz MC) lange Zeit parallel das Valhalla, das Lingo-I und die Dr. Fuß Motorregelung genutzt. Die übliche bekannte Qualitätssteigerung zw. Valhalla und Lingo ist nicht mehr in dem Maße vorhanden, wenn das Valhalla ausgelagert ist und der Phasenschieber-Kondensator darauf exakt dimensioniert ist auf den eingesetzten Motor (für geringstmögliche Motorspannung und damit geringstmögliche mechanische Vibration). Der Qualitäts-Sprung zu dem Versorgungsteil von Dr. Fuß war jedoch so groß, daß die Unterschiede zwischen den zuvor erwähnten Versionen vernachlässigbar waren. Mittlerweile ist nur noch das Versorgungsteil von Dr. Fuß zusammen mit zwei Trafos vorhanden, so daß die Vergleichs-Prozedur dort nicht mehr durchgeführt werden kann.
    Verschiedene Messungen des von mir genannten Web-Links auf diyaudio korrespondieren auch gut mit dem gehörten - ideal wäre ein perfekter Kreis.
    Bei Linn ist man übrigens in der hohen Ausbaustufe abgerückt vom Synchronmotor - es ist ein DC Motor im Einsatz - siehe
    http://forums.linn.co.uk/bb/showthread.php?tid=327
    http://www.turntable-power-supply.com/index.htm
    LP 12 Secrets


    Inwieweit man früher beim Synchronmotor überhaupt Vorteile sah, kann ich bis heute nicht verstehen.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

    The post was edited 3 times, last by A.K. ().

  • Alle Plattenspieler, die mit Synchronmotoren betrieben werden, klingen mit einer Motorsteuerung, bei der das Sinus-Signal direkt erzeugt wird (wie bei Dr. Fuß), auf jeden Fall besser als mit einer Motorsteuerung, bei der das Sinus-Signal aus einem quarzstabilen Rechtecksignal erzeugt wird (wie bei dem Linn Valhalla oder Lingo). Das sagen die meisten, die bei derartigen Hörtests anwesend waren. Und die empfundenen Unterschiede waren die gleichen wie zuvor beschrieben.


    Kann man das so pauschalisieren? Das würde ich erst mal anzweifeln.


    Es gab Ende der 90er einen Test mit Linn Lingo (Quartz, Phasenverschiebung per Kondensator, ungleiche Ströme in den Wicklungen), Manticore MB6 (quartzgesteuterte Erzeugung eines Sinus/Cosinussignals, keine ungleichen Ströme in den Wicklungen), Norton Airpower (Spezialtrafo mit 2 unterschiedlichen Ausgansgspannungen, Phasenverschiebung per Kondensator, gleich große Ströme in den Motorwicklungen), Naim Armageddon (wie Norton, aber gleiche Spannungen und damit unterschiedliche Motorströme). Sieger waren Norton und Manticore. Okay, es war kein Wiengenerator dabei.


    Ich würde aber mal behaupten, dass die Methode der Signalerzeugung nicht ausschlaggebend ist. Die Phasenverschiebungsmethode schon eher.


    Tschau,
    Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Das ist richtig. Bei dem von mir erwähnten Test waren aber sowohl beim Dr. Fuß (Abgleich), Lingo (Abgleich) als auch beim Valhalla (Kondensator-Anpassung wegen nur einer Endstufe) die Phase optimiert (nicht perfekt auf 90 GRad versatz sondern auf geringste Motorvibration).
    Übrigens wurde die Spannung soweit herabgesetzt, daß ein selbständiges Anlaufen ohne am Teller nachzuhelfen gerade noch erfolgte.
    Dadurch ist es für mich naheliegend, das zuvor von mir beschriebene alleine dadurch zu pauschalisieren.
    Wäre das nicht gemacht worden, hätte man natürlich Äpfel mit Birnen verglichen.


    Ach so, der Test würde mich interessieren.
    Das es nämlich eine Lingo-Version mit nur einer Endstufe gab, wo ein Phasenschieber-Kondensator eingebaut war, war mir bis jetzt neu.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

    The post was edited 2 times, last by A.K. ().

  • Habe seit Jahren das Fuss´sche netzteil für meinen Kuzma und konnte den Unterschied auch leicht nachvollziehen.
    Vorher Phasenschieber(R-C).

  • Das es nämlich eine Lingo-Version mit nur einer Endstufe gab, wo ein Phasenschieber-Kondensator eingebaut war, war mir bis jetzt neu.


    Gibt es auch nicht!


    Im Lingo 1 wird die Phase mit einer OP Schaltung verschoben. Die Endstufen für die Motoransteuerung folgen danach. ;)

    Gruß


    GandRalf


    It`s 106 miles to chicago, we got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it`s dark and we`re wearin´sunglasses...


    Get it!!!

  • Ich vermute mal, dass es sich um eine der verschiedenen Valhalla Versionen handelte.


    Das würde auch die "ungleichen Ströme" erklären. ;)

    Gruß


    GandRalf


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    The post was edited 1 time, last by GandRalf ().