Das Tonband-Kettenpaket

  • Lebenslänglich auf einem schönen Inselchen ist doch OK :) Nur auf den Philippinen ist das mit dem Joint wohl eher lebensgefährlich - aber dann wäre ich eben aus dem Kettenpaket raus ;(

    Mit freundlichem Gruß, Christian - AAA-Mitglied

    UHER R4200st, 4200RM; STUDER B67; ANT e124telcon c4; REVOX A700; PIONEER CTF1000; PANASONIC SV3800; ZOOM F8; DAW; THORENS TD126MkIIIelectronic, TD535; DUAL 701; LENCO FA3401, FA3402; DENON DCD2700

  • :meld:aktuelle Reihenfolge: Garuda (Jürgen), Willi, VirNides (Gerhard), q-tip (Robert), Muldi (Martin), Christian (Karl Forster), rhoeni (Harald), André (Captn Difool), Rainer (cyrano) Ulf (Sensor).


    Mit freundlichem Gruß aus der friesischen Karibik


    Jürgen

    "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen"


    Theresia von Avila

  • Heute angekommen! Am Wochenende komme ich dann auch zum Anhören. Wenn mir der Nächste schon einmal ganz gemütlich die Adresse mitteilen möchte, gerne.

    Gerhard

    LP12; TD124; NAGRA -IVS, -Seven, -Jazz, -VPS, -Classic DAC, -MPS, -CDC, -300p; FUNK -MTX, -Kabel; Open Baffle;

    AAA Mitglied;

  • :meld:aktuelle Reihenfolge: Garuda (Jürgen), Willi, VirNides (Gerhard), q-tip (Robert), Muldi (Martin), Christian (Karl Forster), rhoeni (Harald), André (Captn Difool), Rainer (cyrano) Ulf (Sensor).

    Wenn mir der Nächste schon einmal ganz gemütlich die Adresse mitteilen möchte, gerne.

    Der Nächste ist Robert (q-tip)


    Mit freundlichem Gruß aus der friesischen Karibik


    Jürgen


    P.S.: Allen ein schönes Wochenende ;)

    "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen"


    Theresia von Avila

  • So Leute, hier meine ersten Eindrücke:


    Band XV

    Von Christian (KarlForster) hat mir am besten die „Königin der Nacht“ gefallen, tolle Dynamik. Auch „Solar Glasses Meditation“ kam glasklar rüber. Aber es ist harte Kost für einen „U“ Musiker wie mich, trotzdem liebe ich am Tonbandkettenpaket, dass „man“ (ich) gezwungen bin auch einmal über meine musikalischen Tellerrand zu schauen (hören). Unwetter Mahr wird nur mit der beiliegenden Erklärung (unbedingt lesen!) für einen Musiklegastheniker wie mich verständlicher. Danke dafür!


    Ditmars (luedre) Aufnahmen im Anschluss an die "E" Musik von Christian sind wie eine Lockerungsübung. Ein rhytmisches Dynamikfeuerwerk, die Zeiger tanzen bis zum Anschlag, perfekt ausgesteuert, da macht das Zuhören nur noch Spaß. Gleiches gilt für die Vokaleros.


    Nach dieser musikalischen Lockerungsübung geht es weiter mit den Oratorienaufnahmen von Harald (Rhoeni). Das ganze spielt sich anfangs von der Dynamik wieder deutlich im untern Bereich ab, in Summe -20 dB, wenn auch einzelne Frequenzen -10 dB erreichen. Sobald der Chor dazu kommt geht es auf +6 dB und zerrt dabei auch etwas, das kann aber auch Folge der schwierigen Raumakustik sein. Zu Hause kann man das kaum sinnvoll abhören. Entweder man stellt die Lautsterke bei den piano Stellen so ein, dass man noch etwas hört, dann geht der Chor, wie im echten Leben, Richtung 90 – 100 dBA, oder man hört zeitweise kaum etwas. Ich kann das glücklicherweise zu Hause so laut abhören, wie ich möchte, so dass ich versucht habe alle Aufnahmen mit realistischer Lautstärke abzuhören. Ziemlich perfekt ist dann zum Schluß der Ausschnitt aus der Johannes Passion. Eine Art „bootleg“ halt, an solchen nativen Aufnahmen erkennt man erst welch große Kunst die Tonmeister vollbringen, gut anhörbare Kost für den Hausgebrauch zu generieren.


    Band XVII


    Die Aufnahmen von Jürgen (Garuda) sind durchweg Spitze mit einer ganz tollen Dynamik und Räumlichkeit. Ich kenne die Manger LP nicht und deren Ergebnis auf Manger LS, aber über offene Schallwände klingt das auch alles ganz natürlich. Die Glocken, bei voller Lautstärke (< 100 dB) können die Nachbarschaft schon zum Kirchgang verleiten ...


    Willis Naturgeräusche fallen da – in Dezibel gesprochen – deutlich ab, nämlich auf -30 bis – 20 dB auf dem RTW. Da muss man schon deutlich aufdrehen, um die Grillen bei 3 bis 10 kHz zirpen zu hören, das dann aber in toller Räumlichkeit und mit erstaunlich wenig Rauschen. Leider kommt es zu Ende dieser und den nachfolgenden Aufnahmen, die alle sehr sparsam ausgesteuert sind, immer mal wieder zu deutlichen Knackgeräuschen, eigentlich mehr als bei Schallplatten üblich. Was da wohl passiert ist?


    Ich selbst habe diesmal drei Musikstücke von Schallplatte aufgenommen und zwei von HighRes Files. Das besondere an den Vinylaufnahmen ist mein neuer Tonabnehmer Ortofon SPU Century (am 12“ GrooveMaster II auf TD124). Ich nehme an, dass die meisten diesen TA noch nicht gehört haben, ich bitte um Kommentare. Am liebsten hätte ich die Aufnahmen mit 15 ips gemacht (-; Ausgesteuert habe ich diesmal etwas sparsamer, ich hoffe, dass das Potential des TA gut rüberkommt.


    Band XVI muss ich mir noch anhören, dann geht es weiter zu Robert (q-tip), ich denke zum Wochenende.

    Gerhard

    LP12; TD124; NAGRA -IVS, -Seven, -Jazz, -VPS, -Classic DAC, -MPS, -CDC, -300p; FUNK -MTX, -Kabel; Open Baffle;

    AAA Mitglied;

  • Hallo Gerhard, hallo Senkelfreunde,

    (kleiner Excurs)

    da die uns bekannten Schwierigkeiten bei Direktkopie eines Schallplattenstücks auf Band kurz angesprochen wurden: Sicher gibt es die Superkombination von einer Platte, die sowohl nahezu rausch- als auch klick- und knacksfrei ist und den Super-Plattenspieler, der unabhängig von Antrieb und Lager so gut wie nichts davon dem TA mitteilt - ganz zu schweigen von auch nur dem geringsten Brumm auf dem weiteren Wege zum Band.

    DIe Realität sieht aber doch wohl eher so aus, dass je nach den vorliegenden o.g. technischen Vorgaben ein Störgeräuschpegel irgendwo zwischen -30 und -40 dB (?) durch Plattenlauf, Lager/Antrieb (und ggf. sogar noch Minibrumm) kaum zu eliminieren sind. Der Optimierung sind sicher auch bei dem einen oder andern Grenzen gesetzt. Wie sehen eure Erfahrungen aus?

    Im Sinne einer erweiterten Aufnahmeoptimierung könnte man natürlich auch (zur Not stundenlang) über DAW nacharbeiten, was aber selbst unter Anwendung professioneller Tools seine Grenzen bei Eliminierung von (hörbaren!) Störgeräuschen im Nutzsignal hat - deshalb ist selbst auf diesem Wege oft "Handarbeit" gefragt - ( Beseitigung von Störquellen u.a.).


    Eher rhetorisch gefragt: Hat jemand von euch die in der Leerrille (und bei deutlich angehobener Verstärkung) nahezu perfekt schweigsame Abtastung? Mir ist so, als hätte ich solche Aufnahmen auf unseren Bändern schon gehört, bin mir aber nicht mehr sicher.

    Mit freundlichem Gruß, Christian - AAA-Mitglied

    UHER R4200st, 4200RM; STUDER B67; ANT e124telcon c4; REVOX A700; PIONEER CTF1000; PANASONIC SV3800; ZOOM F8; DAW; THORENS TD126MkIIIelectronic, TD535; DUAL 701; LENCO FA3401, FA3402; DENON DCD2700

  • Hallo, Christian,


    ich könnte im Studio Knistern, Rumpeln und Rauschen rausfiltern, wie das mache, wenn ich z.B. für einen Musiker seine LPs digitalisiere.


    Nicht aber, wenn ich für mich oder euch Platten aufs Band überspiele. Da gibt es bei mir aktuell auf Band XVI die zwei leicht knisternden Beispiele, die auch durch heftiges Waschen nicht leise zu bekommen sind.

    Stört hier aber auch nicht. Natürlich habe ich auch neue Platten, die so gut wie still sind in der Leerrille. Bei erträglicher Abhörlautstärke. Und es gibt ja auch TAs bzw. Nadelschliffe mit mehr oder weniger Geknister.

  • Ich wollte etwa auf die Lautstärke von Carlos grillen kommen. Knistern weiß ich jetzt nicht ...

    War auch doof, meine Maschine mit den mischbaren Eingängen ist im Erholungsurlaub, so habe ich es stumpf hintereinander geschnitten.

    Die gegrillte Räumlichkeit fand ich auch sehr spannend, habe echt gestaunt. XY Micro.

    Da spannt sich echt der Busch in allen 3 Dimensionen vor einem auf, hat mir gefallen.

    Ansonsten wie ich schon schrieb, sichr nicht mein Glanzstück.

    Nächsten Monat gibt es eine Nachbesserung vor Ort

    Ich habe keine Ahnung, und davon verstehe ich auch nichts :wacko:

  • Danke für deine Antwort, Rainer,


    vielleicht könnt ihr aber einmal mitteilen, wieviele - dB - "Grundschleier" bei euch (at home) angezeigt werden, wenn ihr zwischen zwei Stücken oder auf der Leerrille am Mitschnitt hängt. Dass es nicht hörrelevant gegenüber der eigentlichen Audioinformation sein sollte ist mir klar - das ist aber eben auch vom nachfolgenden Abhör-Verstärkungsfaktor und dem auch subjektiv unterschiedlichen Wahrnehmungsvermögen abhängig.

    Über die Profitools für Studios habe ich mich, so gut es für mich ging, erkundigt - aber auch da soll wohl auch nicht jedes "hörrelevante" Störgeräusch behebbar sein, praktische Erfahrungen mit DAW-internen oder externen (Plugins) Tools hierzu wären zumindest stichwortartig interessant.

    Es ist mir schon klar, dass einerseits aus "analog-puristischer" Sicht, andererseits für unseren TBKP-"Hausgebrauch" eine Zwischenbearbeitung der Störgeräusche oder des Störhintergrundes nicht ein so wichtiges Thema werden wird - vielleicht aber als eigenständiger Sammelbeitrag zusammen mit "Brumm & Co" (Störgeräuschpegel) an geeigneter Position (z.B. Studiotechnik?).

    Mit freundlichem Gruß, Christian - AAA-Mitglied

    UHER R4200st, 4200RM; STUDER B67; ANT e124telcon c4; REVOX A700; PIONEER CTF1000; PANASONIC SV3800; ZOOM F8; DAW; THORENS TD126MkIIIelectronic, TD535; DUAL 701; LENCO FA3401, FA3402; DENON DCD2700

  • Ich pegle meist nicht so hoch, da ist bei den B77 Schätzeisen nichts mehr zu sehen. Bei meinem Yamaha-Deck KX-930 gehen die Anzeigen immerhin bis -40dB. Da gibt es dann auf dem ersten Balken ein leichtes Flackern bei Platten mit deutlichen Laufgeräuschen, ebenso bei einem mittleren Knacker. Ich habe aber auch sehr gute Pressungen ohne wahrnehmbare Laufgeräusche, da dominiert dann nur das Eigenrauschen des Bandes. Hinzu kommt, das Schliffe unterschiedlich Laufgeräusche hörbar machen, bei der einen Platte ist ein Gyger besser, bei einer anderen der Microridge. Eine Regel habe ich dazu bisher nicht gefunden.


    Festgebackenen Dreckknister bekomme ich fast rückstandsfrei rausgewaschen. Aber eine völlig knisterfreie Aufnahme bekomme ich nicht hin, das ist die Natur der Schallplatte. Mit Digitalspirenzchen möchte ich den analogen Eindruck nicht verwässern. In der Regel stören mich diese Geräusche nicht, da sie die Wiedergabe nicht dominieren.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer



  • Es geht weiter mit Band XVI:


    André (Captn Difool) lädt und auf eine Reise nach Südamerika ein. Während der Buena Vista Social Club noch gute Standardware darstellt, ist die akustische Gitarre von Carlos Santana – Mr. Szabo – ein absolutes Highlight. Musikalisch kaum zu überbieten und perfekt aufgenommen. George Duke’s – Brazilian Sugar - brilliert im Anschluss mit überraschender Räumlichkeit und spielerischer Leichtigkeit. So geht das weiter bis zum Schluss da freut man sich auf den Sommer!


    Rainers (cyrano) Liveaufnahmen sind auch ein Highlight, man sollte die Aufnahmen aber nicht gleich im Anschluss an den Captn hören. Das ist einfach eine komplett andere Stilrichtung. Ich habe am nächsten Tag die Bandmaschine angestellt und keinen Blick zuvor auf den „Zettel“ geworfen: „Oh toll, da läuft Enya“, nee, AG Bottroper Chöre, Klasse Aufnahme! Dann Wittness, da fiel mir auf dass irgendetwas „fehlt“, ein Blick auf das Musimeter, ich habe die FFT immer mitlaufen zeigt, dass keine Bässe und Höhen vorhanden sind. Ob es am alten Bandmaterial (1993) liegt? Die 5. Bottroper Gospelnacht hat mir dann ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, ganz ganz toll. Tannhäuser danach – mit Huster im Orchestergraben (wer war das?) – war ansonsten natürlich tadellos. Erstaunlich gut dann das VHS Akkordeonorchester mit toller Dynamik und weiter räumlicher Bühne. Das hätte ich so nicht erwartet, hörenswert! Silje Neergard kannte ich noch nicht, das werde ich aber ändern. „Hokey Pokey“ ist dann ein fröhlicher dynamischer Abschluss, Danke fürs Teilen!


    Ulfs (Sensor) Beiträge kann man dann sehr gut im Anschluss an Rainers Beiträge anhören. Zwar sehr unterschiedliche Stile von Jazz über die Weihnachtsmusik bis zur Big Band, aber alles sehr beschwingt. Und die Aufnahmen von CD natürlich auch perfekt ausgesteuert. Wobei das bei digital natürlich deutlich einfacher ist als bei LP, mehr als 0 dBFS gibt es halt halt nicht. Trotzdem, Tricycle von Flimm and the BBs ist ja eines meiner internen Referenzstücke seit Ende der 1980er Jahre (habe ich als LP und CD), die Aufnahme von Ulf ist sehr gut! Die Weihnachtsmusik ist auch sehr schön aufgenommen. Ist das Peter Alexander?


    Ein tolles Band, danke an alle!

    Gerhard

    LP12; TD124; NAGRA -IVS, -Seven, -Jazz, -VPS, -Classic DAC, -MPS, -CDC, -300p; FUNK -MTX, -Kabel; Open Baffle;

    AAA Mitglied;

  • Danke, Gerhard,


    das „Wittness“ muss ich mir dahin gehend noch mal anhören, glaube aber (da mir das als Chorprofi immer schon seit etwa 20 Jahren sehr gefallen hat), dass das einfach daran liegt, dass „a cappella“ gesungen wird, und die menschliche Stimme im gemischten Chor nur etwa 3 1/2 Oktaven umfasst.

    Mit „richtigen“ Bässen und Höhen is' da nix.😢


    Und, als ich mal wieder auf diese uralte Akkordeonaufnahme stieß (mit 2 Kugeln ganz nah, aber simpel aufgenommen), war ich auch sehr angenehm überrascht.


    Ach ja, und: in Liveaufnahmen findet sich fast immer einer, der was zu Husten hat. Meist im feinsten pp. Auch berühmte Leute haben schon zu ergründen versucht, woran das liegt.


    Noch mal Edith: die alte Aufnahme von 1993 war auf DAT, noch tadellos. Das Band (der Senkel) ist neu, LPR 35.