Posts by admin

    Hallo!


    Anlässlich des kommenden Analog-Forums in Krefeld wurde das Banner umgestaltet und führt zum entsprechenden Eintrag auf unserer Webseite. Auch kann man ab sofort am Gewinnspiel teilnehmen - ein Link dorthin findet man im Header-Menü.


    Viel Glück!


    Jürgen

    Hallo!


    Durch in den letzten Wochen bei einigen Usern immer wieder bedingt durch deren Browserkonfigurationen auftretenden Probleme in der Darstellung des Forums, sah ich mich gezwungen ein Update vorzunehmen. Hier die Hintergründe im Einzelnen:


    Die bestehende Forensoftware wurde von meinen Vorgänger mit diversen Zusatzmodulen (sogenannte Plugins) ausgestattet. Diese Plugins sind zum Teil bis zu drei Jahre alt und funktionieren trotz zum Teil im "Beta-Status" befindlich mit der bestehenden Software. Die Darstellungsprobleme beruhen allerdings auf eben diese "veralteten" Plugins und es gibt für die bestehende Software keine Updates dieser Plugins. Aktuellere Plugin-Updates gibt es nur für die aktuelle Foren-Software. Also beschloss ich die Foren-Software upzudaten. Im Vorfeld recherchierte ich welche Plugins kompatibel zu aktuellen Software sind und welche nicht. Viele Plugin-Funktionen erübrigten sich weil die aktuelle Software diese bereits beinhaltet.


    Nun zum Hergang des Update:


    Nach erfolgten Backup beim Hoster (wo unser Server steht) begann ich mit dem Update der Forensoftware. Im Vorfeld wurde das Forum abgeschaltet und inkompatible und nicht mehr benötigte Plugins deinstalliert. Während des Updates kam es zu keinerlei Störungen oder Problemen. Nach dem Update startete das Forum mit der aktuellen Version der Foren-Software. Bei der Testphase im laufenden Betrieb stellte sich heraus, dass diverse Funktionen außer Betrieb waren und ich machte mich daran diese wieder lauffähig zu machen. Nach mehreren Anläufen und Versuchen zeigte sich, dass offensichtlich die Deinstallation gerade der inkompatiblen alten Plugins nicht ausreichte und Datei-Fragmente derer zum fehlerhaften Betrieb der aktuellen Software führten. Ich sah mich gezwungen das Update rückgängig zu machen.


    Ein Anruf beim Hoster mit bitte um Einspielung des Backups führte zur Katastrophe... Man sagte mir, das ein Backup des FTP-Servers nur vom 04.08. und ein Backup der Datenbank vom 05.08. existierte. Mein vorgenommenes Backup auf dem Server vor dem Update war nicht existent. Alle bis dato geschriebenen Beiträge, PN´s und hochgeladenen Bilder - auch die während des kurzzeitigen Betriebs der aktuellen Foren-Software sind ins Nirvana verschwunden... Für diese Umstände und deren Folgen möchte ich mich entschuldigen.


    Ich hatte von meiner Seite alles erdenkliche Getan um den reibungslosen Betrieb des Forums aufrecht zu erhalten. Das Update an sich wurde trotz sorgfältiger Vorbereitung durch nicht vorhersehbare Einflüsse (Plugins) gestört. Das Forum wird in kommender Zeit weiterhin mit der "alten" Software und deren "alten" Plugins weitergeführt. Planungen für die Zukunft liegen darin, eine externe Neuinstallation der aktuellen Software vorzunehmen, zu konfigurieren und zu testen. Ein Update wie vorgenommen wäre der Einfachere Weg gewesen - leider endete dieses in einen Fiasko.


    Viele Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    Am Donnerstag den 05.08. ab ca. 23:00 Uhr werde ich die Forumssoftware aktualisieren. Ich hoffe das damit alle in letzter Zeit aufgetretenen Probleme beseitigt werden. Wie lange ich für die Aktualisierung brauche kann ich nicht sagen - aber ich denke, dass Ihr am Freitag früh wieder "on" gehen könnt.


    Viele Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    Wegen interner Wartungsarbeiten am Server wird am 25.06.2010 zwischen 02:00 und 05:00 Uhr das Forum offline gehen.


    Viele Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    Die beschriebenen Probleme beruhen tatsächlich auf aktuelle Update-Probleme. Ich werde in den nächsten Tagen ein "großes" Update vollziehen - d.h. das Forum wird für unbestimmte Zeit offline gehen. Einen genauen Termin kann ich noch nicht mitteilen. Aber wie das bereits erfolgte "kleine" Update zu Ostern, wird das "große" Nachts geschehen. Habt bitte ein wenig Geduld und benutzt bis Dato den IE oder Firefox...


    Viele Grüße


    Jürgen

    Hallo Mario und alle anderen Safari-/Opera-Nutzer!


    Wegen der hier beschriebenen immer wieder mal auftretenden Probleme in anderen als Microsoft Internet Explorer- und Mozilla Firefox-Browser (wie Safari, Opera, Chrome,etc.) können in erster Linie nur die Entwickler der genannten "anderen" Browser dafür sorge tragen möglichst kompatibel zum Internet Explorer (Standard für unsere Foren-Software) zu sein. Wenn die Entwickler der Meinung sind, Routinen abseits dieses Standards zu kreieren, sollte man sich nicht wundern, dass das ein oder andere nicht funktioniert...


    Ich empfehle den IE oder Firefox - beide stabil und ohne Probleme.


    Viele Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    Ich lese eben gerade erst von dem "Problem" - Verlinkungen zu gesicherten Inhalten können dazu führen und sollten - so weit möglich, unterbunden werden. Da Michael die Ursache bereits "beseitigt" hat, bedarf es wohl keines weiteren Eingriffs meinerseits. Danke hierfür an Michael.


    Viele Grüße


    Jürgen

    Hallo!




    Mattnias M bat mich diesen langen Artikel den er im Bandmaschinen-Forum erstellte für ihn hier rein zu setzen. Technischer Hintergrund: Für User ist die Anzahl der Zeichen pro Thema begrenzt - diese Begrenzung will ich nicht aufheben (Speicherplatz) und daher poste ich diesen Artikel für Matthias.




    Hier nun Matthias Artikel über den Hansa 2000:






    Moin, moin,




    Öftermalleser ahnen: Ich hab' was Neues. Heute abgeholt. Und da ich wußte,
    was auf mich zukommt, schon in der letzten Woche fast fertig beschrieben.
    Damit die Vernünftigen, Wenigerstapler, auch etwas davon haben, hier ein paar Bilderchen mit etwas Text.







    Zu der Hanns Schäfer Industrievertretung in Hannover meldete die
    HiFi-Stereophonie im März 1971, Schäfer habe „den Exklusivvertrieb für das
    Empfänger-Verstärker-Programm der japanischen Firma Nikko übernommen.

    Damals hatte Schäfer schon den Vertrieb für Laufwerke und Plattenspieler der
    Marke Micro Seiki inne. Als die Hanns Schäfer Akustik im Testjahrbuch '73 der
    HiFi Stereophonie einen eigenen Plattenspieler der Marke „Hansa“ inserierte,
    hätte man denken können, das müsse ein Micro sein. So machte es Dahl,
    CEC-Distributor mit seiner Handelsmarke „Visonik“, oder der spätere
    Nikko-Importeur Intermarket mit seiner Hausmarke „Transonic“.
    Doch Schäfer hatte den Vertrieb von Micro bereits Ende 1971 an die nun
    ebenfalls in Hannover beheimatete All Akustik verloren, die übrigens
    zunächst gänzlich aus ehemaligen Mitarbeitern von Schäfer bestand;
    möglicherweise war der Verlust der Distribution der Grund für die
    Präsentation eines „eigenen“ Plattenspielers. Aber so „eigen“ war der
    dann doch nicht: Unter den Markennamen ITT konnte man ihn kaufen, auch
    als Graetz, als Scan Speak und ebenfalls als Acoustical SD800. Also kein
    „echter“ Hansa? Für Plattenspieler war von diesen vier Firmen eigentlich
    nur Acoustical bekannt. Hatte Hansa also bei Acoustical eingekauft?




    Wie schon von Arnulf angedroht, habe ich mich also etwas für Acoustical interessiert!
    Im Jahre 1952 gründete Adolf F. Don die Firma Acoustical Handelmaatschappij,
    N.V. (Acoustical Handelsgesellschaft). Mitte der Fünfziger Jahre
    residierte diese in einem 3-Raum-Büro in der James Wattstraat in
    Oost-Watergraafsmeer, Amsterdam, und verfügte über eine kleine Fabrik
    in Bussum, in der die Chassis von Plattenspielern und Verstärkern,
    Letztere möglicherweise Konstruktionen von Cor Ris, in die eigenen
    Gehäuse eingebaut wurden.Acoustical verkaufte Mono- und Stereoverstärker, Triotrack
    Plattenspieler, bot außerdem Lautsprecher und Verstärker von Quad,
    Tonabnehmer von Ronette und Acos, Tonarme von Jobo aus Amsterdam, sowie
    Radiogeräte des englischen Herstellers Murphy an.
    Die Acoustical Handels Mij. N.V. lebte vor allem von den Plattenspielern der Marke Triotrack.
    Ein Name der andeutet, die Geräte verfügten über drei
    Arbeitsgeschwindigkeiten; später hatten sie deren vier, hießen aber
    immer noch “Triotrack“, und waren als Chassis, komplette Plattenspieler
    oder als Koffermodelle mit eingebautem Verstärker zu haben.
    Sehrbeliebt waren Triotrack-Einbauchassis in Kombination mit den
    Acoustical-Verstärkern als Vorführgeräte in Schallplattengeschäften.
    Wer in den Niederlanden in dieser Branche etwas auf sich hielt, der
    kaufte seinerzeit seine Phonobar bei Acoustical.Die Triotrack-Chassis
    entstanden wohl vornehmlich bei der Kopenhagener
    Skandinavisk Radio & Television A/S (SRT), die auch für B+O die
    Plattenspieler baute und die in den späteren Siebzigern von Bang &
    Olufsen übernommen worden ist. SRT baute Anfang der Sechziger Jahre
    ebenso für die Marke His Master's Voice (EMI) Plattenspieler mit einfachem
    Kunststoff- oder zum Beispiel mit B+O ST/L- oder G42-Tonarm.DieSRT ist
    außerdem seit 1976 Patent-Inhaberin eine Sensor-Konstruktion
    für die Feststellung der Belastung des Plattentellers durch eine
    Schallplatte und die Ermittlung der Plattengröße (US4111431, GB1574248).
    Der Direktor der SRT, Herr Mathiassen, war gut mit den Familien Bang und
    Olufsen befreundet und stellte den Kontakt für A.F. Don her.
    Infolgedessen wurde Acoustical 1961 Importeur von Bang & Olufsen
    für die Niederlande.
    Eigentlich wollte Adolf Don nur die B+O-Tonabnehmer für die Triotrack-Geräte
    importieren, weil er mit der Einführung der Stereo-Schallplatten, Ende der Fünfziger
    Jahre, nach einem neuen Lieferanten suchte, der nicht nur Kristall-Systeme anbot,
    wie es Ronette und Acos taten. Doch Bang & Olufsen bestand darauf,
    Acoustical solle entweder das komplette Programm vertreiben oder bekäme
    gar nichts. Don soll das Risiko, die ganze B&O-Produktpalette
    einzukaufen, mit den Worten angegangen sein: „Wenn ich die
    Fernsehgeräte, Radios und die anderen Sachen nicht an den Handel
    verkaufen kann, dann verkaufe ich sie halt an mein Personal.




    Der Erfolg gab Don recht und Acoustical wuchs. Im Oktober 1962 kaufte er
    das Amsterdamer 6-Mann-Unternehmen Joboton seiner Freunde Joe und Ton
    de Boer, Hersteller der Jobo-, Joboton- und Jobophon-Plattenspieler,
    und expandierte im Sommer 1963 in größere Räumlichkeiten: Während der
    Verkaufsraum in Amsterdam verblieb, konzentrierten sich die Büros, das
    Lager, der Versand und der Technische Service im Koninginneweg in
    Kortenhoef. Die Räumlichkeiten dort sollen zunächst den Eindruck eines
    großen Lagers erweckt haben und waren nicht ausreichend ausgestattet;
    der nächste Stromanschluß für den Technischen Service beispielsweise,
    soll 200m entfernt gewesen sein, so daß mit langen Verlängerungskabeln
    gearbeitet werden musste, was dazu geführt haben soll, das des öfteren
    die Lötkolben nicht heiß genug geworden waren, um damit zu arbeiten.
    Der Anteil von B+O an dem Umsatz bei Acoustical stieg kontinuierlich. 1968
    wurde schließlich beschlossen, das Unternehmen in zwei Firmen
    aufzuteilen: Es entstand die Bang & Olufsen, Niederlande, und die
    Acoustical Handels-Mij., N.V., in Graveland kümmert sich um die
    Eigenprodukte. Das waren vor allem Mittelklasse-Verstärker und -Tuner
    im skandinavischen Design und professionell anmutende
    Plattenspieler-Laufwerke mit Papst Außenläufer-Motor, die Nachfolger
    der Jobo-Geräte der Brüder de Boer, die Acoustical mit Tonarmen
    von SME, Ortofon, Grace, Lenco, oder mit dem günstigen AB-Tonarm
    ausstattete, der in vielen niederländischen Radiostationen seinen
    Dienst tat.




    Mir ist nur eine Quelle bekannt, die zu Acoustical
    von einer eigenen Produktion berichtet: Dem Einbau von Chassis in
    Gehäuse in Bussum in den Fünfziger Jahren. Die von Acoustical
    übernommene Firma Jobo hatte eine Fertigung besessen, die aus lediglich
    vier Personen bestanden hatte, die in guten Zeiten in Handarbeit um die
    100 Plattenspieler in der Woche aus vornehmlich zugekauften
    Vorprodukten zusammengebaut haben sollen. Ob die Jobo-Acoustical
    selbst gefertigt waren oder von der SRT stammten, kann ich nicht sagen.
    Im Internet werden an einer Stelle zumindest technische Ähnlichkeit
    eines dieser Acoustical mit einem B+O bemerkt; dazu mag ich nichts
    sagen (Arnulf, hilfe!). Die Konstruktion des hier im Forum
    vorgestellten Acoustical 2800 http://forum2.magnetofon.de/sh…0327&highlight=acoustical
    läßt es jedoch als nicht unwahrscheinlich erscheinen, das auch eine
    „Handmade“-Fertigung durch Acoustical aus fertigen Vorprodukten möglich
    gewesen ist.




    Auf jeden Fall hat Acoustical, Niederlande,
    diesbezüglich ebensowenig mit der Acoustical Manufacturing in
    Huntingdon, England, dem Hersteller der Quad-Lautsprecher, Tuner und
    Verstärker, zu tun, wie ein deutscher Lautsprecherhersteller mit dem
    amerikanischen Tunerbauer „Pilot“ oder die Paderborner Rosita mit der
    britischen Verstärker-Marke „Audion“.







    Die Gestaltung des Acoustical SD800 und gleichsam die des Hansa Studio ist
    eindeutig skandinavisch inspiriert. So schreibt auch Schäfer in seiner Werbung
    anno 1973 für den Hansa 2000 von „modernstem skandinavischem Design“.
    Problemlos könnte man diesen Plattenspieler für einen B+O halten, so
    daß die Vermutung, er könnte bei SRT gebaut worden sein, nicht fern
    liegt.




    Zwei weitere Varianten des offensichtlich gleichen Gerätes
    gab es innerhalb des ITT-Konzern für die Marken ITT und Graetz,
    anscheinend jedoch nicht in Deutschland; zumindest habe ich diese als ITT 606
    und Graetz 505 verbürgten Plattenspieler in keinem deutschen Prospekt der zu
    erwartenden Zeitspanne gefunden!
    Offensichtlich war hier also ein OEM-Hersteller mit einiger Kapazität am Werke. Auch
    das Produktionsende der eigenwilligen Skandinavier paßt zur Ära der
    Übernahme von SRT durch B+O, die sicherlich wenig Bereitschaft hatte,
    im nun eigenen Werk für fremde Marken zu fertigen.




    Nach einem Haufen Theoretisierens nimmt man zunächst den Außenteller des neu
    erworbenen Plattenspielers ab. Ihr tut das nicht? Selber Schuld.
    Eigentlich tat ich das auch nicht, weil ich den für den Transport schon
    abgenommen hatte, aber den Spruch war ich der Dramatik schuldig. Denn
    unter dem Innenteller kommt ein grüner Aufkleber mit der Aufschrift: „Die Transportschraube
    wird bevor Klarmachen entfernt
    “ zum Vorschein. Nicht, das das wichtig wäre. Interessanter
    ist da schon der weißer Aufkleber mit der Beschriftung „Scan Speak SD 800“, die ich vorher
    nicht verraten wollte.
    Genau, Hansa-Akustik verkaufte 1973 auch Lautsprecherboxen. Wessen auch immer.
    Vielleicht skandinavischer Herkunft oder mit skandinavischen
    Komponenten? Zumindest zu den Hansa Studio 150 SL weiß ein
    polnischer Verkäufer von darin verbauten Scan Speak-Chassis zu
    berichten. War auf diesem Wege der Kontakt zu einem skandinavischen
    Hersteller zustande gekommen, der seinerseits den SD800 im Programm hatte?
    Schäfer war Anfang der Siebziger Jahre dabei, sein Distributionsgeschäft
    abzugeben. Stattdessen verkaufte er Lautsprecher unter einem eigenem
    Markennamen. Sollte der Plattenspieler der Beginn einer eigenen
    HiFi-Serie werden? Am Markt erschienen scheint diese nicht zu sein. Den
    Plattenspieler unter dem Namen „Hansa“ sehe ich jedoch vor mir.







    War die Schäfer-Akustik vielleicht zu klein,
    direkt beim OEM-Hersteller (SRT?) in ausreichender Stückzahl
    einzukaufen und hat eine Handvoll Ausstellungsstücke von seinem
    Chassis-Lieferanten, seinerseits ein OEM-Kunde, bekommen? Oder sollte
    Scan-Speak tatsächlich Plattenspieler gebaut haben? Eher nicht (meine
    Meinung, für die mich Scan-Speak Fans bestenfalls nach schriftlicher
    Voranmeldung schlagen dürfen). Ich tippe weiterhin auf SRT als
    Hersteller, was mir besser informierte Mitleser bestätigen, oder zur
    Not auch falsifizieren dürfen. Nun tut das aber bitte auch!







    Egal wo er herkommt: Ein Hingucker ist der Hansa
    auf jeden Fall. Werden die großen Dual oftmals aufgrund ihrer
    äußerlichen Ähnlichkeit zu den in früheren Zeiten in jedem Haushalt,
    nahezu in jeder Ecke stehenden kleinen Dual-Wechslern unterbewertet, so
    dürfte Hansa mit seinem, in der Form eines Pyramidenstumpfs,
    individuell gestalteten Plattenspielers eher das Problem der
    Einschränkung der Verbreitung gehabt haben, weil der im Lande zwischen
    Nierentisch und Gelsenkirchener Barock weder zur Wohnungseinrichtung
    noch zu anderen HiFi-Komponenten passte. (welch monströs langer Satz.)
    War die in Deutschland verbreitete Stil-Verweigerung ein Grund, warum
    die ITT-Derivate nicht in den Deutschen Prospekten auftauchten?
    Zumindest dürfte daraus die Seltenheit dieses Plattenspielers
    resultieren.
    Heute wirken der Hansa und seine Geschwister aufgrund
    ihrer zur Schau getragenen Modernität fast schon altertümlich. Denn im
    Gegensatz zu einem Thorens, im zeitlos empfundenen, weil kontinuierlich
    beibehaltenen Design, kann man ihn ob seiner Gestaltung sofort in eine
    vergangene Epoche einordnen. Er ist eindeutig in den Sechziger oder
    frühen Siebziger Jahren beheimatet, scheint in die Wohnung über der
    Garage eines Lamorghini Marzal von Marcello Gandini zu passen. Woanders
    hin nicht.
    Fast etwas unpassend wirkt dazu der knuffige, barocke
    Tonarm des Hansa, dessen verschiedene Kegelelemente auf Bildern ein
    wenig nach Baukasten aussehen. Jedenfalls wirkt der Arm etwas massig,
    daher altertümlich, wobei ich ihm das in technischer Hinsicht nicht
    unbedingt unterstellen mag. Doch hatten, abgesehen von PE, Elac und
    BSR, die Mitbewerber Anfang der Siebziger Jahre eher schlanke Tonarme
    im Programm.







    Die Namen der Plattenspieler, mit denen der Hansa konkurrierte, sind durchaus
    prominent: Braun PS500, Garrard Zero 100, Beogram 3000, Lenco L75, Thorens TD150,
    Perpetuum Ebner PE2020, Elac Miracord 770H
    oder Dual 1229 sind keinesfalls jüngere
    Konstruktionen, waren zum Teil schon betagt, als der Hansa debütierte.
    So fällt in diesem Kreis seine Andersartigkeit sofort auf: Die Frontbedienung.







    Ist die Schallplatte einmal aufgelegt und der
    Tonarm herangeführt, so bleibt die Stülp-Haube aufgesetzt: Drehzahl,
    Stop und der Tonarmlift können über die Drucktasten an der
    abgeschrägten Front des Plattenspielers bedient werden. Konsequent wäre
    in diesem Zusammenhang der Einbau einer Vollautomatik gewesen. Aber
    „Konsequent“ klingt nicht besser. Mein Hansa wird voll-manuell bedient.
    Eine niederländische Quelle nennt die ITT-Derivate „Halbautomaten“.
    Zumindest
    verringern die Drucktasten für das Auf und Ab des hydraulisch
    gedämpften Tonarms am Gehäuse das Risiko der Beschädigung der
    Schallplatte, weil die Haube nicht bei abgesenktem Arm abgenommen oder
    aufgesetzt werden muß, um an ein Hebelchen für den Tonarmlift zu kommen.
    Unter
    der Haube scheint es kaum ein Bedienelement zu geben. Auf den seltenen
    Bildern kann ich für die Version ohne motorisch betriebenen Tonarmlift,
    also auch ohne Tasten für den Lift auf der Front (http://www.grammofoon.com/Acoustical/acoustical_sd800.htm),
    nicht einmal einen Hebel für die manuelle Steuerung des Liftes
    erkennen, obwohl im Innern m eines Hansa eine Vorrichtung dafür
    vorhanden wäre. Also echte Handbedienung? Nur das Gegengewicht für die
    Einstellung der Tonarmbalance und ein verschiebbarer Ring am Tonarmrohr
    für die Einstellung des Auflagedrucks sind vorhanden.
    Antiskating?
    Pusteblume, oder ...kuchen. Nichts, was sich einstellen ließe. Nicht am
    Arm, nicht am Gehäuse. Noch will ich nicht versuchen, den Tonarm zu
    zerlegen um herauszufinden, ob mit dem Reitergewicht am Tonarmrohr
    gleichzeitig ein Federmechanismus eines Antiskating mit verstellt wird.
    Der
    Tonarm ist nicht einmal durch einen Anschlag begrenzt, kann in Postion
    „oben“ problemlos über seine Stütze hinweg und über das Gehäuse hinaus
    in eine 90°-Position geschwenkt werden.







    Als echtes Schaf im Wolfspelz verzichtet der
    Hansa auch auf jegliche Möglichkeit der manuellen Feinregulierung der
    Drehzahl und, konsequent, auf deren Kontrolle per Stroboskop. Das
    allerdings taten auch andere Plattenspieler-Hersteller seiner
    Generation so.




    So bleibt die Untersuchung der Inneren Werte um festzustellen, was er könnte.
    Vier
    Alu-Profilstreben mit um 45° auf Gehrung angeschrägten Enden werden im
    Rechteck als Rahmen zusammengesteckt und von unten mit einer
    Hartfaserplatte verschlossen. Der Plattenspieler ruht auf festen
    Gummipropfen als Füße. Das Chassis besteht aus einer schwarz lackierten
    Metallplatte.







    Teller- und Tonarmlager sind auf einem Subchassis
    befestigt, dessen Federweg jedoch recht kurz ist und kaum justiert
    werden kann. Im Prinzip besteht dieses „Chassis“ aus einem Bügel, auf
    dem das Tellerlager und der Tonarm ruht, und der an beiden Seiten in je
    einen Quersteg endet, die an beiden Seiten mit einer Schraubfeder mit
    dem Chassis verbunden sind; um einen Anschlag zwischen Subchassis und
    Chassis zu vermeiden, liegt um jede Schraubfeder ein Schaumstoffring.
    Damit im Transportfall das Subchassis festgestellt werden kann, gibt es
    an einer Stelle die Möglichkeit, beide Chassis mit Hilfe einer Schraube
    miteinander zu verbinden. Etwas wenig. Aber Plattenspieler wollen auch
    nicht wirklich transportiert, sondern bestenfalls verwöhnt werden. Sind
    vielleicht Tonbandfans Hunde-, dafür Plattenspielerbetreiber eher
    Katzenliebhaber?







    Die Kurzhubtasten leiten ihre Befehle mit einer biegsamen Welle, einem Stößel und durch Kabel weiter.







    Unter dem bereits abgenommenen Außenteller
    (1248g) schlummert ein Metall-Innenteller (488g), der per Flachriemen
    mit der Motorachse verbunden ist. Der Pulley ist kegelförmig und hinter
    einer höhenverstellbaren Gabel gelegen, mit deren Hilfe der Riemen auf
    unterschiedliche Ebenen des Pulley gehoben werden kann. Thorens läßt
    grüßen.







    Der unbezeichnete Motor sieht eher etwas nach einer Blechdose aus und hat
    wohl recht wenig mit dem Papst-Außenläufer der Jobo-Acoustical zu tun.







    Der Rohr-Tonarm wird in seinem Ruhezustand in
    einen Plastik-Halbring, der auf der Tonarm-Stütze thront, geklemmt. Er
    wird manuell an die gewünschte Stelle geführt und mit einem festen
    Druck auf die tief einfedernde Taste des Tonarmlifts, abgesenkt. Der
    Motor startet durch einen Druck auf eine der beiden Tasten für die
    gewünschte Drehzahl 33 und 45 U/min. Angehalten wird der Motor über die
    Stop-Taste.
    Der Tonarmlift ist hydraulisch gedämpft, senkt sich aber
    recht schnell und massiv. Das Laufgeräusch meines Hansa ist deutlich
    vernehmbar; denkbar das ihm etwas Öl helfen könnte, seine Äußerungen
    für sich zu behalten.
    Alles in allem ist der Hansa im Vergleich mit
    seien Zeitgenossen sicherlich kein Spitzen-Gerät. Ein Unikum ist er auf
    jeden Fall! Er darf bleiben.




    Technische Daten:
    Typ. Halbautomat oder voll-manuell
    Gehäuse: Leichtmetall-Zarge mit Rauchglas-Abdeckung
    Maße: 44 x 13 x 39 cm
    Gewicht: 6,5 kg
    Bauart: Subchassis
    Antrieb: 16 pol-Synchronmotor
    Kraftübertragung: Riemen-Antrieb des Innenteller
    Bedienung: Drucktasten-Frontbedienung für Drehzahl, Stop, und optional Tonarmlift
    Drehzahl: 33 und 45 U/min
    Plattenteller: Diameter des Außenteller 31cm, Gewicht 1,8 kg
    Tonarm: dynamisch balancierter Rohr-Tonarm, 236 mm Länge, Auflagekraft am Tonarmrohr von 0,5g bis 3g einstellbar
    hydraulisch bedämpfter Tonarmlift, optional elektronisch gesteuert
    Wow & Flutter: < 0,1 % (DIN 45507)
    Rumpel: < 65 dB (DIN 45539)
    Produktionszeit 1973-77
    Tonabnehmer: Audio Technica AT66 oder Grado FCR







    Quellen:
    Hanns Schäfer
    http://www.my-micro.de/tips-micro.htm
    HiFi-Stereophonie 3/1971, Nachrichten
    HiFi-Stereophonie Testjahrbuch 1973, S.117
    LS-Boxen: HiFi-Jahrbuch 1975, '76, '78, FonoForum HiFi-Report 1977, DM HiFi-Handbuch 1977 etc.
    SD800
    http://www.grammofoon.com/Acoustical/acoustical_sd800.htm
    http://www.grammofoon.com/Graetz/graetz_505.htm
    http://www.hifi-forum.de/viewthread-84-13796.html
    HiFi Stereophonie Testjahrbuch 1973, S.117
    Geschichte Acoustical
    http://www.beofriends.nl/nlpages/beonl.htm
    http://www.freepatentsonline.com/4111431.html
    Jobo/Acoustical-Geräte
    http://www.gerardoortwijn.nl/C…k=section&id=16&Itemid=56
    HiFi-Jahrbuch Nr. 3 bis 6, Audio 1/80, HiFi-Stereophonie12/71 (Werbung), HiFi-Stereophonie TJB '73 (Verstärker-/Tuner-Test)
    http://forum2.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=8210 Posting Nr. 002
    Triotrack
    http://www.radiomuseum.org/r/triotrack_civ.html
    http://electricgramophone.nl/triotrack/triotrack.html
    http://www.gerardoortwijn.nl/C…=section&id=59&Itemid=100
    SRT
    http://goto.glocalnet.net/bosr…s/domesticelectronics.htm
    http://www.vinylengine.com/phpBB2/viewtopic.php?p=80202




    Falls jemand von Euch mehr über dieses absonderliche Designstück zu sagen hat, immer her damit!




    Tschüß, Matthias

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    - Bezug zum Vorstand der AAA


    o In besonders strittigen Fällen des Forums fungiert der AAA-Vorstand als Beschwerdeinstanz.


    o Bezüglich des Forenablaufs hat der AAA-Vorstand keine Entscheidungsbefugnis.


    o Sieht der Vorstand der AAA durch Vorgänge im Forum die Belange des AAA e.V. als beeinträchtigt an, so erfolgt ein Hinweis an die Moderatoren mit der Aufforderung, umgehend die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen. Die Anrufung des AAA-Vorstands durch die Moderatorenschaft oder durch den Verwaltungsrat wird hiervon nicht berührt.



    1. September 2009