Posts by SequerraFan

    Nun, vlelleicht ist es eine Form, um uns um eine Meinung zum Gerät zu bitten.


    Hier ist meine:


    schöne Optik, FM gut, MW sehr limitiert durch Synthesizer-Noise. Sync-Detector für SW unbrauchbar, das gilt leider auch für den SAT 700, den ich sehr gut kenne. GRUNDIG verwendet darin den gleichen Chip, der im SONY 2001D wahre Wunder vollbringt, wenn es um kritischen MW- und SW-Empfang geht und bekommt dann die umgebende Elektronik nicht sauber in den Griff.


    Klang: arm. Anders kann ich das im Vergleich zu ITT et al. nicht anders sagen.


    Dauerproblem im SAT 500 scheinen die keramischen Kondensatoren in der AM-Oszillator Sektion zu sein. Ich selbst hatte das an meinem immer mal wieder. Keine so ganz einfache Reparatur.


    Leider sieht man am SAT 500 welche Sparpolitik damals bei GRUNDIG einzog. Manchmal glaubt man bei diesen Radios, die Ingenieure hätten alles, aber auch wirklich alles vergessen, was im Konzern jahrzehntelang an Wissen und Erfahrung erarbeitet worden ist.


    Ein Beispiel gefällig? Die Verwendung eines Dual-Gate MOSFET für eine AM- Langwellenstufe ist wegen des (seit jahrzehnten bekannten) Funkelrauschens eines solchen Typs geradezu grotesk. Das konnte GRUNDIG schon 1930 viel besser! ALLE alten Grundig Radios (bis zum 2100) sind im Empfang um Längen besser.


    Ein weiteres Beispiel ist die schlechte Arbeitspunkteinstellung der RF-Transistoren, die quasi als Funktion der Betriebsspannung arbeiten. Im SAT 700 ein wenig besser gelöst, aber dennoch blamabel. SAT 500/700 sind umgebaute Autoradios mit Henkel und kleinem Lautsprecher. Auf UKW kann man zumindest die ZF-Stufen einigermaßen gut mit 110kHz Keramikfiltern nachrüsten, dann wird die Trennschärfe ordentlich. Noch mehr Selektion ist dann wieder wegen der nicht ausreichenden Begrenzerverstärkung nicht drin.


    Immerhin gibt es eine IEC-Antennenbuchse und die Stufe ist an die Antennenimpedanz recht gut angepaßt.


    Ein SONY 2001D hängt den SAT 500/700 auf MW/LW und besonders SW locker ab. Klingt aber nochmals erheblich dünner.
    Gegen einen ITT, Nordmende oder ... bekommt der SAT 500 klanglich gar keinen Stich.


    Stay tuned


    Ralph


    Du meinst die drei Tantal-Elkos im Demodulator-Kästchen (1 x Ratio-Detektor, 2 x Tiefpass für die AGC)? Ja. Zum Tauschen sind das die fiesesten; die hätte ich noch vor mir. Ob die allerdings wirklich getauscht werden müssen?


    Gruß


    Thomas


    Du willst doch das Radio optimal wieder herrichten und nicht nur die halbe Arbeit machen, oder? :D


    Stay tuned


    Ralph

    Gibt es bei den Vintage Geräten der ITT Touring Serie .... wesentliche Klangunterschiede zwischen den älteren und moderneren Varianten?


    Thomas


    Das wurde bereits ausführlich in diesem und einem Parallelthread behandelt. Bitte benutze die Suchfunktion.
    Natürlich hat jeder Hersteller "seinen" Klang. Den vom ITT finde ich am ausgewogensten. Die Grundigs sind z.B. ungeheuer fett im Bass.
    Die kann man immer leicht heraushören.


    Stay tuned


    Ralph

    @ Thomas (Belcanto):


    Also für mich klingt der ITT deutlich besser, als der Telefunken oder der Nordmende. Ich habe die Radios hier und kann jederzeit A/B/C vergleichen.
    Das ist allerdings mein ganz persönlicher Geschmack.


    Der ITT ist im Service ein Biest, z.T. sehr komplizierte Fehlersuche, AM-Drehko aufarbeiten und Elkos tauschen klingt trivial, ist aber selbst beim 30x mal (spreche aus Erfahrung) nicht vorhersagbar. Man muß eine Menge von diesen Radios machen, um sicher zu sein, daß man das Gerät wirklich verbessert.


    @ Thomas (paschulke2):


    Du sprichtst von Elkos (tauschen). Hast Du auch an die im Dekoder gedacht? Ja ?


    Stay tuned


    Ralph

    Zitat von »SequerraFan«
    Ist mir in den letzten 15 Jahren noch kein einziges Mal vorgekommen.



    Gilt das auch für seltene Germaniumtransistoren, wie z.B. OC 169, OC 74, OC 171M, AD 155 usw.?


    Hallo Thomas.


    ich habe jeden dieser Typen mehrfach auf den Messen gesehen. Das ist Standartware für einen motivierten Händler. Vielleicht nicht auf der Interradio, aber in Riquewihr gibt es die ganz sicher. Ich selbst war auf der Suche nach AD 161/162 und wurde binnen weniger Minuten fündig.


    Der OC 169 und der AD 155 waren auf Ebay in Sekunden zu finden.


    Ich weiß also wirklich nicht, weshalb Du behauptest, daß diese nicht mehr erhältlich sind. Auf Ebay schaut man doch üblicherweise zuest oder?


    Stay tuned


    Ralph


    Kenne das Radio gut. Und vor allem das Original. Das war leider in vieler Hinsicht besser, wenn auch ohne DAB+.


    Empfehlung: suche Dir aus der langen Liste der hier vorgestellten guten Radio eines aus und gleich auch noch einen Techniker Deines Vertrauens, dann wirst Du in Summe mit einem zeitlos eleganten Radio belohnt, daß Dir lange Freude machen wird.


    Stay tuned


    Ralph

    Soeben online gefunden:


    29.11.13. - Das Zürcher Radio 1 verlässt DAB+


    Für viele nicht unbedingt nachvollziehbar, aber wahr: Radio 1 von Roger Schawinski verliess heute nach nur gerade einem Jahr das Nordschweizer DAB+ Ensemble. Begründung ist, dass die Technologie zu teuer sei und zu wenige Zuhörer erreicht.


    Dem kann ich nichts weiter hinzufügen.


    Stay tuned


    Ralph


    Nach dem Service-Manual fragte ich hauptsächlich wegen der Vorgehensweise beim Abgleich. Er wurde ja gemäß Wieschhoff selbst für die vorabgeglichenen TOKO 6-kreis Filter nochmals optimiert, bis die gesamte Durchlaßkurve des 10,7MHz ZF Verstärkers die erforderliche bzw. gewünschte Bandpaß-Form erhielt. Der Aufwand dazu hat maßgeblich zu dem hohen Endpreis beigetragen, was mir auch mal von einem Burmester-Mitarbeiter auf einer High-End Messe der 80er betreffend des 931 gesagt wurde.


    Stimmt genau. Und genau deshalb wirst Du das auch in keinem Service-Manual finden. So etwas muß man sich selbst erarbeiten. Was Du brauchst, sind Sender, Wobbler und Klirranalysator, damit Du Form der ZF-Kurve, Durchlaßcharkteristik und den inhaerent vorhandenen Klirr aufeinander optimieren kannst. Wenn Du's noch ein wenig komplexer haben willst, dann nimm zwei Signalgeneratoren.


    Stay tuned


    Ralph


    P.S.


    Ich weiß nicht, ob RW auch am 931 beteiligt war. Meinst Du den 915er vielleicht? Auch damit war er nie ganz glücklich. Sicher, seine gute ZF-Platine war drin, aber DYNAS statt Quarzfilter war nicht immer der Weisheit letzter Schluß. Außerdem fehlte es dem 915 an HF-Dynamik, was auf ein nicht ganz perfekt entwickletes Frontend schließen ließ.

    An so einem ITT wirst Du eine Menge Freude haben.


    Gleiche Erfahrung hier bzgl. DAB+. Kein Empfang in der Küche, obwohl Ortssender.
    Am Fenster im Wohnzimmer Empfang möglich, aber da wollte meine Frau eben keinen Herd. :D


    Der ITT empfängt auch in der Küche alles, was hier angeboten wird. Und das in bester Soundqualität.


    Stay tuned


    Ralph

    Oh je.


    Aus dem "Vergleich" dieses Experten hier nur eine Zeile:


    ITT 103,....Eine Reinigung der Kontakte ist schwierig bzw. bedingt durch die Bauweise der Tastschalter nicht möglich.


    Völlig falsch! Es ist sogar im Service Manual explizit beschrieben, wie das geht! Es sind sogar exakte Zeichnungen für BEIDE Hersteller dieser Tastensätze angegeben.
    Wer möchte, kann sich ja das Manual im Radiomuseum einmal selbst ansehen.


    Ich mache das für einen Touring 10X in unter 10 Minuten. Die Kontakte sind aus Messing und von daher wesentlich weniger oxidiert, als zum Beispiel beim sonst so hochgelobten Grundig (da dort versilbert und meistens durch Schwefeleinwirkung schwarz).


    "Obwohl die Schieberegler des Telefunken Bajazzo Universal 301 auch zum Verschmutzen (Verstauben) neigen und dann letztendlich kratzen, sind sie sehr leicht zu reinigen."


    Bei den Tourings kann man das mit einem einfachen Q-Tip und z.B. Fader Lube bei geöffnetem Gerät ebenfalls völlig problemlose, da die Potis fast frei stehen und gut zugänglich sind.


    Wie ein Radio mit einem dermaßen vereinfachten FM-Teil einem Touring beim Empfang Paroli bieten kann, erschließt sich mir ebenfalls nicht.


    Wieder einmal so ein Fall, wo ein selbsternannter "Experte" seinen Unsinn weltweit veröffentlichen darf.


    Stay tuned


    Ralph

    Weil Wieschhoff nicht wollte, daß Hinz&Kunz ihn kopiert.


    Es ist typisch für diese Szene, daß er z.B. an einen Interessenten Informationen und Bilder zu seinem Mechanikupgrade verschickte, nur um dann eine Kopie seines M-Kits bei Ebay zu finden. Das auch noch mit seinem Namen, um den Verlaufserlös zu optimieren.


    Stay tuned


    Ralph

    Interessant zu wissen wäre es, welche Service-Manuals existieren zu diesem Modell und dem FM3003, der im Gegensatz zum FM2002 nicht mehr bei K+H, sondern bei RESTEK gefertigt wurde.
    Letzterer wurde kürzlich angeboten im meiner Region:
    http://www.ebay.de/itm/Wieschh…-Topzustand-/160635531051


    Es gibt zu beiden Geräten kein Service Manual. Serviceanfragen wurden auch von K&H immer zu Wieschhoff weitergegeben, der sich mit großem Aufwand und Engagement um seine Tuner kümmerte. Zum FM 2002 existiert der Schaltplan, ich habe sogar die Blaupause davon. Eigentlich ist die Schaltung soweit bekannt und sollte von jedem, der sich in HF-Technik auskennt, verstanden werden können. Hie und da tauchen FM 2002 mit Netzteilproblemen auf, die sind leicht reparierbar.


    Zum FM 3003 gibt es nicht einmal einen Schaltplan, aber bei Restek sollte einer vom Metrik vorhanden sein. Dem fehlt dann die X-Platine, aber das sollte nicht das Problem sein.


    Stay tuned


    Ralph

    Genau, das ist der, der nicht T-100 heißt, sondern einfach nur Touring International.
    Jedenfalls steht es so im Manual und auf einem Aufkleber im Batteriefachdeckel.
    Aufkleber links oben unter der Skala, leicht anderes Design der Skala (z.B. bei LW zu sehen).


    Dieses Gerät hier: Klebstoffreste auf dem hinteren Gitter rechts neben Schraube. Das kann man auch "schön" machen.
    Gleiches gilt für die eingeklebten Streifen im Batteriefach. Die sollen Rattern der Batterien verhindern. Schön, daß sie hier ersetzt wurden.
    Leider schief. Und die Klebstoffreste der alten Streifen sind auch nicht entfernt worden. Wenn der "Abgleich" mit der gleichen Sorgfalt gemacht wurde ....


    Kleiner Fehler von meiner Seite: das Netzteil hat nur 7,5V Ausgangsspannung bei max. 250mA. Ich hatte 9v in meiner letzten Email gesagt, hatte es mit dem vom SAT 700 verwechselt.


    Stay tuned


    Ralph

    Sehr interessant, vielleicht habe ich ja dann Glück einen Nicht-Holzimitat-Touring zu ergattern.
    Was ist eigentlich mit den Typen 100 bzw. 104, sind das vom Grundsatz her andere Geräte?


    Jeder der Tourings hat das Holzimitat. Außer den paar in schwarzer und beiger Farbe. Ob man das für eine Messe gemacht hat???


    Einen Tourng 100 gibt es meines Wissens nicht. Der "Ur-Typ" ist der Touring International, einfach so, ohne Nummer.
    Dieser hat Schildchen links oben, an der Skala, statt unten links. Externes 9V Netzteil, statt eingebautes 12V. Etwas geringere Leistung.
    Hie und da ein anderes Bauteil, aber die Schaltung ist grundsätzlich gleich.


    Den 104 habe ich nicht extra erwähnt, weil es ein großer Schritt rückwärts ist. Da die Kunden wohl mehr "Komfort" wollten, gab es für UKW und AM Stationstasten mit Stellwiderständen, also basiert die UKW Schaltung auf einer Varaktorabstimmung. Jeder hier weiß, daß ich kein Freund davon bin, die HF-Dynamik ist immer wieder ein Problem, wenn jemand in Sendernähe wohnt.


    Alles im 104 ist moderner: AM/FM per Spannung, Quadraturdetektor statt Ratio etc., bessere Stabailisierung, keramische ZF-Filter (altersbedingte Drift!), TBA 480 als ZF-IC.... Für mich sieht das mehr nach einen Autoradio aus, da kann ich dann gleich das GE Superradio II mit seinem Telefunken Chip nehmen. Das geht auch bis 108 auf UKW, MW ist ebenfalls sehr stark. Der Klang: na ja ...


    Die Audioschaltung im 104 ist in einem IC verwirklicht (TBA 810), das sich nicht feinjustieren/abgleichen läßt. All' das haben nur die "orignalen" Tourings.


    Am allerschlimmsten sind die Schieberegler. Die mag ich überhaupt nicht an Radios. Viel zu "offen".


    Immerhin gab es eine recht modern (silber) aussehende Gehäusevariante vom 104.


    Was danach noch als Touring 105-109 kam, war ein Witz.


    Zusammengefaßt: such' Dir Deinen Touring 101-103 aus, vor Weihnachten wirst Du ihn bestimmt bekommen. Wenn nicht, PN an mich.
    Die Knöpfe am 102/103 sehen auch ein wenig anders aus.


    Stay tuned


    Ralph


    P.S.
    Hier nochmals zum Vergleich:


    [Blocked Image: http://up.picr.de/16499701xu.jpg]


    und


    [Blocked Image: http://up.picr.de/16499839ts.jpg]

    Zusätzlich hat der 101 noch einen "harten" Antennenschalter, für eine Außen- oder besser Autoantenne.
    Für die ITTs gab es Einschübe, die man unter das Amaturenbrett montieren konnte. Das Radio hat bei 13,8V satte 5W Leistung und strahlte dann in den Fußboden ab.
    Das war schon recht laut.


    Auch ist in der Schaltung das eine oder andere Bauteil geändert, aber das ist eher akademischer Natur. Die Grundschaltung ist identisch, die Bestückung auch.
    Allen gemeinsam ist der gute FM-Empfang, die gespreizte Mittelwelle und der hervorragende Klang aus diesem doch noch kompakten Gehäuse.


    Beim "Ur-Typ", also Touring International (ohne Nummer), gab es ein externes Netztzeil mit 9V.
    Das eingebaute NT der Typen 101-102-103 hat 12V und damit etwas mehr Leistung.


    Jedes Gerät gab es in Holzoptik und schwarzen Gehäuse, sowie einer Krokolederimitation. Sieht m.E. grausam aus.
    Hie und da waren bei Ebay weiße/beige Geräte zu sehen. Keine Ahnung, woher diese Farbe stammt.


    Die Farbschemata der Skalen wurde von Typ zu Typ leicht verändert, der 103 bekam einen Grill mit Waffeloptik.


    Stay tuned


    Ralph

    Stimmt, das ist mit ein Grund, weshalb ich den Touring so mag.


    Garantiert diese doch für ein Kofferradio recht komplexe FM-Schaltung eine große Linearität hinsichtlich des Ausgangssignals bei schwachen Sendern oder stark fluktuierendem Signalpegel.


    Stay tuned


    Ralph

    Der Panasonic ist der Maßstab, an dem sich die Sangeans 909 und SONY 7600 (D/DS) messen lassen müssen.


    Der RF-B65 hat ein Metallgehäuse statt Plastik, kennt keine Empfindlichkeitsprobleme über 7 MHz (wie der Sangean) und klingt sehr gut.


    Verarbeitung ist wertig (wenn man in dieser Klasse davon sprechen will), der Empfang hervorragend. Auch auf Mittelwelle.


    Der Sangean 909 hat dem nur ein schalbares SSB-Filter entgegenzusetzen und eine Displaybeleuchtung.


    Der Panasonic RF-B65 benötigt einmal 4xMignon-Zellen für das Radio und 2xMignon für Display und Speicher.


    Alles in allem: für 50 Euro kannst Du da nichts falsch machen.


    Aufpassen: nicht jede Version hat eine externe Antennenbuchse. Die ist wünschenswert.


    Stay tuned


    Ralph