Posts by mvd

    Selbst bei Digitalisierung einer mittelgroß wachsenden Musiksammlung macht das aber schon schnell einen Unterschied im Terrabyte-Bereich, der sich nicht unbedingt für jeden rechnet.

    Ich nehme grundsätzlich mit 24 Bit / 192kHz auf und bearbeite auch in diesem Format, alles was zu bearbeiten ist. Die 24 Bit schenken mir einen großen Headroom beim Aussteuern und die hohe Abtastfrequenz ermöglicht mir den Einsatz eines sanften Anti-Aliasing-Filters vor dem A/D-Wandler.

    Das hat also durchaus klangliche Vorteile.


    Wenn alles fertig ist und die einzelnen Dateien nicht mehr weiter bearbeitet werden müssen, rechne ich sie um in 16 Bit / 44,1kHz.

    Zum anhören ist das mehr als ausreichend und man kann keinen Unterschied zur ursprünglichen Datei in 24/192 hören.


    Es sei denn man weiß welche Datei gerade abgespielt wird. ;)


    Gruß

    Michael

    diese Aussage hat sich hauptsächlich auf die verbauten Elektrolytkondensatoren bezogen.

    Ja, das stimmt. Das sind eben Bauteile, in denen ein chemischer Prozess abläuft, und die brauchen hin und wieder Spannung, damit sich dieser Prozess nicht irreversibel umdreht.

    Wenn sich die chemische Isolierschicht zwischen den Elektroden komplett abgebaut hat, stellt der Elko einen Kurzschluß dar!


    Sehr alte Elkos kann man noch versuchen neu zu formieren, indem man ganz vorsichtig mit einer sehr kleinen Spannung anfängt und diese dann über Stunden und Tage immer weiter erhöht.


    http://www.jogis-roehrenbude.de/Elko-Neuformatieren.htm



    Mit dieser Methode habe ich schon Elkos aus Geräten aufgefrischt, die über 50 Jahre lang nicht eingeschaltet waren.

    Originalität ist alles beim restaurieren und bevor ich einen neuen Elko in ein altes Gerät einbaue, versuche ich es lieber so.


    Gruß

    Michael

    Du kannst in Audacity auch vorher die gesamte Datei "normalisieren" nie ein Einzelstück!

    Damit erreichst du, daß das lautesten Ereignis deiner Aufnahme - 1 dB laut ist, und die anderen Stücke in Differenz dazu stehen!

    Sehr richtig! Vorsicht mit der Funktion Normalisieren.


    Wenn man jedes einzelne Stück für sich normalisiert, stimmt nachher die Lautstärkestruktur des Albums nicht mehr.


    Das ist ein großes Problem bei Streaming-Diensten. Die versuchen natürlich ihren Kunden eine möglichst gleichbleibende Lautstärke zu liefern, damit man nicht immer am Poti nachstellen muß. Deshalb haben die von jedem Stück 12 oder mehr verschiedene Versionen, die unterschiedlich laut sind.


    Blöd ist das nur, wenn man zB. ein ganzes Album hört, wo ein einzelnes Stück vom Künstler absichtlich deutlich leiser belassen wurde. Das wird dadurch komplett ausgehebelt.


    Gruß

    Michael

    Wie machst du das genau mit der kurzen Pause zwischen den einzelnen Stücken in Audacity?

    Sorry, das weiß ich nicht. Mit Audacity habe ich noch nicht großartig gearbeitet, weil ich dazu das Programm Wavelab von Steinberg nehme.


    Da mache ich es wie folgt. Eine Seite Schallplatte ist nach der Aufnahme eine große Datei. Man sieht ja rein optisch sehr gut, wo die Pausen zwischen den Stücken liegen. Ich setze also am Anfang des Stückes einen Marker und am Ende. Alles dazwischen kopiere ich und füge es als neue Datei im Programmfenster ein. Namen vergeben, fertig.


    Vermutlich geht das in Audacity genauso, oder zumindest sehr ähnlich.


    Gruß

    Michael

    Gut, es geht also voran. :thumbup:


    Du mußt jetzt nur darauf achten, daß du den Eingangspegel auch nicht zu hoch einstellst, so daß der A/D-Wandler übersteuert wird. Besonders bei Schallplatten mit heftigen Knacksern ist das sehr wichtig.


    Wenn du bei einem analogen Aufnahmegerät übersteuerst, entstehen ja auch Verzerrungen, wenn auch nicht ganz so schlimm.

    Übersteuerst du aber ein digitales Aufnahmegerät wie deinen PC, dann klingt das ganz furchtbar und diese Verzerrungen wirken für einige Millisekunden nach.


    Also acht immer darauf, daß du ein gutes Stück unterhalb von 0dB bleibst.


    Deshalb nimmt man auch immer mit möglichst hoher Auflösung auf. Also besser mit 24 Bit als nur mit 16 Bit. Dann kann man oben genügend Headroom für laute Störgeräusche lassen und ist ganz unten immer noch weit genug vom Rauschen weg.


    Auch während der Bearbeitung beläßt man die Datei am besten in 24 Bit Auflösung und rechnet erst ganz zum Schluß als letzten Arbeitsgang in 16 Bit um.


    Gruß

    Michael

    Moin Klaus


    Steffen hat Recht, das analoge Signal von der Vorstufe muß natürlich mit ausreichend hohem Pegel am Eingang des A/D-Wandlers anliegen.

    Deiner Beschreibung nach ist es aber viel zu leise, sodaß der Wandler nur das viel zu kleine Signal und eben das normale Rauschen umsetzen kann.


    Geh mal direkt aus deinem Tape-Deck in den Rechner, laß die Vorstufe versuchsweise mal weg.

    Dann sehen wir weiter.


    Gruß

    Michael

    Man muss nach jedem Song stoppen und neu digitalisieren, wenn man am Ende wie bei einer CD zwischen den Titeln springen will.

    Nicht unbedingt. Ich nehme immer eine Seite einer Schallplatte als eine Datei auf und teile die dann hinterher in die einzelnen Stücke auf.


    Bei einem Album, bei dem die Stücke direkt ineinander übergehen, kannst du es sogar nur so machen, sonst hast du später immer einen kleinen Aussetzer oder eine Wiederholung von einigen Millisekunden drin. Sehr unschön.


    Also lieber in einem Rutsch aufnehmen und hinterher auf digitaler Seite editieren. Da kann man auch immer wieder von vorn anfangen, wenn man sich angewöhnt, nur mit Kopien der Aufnahme zu arbeiten.


    Gruß

    Michael

    Erkennt da mein PC die Hifi-Analoggeräte wirklich?

    Nein, das kann er nicht und das ist auch nicht nötig.

    Dein Betriebssystem kennt aber die interne Soundkarte, die ja heute auf jedem Mainboard integriert ist und das reicht.


    Du brauchst jetzt nur eine Audiosoftware wie Audacity zum Aufnehmen und dann spielst du einfach die Cassetten / Platten ab und nimmst mit Audacity die Ausgabe des internen Soundchips auf.

    Wie ich oben schon schrieb, ein Adapter von RCA auf Stereo-Klinke 3,5mm ist alles was du brauchst. Den steckst du dann in Line-in, nicht in Mic-in und los gehts.



    Die Fotos des externen Wandlers zeigen was los ist. Er hat gar keinen USB-Anschluß, ist also wenig geeignet um am PC angeschlossen zu werden.

    Du bräuchtest eine spezielle Audiokarte im PC, die einen sogenannten S/PDIF Eingang - entweder Koaxial oder Optisch - bereitstellt. Hast du bestimmt nicht, also vergiß das Ding.


    Gruß

    Michael

    Ok - was ich verstehe: Ich kann nicht auf den Line In auf der Rückseite des PC's. Aber könnte ich über einen USB-Anschluss? Das bräuchte dann ein Kabel Cinch auf USB, in meiner Situation. Daraus resultieren wiederum 2 Fragen:
    1. Ist es technisch möglich?

    2. Kann ich so ein Kabel kaufen?

    Der Line in am Pc ist ein analoger Eingang. Da könntest du direkt aus deinem Tape Deck oder deinem Entzerrervorverstärker hineingehen, wenn du einen Adapter von RCA auf Stereo Klinke 3,5mm benutzt. Dann könntest du den internen A/D-Wandler des PC benutzen, der sicherlich auch eine Abtastfrequenz von 96kHz beherrscht.


    Wenn du einen externen A/D-Wandler benutzen willst, mußt du dessen digitale Signale in den PC bekommen. Meistens haben externe Wandler einen USB-Anschluß dafür.


    Gruß

    Michael

    Aber von Schallplatte digitalisierte Musik habe ich nicht zufriedenstellend hinbekommen.

    Dazu muß man auch einen hochwertigen Wandler bemühen.


    Zumindest sollte er der Qualität des Plattenspielers und des Entzerrervorverstärkers angemessen sein.


    Wenn das alles von guter Qualität ist, gelingen hervorragende Aufnahmen, die vom Original nicht zu unterscheiden sind.


    Gruß

    Michael

    Moin Klaus


    Normalerweise werden A/D-Wandler per USB an den Rechner angeschloßen.


    Ob du dir die viele Arbeit aber wirklich mit einem Gerät der Fa. Goobay machen willst, solltest du nochmal durchdenken. Die klangliche Qualität wird in sehr engen Grenzen bleiben.


    Als Aufnahmesoftware kannst du kostenlose Software wie zB. Audacity benutzen. Die entstandenen Wave-Dateien kannst du damit hinterher auch bearbeiten.


    Gruß

    Michael

    Ich glaube Aalt vdH nimmt auch an mehreren Stellen Sekundenkleber, um die Tonabnehmer zu bauen.

    Das kann schon sein, aber sicherlich nur bevor der Dämpfungsgummi eingebaut wird.


    Die Dämpfe von Cyanacrylaten sind wie schon gesagt recht agressiv und greifen einige Kunststoffe chemisch an. So werden amorphe, durchsichtige Kunststoffe häufig blind und spröde an den Stellen, an denen die Dämpfe vorübergezogen sind.


    Die Versprödung ist auch das Problem an einem komplett zusammengesetzten System, denn man weiß ja nicht, aus welchem Material das Dämpfungsgummi hergestellt wurde und ob es von den Kleberdämpfen angegriffen wird. Eine Versprödung des Dämpfungsgummis ist natürlich klanglich der GAU.


    Sagen wir es mal so, wenn das System morgen noch spielt und wie gewohnt klingt, hast du nochmal Glück gehabt.


    Gruß

    Michael

    Dumme Bemerkungen helfen dem Frank nun so gar nicht.

    Du solltest dich umbenennen in "Phrasenschmied".

    Ich versuche jetzt mal die Muttern mit Sekundenkleber


    Sicher hätte ich auch erst mal eine Viertel Stunde lang einen ausführlichen Beitrag schreiben können.


    Lieber war es mir aber, das schlimmste jetzt zu verhindern.


    Also bitte erst denken und dann meckern.


    Gruß

    Michael