Posts by mvd

    aber ich kann mich ja irgendwann nochmal ransetzen


    Falls du nochmal alles neu machst, ein Verbesserungsvorschlag.


    Dreh alle Leiterplatten um. Du führst jetzt den extrem empfindlichen Eingang des Verstärkers quer durchs Gerät an die Vorderseite. Das ist schlecht. Platziere die Verstärkerplatinen so, daß der Weg von den Eingangsbuchsen zur Leiterplatte so kurz wie nur irgend möglich ist. Deutlich weniger Störungen sind die Belohnung.


    Und die häßlichen Schalter gucken dann nach hinten raus, auch ein Vorteil, denn man muß da ja nur sehr selten mal ran.


    Die Netzteilplatinen drehst du dann auch noch um, damit die Trafos so weit wie möglich entfernt vom Eingang zu liegen kommen.


    Gruß

    Michael

    Als Röhren-Spielpartner für die Neumann sehe ich Vorstufen mit möglichst geringer Ausgangsimpedanz (meistens wohl mit Ausgangsübertragern), die der Studionorm nahekommen.


    Für den Bastler wäre der Raven von Lynn Olson eine hervorragende Wahl.


    http://www.nutshellhifi.com/triode1.html


    Der Ausgang ist so niederohmig, daß er sogar Kopfhörer treiben kann.


    Allerdings ist das kein billiges Vergnügen. Die Bauteile haben einen recht hohen Anschaffungswiderstand von etwa 2 Kiloeuro - ohne schickes Gehäuse und Bling-Bling.


    Gruß

    Michael

    am Ende ist es "bekloppt" ein paar KH 420/KH 870 oder ein Paar ME 901 und dann noch mit K 14 Basis ertüchtigt Zuhause aufzustellen.....

    :)


    Ja sicher ist das bekloppt!


    Aber jeder der mit Herzeblut irgendeinem Hobby frönt ist doch irgendwie bekloppt.


    Bei dem ganzen Hifi-Geraffel hat meine Dame ja vollstes Verständnis für mich. Die hatte auch schon Tannoys und Luxman bevor wir uns kennen gelernt haben.


    Aber wenn ich dann mal wieder eine teure, alte Röhre kaufe, um ein Radio originalgetreu zu restaurieren, verdreht sie auch die Augen. :D


    Gruß

    Michael

    Ist der Privatmann mit seinen Möglichkeiten die eigentliche Zielgruppe?


    Seitens Neumann sicherlich nicht.


    Auf den Zweiten Blick jedoch unbedingt, wenn man die Möglichkeiten des Privatmanns betrachtet.


    Zwei KH-420 kosten zusammen € 7.400,- und das kann nicht mal eben so jeder aus der Portokasse bezahlen. Die meisten müssen eine Zeit lang darauf sparen.

    Aber es ist ein durchaus erreichbares Ziel für so verrückte Hifi-Spinner wie wir es nun mal sind. :)


    Und da hat man dann etwas stehen, was wirklich richtig gut Musik macht. Je nach Raumgröße und persönlichem Anspruch an Tiefbass und Lautstärke ist man damit angekommen.


    Das schöne ist aber an so einem modularen System, daß man später nochmal nachlegen kann und sich mit einem Subwoofer wie dem KH-870 oder auch dem 810 den Tiefbass hinzu kaufen kann.

    Und nochmal ein paar Monate weiter kauft man sich dann evt. den zweiten Sub dazu und hat dann ein herausragendes System da stehen, was nicht mehr leicht zu toppen ist.


    Wem das dann immer noch nicht reicht, baut sich mit Sub 3 und 4 ein DBA auf usw.


    Also gerade für den Privatmann ist das alles attraktiv, weil er eben nicht eine sehr große Summe auf einmal ausgeben muß, sondern seine Anlage Stück für Stück ausbauen und verbessern kann.


    Die Modellpolitik seitens Neumann - so völlig ohne jährlich neue Frühjahr- und Herbstkollektion - unterstützt diese Vorgehensweise.


    Gruß

    Michael

    Die Argumentation von Otto ist genauso schlüssig, wie die von Truesound.


    Der normale Musikhörer so wie ich, braucht keine Lautsprecher, die linear bis 16Hz herunter wiedergeben. Das verbieten schon die Größen normaler Wohn- oder Hörräume.

    Vor allem aber, wie oft hört man denn Orgelmusik?

    Originalgetreu bekommt man die Wiedergabe eh nicht hin. Eine solche große Orgel wie die in Notre Dame kann man nicht 1:1 über eine Hifi-Anlage darstellen, weil es schon an der Aufnahme hapert.

    Das ist etwas, was man nur live erleben kann.


    Aber das Bestreben von Otto, sich diesem unerreichbaren Ideal zumindest anzunähern, mit allem was die Technik hergibt, kann ich auch völlig nachvollziehen. Wenn genügend große Räume zur Verfügung stehen und Geld nicht so sehr eine Rolle spielt hat man damit sicherlich viel Spaß und auch immer wieder Erfolgserlebnisse.


    Ich selbst bin ja mit Lautsprechern groß geworden, die einem auch schon mal den Atem stocken ließen, wenn laut genug aufgedreht wurde. Hier in Minden gibt es eine Diskothek, die mit Lautsprechern von Altec ausgerüstet ist. Ein 4-Wege System mit einer Höhe von etwa 3,5m.

    Der Klang dort drin ist ausgezeichnet und in meiner Jugend habe ich mindestens 2 Abende pro Woche da drin verbracht, nur um Musik zu hören. Es gab extra Sitzplätze direkt im Sweet-Spot.

    Wenn zB. Get Ready von Rare Earth gespielt wurde, stockte einem bei jedem Schlag auf das Snare Drum der Atem! :)


    Auch großartige Live-Konzerte habe ich da erlebt. Klaus Doldinger mit Passport hat dort gespielt, Georgie Red und alle immer über die tolle eingebaute Anlage dort.


    Die Disko gibt es übrigens noch heute, wenn ihr mal in Minden seid, ist das einen Besuch wert. Auch wenn die Lautstärke dort heute natürlich auch amtlich begrenzt wurde.


    Also das hat schon was, so ein großer Raum mit einem amtlichen Lautsprechersystem drin. Aber in einem normalen Zuhause ist das halt nicht zu realisieren.


    Gruß

    Michael

    Für ein normales Wohnumfeld ist das nicht wirklich geeignet und gemeinsames hören auch nicht.


    Der Vorteil für mich ist, daß ich noch spät am Abend in angenehmer Lautstärke Musik hören kann, ohne die doofen Kopfhörer nehmen zu müssen.


    Früher ging das nicht, da mußte ich sehr leise drehen, oder eben den Hörer nehmen, wenn meine Dame ein Stockwerk tiefer schlafen ging.

    Das ist ein sehr großer Vorteil des Hörens im Nahfeld, unten ist nichts davon zu hören, obwohl wir keine Tür dazwischen haben.


    Ja, und gemeinsam hören kann man ja im Wohnzimmer mit den etwas "normaleren" Geräten.


    Gruß

    Michael

    Man arbeitet dann wirklich fast nur im direkten Schallfeld, oder?

    Ja, bei den 1,5 m bis zu den 310 spielt der Raum kaum noch eine Rolle. Die Lautsprecher sind angewinkelt, also direkt auf die Ohren ausgerichtet, von daher sind Laufzeitunterschiede kein Problem.


    Was die Raumillusion angeht, so ist mir diese auch sehr wichtig und ich hatte wirklich Bedenken, als ich von meinen Tannoy auf die Neumann umgestiegen bin.


    Aber das war überhaupt kein Problem mich da umzugewöhnen, die Neumann können das genau so gut wie die alten Koaxe.

    Ich glaube sogar, daß jetzt wo die indirekten Schallanteile fehlen, die Raumabbildung ein bischen präziser ist. Würde ich aber nicht beschwören.


    Gruß

    Michael

    Alles spielt dadurch entspannter und man bemerkt das natürlich auch...wenn man die Lautsprecher gut kennt und länger hinhört.

    Klar hängt die Deutlichkeit dieses Effektes eben auch mit der Wiedergabelautstärke und der Frequenzzusammensetzung der Teststücke zusammen und umso lauter man es dreht umso deutlicher wird dieser Effekt.

    Moin Truesound


    Ich habe versucht abzuschätzen, wie weit der Mann in dem Video wohl von den Lautsprechern entfernt sitzt. Aber die Kameraeinstellungen machen das schwer.


    Es ist auf jeden Fall an der äußeren Grenze zum Midfield, wenn nicht sogar noch weiter entfernt.


    Und da werden sich die 420 sicherlich ganz genauso verhalten, wie meine 120 und 310, der Bass wird dünne und angestrengt.


    Mit der 120 geht es gut, wenn sie direkt neben dem Bildschirm auf dem Schreibtisch steht. Ein sehr guter Klang mit toller Räumlichkeit, nur der Bass fehlt halt bei einem so kleinen Lautsprecher.

    Die 310 ist auch ein Nahfeldmonitor, kann aber 6dB lauter und hat auch schon sehr zufriedenstellenden Bass. Die kann ein bischen weiter weg, so bis maximal 2m finde ich sie gut. Optimal für meinen Geschmack sind 1,5m

    Die 420 habe ich ja nicht, aber ich weiß , daß sie auch wieder 6dB lauter ist als die 310. Dementsprechend als Midfield-Monitor beworben.


    Da wird es nicht anders sein als bei den kleinen Brüdern, wenn ich aus dem empfohlenen Abstand raus bin, ist der Bass zu schwach und macht keinen Spaß mehr.


    Bleibe ich aber im empfohlenen Hörabstand, ist da nichts angestrengt, denn der Lautsprecher muß ja längst nicht so viel Schalldruck erzeugen, wie er eigentlich könnte.


    Gruß

    Michael

    Bis Christian seine Eindrücke zu Bildschirm bringen kann, ist vieleicht das neue Werbevideo von Neumann ein netter Zeitvertreib. Simon Franglen zeigt da sein Videostudio und spricht über die KH-420 in Kombination mit 2 Subwoofern KH-870, die den Frequenzbereich bis 18Hz herunter erweitern.


    Der Mann spricht natürlich Englisch.


    "In this video composer and record producer Simon Franglen (Titanic, Avatar, Michael Jackson, Celine Dion, Whitney Houston) talks about the Neumann KH 420 studio monitors and the KH 870 subwoofer. Simon shares in depth as to why he believes they are “the greatest speakers in the world.”





    Gruß

    Michael

    Entzerrung der LPs


    Sollte ich jemals eine sehr alte Schallplatte mit einer anderen Verzerrkurve als RIAA abspielen wollen, würde ich das auch auf jeden Fall im Rechner entzerren. Dafür würde ich mir sicherlich nicht extra ein Gerät anschaffen.


    Aber auch die Anschaffung von ChannelD würde sich bei mir nicht lohnen, eine Bastellösung reicht für eine einmalige Anwendung. Mit Wavelab ist das sehr einfach zu realisieren, wenn man die Eckfrequenzen der benötigten Entzerrung kennt.




    Und so sehen die eingegebenen Zahlenpaare dann als Kurve auf dem Bildschirm aus und das Plugin wird einfach nach Bedarf ein- und ausgeschaltet.




    Damit kann man also ganz einfach in wenigen Minuten selbst die exotischsten Entzerrungskurven selbst erstellen.

    Für Freunde und Sammler alter Schallplatten sicherlich eine große Hilfe.


    Gruß

    Michael

    Noch ein Wort zu Röhrenvorverstärkern in Verbindung mit diesen Lautsprechern.


    Die Eingangsimpedanz der KH-420 beträgt nur etwa 15kOhm, das ist halt abgestimmt auf anderes Studiogeraffel, das eine Ausgangsimpedanz von maximal 40 Ohm haben darf.


    Wenn man da jetzt einen Hifi-Röhrenverstärker mit 1kOhm oder sogar 2kOhm Ausgangsimpedanz anschließt, gibt es voraussichtlich Probleme. Kabel bekommen dann plötzlich einen eigenen Klang, wenn die Länge groß genug ist und solche unschönen Dreckeffekte.


    Deshalb unbedingt auf einen möglichst niedrigen Ausgangswiderstand achten. Bei Röhren ist das fast nur mit Übertrager am Ausgang realisierbar.


    Wenn es mit der Lautstärkeeinstellung einigermaßen paßt, würde ich fast zu einem Kopfhörerverstärker mit sehr niedrigem Ausgangswiderstand raten.


    Gruß

    Michael

    ... Komponenten mit so guten Ergebnissen, die man vorab nicht geglaubt bzw. erwartet hätte.

    Ja, vor allem bei den Digitalwandlern hat sich in den letzten paar Jahren unglaubliches getan.


    Die besten sind im wahren Sinne des Wortes transparent, man kann sie einfach nicht mehr hören im Signalweg.

    Auch wenn man selbst nicht aufnehmen möchte und nur einen D/A-Wandler ohne A/D kauft,ist die Qualität erstaunlich gut geworden.

    Selbst ganz einfache Geräte für wenige hundert Euro erreichen traumhafte Meßwerte und lassen klanglich keinen Wunsch offen.


    Zusammen mit neutralen Monitoren wie den Neumann hat man da eine richtig feine Anlage stehen. Ein lüfterloses Notebook als Datenlieferant dazu, mehr braucht man eigentlich nicht um richtig gut Musik zu hören.


    Aber eben, eigentlich. ;)


    Bei mir muß auch ein Plattenspieler dabei sein, sonst fehlt mir was.


    Gruß

    Michael

    Kann Veränderungen und Signaturen der davor gewählten Komponenten darstellen.

    Es lässt sich nach Gusto abschmecken und auf seine Belange ausrichten.

    Hallo Olaf


    Wenn du daran Interesse hast, hör dir die Lautsprecher mit unterschiedlicher Musik an. Ein kleiner Chor wie das Hilliard Ensemble bis hin zu großen Orchesteraufnahmen wie der 9. Symphonie, von hammerharten Bässen wie bei Yello bis hin zu einer kleinen Jazzcombo.


    Die Dinger können das alles gleich gut. Und sie haben keinen eigenen Klang, den man jetzt irgendwie charakterisieren könnte.


    Den Klang machen die Tonmeister beim Mischen, die Masteringingenieure beim anpassen an die Tonträger und wir Hörer an den evt. vorhandenen Klangreglern unserer Geräte.


    Meine KH-310 habe ich auch schon mit einem Röhrenvorverstärker betrieben, warum auch nicht?

    Aber ganz klar besser finde ich es mit dem ADI-2 Pro, weil der eben auch keinerlei Klang hinzufügt.


    Gruß

    Michael