Posts by mvd

    Wie gesagt, digitalseitig ist alles bestens....

    Wenn du digital hörst und es mal so richtig krachen läßt, wo steht dann das Lautstärkepoti des Vollverstärkers?


    Nehmen wir an, deine digitale Quelle gibt die heute üblichen 1,5 bis 2V raus, kannst du die Phonopres von ihrer Verstärkung her mal so einstellen, daß sie auch in etwa auf diesen Wert kommen?

    Also so, daß sich die Lautstärke beim Platte hören nicht oder nur wenig von der digitalen Quelle unterscheidet?

    Das Dynavector gibt nur 260µV raus, da muß der Pre schon recht ordentliche Verstärkung können, um auf heute üblichen Line-Pegel zu kommen. Eventuell können diese Geräte das nicht, dann wäre ein Eingangsübertrager davor eine Möglichkeit.


    Gruß

    Michael

    Vielleicht gehe ich auf eine simple OP Amp Lösung als Nachbrenner, was natürlich der Reinen Röhrenlehre widerspricht...

    Ja, warum denn auch nicht?


    Der größte Vorteil der Röhren gegenüber Halbleiterlösungen bei einem Phono-Pre ist doch die Übersteuerungsfestigkeit bei heftigen Knacksern auf der Platte. Die können durchaus mal 20dB lauter sein als die Musik auf der Platte.


    Jede Halbleiterlösung wird dann gnadenlos clippen und dieser Zustand kann über mehrere Millisekunden anhalten, was zu gräßlich klingenden Verzerrungen führt. Eine Röhre dagegen steckt das wegen ihrer sehr hohen Betriebsspannung und dem dadurch sehr großen Headroom klaglos weg.


    Das ist natürlich vor der RIAA-Entzerrung besonders wichtig. Hinter der Entzerrung spielt das keine so große Rolle mehr und deshalb kann man da auch problemlos mit Halbleitern weitermachen.


    Besonders elegant fände ich einen OP mit hoher Verstärkung, der auf einen Übertrager arbeitet, der den Pegel wieder absenkt, aber gleichzeitig auch den Ausgangswiderstand minimiert.


    Gruß

    Michael

    ... wird aufgrund der höheren Leistung von 2x90 Watt und 8 EL 34 wohl deutlich mehr zur Stromrechnung beitragen.


    Behalte einfach beide. Die kleine für den Sommer, wenn man zusätzliche Wärme nicht so gut gebrauchen kann und die große für den Winter, wenn jede Wärmequelle im Raum willkommen ist.


    Strahlungswärme ist die gesündeste Wärme, da kommen 8 x EL34 gerade Recht. :)


    Gruß

    Michael

    Moin Roland


    Röhrenverstärker sind robust und du kannst es ruhig einmal mit einer neuen Sicherung versuchen. Vieleicht läuft er dann tatsächlich wieder.


    Wahrscheinlicher ist aber, daß das Durchbrennen der alten Sicherung einen Grund hatte und daß die neue Sicherung auch gleich wieder durchbrennt.

    Dann heißt es den Fehler zu finden, den ich dann im Bereich der Endröhren EL34 vermuten würde.

    Manchmal kann man so einen Fehler sogar sehen, ein durchgebrannter, verschmort aussehender Widerstand zB.


    Aber hoffen wir erstmal das Beste.


    Gruß

    Michael

    Links ist der Röhrenkäfig ordentlich warm, rechts relativ kühl.

    Moin Roland


    Wenn die Röhren geheizt werden und die defekte Seite trotzdem kühl bleibt, hast du eine gute Chance, daß einfach nur die Anodenspannung fehlt.

    Oft ist im Netzteil eine Sicherung für die Anodenspannung vergesehen, da würde ich jetzt als erstes mal nachsehen.


    Warte aber nach dem Ziehen des Netzsteckers ein paar Minuten ab, bevor du das Gerät aufschraubst. Es dauert manchmal ein bischen, bis sich die Hochspannungselkos entladen haben. So hohe Gleichpannung kann tödlich sein, also Vorsicht!


    Gruß

    Michael

    Ja, man muß die Geräte auch immer in ihrem historischen Kontext sehen. 150 bis 200mV waren über lange Zeit hinweg der "Hochpegel", auf den sich die Hersteller geeinigt hatten. Stillschweigend natürlich, denn es gab ja keine Normen für Hifi-Geräte.


    Erst Anfang der 80er Jahre kamen mit den CD-Playern wesentlich höhere Pegel von 1,6 bis 2V in Mode, was zu Anfang ja auch zu einigem Verdruß führte.


    Ich würde den Phono-Pre so umbauen, daß er zu heutigen Geräten kompatibel ist, auch wenn das eine weitere Verstärkerstufe bedeutet.


    Gruß

    Michael

    Ich würde die Situation relativ entspannt sehen.

    So sehe ich das auch. Mittlerweile habe ich so viele SME-Arme und noch ein paar von anderen Herstellern, daß ich die niemals bis an mein Lebensende "verbrauchen" kann. Die werde ich wohl vererben müssen. :)


    Im Moment höre ich mit einem 3012R auf Micro Seiki Laufwerk und mit Tondose von EMT. Es mag sicherlich von den technischen Daten her noch ein bischen besser gehen, aber selbst diese Kombi war mal "High-End" und läßt die technischen Daten einer jeden Schallplatte bereits weit hinter sich.


    Meine zukünftigen Ausgaben beim Plattenspieler beschränken sich also auf die regelmäßige Wartung der Tondose, die ich alle 5 Jahre zum Werk schicke, wo sie gereinigt und ggf. Instand gesetzt wird.


    Vieleicht gönne ich dem Micro auch mal einen neuen Riemen, der hat jetzt 35 Jahre auf dem Buckel.


    Gruß

    Michael

    Eine gute Erdung ist schon von Vorteil, weil sie die Netzteilmassen auf ein eindeutiges Potential festlegt.


    Deshalb sollte man immer einen Eimer Erdung dabei haben.




    So sind auch die "Ground-Boxen" erfunden worden, über die heute so viel gesprochen wird. :)


    Gruß

    Michael

    Was macht Thomas Mayer denn sonst noch richtig ? hab nie von ihm gehört ...


    Das ist nahezu unglaublich. Aber es ist natürlich möglich, wenn man unter einem Stein lebt. :D


    Naja, dann hast du ja jetzt ordentlich was nachzuholen. Die ganzen Blogbeiträge der letzten Jahre lesen, die wunderbaren Fotos genießen, die ausgeklügelten Schaltungen bewundern ...


    http://vinylsavor.blogspot.com/



    Besonders schön finde ich seine Beitragsreihe "Tube of the month", in der er immer mal wieder besonders gut geeignete Röhren für Audiozwecke vorstellt und Einblick in seine imposante Sammlung gewährt.


    http://vinylsavor.blogspot.com…12/tube-of-month-d3a.html



    Gruß

    Michael

    Was ist denn wenn die gruseligen Szenarien von Potentialunterschieden, Störspannungen, etc......am Ende gar nicht sooooooooooooooo Schlimm sind wie alle denken und sich deswegen die Hersteller einfach nicht drum kümmern?


    Also kümmern muß man sich schon als Hersteller und das tun auch alle. Die Europäische Norm bzgl. EMV-Festigkeit ignoriert keiner.


    Schlimm ist das in der Regel auch nicht, schließlich gibt es weltweit sicherlich Hunderte von Millionen Hifi-Anlagen, deren Besitzer die einfach irgendwie zusammengestöpselt haben und sehr zufrieden damit Musik hören.

    Zu hörbaren Problemen kommt es doch erst, wenn ein Fehler in der Stromversorgung besteht oder wenn sich mehrere schlechte Geräte innerhalb der Anlage gegenseitig stören.


    Was ist wenn das ganze High End Geraffel am Ende nur recht anspruchslose Elektronik ist?


    Das ist definitiv so. Raketentechnik ist schon was anderes.


    Um so erstaunlicher ist es ja, wieviel Mist so zusammengebraten wird. :)


    Gruß

    Michael

    Welche Hersteller machen das denn so ?

    Also ich will hier keine Listen erstellen und Hersteller in Gut und Böse einteilen. :)

    Das würde was werden!


    Aber sieh dir zB. ganz moderne Geräte mit Schaltnetzteilen an, die haben überhaupt keine Probleme damit, wie herum der Netzstecker nun steckt. Die haben all diese alten Probleme konstruktiv längst hinter sich gelassen.


    Bei den konventionellen Netzteilen sieh dir Geräte mit aufwändig und teuer konstruierten Trafos an. Vor allem solche mit einer oder zwei Schirmwicklungen zwischen Primär- und Sekundärwicklung.

    Das ist natürlich teuer, hilft aber wirklich gegen Störungen.

    Idealerweise liegt sowohl der Trafokern, als auch die Schirmwicklung auf Erdpotential, was natürlich nur bei Geräten der Schutzklasse 1 möglich ist. Auch dann ist ein Drehen des Netzsteckers nicht mehr nötig.



    Vieleicht auch mal wieder der Hinweis auf John "Buddha" Camille, der all diese Dinge schon vor Jahrzehnten bis zum Exzess getrieben hat und für den ein möglichst großer Störabstand das vordringlichste Ziel war.

    Hier eine seiner berühmten Handskizzen, in der veranschaulicht wird, wie asymmetrische Geräte verbessert und beruhigt werden können. Eine Verbesserung von 2 Bit Auflösung entspricht immerhin 12dB.





    Gruß

    Michael

    Das interessiert mich als Elektroingenieur und ich habe bislang nirgends ein pasendes Ersatzschaltbild gesehen.

    Frank, du als gestandener Ingenieur wirst hier bis ins kleinste Detail fündig.


    https://www.amazon.com/gp/product/0471245186/


    Insbesondere das Kapitel über die unterschiedlich konstruierten Netztrafos wird dir gefallen.

    Bis dahin kannst du dir ja auch nochmal ansehen, was Thomas Maier so ganz beiläufig über seine maßgeschneiderten Netztrafos fallen läßt.


    http://vinylsavor.blogspot.com…2/power-transformers.html



    Mir ist das zuviel Arbeit hier im Detail darauf einzugehen, es sind ja eh nur wenige, die sich wirklich für Technik und deren Grundlagen interessieren.


    Neuerdings wird einem hier ja schon vorgeworfen eine "Grundsatzdiskussion" starten zu wollen, nur weil man mal zwischendurch ein kleines Detail näher erläutert.


    Gruß

    Michael

    es gibt einen Kabelhersteller, ohne Voodoo und wilden Kram, der empfiehlt - erst die Phase markieren, dann die Stecker in die Leiste und zum Schluss den Stecker in die Wanddose.


    Hmm, was meint ihr? Macht das Sinn?

    Moin Wolfgang


    Kommt ganz auf die Geräte an, die versorgt werden.


    Bei guten Geräten ist es völlig egal, auf welchem Pol Phase und Null zu liegen kommen und so soll es in unserem Stromnetz ja auch sein. Es ist ja keine spezielle Polung vorgesehen.

    Hersteller, die ihr Handwerk verstehen, konstruieren ihre Geräte entsprechend.


    Bei einem oder mehreren schlechten Geräten in der Hifi-Anlage, kann ein Drehen der Phase jedoch den Pegel der Störspannung beeinflussen. Insbesondere bei Geräten mit Netzteilen der Schutzklasse 2 und / oder asymmetrischer Signalverarbeitung per RCA-Kabel, kann es durchaus zu klanglich relevanten Unterschieden kommen.


    Man versucht dann durch eine Messung der kapazitiven Einkopplung auf die Gerätemasse, die Phase der Stromversorgung auf den Anfang der Primärwicklung zu legen, damit möglichst wenig Brumm und andere Störungen kapazitiv einkoppeln können.


    Die professionelle Herangehensweise wäre, solche Geräte zum Wertstoffhof zu bringen oder aber die Stromversorgung extra für solche Pflegefälle zu symmetrieren. Also auf 2 x 115V gegenüber Erdpotential.


    Ein Furmann P-2300 macht das zB., hatten wir doch neulich hier erst am Wickel.


    Gruß

    Michael

    RGN2004/2504/4004 mit Meshanode

    Ja, mußte ich lange nach suchen. Mein Telefunken T560 wollte ich besonders originalgetreu restaurieren und nur mit Röhren aus dem entsprechenden Baujahr 1934/1935 bestücken. Wegen der Optik halt. Gerade bei den metallisierten Röhren sind die Farbunterschiede ja doch erheblich.


    Bei den beiden RE604 und der RGN2004 ist es eher die Form des Glaskolbens.


    War jedenfalls ein lange Suche, bis ich den kompletten Satz zusammen hatte. Selbst be einem noch kostbareren Gerät als dem 560, würde ich mir sehr gut überlegen, ob ich das nochmal tun will.

    Sehr viele gebrauchte Röhren aus der Zeit sind einfach völlig fertig und schon das dritte mal regeneriert worden.

    Aber selbst mit versiegelter Ware in Originalverpackung kann man Pech haben. Wenn die in all den Jahrzehnten nicht optimal gelagert wurden, haben selbst die schon erheblich Schaden genommen


    Gruß

    Michael

    Bist du noch an Bord?

    An Bord ja, aber eben nicht in jedem der vielen Threads. Wenn in der Überschrift Eintakt-A steht, schaue ich da nicht unbedingt rein, weil es mich kaum interessiert.


    Historische Schaltungen werden hier gesammelt, aber manche der dort eingesetzten Röhren gibt es nur noch zu Mondpreisen.


    http://lilienthalengineering.com/100-amplifiers-chapter-1



    Such dir Röhren aus, die es entweder noch in großen Stückzahlen billig zu kaufen gibt, oder nimm Neuware aus laufender Produktion.


    Gruß

    Michael

    Also konzentriert sich der Brummproblembär auf meinen Mac. Kabel zu lang? Er ist lang, ca. 6 meter

    Hängt der PC an einer anderen Steckdose als der Rest deiner Anlage? Dann hast du die Brummschleife gefunden.


    Steck alle Geräte in die gleiche Steckdosenleiste und es ist vermutlich weg.


    Gruß

    Michael

    Aber es bleibt ja das der Kenwood KA 7020 die Probleme nicht hat, wie sein älterer Bruder.

    Dort kann ich auch leise wunderbar hören. Und es ist kein Loudness zugeschaltet.

    Schau mal nach, ob die gehörrichtige Lautstärkeeinstellung unabhängig vom Loudness-Schalter existiert.

    Bei den alten Luxman Verstärkern war das so. Die Anzapfung am Poti und die damit realisierte Anhebung bestimmter Frequenzen war immer aktiv und konnte auch nicht abgeschaltet werden.

    Zusätzlich gab es einen Loudness-Schalter auf der Frontplatt, der bei Luxman aber "Low-Boost" hieß, mit dem man die Bässe nochmal um 20dB anheben konnte.

    Das funktionierte aber unabhängig von der Anpassung am Poti.


    Gruß

    Michael

    es hört sich so an wie die letzte Frequenzgang Kurve beim zweiten Schaubild.

    Das sind die durchschnittlichen Gehörkurven von uns Menschen, die sogenannten Fletcher-Munson-Kurven. Da gibt es natürlich individuelle Unterschiede von Mensch zu Mensch, aber durchschnittlich sieht es halt so aus. Im Alter kommt dann auch noch der Höhenabfall dazu, da hört man dann nur noch Frequenzen bis 14 oder 15kHz, wenn man den 50. Geburtstag hinter sich hat.


    Ein Poti wird dir da nicht helfen, das ist eben das von der Evolution so geformte Gehör des Menschen.


    Im Frequenzbereich von 1 bis 5kHz können wir auch noch sehr leise Geräusche wahrnehmen, wo bei tiefen und hohen Frequenzen schon nichts mehr gehört wird. Das war über Millionen von Jahre hinweg überlebenswichtig für unsere Vorfahren, denn das sind genau die Frequenzen die entstehen, wenn ein Zweig unter den Pfoten eines sich anschleichenden Raubtiers bricht.


    Eine ganz normale Anpassung unter evolutionärem Druck also.


    Gruß

    Michael