Posts by mvd


    Interessant der Vergleich mir Geräten aus den 30ern. Ich hoffe ich trete niemandem auf die Füße, aber damals kümmerte es niemanden wie die Schaltung klingt. Hauptsache man kann Mittelwelle verstärkt aus dem Lautsprecher hören, mit dem penetranten Brummen eines Röhrenradios. :D



    Hallo Jan




    In diesem Punkt könntest du gar nicht falscher liegen, als es dein Kommentar vermuten läßt. :D




    Vergleich mal mit der Schaltung des Raven:







    Man beachte die heute kaum zu bezahlenden 205D als Gleichrichter im Netzteil! 8o




    Gruß
    Michael

    Die Davenportschaltung ist interessant: es ist eine Gegentaktschaltung mit der Besonderheit, dass die beiden Röhren für Wechselstrom in Reihe geschaltet sind.



    Hallo Andreas




    Ja, die entspricht fast der ersten Inkarnation des Raven, die Lynn Olson in 2000 vorgestellt hat.







    Aber wie gesagt, die Zweite Version mit Luftspalt hat sich dann als besser erwiesen, weil man eben nicht mehr auf einen einzelnen Kondensator fixiert ist, der den Klang des Verstärkers maßgeblich bestimmt.




    Bei diyaudio hat jemand einen Raven mit billigen Ringkerntrafos aufgebaut, auch mal interessant sich das anzusehen:




    http://www.diyaudio.com/forums…n-raven-preamplifier.html




    Gruß
    Michael

    Für eine Top Vorstufe, was immer das ist, benötigt man etwas mehr an Wissen und Erfahrung. Mach Dir nichts vor, ein funktionsfähiges Gerät ist noch lange keine Top Vorstufe.


    Hallo Ronken


    Mindestens 80% des Energebnisses hängen von der Schaltung ab und die liegt ja vor. Die restlichen 20% sind der Aufbau, die räumliche Struktur der Bauteile und wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Ein bischen Feintuning kommt am Ende auch noch dazu.


    Jemand mit Wissen und Erfahrung erledigt die restlichen 20% sicher in wenigen Tagen und hat dann seine Top-Vorstufe da stehen, während wir Hobbybastler unter Umständen Monate dafür brauchen. Wir werden Fehler beim Aufbau machen oder mal bei der Bauteilauswahl ins Klo greifen. Aber am Ende kommen wir auch ins Ziel und erreichen die 100%.


    Und wir haben einen ganz großen Vorteil gegenüber den Profis, uns sitzt kein Controller mit einem Rotstift im Nacken. :D


    Gruß
    Michael

    Dennoch sind Eintaktschaltungen in Vorverstärkern möglich, indem man einen Übertrager ohne Spalt gleichstromfrei ankoppelt.



    Hallo Andreas




    Du sprichst von Parallelspeisung, oder?
    So wie hier bei der Gegentaktschaltung von Mr. Davenport:







    Ja klar, dann brauchen weder Eintakt- noch Gegentaktübertrager einen Luftspalt. Man spart Geld, weil der Übertrager kleiner werden kann. Allerdings hat diese Schaltung auch einen Nachteil. denn der Klang des Verstärkers hängt in hohem Maße von dem Kondensator zwischen den beiden Primärwicklungen ab.
    Sowas gefällt mir nicht, weil das zu ständigem Herumprobieren mit immer exotischeren und teureren Typen führen würde und ich wahrscheinlich nie so ganz zufrieden wäre. Im Endeffekt fahre ich billiger, wenn ich gleich den etwas größeren und damit teureren Übertrager mit Luftspalt kaufe.
    Bei Lundahl ist der Luftspalt in Gegentaktübertragern der Standard, jeder PP-Übertrager hat 12,5µm. Die speziellen Übertrager ohne Luftspalt werden mit PPZ gekennzeichnet.




    Aber egal ob Luftspalt oder Parallelspeisung, beide Lösungen haben den Vorteil, daß man beim selektieren der Röhren für eine Gegentakt-A Schaltung nicht päpstlicher als der Papst sein muß.




    Gruß
    Michael

    Eine Phasenumkehrstufe mit einer Röhre macht das Ganze deutlich schlechter. Es geht nicht besser als mit einem Übertrager am Eingang.


    Wo willst du denn eine Gegenkopplung anschließen? Der Raven erzeugt mit gut gepaarter Doppeltriode nur minimal k3, das was die Übertrager produzieren. K2 wird dann komplett im Ausgangsübertrager eliminiert.
    Mit schlecht gepaarter Doppeltriode steigt k2 an, weil ja dann die theoretisch perfekte Gegentaktstufe von einer "virtuellen" Eintaktstufe überlagert wird. Im Extremfall, also wenn die obere Triode eine ganz andere ist als die untere, kannst du damit immer noch Musik hören. Dann hast du ungefähr 5% Klirr und es klingt in etwa so, wie die EL84 Endstufe die du bauen wolltest. ;)


    Lies mal diesen Artikel in 5 Bildern: http://www.4tubes.com/LITERATU…/The-effects-of-matching/


    Für meinen Raven hatte ich mir 30 Stück 6N6P bestellt und wollte mir aus diesem Lot nur die absolut besten herausselektieren. Spaßeshalber habe ich dann mal die beiden schlechtesten hineingesteckt und auch das machte Spaß. Klingt dann halt richtig nach Röhrenverstärker. :D


    Wenn du Verzerrungen auf ein absolutes Minimum drücken willst, paare die Röhren genau und spiel mit dem Wert des Kondensators zwischen der Kathode der Trioden und dem Spannungsanschluß des Ausgangsübertragers. Wenn du zu diesem Kondensator noch einen Widerstand in Reihe schaltest, hast du den "Harmonic Balancer" gebaut, den Western Electric 1936 erstmals einführte. Aber um auf diesem niedrigen Level an Verzerrungen Unterschiede festzumachen, brauchst du schon sehr gute Meßmittel.
    Je ungleicher die beiden Trioden sind, desto größer sind die Unterschiede bei Einbau verschiedener Kondensatoren oder des zusätzlichen Widerstands.


    Eine Top-Vorstufe ist es, aber sie hat auch ihren Preis. Mit Stufenschalter als Poti kommst du insgesamt auf über 1.000 Euro reine Bauteilkosten. Ein schickes Gehäuse kommt noch dazu.


    Gruß
    Michael


    Ansonsten investiere ich eben in ein Pärchen Line Übertrager und Bau das ganze auf, Nägel mit Köpfen....


    Dann überlege dir aber vorher sehr gut, ob du wirklich eine Eintakt-Schaltung haben willst. Die Übertrager für Eintakt- und Gegentaktschaltung unterscheiden sich nämlich deutlich hinsichtlich der Breite ihres Luftspalts im Kern.
    Die Teile sind nicht gerade billig, deshalb überlege es dir gut.


    Die eine Röhre, die du bei Eintakt sparst, wird durch den wesentlich höheren Aufwand der im Netzteil nötig ist, mehr als aufgefressen.


    Gruß
    Michael

    Eine Frage noch zu den Lundahl Übertragern:
    Wieso gehen die nicht kaputt ohne angeschlossene Last? Klar, die D3a z.B. ist keine Endstufenpentode aber der Effekt ist doch der gleiche?


    Hallo Jan


    Bei einer Endstufe sind die Röhren (EL84, EL34, 2A3, 300B ....) in der Lage ordentlich Leistung abzugeben. Leistung P = Spannung U x Strom I. Bei angeschlossenem Lautsprecher nimmt dieser die Leistung ab, nur eben durch den Ausgangsübertrager auf passnde Werte transformiert, sprich hoher Strom bei kleinerer Spannung.
    Ist aber kein Lautsprecher angeschlossen, gibt die Röhre immer noch Leistung in den Übertrager und da nun ja kein Strom mehr fließt (I = 0) steigt die Spannung unter Umständen auf derart hohe Werte, daß die Isolation der Trafowicklungen durchschlägt.


    Eine Vorstufenröhre kann aber gar nicht so viel Leistung abgeben, daß ein Übertrager kaputt gehen kann, schon gar kein hochwertiger Lundahl, der mit 2kV Prüfspannung getestet wird.


    Was die Anpassung angeht, ist das bei Line-Out-Übertragern längst nicht so kritisch wie bei Endstufenübertragern, da hier mit sehr hohen Induktivitäten gearbeitet wird. Den Raven habe ich annähernd 1:1 so aufgebaut und er klingt sowohl an einem 47kOhm- Endstufeneingang, als auch an meinem 250 Ohm-Kopfhörer überragend.


    Gruß
    Michael

    Hallo Jan


    Für den Ausgang eines Vorverstärkers gibt es spezielle Übertrager, wie zB. den Lundahl LL1689 oder den LL1660.


    http://www.lundahl.se/pdf/1689.pdf


    Damit kannst du eine Vorstufe aufbauen, die sowohl den Eingang einer Endstufe, als auch einen recht niederohmigen Kopfhörer treiben kann.


    Ganz simpel als Eintakt-A Schaltung, wobei ich dafür nicht unbedingt eine D3a nehmen würde, die hat zu reichlich Verstärkung:


    http://www.audiodesignguide.com/NewHeadphoneAmp/index.html


    Oder elegant und Verzerrungsarm als Gegentakt-A Schaltung, hier mit LL1680, der aber ohne weiteres durch den LL1689 ersetzt werden kann:


    http://www.nutshellhifi.com/Raven-MarkII.gif


    Gruß
    Michael


    das ganze soll weiterhin keine Endstufe sein sondern eine Vorstufe...


    Jan, ich verstehe dich nicht. Warum baust du eine Endstufe, wenn du einen Vorverstärker willst? Der AÜ aus dem Röhrenradio erwartet eine Lastimpedanz von etwa 5 Ohm, also einen Lautsprecher. Und nur wenn du etwa 5 Ohm Impedanz antreibst, sieht die EL84 den Widerstand, den sie sehen möchte um vernünftig zu arbeiten.


    Und natürlich kann der AÜ Schaden nehmen, wenn keine adäquate Last dranhängt, das ist bei allen Röhrenendstufen eine Gefahr.


    Gruß
    Michael


    Das sich das ganze wie eine Endstufe selbst zerstört ohne Last kann nicht passieren?


    Hallo Jan


    Was meinst du mit "Wie eine Endstufe"?


    Das ist eine Endstufe. In den 50er Jahren sah das so in fast jedem Radio aus.


    Zu dem AÜ aus einem alten Radio, zum basteln und Erfahrung sammeln geht das natürlich, aber von der Basswiedergabe wirst du wahrscheinlich enttäuscht sein. Die Übertrager wurden damals so ausgelegt, daß bei 50Hz (Netzbrummen) schon ein deutlicher Abfall vorhanden war.


    Gruß
    Michael

    Musikalisch wunderschön, zum vorführen, ein Traum.



    Michael Hedges - Aerial Boundaries


    Hallo António


    Das stimmt, nur ist es immer sehr schwer die Zuhörer zu überzeugen, daß da wirklich nur ein Mensch Gitarre spielt. Vor allem beim Titelstück glaubt das immer keiner und dann muß man tatsächlich den Live-Auftritt bei Youtube zeigen. :D


    Gruß
    Michael


    Bin einfach Neugierig was Ihr euren Gästen Vorspielt, vielleicht geht es auch ohne 100 euro auszugeben.


    Hallo Jürgen


    Also Magma kann ich den allermeisten meiner Gäste nicht zumuten, diese Musik höre ich immer zusammen mit meiner Katze, die hat dafür Verständnis.


    Was aber immer hervorragend ankommt, ist Children of Sanchez von Chuck Mangione. Da gibt es meist sehr große Augen!


    Gruß
    Michael

    Hallo Stefan


    Es ist nun schon ziemlich lange her, daß ich mit dem L-410 gehört habe, aber ich kann mich daran erinnern, daß ich die "Low-Boost-Taste" nie benutzt habe. Die war doch bei nur bei sehr tiefen Frequenzen wirksam, aus dem Gedächtnis würde ich sagen, so bei 60 - 70Hz und darunter. Und der Bereich wurde dann sehr laut, hörte sich gräßlich an.


    Andererseits weiß ich aber auch noch, daß man mit dem Gerät auch sehr gut leise hören konnte und das kann man eben nicht, wenn der Verstärker bei jeder Lautstärke völlig linear verstärkt.


    Auf dieses ganze Thema bin ich eigentlich beim basteln an meinem Röhrenverstärker gestoßen. Da wollte ich natürlich auch alles linealglatt haben und Kondensatoren kamen schon mal garnicht in Frage. 8)
    Bis ich dann erstmals richtig damit Musik hören konnte. Anfangs natürlich richtig aufgedreht und alles war super. An dem Tag konnte ich garnicht aufhören mit hören, so begeistert war ich. Am späteren Abend dann, als ich die Lautstärke zurücknehmen mußte, kam dann aber die Ernüchterung. Es klang so, wie ich es oben schon mal umschrieb, statt meiner Tannoys hätte ich auch einen Telefonhörer benutzen können, es hätte keinen Unterschied gemacht.
    Seitdem ist Gehörrichtige Lautstärkeeinstellung und Loudness ein ziemlich wichtiges Thema für mich.


    Ignorieren können das eigentlich nur diejenigen, die immer satt Pegel fahren können und diesbezüglich keine Rücksicht auf andere nehmen müssen.


    Gruß
    Michael

    die Problematik, dass es schwierig ist so ein System dauerhaft dicht zu machen, hat mich schon zu PC - Zeiten davon abgeschreckt.



    Hallo Andenauer




    Ich habe mein System damals bewußt nicht dicht gemacht, denn durch die Schläuche diffundiert natürlich immer ein bischen Wasser. Der "Vorrat" in dem oben offenen Einfüllschlauch hat immer so 5 - 6 monate gereicht, dann mußte ich wieder einen Schluck nachkippen. Die grüne Farbe wurde durch einen Anteil Kühlerfrostschutz hervorgerufen, das hat verhindert, daß sich Algen oder Bakterien einnisten.







    Gruß
    Michael

    Hallo Stefan




    Den Schaltplan zum L-410 habe ich gerade nicht zur Hand, aber das Gerät selbst steht oben auf dem Dachboden - mit defektem Lautstärkepoti. ;)
    So eins suche ich seit Jahr und Tag und bin mir ganz sicher, daß es eine Mittelanzapfung hat.




    Stellvertretend kann ich aber mit dem Schaltplan meines aktuellen Verstärkers dem Luxman C-02 dienen, da ist das ganz ähnlich realisiert und man sieht auch im Schaltplan deutlich, daß das Poti eine Anzapfung hat.




    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/65165/




    Wenn du willst, mache ich dir gern auch ein Foto vom realen Objekt, oder simuliere mal die Filterkurven, die sich bei den Luxmännern ergeben. Hast du selbst auch so einen?




    Gruß
    Michael




    Edit: Zur Ergänzung vieleicht auch noch die gehörrichtige Lautstärkeeinstellung eines Tandberg CA3002, auch das eine Vorstufe, die damals sehr erfolgreich am Markt war und von der Fachpresse hochgelobt wurde.




    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/65166/






    Aber am besten und und von größter Benutzerfreundlichkeit empfinde ich die Lösung von Yamaha mit der per Extra-Poti einstellbaren Loudness, hier mal die Schaltung, deren Kurven ich weiter oben schon gezeigt hatte. Ganz unten der Schalter und der 10Megaohm-Widerstand sind bei Yamaha nicht vorhanden, die habe ich eingefügt, damit man auch einen wirklich linearen Frequenzgang erreichen kann, was bei den Yamaha.Geräten nicht möglich ist. Eine leichte Loudness-Wirkung hat diese Schaltung nämlich ohne diesen Schalter immer, siehe die obere Kurve in dem Diagramm weiter oben.




    Hallo Hans




    Das ist natürlich richtig, aber wenn man nicht allein lebt kann man halt nicht immer die Originallautstärke einstellen, sonst lebt man bald allein. :D




    Auch bei einer Loudnesskorrektur per Taste stimme ich dir zu, eine solche fixe Einstellung kann immer nur zu einer ganz bestimmten Lautstärke passen.




    Was ich aber gut finde ist, eine stufenlos einstellbare Loudness. Entweder als gehörrichtige Lautstärkeeinstellung über Poti mit Anzapfungen, oder aber als Extra-Poti, so wie es bei den Verstärkern von Yamaha in den 80er Jahren realisiert war.
    Damit konnte man für jede Lautstärke die richtige Dosis Loudness einstellen und so auch am späten Abend noch leise Musik hören ohne auf wesentliche Frequenzen zu verzichten.




    Wenn du ohne Loudness leise hören willst, geht das garnicht, weil der Frequenzgang, den du noch hörst, auf den Bereich einer Telefonverbindung reduziert ist.






    Als Bild habe ich mal eine Simulation mit Spice der Yamaha-Schaltung angehängt, die die Durchlaßkurven bei verschiedenen Potistellungen zeigt. Wenn man das mal mit dem Bild der menschlichen Hörkurve in Beitrag 11 vergleicht, sieht man wie sinnvoll so eine Schaltung ist.







    Gruß
    Michael

    Hallo Jens


    Eines vorab, sowohl Kühler, als auch der Radiator werden VDE-konform mit dem Schutzleiter verbunden, sind wir uns da einig?


    Ob der Radiator ohne Lüfter ausreichend ist, kommt natürlich auf die abzuführende Leistung an. Aus dem PC mußte ich damals etwa 180W abführen, da wurde es ohne den Lüfter zu warm. Mit dem 120mm-Lüfter an 7V angeschlossen kam ich auf 50°C CPU-Temperatur, also etwa 25°C über Raumtemperatur.


    Ohne Pumpe wird das garnicht gehen. Wie soll das Wasser zirkulieren, etwa wie damals bei einer Schwerkraftheizung? Glaube ich nichts von.


    Flüssigkeitskühler für Halbleiter findest du bei Bürklin im Online-Shop, das sind relativ dünne Aluplatten mit eingepressten Kupferrohren drin. Diese Rohre sind relativ dünn, deshalb würde ich sie parallel durchströmen lassen. Der Wasserkreislauf sollte relativ schnell umlaufen, damit sich keine Temperaturunterschiede zwischen den einzelnen Transistoren ergeben.


    Gruß
    Michael