Posts by M5C

    Hallo Dietmar und Sato-Freunde,


    die untere Grenzfrequenz der Sato-Hörner und anderer Großhörner muss wohl für eine gute Musikwiedergabe beachtet werden. Dietmar schreibt, dass bei 300 Hz sehr viel passiert - entschuldigt die Vereinfachung - weil in diesem Frequenzbereich die meiste Energie umgesetzt wird. Große Hörner klingen wahrscheinlich daher gut, weil sie in diesem Bereich noch eine Richtwirkung haben. Das Große-Sato sowieso, das kleine auch noch.

    Schwierig bleibt nach wie vor, eine brauchbare Basslösung zu finden, die mit den Hörnern mithalten kann. Jetzt lese ich zufällig eine Einschätzung aus dem analogemusikwiedergabe forum, die dahin geht, dass unsere Ohren in dem besagten Frequenzbereich, genauer bei 200 Hz sehr empflindlich auf Phasenverschiebungen reagiere, und es daher sehr ungünstig sei, gerade in diesem Bereich eine Erweiterung nach unten anzukoppeln.

    Mir haben - soweit ich mir den Höreindruck zurückrufen kann - die großen Hörner auch besser gefallen. Allerdings komme ich mit meinen kleinen Satos - und die spielen so bis 200 Hz nach unten ganz gut zurecht - ganz gut klar, wenn ich mir mit einer aktiven Weiche und der Hilfe von Messequipment den Tieftonbereich mit den Schmackshörnern ankoppele.

    Kurz gesagt, mit dem akustischen Ergebnis bin ich zufrieden - wie sieht es mit der Theorie aus?

    Wofür ist unser Ohr in dem Bereich 200 - 300 Hz empfindlich? Phasenverschiebungen, Richtwirkung? Aber: weniger Richtwirkung müsste doch mehr Reflexionen und damit durch Überlagerungen auch wieder Phasenprobleme und Auslöschungen bewirken?


    eine schöne ruhige interessante Hörzeit wünsche ich, wenn es draußen so grau ist

    Joachim

    Liebe Sato-Freunde,


    lange und zufrieden höre ich mit meinem kleinen Sato-Horn und jbl 2402 Zitronenpresse im Hochtonbereich. Endlich habe ich den Tip mit dem kleinen BMS Treiber 4524 im Faital-Horn ausprobiert.analog-forum.de/wbboard/cms/index.php?attachment/16321/analog-forum.de/wbboard/cms/index.php?attachment/16324/Nach dem großen Faital-Horn jetzt mit der kleineren Variante. Klingt im Vergleich zur Zitronenpresse (immer schwierig mit der Beschreibung) runder, weicher - vielleicht fetter. Bei entsprechenden Aufnahmen gaukelt diese Kombination eine enorme Tiefe vor. Das Orchester steht sehr tief hinter den Lautsprechern gestaffelt z.B. bei Gustav Mahler, Symphonie Nr. 4 Eliahu Inbal aufgenommen für Denon mit zwei Kugeln Brüel & Klier 4006. Das ganz hohe Zischeln eines Beckens gibt die Zitronenpresse am Hörplatz deutlicher wieder - aber möchte ich wirklich immer neben der HiHat sitzen?


    Unter den Satos machen zwei Schmackshörner mit einer zusätzlichen Verlängerung den Bass. Klingt gut. Eventuell werde ich aber zum Hören in einen etwas kleineren Raum umziehen; die Satos möchte ich schon behalten aber die Schmacks sind dann eventuel zu groß. Daher die Frage: Gibt es in der Runde eine Idee zu anderen Basslösungen? Gedacht habe ich an Klipsch La Scale oder La Belle, doch machen die wohl keinen Tiefbass und werden darum gern noch mit Subwoofer oder KLipsch-Eckhorn ergänzt. Die Western-Electric Variante ist als Dipol in kleinen Räumen dicht an der Wand sicher auch nicht so geeignet. Gibt es noch ein anderes "kleines geschickt gefaltetes Bass-Horn"? Ich hätte gern einen Bass, der kein Kino-Erdbeben simulieren muss. Es sollte aber einen federnden Kontrabass mit gutem Grundton wiedergeben können. Geschlossenes Gehäuse vielleicht? Der Raum unterm Sato hätte mit ca. 70cmx70cmx70cm ein beachtliches Volumen.


    Joachim

    Hallo Frank,


    wenn elektrisch alles in Ordnung ist, damit meine ich, wenn alle Bauteile geprüft und eventuell gewechselt sind, solltest du die Symmetrie der Endröhren einstellen. Dafür befindet sich ein Poti in dem V73. Es ist sogar von außen durch das Gitter einstellbar - besser: sollte von außen einstellbar sein. Häufig läßt sich das Poti von außen mit einem Schraubendreher nicht mehr verstellen. Dann besser die Bodenplatte abschrauben und die schwarze Plasitkkappe vom Poti abhebeln und dann verstellen. (es schadet nichts, das Poti vorher etwas hin und her zu bewegen) Wenn es immer noch - leicht - brummt, lohnt es sich, die Schrauben für die Trafo-Befestigung nachzuziehen. Auch das kann den Brumm wirklich mindern.


    viel Glück
    Joachim

    Hallo Ferdyx,


    Lukasz Fikus - genannt "Lampizator" hat sich über ängere Zeit mit den Digitalwandlern von CD-Playern beschäftigt. Sein oberstes Ziel war allerdings die Verbesserung der Ausgangssignale durch das Überspringen der werkseitig vorhandenen Ausgangsstufen oder durch den Ersatz mit Röhrenschaltungen. Genau das suchst du nicht, in der Tiefe seiner weit verzweigten Seite : http://www.lampizator.eu findest du aber viele Hinweise und Pinouts von Wandler-Chips, Receiver-Chips, die dir vielleicht helfen können, einen geeigneten Einspeisungspunkt zu finden.


    viel Glück
    Joachim

    Hallo Robert,


    ein großer Vorteil von telcom ist ja, dass dieses System einfach in die Aufnahme- und Wiedergabewege einer Tonbandmaschine eingeschliffen werden können und funktioniert, ohne dass man sich z. B. bei der Wiedergabe nach Pegeltönen auf dem Band richten muss, was bei anderen professionellen Rauschunterdrückern der Fall ist.


    In Bezug auf das Kalibrieren meine ich zwei Bereiche:


    1. Bezugspegel
    Telcom ist, soviel ich weiß, in erster Linie für den professionellen Gebrauch in den ARD-Anstalten und für Mehrkanalaufnahmen in professionellen Studios entwickelt worden. (Es gab eine Version für Hifi-Geräte: HighCom. Dieses System konnte sich gegenüber dolby nicht so recht durchsetzen. Allein Nakamichi hatte einen externen HighComII Compander für seine großen Cassettenrecorder am Start, der für micht mit einem guten Cassettenrecorder (!) richtig gut klan)
    Alle telcom Geräte die ich kenne arbeiten aber dann richtig, wenn sie mit Studiopegel, d.h. +6db (1,55V) angesteuert werden. In einigen Geräten lässt sich dieser Pegel mit Potis auf der Ein- und Ausgangsplatine an die angeschlossenen Geräte anpassen. Das klingt recht einfach, muss aber auch sorgfältig geschehen, sonst kann man sich bei dem großen Bereich von 20 dB, in dem telcom arbeitet, leicht Fehler einhandeln, die man nicht haben möchte. Hier gibt es aber Hilfen in den telcom Unterlagen.
    Auf den oberen Bildern der telcom c4 Anlage mit den beiden Stereomodulen siehst du einen zusätzlich angebrachten Aufkleber und eine Leuchtdiode. Daneben steht einmal 514nW/m und einmal 320nW/m. Diese Angaben beziehen sich etwas vereinfacht ausgedrückt auf den Pegel, der auf das Band soll bzw. vom Band kommt. Da die Rundfunkanstalten bei Stereobändern mit modernem Material mit 514nW/m arbeiten und bei Mono - und ich glaube auch bei Zweispur - noch mit 320nW/m fahren oder gefahren sind, wurden einige Einheiten entsprechend umschaltbar umgerüstet. Das zeigt, wie wichtig, die richtigen (äußeren) Bezugspegel sind.


    2. Einstellpotis auf den telcom-Karten
    Telcom arbeitet mit vier Frequenzbändern, die bearbeitet werden. Auf den Karten findest du eine ganze Poti-Bank, an denen man besser überhaupt nicht herumschraubt. Wenn es irgendwo nicht so klingt oder funktioniert, wie du es dir vorstellst, würde ich immer erst alles andere überprüfen und auf keinen Fall an diese Potis gehen. Das braucht wirklich einen Profi!


    mit Grüßen
    Joachim

    Hallo Robert,


    in einem voll bestückten C4 Rahmen befinden sich zwei Stereomodule. Damit kannst du über telcom aufnehmen, d.h. codieren und über telcom gleichzeitig über Hinterband decodiert abhören. Das ist sehr komfortabel. In dem ebay Angebot befindet sich nur ein Modul. Damit kannst du entweder codieren - also mit telcom aufnehmen oder nach dem Umstecken des Moduls das Band auch decodieren und abhören. Die einzelnen telcom Module können zwar codieren und decodieren, aber das können sie nur in eine Richtung. Wenn du auf die richtige Hinterbandkontrolle mit telcom verzichtest, kannst du mit einem Modul über telcom aufnehmen und später rauschfrei und brilliant mit diesem Modul dein Band hören.


    funktioniert in der Regel immer sehr gut. Vorsicht mit kalibrieren und verstellen, da brauchst du Unterlagen oder professionelle HIlfe!!


    mit Grüßen
    Joachim

    Hallo Elysio,


    Hut ab vor deinen Ideen mit dem daraus folgenden Pflichtenheft und vor allem vor der Konsequenz, sie auch so pragmatisch umzusetzen. Du gibst dich nicht mit einer Hornkontur zufrieden, du probierst sogar mehrere aus. Auf deine Ergebnisse bin ich gespannt. Mit Frank und Dietmar wirst du kompetente Unterstützer haben; eine Anmerkung möchte ich mir doch erlauben: Sind für die verschiedenen Hornkonturen nicht auch unterschiedliche Hornlängen zu berücksichtigen?


    Auf jeden Fall wünsche ich dir für das gerade begonnene Jahr die gelassene Ausdauer, mit der du dein Projekt begonnen hast.


    Joachim




    Hier ist der Frequenzschrieb mit meinem gesamten System: Schmacks im Bass; Sato mit 2420 Mittelton und JBL 2402 Hochton.







    Auf diesem Schrieb ist der Bass im verlängerten Schmackshorn einmal ohne Begrenzung und dann mit Tiefpass bei 400 Hz zu sehen.







    Sato-Horn mit dem JBL 2420 einmal ohne Begrenzung und dann mit Hoch- und Tiefpass.







    Zum Schluss einmal der Übergang vom Mitteltonbereich mit JBL 2420 zum Hochtonbereich mit JBL 2402.




    Ich hoffe, dass jetzt alle Bilder zu sehen sein werden.




    Joachim

    Hallo Sato-Freunde,
    versprochen hatte ich Frequenzschriebe, die ich hier zeigen möchte. Zunächst einen Frequenzgang meines geamten Systems: Im Bass spielt ein von mir verlängertes Schmacks-Horn mit einem Isophon Basslautsprecher. Mittelton ist das kleine Sato-Horn mit dem JBL 2420 und oben spielt ein JBL 2402 zur Zeit mit einer angepassten kleinen Linse, die es ursprünglich auch von Isophon gab.
    Leider habe ich die Frequenzschriebe als Worddocument gespeichert und bekomme es hier nicht eingefügt. Ich werde die nächsten Messungen dann anders speichern. Wer die Word-Schriebe gern anschauen möchte, müsste mir eine Nachricht senden. Per e-mail ist das zu verschicken. Wenn jemand eine Idee hat, wie ein Word Document hier eingefügt werden kann, würde ich mich freuen - ebenso, wenn jemand die Word-Schriebe konvertieren könnte.
    So weit
    Joachim

    Hallo Sato Freunde,
    an meinem kleinen Sato-Horn laufen tatsächlich die JBL 2420 - und ich bin damit sehr zufrieden. Da ich jetzt auch ein Arta - Messsystem mit einem Behringer Messmikro habe (vielen Dank an Alexander), gibt es auch einen Frequenzschrieb. Ich werden das Diagramm posten, ich muss es nur noch zu meinem Netzrechner befördern.
    Zum Sound hatte ich im Vergleich zu den Renkus Treibern, die ich vorher von Frank geliehen bekommen hatte, weiter oben schon etwas geschrieben. (Posting 2627) Die Messdaten kommen.
    Nach meinen Erfahrungen mit hören und messen lässt sich mit dem kleinen Sato und dem 2420 im Zentrum ein brauchbares System mit drei Wegen aufbauen.
    mit Grüßen
    Joachim

    Hallo Frank,


    sieht das gut aus!


    Das werden bestimmt tolle Hörner und ich bin schon ganz gespannt auf deinen ersten Höreindruck eines Paares!
    Da steht ja bald ein Hörvergleich mit WE66a und großen Sato-Hörnern sowie kleinen Sato-Hörnern an.
    Interessant wird auch das unterschiedliche Verhalten der Hörner auf der Soundachse sein bzw. das verschiedene Phasenverhalten auf Grund der unterschiedlichen Wege in den Hörnern.


    viele Grüße
    Joachim

    Obwohl die Sato-Freunde schon ganz gespannt auf die Western-Electric Replicas sind, höre ich mit viel Spaß meine Kombination. Über die Verlängerung des Schmackshorns hatte ich schon hier und unter "Hörnerliebe" berichtet. Das Schmackshorn hat jetzt eine Mundöffnung von 110X70 cm und spielt nur noch als vorn-geladenes Horn (der Isophontreiber steckt in der Kiste der Hornverlängerung) bis ca. 250 Hz nach oben. Dort übernimmt das kleine Sato-Horn mit einem JBL 2420 Treiber.


    Diese Kombination lässt sich mit Einschränkungen sogar als Zweiweg-System hören, denn am Hörplatz kommen noch gut 9 kHz an. Schöner und ich denke auch richtiger klingt es mit einem dritten Weg als Hochtonweg.
    Nach den Zitronenpressen probiere ich jetzt Elektrostaten aus: Es sind Eintaktelektrostaten aus der Bastelkiste mit einer kleinen aktiven Röhrenendstufe nach einer alten Schaltung aus der Funkschau.


    Das klingt gar nicht so schlecht, allerdings war es von Vorteil, dass ich mir die besten Elektrostaten aussuchen konnte, denn diese Hochtöner sind doch von sehr unterschiedlicher Qualität. Ich hatte auch noch deutlich größere Exemplare - lauter aber mit schlechterem Frequenzgang.
    Mit der abgebildeten Kombination funktioniert es gut. Allerdings fiehlen die Hochtöner doch immer irgendwie aus dem Klangbild. Aufgrund der großen Fläche (Durchmesse ist fast 7 cm) richten sie natürlich ordentlich.
    Daher habe ich sie jetzt nach den Tipps aus dem Forum von Dietmar, Frank und Alexander mit diesen (unschönen) Linsen versehen. Und es klingt wirklich angenehmer! Für den besonders farbigen Sound habe ich das ganze Arrangement auf
    buntes Knetgummi gelagert. Das ist zwar kaum zu sehen, aber gut zu
    hören.


    Sonst ist die Anlage unspektakulär: Es gibt einen Quellenwahlschalter für einen EMT 930, einen Ballempfänger und einen CD-Player.


    Da alle genügend Pegel abgeben wird die digitale Yamaha Weiche gut ausgesteuert und funktioniert als Vorverstärker. Die Lautstärkeregelung erfolgt mit den verlinkten Potis. Endstufen sind bis Telefunken V 673 und für die Elektrostaten die Röhrenendstufe.




    Bestimmt ist das nicht der letzte Aufbau - bestimmen kommen auch die jbl 2402 wieder.




    Joachim

    Hallo Dietmar und hallo Klaus,


    da hab ich nicht genau aufgepasst. Ich wunderte mich schon über die Phenol-Membran! Es bleibt dann aber trotzdem erstaunlich, was durch die Modifikation zu erreichen ist.


    mit Grüßen
    Joachim

    Guten Abend Dietmar,
    dass sieht aber sehr gut aus. Damit müsste jetzt eigentlich jemand aus der Runde - Frank vielleicht - ein noch größeres Horn als das Sato bauen. Oder auch nicht, denn im großen Sato würde ein entsprechend modifizierter Treiber ganz sauber bis 200 Hz nach unten spielen.
    Spannend wäre es doch vielleicht auch, wenn wir herausfinden könnten, wie sich ein so modifizierter Treiber an einem WE Horn bewährt.
    Klar, nach oben wird es nur eingeschränkt spielen, da müsste dann ein Mittel-Hoch-Ton-Horn anschließen.


    In meinem "kleinen Sato-Horn" laufen jetzt zwei Eintaktelektrostaten in Konkurrenz zu den JBL Zitronenpressen. Zwar richten die Elektrostaten mit einem Durchmesser von ca. 6 cm wie Scheinwerfer, aber der Klang ist durchaus konkurrenzfähig. Ein Foto und hoffentlich auch noch ein kleiner Hörbericht sollen folgen.


    mit Grüßen
    Joachim

    Liebe Sato-Hörer,
    vielen Dank an Frank für diese Maßangaben:

    die Hornlänge, gemessen durch die Mitte, beträgt 138 cm. Würde man aber die Soundachse mit einbeziehen,
    wäre das Horn um ca. 8 cm länger. Desweiteren müsste man noch den 2420 mit einer Länge von 6,5 cm bis
    zum Mittelpunkt der Spule addieren.

    1,38 m plus 8 cm plus 6.5 cm ergeben in der Summe 1,525 m. Auf meinem Delay für den Versatz zwischen Sato-Horn mit JBL 2420 als Treiber und JBL Zitronenpresse als Hochtöner sind 1,53 m eingestellt. Die hab ich mir mit den Schritten erarbeitet und "erhört", wie sie weiter oben beschrieben sind.
    Hier passt das gut zusammen - jedenfalls für den Hörplatz. Doch sind anscheinend alle Räume irgendwie anders, machen unterschiedliche Reflektionen und führen dann zu anderen Messergebnissen und auch anderen Höreindrücken.
    Was dann richtig ist, ist schwer zu sagen - ich denke es ist wichtig, mit vertretbarem Aufwand eine Aufstellung zu finden, mit der man möglichst viel Freude am Musikhören hat.


    mit Grüßen
    Joachim

    Fragen:
    1) Offenbar entscheidend ist der 2.Schritt, bei dem man unter Rauschen den Hochtöner unerkennbar macht. Wie erzeugst du Rauschen nur zwischen 4 und 8 kHz?
    2) Mit welcher Flankensteilheit arbeitest du?
    3) Wieviele cm weicht dein akustisch ermitteltes Endergebnis vom geometrischen Membranabstand ab?



    Hallo m und alle Interessierte:


    zu 1.: Dieses Rauschen zwischen 4 und 8 kHz hab ich auf einer Hörtest-CD und das lässt sich daher einfach einspielen. Wenn ein Rauschgenerator zur Verfügung steht, lässt sich der Frequenzbereich auch nach Dietmars Vorschlag eingrenzen, indem das Signal unterhalb von 4 und oberhalb von 8 kHz durch durch die Weiche abgeschnitten wird. (Das Rauschen soll dann als Ziel aus einer Quelle tönen, so wie es Dietmar noch einmal ergänzt hat.)


    zu2.: Ich trenne das Sato-Horn von der JBL Zitronenpresse bisher im Hochpass und im Tiefpass mit jeweils 12 dB.


    zu 3.: Diese Frage nach der Hornlänge ist gar nicht so einfach zu beantworten. Die tatsächliche Hornlänge genau zu messen ist eben schwierig. Ich hab dazu einen dünnen Draht durch das Horn geführt und abgemessen. Doch wo führt man dann den Draht vorn im Trog des Sato-Hornes entlang? Durch die Mitte oder auf der "Soundachse" wo der Frequenzbereich am ausgeglichensten ist? Ich hab es versucht bis zu der Stelle zu bestimmen, wo jetzt mein Hochtöner (noch) vor dem Sato liegt. Die Abweichung ist so im Bereich von 5 cm.



    So viel bis hier


    Joachim

    Liebe Kollegen, ich blättere noch mal ein bisschen zurück:

    Wenn ich richtig verstanden habe, zielt das Prinzip ja darauf ab, bei der Übergangsfrequenz den glattesten Frequenzgang durch Verschieben der Phase zu bekommen.
    Nachdem man aber auch schon regelhaft durch alleiniges Verschieben der Mikrofonposition um den Hörplatz herum kleine Frequenzgangänderungen wahrnehmen kann, finde ich diese Vorgehensweise zweifelhaft.
    Darüberhinaus zweifle ich auch noch regelmäßig daran, ob ich mir die gehörten Unterschiede einbilde bzw. wie relevant sie sind - trotz hohem Anspruch.
    Schließlich las ich neulich bei Biggs: Loudspeakers: "Above 2-3kHz phasing is of no importance in domestic listening."

    In den letzten Tagen hab ich wieder ein wenig probiert, gemessen und gehört. Mein Ziel ist immer noch, den Hochtöner möglichst gut an das Sato-Horn anzukoppeln. Ich versuche mal meinen Weg zu beschreiben:


    1. Schritt
    Den hab ich so gemacht wie oben von projekte beschrieben. Für meine Kombination hab ich mich für 6 kHz Übergangsfrequenz entschieden. Dann hab ich mechanisch die Länge des Sato-Hornes gemessen und auf mein Delay übertragen. Mit einem Sinus von 6 kHz auf Sato und Hochtöner wird dann maximaler Schalldruck eingestellt.
    Problem: Es gibt dann tatsächlich mehrere Maxima in benachbarten Abständen oder wenn das Messmikrophon verschoben wird.


    2. Schritt
    Jetzt habe ich rosa Rauschen von 4 kHz bis 8khz wieder auf Sato und den Hochtöner gegeben. Durch Hören konnte ich zwei Schallquellen ausmachen: Rauschen recht groß aus dem Sato und deutlich aus dem Hochtöner. Wenn jetzt an dem Delay gestellt wird, lässt sich das Rauschen übereinander legen und es erscheint deutlicher aus einer Quelle zu kommen. Der Hochtöner steht bei mir leider immer noch vor dem Horn und war nach dieser Aktion aber immer weniger auszumachen. (Bisher alles in Mono!!)


    3. Schritt
    Jetzt in Stereo hab ich mir eine CD gesucht, bei der hohe Schlagzeugbeckenklänge von HiHat oder Ride-Becken ganz gut zu orten sind. (Scheint das Steckenpferd einiger Tonmeister zu sein, jedes Tom und jedes Becken im Stereopanorama abzusetzen) Für diese Aufnahme hab ich dann den Hochtöner wieder ausgeschaltet und mir versucht den Ort eines Beckens gut einzuprägen. Beim Zuschalten der Hochtöner muss das Becken dann an seinem Platz bleiben. Leider blieb es das zunächst gar nicht und hier beginnt das lange Spiel. Durch die Veränderung am Delay lässt sich so ein Becken dann zwar leicht an den rechten Platz setzen; leider stimmen dann die Ergebnisse aus Schritt 2 manchmal nicht mehr; oder man hat plötzlich eine Hornlänge auf dem Delay eingestellt, die nicht stimmen kann. Dann heißt es: Zurück zu Schritt 2.


    So ähnlich ist doch eigentlich auch der Weg, den Hobbit und projekte und auch Dietmar mit den Flötentönen beschrieben haben - oder?


    Ich weiß natürlich nicht, ob dann alles optimal geworden ist. Es gelingt allerdings, die am Delay eingestellten Entfernungen immer weiter einzugrenzen. Zum Schluss musste ich mich so im 2 cm Bereich entscheiden.


    Der Klang gefällt mir gut!


    Trotzdem hab ich auch immer wieder die Frage: Geht es vielleicht auch ohne Delay? Dann könnte man passiv arbeiten, oder eine aktive Röhrenweiche basteln ...?


    Ich hab darum als Experiment alle Delays auf Null gestellt und mir das Ergebnis angehört. Ich fand den Klangeindruck flach, die Bühne schmal und meine geliebten Becken schlechter zu orten. Ohne Delay würde ich bei mir auf den Hochtöner ganz verzichten und meine JBL Treiber im kleinen Sato nach oben unbegrenzt spielen lassen. Das hab ich ausprobiert und das hat auch was!! Es kommen noch gut 9 kHz am Hörplatz an, ab 10 kHz geht es dann bergab.


    Interessant wäre als Experiment noch wie es klingt, wenn in dieser Konfiguration ohne Delay und das Sato nach oben unbegrenzt, der Hochtöner als Superhochtöner erst ganz oben mitspielt; Einsatz so ab 9 oder 10 kHz?


    Vielleicht weiß Jo Roberts da mehr oder die WE Techniker, wenn sie es uns noch erzählen könnten.


    Jetzt aber auch in die Sonne!!
    Joachim

    Hallo Christian und M. und alle Sato-Hörer,
    das ist schon ein interessantes Projekt, wenn der Hochtöner mittels eines aktiven Weiche und eines Delays möglichst gut in Bezug auf die Phase angekoppelt werden soll.


    Ich glaube, dass der Versuch mit dem Rauschen hilfreich ist, denn dabei wird das Hörbare mehr berücksichtigt als die reinen Messergebnisse. Beim Messen habe ich eben mehrere Maxima in benachbarten Frequenzbereichen gefunden und wurde dabei immer unsicherer, welche Einstellung die richtige ist. Nach wie vor denke ich, man müsste eben das Delay für verschiedene Frequenzbereiche einstellen (können), damit es stimmt. Dazu hab ich auch Ideen, doch jetzt werde ich erst einmal bis zu Wochenende unterwegs sein.


    Problemlösung mit Hilfe des Rauschens ist da schon pragmatischer und praktikabler - vorausgesetzt man hört tatsächlich Unterschiede. Als Übung fand ich häufiges Umpolen des Hochtöners hilfreich. Je höher die Trennfrequenz liegt, je schwieriger finde ich es zu hören. Bei ca. 4,5 kHz Übergang kommt man der Sache eher auf die Spur.


    Wo habt ihr eigentlich eure Hochtöner platziert? Coaxial weit hinten im Horn wie Infiziert oder auch Dietmar oder davor, so wie es gerade bei mir noch aussieht? Weiter vorn im Horn sind die Wegunterschiede ja immer größer.


    bis bald
    Joachim

    Bzgl. der unteren Trennung denke ich schon, dass Du mit den 280 Hz des Schmacks gerade noch hinkommen müsstest. Ich trenne ja auchbei 300 Hz. Du müsstest v.a. auch einmal am Hörplatz messen.

    Liebe Sato-Interessierte und besonders an Christian, der auch mit dem 2420 probiert!


    An meinen kleinen Satos habe ich jetzt die Renkus-Heinz Treiber mit den JBL 2420 Treibern getauscht. Zunächst nur an einer Seite und konnte dadurch schön zwei Monosysteme vergleichen. Gemessen schlagen sich die Renkus-Heinz Treiber gar nicht so schlecht. Die 2420 gehen allerdings etwas tiefer nach unten, aber das ist am Hörplatz gar nicht so viel. Am Hornmund schaffen sie allerdings 250 Hz noch ganz ordentlich.
    Dann sind sie doch ein Stückchen lauter; ca. 3 dB hab ich den Verstärker jetzt zurückgenommen und sie spielen nach oben nicht unbedingt höher als die Renkus-Heinz, dafür aber gleichmäßiger. Tolle Treiber!
    Gehört spielen sie dann doch nach meinem Empfinden in einer anderel Liga: Sie klingen unten im Grundtonbereich (oder oberen Grundtonbereich) voller und verleihen besonders Männerstimmen mehr Kraft. Der Anschluss an meine Schmackshörner funktioniert besser; das hat Christian ganz richtig vermutet.
    Der mittlere Bereich klingt einfach sehr gut!
    Nach oben habe ich natürlich die Kombination auch als Zweiwegsystem gehört und das geht wirklich gut. Es macht Spaß zu hören und klingt sehr homogen wie aus einem Guss. Sängerinnen und Sänger mit Gitarre oder kleiner Band klingen sehr gut. Ich glaub, darauf kann man sich einstellen ... wenn da nicht noch die Zitronenpressen 2402 herumgelegen hätten.
    Ich hab sie zunächst wieder erst ab 9000 Hz mitspielen lassen. Das ist nicht schlecht, aber darauf kann man auch verzichten. Je weiter ich die Trennfrequenz nach unten verschoben habe, je klarer und genauer wird die Musik aufgelöst und wiedergegeben. Besonders deutlich wird das für mich bei Schlagzeugbecken oder auch Cembalo und nicht so großen Barockensembles. Große Orchester gewinnen allerdings auch: Im Zweiwegebetrieb klingt es wunderbar mächtig; die Streicher und das Blech aber auch ein klein wenig verwaschen: Auch ein Symphonieorchester gewinnt durch den dritten Weg. Zur Zeit liegt meine Trennfrequenz bei 4500 Hz. Das scheint ein guter Kompromiss zu sein, den ich mir jetzt erst einmal eine Weile nach vielem Schrauben an der Weiche anhören werde. Versucht war ich, die Trennfrequenz noch weiter nach unten zu verschieben, allerdings steigt dann die Zitronenpresse aus. Ich fange an, die Idee nach dem vierten Weg oder die Suche nach einem anderen Hochtöner zu verstehen.


    Jetzt hab ich noch eine Frage an die Runde: Ich finde es schwierig, den Zeitversatz zwischen den Systemen. besonders zwischen Sato und Hochtöner mit dem Delay auszugleichen. Es gelingt zwar problemlos, Auslöschungen bei meiner Übergangsfrequenz von 4500 Hz durch das Verschieben des Höchtöners mit Hilfe des Delays zu vermeiden: Statt eines Lautstärkeminimums kann ein Lautstärkemaximum erreicht werden. Leider gibt es dann bei benachbarten Frequenzen auch wieder Einbrüche und es müsste erneut am Delay gestellt werden. Ich hab jetzt mit viel Probieren; Messen und Hören am Hörplatz einen brauchbaren Kompromiss gefunden. Aber vielleicht habt ihr noch weitere Tipps. Erklären sich diese mehrfachen Phasenprobleme durch die Schnecke? Verschiedene Frequenzen legen im Satohorn ja (leider) verschieden lange Wege zurück und ich kann das Horn aber nur einmal verschieben.


    mit Grüßen
    Joachim