Posts by cone-A

    Bei mir dreht auch ein SL-Q seine Runden (der SL-Q2 mit Halbautomatik). Macht seine Sache absolut nicht schlecht. Man musste nur das Fett in der Mechanik tauschen, wass aber keine Raktenwissenschaft ist. Ich würde mit überschaubarem Budget einfach mal auf die Suche gehen und schauen, was gefällt. Bei den 80er-Bombern macht man eigentlich selten was falsch.

    Das ist eine normale Concorde mit der nackten Ellipse, bekannt aus OM 20 und 2M Blue. Dafür sind 300 € recht selbstbewußt. Das gleiche Ergebnis erhältst Du, wenn Du Dir für einen Zwanni irgendwoher einen gebrauchten Concorde S-Generator und dann für 150 € die OM 20-Nadel holst. So eine Kombi arbeitet bei mir zur vollen Zufriedenheit am Technics.


    Dir sollte allerdings klar sein, dass der scharfe Nadelschliff des bisherigen AT-Systems nicht zu erreichen ist. Dafür wäre die OM40-Nadel notwendig, die für sich ca. 280 € kostet.

    Beim Plattenspieler habe ich in den 90ern gelernt an erster Stelle steht das Laufwerk,dann der Tonarm und erst dann kommt das System. Bei diversen Hörsessions hat fast immer die Kombi teurer Spieler/günstiges System die Alternative günstiger Spieler/teures System überflügeln können und Laufwerk/Tonarm ist nun mal Feinmechanik und die kostet ihren Preis.

    Sehe ich anders. Der Dreher muss die Platte drehen (und darf dabei nicht rumpeln oder Abweichungen bei der Geschwindigkeit zulassen), der Tonarm die Nadel führen (und darf kein Spiel und keine übermäßigen Resonanzen haben). Dazu noch eine stabile Zarge und ein gut abgeschirmtes Kabel und die Anforderungen sind eigentlich erfüllt. Musik macht die Nadel in der Rille. Ohne bei Deinen Hörerfahrungen dabei gewesen zu sein, würde ich mal spekulieren, dass der teure Dreher halt perfekt eingestellt war und der billige eher nicht.


    Wie schon vor ein paar Seiten geschrieben würde ich bei dem Budget für den Dreher möglichst wenig Geld ausgeben. Dafür aber einen ordentlichen Tonabnehmer und einen elektrisch passenden Phono-Pre. Das reicht erst Mal zum Blut lecken. Und für den "richtigen" Plattenspieler weiß man dann immerhin schon mal, was man will und was nicht.

    Abgesehen davon: Es hängt serienmäßig schon ein 2M-Generator eingestellt an dem Teil. Wir gehen jetzt einfach mal zugunsten von Panasonic davon aus, dass der eingebaute Phono Pre dazu ganz gut paßt.


    Das bedeutet, dass für 80% der Nutzer das Gesamtsystem über die Jahre wunderbar paßt, weil man mit der 2M Black-Nadel sogar richtig gut aufrüsten kann. Und die anderen 20% kaufen sich eh nach ein paar Jahren einen neuen Dreher, weil sie Blut geleckt haben und was "richtiges" wollen. ;-)

    Die oben angesprochenen Kenwoods sind sicherlich Bombe. Leider derzeit zu völligen Mondpreisen gehandelt.


    Wenn es nicht auf die Optik ankommt, finde ich die Dual Halbautomaten ohne ULM-Tonarm sehr interessant (704 und 604). Gut gebaut und sehr interessante Technik.


    Ich persönlich bin Technics-Fan. So ein SL-1400 ist auch recht nett und noch im Budget. Mit Subchassis, VTA-Einstellung und abschaltbarer Halbautomatik richtig fein. Wobei ich persönlich einen SL-Q2 fahre, der seine Sache auch sehr gut macht.


    Alle diese Modelle spielen, was Geräuschabstand, Gleichlaufschwankungen und Trittschallempfindlichkeit angeht, deutlich über dem Rega. Wenn es unbedingt etwas neues sein muss, würde ich mir den Onkyo CP-1050 anschauen. Schöne Kombination aus dem Hanpin-Baukasten.

    Der Subwoofer hat üblicherweise auch einen höheren WAF als Standboxen. Bei uns spielen deshalb Elipson Planet M (Koaxial, damit man nicht so auf die Hörposition fixiert ist) mit einem Elipson Planet Sub. Der Verstärker hat eine aktive Frequenzweiche, damit die Kügelchen nicht zu viel abbekommen. Funktioniert famos.

    Man sollte halt nie die Tatsache aus den Augen verlieren, dass der Plattenspieler zwar das optisch auffälligste Glied einer Phonokette ist, aber nur die einigermaßen triviale Aufgabe hat, die Platte zu drehen und den Tonabnehmer auf einer definierten Kurve zu führen. Die Musik spielt (im wahrsten Sinne) beim Tonabnehmer, der die Informationen aus der Rille der platte kratzt und dem Signalweg, der alles ohne Brummeinstreuung, Kapazitätsfehler und Klangverfärbung bei der Entzerrung an den Verstärker liefern muss. Glücklich wird man beim Platte hören, wenn all diese Faktoren stimmen. Deshalb gebe ich lieber 200 € für eine neue Nadel aus als 100 € für einen "neuen" Plattenspieler.

    Welches Modell nachher den scheibenförmigen PVC-Scherben dreht, ist doch Wumpe. Die drei wichtigsten Kriterien sind:


    1. Zustand,

    2. Zustand,

    3. Zustaund.


    Ein abgerockter SL-1200 mit einem Schlag am Tellerlager und 10 g Nikotin in den Tonarmlagern wird gegen einen gut gepflegten SL-Q2 hoffnungslos abstinken.


    Ich würde mir überlegen, wie viel Automatik ich brauche und dann nach einem gut erhaltenen Gerät WEIT UNTER BUDGET suchen. Den Rest des Geldes in eine gute Nadel investieren und danach Platten hören. :-)

    Die Angst vor dem gebrauchten Plattenspieler verliert man am besten bei überschaubarem Budget. Einfach mal nach einem Dreher für 60-70 € schauen und ausprobieren, ob das was für einen ist. Den Dreher verkauft man später mit max. 10 € Wertverlust weiter (ich habe mit meinen Ex-Drehern jeweils Gewinn gemacht). 250 € für einen Neudreher inkl. Phonostufe reichen einfach nicht.

    1. Machen die unterschiedlichen Bauhöhen denn überhaupt Ärger? Es ist ja nicht jede Nadel gleich empfindlich für Abweichungen im VTA.


    2. Billiger als ein neuer Dreher wäre entweder eine dickere Tellermatte oder eine Unterlegscheibe unter dem jeweiligen System.


    3. Wenn Vollautomat gewollt, ist der SL 1300 schon weit oben an der Fahnenstange. Mir fiele da nur noch ein großer Denon oder ein Yamaha ein. Wegen der dort schon verbauten High Tech ist das Risiko eines Totalschadens auch höher.