Posts by defektzero

    Wenn es 3,5kHz sein sollen, stimmen die Daten im Schaltplan nicht.

    Daten HT:


    Kef Driver Spec Sheets.pdf (madisoundspeakerstore.com)



    Daten TMT:


    IMF electronics - Compact-II (google.com)

    CompacktIIhd17b25j.jpg


    Datasheet IMF:


    IMF electronics - Compact-II (google.com)


    ...dort steht sogar was von 4000 Hz - aber das dürfte die spätere Variante mit dem 4 µF Kondensator sein.

    Die 3500 Hz waren über den Daumen geschielt, da ich mit der Software auf meinem Tablet nicht 2 Kurven übereinander legen kann - aber so richtig weit weg davon dürfte es auch nicht sein.

    da ich die Weiche nicht kenne.

    OK - obwohl ich derartige Erfahrungen auch mit anderen LS gemacht habe, laß uns als Diskussionsgrundlage die IMF Compact II nehmen. Sie ist ein Großserienprodukt von einem sehr namhaften Hersteller, hat mit dem KEF T27 einen mehr als amtlichen HT und vor allem hat sie den Bypass "ab Werk", so daß man nicht noch die unselige Diskussion führen muß, daß nur planlose Amateure auf solche Ideen kommen ;)


    Also nun auch in diesem Faden nochmal gezeigt - Die LS:


    008.jpg


    Die Weiche:


    002.jpg


    Der Plan:


    imf compact II.jpg


    Das Replacement für den Altersschwachen originalen Elko:


    001.jpg

    oberhalb von 25kHz

    Ich glaube nicht, daß es sich hier um Effekte handelt, die hauptsächlich mit der Tonalität auszudrücken wären, denn in der Praxis sind sie im F_Gang mit billigem Meßzeug nicht darstellbar. Wir sprechen hier in der Hauptsache von klanglichen Disziplinen wie Klarheit, Transparenz, Plastizität, Ausleuchtung der Bühne und Auflösung.

    Das hatte ich alles weiter oben bereits erwähnt.

    Ja - nur stimmt das leider nicht. Der besagte Bypass ist in dieser Weiche "serienmäßig" verbaut (mit besagten Werten) und funktioniert und der Klangliche Effekt ist mehr als erheblich.


    Da gibt´s auch nix dran zu rütteln - den Unterschied höre ich durch die geschlossene Klotür... ;)

    Mir erschließt sich nicht, warum immer nur exotische Bauteile "gut klingen" sollten?


    Einfach nur einen Bypass rüber ist experimentell, aber eher heiteres Hochtonraten.

    Hallo Andre,


    Deine beiden Einwände stehen in direkter Beziehung zueinander. Tatsächlch isses wie in einer Tombola, wenn man einfach irgendwelche Bypässe testet, weil die geeignet sein könnten. Meist erhält man 18 Nieten und 2 Trostpreise.


    Weil die "Hauptgewinne" so dünn gesät sind, werden diese Exemplare über Jahrzehnte weiterempfohlen - ich denke, das erklärt den absonderlichen Markt ein wenig...


    Gerne nehme ich auch andere Methoden an, wie man taugliche Exemplare ohne das nervige Trial and Error Spiel findet...


    Wie gesagt - die kleinen gelben Philpse Type 341 0,1 µF bringen als 100V Type eine Gute performance und als 250 V Variante eine sehr gute Performance und zwar zielsicher in mehreren Lebenslagen.

    Wie könnte man das denn anhand einer technischen Bewertung voraussagen?

    die kleinen Philipse

    Dazu hab ich mal genauer im WWW nachgeschaut. Sie werden auch als "Type 341" gehandelt und in englischsprachigen Anzeigen als "Chicklet" bezeichnet. Es sind MKC oder wie die Niederländer sagen "Mepolesco" - also Metall-Polyesterkondensatoren...


    Leider auch nur noch als NOS zu bekommen, aber augenscheinlich sehr alterungsbeständig und im Durchschnitt wohl auch noch nicht sooo alt, wie die meisten Russen. Ich hatte jedenfalls noch keine Ausfälle bei 12 Exemplaren ...

    Wenn Du etwas Schaltungsaufwand betreibst, kannst Du an der Weiche ein Relais anlöten, mit dem Du den Bypass drüberschalten kannst. Dann vom Hörplatz hin und her schalten. Alles andere bleibt graue Theorie.

    Also, wenn ich eine klangliche Veränderung wahrnehme, dann isses mir wurscht, ob da ne Sekunde, ne Minute oder ne Stunde zwischen liegt - im Grunde kann ich "sowas" auch nach 6 Wochen noch klar benennen. Das kann im Übrigen jeder, der seine persönliche Testmusik gut genug kennt. Das funktioniert dann so präzise, wie das gute alte Testbild (falls das noch jemand kennt).


    Tatsächlich empfinde ich die Veränderung durch Kondensatortausch und Bypässe in Frequenzweichen meist nicht als subtil, sondern eher deutlich bis dominant.


    Wenn man einen grünen Russen als Bypass reinlötet, könnte man meinen, man hätte das ganze Setup getauscht - so stark ist der klangliche Einfluß.


    Natürlich gibt es Exemplare, die sich sehr ähneln und mit diesen klanglichen Unterschieden muß man sich dann eben nicht weiter beschäftigen - bringt dann eh keine nennenswerte Verbesserung.

    Superior Z-Cap

    Die kenne ich - wie findest du die?



    ALUMEN Z-Cap

    Die kenne ich nicht, weil sie mir bislang zu teuer waren. Würde mich auch mal interessieren, was du für Erfahrungen gemacht hast...


    Bypässe Kondensatoren setze ich gar nicht mehr ein , da kommt irgendwas raus …

    Man kann nur grob einschätzen, was da raus kommt. allerdings konnte ich bislang jeden preiswerten Kondensator damit aufwerten. Die von dir genannten Teile sind mir eigentlich zu teuer.

    Here comes a new Challanger!


    001.jpg


    Diesen Vorschlag habe ich aus der oben verlinkten Liste, komme allerdings in meinem Testsetup zu einer anderen Bewertung. In der Tat wird die Darstellung unübersichtlicher im Verhältnis zum gelbe Philips. Auch wird der Hochtöner insgesamt präsenter und etwas vorlauter. Ausgewogen ist für mich anders. Ich erhoffe mir von einem Bypass meist einen Schritt Richtung Klarhheit, Transparenz und saubere räumliche Zeichnung.

    Dieses Exemplar ist nun auch nicht schlecht, dreht aber eher an anderen Schrauben.


    Nicht schlimm für 4,40 € für 2 Stück inkl. Versand...

    Zeigt mir bitte mal die ‚Datenblätter‘ der sogenannten Audiophilen Caps.

    Na, es wäre ja schön, wenn man außerhalb dieser Produktgruppe taugliche Exemplare finden könnte. Fest steht allemal, daß sich der Preis für einen Kondensator verdoppelt bis verzehnfacht, wenn man ihm 1. eine Audioanwendung bescheinigt und er 2. über das entsprechende Händlernetz vertrieben wird.

    Man kann also mMn einen Kondensator nicht bedenkenlos empfehlen, ohne die Randparameter dessen Einsatzes zu kennen.

    Sind diese Parameter denn bei Lautsprechern mittleren Wirkungsgrades für die heimische Kemenate derart unterschiedlich?


    Die für diesen Zweck als "Audiokondensatoren" angebotenen Teile sind doch zu 90 % MKP 450 - 600 V Typen mit seltenen Abweichungen nach unten, was auch für die als Bypässe angebotenen Varianten gilt, die wiederum größtenteils mit Werten zwischen 0,1 - 0,01 µF angeboten werden.


    Könntest du mal kurz & überschlägig an einem Beispiel zeigen, wie du bei der Bemessung vorgehen würdest? Das war ja durchaus Teil der Fragestellung meines Freds und ich schrob ja, daß ich mich meist an Erfahrungswerten oder eben dem Angebot orientiere...

    Hätte man beispielsweise vorher absehen können, daß die Panasonic ECW-FD MKP Kondensator 3,3 µF 1 % 450 V, die ich zum Aufbau einer LS 3/5a Clone Weiche getestet habe (weil sie sich halt prima auf dem Layout der Platine unterbringen ließen), am Ende völlig grütze klingen würden?



    Grüssle Henner

    Schon mal russische Teflon probiert?

    Nö - taugen die denn noch was? Die sind ja auch gerne schon ein halbes Jahrhundert alt.


    Russische MP Kondensatoren werde ich nicht mehr testen, denn die haben es zu oft hinter sich und ich löte auch nix in meine LS, was dann alsbald vor dem Ablaufdatum steht.

    Versuch

    Zu Versuchen fehlt mir langsam der Elan, denn es haben sich hier mehrere Beutel mit "Fehlschlägen" angesammelt.


    003.jpg


    Die einzige Entdeckung in der Phase, als sich diese Tüte gefüllt hat, waren die kleinen Philipse, wovon ich mittlerweile zwei Typen entdeckt habe, die beide eine sehr gute Form machen und die Informationsausbeute im Hochton akurat steigern:


    009.jpg


    ...aber auch die Dinger sind nur noch mit Glück als NOS zu finden und einigermaßen betagt. Alllerdings hatte ich da noch keinen Ausfall wegen Überalterung dabei...

    Teuer sind die auch nicht - etwa 1-2 € pro Stück...

    Hallo Frank,



    ja, das sind aber auch so "schwere Fälle", weil nur noch NOS erhältlich und zumindest die Röderstein werden teils zu abenteuerlichen Preisen gehandelt.


    Auch ist ein hohes Alter bei manchen Kondensatoren noch kein akutes Problem, aber eine wünschenswerte Eigenschaft isses trtozdem nicht.


    BTW - Russen hab ich hier auch noch:


    Der Glimmer-Russe

    005.jpg


    ...0,1 µ und dabei groß wie ne Streichholzschachtel. Macht nix falsch, ist aber von den Eigenschaften her nicht sooo gut ,daß es lohnen würde, den Trümmer zu verbauen.

    ca. 5 € das Stück.


    Die silbernen Russen

    006.jpg


    ...verpassen dem Klangbild eine "erdige" Färbung und helfen manchem C noch etwas auf die Sprünge. Hier trifft aber durchaus der Tatbestand des "groben Soundings" zu.

    Die Teile machen den Eindruck, als hätten sie trotz massivster Verarbeitung die Altersgrenze überschritten, denn sie verändern sich während der Einspielphase doch zu stark und wirken dann teils etwas unterbelichtet. Es handelt sich um MP Kondensatoren und sie sind für überschaubares Geld nur noch NOS zu bekommen.

    ca. 3 € das Stück


    Die grünen Russen

    007.jpg


    Noch derberes erdigeres Sounding und ein grober Eingriff in die räumliche Darstellung.

    Damit kann man eine sterile Kette in ein warmherziges vintage Setup verwandeln - so derbe ist der "Impact". Das ist durchaus sehr charmant, aber womöglich kein HiFi mehr.

    Entweder ist die Streuung breit, oder einige der Dinger haben die Altersgrenze überschritten..

    ca. 3 € das Stück


    Grüssle Henner