Posts by Talesien

    Hallo,


    Ich habe gesucht und tatsächlich eine frühe Everest gefunden die ich nicht empfehlen kann,



    Mulmig, langweilig, verschlepptes Tempo, irgendwie falscher Rythmus, kaum ortbare Instrumente, alles sehr diffus, mit über 37min der längste Sacre den ich kenne und obwohl das Stück ja sehr perkussiv ist klingt die Aufnahme wie zugehangen. Mal als Vergleich die SXL 6691 mit Solti aufgelegt, da geht die Sonne auf und die viel zitierten sagenhaften Schleier verschwinden ! ( mein Exemplar ist ein Orginal, ka wie das Reissue kling aber es gibt zig andere Aufnahmen die eine Wiederveröffentlichung mehr verdient hätten )


    Als Gegensatz meine 3 Everests für die Insel,





    alle 3 absolute Überflieger, sowohl von der Interpretation als auch vom Klang ( die Falla mit Jorda steht mbMn in nichts der berühmten Ansermet Einspielung nach und die Gayne Suite ist schlicht die beste Einspielung die ich kenne und auch wenn ich diese Musik schon so oft gehört habe, beim Lezginka und Gopak fängt es immer noch an zu kribbeln und dieses breite Grinsen stellt sich unwillkürlich ein ).


    Das Violinenkonzert von Tchaikowski mit Spivakovsky / Goehr wurde hier schon vorgestellt, es gibt noch eine weitere Spivakovsky Aufnahme, sehr intensiv, durchaus vergleichbar mit der Aufnahme von Ricci, auch klangtechnisch liegt sie weit über dem Durchschnitt.



    Hallo,

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    Es kann nicht alles immer nur sehr gut sein

    Doch, Frank, die meisten Veröffentlichungen der einschlägigen großen Labels dieser Zeit sind gut bis hervorragend, genau deshalb sind sie Sammelobjekte, auch damals in den 50-70ern gab es viele kleinere Labels, Klubausgaben usw, Labels wie Decca mit der SXL Serie, RCA mit der Living Stereo Serie, Mercury mir der Living Presence Serie usw waren auch damals schon Premiumlabels, die Platten auch damals schon sehr teuer. Über die Interpretationen mag man sicherlich streiten, was in den 60ern modern war wird heute anders gesehen bzw gehört aber Klangtechnisch sind diese Aufnahmen alle mindestens guter Durchschnitt. Wirklich abwärts ging es ab ca mitte der 70er, wo man versuchte mit Billigserien ( Richmond, Dynaflex, World of .. usw ) Geld zu machen, da merkt man, oft auch Presstechnisch, das die Qualität dieser Nachpressungen nur noch entfernt den Orginalen entsprechen. Aber auch in dieser Zeit hat man (zb. Decca mit der SXL Serie die es ja bis um 1980 gab) hervorragende Platten veröffentlicht. Viele dieser Platten sind auch heute noch durchaus bezahlbar, der einzigste Nachteil ist das es viele Platten aus den USA sind und die Versandkosten inkl. Zoll in den letzten Jahren immens gestiegen sind ( zb. bekommt man die Everest Platten auch als Erstpressungen für relativ wenig Geld, sie sind sehr selten, ich habe viele Jahre gebraucht bis ich die ersten ca 80 Veröffentlichungen gefunden hatte, habe aber fürt keine der Platten mehr als 30€ bezahlt, die meisten lagen so zwischen 10 - 20 €, auch die London CS Orginale sind oftmals für normales Geld zu bekommen, bis auf wenige sehr gesuchte Aufnahmen).


    noch kurz zu den Phase4, wenns um Pop oder Filmmusik ala Herrmann oder Rozsa geht ist das ok, normale Klassik find ich zu gekünstelt, effekthaschend und einfach unnatürlich, komme ich nicht ran

    Vom Label Everest wurden hier ja schon einige Platten vorgestellt, am Wochenende sind mir (neben den Londons mit französischer Musik ) auch diese 3 mal wieder unter die Finger gekommen, alle 3 frühe Veröffentlichungen, zeitgenössische Musik, bei Billy the Kid und der 3 Sym. dirigiert Aaron Copland ( die ersten Aufnahmen mit Ihm als Dirigent ) selbst. Die vorliegenden Erstpressungen klingen hervorragend, die Steinweiss Cover sind schön schräg, die Musik sehr unterhaltsam ( ok, die 3 Sym. ist etwas langatmig ),einfach tolle Platten !





    Dieses Wochenende kam gemischtes französisches auf den Plattenteller, alle 3 tolle Einspielungen und wie üblich hervorragender Klang.





    Die Massenet ist wieder eine der Platten die als Stereo nur auf London erschienen ist, warum ist mir absolut unverständlich, aber besser so als anders herum, als Decca SXL wäre sie sicherlich genauso teuer wie die beiden anderen Scheiben.

    Hallo,


    Das Wochenende steht an und da ich Zeit habe gibts ordentlich auf die Ohren von einem meiner Lieblingsdirigenten, dem leider viel zu früh verstorbenem Ataulfo Argenta. Er hat einige Aufnahmen für Decca gemacht ( die berühmte Espana wurde hier ja schon vorgestellt ) wovon etliche ausschliesslich in den USA auf London veröffentlicht wurden, warum man diese dem britischem Puplikum vorenthalten hat ist mir ein Rätsel. In Spanien wurden diese Aufnahmen sowohl von der spanischem Decca als auch dem Partnerlabel Alhambra veröffentlicht.



    allesamt phantastische Interpretationen und hervorragender Klang ( alle 5 sind Wideband Erstpressungen )

    Hallo,



    Das besondere an dieser Platte ist Weberns ''Im Sommerwind'', ein wunderbares Stück was nur sehr selten aufgenommen wurde ( ich kenne keine andere Vinylversion ). Dies ist die 2 Eye Orginalpressung von 1967 als Broadcastversion, es gibt aus den 80ern noch eine Masterworks Nachpressung von CBS.

    und die kommt heut abend noch auf den Dreher, die 3. Everest Klassikveröffentlichung, soviel Mut muss man sich mal vorstellen, ein brandneues Label in den USA bringt 1958, nur 8 Jahre nach der Uraufführung einen australischen Komponisten mit einem Ballet das den Ureinwohnern gewidmet ist auf den Markt, zu der Zeit gab es in den Südstaaten noch getrennte Busabteile für Weiße und Schwarze, 1957, ein Jahr zuvor, gab es den Einsatz der Nationalgarde in der Little Rock High School !



    das ist eine Erstpressung im Dowel Cover ( Silverback Eischub mit dem Holzstab an der Seite )



    Hallo,


    Columbia hat viel Neue Musik veröffentlicht, von den 50er zu Mono Zeiten bis in die 80er, die Aniara ist mir vor jahren mal aufgefallen und stand ewig auf meiner Liste bis ich sie mal als Orginal 6 Eye Stereo erwischt habe, ich glaube die habe ich aus Dänemark.

    Hier nun eine sehr frühe und wohl bekanntere Columbia, man beachte den Dirigenten, der damals noch relativ unbekannte Carlos Surinach.



    Hallo

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    Trotzdem ist es intereressant, was ein nicht kommerzieller VEB in der DDR an neuer Musik produzieren konnte


    In den 50er und 60er Jahren wurde auch viel neue Musik bei westlichen kommerziellen Labeln veröffentlicht. Labels wie Columbia, Everest oder Mercury aber auch EMI oder Argo und Lyrita hatten Sonderserien innerhalb ihres Katalogs ( zb. Music Today, Modern American Music Series, Headline ) oder waren sogar Hauptbestandteil des Katalogs ( zb waren unter den ersten 30 Everest Veröffentlichungen 10 Platten deren Komponisten wie zb. Antill, Antheil, Ginastera, Copland, Chavez, Benjamin, Arnold, Villa-Lobos, Milhaud zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch unter den Lebenden weilten und durchaus zur damaligen Zeit als Modern und Zeitgenössisch galten ). Im Vergleich dazu war Eterna eher konservativ eingestellt, ähnlich wie zb RCA im Westen. Ein Ostblocklabel was viel Moderne Musik veröffentlicht hat ist zb. das polnische Muza.

    Hallo,


    Den Dreispitz von deFalla hatten wir schon in der tollen Einspielung mit Ansermet, hier nun eine die mMn mit der Ansermet durchaus mithalten kann, sowohl was den Klang und die Interpretation angeht ( aber bitte als Orginal die frühen Pressungen mit Maroon / Gold oder Blue / Silver Label, spätere Pressungen fallen stark ab )



    Hallo,


    Hui, Uli, wo hast Du die denn mal erwischt, das ist sicherlich eine Geschichte wert. Die einzigste Stereoaufnahme von Madame de Vito. Die Brahmssonaten mit Ihr und Edwin Fischer sind auch ganz ganz grosses Kino, da kommt kein männlicher Kollege ran, nichtmal ein Kogan. Wenn das eine 1. Cream / Gold ist solltest Du eine Versicherung für die Scheibe abschliessen !

    Hallo,


    Sicherlich gehts hier vielen nicht ausschliesslich um die Musik, ist ja ein Analog Forum hier, es geht natürlich auch um Klang und da ist man bei den genannten Labels sowohl was Orginale als auch Reissues angeht eigentlich immer auf der sicheren Seite.

    Wenn man als normaler Musikfreund nicht 10 Versionen von zB. Prokofievs Romeo und Julia durchprobieren will landet mal halt zwangsläufig bei den sowohl klanglich als auch interpretatorisch Herausragenden Einspielungen, in diesen Fall höchstwahrscheinlich die Decca SXL 6620-22 ( zumal die als spätere SXL auch als Orginal noch bezahlbar ist ). Sind ja nicht umsonst auch schon damals die führenden Labels gewesen.

    Alternativen gibt es sicherlich, ob bei Vanguard, Everest, Concert Hall, Philips, diversen Sublabels von Decca ( Argo, L'Oiseau Lyre, Lyrita ), Chandos, Sarastro, Cybelia usw usf. aber da ist man teilweise Jahrelang am suchen, ausprobieren, vergleichen, verwerfen, da muss man schon richtig tief drin stecken und auch bereit sein eine menge Geld zu investieren, das mag halt nicht jeder.

    Wie Markus bereits schon schrieb, die Alternativen kommen bestimmt noch.

    Hallo,


    Eigentlich reicht bei einem Lautsprecher mit Wirkungsgrad von 94db ein Verstärker mit ca 5w völlig aus.

    Wie gross ist Dein Breitbandtreiber und wie groß ist der Raum in dem der Lautsprecher steht ?


    Eine Frage, wie kommst Du auf 94w ( Watt ), setzt Du die ins Verhältnis mit den 94db ( Wirkungsgrad ) oder ist das eine Herstellerangabe für den Treiber ?


    Die Philosophie hinter den meisten Breitbandsystemen ist die Einfachheit und Direktheit, das fehlen einer Weiche, sehr wenig Bauteile, so wenig wie möglich Technik. So ein Endstufenmonster ist da eher das genaue Gegenteil von dem was eigentlich erreicht werden soll. Meist werden solche Systeme mit Eintaktverstärker betrieben, meist Röhren aber auch Transistorverstärker wie zb. https://www.buscher-endstufen.de/ .

    Hallo,


    Ok, Lake People, das kleinste Modell liegt bei 269€ ( könnte man bei gebrauchten mal schauen ), der 109 bei 469€ ( den wird man wohl nichtmal als gebrauchten für die anvisierten 200€ bekommen ), toll so eine Special Anniversary Edition, aber ich denk mal die gabs nicht für die nachgefragten 200€, oder ?