Posts by microfan

    Hallo,

    danke für alle Tipps! Also Isopropanol über 90%.

    Ich will mir nicht gleich so viel Arbeit machen und das ganze olle Autoradio ausbauen und zerlegen. Es wäre die perfekte Rangehensweise, aber ist ja kein HiEnd-Teil, auch kein Becker.

    Ich nehme erst mal meine Reinigungscasette, die ist neu (NOS). Ein Filz/Wattebausch bewegt sich bei Betrieb hin und her. Der drückt auf den Tonkopf und wischt über ihn. Den kleinen Wischer-Filz tränke ich also mal mit Isoprop.

    Merci

    Joachim

    Hallo, welche Reinigungsflüssigkeit nehme ich für die Reinigung des Tonkopfs eines Cassettengerätes? Geht 75 % Iso-Alkohol?

    Ich habe einen 25 Jahre alten Mercedes bekommen, im Auto ist (nur) ein Radio mit Cassettenspieler drin. Der Klang ist dumpf, deshalb will ich mal den Tonkopf reinigen.

    Ich komme mit dem Wattestäbchen nicht ran, aber habe noch eine alte, ungebrauchte Reinigungscassette gefunden, die ich verwenden will (AC 9 von Intersound, falls es jemanden interessiert).

    Originale Flüssigkeit ist sogar noch in einem Plastikfläschchen dabei, aber nach geschätzten 30 Jahren wohl unbrauchbar, oder?

    Wer hat ein Rezept?

    Joachim

    Nen Subchassis-Schwabbler würde ich nicht nehmen, der Arm ist relativ schwer, der hintere Teil ist aus dem Vollen gedreht, verchromt, sehr schön.
    (Nicht zu verwechseln: Effektive Masse dagegen sehr gering, weil leichtes Tonarmrohr, aus Carbon.)


    Der Arm kam 1980 auf den Markt, historisch perfekt passen würden die 1500er. Auch die BL-Riemenlaufwerke, aber auf den Holzlaufwerken meiner Meinung nach optisch nicht der Bringer.


    Viel Spaß damit

    Joachim

    Ich finde das Eingangsstatement falsch. Es gibt keine Gruselplatten, es gibt nur Gruselanlagen! Über eine richtig gute Anlage klingt auch eine nicht optimale Scheibe besser. Ansonsten ist es halt eine schreckliche Anlage, egal wie "hochwertig" oder wie teuer.

    Ich habe schon immer lachen müssen, wenn manche HiEnder auf ihrer Anlage nur "audiophile" Platten abspielen können, also besonders wohlklingende, die auch auf jeder Tuckelanlage gut klingen.

    Nein, bei den problematischen Platten zeigt sich die ganze Kunst des Equipments! Eine gute Anlage hat einen natürlichen Klang und löst fein auf, das kommt jeder Scheibe zugute.

    Joachim

    PS: Das eigentlich Problem mit guten Anlagen ist, dass sie mit der Zeit nachlassen. Röhren, Tonabnehmer, Kondensatoren lassen nach. Und das Gehör gewöhnt sich dran (Psychoakustik).

    Kein Handlungsbedarf, ich werde es weitergeben. Obwohl ich finde, ein Paartausendeuro-Laufwerk sollte nicht quietschen.

    Aber okay, man muss auch lassen können.


    ...und wenn man diese Basics nicht weiss

    Huch?! Michael, Von-oben-herab-Kommentare sind doof. Übrigens kam der Vorschlag, die Federn leicht zu verdrehen, von Dabbelju. Er schreibt aber: "sehr wenig verdrehen." Logo, damit das Subchassis nicht aus dem Lot kommt. Das sollte doch machbar sein, das würde ein Händler nicht anders machen, nur 100 Euro dafür verlangen.

    Ich habe schon etliche Micro-Seiki Laufwerke zerlegt, da gibts gar keinen Händler, der da dran noch was machen würde. Am Anfang wusste ich die Basics auch nicht, man muss sich halt trauen.

    Die Micros haben als Masselaufwerke natürlich kein Subchassis und sind nicht so empfindlich wie der Linn.


    Ich muss mich noch korrigieren: Beim Thorens TD 160 kommt man nicht von oben ans Subchassis, da muss die Bodenplatte weg. Habe ich mit dem Dual verwechselt, da gehts von oben.


    Danke sagt

    Joachim

    Danke für die Tipps. Ja, die Frage wäre, was da quietscht. Dazu müsste ich mal nachschauen und das Subchassis abnehmen. Wenn nur die Federn etwas gedreht werden müssten, wäre das ja eigentlich kein Problem.

    Frage: Wie geht das Subchassis vom Laufwerk runter, damit ich an die Federn rankomme? Ich hatte mal einen 160er Thorens, da konnte man das Subchassis einfach nach oben abheben, beziehungsweise hochklappen, es hingen noch Kabel dran.

    Ist das beim LP 12 ähnlich wie beim Thorens? Oder ist das Subchassis anders aufgehängt und irgendwo fest fixiert? Müsste ich erst den Boden abschrauben und irgendeine Arretierung lösen?

    Joachim

    Hallo, ein Freund von mir braucht Hilfe mit seinem LP 12. Da mein eigenes Laufwerk kein Subchassis hat, kenne ich mich da nicht aus.

    Vielleicht weiß einer von euch, was das sein könnte. Schon beim Auflegen einer Platte quietschen die Federn des Subchassis. Vielleicht muss geölt werden, oder die Federung muss neu justiert werden?

    Der Dreher ist 6 Jahre alt und hatte das Quietschen schon fast von Anfang an. Ein Händler hat meinem Freund angeboten, ein neues Subchassis als Upgrade einzubauen. Ist das nötig? Gibts keine günstigere Lösung?

    Außerdem ist der Händler nicht gerade um die Ecke, sondern 300 km weg von München. Wer weiß jemanden in München, der das Ding wieder hinkriegen könnte?

    Dank schon mal im Voraus

    Joachim

    Hi, ich muss echt lachen:

    "vermurkst", "verbastelt", "Großbaustelle", "Totalschaden", das repariert dir keiner mehr ... hä, und morgen geht die Welt unter? ;-)


    Es wurde nur ein Alps-Poti eingebaut sowie längere Potikabel, mehr nicht. Das ist echt kein Ding.


    In den ganz großen VTL-Preamps von David Manley, ich meine die Super Deluxe und die Ultimate, die bis heute als Weltklasse gelten, hat Manley ein Alps-Poti drin und richtig lange Potikabel! (Lautstärkeregler ist der mittlere der drei Drehregler.)


    Die Super Deluxe hat denselben Aufbau wie meine Deluxe, nur alles in Doppel Mono, natürlich separates Netzteil. (Ich hätte sie gern, aber auf dem Gebrauchtmarkt sehr teuer, ging vor Kurzem in England für über 1200 Pfund weg.)


    @Marc: Deshalb sehe ich nicht, dass ein Alps und ein paar cm mehr Innenkabel das Gerät verhunzen würden.

    Eben darum gehört meiner Auffassung nach wieder ein klassisches Kohleschichtpoti rein und zwar eben mit Verlängerung und kurzen Kabelwegen. So wie es von Mr. Manley auch vorgesehen war. Es ist aus der Ferne nur schwer zu beurteilen, aber die neue Verkabelung des Alps hat die Sache sicher nicht besser gemacht. Auch klanglich warst Du ja im Ursprungsthread nicht wirklich zufrieden.

    Klanglich war ich mit der billigen Klingelstrippe als Innenverkabelung nicht zufrieden, die der Reparateur zuerst reingesetzt hatte. Der Austausch zu guten Innenkabeln (von: Die Nadel) hat das Problem gelöst. Klang wieder gut. Dafür jetzt Brumm da.


    Du hast ja recht, D. Manley hat mit den Ohren gebaut und die Bauteile aufeinander abgestimmt. Man sollte da kein Teil rausnehmen. Aber schau dir oben die Super Deluxe an: Alps Poti und lange Kabelbäume. Ich denke, dieser Eingriff sollte okay sein.


    @Gaetano: Ich habe dich nicht disliked. Ich finde den Thread interessant und lustig, so wie er läuft, auch wenns mal durcheinander geht. Pure Vernunft darf niemals siegen.

    Joachim

    Hallo, ich will noch mal meinen Plan zur Reparatur darlegen, scheint nicht rübergekommen zu sein.


    Eberhard trifft es auf den Punkt:

    Nichts für ungut,


    aber m.b.M.n. könnte durch Umlöten des Masseanschlusses des Potis das ganze Problem behoben sein.


    Eine einzige Lötstelle!


    Erst wenn das nicht zum Erfolg führt, sollte über weitere Schritte nachgedacht werden.

    Genauso wirds gemacht!


    Und ich will KEIN "Tuning durch Austausch von Signal-Kondensatoren" machen, keine Sorge. Nichts liegt mir ferner, als die Kiste zu tunen, die klingt saugut, so wie sie ist. Nur brummt sie halt, da liegt das Problem ...


    Ich übrlege nur als "weiteren Schritt", falls das Umlöten des Masseanschlusses nix bringt, die Netzteil-Elkos austauschen zu lassen. Das wwurde mir doch geraten, weil die Siebelkos den Brumm aussieben würden, wenn sie in Ordnung wären. Oder habe ich da was falsch verstanden?

    (Danke für die Tipps zu Lieferadressen von Elkos.)


    @Marc: Es war nie die Rede davon, dass ich Röhrengleichrichter einbauen will. Rolandpower schwört drauf und hat das Thema hier eingebracht, ich nicht. Ich will möglichst wenig ändern. Ja, es geht bisschen durcheinander.

    Und du glaubst, der Brumm kommt vom Alps-Poti, und er geht weg, wenn ich wieder ein einfaches Kohleschichtpoti einbaue? Wie kommst du drauf? Interessant, eine neuer Ansatz, aber wie erklärt sich das? Ein blaues Alps brummt doch nicht mehr als ein Kohleschichtpoti, oder?


    Ich gehe nächste Woche zum Reparateur und melde mich dann, wahrscheinlich übernächste Woche, mit dem Ergebnis.

    Ciao und schönes Wochenende an alle

    Joachim

    Hi, ich noch mal!

    Dieser Thread spiegelt den Wirwarr um das eigentliche Thema wieder.

    Grüße

    Chris

    Hi Chris, das mit dem Wirrwarr des Threads stimmt, das liegt aber nicht am Ursprungsthema, sondern daran, dass Gaetano/Rolandpower meinen Thread gekapert hat. Das Thema des Threads "Brumm meiner VTL-Vorstufe" wurde verlassen und ist übergegangen auf seine 300b-Endstufe.

    Ist aber okay, Austausch ist immer gut, und wenn ihr abweichen wollt, kein Problem.

    Ich hatte mich ja schon verabschiedet und gesagt, dass ich die Vorstufe noch mal zum Reparateur bringe und dann berichten werde, was rauskam.


    Was spricht denn dagegen, die Vorstufe jetzt endlich mal gescheit reparieren zu lassen? Ich verstehe es nicht so recht...

    Grüße

    Chris

    "Gescheit" reparieren, hahaha, hier liegt das Problem.

    Dagegen spricht, dass ich keinen "gescheiten" Reparateur in München kenne. Nur solche, die mir schon Geräte verhunzt haben (siehe: Thema dieses Thread). Bitte, sag mir einen, und zwar in München, denn ich will die betagte und empfindliche Kiste nicht unbedingt verschicken, das tut ihr nicht gut, ich weiß, wie die Post damit umgeht. Mit Fallhöhe von 1 bis 2 m muss gerechnet werden.


    Bezüglich Kondensatoren könnt Ihr auch mal hier schauen, wo auch die Musiker kaufen.

    Hallo Bernd, ich bn nicht so übrzeugt von Musiker-Equipment, die Gitarristen haben andere Anforderungen an ihre Verstärker, die sind an einer ordentlichen "Zerre" interessiert, nicht an Hifi-Feinheiten.

    Weißt du vielleicht, wo ich richtige Top-Kondensatoren für den Hi-End-Bereich herkriegen könnte (Mundorf etc.). Für den Fall, dass die Kondensatoren rausmüssen.


    Danke noch mal an alle für die Unterstützung

    Joachim

    Danke, es sieht fast so aus. als wäre der Übeltäter gefunden und die Lösung einfach machbar!


    @Eberhard, Martin: Ich werde die Vorstufe dem Reparateur noch mal vorbeibringen und ihn auf den Masseanschluss des Potis hinweisen. Bin gespannt, ob es daran liegt. Ich werde berichten.

    Der Reparateur selber hatte mir erklärt, dass die oberste Leiterbahn die Masse ist, also die Bahn außen an der Platine. Die darunter, also weiter innen, die zweite Bahn von außen, wäre die Heizung. Frage: Stimmt das so? Könnt ihr das bestätigen? Wie kann ich erkennen, was Massebahn und was Heizung ist?


    Noch mal zum Transport: Ja, das war blöd, die Vorstufe hinten im Korb auf dem Rad zu transportiern. Ich bin tatsächlich einmal ziemlich unsanft den Bordstein runtergefahren, ich Idiot! Was könnte sich da gelöst haben? Lötstelle? Und wie kann ich das feststellen? Mit dem bloßen Auge oder mit einem Messgerät?


    @Gaetano: Für deine 300b wäre vielleicht ein eigener Thread sinnvoll (off topic).

    Nee, ich will nicht die ganze Platine rausschmeißen und alles frei verdrahten, quasi das Ding neu aufbauen. Wie schon gesagt, ich möchte einen möglichst minimalen Eingriff, keine aufwendige Modifikation. Ich möchte das vintage Gerät weitgehend erhalten, so wie es ist. Sowohl technisch, als auch den original Klang.

    Okay, der Bass könnte kontrollierter sein, die Höhen könnten mehr sein (ist halt ne richtige Röhre). Aber was solls, irgendeinen Haken gibts immer. Das wird sonst endlos, wie jeder weiß, der sich länger mit Hifi beschäftigt.

    Also: Ich bin mit dem Klang zufrieden, Auflösung und Bühne sind sehr gut. Wenn die Kiste nicht mehr brummt, ist alles gebongt ;-)


    Vielen Dank und phile Grüße

    Joachim

    Hallo, hier die Fotos! Zuerst die ganze Vorstufe in der Draufsicht (ohne Netzteil).



    Hier: Das Poti mit der Verkabelung, die neu gemacht wurde.


    Die Kabel (blaue und rote) sind durch das Loch in der Hochkant-Platine durchgeführt. Durch das Loch ging ursprünglich die Poti-Achse.



    Hier die Detailansicht des Potis. Links gehen die Massekabel weg (gebrückt am Poti).


    Das Massekabel des Potis (blau) ist an die Hochkant-Platine angelötet, direkt in der Mitte, über dem Loch in der Platine. Und zwar auf die ZWEITE Leiterbahn von oben. Diese ist aber die Bahn der Röhrenheizung!

    Potimasse an Röhrenheizung?? Also falscher Anschluss, oder nicht? Denn die Bahn ganz oben, direkt drüber über der Heizungsbahn, ist die Massebahn. Dort müsste doch das Massekabel vom Poti ran, oder?

    Was meint ihr?

    Viele Grüße

    Joachim

    An alle glücklichen FR-Besitzer, mich würden mal eure Erfahrungen mit der Haltbarkeit und Elastizität des Lagergummis von FR-Systemen nach fast 40 Jahren Gebrauch interessieren.


    Auch die Abtastfähigkeit (in mü) auf der Testplatte wäre interessant.


    Man hört ja oft, der Gummi sei das Haupt-Verschleißteil, weil nicht so hart wie der Diamant. Reicht das Retippen der Nadel, wenn man den alten Gummi drinlässt?


    Interessiere mich schon länger für ein FR oder Supex, habe aber aus diesem Grund Bedenken.

    Joachim

    Hallo, danke für die Antworten und Hinweise!


    @Gaetano: "Was willst du jetzt machen?"

    Ich trage das Gerät erst noch mal zu dem Röhrenspezialsten, der das Poti eingebaut und den Brumm reingesetzt hat. Jetzt bin ich ja von euch über mögliche Ursachen aufgeklärt und gut vorbereitet. Vielleicht liegts an dem falsch verbunden Kabel, Masse an Röhrenheizing, wie hier diskutiert? Das wäre die einfachste (und billigste) Lösung.

    Morgen setze ich noch ein Foto rein von dem Poti und der Verkabelung, ich bin gespannt, was ihr sagt.


    Sollte es nicht daran liegen, muss mehr gemacht werden. Dann kämen neue Elkos in Betracht, 5 Stück einlöten, das ist noch eine überschaubare Aktion.


    @Juegen: Tolles Angebot von dir, mir zu helfen. Aber leider bin ich nicht um die Ecke, sondern in München. Vielleicht wäre schicken eine Möglichkeit? Und ganz umsonst muss es gar nicht sein ...


    @ Heinrich, Klaus, bionear: Danke für die Adressen von den Röhrenfachleuten. Wenn alle Stricke reißen, greife ich darauf zurück.

    Allerdings sind diese Könner wahrscheinlich richtig teuer. Und eine Generalüberholung muss nicht unbedingt sein. Zum Beispiel alle Lötstellen entlöten und neu zusammenlöten, wie hier vorgeschlagen wurde. Ich fürchte , das kostet dann mehr, als ich für die Vorstufe bei Ebay bezahlt habe.


    Viele Grüße

    Foto kommt nach

    Joachim

    Hallo,

    also, ich habe das Gefühl, wir kommen der Sache auf die Spur.


    nanocamp : Das Poti ist ein blaues Alps, 250 Ohm. Ich mache Fotos, komme aber erst in den nächsten Tagen dazu.


    rolandpower : Ja, das ist ein Bild der VTL Deluxe. Meine ist die MC-Ausführung, die hat noch eine aufwenige MC-Stufe mit einer zusätzlichen Röhre.

    Schaltplan habe ich aus dem VTL-Book von Manley, aber nicht vom Netzteil,

    Man sieht, dass das originale Poti an einer langen Achse sitzt, Manley hat auf kurze Signalwege geachtet.

    Als das Alps-Poti eingebaut wurd, musste die Achse raus, wegen Platzproblemen. Deshalb war eine neue, längere Innenverkabelung nötig. Die wohl falsch angeschlossen wurde, wahrscheinlich.


    @Eberhard: Sorry, da hatte ich dich falsch verstanden. Gut dass du es noch mal erklärt hast. Dann könnte der Fehler wirklich die falsche Kabelverbindung der Masse zur Heizung sein.


    martin : Ja, das Poti hat 2 Massepins, liegen rechts. Ein Kabel geht zur Rückwand (Chich), eins sollte zur Masse auf der Platine gehen, nicht zur Heizung. Die Diagnose wird immer konkreter.

    Foto kommt noch, sobald ich die Zeit dafür habe.


    bionear : "Telemedizin" wirkt in diesem Fall doch! Bin echt dankbar dafür. Und zum "Fachmann" gehen ist ein netter Tipp, aber da war ich ja. Der macht das sogar professionell und hat ein Elektrodiplom an der Wand, also kein Freizeitbastler. Aber shit happens, jedem können Fehler passieren ...


    Viele Grüße und besten Dank

    Joachim

    Der CF 1 kam ca. 1980 raus, als sich Micro von den Direkttrieblern verabschiedet hatte. Er ist für die Holz-Riemenlaufwerke (BL) und den 1500er konzipiert, die damals auf den Markt kamen.
    Außerdem ist der CF 1 sehr leicht und huldigt der damals in Mode gekommenen hohen Nadelnachgiebigkeit. Ein ordentliches MC kann er nicht fahren.
    Meine Meinung ist daher: Der CF 1 ist nicht ideal. Anderer Tonarmvorschlag: Ultracraft 300 (Mk. nix). Auch Sony oder Grace wären was.

    Vielen dank noch mal für die Unterstützung und das geballte Fachwissen.

    Ich ziehe als Fazit: Es gibt zwei mögliche Übeltäter, die den Brumm verursachen könnten.


    1. Der Brumm könnte daran liegen, dass die Masse des Potis mit der Heizungsleiterbahn verbunden ist.

    Ich werde den Reparateur konkret darauf ansprechen und ihm das Gerät auf den Tisch stellen, dass er sich das anschaut, ob er was falsch angeschlossen hat.

    Allerdings kann ich es mir nicht vorstellen, weil er die original Innenkabel abgelötet hat und die neuen gleich wieder drangelötet. Da an eine falsche Stelle zu löten, das wäre ja voll doof.

    Außerdem gibt es die Gegenmeinung von Eberhard: "Gemäß Schaltplan ist eine Verbindung zwischen Heizung und Betriebsspannungsmasse explizit vorgesehen."

    Ich kann das nicht beurteilen, ich poste hier einen Link zum Schaltplan. Bitte mal angucken, was meint ihr?


    https://www.audioasylum.com/me…dphone-impedance-question


    nanocamp : Ja, ich glaube das Poti hat 2 Massen. Es gehen 2 Kabel von den Massepins weg in das Gerät hinein, eins davon zur Heizungsleiterbahn, das zweite an die Rückwand irgendwo, das müsste ich noch genau checken, wenns wichtig wäre. Was würde das für den Brumm bedeuten? Soll ich ein Foto machen?


    2. Möglichkeit: "Der Brumm kann von einem Elko kommen", sagt Martin. Da gibt es auch eine Gegenmeinung (von Andreas), aber ich werde den "Röhrenfachmann" die Elkos prüfen lassen, es gibt Messgeräte, sagt ihr, die müsste er ja haben. Wenn es nicht der falsche Anschluss der Potis ist, dann die Elkos, dann werde ich alle Elkos wechseln lassen.


    rolandpower : Danke fürs Angebot, meine Elkos mal zu messen. Ich bin in München, und du?


    Einen Elkowechsel würde ich eigentlich nicht gern machen, weil andere Elkos bestimmt eine Klangänderung mit sich bringen. Das Gerät klingt aber genau richtig so, und es passt super in meine Anlage, da habe ich lange drauf hingearbeitet. Never change a running system.

    Aber wenns denn sein muss...


    Als dritte Möglichkeit hat Andreas noch die Hausverkabelung ins Spiel gebracht. Wenn bei mir im Haus eine klassische Nullung vorliegen würde, könnte das der Übeltäter sein, und was könnte ich dagegen machen?


    So, das ist jetzt mein Schlachtplan gegen den Brumm ;-)

    Viele Grüße an alle

    Joachim

    Hallo,

    interessanter Tipp, das Elkomessgerät, aber die allgemeine Meinung war doch, dass der Brumm nicht von den Elkos kommen kann, weil er auf beiden Kanälen gleichzeitig ist?


    Ich habe den seltsamen Brumm noch mal genau beobachtet und versuche, ihn zu beschreiben: erst eine halbe Stunde nichts, dann fängts leise an, wird langsam lauter, schwankt, mal leiser, mal lauter. Nicht 50 Hz oder 100 Hz, sondern etwas höher, wie der Brummton einer Fliege, keine Mücke, so ein Brummer, der mal näher und mal weiter weg ist. Schließlich erreicht der Brumm seine volle Lautstärke und bleibt konstant. Weil das extrem nervt, habe ich da immer ausgeschaltet.

    Weil Volkmar meinte, der Brumm geht bei ihm auch wieder weg, hab ich das Gerät mal mit Brumm angelassen und bin ne halbe Stunde weggegangen. Tatsächlich, als ich zurückkam, war der Brumm weg!

    Volkmar schreibt von "Selbstheilung" der Kondensatoren, was soll das sein? Außerdem: Ich dachte, es sind doch nicht die Kondensatoren, so war doch die fast einhellige Meinung hier?

    Übrigens, ich hatte mich zu früh gefreut: Der Brumm kam nach der "Selbstheilung" wieder wieder, erst langsam, aber stetig wurde er lauter und ging das wieder von vorne los.

    Sehr komisch! Hat jemand ne Ahnung, was das sein kann?


    @Eberhard: Betriebsspannungsmasse und Heizung liegen auf der Platine tatsächlich genau nebeneinander: Äußere Leiterbahn ist Masse, knapp daneben weiter innen die Röhrenheizung. Was meinst du mit: Kabel falsch verlötet? Der Reparateur hat das Massekabel des Potis an die Heizungsbahn gelötet. Ist okay, sagtest du, laut Schaltplan.

    Ich lasse auf jeden Fall den Fachmann messen, ob Strom über die 0-Volt-Leiterbahn (= Masse?) läuft.


    Andreas : Die Hausverkabelung ist uralt, wahrscheinlich mies. Keine Ahnung, ob diese klassische Nullung (Schutzleiter/Nullleiter) vorliegt. Aber ich wohne schon 20 Jahre hier und hatte bisher keinen Brumm, trotz der ollen Hausverkabelung. Das kanns also nicht sein, oder? Und wenn, was könnte man ändern? Die Nullung kann ich nicht aufheben, die wäre (falls) im ganzen Haus.

    Das Poti, das eingesetzt wurde, ist ein blaues Alps, es sollte doch geschirmt sein, oder? Und hier das Innenverdrahtungskabel von Die Nadel, kein koax:

    https://www.dienadel.de/sinnox…0-versilbert/a-353632215/

    Magnetische Streuung vom Trafo ist unwahrscheinlich, der sitzt in einem Extragehäuse (daneben) und ist totenstill. Den hat ein anderer Fachmann mal völlig neu gewickelt. Der sollte eigentlich die Vorstufe von 110 Volt auf 220 Volt umlöten und hat aus Versehen die zwei Kabel aus dem Trafo rausgezogen. Also musste der das ganze Ding neu wickeln. Übrigens, vielleicht kann hier eine Ursache liegen?


    Andreas : Netztrafo defekt? Wie eben gesagt, der wurde neu aufgebaut und ist absolut still. Der hat lange saumäßig nach Nitrolack gestunken, weil er neu getränkt wurde. Deshalb habe ich den Reparatur gewechselt. Ich habe kein Glück mit "Röhrenfachmännern". Vielleicht kann beim Neu-Wickeln was passiert sein? Wie finde ich das raus? Wie gesagt, der Trafo hat null hörbaren Brumm, wenn man das Ohr nah ans Gerät hält.


    @ Martin: Was heißt, Restwelligkeit zu hoch? Bei 100 Hz-Brumm.


    So, ich hoffe, wir kriegen den Brumm in den Griff.

    Noch ne Frage, könnte durch Erschütterung beim Transport zum Reparateur was passiert sein? Ich meine eine kalte Lötstelle oder ein Haarriss irgendwo auf der Platine? Würde das so einen Brumm verursachen? Ich habe die Kiste auf dem Fahrrad transportiert, zwar mit Styropor gut geschützt, aber es kann schon mal geruckelt haben.


    Viele Grüße und vielen Dank für die Mithilfe

    Joachim