Posts by Markus Berzborn

    - Viel teurer als früher sind die Bänder allerdings auch
    - nicht geworden. So 60 - 70 DM habe ich früher für die
    - Maxell auch schon bezahlt.


    Kann ich nur bestätigen, die Maxell-Bänder waren schon vor 20 Jahren so teuer. Macht bei 19 cm/s also DM 40 Bandkosten pro Stunde, daher sage ich ja auch, dass sich das für Aufnahmen von CD und LP kaum lohnt.
    Auf der Maxell Europe-Website sind die 2 bekannten Open Reel-Bänder übrigens gelistet, daher gehe ich mal davon aus, dass sie noch lieferbar sind.

    Mein Traumlaufwerk wäre momentan der V.Y.G.E.R. Atlantis, wegen seiner Konsequenz und weil mir da das Problem der Luftlagerung von Teller und Tonarm optimal gelöst zu sein scheint. Laut Beschreibung - das muss ich leider hinzufügen, denn ich kenne weder einen Händler noch eine Privatperson, die den Spieler vorführbereit hat. Oder hat einer von Euch das Teil zufällig zu Hause stehen?

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    - Was mich wundert, ist, dass diese nicht SLPM,
    - sondern den Code SKL tragen. Was hat das auf sich?


    Ich glaube, KL war in dieser frühen Phase die Bezeichnung für Boxen mit mehreren LPs, SKL wäre dann das gleiche in Stereo. Falls jemand präzisere Infos hat, bitte ich, mich zu korrigieren.


    Als Gesamteinspielung finde ich übrigens Leibowitz nach wie vor unübertroffen. Dass diese Version gut klingt, dürfte sich herumgesprochen haben, aber vor allen Dingen stimmen bei Leibowitz im Gegensatz zu den meisten anderen Interpretationen die Tempi, was ich bei Beethoven sehr wichtig finde.


    Ansonsten gefallen mir noch Scherchen auf Westminster und die alten Toscanini-Aufnahmen (letztere natürlich mit klanglichen Abstrichen).


    Bei Karajan stören mich auch bei den alten Aufnahmen die Romantizismen in der Tongebung.

    [Kann man praktisch sagen, daß wenn nicht Stereo auf den guten Stücken steht, sind die nur Mono?


    Ja, das kannst Du in diesem Fall sagen, ganz abgesehen davon, dass es Dir beim Abspielen bereits während der ersten paar Takte auffallen dürfte.

    Ich weiß selber, das die Maxell XL-II-S eine hervorragende Kassette war. Vielleicht steckt in der mehr Potenzial, als angenommen. Woher kriegst du denn noch deine Maxells?


    Ich hatte mir mal einen größeren Vorrat angelegt, der aber langsam zur Neige geht. Aber die Ergebnisse mit TDK SA-X sind auch ganz ordentlich. Ich weiß auch gar nicht, welche Sorten im Moment noch am Markt verfügbar sind, da ich den Cassettenrecorder bei weitem nicht mehr so oft benutze wie früher.

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    - Ich habe nun blaue Labels in Mono (siehe Bilder
    - oben), blaue Labels in Stereo, rote in Mono, rote in
    - Stereo (die einzige Melodya mit Jahresangabe:
    - 1982). Weiss und rosa habe ich noch nicht.


    Weiß dürfte, rein gefühlsmäßig, neben rot die häufigste Labelfarbe sein. Ich bringe mir meine Melodiyas immer in großen Mengen aus Russland mit, was zwar ab und zu Probleme beim Zoll sowie körperliche Beschwerden meinerseits (Rücken) zur Folge hat, aber im Nachhinein hat es sich immer gelohnt. In Russland kann man sehr viele LPs finden, die offenbar nicht für den Export vorgesehen waren (rein russischer Covertext - bei den Exportversionen sind auch meistens englische Übersetzungen dabei), und die haben sehr oft ein weißes Label.


    - Was die Qualität angeht: ich kann bei den Melodya,
    - Supraphon, Hungaroton keine nennenswerten
    - Qualitätsunterschiede zu Standard-Westplatten
    - erkennen. Weder was die Pressgüte, noch was die
    - Klangqualität angeht.


    Das Problem ist für mich die stark schwankende Klangqualität und dass man die in keiner Weise an den Bestellnummern festmachen kann. Man hat also in dieser Hinsicht beim Kauf ein gewisses Risiko, was aber angesichts der nach wie vor lächerlichen Preise zu verschmerzen ist. Auffallend ist, dass die meisten der wirklich sehr gut klingenden Melodyas aus den 60ern und frühen 70ern stammen. Einige sind geradezu als "audiophil" zu bezeichnen und wurden ja auch nicht umsonst teilweise als EMI ASD lizensiert.
    Wahrscheinlich kommt die große Spanne von hervorragender bis miserabler Klangqualität auch daher, dass es halt die einzige Plattenfirma (für ein riesiges Land) war und alle Arten von Aufnahmen (Studio, Rundfunk, Live) verwendet wurden.


    - Ich habe auch noch nicht entdeckt, dass die Platten mehr gewaschen werden müssten, als westliche.


    Liegt bei mir wohl daran, dass die in Russland gekauften LPs oft sehr verdreckt sind, wenn auch in den seltensten Fällen verkratzt. Andererseits habe ich, wie gesagt, noch nie so eine starke Verbesserung durch Waschen bei FABRIKNEUEN LPs erlebt wie bei Melodiya.


    - Wo kannst Du auf den in kyrillisch notierten Labels
    - bzw. Covern das Presswerk identifizieren?


    Im oberen Bereich des Innenlabels unter dem Logo. Bei der von Dir gescannten Platte ist es z.B.:
    Aprelevskij Zavod.

    Ich wollte noch eine kurze Anmerkung zu Theodor machen: Waschen ist bei Melodiyas wirklich Pflicht, am besten gleich mehrmals hintereinander. Klar, heute gibt es die Scheiben nur noch gebraucht, und sie sind dann ohnehin meistens ziemlich verdreckt. Aber 1990 konnte man in Russland noch fabrikneue LPs kaufen, und selbst die waren nach dem Waschen oft kaum wiederzuerkennen (deutlich geringerer Störgeräuschpegel und frischerer Klang). Ich vermute mal, dass da oft noch irgendwelche Pressrückstände oder sonstige Partikel drin waren.

    Hallo Dietmar,


    Electrolas mit dem grünen Streifen oben gab es - habe ich auch. Hast Du zufällig auch die Bestellnummer Deiner LP? Was ist auf dem Innenlabel? Hund mit Grammophon?
    Die Original-Furtwängler-Electrolas sind teilweise recht gefragt und teuer, aber wohl weniger aus klanglichen Gründen. Man sollte sie ohnehin mit einem Mono-Abtaster abspielen, dann gehen auch die Störgeräusche zurück.

    Ich bin sehr überrascht, dass auch mal Dolby abgelent wird. Soweit Ich weiß gab es für Profi Tonband-Aufnahmen Dolby A und dann SR. Deswegen hatte Ich einen serhiösen Eindruck von Dolby. In einem Hi-Fi Buch (1970) wurde die Kassette auch erst mit Dolby als HiFi tauglich bezeichnet.


    Da hast Du schon recht, Dolby A ist besser als die späteren Consumer-Systeme. Aber wenn man bei einer Tonbandmaschine ganz ohne Compander auskommt - umso besser. Natürlich sieht die Sache bei Cassettenrecordern wieder ganz anders aus. Aber anscheinend nehmen einige ja auch aus klanglichen Gründen das sehr hohe Grundrauschen von Cassetten in Kauf. Mir persönlich geht das zu weit.

    Das mit den Verkehrsgeräuschen wundert mich nicht, ist mir auch schon mal untergekommen. Ich habe auch mal eine akustische Gitarrenplatte gehört - ich glaube, es waren Satie-Transkriptionen auf einer französischen EMI, das muss ich aber noch mal nachprüfen - mit ständigem leisen Vogelgezwitscher im Hintergrund. Es passte aber sehr gut zur Musik!

    Das ist viellleicht so gemeint, dass die Qualität bei guten Geräten größer ist als die einer Bandmaschine


    Falls wir uns darauf einigen können, dass Nakamichi Dragon und CR4 sowie die Tandberg-Geräte hervorragende Cassettenrecorder waren, reichen die trotzdem klanglich nicht an eine gute Tonbandmaschine heran.

    Ich finde den Klang einer Kassette gefühlsvoller, als MD aufnahmen.


    Sofern es ein guter Recorder ist, kann ich Dir zustimmen.


    Bei Aufnahmen ist auf eine ausreichende Aussteuerung des Bandes zu achten. Eisen und Chrombänder niemals über 0dB aussteuern, Metalbänder nicht über +2dB.


    Wie kommst Du auf diese Empfehlung? Ich steuere mit meinem Nakamichi Chrombänder wie Maxell XLIIs bis +7 db aus und kann nicht feststellen, weder beim Vor-/Hinterbandcheck noch beim anschließenden Abhören, dass dies zu mehr Verzerrungen führt als eine Aussteuerung bis 0dB.


    98% aller meiner Aufnahmen sind ohne Dolly und das ist gut so.


    Das ist zwar konsequent, aber dann wäre mir das Rauschen doch zu hoch, vor allem, wenn man nur bis 0dB aussteuert. Open Reel-Aufnahmen mache ich natürlich ohne Dolby.


    Man sollte mal bedenken, wie hoch die Klangqualität der Kassette ist, bei dieser langsamen Geschwindigkeit und breite des Mediums. In den Sinne kann man sagen, das die Kassette Spulenbandmaschinen überlegen ist.


    Es gibt aber keine Tonbandmaschinen mit dieser Bandbreite. Außerdem ist das Funktionsprinzip das gleiche, wie kannst Du da von Überlegenheit sprechen?

    Mit roten, weißen, gelben blauen und rosa Labels ist das bei Melodiya so eine Sache... Es gibt ja nicht nur die verschiedenen Jahrgänge, sondern auch verschiedene Presswerke (die jeweils ausdrücklich angegeben sind). Ich habe mal versucht, dort eine Systematik zu entdecken, indem ich mir die Labels aller meiner Melodiyas (mehrere hundert, da ging ein ganzes Wochenende bei drauf) angeschaut habe - es ist zwar eine Tendenz festzustellen (blaue, gelbe und rosa Labels werden in den späteren Jahren tatsächlich nicht mehr benutzt), aber immer wenn ich dachte, eine Regel gefunden zu haben, kam die nächste Ausnahme.

    Malte,


    Wenn Du nicht in der Lage bist, "durchhörbare" Orchester-Aufnahmen vor 1970 zu finden und auch keine Unterschiede zwischen Kabeln hörst, vermute ich einfach mal, dass Deine Anlage nicht gerade zu den Besten gehört. Kann das vielleicht sein?

    Hallo!


    Könnte sich vielleicht der Herr, der letztes Jahr Interesse an meinen Melodiya-LPs hatte, noch mal melden? Ich war längere Zeit im Ausland und kann jetzt leider die Adresse und auch den entsprechenden Thread nicht mehr finden!

    Ich habe noch nie bei einem Cassettendeck die Erfahrung gemacht, dass Dolby C besser geklungen hätte als Dolby B, eher umgekehrt. Das beste Kompandersystem für Cassettenrecorder war meiner Meinung nach High Com II, das hat sich aber leider nicht durchgesetzt. So kompromisslos, bei Cassettenaufnahmen auf Rauschunterdrückung zu verzichten, bin ich aber dann doch nicht, das geht höchstens bei Popmusik ohne Dynamik. Open Reel-Aufnahmen würde ich natürlich nie mit Dolby verhunzen. Akzeptabel wären vielleicht Dolby A oder Telcom C4, habe ich aber beide nicht und weiß auch nicht, wo man die noch auftreiben kann.