Beiträge von vpifan

    Hallo Gravis47,


    Sieht wirklich sehr interessant aus diese Otomon Laboratory Vorstufe in Monoaufbau!


    Habe im Netz aber leider nichts dazu gefunden.


    Haben Sie einen oder mehrere link(s) wo man näheres über diese wirklich sehr interessante

    Vorstufe erfahren kann?


    Vielen Dank


    LG

    Günter

    Hallo Micha,


    Nur eine Frage hätte ich noch. Funktioniert das denn gut mit der von Dir spezifizierten Drossel parallel zum Ausgang geschaltet bei zu hohem DC Offset?


    Was ich als Schutz in der Schaltung einer Hartung OTL ( ebenfalls mit 6S33 in Circlotron Schaltung ) wohl mal gesehen hatte war der Einsatz einer 2,5 A fast blow Sicherung in Serie zum Lautsprecher-ausgang aber nur in einem der beiden Zweige.


    Gruss Günter

    Hallo Micha,


    Das was Du hier sagst über die beiden Prinzipien stimmt natürlich.


    Allerdings sind die Endstufenzweige bei der originalen GM20 und auch in meinen Clones nicht 100%ig gleichstromgekoppelt sondern partiell würde ich sagen denn zwischen der Treiberstufe und der Endstufe befindet sich in beiden Zweigen ein 1 uF Kondensator der mit einem 470 k Widerstand überbrückt ist.


    Der Abgleich des Differenzverstärkers wird so gemacht dass man zunächst probiert den Unterschied zwischen den Anodenspannungen dieses Verstärkers so klein wie möglich also ideal 0 V mindestens aber kleiner als 3 V zu halten und damit dürfte der Differenzverstärker dann wohl nur noch minimalen Einfluss auf den DC Offset am Ausgang haben und auch der Unterschied in der Wechselstromverstärkung beider Zweige dürfte dann wohl sehr gering sein. Der Entwickler weist aber darauf hin dass man während dieses Abgleichs den DC Offset mit Hilfe des Symmetrierpoties für die 6S33 Röhren auf 0 halten sollte da eine Verstellung des Differenzverstärkerpotis wie Du richtig sagst auch Einfluss auf den resultierenden DC Offset am Ausgang hat.


    Wenn man das so macht dürfte der Einfluss des Differenzverstärkers dann wohl nur noch sehr gering sein schätze ich mal und zudem könnte man sich natürlich auch eine 6922 ( ECC88 ) Röhre besorgen bei der die beiden Triodensysteme schon gut gematcht sind wie bspw. die Firma BTB es anbietet.


    LG,

    Günter

    Hallo Micha,


    Hallo Günter!

    Ich dachte mal genauso, habe dann aber fuer mich beschlossen, dass die originale GRAAF-Einstellmethode hinreichend gut funktioniert, und nach Tausch der Potis gegen zuverlässige Zehngang-Typen auch hinreichend feinfuehlig ist. Was absolut notwendig ist, ist das Einstellen der Ruhestroms auf niedrigere Werte - 180..240mA anstelle von 300 mA. Die Endröhren leben wesentlich länger und gehen seltener durch.



    Ich habe diesen Ansatz selbst einmal verfolgt, habe ihn aber wieder zurückgebaut - die Ruhestromeinstellung per Zweig war schwieriger zu balanzieren als mit der originalen Idee - die zumindest bei einigermassen gut ausgemessenen Endroehrenpaaren einfacher zu handhaben ist. Sonst dreht man an drei Stellern im round Robin-Verfahren, bis Dinge passen (Ruhestrom Zweig 1, Ruhestrom Zweig 2, Symmtrie, und wieder von vorne...).


    Ja, das mit der Höhe des Ruhestroms stimmt schon, die 300 mA die Graaf ursprünglich mal angegeben hatte, waren meines Erachtens viel zu hoch. Der Entwickler meiner Clones hatte zuletzt den Hinweis gegeben daß man ohne klangliche Abstriche den Ruhestrom zwischen 150 - 170 mA einstellen könnte.


    Zu den zwei Potis. Es ist nicht so daß die zwei Potis hier parallel geschaltet werden und man damit dann jede Röhre einzeln unabhängig von der anderen einstellen kann, sondern es gibt immer noch nur ein Poti zur Einstellung der Höhe der negativen Gitterspannung. Das zweite Poti ist in Serie dahinter geschaltet und arbeitet dann als balancing Poti ( Schleifer am Ausgang des ersten Potis und Eingang/Ausgang dann jeweils an die Gitter der beiden 6S33 ). Vom Prinzip her also sehr ähnlich wie bei der Graaf mit dem Poti am Differenzverstärker aber mit dem Vorteil daß man das balancing ( DC Offset Reduzierung ) nicht über den Umweg mit dem Differenzverstärker machen muß sondern direkt an den Gittern der Röhren vollziehen kann. Und das funktioniert hervorragend. Die von Dir geschilderten Einstellprobleme konnte ich nicht feststellen und der Entwickler erzählte mir mal daß man mit dieser Methode selbst ungematchte Röhren abgleichen könne ( habe ich aber nie ausprobiert und ich würde auch keine ungematchten Paare verwenden ).


    LG,

    Günter

    Hallo Micha,


    Bin mir nicht so ganz sicher ob man die originale Graaf GM 20 als völlig problemlos bezeichnen kann. Ich persönlich halte die Ruhestromeinstellung und dann die zugehörige DC Offset Regelung so wie sie in der Graaf gemacht wird vorsichtig ausgedrückt für suboptimal und verbesserungsfähig. Der Ruhestrom kann nämlich für beide 6S33 Röhren nur über ein gemeinsames Poti eingestellt werden und ein trotz Röhren Matching noch vorhandener DC Offset muß dann über ein Poti im Eingangsdifferenzverstärker sozusagen indirekt abgeglichen werden.


    Das man das besser machen kann ist bei meinen Clones ( siehe Bilder ) der Fall denn dort gibt es zwei Potis zum Abgleich des Ruhestroms womit man den DC Offset ohne Zuhilfenahme des Potis im Eingang des Differenzverstärkers wegbekommt und das funktioniert hervorragend. Das Poti im Eingang wird dann nur noch so abgeglichen daß man maximale Gleichheit sprich Symmetrie im Differenzverstärker für die beiden Triodensysteme der dort eingesetzten 6922 Doppeltriode erhält und so sollte ein Differenzverstärker doch eigentlich auch laufen denke ich zumindest.


    Und ja, ich teile die Auffassung das Verstärker mit Längsreglerröhren durchaus gut funktionieren können. Wichtig bei den 6S33 Röhren ist meines Erachtens auch daß sie vorher lange genug eingebrannt werden müssen um maximale Stabilität im Betrieb zu erlangen.


    LG,

    Günter

    Ja, das könnte der Grund sein denn man muss sich natürlich schon anstrengen um mit Röhren das Rauschen möglichst gering zu halten mit einer MC Vorstufe in reiner Röhrentechnik. ;)


    Gruss,

    Günter

    Hallo,


    Es gab über das Thema MC mit Röhren auch schon einen eigenen thread, siehe hier:



    Dort hatte ich auch den Schaltplan eines Conrad Johnsen Prepres mit Röhren eingestellt den es mal gab und der ebenfalls mit Nuvistoren arbeitete.


    Zurück zu meinem Aitos, hier mal ein Bild von Innen:


    pasted-from-clipboard.jpg


    Nein einen Schaltplan von dem Aitos habe ich nicht. Habe aber mal vom Cinch Eingang mit einem Durchgangstester gemessen und der hat direkten Kontakt mit den beiden Gittern in den Sockelkontakten von zwei Röhren, jeweils das obere und am anderen Eingang natürlich das untere Paar ( kein Widerstand dazwischen, sprich Gridstopper ). Wohl um nicht noch eine extra Rauschquelle hinzuzufügen.


    Was sich unter den grauen Holzblöckchen befindet weiss ich nicht. Meine Vermutung ist dass es Konstantstromquellen auf Transistorbasis sind für jede Röhre einzeln statt normalen Anodenwiderständen, aber genau weiss ich das leider nicht.


    Soviel zu dem Aitos.


    Gruss,

    Günter

    Und nicht ein kleines Halbleiterlein versteckt? Auf der verlinkten Seite steht wenig. Schon ein immenser Aufwand für MCPrePre!


    BG


    B.

    Nein!


    Kein Halbleiter dazwischen, klar ist das mit einigem Aufwand verbunden aber es geht.


    Die Phono Signale gehen direkt in die Röhreneingänge, der Aitos arbeitet mit 4 parallelgeschalteten und streng selektierten E88CC Röhren im Eingang. Jeweils 2 pro Kanal also sind dort jeweils 4 Triodensysteme parallel pro Kanal am Werk. Der Aitos hat laut Hersteller 28 dB Verstärkung und beim Allnic sind es sogar 30 dB.


    Gruß,

    Günter

    Hallo,


    Zum Zitat van Blasios "Ein 0,5mV MC-Tonabnehmer direkt an einem Röhreneingang, gibt es sowas?"


    Ja, so etwas gibt es, mein Aitos MC prepre z. B. kann laut Hersteller mit MC Systemen ab 0,3 mV betrieben werden.


    Aitos MC prepre
    Phono versterkers Aitos demo Van euro 2499,- Voor euro 1699,-
    www.studioalkmaar.nl


    Oder auch z.B. ein Allnic Audio HA-5000 der mit Nuvistoren arbeitet dürfte das wohl auch können:


    HA-5000
    HA-5000 has two selectable MC inputs (up-graded from only one MC input of HA-3000, many customers have asked to make two MC inputs system). Due to very…
    allnicaudio.com



    Gruß,

    Günter

    Ich kann deine Vorbehalte verstehen, Günter, aber sie sind theoretisch.

    Davon ab: 16 mm passen hervorragend, die Ausgangsspannung - Danke für den Hinweis Chris - bekommen wir hin und Überlegungen zur optimierten Abweichung waagerechter Abtastung sind mir gerade bei diesem Experiment natürlich schnuppe.

    Es scheint, du hast ein Vermillion, Günter. Welcher Plattenspieler ist dein adäquater Spielpartner dafür? Das würde mich schon nebenbei interessieren.

    Hallo ,


    Meine Vorbehalte mögen theoretisch sein aber damit sind sie natürlich nicht einfach so von der Hand zu weisen.


    Habe mir mal Infos über diesen Plattenspieler im Internet angesehen und so wie ich diesen Plattenspieler einschätze ist das ein Consumergerät mit gehobenem Anspruch wobei der Fokus in erster Instanz auf hohem Bedienungskomfort lag aber wohl eher nicht auf maximale Klangqualität. Aber das ist ja auch kein Wunder bei dem damaligen Neupreis der laut HifiWiki 1983 als er auf den Markt kam bei 980 DM gelegen hat. Also sicherlich kein High End nach heutigen Maßstäben denke ich mal aber das hattest Du ja selber auch schon so gesehen. Und sowas dann mit einem TA von 5400 € bestücken zu wollen um die klanglichen Grenzen auszuloten finde ich persönlich dann schon ziemlich grenzwertig.


    Ich persönlich käme nie auf die Idee sowas zu machen auch wenn ich das nötige Kleingeld für so ein System dafür hätte, sorry.


    Zu Deiner Frage, nein ich besitze kein Koetsu Vermillion aber ein Audio Note IO II welches in einer vergleichbaren Preisklasse rangiert wie das Koetsu.


    Mein Laufwerk ist ein VPI TNT V mit einem Eminent Technology ET2.5 Tangentialtonarm und das sind beides Geräte die mit dem Ziel entwickelt wurden ein Maximum an Klangqualität aus der Platte und damit dann natürlich auch aus dem Tonabnehmer zu holen und damit wären sie dann natürlich schon auch adäquate Partner für ein Koetsu Vermillion was man wie ich bereits sagte von diesem Sony PSX 555 sicherlich nicht behaupten kann. Sorry, aber da werde ich von meiner Meinung gewiss nicht abrücken.


    PS: Ich war gestern Abend auch wieder auf unserem Analog Stammtisch Niederrhein zu dem der Uli ( analognicht ) auch fast immer kommt und wir haben dort auch kurz über diesen thread hier gesprochen und ich kann Dir sagen daß wir da beide so ziemlich gleicher Meinung waren was diese Kombination eines Koetsu Vermillion mit dem Sony Player angeht.


    LG,

    Günter

    Mag ja sein dass der Sony ganz hervorragend ist, aber gewiss nicht auf einem adäquaten Niveau zu einem Koetsu Vermillion. Und wenn man den Arm schon nicht in der Höhe optimal einstellen kann ( waagerechte Stellung muss nämlich nicht unbedingt optimal sein ) frage ich mich welche weiteren Limitierungen es da noch gibt mit diesem Arm ( Nadel Azimut bspw. ? ) und daher bleibe ich bei meiner obigen Aussage.


    Gruss, Günter

    Sorry, aber selbst wenn das Budget nicht limitiert ist halte ich dies nicht für eine vorsichtig ausgedrückt sinnvolle Kombi rein qualitativ gesehen! Ein solch relativ teures System mit so einem vergleichsweise low budget Plattenspieler/Arm zu kombinieren finde ich persönlich nicht wirklich eine gute Idee.

    Aber dies ist natürlich nur meine persönliche Meinung obwohl ich schon denke dass mir da die meisten Leute mit Analogerfahrung hier im Forum recht geben würden. :whistling:


    Gruss, Günter

    Hallo,


    Ich bin ebenfalls Fan von Tangentialtonarmen und das würde mich auch mal interessieren um was für ein Teil es sich da handelt der nicht höhenverstellbar ist.


    Gruß, Günter