Posts by Metaphorius

    leider erschließt sich mir nicht, was das absolute Gehör (also die Fähigkeit, eine Tonhöhe ohne Referenzton exakt bestimmen zu können) mit der vorliegenden LP zu tun hat


    Eine extreme Sensibilität für die fehlende Dynamik/den undifferenzierten Lautheitspegel sowie die Intensität von Klängen und eben Tonaufnahmen.

    Guten Abend, für jemanden mit Absolutem Gehör ist die Platte unabhängig von ihrer musikalischen Qualität leider nicht gut produziert. Der Klang ist arg komprimiert, klingt auch auf geringer Lautstärke sehr laut und scheint mir doch ein Opfer dessen zu sein, was man Loudness War nennt.


    Dessen ungeachtet ist die Platte für mich eine Entdeckung. Sind die anderen Alben Wilsons empfehlenswert?

    Tag,
    das "Grandioso" verzerrungsfrei abgetastet, somit nehme ich den MM-Tonabnehmer dann aus dem Vedacht. - In der Tat sind vereinzelte Produktionsmängel (Schneidfehler, Verarbeitungsfehler bei Zwischenschritten, Pressfehler) nicht auszuschliessen. Man müsste die Passagen/Platten mikroskopisch untersuchen, was man typisch eben mangels geeignetem Instrument nicht vermag. Oder, besser, ein zweites Exemplar der jeweiligen Platte zum Zweck eines Vergleiches besorgen.
    Freundlich
    Albus


    Albus,
    wenn Produktionsmängel die Ursache der Verzerrungen sind, dann müßte ich die Verzerrungen ja auch auf anderen Plattenspielern hören. Auf einem DUAL 701 mit garantiert nicht exakt justiertem Billig-Tonabnehmer mir unbekannten Herstellers verzerrt die Sarastro übrigens auch nicht.

    Hallo zusammen, Metaphorius,


    ich empfehle einmal, das Antiskating etwas zurückzunehmen bzw. Zu erhöhen, insbesondere wenn eine einseitige Verzerrung vorliegt kommen Verzerrungen in den beschriebenen Passagen zum tragen.
    Des weiteren die Abtastnadel einmal auf Verschmutzung prüfen, hier z.B. auch diese nass reinigen, z.B. Über eine Nadelbürste mit einem Tropfen Fensterreiniger oder der gleichen.


    Analoge Grüße,
    Tom


    Tom,
    egal, ob ich das Antiskating höher, niedriger oder ganz weglasse -- die in meinem ersten Posting verlinkte Beethoven-Sonate auf Sarastro verzerrt immer, auch mit höherer Auflagekraft. Die Nadel ist naß gereinigt, die Schallplatten auf Loricraft oder Source Odyssey gewaschen.


    Albus,
    zunächst möchte ich mich für Ihre höchst kompetenten Antworten und Hinweise bedanken. Leider schaffe ich es nicht, immer in einer annähernd ähnlichen Geschwindigkeit wie Sie zu posten.


    Sodann möchte ich mein „Testergebnis“ mit der Liszt’schen H-Moll Sonate kund tun: KEINE Verzerrungen, sowohl bei einer Einspielung von Barenboim (DG) und Brendel (ich glaube Phillips). Ohne jede Einschränkung wird die Musik wiedergegeben. Glasklar donnert das Grandioso in fff im ersten Satz aus meinen Lautsprechern. Eine 45er Pressung dieser Sonate besitze ich leider nicht.


    Ich werde immer verzweifelter.
    Warum verzerren manche Platten so gräßlich, andere jedoch nicht?


    Darf ich eine neue These versuchen?
    Liegt es etwa daran, in welcher Lautstärke die Platten gepreßt sind?
    Als Beispiele aus der populären bzw. modernen Musik seien genannt:


    Klavierplatten von Hauschka (Karaoke Kalk): verzerren ganz schmerzhaft.
    Die Klavier- und Gesangsplatten von Phantom/Ghost: ganz ohne Verzerrungen.


    Mir bleibt wohl nur noch der Erwerb einer Testschallplatte.


    Gruß
    Metaphorius


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    Ich bin mit meinem Latein völlig am Ende. Gesangsplatten verzerren ja eben nicht, ebenso wenig wie S- und sonstige Zischlaute bei Rock- oder Popmusik.


    Ich weiß nicht mehr weiter mit diesem Problem.

    Tag,
    Dazu stellen sich im Hinblick auf den Vergleich mit einem Rondo Red am gleichen Arm zunächst zwei Fragen. Erstens, sind die verschiedenen Tonabnehmer am 9c-Arm jeweils nach der gleichen Tonarmgeometrie eingerichtet? Kurz: Ist das Rondo Red so geometrisch eingebaut wie das 2M Blue? Oder ist vielleicht das Rondo Red auf eine brauchbare Geometrie eingerichtet, nicht aber das 2M Blue?


    Dann, in der Tat, auch die Frage der Parallelität von Tonarm und Plattenoberfläche in beiden Fällen? Das Rondo Red ist 20 mm hoch, das 2M Blue ist 18 mm hoch, diese passende Höhe müsste im Zuge der Montage gezielt (eben von Fall zu Fall) eingerichtet sein, Ist das der Fall?
    Ferner noch, der Arm mit dem 2M Blue, zeigt ergibt eine Probe auf Lagerspiel zuviel davon? Probe: Man hält mit Dauem und Zeigefinger den Arm seitlich am Lagerblock während man vorn, am Tonkopf, vorsichtig im Uhrzeigersinn und Gegenuhrzeigersinn den Arm in seinem Lager zu drehen versucht. Es darf dabei nichts an Bewegung merklich werden.
    Freundlich
    Albus


    Albus,
    wegen Dienstreise und Urlaub meine späte Antwort. Also.


    Beide Tonabnehmer wurden vom gleichen Händler mit einer Pro-Ject Align It Schablone justiert. Ob diese Geometrie brauchbar ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Allerdings liest man in diesem Forum, daß die Schablonen der Hersteller für deren eigenen Plattenspieler nicht die schlechtesten seien.


    Parallelität von Tonarm und Plattenoberfläche ist gegeben. Wurde mittels Geodreieck überprüft. Der Arm mit dem 2M Blue zeigt kein Lagerspiel.


    Und trotzdem habe ich diese Verzerrungen an lauten Stellen ...

    Hast Du die Auflagekraft mal mit einer Tonarmwaage ueberprueft? Wie verzerrt es denn - ich meine: Verzerren harte Klavieranschlaege (im oberen drittel der Klaviatur) mehr als weiche? Welche Phonostufe verwendest Du? An welcher Abschlusskapazitaet wird das 2M Blue betrieben? Wie lange ist das Phonokabel zwischen Plattenspieler und Phonostufe?


    Wie klingen denn Frauenstimmen an Deiner Anlage? Zischelts?


    Mit Tonarmwaage noch nicht überprüft; aber manuelle Veränderungen änderten nichts an den Verzerrungen. Die Verzerrungen treten in allen Oktaven der Klaviatur auf. Je lauter, desto heftiger. Je plötzlicher, desto heftiger. Ein langsames Crescendo verzerrt weniger als plötzliche Sforzati.


    Ich verwende einen Vollverstärker DUAL CV 5670. Das Phokabel zwischen Plattenspieler und Verstärker ist vielleicht 50cm lang (lag dem Plattenspieler bei). Die Frage nach der Abschlusskapazitaet ist mir unklar, da ich technisch völlig neben mir stehe (Geisteswissenschaftler!) und nicht weiß, was damit gemeint ist und woher ich diesen Wert wissen oder wo ablesen könnte.


    Auch (reine) Gesangsplatten zischeln nicht, auch sehr laut gesungene S und P verzerren nicht. Das Phänomen tritt nur bei Klaviermusik auf.

    Guten Tag,


    garantiert ein höherwertiger Tonabnehmer weniger Verzerrungen (bei klassischer Musik)? Oder muß ich gelegentlich meine Justage überprüfen, wie schon einmal in einem anderen Thread gefragt? 2M Blue und Rondo Red unterscheiden sich ja in den technischen Daten …


    Ich höre beispielsweise Bethovens „Apassionata“ auf 45rpm (auf Sarastro) und generell dynamische Klaviermusik auf einem Pro-Ject Perspective Anniversary mit Tonarm 9c und Ortofon Rondo Red glasklar und völlig ohne Verzerrungen, während auf meiner eigenen Anlage mit dem Pro-Ject 6.1, gleichem Tonarm, aber dem Ortofon 2M Blue heftige Verzerrungen auftreten.


    Je stärker die Dynamik (je lauter die Platte), desto krasser die Verzerrungen. Spielereien mit dem Anti-Scating und der Auflagekraft haben leider keine Verbesserungen erbracht. Die Verzerrungen habe ich auch bei guten DG-Aufnahmen/Pressungen aus den 70iger und 80iger Jahren, und es gibt auch keine Unterschiede zwischen Platten, die auf 33rpm oder 45rpm geschnitten sind.


    Alle gehörten Platten sind in hervorragendem Zustand und spielen weitgehend ohne Rillengeräusche, da größtenteils entweder auf einer Loricraft oder Source Odyssey gewaschen. So langsam verzweifle ich daran, daß mein Musikgenuß derart getrübt ist.


    Liegt’s am Tonabnehmer oder woran … ??


    Herzlichen Dank für alle Eure Hilfen und Hinweise.
    Metaphorius

    Zunächst einmal vielen Dank für alle Antworten.


    Jonas,
    mit SPU ist wahrscheinlich der Tonabnehmer gemeint? Mir war diese Abkürzung nicht geläufig.


    Voffi,
    die Frage habe ich gestellt, weil ich mir irgendwie einbilde, daß eine Justage bzw. der Überhang sich „verzieht“. In anderen mechanischen Zusammenhängen bemerkt man ja auch manchmal, das man eine Schraube nachziehen muß (bzw. kann). Kann ich mit Align it nicht auch den Kröpfungswinkel und Azimut einstellen? Ich hoffe, daß ich hier nichts durcheinander bringe. Der 6.1 ist mein dritter Plattenspieler, den ich jetzt für Jahre nutzen werde/will (wenn er mitmacht). Also irgendwann ist ja ein neuer/besserer Tonabnehmer dran, und spätestens dann bräuchte ich die Schablone. Dreimal die Justage durch einen Techniker gespart, und schon hat man den Preis für das Teil raus, oder? So denke ich jedenfalls. Warum nicht selber machen, wenn man kann? Der Justage-Mensch hatte auch die Align it.


    dann nenn mir einfach deine Tonarmdaten.

    Jürgen,
    vielen Dank für das Angebot, leider bin ich zu sehr Amateur, um die Daten zu nennen. Es handelt sich um einem Pro-Ject Tonarm 9c. Vielleicht hilft das weiter?


    willguthören,
    brauche ich die Strobo-Scheibe wirklich? Meine Speed-Box hat ja (glaube ich) eine Geschwindigkeitskontrolle.

    Guten Abend,


    lohnt sich die Anschafftung der „Pro-Ject Align it“ Schablone? Ich betreibe einen Pro-Ject RPM 6.1 Speed Box mit einem Ortofon 2M Blue, den bei Erstaufstellung vor ca. vier Monaten ein Angestellter eines Hifi-Ladens bei mir zu Hause justiert hat.


    In einem anderen Thread hier las ich, daß die Schablonen des Herstellers generell für die Justage am besten sind. Ist also die Align it das Beste für meinen Dreher? Wie oft muß ich die Justage überprüfen? Brauche ich noch Zubehör? Geodreieck und Wasserwaage hat man ja ohnehin, Tonarmwaage wäre denkbar für exakte Justage. Muß es extra ein Justageblock für den Azimut sein? Oder sollte ich gar unbedingt auf eine andere Schablone (Schön etc. pp.) ausweichen?


    Gerne auch Erfahrungsberichte zur Align it. Vorteile, Nachteile …


    Danke & Gruß
    Metaphorius

    Kann jemand was zu dem Reissue sagen? Ist die Platte remastered? Wenn Bernie Grundmann seine Finger im Spiel hat, darf man ja hoffen, daß die Platte jetzt dynamisch ausgeglichener ist. Anschaffung lohnt sich meines Erachtens nur dann, wenn ein wirklich klangqualitativer Vorteil zu haben ist.

    Guten Tag allerseits,


    ich möchte meinen Pro-Ject RPM 6.1 Sb vor einem bodentiefen Südfenster aufstellen. Er wäre den ganzen Tag in der Sonne, im Sommer wie im Winter. Schadet das irgendwie dem Spieler? Dem Tonarm? Verzieht sich durch die Wärme die Justage? Leidet das Carbon des Tonarms oder das Material des Plattentellers? Ich müsste den Spieler sonst an die Seite unter der Dachschräge unterbringen.


    Es handelt sich nämlich um ein Dachzimmer, was ich der Länge nach Bespielen möchte (oder klingt es der Breite nach besser?). Das Rack mit dem Plattenspieler möchte ich aus Gründen der Einrichtungssymmetrie vor das Fenster stellen. Also in die Mitte zwischen den Lautsprechern.


    Dank an Alle im voraus!
    Metaphorius