Posts by boxentroll

    LEDE ist nur ein Prinzip, nach dem man einen Hörraum oder Studio gestalten kann.


    Den allermeisten Konzepten gemeinsam ist, am Hörplatz keine Reflektionen zu haben (LS - Wand - Ohr ist die relevante Strecke).


    Man kann in den Spiegelpunkten (also "Wand" der relevanten Strecke) absorbieren (Absorber), ablenken (das wären die Wandstücke, die im Winkel stehen) oder streuen (mit einem Diffusor.


    Die Fülle der möglichen Kombinationen zeigt, daß es sinnvoll sein kann, einen erfahrenen Akustiker zu fragen - und auch zu bezahlen.


    Ich selbst habe das nicht gemacht, weil es mir zu teuer war und kann folgende Tips geben:


    Am wirksamsten sind die Maßnahmen in den genannten Spiegelpunkten.

    Ich selbst habe mit reiner Absorption angefangen (am Ende waren mehrere Quadratmeter Basotect installiert).

    Leider ist mein Raum komplett aus Beton, und es klang zwar schön trocken und präzise, aber nicht "schön".

    Ich habe daraufhin die Absorber an Seiten-, Rückwand und Decke aus den Spiegelpunkten verschoben und setze dort Diffusoren ein, Mit dem Ergebnis, daß die Phantomschallquellen zwar etwas unschärfer geworden sind, es aber um Welten schöner, weicher, weniger hart klingt.


    An den Seitenwänden und der Rückwand verwende ich 1D Diffusoren (z.B. RPG oder Schmiedeberg Tonstudiotechnik kann ich empfehlen), an der Decke 2D Diffusoren von Vicoustic


    An der Wand hinter des Lautsprechern hatten bei mir die Diffusoren den geringsten Effekt, hier absorbiere ich.


    Grundsätzlich halte ich eine Beratung durch einen Akustiker für sehr empfehlenswert, wenn man nicht mehrere Bücher zum Thema lesen und sehr lange herumprobieren möchte.

    cool, ist natürlich etwas günstiger als der Schinken.:)


    Aber Achtung: Der gemeinsame Ansatz für die Bestimmung der Zielkurve ist die zu finden, die den meisten am besten gefällt. Daher empfehle ich - wenn möglich - unterschiedliche auszuprobieren und die zu nehmen, die auf lange Sicht am besten gefällt.

    Es gibt viele unterschiedliche Zielkurven, die aber alle zu höheren Frequenzen abfallen.


    Ich finde die von Bob Katz verwendete am einleuchtendsten.

    Z. B. auf der stereophile Seite in Katz‘s Corner Episode 17 zu finden.


    Kurz gesagt ist es ein linearer Amplitudengang von möglichst tief bis 1kHz und dann ein linearer Abfall bis 20 kHz von -6dB.

    Die 6 dB sind so gewählt, dass die Mehrheit der Aufnahmen weder zu hell noch zu dunkel klingen.

    Hallo Jürgen,

    tolles Thema, daß Du Dir da ausgesucht hast.

    Ich hatte vor gut 30 Jahren ein Pärchen IMF Studio Monitor - an die denke ich immer noch gerne zurück. Sie wurden dann wegen Umzugs in eine Studentenbude mit großzügigen 12 qm von einer Linn Kan II abgelöst, aber das ist eine andere Geschichte.

    Daher würde ich mich natürlich über Infos zur Studio Monitor besonders freuen.

    Viele Grüße

    Christian

    Ich kann mich David nur anschließen: Du solltest die 933K auch bei Dir zu Hause probehören, und dann beim Händler, der diese beiden Teststellungen ermöglicht hat, die passendere Alternative kaufen.

    Aber eigentlich steht doch fest, was Du haben möchtest.


    Die 933K ist sicher klanglich am dichtesten an der 921K dran, allerdings wird sie durch die etwas geringere Bündelung nur dann wirklich „gleich“ klingen, wenn Du den Hörabstand auch ein wenig verringerst. Im gleichen Abstand abgehört, werden auch die Geithains mit abnehmender Größe etwas weniger hell im Klang.

    M.E. Ist die Aussage, die Geithains klingen alle gleich, etwas sehr verkürzt. Sie klingen sehr ähnlich, aber das auch nur, wenn man sie im grössengerechten Abstand hört.

    Die 930K ist sicher auch ein toller Lautsprecher, aber durch das andere Konzept wird der Unterschied schon etwas größer sein, als innerhalb der Dreiweger.

    Daher gilt auch hier: anhören.

    Hallo Balazs,


    als jemand, der in den 90ern hifi sozialisiert wurde, hatte ich selbstverständlich separate Komponenten (CD-Laufwerk, DA-Wandler, Vorverstärker, Mono Endstufen, später sogar noch eine eigene Photo Vorstufe).

    Im Nachhinein wäre ich mit weniger Komponenten besser gefahren, ich plädiere also für den Vollverstärker. Würde sich für mich diese Frage stellen, fiele die Entscheidung auf den Vollverstärker. Das gesparte Geld für Netz- und Verbindungskabel käme dem Gerät zu Gute, wo es m.E. deutlich besser investiert ist.


    Allerdings gab es im Laufe der Jahre zwei für mich wesentliche Lernschritte, die mir so viel Hörvergnügen bereiten, daß sie gesetzt sind:

    Aktive Lautsprecher - gerne möglichst neutral.

    Eine Entzerrung des Amplitudengangs ist trotz massiver raumakustischer Maßnahmen wesentlich, wenn man tiefbaßtaugliche LS in einem normal großen Raum (22 Quadratmeter) und eine gewisse Affinität zu Kirchenorgeln unter einen Hut bringen möchte.

    Daher steht bei mir kein Vollverstärker, sondern ein Pärchen Genelec 8260, die ich digital ansteuere, die Lautstärke wird direkt in den LS geregelt und die Entzerrung bringen sie auch mit. Den analogen Eingang der LS nutze ich für die analoge Zuspielung. Das ist (fast) genauso straightforward, aber der (unerfüllte) Wunsch bleibt. Halt zu wenig Geld, zu wenig Platz, zu viele Mitbewohner ...:)


    Grüße

    Christian

    ... ich hatte auch schon was entgegnen wollen, aber es hat wohl keinen Sinn, weil es ums Prinzip zu gehen scheint...


    Hoffentlich lässt sich der Fadenersteller nicht bequatschen.:)

    Hallo zusammen,


    als ich noch meinen Pink Triangle besaß, kamen die ersten 180g Pressungen auf.


    Mal abgesehen vom falschen VTA, die ca. 40g Unterschied zur bevorzugten „englischen Decca SXL“ brachten das Subchassis schon so aus dem Tritt, dass ich letztendlich mit einem Ausgleichsgewicht arbeiten musste. Zum Glück fand ich einen Single Puck aus Metall, der ziemlich genau die Differenz abdeckte.

    Jetzt war es durchaus so, dass der Pink sich hier besonders feiern ließ, aber meine Meinung zu 180g oder gar noch schwereren Pressungen ist seitdem gefestigt.:cursing:


    Viele Grüße Christian

    Das sich bei Funk die Geister trennen, kann man verstehen, wenn man das sagen darf

    Dem einen gefällt er, dem anderen nicht

    Würde mich aber interessieren, wenn von Usern gerne Vorgeschlagen, ob selber man die benützt, oder vorschlägt, aber sich selbst es sich nicht hinstellen würde


    Grüße

    Ich habe den empfohlenen MTX über viele Jahre benutzt und war absolut zufrieden.


    Vor allem die kabelgebunden Fernbedienung mit dem echten Lautstärkeregler und den super Tasten war einfach nur toll zu bedienen.


    Der Funk reicht halt weiter was er bekommt, das sollte man wissen. Wer den Klang mit seiner Vorstufe verändern möchte wird sicherlich nicht glücklich.

    Hallo Sebastian,


    ist ja nicht schlimm, wenn nur die (meiner Meinung nach) drittbeste Position frei ist.

    Bei mir haben Diffuseren den Klang deutlich verbessert, daher kann ich nur empfehlen, das auszuprobieren.


    Wegen der Begriffe:

    1D Diffuseren streuen den Schall nur in einer Ebene, sehen z.B. so aus https://www.mbakustik.de/produkt/diffusor-rpg-qrd734/


    2D Diffuseren streuen den Schall in zwei Ebenen, sehen z.B. so aus https://www.thomann.de/de/vico…0WzQ-9EAQYAiABEgI7_fD_BwE


    Was ein 3D Diffusor sein soll, weiß ich nicht, aber Dein Kommentar war gut 8o


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Sebastian,


    ich kann Dir die Diffusoren von Schmiedeberg 7 Tonstudio empfehlen, die sehr günstig sind und sehr gut gefertigt, sauberer als solche von RPG, die wesentlich teurer sind.


    Ich habe an den Seitenwänden mit 1D Diffusoren und an der Decke mit 2D Diffusoren gute Erfahrungen gemacht.

    Ein 1D Diffusor ist grundsätzlich wirksamer als ein 2D Diffusor.


    Bei mir waren die Diffusoren am wirksamsten an der Seitenwand im Spiegelpunkt, dann an der Rückwand im Spiegelpunkt und am wenigsten wirksam am der Frontwand hinter den Boxen.

    Ist auch logisch, da die Streuung ja erst im Mittelton beginnt (500 bis 1000 Hz je nach Bautiefe) und die LS diese Frequenzen schon eher gerichtet nach vorne abstrahlen. Zumindest ist das bei meinen LS so. Bei LS die eher rundstrahlen, könnten Diffusoren an der Frontwand eine stärkere Wirkung haben.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    zwei Dinge sollte man bei dieser Art von Vergleichen unterschiedlicher Plattenspieler, Tonarme, Tonabnehmer schon beachten. Wobei ich mich hier auf analoge oder digitale Aufnahmen des Hochpegelsignals, also "ab Ausgang Phonovorstufe" beziehe:


    1. Bei der Erstellung der Aufnahmen werden die wenigsten in normaler Genußlautstärke abhören. Deswegen ist die Beeinflussung durch den Luftschall bzw. Körperschall deutlich geringer als im "normalen" Betrieb - was Unterschiede sicherlich nivelliert. Nicht umsonst betreibt man schon einigen Aufwand, Luft- und Körperschalleinflüsse beim Plattenspieler zu minimieren.


    2. Der Effekt der Autosuggestion fällt m.E. weg. Was auch dazu führt, daß Unterschiede geringer wahrgenommen werden.


    Ich war persönlich immer erstaunt, daß ich die Unterschiede zwischen solchen Aufnahmen als wesentlich geringer erlebt habe, als beim "Echten Spielen und Vergleichen".


    Grüße

    Christian