Posts by skeptiker

    Die echte Hardware der Zukunft wird Vinyl werden als kleine, aber sehr stabile Sparte.


    In zehn Jahren wird die CD kaum noch eine Rolle spielen. Ist also aus dem Rennen. Senioren mit ihren CD Playern fragen sicher noch nach CD´s. Der "Markt" besteht aus Files. Entweder gestreamt oder auf Festplatte.


    Großartige Aussichten:thumbup:

    Das ist hier aber nicht Punkt.

    Die Frage war, ob Vinyl als medialer Datenträger Sinn macht, unabhängig davon analog oder digital produziert.

    Das ist sowas von Punkt!

    Der Umstand, dass die Produktionsweise digital/analog, von in Vinyl gepressten Aufnahmen völlig irrelevant für die Marktakzeptance ist zeigt ja, dass es sich um ein sehr Publikum kompatibles Medium handelt. Vorrausetzung, um Stückzahlen zu verkaufen die weiterhin das Geschäft am Laufen zu halten.


    Die Frage dieses Threads steht ja oben: Das Ende des Vinylhypes absehbar?

    Antwort: Mit nichten!

    Es ist übrigens kein Hype. Ein Hype dauert keine rund 8 Jahre. Das ist eine Entwicklung.


    Die Reise geht munter weiter, was die letzten Verkaufszahlen der Industrie mit rund 8 % Steigerung per Anno eindrucksvoll dokumentieren.

    CD Verkauf zweiter abwärts.


    Gruß

    skeptiker

    Zum Argument, dass Vinyl keinen Sinn mehr macht, weil die Musik darauf meistens sowieso digital produziert wurde:

    Das Argumemt sticht überhaupt nicht. Wenn auf dem Cover steht, diese Aufnahme wurde komplett analog produziert glaubt ihr das weil es drauf steht. Und seit entzückt.


    Wenn das nicht draufsteht, geht ihr automatisch davon aus, dass es digital produziert wurde.


    Wenn eine Neuerscheinung komplett analog produziert würde und man hätte vergessen es auf dem Cover zu vermerken, würde niemand es merken.


    Was sagt uns das?????


    Gruß

    skeptiker



    Ich beobachte bei Menschen Anfang Mitte 20 ein Interesse an der Schallplatte obwohl hier in großen Teilen Interpreten in digitalen Produktionen des HipHop und Rap gefragt sind. Diese Aufnahmen sind in allen Produktionsschritten digital also muß es wohl an der Haptik liegen.


    analoge Grüsse


    Stefan

    Lieber Stefan,

    Mainstreamproduktionen POP, um die geht es wenn man den relevanten Markt meint, sind ab Ende der Achtziger zu fast 100 % digital produziert worden. Dann auf Platte gepresst mit dem Ergebnis wunderbarer Aufnahmen. Ob das analog aufgenommen wurde oder nicht ist für den Normal - Konsumenten völlig irrelevant, interessiert ihn nicht. Warum auch.


    Weltstars wie Ariana Grande, Madonna , Lady Gaga, Hip Hopper, AC/DC oder ZZ Top produzieren alle parallel zur CD Vinyl mit Download Code. Das ist die Zukunft.


    Vinyl hören ist ein Hörprozess mit einem physischen, begreifbaren Musikträger plus all seiner umständlichen, wunderbaren Vorteilen des Zeitdehnens. Ergibt eine lange psychischen Einwirkzeit die auch in die tiefer gelegenen Bewusstseinsebenen unseres Hirnes vordringt und sich dort ablegt. So entsteht Erinnerung.


    Gruß

    skeptiker



    Wir kennen in den meisten Fällen nicht die Originalaufnahme bzw. das verwendete Instrument so gut um zu sagen, das weicht jetzt in der Wiedergabe minimal ab.

    Musst du auch nicht .

    Nimm ne Transe die neutral ist und vergleiche mit der Röhre. Da hörst Du schnell wohin die Reise geht. Ausserdem kann man den Verlust an Auflösung und Basskontrolle der Röhre schön abschätzen.


    Gruß

    skeptiker

    Hallo Urs,


    .... bestehend aus Mono-Abtaster mit 25er Nadel ohne vertikale Compliance und einer Phono-Vorstufe mit einstellbaren Entzerrkennlinien nachzudenken.

    Von Mono pick ups ohne verticale Compliance kann ich beruhigt abraten.


    Die machen heute absolut keinen Sinn mehr und sind einfach Kinder ihrer Zeit als es noch kein Stereo gab.


    Die heutigen modernen Monoabtaster, egal ob Einspuler oder gebrückte Stereoversionen, hauptsache mit Nadelschliff für Microrille, sind den alten historischen Monoabtastern in der Auflösung überlegen. Wer es gern gerundet mit PRAT mag kann natürlich auch die alten Haudegen nehmen. Die sind dann only lateral.


    Hauptsache Nadelverrundung 17 - 25 µm.


    Die modernen mit vertical/lateral beweglicher Nadel sind einfach immer kompatibel. Auch Stereoplatten der frühen Pop Ära mit ihrem grausamen Ping - Pong Stereo gewinnen deutlich. Auch Stereo Enhanced (Pseudostereo) mit Phasendrehern lassen sich so wieder erträglich hören.

    Gruß

    skeptiker

    Ein echter Prüfstein sind Frauenstimmen.


    Maria Callas Arien aber auch Jazz Platten mit Microrille Vinyl bringen Stereo Pick Ups an ihre Grenzen. Da verliert die schmale Nadel mit Stereoschliff (14 µm) früh den Rillenflankenkontakt was wirklich erbärmlich verzerrt.||


    Wovon ich aus eigener Erfahrung abraten kann ist das Ortofon OM 25D. Es war bei allen Vergleichen das System mit der geringsten Auflösung. Klingt einfach lahm und blass.Ist günstig, das Geld sollte man aber sparen.

    Hallo Winfried,


    deine Posts sind angenehm fachlich fundiert.

    Darum meine Frage, welche analogen PEQs kannst Du empfehlen bzw. kennst Du aus Erfahrung?

    Preise und Verfügbarkeit mal aussen vor.


    Gruß

    Michael

    Hallo Michael,

    Wo ich aus Erfahrung Zweifel hege ist die Dämpfung von Raummodenanregung, das kann ein in Pegel, Güte und Frequenz einstellbarer PEQ grundsätzlich besser.


    Beste Grüße,

    Winfried

    Bei Raummoden völlig d´accord.


    Gruß

    Michael

    Hallo Gerd,

    Es gibt ja durchaus auch frühe Stereo-LPs, die nicht nach RIAA entzerrt wurden und es gibt deshalb auch Phonopres, die verschiedene Kurven zur Auswahl anbieten UND für Stereo ausgelegt sind. Damit wärst du in jedem Fall auf der sicheren Seite.


    Gruß

    Rainer

    Hallo Rainer,

    Stereo Platten die nicht nach RIAA verzerrt sind? Noch nie gehört. Welche z.B.?


    Gruß

    Michael

    Hallo Winfried,


    was eine gute Raumanpassung betrifft bin ich komplett verwöhnt.

    Auf Audiomessen bin ich in der Regel gemeinsam mit Bohne Audio anzutreffen. Die arbeiten konsequent mit Trinnov oder DIRAC Raumentzerrungen. Das ist das beste und individuellste was weltweit zu kriegen ist. Mit sehr komplexer Eimmesstechnik, speziellen Messmikrofonen DSPs etc. pp. Ganz großes Besteck.


    Auf analogen Messen möchte ich auch analog Sortenrein sein. Mein ganz persönlicher Luxus.


    Natürlich kann man bei extrem kritischen Räumen per Digitaler Anpassung, parametrisch das Maximum herauskitzeln. So eine Einmessung kann schnell mal eine Stunde und mehr Zeit in Anspruch nehmen. Eine profunde Kenntnis der Soft - und Hardware sowie Messtechnik immer vorausgesetzt. Das lässt man besser Profis machen.


    Es geht aber auch deutlich einfacher wenn man ein paar Basics hat.


    Ich liebe meinen 31 Band Studio Equalizer in Verbindung mit einem Audioanalyzer. Rosa rauschen, messen, beurteilen, Presets und korrekturvorschläge des Hand hold Audioanalizers auf den EQ übertragen und zum Schluß ein individuelles wie subjektives Finetuning machen. Da kommt man verdammt weit mit überschaubarem Zeitaufwand, besonders wenn man Übung hat.


    Eine direkten A/B Vergleich Graphisch/Paramerisch habe ich noch nicht gemacht.


    Gruß

    Michael

    Hallo,

    wollte mal nachfragen, ob einer mir einen guten Tip geben kann? In einer vererbten Kette lief mal ein Technics Equi., der aber leider bei meinen Eltern verschwunden ist. Jetzt suche ich nach Ersatz, da ich aus Nostalgie diese Kette wieder hervorgekramt habe. Es ist nichts Weltbewegendes, aber es ist eben ein Erbstück.

    Es muss nicht unbedingt von Technics sein, ich suche eigentlich etwas hochwertiges!

    Ich habe mir gedacht, zu meiner kleinen Vintagesammlung müsse eigentlich such ein Equilazer gehören,

    So long, Fassi:merci:

    Hallo Fassi,

    mal grundsätzlich gefragt. Was versprichst Du dir eigentlich von einem EQ Parametrisch? Ist das nur weil in der vererbten Kette damals sowas war oder hast Du echte Probleme mit den Frequenzgängen deiner Platten? Klingts schlecht?

    Gruß

    skeptiker

    Wenn´s durch zuschalten eines Equalizers rauscht ist es entweder eine komplette China Gurke oder der Grund ist ein anderer. Ich verwende analoge Eualizer 31 Band Studioequipment, da rauscht aber absolut nichts. Ebenfalls absolut keine Klangveränderung bei zu oder Abschalten des EQ. Überprüft mit Rosa- und weissem Rauschen über Kopfhörer.


    Eine Raumanpassung mit analogem Equalizer funktioniert übrigens genial gut wenn man weiss denn was man tut. Mit 31 Bändern graphischem EQ lässt sich der Raum sehr subtil in den Griff bekommen.

    Es muß also nicht zwangsläufug ein digitaler DSP sein.


    Gruß

    Michael

    Hab mir so manches Vinyl in der Mono- und Stereoversion doppelt gekauft. Oft hatte die Mono Version deutlich mehr Punch zu bieten. Eine Dynamik, die Mono Neulingen nicht selten die Pupillen weiten.8|


    Gruß

    skeptiker

    Mal ein paar Anmerkungen für Mono - Fans, die tiefergehend in die Monophonie eintauchen möchten.

    Oft gestellte Frage::


    Warum hat die Monoversion einer Vinylscheibe manchmal mehr Druck im Bassbereich als die Stereoausgabe?


    Antwort: Wenn der Toningenieur jeweils die maximale Dynamik aus dem Masterband auf die Lackfolie der Plattenschneidemaschine herausholen will, bietet ihm der Monoschnitt klare Vorteile. Wer sich die Rillenauslenkung einer Bassstarken Monoplatte mit "Microgroove", also einer echten Monorille, bei hellem Licht betrachtet, dem fallen mit bloßem Auge beeindruckende Rillenauslenkungen auf. Deutlich stärker als das Stereopendant. Große, weite Rillenschwünge, ausschließlich in der Horizontalen, stehen für mächtigen Pegel im Tiefton. So etwas kann man schneiden, wobei der limitierende Faktor die Abtastfähigkeit des späteren Mono-Abtasters ist.



    Anders bei Stereo.

    Wir alle wissen, die Information links/ rechts und laut/ leise wird sowohl duch die Rillenauslenkung in der Tiefe/Vertical als auch durch die Rillenauslenkung in der Horizontalen bestimmt. Beides um 45 Grad gekippt. Und da ist auch schon der Knackpunkt. Die Rillentiefe. Die maximale horizontale Auslenkung, die bei der Monorille problemlos schneidbar ist kann unmögliich über die Rillentiefe einer Stereoplatte realisiert werden. Da würde der Schneidstichel fast durch die Platte hindurchschneiden.

    Was kann der Tonigenieur tun? Es bleibt nur Pegelbegrenzung des Tieftons beim Überspielen auf die Lackfolie.


    Was ebenfalls bei Monoversionen auffällt ist dieser knallpräzise Tiefbass mit echter Schwärze im Fundament.


    Wie kommts? Der echte Monoschneidkopf wird lateral/horizontal rein mechanisch geführt. Also extrem präzise. Der Stereo Schneidkopf mit Monosignal angesteuert, wird im Magnetfeld geführt. Heisst, die auf/ab und links/ rechts Führung ist etwas schwammig im Vergleich zur mechanischen, absolut präzisen Lenkung des Schneidstichels. Das kostet Präzision, die gerade bei harten Bässen mit Schlagkraft so anmacht.


    Die Mono Fangemeinde ist sich daher einig: Mono hat was.:thumbup:


    Gruß

    skeptiker

    Hier kann man sehen, wie mit einfachsten Mitteln eine Covergestaltung funktionieren kann. Knackige Farben und eine Typo die dem Ganzen mit den zwei grafisch aufbereiteten Fotos den rechten Funky Look verpassen.

    Einfach kann sooooo schön sein.:love: