Beiträge von chili69

    Hallo,


    dieser Post könnte wahrscheinlich auch unter Plattenspieler stehen, aber hier soll es vornehmlich um den Bauer Audio Tonarm gehen.


    Nachdem ich seit ca. 20 Jahren zu vollster Zufriedenheit mit einem Bauer DPS 3 höre, habe ich mir jetzt noch einen gegönnt. :D

    Mein erster, ausgestattet mit einem Naim Aro, hat mich immer überzeugt. Nachdem ich dann mit externen Tonarmen erweitern konnte (erst ein RF, dann zwei Analogschmiede mit entsprechender Basis), wurde es irgendwie eng. Also musste ein weiterer Dreher her. Wirklich lange überlegt, was ich machen sollte, und dann dachte ich, warum was anderes ausprobieren, wenn du so zufrieden bist? Dann, wie es der Zufall wollte, flog mir ein weisser DPS 3 zu. Schöner Kontrast zum anderen, schwarz, damals Kundenwunsch und der erste schwarze, den Willi jemals gebaut hat. Also praktisch ein Einzelstück. ;)

    Der weisse kam mit Bauer Tonarm und nem Dynavector 20x2l. Den Tonabnehmer brauchte ich eigentlich garnicht, aber - kurzer Exkurs - hat mich ziemlich schnell überzeugt, weswegen er bleiben darf. Dafür muss mein 103 bald gehen.


    Der Aufbau: Grundsätzlich ist ein Bauer Dreher sehr einfach aufzustellen und zu justieren. Das kann eigentlich jeder. Aber der Tonarm. Eieiei. was für ein fimschiges Dingen. Nun ja, die Verarbeitung ist excellent, das Problemchen sind die TA Kabel, die wirklich extrem dünn sind. Das Design ist so gewählt, dass die Basis praktisch nur mit den Kabeln zum Arm verbunden wird und wenn man da nicht aufpasst sind die jaanz schnell durch. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt bei der Montage. Letztlich alles gut, der Arm steht dann auch sehr solide (nachdem man das Öl eigefüllt hat).


    Klang: Oder besser (damit Andreas @Sansui929 nicht wieder meckert) klangliche Auswirkung des Arms. Ein Arm sollte ja bekanntlich nicht klinge(l)n... ;)

    Ich bin tatsächlich mehr als positiv überrascht. Ich liebe meinen Aro für das was er ist, aber der Bauer, das ist was ganz feines. Nun habe ich ja inzwischen auch ganz gute Vergleichsmöglichkeiten (RF, AS 10.5, 12", Well Tempered). Der Bauer ist mit 13,5gr eff Masse praktikabel aufgestellt, viele TA sollten hier zurecht kommen. Beim Naim mit 11gr etwas schwieriger.

    Tonal extrem ausgewogen, für einen Einpunkter extrem guter, tiefer und auflösender Bass, auch das andere Frequenzende wird sehr fein durchleuchtet. Der Naim spielt hier etwas nervöser und vielleicht nicht ganz so breitbandig. Wenn ich hauptsächlich im Vergleich auf den Naim eingehe, so liegt das daran, dass auch dieser auf der Zarge montiert ist, alle andere Arme (bis auf den WT) stehen neben den Drehern.


    So stelle ich auch fest, dass der Bauer tonal eher auf der Seite meines RF liegt - das ist ein großes Kompliment. Könnte vielleicht an der Bedämpfung liegen, ich weiß es nicht. Die beiden AS gehen da schon in eine deutlich andere Richtung. Mehr Attacke, vielleicht etwas mehr Detail, aber auch etwas grober.


    Den Bauer habe ich bisher noch nie auf einem anderen Dreher als dem DPS3 gesehen, was ich inzwischen als Versäumnis betrachte. Für 2.600,- und das was er bietet im Umfeld der heute teilweise unbezahlbaren Arme wirklich eine Alternative die es lohnt auszuprobieren.


    Vielleicht werde ich nochmal meine anderen TA drunterschrauben um zu sehen was er wirklich kann, aber bisher bleibt das DV drunter, mit diesem habe ich auch alle Test gemacht.


    p.s. Mein Arm ist die aktuelle, überarbeitete Variante.


    Grüße Merten.


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    p.p.s: man kann auf dem Foto die dünnen Drähte erkennen

    Ich finde es immer wieder beeindruckend wie sich Leute hier an einzelnen Sätzen stossen, was dann einen Rattenschwanz an überflüssigen Kommentaren hinter sich her zieht. Ich glaube man kann ziemlich deutlich erkennen was Harald mit der Klangbeschreibung meint. Wenn‘s für ihn besser nicht geht ist doch gut. Und damit soll‘s dann auch ebenso sein.

    Hallo Gisela,


    an meinem Amadeus läuft ein WT DPS. Das war recht preiswert und ich frage mich immer noch ob ich es gekauft habe weil ich auch zwei Bauer DPS habe ;)


    Mich hat schon mal jemand gefragt ob das was macht. Meine Antwort damals:


    "der Klanggewinn des Netzteils noch zu beweisen. Art Dudley hat seinerzeit nix gehört und ich bin mir da auch nicht so sicher. Ist mehr ein Komfort Dingen und für die Psyche..."


    Grüße Merten.

    Blasios oder wie immer du heisst,


    deine Kommentare gehen mir inzwischen - nicht nur in diesem Faden - MÄCHTIG auf den Zeiger! Überflüssig ohne Ende und vor allem ohne Substanz.


    Gruß, Merten.

    Konus oder Kalotte spielt überhaupt keine Rolle. Ich habe jahrelang glücklich mit einer Spendor 9/1 gehört. Diese basiert auf dem Konzept der 120/1 und gibts praktisch heute noch.


    Meine scm50 gibt es prinzipiell auch schon seit Jahrzehnten. Es kommt auf die Umsetzung an. Und da haben Spendor und ATC einiges richtig gemacht. Letztlich muss alles stimmen, nicht nur die Mitten. Und da hat bei mir ATC die (Bären)nase vorn. Allerdings mag ein Teil auch dem Aktivkonzept geschuldet sein.

    Der 3 Schichtige 10,5er könnte Thomas‘ Meisterstück sein.


    Was er bereits andeutete hat sich bestätigt. Im Vergleich zum 12er (2 Schichten) legt der noch mal ne richtige Schippe drauf. Der Bass ist ja das Sahnestück des Arms, dieser kommt nochmals differenzierter und deutlicher zum Vorschein. Dabei ist er niemals lästig oder vorlaut. Diese Basis hat auch Auswirkungen auf den restlichen Frequenzbereich, der nun nochmals artikulierter vernommen wird. Am Anfang dachte ich der Arm lässt die Musik etwas heller ertönen, aber das war ein Trugschluss. Es ist einfach nur nochmals alles viel klarer. Eine Snaredrum hat soviel Attacke, da kann man schon mal zusammen zucken.


    Gestern bin ich sowas von in die Musik eingetaucht, das war wirklich Atem beraubend.


    Das Etsuro konnte blendend seine Arbeit verrichten und hat mir nochmal aufgezeigt was für ein tolles, natürliches System es ist.


    Arm hatte das 5g leichte Carbonheadshell dran, ich habe auch noch die 7,5 und 10er hier. Vielleicht spiele ich irgendwann nochmal ein bisschen. Jetzt höre ich erstmal nur.


    In einem weiteren Test werde ich die Schose mal gg meinen RF vergleichen. Da bin ich wirklich gespannt drauf. Für heute gilt festzuhalten, dass diese Version vielleicht die beste sein könnte, die er bisher gebaut hat. Kann ein dreilagiger 12er das noch besser? Viele Systeme könne gut soviel Masse gebrauchen.


    Mein 103er im 12er hat auch Spaß gemacht. Bin mir sicher dass aus diesem System ohne Mod nicht mehr viel rausgeholt werden kann. Aber im direkten Vergleich zum Etsuro hat es null Chance. Kostet ja auch nur ein 1/10. Das 103er hat seinen Charme, für den Preis sicher unschlagbar, aber nach oben noch viel Luft. Nun ja, ist auch nicht mein daily.


    Danke an Thomas für die Verwirklichung. Was für ein Teil.


    Grüße Merten.

    Hallo Frank, ja ist ein ARO. Man kann die beiden Arme nicht wirklich vergleichen. Der Charakter ist schon unterschiedlich. Der ARO ist vielleicht ein wenig flüssiger, musikalischer, aber der AS knallt dir richtig schön Bass um die Ohren und erlaubt auch eine bessere Ortung und Räumlichkeit. Im Moment bevorzuge ich klar den AS. Getestet alles mit Etsuro. Der war auch schon im ARO. Dennoch liebe ich den ARO für das was er ist.


    Grüße Merten.

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    So, zumindest steht er. War alles ein bisschen eng und knapp, aber es hat funktioniert. Uff.

    Am 12er hängt jetzt ein 103er (so kann ich endlich mal das Potential des Denon ausloten), am 10,5er das Etsuro Urushi. Gehört wird später. Reicht für nen ersten Eindruck.


    Und kommt mir nicht mit putzen und so.

    Wenn ich morgen Zeit finde werde ich meinen 3 lagigen 10.5er aufbauen. Dann kann ich auch 1 zu 1 mit dem 12er vergleichen. Bin gespannt ob sich Thomas' Aussagen bestätigen. Wenn dem so ist wird der Arm prädestiniert für mein Koetsu (welches noch zu erwerben wäre). Aktuell wird der Test mit meinem Etsuro blue stattfinden.

    Meiner, meiner, meiner :)

    Der Übertrager bläst dir halt die Bühne auf aber die akustische Wahrheit ist dies nicht ganz.

    Finde es langsam ermüdend mit welcher Konstanz du (und ein zwei andere Kollegen) darauf herum reitest was Übertager falsch machen. Und vor allem bin ich beeindruckt, dass du die akustische Wahrheit kennst…


    Ich habe NIE besser Musik gehört als mit Röhre und meinem Kondo ÜT. Übrigens ohne Rauschen und Brummen. Das nimmt mich emotional mit, das verstehe ich unter Musik.


    Ich habe auch eine röhrenphono mit headamp, die ganz vorzüglich klingt, hatte eine Avid solid stage mc und auch eine Tom Evans. Das war alles gut. Aber, siehe zweiter Absatz.


    Fände es gut wenn mit dieser Diskussion jetzt schluss wäre. Denn die Wahrheit kennen weder du noch ich.


    Grüße Merten.