Posts by QAE

    Hallo Dieter,


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    Hallo QAE.


    Wie ist denn die Bezeichnung von jenem Modell, und ist da tatsächlich der HT einfach so obendrauf gesetzt ?


    Gruss,
    Dieter


    Ja, einfach so obendrauf gesetzt..
    Wie schon geschrieben heißt das Model "Linaeum Tower" und war einer von 3 Lautsprechern aus der Serie.
    Das große 10" Model ist auch aufgetaucht, aber da fehlt einer der Hochtöner. Vielleicht taucht der noch auf.


    [Blocked Image: http://imageshack.us/a/img827/4277/12928940.jpg]


    Gruß
    QAE

    Während unseres Umbaus kam ich auf die Idee mal auszumisten. Schon außerordentlich, was man so alles findet, und was sich alles ansammelt.


    Unter anderen habe ich 6! Paar noch verpackte originale Linaeum Tower Lautsprecher gefunden:


    [Blocked Image: http://imageshack.us/a/img28/1487/60814149.jpg]


    Ein Paar habe ich natürlich sofort ausgepackt und angeschlossen. Nichts auszusetzen oder irgendwelche Defekte. Das hat schon was...


    Gruß


    QAE

    Hallo Cay-Uwe,




    Die Sprungantwort ist nicht sonderlich gut geeignet, um einen Lautsprecher im Zeitbereich zu charakterisieren. Die Sprungantwort ist zudem Abhängig von der Trennfrequenz der Filter. So sieht eine hohe Trennung im Sprung zwar toll aus, aber man hat eben akustisch enorm viele Probleme mit der Abstrahlung und anderen Dingen. Um eine saubere Phase zu generieren braucht es nur eine saubere Amplitude und funktionierende Filter. Passt das alles, dann fällt auch die Phase sauber und ohne Sprünge ab. Das muss auch so sein, weil die Phasenfunktion direkt in der Wellenfunktion steht, wo auch die Amplitude zu finden ist. Phase und Amplitude hängen also mathematisch zusammen. Vielen ist das unklar was ich immer wieder in Seminaren erlebe. Mit FIR Filtern kann man aber Amplitude und Phase getrennt optimieren. Allerding nimmt man dann ein Delay in Kauf. Daheim kein Problem. Live schon. Deshalb laufen die Bässe dann meist über IIR Filter.


    Hier mal ein Beispiel eines Lautsprechers, der ähnlich deinem bis 50Hz reicht, und bei 7k Hz getrennt wird. Einmal mit einem Filter erster Ordnung und dann mit einem Filter 3. Ordnung.


    SPL und Filter (1. Ordnung):


    [Blocked Image: http://imageshack.us/a/img692/8471/spl1st.png
    SPL und Filter (3. Ordnung):


    [Blocked Image: http://imageshack.us/a/img526/8427/spl3rd.png
    Das sich ideale Filter 3. Ordnung nicht perfekt sauber addieren sollte klar sein. Das anzupassen und zu korrigieren ist aber kein Problem. Hier geht es nur um das Beispiel.


    Die Phasenfunktionen (minimal):


    [Blocked Image: http://imageshack.us/a/img707/374/phase.png
    Wie man sieht verläuft auch die Phase beim Filter 3. Ordnung sauber. Der Schlenker entsteht durch kleine Variation der Amplitude. Hier sieht man auch, das SPL Änderungen Phasenänderungen hervorrufen. Die Phase die du zeigst ist auch eine errechnete Minimalphase.




    Und nun habe ich noch den Sprung errechnet:


    [Blocked Image: http://imageshack.us/a/img13/6593/stepc.png]


    Die Unterschiede sind enorm gering. Wie schon erwähnt hängt der Sprung unter anderem ab von der Trennfrequenz. Steile Filter haben darüberhinaus viele Vorteile. Hier mal ein Beispiel eines kleinen Regallautsprechers. Einmal mit tiefer Trennung (SPL XT)und einmal mit hoher Trennung (SPL MK2):


    [Blocked Image: http://imageshack.us/a/img26/7500/stepct.png
    Man sollte nun meinen die Blaue Kurve (hohe Trennung) klingt besser oder "Zeitrichtiger", weil die Spitzen näher beisammen liegen. Das Gegenteil ist aber der Fall.


    Das liegt vor allem daran, das tiefe Trennungen ein besseres Rundstrahlverhalten mitbringen. Die steilen Filter ermöglichen einen kleinen Überlappungsbereich, was Intermodulationsverzerrungen oder Verzerrungen allgemein verringert. Auch das Abstrahlverhalten verbessert sich, weil der Bereich der Trennung, in dem 3 virtuelle Chassis abstrahlen, klein ist.



    http://img600.imageshack.us/fl…f=Pct0hxfqancaroborbqqiey

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    Erst nach unten ( hier nicht gezeigt ) weißt der Lautsprecher insbesondere im Bereich von 3 - 5 kHz Einbrüche auf, die aber für einen Lautsprecher mit dieser Chassisanordnung normal ist. Da dies weit unterhalb der Hörachse geschieht ( in Bodenhöhe ) ist es für die Praxis nicht relevant.


    Genau dieser Bereich ist aber Relevant, weil die Bodenreflexion oft die erste Reflexion ist, die am Ohr ankommt. Gerade diese ist dominant. Selbst ein Teppich kann keine Nebenkeule absorbieren.


    Die Winkelsimulationen betrachte ich wie Tonfeile eher kritisch. Das Programm schafft einen guten Überblick, aber eine Messung wäre bei dieser Abstimmung auch meines Erachtens sehr wichtig. Ich finde prüfende Messungen im Raum in Ordnung, aber für die Entwicklung eignen sich Freifeldmessungen doch besser, um gerade auch den Bereich der Filterung zu optimieren.



    Ich habe hier die Möglichkeit amn einem Controller zwischen IIR und FIR umzuschalten. Ich habe das auch so schon öfters erwähnt. Wenn der Lautsprecher von Haus aus gut ist, dann sind die Unterschiede marginal. Im Bass kann man bei bekannten Stücken eine Verbesserung "vermuten", aber auch das nicht immer und zuverläsig. Letztendlich optimiert man auf einen Punkt im Raum hin. Verlässt man diesem Bereich ist alles sowieso hinfällig.


    In unseren ausführlichen und langen Entwicklungsberichten zum Seismic und zur Focus XT kann man viel über diese Dinge (Messtechnik und Lautsprechertechnik)nachlesen.



    Gruß


    QAE

    Hallo zusammen,



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    Natürlich wird die Einstellung des Sub mit Hilfe von Messungen stattfinden. Ob wir als erfahrene Sachkundige deinen Ansprüchen genügen würden bezweifel ich, aber wir bekommen das schon hin


    Ich habe das bewußt geschrieben, weil viele Leute oftmals soviel rumdrehen, dass das Ergebniss schlechter wird wie die Ausgangslage. Es ist völlig egal, ob das Ergebniss meinen Ansprüchen genügt, solange es ok ist und es gefällt.



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    Der Hauptlautsprecher wird nicht über das Modul laufen. Er hängt an seinem Pre-Out, der über einen Kondensator einen Hochpass bekommt


    Das wird schwierig anzupassen, ist aber nicht unmöglich.


    Gruß


    QAE

    Hallo zusammen,

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    Sehr wichtig ist aber auch eine saubere Tiefpaßfilterung sowie eine Hochpaßfilterung (Subsonic), die unterhalb 15-40 Hz (einstellbar) steil filtert (akustisch 36db/okt). Auch die saubere Hochpaßfilterung des Hauptlautsprechers ist sehr wichtig - dieser gibt i. d. R. die Übergangsfrequenz vor (in Kombination mit seiner Aufstellung)

    Umso steiler und tiefer der Filter, umso stärker steigt die Gruppenlaufzeit. Dann lieber flacher Filter und mehr Membranfläche. Den Hauplautsprecher kann man nur Hochpassfiltern, wenn das Modul das kann oder eben gleich ein DSP kaufen.

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    Eine Stereoversion für den Subwoofer bringt nur dann Vorteile, wenn knapp unterhalb von 100Hz oder darüber getrennt wird (wegen der Ortbarkeit).

    So wie Eugen es schon sagt können 2 oder 4 Subwoofer den Raum homogener anregen. Bei Einsatz eines Stereosubsystems sollte man es eher so sehen, dass die vorhandenen Lautsprecher einfach um einen weiteren Weg erweitert werden (wenn die bestehenden Lautsprecher auch gefiltert werden). Zudem kann man so auch noch den DSP für die bestehenden Lautsprecher nutzen, falls nötig und gewünscht.

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    Anzustreben ist immer ein Mono-Betrieb und ecknahe Aufstellung in nur einer Ecke, damit sich der Bass nicht durch Inteferenzen an zu vielen Stellen auslöscht

    Eine Aufstellung in der Ecke regt so ziemlich alle Moden an. Das sollte man vermeiden, wenn man keinen prefekt optimierten Hörraum besitzt. Unterhalb der Schröderfrequenz bildet sich ein Modenfeld. Jeder normale Hörraum weist eine Schröderfrequenz über dem typischen Einsatzbereich eines Subwoofers auf. Da ist die Sachlage etwas komlizierter wie einfache Interferenz.


    Wenn man die Möglichkeit hat, dann ist eine Multisublösung immer vorzuziehen. Allerdings ist es auch so, dass gerade in Verbindnung mit einem DSP die Anpassung der Subs an das bestehende Systems durch einen erfahrenen Sachkundigen mithilfe von Messtechnik enorm wichtig ist. Viele "Knöpfe" bedeuten viele verschiedene Einstellungen. Gerade Anfänger oder Einsteiger verschlimmern die Lage durch übermäßiges EQ'ing oder unsachgemäßen Filterungen.



    Das ist auch oft der Grund warum DSP so oft verteufelt werden. Ich kenne keinen, der nach ordentlicher Einmessung wieder auf den DSP verzichten wollte.


    Gruß


    QAE

    Hallo AK,



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    Ich gehe aber davon aus, das es von
    http://www.admnet.de/menu_ger.htm
    wo ich 1994 mein Meßsystem erworben hatte, früher oder später entsprechendes Material wie Featurebox, Meß-Mikrofon und die entsprechende Software (App) für das I-phone und I-pad für professionelle Messungen geben wird.


    Weshalb sollte jemand das machen? Es gibt für solche Anwendungen professionelle Handheld Analyzer von B&K, NTI etc...


    Gerade die Geräte von NTI sind auch für den amitionierten Hifihörer interessant. Wenn man bedenkt, was nur das IPhone ohne Zubehör kostet...



    Gruß


    QAE

    Hallo zusammen,



    Ich kann mich leider nur der Aussage von reneg anschließen. Ich habe mehrre Apps ausprobiert. Meist ist nicht die Software, sondern vielmehr die Hardware das Problem. Das nächste Problem ist die Qualität des Anregungssignals. Die Ausgabequalität der Smartphones läßt da einfach einiges zu Wünschen übrig.


    BEsser ist ein alter Laptop mit kalibreirter Soundkarte und Arta oder REW. Günstig und professionell.




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    Unter anderem betreue ich einen Prüfstand an dem die Schallemissionen der Produkte ermittelt werden.
    Wir verwenden zur Messung Hard- und Software der Firma Brüel & Kjaer.


    Dafür eignen sich besonders gut akustische Kameras, welche den Störenfried einfach und sicher lokalisieren können.



    Gruß


    QAE

    Hallo AK,


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    Jetzt weiß ich aber, das ich besonders empfindlich darauf reagiere, wenn bei einer HiFi-Hette der linke oder rechte Kanal die Phase invertiert


    So kann die Wedergabe nicht richtig funktionieren. Ich kenn auch niemanden der das macht oder so hört. Das ist auch kein Mittel gegen schlechte raumakustische Situationen.


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    Die absolute Phase wiederum ist für mich kaum wahrnehmbar


    Wenn man beide Lautsprecher verpolt, dann kann man keinen Unterschied wahrnehmen. Eine Phasenverschiebung die beide Lautsprecher betrifft ist nicht wahrnehmbar. Ob die Phase insgesamt nun um 180° oder um 10000° verschoben wird ist beim Hören egal. Im Heimkinobetrieb wäre so ein "Delay" nicht mehr egal, weswegen man ja auch den Fernseher verzögern kann.



    Die Phase wird oft überschätzt oder überbewertet. Beispiel: Man nehme einen ordentlichen Lautsprecher her. Nun hört man einmal normal und ein zweites mal mit einer per FIR Filter linearisierten Phase. Der Unterschied ist sehr gering bis überhaupt nicht wahrnehmbar.



    Da Schalldruck und Phase in der selben Funktion stehen und damit zusammenhängen bedingen Schalldruckschwankungen Phasensprünge oder Welligkeiten in der Funktion. Die Phase läßt sich nur mit FIR Filtern getrennt von der Amplitude bearbeiten.


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    Kann es sein, das alle Hörer, die bei invertierendem Betrieb nur eines Kanals unempfindlich reagieren, auch einen Dipolstrahler bevorzugen würden gegenüber klassischen geschlossenen oder Bassreflex Konstruktionen?


    Ich denke so einfach läßt sich das nicht beantworten. Was aber auffällt ist , das geübte oder geschulte Hörer meist die selbe Abstrahlcharakteristik bevorzugen. So mögen viele Dioplfans auch gerichtete Lautsprecher wie Hörner oder eng abstrahlende Breitbänder, hingegen breiter abstrahlende Konstruktionen weniger. Andersrum genauso. Ob man das jetzt aber Charakterisieren kann weiß ich nicht, und halte das auch nicht für nötig. Der persönliche Geschmack läßt sich selbst bei neutralen Bewertern nicht ausknipsen.


    Gruß


    QAE

    Hallo AK,

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    Ich bin mir aber fast sicher, daß das Gehäuse des HB-1 einem klassischen MDF- Preßspan- oder Multiplexgehäuse mit 16-30 mm Wandungsstärke sehr deutlich überlegen ist, weil bei einem gehörmäßigem Stethoskoptest eindeutig festzustellen war, das die Schallanteile bei sehr dünner Wandungsstärke noch klar artikuliert sind, bei dickerer Wandungsstärke der Schallpegel etwas geringer war, aber das Schallsignal bis zur Unkenntlichkeit verfälscht war durch stark ausgeprägte Resonanzstellen im Stimmbereich.


    Das Stethoskop hat genau das gezeigt was zu erwarten war. Eine dünne Wand lässt einfach viel breitbandiger Schallanteile durch. Die Dicke Wand dämpft Höhen und Mitten viel heftiger. Das hat aber nichts mit Resonanzstellen zu tun. Die Frage ist was wirklich besser ist. Wenn das Gehäuse nicht mit abstrahlt, oder wenn das Gehäuse abstrahlt, was zu Interferenz und Intermodulationen führt. Ein Lautsprecher ist schließlich kein Instrument. Er soll es "nur" möglichst gut wiedergeben.


    Natürlich muss der Lautsprecher neben technischen Details auch den Geschmack des Hörers treffen. Das ist wieder was anderes, denn manche mögen es Verzerrt was nicht schlimm ist.

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    gibt ja sogar welche ohne verfälschendes Boxengehäuse..bloss wo bei diesen Systemen der Tiefbass herkommen soll


    Weshalb sollte da kein Bass entstehen. Es bewegt sich eine Membran, und die produziert Druck. Das Wort "akustischer Kurzschluss", welchen es so nicht gibt, hat sich mittlerweile stark in die Köpfe eingebrannt. Ein Dipol produziert genauso Schalldruck wie jeder andere Lautsprecher auch, nur genau bei 90° entsteht eben eine totale Auslöschung, oder rechnerisch eine 0, durch Interferenz. Dazwischen wird das Signal lediglich leiser, waraus die 8 förmige Abstrahlcharakteristik entsteht.



    Gruß


    QAE

    Hallo,

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    Zumindest bei den Analoghörern und die wissen auch warum

    Darf man denn erfahren welches Wissen denn da vorherrscht?

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    Daß man nicht 100% nachbilden muß bzw. kann, ist logisch, da man ja aktiv ganz andere Schaltungstopologien verwendet. Trotzdem muß man die vorher passiv ausgeführten Frequenzgangkorrekturen zu 100% aktiv übernehmen (sofern es keine Fehlkonstruktion war), also vor der Endstufe ausführen, oder man hat nicht mehr den gleichen Frequenzgang der ursprünglichen Passiv-Version.

    Eben nicht. Du gehst immer genau von dem Punkt aus, den Hubert dir schon nannte. Mit einem DSP habe ich praktisch keinerlei Beschränkungen. Trennfrequenz und Filter und Korrekturen sind beliebig. Die Einmessung im Raum bildet dann noch das Tüpfelchen vom I.

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    Wenn das Verbannen der Wiedergabeelektronik incl. Vor- und Endverstärker aus dem Hörraum schon eine hörbare Verbesserung bewirkt

    Auf das möchte ich nicht eingehen, denn es gleicht einer Diskussion über Kabelklang. Ich hatte bei uns noch niemanden, der das im Blindtest geschafft hat. Es gibt einem vielleicht ein gutes Gefühl, was auch in Ordnung ist, aber eine Veränderung wie bei einem Dreh am EQ der reproduzierbar herausgehört werden kann ergab sich bei uns noch nicht. Und selbst bei EQ's tun sich viele sehr schwer. Bei Endverstärkern mit Lüfter sehe ich das ein.

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    Klangbild "zerrissen" sei, besonders dann, wenn eine der Trennfrequenzen innerhalb des Bereichs von Gesangsstimmen liegt

    Bei der Übernahmefrequenz spielen 3 virtuelle Quellen. Mitteltöner, Hochtöner und die virtuelle Quelle dazwischen, die wandert. Von "zerissen" kann keine Rede sein. Überlegt man sich jetzt noch wie sich der Hörabstand zum Abstand der Quellen verhält ist die Sache eigentlich eindeutig. Vorausgesetzt, man sitzt vor einem funktionierenden, sauber entwickeltem Lautsprecher.


    Visualisierung eines 2 Wege Lautsprechers im Übernahmebereich:
    http://imageshack.us/clip/my-v…0hxfqancaroborbqqiey.mp4/


    Gruß


    QAE

    Hallo AK,


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    Bestehende Passiv-Konzepte können nur "aktiviert" werden, wenn auch die passiv ausgeführten Frequenzgangkorrekturen zu 100% aktiv übernommen werden


    Das ist so nicht richtig. Ich muss nicht 100% nachbilden. Ich kann ganz anders filtern. Das bleibt dem Anwender überlassen. Allerdings muss er sich mit Messtechnik und DSP Systemen auseinandersetzen. Und das ist in High End Kreisen ja Teufelszeug :) .


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    Aktiv-Elektronik innerhalb des Gehäuses - ein Auslagern bringt meistens bereits ohne weitere Maßnahmen schon deutliche Vorteile


    Man kann die Elektronik kapseln. Moderne Module sind Luftdicht und völlig unproblematishc im Lautsprecher zu benutzen. Ohne klangliche Nachteile.



    Gruß


    QAE

    Hallo zusammen,



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    Mir scheint, das ist eine unzulässige Pauschalisierung ;) Richtiger ist sicherlich, dass es nicht mit jedem Tief-,m MIttel-, Hochtöner funktioniert, man muss halt suchen ... Die Resonanzen scheint amn auch bekämpfen zu können (wenn ich mir diverse Threads im Unterforum Myro im open-end-Forum ansehe).


    Ist keine Pauschalisiereung. Jedes Material bricht auf. Paier schwabbelt um einiges mehr, aber man sieht es in der Amplitude nicht so stark. Kolbenförmige Schwingungen gibts im jeweiligen Passband nur untenrum.


    Mach mal bei solchen Dingern eine Klirrmessung, dann weißt du was ich meine.


    Gruß


    QAE

    Hallo zusammen,


    Aus technischer Sicht gibt es keinen Grund mehr noch passive Weichen zu benutzen. Die Vorteile von vollaktiven DSP Systemen sind enorm. Gerade die Möglichkeit die Schweinerein des Raumes zu mildern sind nur so möglich.


    Dennoch muss auch zwischen verschiedenen Aktivversionen unterschieden werden:


    - Aktivvariante 1: Es wird nur ein Verstärkermodul eingebaut. Die Weiche bleibt dabei passiv


    - Aktivvariante 2: Jedes Chassis wird separat mit einer aktiven Weiche und Endstufe versorgt


    - Aktivvariante 3: Jedes Chassis hat eigenen Verstärker. Digitaler und voll einstellbarer DSP


    Varainte 3 ist momentan das Maß der Dinge. Alle Parameter lassen sich einfach und nach Bedürfniss einstellen. Auch der mechanischer Versatz zwischen den Chassis läßt sich regeln.

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    ALLE auf dem Markt verfügbaren Aktiv-Lautsprecher auf die Sprungantwort hin gemessen.


    Die Sprungantwort besitzt bei Lautsprechern nicht wirklich eine Aussagekraft. Sie wird aber gerne hergenommen um das zeitliche Verhalten zu schildern. Letztendlich ist die Sprungantwort aber nur abhängig von der Breitbandigkeit und der Anzahl der gefilterten Wege. Alle Breitbänder die einen weiten Einsatzbereich zeigen deshalb einen tollen Sprung. Das nutzen natürlich viele als Werbeargument aus.


    Mit einem FIR Filter kann ich auch Mehrwegesysteme mit einem absolut perfektem Sprung "ausstatten". Das ist kein Problem. Ich könnte auch noch die Phase komplett linearisieren. Geht alles ohne großen Aufwand.

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    dass nur 6-db-Weichen ein geringe Phasenverschiebung zur Folge haben


    Das stimmt so zwar, dafür haben aber 6bB Weichen andere Probleme. Der Überlappungsberich ist groß, und das bedeutet das die Treiber in Bereichen arbeiten müssen, für den sie nicht bestimmt sind. Der Hochtöner muss mehr Hubarbeit machen und der Tiefmitteltöner überträgt bis weit in den Hochtonbereich. Zeigt der Tieftöner dann noch resonantes Verhalten im Übertragungsbereich wirds eine Katastrophe.


    Wichtig bei einer Entwicklung ist, das die Phase stetig und gleichmäßig fällt. Wenn die Weiche im Überlappungsbereich sauber arbeitet und die Addition ordentlich ist, dann ist dieses Kriterium erfüllt.


    Zum Thema linearphasig:


    Wir hatten hier auch schon diverse Versuche gestartet. Mit einem FIR Controller kann man zwischen einem linearphasigen und einem normalen Phasenverlauf umschalten. Nach vielen hin und her war der Unterschied nicht wirklich groß. Fast keiner hat den Unterschied gehört. Mit viel Anstrengung kann man Unterschiede im Bassbereich hören oder eher erahnen...


    Die ganze Technik setzt natürlich Know How von Seiten der Hersteller vorraus. Die meisten haben aber keinen Entwicklungsingenieur mehr im Haus, der sich mit sowas auseinandersetzt. Wäre da anders hätte ich oder Kollege Fink keine Arbeit.


    Ein anderer Grund für die immer noch vorherrschende Passivtechnik ist die Tatsache das der Kunde hier noch oder tiefgündiges Know-How und Messtechnik in der Lage ist an der Anlage mit Kabeln etc. herumzutesten. Das wollen viele nicht aufgeben, was auch in Ordnung ist.


    Dennoch hatte noch keinen Kunden, der nicht von einem vollaktiven Betrieb überzeugt war, wenn man ihm die Möglichkeiten verständlich klarmacht.


    Gruß


    QAE

    Hallo,


    Den aktuellsten sieht man oben auf dem Foto. Die Frontplatte würde ich heute aber auch nicht mehr so fertigen lassen, aber das ist ja das kleinste Problem. Kenwood hat nach eigenen Vorgaben fertigen lassen.



    Ich mag den "Sound" der Kleinen. Das Abstrahlverhalten ist auch vorzüglich und mit Hilfe eines DSP ist das Problem des Superhochtons auch keines mehr. Ich hätte diese Treiber gerne für unser DIY Koax-Horn benutzt, aber extra ein Los für dieses Projekt zu fertigen lohnt leider nicht.



    Gruß


    QAE

    Hallo Wolfgang,



    So ganz stimmt der vorherige Post nicht. Das Patent wurde nicht ganz verkauft, sondern nur für Produktionszwecke "verkauft", was üblich ist. Aurasound Inc. war nie Pleite, sondern es gab in den letzten Jahren mehrere Wechsel der Investoren, was für Verwirrung sorgte. Die komplette Produktpalette von Aurasound Inc. wird auch seit Jahren in China hergestellt. Mittlerweile im eigenen Werk.


    Der Grund warum der Aurasound Hochtöner nicht mehr gefertigt wird, liegt ganz einfach an der geringen Nachfrage der OEM Kunden. Es besteht kein Interesse. Das hat mehrere Gründe. Der Hochtöner verliert schnell Pegel im Superhochtonbereich. Das lässt sich leider nicht verhindern. Auch wir haben da schon viel rumprobiert. Weiterhin ist der Hochtöner nicht tief trennbar.


    Diese zwei Gründe reichen den Herstellern aus, um eher auf ein anderes Produkt umzusteigen, denn ein Lautsprecher ohne Superhochtonbereich lässt sich nicht verkaufen.


    Hier mal ein Bild:


    [Blocked Image: http://img822.imageshack.us/img822/3229/57077463.jpg
    Das horizontale Abstrahlverhalten ist enorm gut. Auch im Hochtonbereich:


    [Blocked Image: http://img18.imageshack.us/img18/2070/ntldir2norm.jpg]


    Wenn die Nachfrage wieder steigen sollte, dann wird der Hochtöner natürlich wieder produziert.



    Gruß


    QAE