Posts by Eiserner Walti

    In eigener Sache, deshalb oT, könnte ggF. aber auch für Matej von Interesse sein!


    Aufgabenstellung: Empfang eines rel. schwachen Senders (auf 89,6MHz) inmitten einer Großstadt, umgeben von starken Ortssenden.


    Problem: Meine Wunsch-Tuner vertragen kein großes Summensignal und somit erst recht keine Verstärkung.

    • Lösungsansatz: Übersteuerungsfester Tuner. Problem: Habe aber noch keinen gefunden der in allen Belangen meinen Ansprüchen entspricht

    Für mich somit praktikable Lösung: Eine leistungsfähige Kanalantenne für 90 MHz. Nimmt mal den ersten ärgsten Dampf des oberen UKW-Bereiches, vor allem der "Störsender" Radio Energy (nomen est omen) :D auf 104,2 MHz ist mal weg.

    • Problem: Es wird dadurch nicht nur der Wunschsender, sondern auch die rund um diese Frequenz liegenden Ortssender verstärkt - bisheriger Status Quo

    Lösung: Sperrkeis...

    • Problem: Dämpfung auch der Zielfrequenz und somit eine negative Bilanz

    Löstung: gezielte Verstärkung...

    • Problem: :?:kann ich noch nicht sagen. Bin nämlich noch nicht dazugekommen es am Tuner testen

    Aber auf jeden Fall habe ich heute schon mal gezaubert - hier ein kurzer Bericht davon:


    Zuerst habe ich den 6fach Sperrkeis optimiert. 3 Trägersperren unterhalb und 3 oberhalb von 89,6 MHz habe platziert:

    IMG_0383.JPG

    1. Tal: 87,5 MHz -12dB

    1. Spitze: 89,6 MHz -3,5dB (der geringste mögliche Dämfungswert)

    2. Tal: 95,0 MHz -20dB

    2. Spitze: 100 MHz -3dB (ist aber ohne Belang)


    Nun habe ich den regelbaren und schmalbandigen Verstärker (den ich von Herrn Heimann habe) der ebenfalls einen Sperrkreis enthaltet konfiguriert:

    IMG_0384.JPG

    1. Spitze: 86,7 MHz +17,5dB

    1. Tal: 88,3 MHz +12dB

    2. Spitze: 89,6 MHz +16dB

    2ter Talbeginn (siehe Marker) ab 92 MHz +10dB


    Nun zur Kombi aus Verstärker und Sperrkreis:

    IMG_0382.JPG

    1. Tal: 87,8 MHz +5dB bei geringster Verstärkung

    1. Spitze: 89,6 MHz +10dB

    2. Tal: bereits bei 91 (!) MHz +4dB ab dann Sturz ins Bodenlose


    Herzlich bedanken möchte ich mich für die dazugehörigen Denkanstöße bei den...


    Forumsmitgliedern Matej und Holger

    und weiters bei Hugo (Herrn Heimann er erhält von mir noch einen Link zu diesem Beitrag) und Herr Martens (er liest eh des öfteren hier mit :D)


    Liebe Grüße aus Wien,

    Walte

    Hallo Matej,


    hier nun wie versprochen mein Bericht zum Test mit dem Sperrkreis:

    IMG_0358.JPG

    Antenne habe ich direkt auf den "Störsender" auf 104,2 Mhz hier noch ohne Sperrkreis, gerichtet. Die Linie dient als Orientierung (65dBµV)


    IMG_0361.JPG

    3 Sperrkreise auf 104,2 MHz (Sperrtiefe ~18dB) und 3 Sperrkreise auf Max außerhalb des Bandes ~113 MHz

    IMG_0360.JPG

    Ergebnis an der Antenne


    IMG_0362.JPG

    So schaut es aus, wenn alle 6 Sperrkreise auf die Zielfrequenz eingestellt wurden (Sperrtiefe 23dB)


    IMG_0365.JPG

    oT.: meine 7El 90 MHz Langyagi "schaut" zwangsläufig in Richtung , resp. am "Störsender" vorbei. Bitte mit dem ersten Bild aus der Serie vergleichen.


    IMG_0364.JPG

    oT.: Als Ergänzung noch ein Foto von den Messergebissen, wenn die 5El genau auf den NNW gelegenen Ortssender Kahlenberg ausgerichtet wurde.


    Viele Grüße,

    Walter

    Hallo Matej,

    Ich bin am überlegen ob ich nicht doch mal so ein Filter für die Antenne teste. Jetzt habe ich die Frequenz von 104,5 MHz im Auge - mit 3 Sperrkreisen auf 16,5 dB - ginge das?

    heute Abend werde ich das mal checken. Poste hier dann ein paar vorher/nachher-Bilder (aus meiner Empfangslage) Ich habe nämlich eh ein ein Kilometer entferntes und mit 1 kW sendendes "Problemkind" auf 104,2 MHz.


    Bild03.jpg

    Blaues Quadrat = Empfängerstandort


    Viele Grüße,

    Walter

    Hallo Matej,


    hier wie versprochen mein Bericht über den Grundig T-7500: Der Klang ist absolut phänomenal - als, ob man selber mitten im Radiostudio steht :) Es gibt keinen Unterschied zum T-900X. Auch das, scheinbar von den Lautsprechern losgelöste, Stereorauschen (das zumindest bei schwachem Empfang meines Wunschsender auftritt) konnte ich feststellen.


    Die Stereoempfindlichkeit ist, zumindest bei meinen Tests mit einem regelbaren Dämpfungsglied ein bisschen höher, als bei den Grundig Boliden. Die Monoempfindlichkeit dürfte hingegen in etwa gleich sein. Da mein Wunschsender heute zwar schwach aber stabil hereinkam konnte ich noch keinen echten echten Feldversuch unternehmen.


    Der Empfänger ist sehr schlank, und düfte Deiner Slimformat-Anforderung durchaus gerecht werden. Wenn Du willst, dann kann ich ihn Dir im Gegenzug zum testen mal zuschicken.


    Viele Grüße,

    Walter

    Hallo Matej,

    Hast du nicht auch so ein Gerät.

    nachdem eine Übersiedlung der Kerbfiltereinheit keinen Sinn macht (das ganze kann man simpel mit einem Sperrkreis realisieren), hole ich den Denon TU-767 bei der nächsten Deutschland-Fahrt aus Passau ab. Das wird aber erst im April sein :/

    Ich mache mal Fotos, kannste bei dir Nachschauen, ist genauso falsch gemacht wie bei meinem. Und wenn du das Ergebnis nicht glaubst - nächste Woche kommt der Kenwood KT-6040, ich schicke dir dann gerne meinen TU-767 zum testen.

    ja, gerne :) Alternativ kann ich Dir meinen Denon zum modifizieren zuschicken. Aber wie gesagt, bei mir dauert das halt noch ein kleines Weilchen :(


    Viele Grüße,

    Walter

    Hallo Marc,

    Die Sender erfolgt in üblichen 500kHz-Schritten; hier wäre mir eine höhere Auflösung in 250kHz-Schritten lieb gewesen

    meintest Du 50 und 25kHz-Schritte? Interessantes Gerät :)


    Auf einen Vergleich mit einem Grundig T-9000 wäre ich schon gespannt - sofern Du Dir jemals einen zulegen solltest. Der hat auch ein 5 Gang-Frontend und eine sehr präzise Messfunktion in dBµV.


    Viele Grüße,

    Walter

    Walter, schau nochmal nach: Die Bilder lassen sich nicht ansehen.

    Kann sein, dass ich versehentlich auf "Vorschau einfügen" geklickt habe. Hab die Moderation gebeten (der Ordnung halber) den Beitrag #315 zu löschen :)


    Hier noch einmal mein Posting... und hoffentlich funzt das diesmal mit den Bildern :)

    Alle sechs Sperren des Sperrkreises kann man natürlich auf diese eine Frequenz einstellen, was die Sperrtiefe erhöht.

    hattest Recht!8) Hier die dazugehörigen Messergebnisse:


    Generell: Die automatischen Marker habe ich auf 10MHz-Schritte und einen Manuellen auf 98MHz (Bildmitte) gesetzt

    Bild01: Kabel verbunden = 0dB

    Bild02: Alle 6 Sperrkreise rhythmisch übers Band verteilt: 88,92,96,100,104,108MHz

    Bild03: Ein Sperrkreis auf 98 MHz, Sperrdämpfung = 9 dB

    Bild04: 2 Sperrkreise = 14 dB

    Bild05: 3 Sperrkreise = 16,5 dB

    Bild06: 4 Sperrkreise = 20 dB

    Bild07: 5 Sperrkreise = 23 dB

    Bild08: 6 Sperrkreise = 25 dB

    Bild09: Alle Sperrkreise weg gedreht hoch auf ca 110MHz


    Alle Bilder wurden aufgenommen auf der Basis von 0dB (siehe Bild01). Bis ca Bildmitte entspricht jede Linie somit ~1dB je weiter darunter desto kleiner werden die Abstände.

    Gemessen habe ich aber dann für 3+4 Sperrkreise auf der Ausgangsbasis von 15dB. 5+6 Sperrkreise auf der Basis von 20dB.


    Die Durchgangsdämpfung liegt zwischen 2dB und 5dB, je nach aktueller Sperrkreiseinstellung.

    Bild01.JPGBild02.JPGBild03.JPGBild04.JPGBild05.JPGBild06.JPGBild07.JPGBild08.JPGBild09.JPG


    Viele Grüße,

    Walter