Posts by PlattenEbi

    Dies ist eine weitere RE aus der Serie Vinyl Me, Please - Classics

    und ist erst diesen Monat erschienen.


    Ich war von der B.B. King -RE aus dieser Serie so begeistert,

    dass ich mir diese RE natürlich auch sofort kaufen musste.


    Für mich ist dieses Album ein Allzeit-Blues-Klassiker und Highlight,

    den ich mir immer wieder sehr gerne anhöre.

    Ich habe von dem Album zwar ein US-Original von Stax,

    leider hat das Cover eine recht deutliche Lochung und an einigen Stellen

    gibt es schon mal den einen oder anderen leichten Knackser.

    So kam es mir sehr gelegen, dass es von dem Album endlich eine vernünftige RE gibt.

    Soweit mir bekannt ist, hat es seit der Veröffentlichung des Albums im Jahr 1969,

    nämlich noch keine RE mit dem originalen Cover-Design gegeben.






    Links die RE, rechts mein Original:




    Meine 180g Pressung ist einwandfrei und steckt in einer gefütterten Innenhülle.

    Das Album hat ein Hochglanz-Cover und es liegt ein kleines 16-seitiges Booklet bei.


    Die Sound-Qualität ist einfach nur super, keine Nebengeräusche oder Knistern

    und ist identisch zu meinem Original-Album.

    Ein fantastischer runder, warmer, analoger Stax-Sound,

    bei dem Stimme, Gitarre, Bass, Drums, Bläser und was sonst noch so an Instrumenten drauf ist,

    sehr gut aufeinander abgestimmt und abgemischt sind.

    Verzerrungsfreie Lautstärken sind bis zum Abwinken problemlos möglich.


    Kein Vergleich zu dem, was man über YouTube hören kann.

    Das ist nämlich der gleiche blecherne Mist,

    der auch auf meiner CD-Version des Albums von Fantasy US aus dem Jahr 1991 drauf ist.


    Vom musikalischen Inhalt dieses Albums möchte ich erst gar nicht anfangen zu schwärmen.



    Gruss

    Eberhard

    Clarence Frogman Henry


    Vor über fünf Jahren hatte ich ihn hier schon einmal

    mit seinem zweiten, von insgesamt drei "richtigen" Alben (also keine Compilation) vorgestellt.




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    Clarence "Frogman" Henry - Is Alive And Well...




    Roulette US 1970






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    Auf diesem Album hat der Frogman einige seiner alten Hits noch einmal

    im typischen New Orleans-Stil neu eingespielt.

    Der 1937 in New Orleans geborene Sänger hatte mit "Ain't Got No Home" , der ihm auch seinen Spitznamen

    einbrachte, seinen bekanntesten Hit.

    Im Laufe seines Musiker-Lebens spielte er schon mit Leuten wie z.B. Chuck Berry, den Beatles, Dr. John, Little Richard oder James Brown.

    Ich selbst konnte erleben, wie er auf dem New Orleans Jazz & Heritage Festival, trotz eines zuvor erlittenen Schlaganfalls,

    das Publikum mit diesem Song zum kochen brachte.

    War bei diesem schwül/warmen Wetter auch nicht weiter schwierig, man konnte dabei gar nicht so viel Bier nachschütten, wie man es wieder ausschwitzte.

    Das Album ist jedenfalls eine klasse New Orleans Rhythm & Blues - Scheibe.



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    Clarence Henry war mit seinen 82 Jahren letztes Jahr (2019) noch als Act auf dem

    50. New Orleans Jazz & Heritage Festival zu sehen und zu hören - einfach unkaputtbar

    dieser Frogman, dessen New Orleans Blues ich sehr gerne höre

    und ich ihn deswegen hier noch einmal in Erinnerung bringen möchte.


    Musikalisch ist er mir zum ersten Mal in dem Film "Diner" mit seinem Frosch-Song aufgefallen.

    Natürlich musste ich mir damals auch den Soundtrack zum Film besorgen,

    auf dem dieser Song (neben vielen anderen tollen Oldies) zu finden ist.




    Seine musikalische Hochphase hatte er zwischen Mitte der 50er bis Mitte der 60er,

    in der er eine ganze Reihe von Singles veröffentlichte.

    Sein hauptsächlicher Tätigkeitsbereich war allerdings nicht die Studio-Arbeit,

    sondern seine Live-Auftritte in den Clubs und Bars des French Quaters

    oder seine unzähligen Touren.

    Er muss damals drüben wohl so bekannt und beliebt gewesen sein,

    dass er 1964 mit seiner Band für die Beatles und 1965 für die Stones,

    bei deren US-Touren, als Vorgruppe und Opener mit dabei war.


    Vor fast 20 Jahren hatte ich das große Glück,

    ein perfekt erhaltenes und nahezu pressfrisches Exemplar seines ersten Albums

    aus dem Jahr 1961 zu erwerben.



    Clarence Henry - You Always Hurt The One You Love


    Argo US 1961





    Wer auf New Orleans Rhythm & Blues im Stil von Fats Domino steht,

    dem kann ich das Album nur wärmstens empfehlen.

    Auch die Klang-Qualität dieser Uralt-Aufnahmen ist sehr gut.


    Da auf dem Original-Album sein größter Hit leider nicht drauf ist,

    hab ich mir das Album dann noch mal als Japan-RE von P-Vine

    aus dem Jahr 1983, mit eben diesem Song als Bonus-Track zugelegt.

    Klanglich kann ich die beiden Versionen übrigens nicht unterscheiden.






    Ein drittes Album von ihm erschien vermutlich im Jahr 1977:



    Clarence Frogman Henry - Bourbon St. New Orleans


    CFH Records US 1977







    Dieses Album wurde auf dem eigenen Label von Clarence Henry veröffentlicht,

    der es auch produziert und arrangiert hat.

    Es gibt auf dem Album keine Angaben darüber, von wann es ist oder

    wann es aufgenommen wurde.

    Die Songs sind eine Mischung aus Standards, neu eingespielten, alten Songs vom ihm

    und Cover-Versionen bekannter Songs anderer Musiker, präsentiert in seinem typischen Stil.

    Schöner, z.T. fetziger New Orleans Rhythm & Blues, mit ein paar Schulzen dazwischen,

    die aber wunderbar dazu passen und insgesamt ein entspannendes Musikerlebnis ergeben.


    Zeitlich lässt sich das Album ungefähr dem Jahr 1977 zuordnen,

    da es eine Single-Auskopplung des Album aus diesem Jahr gibt

    und der Song "Easy" von den Commodors (geschrieben von Lionel Ritchie)

    ebenfalls aus 1977 stammt.



    Gruss

    Eberhard




    Ich liebe diesen Song:



    Hunger - Strictly From Hunger


    Now-Again Records US 2018







    Die Geschichte der Band und deren trauriges Ende ist recht abenteuerlich,

    voll mit Hoffnung, großen Erwartungen, Rückschlägen und Enttäuschungen.

    Sie ist ausführlich in dem 20-seitigen Booklet beschrieben,

    welches dieser Album-Version von Now-Again beiliegt

    und lässt sich nur sehr schlecht in eine Kurzform bringen.


    Nur so viel dazu an dieser Stelle:


    Eine Version ihres einzigen Albums wurde ohne dem Wissen der Band im Jahr 1969

    in kleiner Stückzahl von deren neuen Management veröffentlicht.

    Bei den Aufnahmen des Songmaterials, wurden verschiedene Versionen

    und Mixes hergestellt und ausgerechnet die schlechtesten davon (nach Ansicht der Band),

    waren auf dem Album und sehr zum Missfallen der Band, veröffentlicht worden.

    In den 1990ern tauchte dann unter mysteriösen Umständen,

    eine Testpressung dieser besseren Song-Varianten auf,

    die sich qualitativ deutlich von den Songs vom Original-Album von 1969

    unterscheiden sollen und nun auf diesem Album zu hören sind.

    Es kann aber auch sein, dass dieses Album eine Mischung aus beiden Alben ist,

    so ganz bin ich da nicht durchgestiegen.

    Egal wie seltsam die Geschichte der Band und ihres Albums auch sein mag,

    zu hören gibt es einfach nur super gute Rock-Musik der 60er Jahre,

    mit einem Hauch der Doors.


    Die Ausgabe ist auf 1000 Stück limitiert, handnummeriert und leider nicht ganz billig.


    Meine 125g Pressung ist leicht wellig,

    die Klang-Qualität ist unter Berücksichtigung der Umstände unter denen dieses Album

    entstanden ist, recht gut.



    Gruss

    Eberhard




    Neulich bin ich auf das Platten-Label Tiger Bay Records gestoßen

    welches ein Unter-Label von Song Cicle Records ist,

    einem Londoner Independent-Label, das seit 2015 existiert.


    Dem Profil von Tiger Bay kann man entnehmen,

    dass sich dieses Label auf luxuriöse und limitierte Vinyl-Ausgaben spezialisiert hat

    und dass sie eng mit den Musikern und den entsprechenden Labels zusammenarbeiten,

    um lizensierte Vinyl-REs mit remasterter, audiophiler Sound-Qualität anbieten zu können.


    Dies sind ja recht interessante Qualitäts-Ansprüche,

    dachte ich mir und das alles auch noch zu absolut fairen Preisen

    von um die € 20,00 und deutlich darunter.


    Eigentlich war mir schon von vornherein klar,

    dass dies nicht funktionieren kann: gute Qualität zu günstigen Preisen


    Aber alle Spekulationen halfen mir da auch nicht weiter,

    es musste halt ein Selbstversuch her.


    Gekauft habe ich mir deshalb:



    1. The Web - Fully Interlocking





    Dies ist das erste Album der brit. ProgBand aus dem Jahr 1968,

    damals produziert von Mike Vernon und von Tiger Bay 2017

    zum ersten Mal offiziell wiederveröffentlicht.

    Die anderen beiden Alben "Theraphosa Blondi" und "I Spider" hab ich bereits,

    daher kam mir die RE für € 16,50 sehr gelegen, um die Lücke noch zu füllen.



    2. The Wild Flowers





    Das Album ist eine Zusammenstellung von Songs der Band aus den 60er,,

    von verschiedenen Aufnahme-Sessions, welche damals nicht veröffentlicht worden sind

    und 1994 als CD das erste Mal der Öffentlichkeit zugängig gemacht worden sind.

    Mitglieder der "Wild Flowers" gründeten im Anschluss die beiden

    Bands "Caravan" und "Soft Machine".

    Tiger Bay hat dieses Album 2018 als Vinyl-Version rausgebracht.

    Dieses Album hatte ich bis dahin auch noch nicht

    und als alter Caravan-Fan, fand ich die € 18,00 für das Album sehr gut angelegt.



    3. Eddie Boyd Five Long Years





    Zu diesem fantastischen ersten Album von Eddie Boyd aus dem Jahr 1966,

    brauche ich sicherlich nichts zu sagen, da es bestimmt bekannt sein dürfte.

    Produziert wurde das Album damals von Lippmann & Rau,

    die das Album 1980 auf ihrem eigenen Label L + R Records,

    allerdings mit einem anderen Cover, nochmals veröffentlicht haben.

    Das Album hatte ich bereits als sehr gute NL-Originalpressung auf Fontana

    und ich war gespannt darauf, wie sich diese RE von 2017, als 45 RPM-Pressung für € 16,50,

    gegen mein Original klanglich schlagen würde.



    4. The Climax Chicago Blues Band







    Die RE ist 2019 erschienen und hat mich € 18,85 gekostet.

    Auf der RE sind drei Bonus-Songs vorhanden,

    welche aus der gleichen Aufnahme-Session stammen, wie die restlichen Songs.

    Dies ist das Debüt-Album der Band und für mich auch gleichzeitig ihr bestes Album.

    Auch von diesem Album habe ich ein Original aus dem Jahr 1969 von Parlophone, UK,

    in einem sehr guten Zustand.



    Es sind also zumindest zwei Originale vorhanden,

    mit denen ich die REs von Tiger Bay direkt vergleichen kann.


    Die REs haben 180g Pressungen, welche in gefütterten Innenhüllen stecken.

    Irgendwelche Beilagen oder sonstige Zugaben gibt es nicht.




    Zu 1:


    Ich weiss jetzt nicht mehr so genau, welches Album

    ich mir zuerst angehört habe, aber wenn es The Web gewesen wäre,

    hätte ich bestimmt laut geflucht:


    Mist, Mist, verdammter Obermist

    Ich habs doch gewusst

    Gut und günstig geht nicht!



    Denn mein Exemplar ist deutlich verwellt.

    Allerdings nur, wenn Seite 1 aufliegt.

    Liegt Seite 2 auf, kann ich so gut wie keine Welle erkennen.

    Das Cover sieht gut aus und die klanglich ist diese RE für mich völlig OK.



    Zu 2:


    Die Pressung ist bei mir fehlerfrei

    und steckt in einem sehr wertig erscheinenden Klapp-Cover.

    Die Songs wurden zwischen 1964 und 1969 aufgenommen (einer ist von 2003)

    und erzeugen bei mir den Eindruck, als wäre es ein "normales" Album.

    Auch dieses Album ist für klanglich (auch unter Berücksichtigung des Datums der Aufnahmen)

    völlig OK.



    Zu 3:


    Rein äußerlich unterscheiden sich Original und RE etwas im Detail:






    Klanglich ist das Original schon der absolute Hammer

    und es würde mich schon wundern, wenn da eine RE mithalten könnte.


    Die 45er RE kann das aber.


    Ich kann keinen klanglichen Unterschied zwischen den beiden Versionen heraushören.

    Presstechnisch hat die RE nur eine sehr geringe Welle, ansonsten ist sie völlig OK.



    Zu 4:


    Kurz und knackig gesagt:


    perfekte Pressung und wie bei Eddie Boyd,

    eine sehr gute Klang-Qualität, die ich nicht vom Original unterscheiden kann.

    Hohe Lautstärken sind ohne Verzerrung problemlos möglich.



    Mein Fazit zu Tiger Bay Records:



    Gut und günstig ist heute ganz offensichtlich doch noch möglich.

    Mit meinen REs des Label, bin ich (bis auf die eine wellige Seite) absolut zufrieden.




    Gruss

    Eberhard




    James "Thunderbird" Davis - Check Out Time


    Black Top / Demon Records UK 1989






    Der Sänger, Gitarrist und Songwriter James "Thunderbird" Davis (1938 - 1992),

    war ab Mitte der 50er professionell im Musikgeschäft tätig

    und konnte Anfang/Mitte der 60er ein paar Singles bei Duke veröffentlichen,

    welche allerdings für ihn nicht besonders erfolgreich waren.

    Die Cover-Versionen seiner Songs durch andere Musiker,

    waren da wahrscheinlich erfolgreicher.

    Hier ein Song von ihm aus dem Jahr 1964,

    welcher in der Version von Otis Rush auf dessen Album "Right Place, Wrong Time" zu finden ist.










    Auf Grund des ausbleibenden Erfolges, zog sich Davis immer mehr

    vom Musikgeschäft zurück, bis er ganz von der musikalischen Bildfläche

    verschwunden war.

    Erst einer aufwendigen Suche nach ihm durch die BlackTop-Leute

    ist es zu verdanken, dass Davis 1988 wieder im Blues-Zirkus aktiv wurde

    und 1989 sein erstes und einziges Album veröffentlicht wurde.

    Neben den bekannten Musikern der BlackTop-Truppe,

    waren auch vier Musiker-Kollegen aus seinen alten Dukes-Zeiten mit dabei

    (Grady Gaines, Earl King, Clarence Hollimon und Lloyd Lambert).


    Herausgekommen ist dabei ein locker-flockiges Blues/Rhythm&Blues-Album

    mit starker Bläser-Unterstützung, bei dem Davis ganz offensichtlich über die Jahre

    nichts von seiner Stimmkraft verloren hat.

    Auf dem ebenfalls sehr guten und auch von Black Top 1989 veröffentlichten

    Album "Healing Feeling" von Hubert Sumlin,

    ist er bei einigen Songs als Gast-Sänger zu hören.

    Musikalisch wars das dann schon von ihm,

    denn zwei Monate bevor James "Thunderbird" Davis sein zweitesAlbum aufnehmen sollte,

    verstarb er im Januar 1992 bei einem Live-Auftritt infolge eines Herzinfarktes auf der Bühne.



    Gruss

    Eberhard




    Es fing alles damit an,

    dass ich bei YouTube auf dieses Wahnsinns-Album gestossen bin:






    Ein fantastischer HardRock, der mich sofort begeistert hat.

    Von der Band Bullet und diesem Album hatte ich vorher allerdings

    noch nie was gehört.

    Also erstmal nach dem Album gesucht und siehe da, es ist nur auf CD erhältlich.


    Was dahinter steckt, ist Folgendes:


    Nach dem Album "Death Walks Behind You" verließen Paul Hammond

    und John Cann Atomic Rooster, um mit zwei weiteren Musikern die Band Bullet zu gründen.

    Es gab Auftritte und es wurden Songs für ein Album aufgenommen.

    Zwischenzeitlich veröffentlichte eine amerikanische Band gleichen Namens einen Song.

    Um rechtliche Auseinandersetzungen bezüglich des Bandnamens zu vermeiden,

    benannte sich die Band in Hard Stuff um.

    Bis zu ihrer Auflösung 1973, wurden zwei Alben veröffentlicht,

    wobei auf dem Debüt-Album acht Songs der Bullet-CD zu finden sind.

    Der nächste logische Schritt von mir war dann natürlich,

    ein entsprechendes Exemplar des Albums zu erwerben.

    Bei Preisen für ein sehr gut erhaltenes UK-Original von deutlich über € 100,-

    (selbst für damals billige Line-REs von 1983, werden schon deutlich über € 100,00 verlangt)

    habe ich mich dann für den Kauf einer RE von "Magic Box" aus dem Jahr 2019

    für € 19,00 zuzügl. Versand entschieden.


    Wer aber steckt hinter Magic Box Records, wo kommen die Platten her,

    wo wurden sie gepresst und was für eine Qualität bieten die ?


    Keine Ahnung !


    Aber was solls, bei dem Preis musste ich das einfach mal ausprobieren.



    Hard Stuff - Bulletproof


    Magic Box Records 2019







    Für die € 19,00 (zuzügl. Versand aus DE),

    bekommt man dann das Album mit der Reproduktion des originalen Klapp-Covers,

    es liegt ein kleines Poster bei und eine CD mit den Songs des Albums plus drei Bonus-Stücken.

    Die 145g Pressung steckt sogar in einer gefütterten Innenhülle.


    Die Klang-Qualität der LP ist völlig OK, hohe Lautstärken sind verzerrungsfrei möglich.

    Spiele ich das Ganze über die CD ab, hört sich das dann nicht mehr ganz so gut an.

    Der Sound ist heller und greller und neigt zu Verzerrung in den Höhen bei höherer Lautstärke.

    Über LP hört sich das Album für mich deutlich angenehmer an,

    ist aber letztendlich eine Frage des persönlichen Hörgeschmacks.


    Bis zu diesem Punkt ist das eine super RE und wirklich empfehlenswert,

    wäre da nicht auch noch die Press-Qualität zu bewerten.

    Und die ist bei meinem Exemplar leider nicht so gut,

    denn das Vinyl weist am Rand eine deutliche Welligkeit auf.

    Für mich ist völlig unverständlich,

    warum die Verantwortlichen von Magic Box so was abliefern.

    Das Drumherum ist toll gelungen, aber bei der Pressung hat man ganz offensichtlich gespart.

    Wer aber mit diesem Mangel leben kann,

    bekommt für einen recht überschaubaren Preis ein super RockAlbum geliefert.



    Und weil ich da schon mal dabei war,

    habe ich mir von Magic Box noch ein weiteres Album gekauft.



    Big Sleep - Bluebell Wood


    Magic Box 2019







    Seit vielen Jahren habe ich dieses Album aus dem Jahr 1971 bereits als deutsches Original auf Global

    und ich wollte mir schon immer mal auch das UK-Original auf Pegasus zulegen.

    Aber beim "Haben wollen" ist es bis jetzt immer geblieben,

    da mich die recht ambitionierten Preisvorstellungen der Verkäufer immer wieder abgeschreckt haben.






    Magic Box hat dann letztes Jahr eben diese UK-Version als RE rausgebracht.


    Die UK-Variante hat ein anderes Cover-Design und die Songs

    sind auf den LP-Seiten anders verteilt.

    Das Cover der RE ist gut gemacht, es liegt eine Beilage bei

    und die LP steckt in einer gefütterten Innenhülle, der Preis ist der gleiche wie bei Hard Stuff.

    Leider ist auch diese 140g Pressung bei mir, mit deutlichem Wellengang versehen.


    Klanglich ist diese RE für mich allerdings völlig OK.

    Der Sound ist gegenüber dem dt. Original etwas heller/klarer

    oder umgekehrt gesagt,

    mein Original hört sich gegenüber der RE etwas bedeckter an.


    Auch dies ist eigentlich eine gut gemachte RE, wäre da nicht der Wellen-Mangel.



    Gruss

    Eberhard




    Clear Blue Sky




    Vertigo DE 1970



    Ja, ja, ich weiss selber, dass es recht albern ist,

    hier ein Swirl-Album vorzustellen, welches im Original selten und teuer ist

    und auf der anderen Seite als RE nur von Akarma zu bekommen ist

    (wenn ich die RE aus Korea mal unberücksichtigt lasse).

    Zudem hat mich das Album damals nach dem Kauf nie so richtig umgehauen,

    obwohl da schon ein paar gute Songs drauf sind.


    Wie auch immer,

    neulich landete das Album, nach fast 20 Jahren Schlaf in der Vertigo-Kiste,

    dann doch mal wieder auf meinem Dreher.

    Und wie das manchmal so geht, auf einmal drehte sich dort ein ganz

    großartiges Rock-Album, welches ich völlig zu Unrecht die ganzen Jahre über

    unbeachtet gelassen hatte.


    Bis hierher ist das alles nur die Vorgeschichte zu dem Album,

    welches ich heute eigentlich vorstellen möchte.


    Nachdem ich meine Meinung zu ihrem Vertigo-Album

    nun deutlich geändert hatte,musste ich natürlich schauen,

    was es von der Band sonst noch so gibt.


    Nach dem Debüt-Album kam erstmal lange Zeit gar nichts mehr,

    bevor 1996, 2001 und 2007 drei weitere offizielle Studio-Alben auf CD

    veröffentlicht wurden, mit irgend so einem Space-Rock, der mich absolut nicht anmacht.


    Es gibt da allerdings noch ein weiteres Album auf Vinyl,

    welches inhaltlich/musikalisch an das Debüt-Album anknüpft

    und mir ausgesprochen gut gefällt.



    Clear Blue Sky - Destiny


    Saturn Records UK 1990






    Das Album enthält eine Zusammenstellung von Songs,

    die in einem Zeitraum von 1971 bis 1975 aufgenommen worden sind.

    Wie auch schon beim ersten Album,

    stammen auch hier sämtliche Songs vom Sänger und Gitarristen der Band, John Simms.

    So wie ich das sehe, wurde das Album als limitierte Ausgabe veröffentlicht

    und auf der Cover-Rückseite von John Simms signiert und nummeriert (meins ist die No. 320).

    Wer sonst noch so alles als Musiker bei den Aufnahmen mitgewirkt hat,

    ist nicht angegeben.


    Meine 120g Pressung ist einwandfrei,

    die Klang-Qualität könnte zwar etwas besser sein, ist aber noch ganz OK.

    Für mich ist nicht erkennbar, dass die Aufnahmen der Songs vier Jahre auseinander liegen,

    so gut passt alles zusammen.

    Das ist für mich ein klasse Rock-Album und für meinen Geschmack

    ein richtiges und vollwertiges Nachfolge-Album ihres 1970er Debüts.



    Gruss

    Eberhard




    Das erste Mal, dass ich von Troy Turner was gehört habe,

    war auf dem New Orleans Jazz & Heritage Festival 1991,

    wo er mit seiner Band auf einer der kleineren Bühnen auftrat.


    Was Turner und seine Band an diesem Tag spielten,

    gefiel mir sofort umwerfend gut, da sich dieser Blues den er da spielte,

    deutlich von der Musik der anderen Bands abhob, die wir an diesem Tag hörten.





    Turner wurde (je nach Quelle) entweder 1970 oder 1967

    in Baton Rouge, der Hauptstadt von Louisiana, geboren

    und von seinen Großeltern aufgezogen.

    Da seine Großmutter eine angesehene und religiös sehr engagierte

    Gospelsängerin war, fing Turner als Kind natürlich ebenfalls als Gospelsänger an,

    lernte in der Folge mehrere Instrumente und landete als Jugendlicher

    (natürlich gegen den Willen der Großmutter) bei Gitarre, Gesang und dem Blues.

    1988 ging er dann alleine nach New Orleans und baute sich durch sein Talent

    und seinen Fleiß (und natürlich auch durch ein paar entsprechende Kontakte)

    in sehr kurzer Zeit ein erstaunliches Renommee auf,

    welches 1990 mit seinem ersten Album einen ersten Höhepunkt hatte.

    Seit 1990 konnte er sieben Jahre hintereinander beim Jazz & Heritage Festival auftreten.



    Troy Turner - Teenage Blues In Baton Rouge


    King Snake Records US 1990






    King Snake Records war die Plattenfirma von Bob Greenlee,

    in dessen Studio in Florida das Album auch eingespielt wurde.

    Typisch für Greenlee war, dass er die Alben, die für sein Label aufgenommen wurden,

    auch produzierte und er als Musiker und Songwriter darauf mitwirkte.




    Obwohl Troy Turner aus Louisiana stammt, spielt er keinen klassischen

    New Orleans - oder SwampBlues, sondern einen frischen, modernen Blues.

    Auf dem Festival hörte er sich fast wie Steve Ray Vaughan an (weshalb wir dort

    überhaupt stehen geblieben sind), allerdings auch nur fast,

    denn sein Blues hat schon seine ganz eigene Note, die mir ausgesprochen gut gefällt.


    Leider gibt es auf YouTube nur einen einzigen Song des Albums zu hören

    und das ist ausgerechnet der langsamste und der untypischte Song.


    Bis heute hat Troy Turner noch drei weitere Alben veröffentlicht,

    welche allerdings nicht auf Vinyl erschienen sind.



    Zwischen den beiden Festival-Wochenenden wurden dann die musikalischen

    Impressionen, bei diversen Streifzügen durch die entsprechenden Lokalitäten,

    in harte Tonträger-Währung eingetauscht.




    Ihr braucht mich jetzt überhaupt nicht zu beneiden,

    denn das war alles andere als ein Vergnügen,

    sondern bei dem schwül-feucht-heissen Klima

    eine echte Plackerei, ganz schlimme Maloche, verbunden

    mit hohen finanziellen Belastungen.

    Mit einfachen Worten ausgedrückt: einfach nur grauenhaft :)


    Zum Glück gab es zwischen der ganzen harten Arbeit,

    dann doch noch den einen oder anderen Moment der Entspannung,

    bei dem das Leben einfach nur noch schön war.





    Gruss

    Eberhard




    Wäre ich ein kleiner Käfer,

    der gerade auf dem Rücken liegt,

    würde ich meinen Lautsprecher wahrscheinlich so sehen:






    Da ich aber der kleine Ebi bin,

    der gerade ganz andächtig vor seinem Lautsprecher kniet,

    sehe ich ihn halt so:





    Gruss

    Eberhard

    Soho Orange


    Huge Belly Records DE 2011







    Dies ist schon ein recht seltsames Album,

    denn Infos darüber und über die Band selbst, muss man sich

    stückchenweise zusammensuchen.

    Sicher ist, dass dieses Album 1971 in Schottland aufgenommen wurde,

    da diese Info auf dem Album drauf steht.

    Ansonsten gibt es keine Angaben auf dem Album,

    wer überhaupt zur Band gehörte, von wem die Songs stammen oder wer das Album produziert hat.


    Die Band wurde wohl 1970 in Glasgow gegründet und bestand

    mit wechselnder Besetzung bis ca. Mitte der 70er als reine Live-Band.

    Das Material des Albums wurde zwar 1971 im Studio eingespielt,

    aber damals nicht veröffentlicht.


    Zwischen 1989 und 1994 gab es ein kleines privates deutsches Label

    namens "Witch & Warlock", welches auch irgendwie mit "SPM Records",

    einem anderen deutschen Label aus der Zeit, zusammenhing.


    Und ausgerechnet auf "Witch & Warlock" wurde das Album (nachdem die als

    verschwunden geglaubten Bänder auf irgendeinem Schrank, in irgendeinen Schuppen

    in Schottland wiedergefunden wurden) 1989 zum ersten Mal, allerdings nur auf CD, veröffentlicht.


    Die Vinyl-Ausgabe erfolgte erst im Jahr 2011,

    wiederum auf einem winzigen, mir bis dahin völlig unbekannten, deutschen Label.


    Die 180g Pressung ist, bis auf einen minimalen Wellengang, absolut OK.

    Die Klang-Qualität ist zwar weit entfernt von audiophil, aber durchaus akzeptabel.


    Ansonsten gibt es keinen Hinweis darauf, wo die Pressung her stammt,

    es gibt keine Matrix/Zeichen in der Auslaufrille

    und erst recht keinen Hinweis auf die GEMA.


    Aber wen interessieren schon solche Nebensächlichkeiten,

    wenn man einfach nur guten, alten Rock/HardRock hören möchte ?


    Mich nicht !



    Gruss

    Eberhard




    Mit Fabio Treves stelle ich euch heute den einzigen italienischen

    Bluesmusiker vor, den ich in meiner Sammlung stehen habe.

    Treves wurde 1949 in Mailand geboren und ist bis heute noch

    aktiv im Musikgeschäft tätig.

    Anfänglich beschäftigter er sich mit einer ganzen Reihe von verschiedenen

    Instrumenten, bevor er sich dann in den 60ern auf Harmonica und Gesang

    konzentrierte, außerdem war und ist er als Songwriter tätig.

    1974 gründete er seine Treves Blues Band, die auch die erste italienische

    Blues Band überhaupt gewesen sein soll.

    Im Laufe seiner Karriere hat er bis heute mindestens 14 Alben (Solo oder

    mit der Treves Blues Band) veröffentlicht, wovon über die Hälfte allerdings

    nur auf CD erhältlich sind.

    Es ist für mich wirklich erstaunlich, mit wem Treves schon so alles

    an Blues-Größen (und sonstigen Musikern) zusammengespielt hat (Sunnyland Slim,

    Billy Branch, Alexis Korner, Sam Lay, Eddie Boyd ......), außerdem soll er der einzige

    italienische Musiker sein, der mit Frank Zappa zusammen auf der Bühne gestanden hat.

    Trotz dieses offensichtlich recht großen Bekanntheitsgrades in gewissen Regionen,

    wage ich mal zu behaupten, dass nicht besonders viele von euch ihn kennen werden.


    Das erste Album der Treves Blues Band (oder auch T.B.B. )

    erschien im Jahr 1976, wobei nicht weniger als 8 Musiker zur Band gehörten.



    Treves Blues Band


    Red Record Italy 1976






    Ein Song des Albums stammt von Nick Gravenites und ein anderer von Champion Jack Dupree,

    die restlichen sechs Songs sind von der Band.

    Auf dem Album konnte ich keinen Hinweis darauf finden, wer das Album produziert hat,

    deswegen gehe ich mal davon aus, dass es die Band selbst war.

    Zu hören gibt es dann so schöne Sachen, wie die 6-minütige

    Eigenkomposition "Everything It's Gonna Be Alright" oder den "Breakin' Boogie".










    Erst zwei Jahre später gab es ein weiteres Album von Treves,

    diesmal unter seinem eigenen Namen:



    Fabio Treves - The Country In The City


    Red Record Italy 1978






    Das Album ist diesmal rein akustisch.

    Begleitet wird Treves nur von zwei weiteren Musikern (Dobro, Gitarre, Mandoline

    Piano, Gesang), der das Album auch selbst produziert hat.

    Das Album ist halt völlig anders als der Vorgänger, aber auch sehr gut.

    Auch die Klang-Qualität ist richtig gut.

    Ein Song-Beispiel vom Album konnte ich nicht finden.



    Ende des Jahres 1979 erfolgte dann die Veröffentlichung des

    zweiten Albums der T.B.B.



    Treves Blues Band - Two


    Young Records Italy 1979






    Die neue T.B.B. bestand aus komplett anderen Musikern (bis auf Treves selbst)

    und auch ohne Bläser.

    Die Songs sind eine schöne Mischung aus Eigenkompositionen

    und Blues-Klassikern, produziert wurde das Album von der Band.

    Musikalisch ist das Album ein tolles HarpBlues/BluesRock - Album,

    zu dem es im Netz leider auch keine Song-Beispiele zu finden gibt.



    Ma kann es sich kaum vorstellen, aber das dritte Album der T.B.B.

    erschien unter dem künstlerisch extrem aufwendig gestalteten Titel "3".



    Treves Blues Band - 3


    Buscemi Record Italy 1985







    Nach "Two" gab es zwar 1980 noch ein Live-Album der T.B.B. mit Mike Bloomfield,

    welches ich allerdings nicht habe, da ich nicht so besonders auf Live-Alben stehe.


    Auch bei dieser T.B.B. sind (bis auf Treves) wieder alles neue Musiker dabei,

    einschließlich einer Pianistin mit einer wunderbaren Stimme,

    die bei drei Songs den Gesangspart übernimmt.

    Wie schon bei "Two", ein sehr empfehlenswertes HarpBlues/BluesRock-Album

    mit einer Song-Mischung aus 8 Eigenkompositionen und 3 Blues-Klassikern,

    für das ebenfalls keine Song-Beispiele vorhanden sind.

    Das Album wurde diesmal von Mario Buscemi produziert,

    auf dessen Label das Album auch erschienen ist.

    Pressung und Klang-Qualität sind völlig OK.



    Sämtliche nachfolgenden Alben der T.B.B. sind meines Wissens nur noch auf CD erschienen.



    Im Jahr 1988 veröffentlichte Fabio Treves dann sein zweites Solo-Album:



    Fabio Treves - Sunday's Blues


    Barley Arts Records Italy 1988







    Bei seinem zweiten Solo-Projekt wurde Treves von einer ganzen Reihe von italienischen

    und internationalen Musikern unterstützt (u.a. Dave Kelly, Chuck Leavell, Tex Comer).

    Treves verzichtete bei diesem Album auf das Nachspielen von alten Blues-Klassikern

    und spielte nur sein eigenes Material, die Produktion stammt auch von ihm.

    Der Musikstil hat sich etwas in Richtung Mainstream-Blues entwickelt,

    ist aber trotzdem immer noch sehr gut anzuhören und ganz bestimmt alles andere als langweilig.


    Durch dieses Album bin ich auf ein italienisches RE-Label aufmerksam geworden,

    welches zwischen 2015 und 2020 bisher 118 Blues-Alben wiederveröffentlicht hat.

    Das Label nennt sich Blues In Vinile

    und gibt man bei Discogs diese Label als Suchbegriff ein,

    bekommt man die ganze Serie, mit einer Reihe interessanter Alben, aufgelistet.


    Da ich ja neugierig bin,

    habe ich mir die Sunday's Blues mal zum Vergleich zugelegt.


    Rein äusserlich gibt es keine Unterschiede,

    selbst das Label-Etikett ist gleich.




    Das Album der RE steckt in einer beidseitig bedruckten Innenhülle.

    Mein Original hat diese nicht, ich weiss allerdings auch nicht,

    ob die bei mir einfach nur fehlt oder damals nicht dabei war.






    Zusätzlich liegt jedem Album der Serie ein 8-seitiges Booklet mit einer Reihe von Fotos bei,

    welches mit viel Text versehen außerordentlich informativ ist,

    zumindest vermute ich das, denn da der Text auf italienisch ist, verstehe ich leider

    kein einziges Wort von dem, was da geschrieben steht.




    Mein Original hat eine 115g Pressung, bei der RE sind es 190g,

    beide Varianten sind bei mir ohne Beanstandungen.

    Der Sound der RE ist identisch mit dem Original und sehr gut.


    Die REs dieses Labels sind also durchaus eine Alternative,

    sollte man sich mal eines der Alben als Wiederveröffentlichung anschaffen wolle.




    Gruss

    Eberhard

    Mir ist durchaus bewusst,

    dass dieses Album recht selten und dann leider auch noch teuer ist.

    Ich selbst habe vor drei Jahren schon $ 63,00 (einschl. Versandkosten) dafür gezahlt.

    Und damit meine ich "nur" die RE des Albums, noch nicht mal das Original.

    Trotzdem möchte ich es hier vorstellen, da ich das Album ausgesprochen gut

    und interessant finde, auch wenn man vielleicht etwas länger danach suchen muss.



    Blues Section


    Svart Records Finnland 2013 (das Original ist aus dem Jahr 1967)






    Die RE gibt es in zwei Varianten:


    einmal mit schwarzen Vinyl und auf 300 Stück limitiert,

    die andere Variante hat klares Vinyl und ist auf 200 Stück limitiert.


    Mein Exemplar hat eine leicht wellige 150g Pressung aus schwarzen Vinyl,

    beide Varianten haben ein Klapp-Cover.

    Die Sound-Qualität ist absolut OK.


    Die Band um den brit. Sänger und Songwriter Jim Pembroke,

    wurde 1967 in Finnland gegründet und löste sich Ende 1968 wieder auf.

    In dieser Zeit entstanden ein paar Singles und eben dieses Album.

    Pembroke und der Drummer von Blues Section, Ronnie Österberg,

    waren dann im Anschluss bei Wigwam mit dabei (bzw. Österberg war sogar

    der Gründer von Wigwam).


    Von dem Bandnamen darf man sich nicht täuschen lassen,

    zwar gibt es auf dem Album auch zwei gute Blues-Stücke,

    der Rest des Song-Materials ist allerdings eine bunte Mischung

    aus Rock/PopRock/JazzRock/ProgRock, mit schöner Gitarre,

    einem quietschendem Saxofon (neben den anderen Instrumenten)

    und der ruhigen und sehr gefälligen Stimme von Pembroke.


    Es ist heute sicherlich schwer einzuschätzen, ob dahinter ein Konzept steckte

    oder die Jungs einfach nur noch nicht wussten, wohin sie musikalisch wollten.

    Das ist letztendlich aber auch völlig egal,

    denn mir gefällt diese Mischung und das nicht nur gut,

    sondern sogar sehr gut.



    Gruss

    Eberhard







    Es verwundert mich schon ein wenig,

    dass dieses Album hier im Forum noch keine Erwähnung gefunden hat.

    Bestimmt ist das Album schon in irgendwelchen HiFi-Magazinen vorgestellt

    und besprochen worden, da ich diese aber nicht lese,

    ist mir das Album bis vor zwei Wochen auch noch nicht bekannt gewesen.

    Nach "Blue & Lonesome" hatte ich eigentlich keine Lust mehr auf was Neues von den Stones,

    da mir dieses Album so gar nicht gefällt.

    Dann hörte ich kürzlich im Web-Radio eine Cover-Version von "Beat Of Burdon",

    vorgetragen von Jimmy Burns und war davon sofort so begeistert,

    dass ich nach dem Album von ihm gesucht habe, auf dem das Stück drauf ist.

    (Jimmy Burns ist der jüngere Bruder von Eddie "Guitar" Burns, den ich zuletzt in meiner Blues-Ecke vorgestellt habe)


    Auf einem seiner eigenen Alben konnte ich den Song nicht finden,

    sondern eben nur auf diesem Album hier:



    Chicago Plays The Stones







    Das Äusserliche:


    hergestellt wurde das Album in einem Presswerk in der Tschechischen Republik

    und 2018 veröffentlicht

    das Album hat ein Klapp-Cover mit 2 x 150g Pressungen aus blauem Vinyl

    die 12 Songs verteilen sich auf drei LP-Seiten, die vierte Seite ist blank

    es liegt ein beidseitig bedrucktes Poster bei, 58 x 97 cm

    die Lps stecken in ungefütterten Innenhüllen



    Herstell - und Sound-Qualität:


    Klapp-Cover und Poster sind OK

    die Innenhüllen sind billig

    bei der Pressung des Vinyls, sind die verantwortlichen des Presswerkes

    auf eine ganz ausgefallene und in dieser Form wohl einmalige Idee gekommen.


    Was verbindet man denn wohl mit der Farbe blau ? Natürlich Wasser und Meer.

    Und was macht das Wasser im Meer ? Es bewegt sich wellenförmig.


    Und genau das ist den Press-Leuten perfekt gelungen.

    Sie haben es tatsächlich (nach unendlich vielen Experimenten) geschafft,

    eine blaue Meer-Platte mit dem dazu passenden Wellengang herzustellen.


    Mein Kompliment :thumbup:


    Die Sound-Qualität ist allerdings völlig OK.



    Der Inhalt:


    12 bekannte Songs der Rolling Stones wurden von Blues-Legenden

    wie Buddy Guy, John Primer, Billy Branch, Billy Boy Arnold, Jimmy Burns u.a.

    zusammen mit einer Band neu interpretiert und eingespielt.



    Mein Fazit:


    Von der schlechten Press-Qualität mal ganz abgesehen,

    gefällt mir das Album super gut.


    Für mich ist dies das beste Album der Rolling Stones seit "Exile On Main St"



    Gruss

    Eberhard




    Und heute ....



    Eddie "Guitar" Burns



    Eddie Burns (1928 - 2012), Sänger, Gitarrist, Harp-Player und Songwriter aus Detroit,

    war erstaunliche 70 Jahre im Blues-Geschehen aktiv tätig.

    Ende der 40er lernte er John Lee Hooker kennen,

    mit dem er in der Folgezeit öfters zusammenarbeitete und auf

    einem Album von Hooker aus dem Jahr 1966, auch als Begleitmusiker mit dabei war.

    Burns trat in den 50ern und 60ern hauptsächlich in verschieden Clubs von Detroit auf,

    mal mit eigener Band oder als Begleitmusiker für andere Blues Musiker.

    In dieser Zeit konnte er zwar eine Reihe von Singles veröffentlichen,

    ein komplettes eigenes Album erschien allerdings erst 1972,

    welches im Rahmen einer Europa-Tour in London eingespielt wurde.

    Und wie nicht anders zu erwarten, findet man da natürlich in der Begleitband

    die Herren Bob Hall und Bob Brunning wieder.



    Eddie "Guitar" Burns - Bottle Up And Go


    B & C Records UK 1972







    Auf 4 der 10 Songs ist Eddie Burns solo mit seiner Gitarre und Gesang zu hören,

    auf den restlichen Songs mit der Band.

    Ebenfalls 4 Songs stammen aus der Feder von Burns.



    Mein Lieblings-Song des Albums





    Die Aufnahmen für das erste Album erfolgten im Februar 1972.

    Bereits im November des gleichen Jahres,

    war Burns wieder im selben Studio in London,

    um sein zweites Album einzuspielen.

    Veröffentlicht wurde das Album allerdings erst 1975.




    Eddie "Guitar" Burns - Detroit Blackbottom


    Big Bear Records UK 1975






    Das selbe Studio, der selbe Produzent und als Teil der Band,

    die allseits bekannten Pete York und Bob Hall.

    Bis auf einen, stammen alle Songs von Burns.


    Während das erste Album eigentlich mehr im klassischen Chicago (Detroit) Blues Stil gehalten ist,

    hat Eddie Burns bei seinem zweiten Album die Richtung etwas verändert.

    Es gibt keine Solo-Nummern mehr, dafür werden die Songs durch Bläser aufgelockert.

    Obwohl beide Alben recht unterschiedlich sind, gefallen sie mir beide gleich gut.

    Burns hat in der Folgezeit noch weitere Alben veröffentlicht,

    welche aber (wie ich meine) nur auf CD erhältlich sind.






    Gruss

    Eberhard

    Eine natürliche Klang-Schönheit:



    Arthur Prysock & Count Basie






    Mal ganz abgesehen vom grossartigen Count Basie mit seinem Orchester,

    der die wunderbare Stimme von Arthur Prysock perfekt begleitet,

    ist die Sound-Qualität dieses Albums aus dem Jahr 1966 für mich

    einfach nur ganz hervorragend, oder um beim Thema zu bleiben, audiophil.



    Gruss

    Eberhard

    FAT wurde ungefähr zur gleichen Zeit gegründet wie Crabby Appleton,

    nämlich 1968, allerdings auf der anderen Seite der Staaten, in Massachusetts.

    Die Band bestand zur Gründungszeit aus fünf Musikern,

    die von Beginn an ihr eigenes Song-Material spielten.

    Mit ihrer Musik müssen sie damals wohl so vielversprechend/interessant gewesen sein,

    dass sie von RCA einen Plattenvertrag bekamen.

    Ihr Debüt-Album erschien dann im Jahr 1970.



    FAT


    RCA US 1970






    Sämtliche Songs sind Eigenkompositionen

    und wurden in ein 90g Vinyl-Leichtgewicht gepresst, zumindest bei meinem Exemplar.

    Die Band spielt härtere Rock/BluesRock Songs, die sich mit ruhigeren,

    melodisch-rhythmischen Songs abwechseln, mit einer Stimme des Sängers,

    die mich etwas an John Kay von Steppenwolf erinnert,

    allerdings ohne so aufdringlich präsent wie dieser zu sein.


    Mit RCA war bereits ein Nachfolge-Album geplant,

    jedoch wurde daraus nichts, da RCA nach irgendwelchen Drogengeschichten

    der Band, die Zusammenarbeit aufkündigte.

    In der Folgezeit gelang es der Band nicht einen anderen Plattenvertrag zu bekommen,

    es gab Personalwechsel, Auflösungen, Wiedervereinigungen und heute spielt die Band,

    bis auf den zweiten Gitarristen von damals, wieder in Originalbesetzung.


    Um ihr zweites Album doch noch zu realisieren,

    gründete die Band ihr eigenes Platten-Label, auf dem dann 1976 das Album erschien.



    FAT - Footloose


    Dream Merchant Records US 1976






    Die Band bestand nun aus drei Gründungsmitgliedern und drei neuen Musikern.

    Das Album wurde von der Band mitproduziert und auf dem eigenen Label veröffentlicht.

    Bis auf einen, waren die Songs auch wieder Eigenkompositionen.


    Der Musikstil wanderte mehr in Richtung weicherem, funky Mainstream-Rock,

    immer noch gut anzuhören (Live bestimmt eine gute Rock-Party),

    aber längst nichts Besonderes mehr, nicht so frisch und knackig wie beim Debüt-Album.


    Es soll noch ein drittes Album der Band auf Atlantic geben,

    welches ich allerdings noch nie gesehen habe oder von dem ich überhaupt weiss,

    wie der Titel davon ist.

    Vielleicht gibt es unter euch ja jemanden, der mich diesbezüglich aufklären kann.


    Mein momentaner Lieblings-Song der Band befindet sich natürlich auf dem

    ersten Album.



    Gruss

    Eberhard