Posts by PlattenEbi

    Hallo Michael,


    nein, die ist es nicht.

    Soweit ich weiss, ist die von Elemental aus dem Jahr 2016.


    Ruf bei Discogs mal B.B. King, Lucille auf

    und suche dort nach der 2019er RE von Geffen, Vinyl Me,Please.


    Gruss

    Eberhard

    Von meinen 36 B.B. King Alben gehört dieses hier

    schon seit langer Zeit zu meinen Favoriten.

    Seit ca. 25 Jahren habe ich die US-Original Version aus dem Jahr 1968 auf Bluesway.

    Und das auch noch in einem sehr guten Zustand von Vinyl und Klapp-Cover,

    mit einer für mich bisher sehr guten Klang-Qualität.

    Natürlich habe ich das Album auch auf CD, in meinem Fall von BGO, UK.

    Und selbstverständlich wurde auch der obligatorische Vergleich Analog vs Digital gemacht.


    Der Vergleich fiel eindeutig aus und zwar deutlich zu Gunsten des Vinyls.


    Die CD klingt heller und verzerrt bei höherer Lautstärke unangenehm für meine Ohren,

    bei hohen Tönen, Stimme und Schlagzeug-Becken.

    Also keine echte Abspiel-Alternative zu meiner Bluesway.


    Soweit alles gut und schön.


    Doch dann bin ich Blödmann neulich auf die glorreiche Idee gekommen,

    mal nachzuschauen, ob es von dem Album was Neues gibt.


    Und leider war da auch was, bei dem ich nicht wiederstehen konnte:


    Eine RE des Albums aus dem Jahr 2019 (von der auch noch behauptet wurde, sie hätte die beste Sound-Qualität ever),

    aus der Serie "Vinyl Me, Please" von Geffen Records US (von der Existenz dieser Serie hatte ich bis dahin überhaupt noch nichts mitbekommen)







    Die 180g Pressung ist völlig fehlerfrei,

    in einem hochglänzenden, sehr wertig erscheinenden Klapp-Cover,

    das Vinyl befindet sich in einer Kunststoff-Innenhülle,

    es gibt als Beilage ein kleines, 16seitiges Büchlein über B.B. King.

    Optisch/haptisch traumhaft gut gelungen.


    Und nun natürlich das Wichtigste:


    Der klangliche Vergleich zwischen ältester und jüngster Version des Albums.


    Es sind sicherlich klangliche Unterschiede vorhanden,

    zumindest meine ich, welche rausgehört zu haben.

    Es ist mir allerdings nicht möglich, diese auch zu benennen oder detailliert zu beschreiben.

    Da mein Original praktisch knack - und knisterfrei ist (die RE natürlich auch),

    konnte ich nicht mit Bestimmtheit sagen, welche Version gerade auf dem Plattenteller liegt

    und abgespielt wird.

    Ich saß bei diesem Vergleich an meinem Hörplatz und liess von jemand anderen

    die Platten auflegen, ohne diese zu sehen.


    Mein Fazit:


    Diese neue RE des Albums ist absolut super gelungen,

    ohne dass ich daran irgendwelche Abstriche mache müsste

    und ich kann sie jedem empfehlen, der dieses Album noch nicht

    oder nur in einer bescheidenen Qualität hat und einen Ersatz sucht.


    Wer das Album allerdings bereits als Original in einer entsprechenden Qualität besitzt,

    braucht diese RE eigentlich nicht noch zusätzlich,

    es sei denn, er oder sie möchte das Original schonen.




    (links das Original, rechts die RE)




    Gruss

    Eberhard

    Day Blindness


    Studio 10 US 1969







    Gegründet wurde die Band 1968 vom Gitarristen und Sänger Gary Pihl (später Gitarrist von Boston)

    in der Gegend um San Francisco.

    Weitere Mitstreiter waren Dave Mitchell (Drums, Vocals) und Felix Bria (Organ, Vocals).

    Die Band absolvierte jede Menge Live-Auftritte, spielte als Vorgruppe für eine

    ganze Reihe, noch heute bekannter Bands und bekam 1969 die Chance auf ein eigenes Album,

    bei dem neu gegründeten, kleinen Platten-Label Studio 10 aus San Francisco,

    bei dem das Album von Day Blindness das Debüt des Labels war.


    Wenn ich mir dieses Album anhöre,

    komme ich ins schwärmen, ich liebe einfach diesen US-Rock aus der Zeit.


    Es gibt Rock/PsychedelicRock, dazwischen etwas Blues,

    mit einer jaulenden Orgel, einer sägenden Gitarre und im Gegenstück dazu

    ein zum Teil mehrstimmiger, softer Gesang.


    Wenn man sich die beiden Cover-Seiten genau anschaut

    und sich die Musik dazu anhört, wird man nicht eine Sekunde

    am Wahrheitsgehalt der dort geschriebenen Worte zweifeln:


    "To The World: This Album Is The Result Of Many Trips"





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    Vor den Aufnahmen für ein zweites Album bei Studio 10 (1969/70)

    gab es mehrere Veränderungen in der Band.


    Gary Pihl blieb als einziges Gründungsmitglied,

    es kamen ein neuer Bassist und ein neuer Drummer dazu,

    wobei der neue Drummer (Roy Garcia) bereits die Cover-Rückseite

    vom ersten Day Blindness Album entworfen hatte.

    Die musikalische Ausrichtung hatte sich stark verändert,

    hin zu wesentlich härteren, gitarrenbestimmten Rock.

    Und um dies auch nach aussen hin zu dokumentieren,

    wurde der Bandname in Fox geändert.

    Viel gebracht hatte das der Band letztendlich aber nicht.

    Das selbstkomponierte Song-Material wurde zwar komplett eingespielt

    und eine Single daraus veröffentlich, das gesamte Album blieb allerdings unveröffentlicht.


    Viele Jahre später wurde das Song-Material praktisch wiederentdeckt

    und fand an der richtigen Stelle das Interesse und die Begeisterung,

    das Album doch noch zu veröffentlichen.


    Und das war auch gut so,

    denn herausgekommen ist ein für mich ganz grossartiges Rock-Album,

    um das es schade gewesen wäre nicht veröffentlicht worden zu sein.


    Das Song-Material wurde übrigens in den Tidal Wave Studios, Karlsruhe remastert

    und auf dem Schweizer Plattenlabel RD Records herausgebracht.



    Fox - San Francisco Session


    RD Records Schweiz 2011







    Das schöne, schwarz-glänzende Klapp-Cover nimmt dankbar jeden Fingerabdruck entgegen,

    die 160g Pressung ist fehlerfrei und die Sound-Qualität sehr gut.


    Was will das Rock - Herz mehr ?



    Gruss

    Eberhard




    Wrapped In My Baby


    Pearl/Delmark US 1989






    Das Album ist zwar aus dem Jahr 1989,

    die Songs wurden aber bereits schon 35 Jahre vorher aufgenommen,

    allerdings bis dahin noch nie veröffentlicht.

    Die Aufnahmen erfolgten 1954/55 im Keller des Hauses von Produzent Al Smith,

    der in den 60ern u.a. auch eine ganze Reihe von Alben für Jimmy Reed produziert hat.


    Eingespielt wurden die Songs von zwei Bands bzw. Musiker-Formationen,

    einmal um den Sänger & Gitarristen Morris Pejoe und seinen Musikern,

    von denen mir nur der Pianist Henry Gray bekannt ist

    und zum anderen von Arthur "Big Boy" Spires & Willie "Big Eye" Smith (Muddy Waters Band)

    mit mir ansonsten unbekannten weiteren Musikern.


    Wie auf der Cover-Vorderseite schon zu lesen ist,

    bekommt man Chicago Blues zu höre und das auch noch von der sehr guten Sorte,

    mit einer für die Aufnahme-Umstände und das Alter der Aufnahmen

    recht guten und ansprechenden Sound-Qualität.

    Die Fertigungs-Qualität meiner 120g Pressung und der Kaufpreis sind ebenfalls OK.



    Gruss

    Eberhard







    Heute werde ich hier zwar kein Album von Ozzy Osbourne vorstellen,

    zumindest aber seinen Namen im Zusammenhang mit

    seinem Drummer, Randy Castillo, erwähnen.

    Randy Castillo war während seiner musikalischen Laufbahn

    bei einer ganzen Reihe von Bands als Drummer tätig,

    u.a. dabei auch einige Jahre bei Ozzy Osbourne und anschliessend,

    bis zu seinem Tod im Jahr 2002, auch Drummer bei Mötley Crüe.

    Wie jeder Musiker, so hat auch Randy Castillo irgendwann und irgendwo

    mal seine musikalischen Anfänge gehabt.


    Bei Castillo war das in Albuquerque, New Mexico,

    wo er zusammen mit 6 musikalisch Gleichgesinnten aus der Gegend,

    Ende der 60er/Anfang der 70er in der Band Mudd spielte.

    Wann genau die Band gegründet wurde und bis wann sie bestand,

    konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

    Bis auf Castillo kann ich mit den Namen der anderen Musiker

    bzw. den Bands, in denen sie sonst noch gespielt haben,

    überhaupt nichts anfangen, auch wenn sie so schöne Namen

    wie Tommy G. oder Steve D'Coda Miller haben.


    In der Zeit ihres Bestehens haben Mudd auf jeden Fall zwei Alben veröffentlicht,

    wobei die Band, aus welchen Gründen auch immer,

    ihren Namen beim zweiten Album um ein "d" verkürzten.



    Mudd - Mud On Mudd


    Uni Records US 1970








    Mud - (Mud)


    Uni Records US 1971






    Neben den auffälligen Cover-Vorderseiten, gibt es auch noch interessante Musik zu hören.

    Es gibt eine kurzweilige Mischung aus Rock/Funk/Soul, etwas Blues,

    bis hin zu SoftRock und JazzRock und das Ganze vorgetragen

    mit einer tollen Stimme vom Sänger Tommy G.

    Man kann schon fast sagen, dass es ein bunter, musikalischer

    Gemischtwarenladen ist, aber irgendwie passt alles gut zusammen.


    Zum Schluss noch das Wichtigste überhaupt: mir gefällts und das auch noch sehr gut :)



    Gruss

    Eberhard





    Backhouse James' Blues Band


    Record Collector Magazine UK 2013







    Meine 195g Pressung ist fehlerfrei, Mono,

    auf 500 Exemplare limitiert und nummeriert, mit Echtheitszertifikat



    Vier junge Bluesfreunde (Gitarre/Gesang, Piano, Drums, Bass + Gast an Harp und Gesang)

    aus Kent, schliessen sich Ende 1967 zur Backhouse James' Blues Band zusammen

    und bekommen bei lokalen Live-Auftritten sofort sehr viel Zuspruch.

    Im April 1968 wird das Song-Material, welches sie live spielen,

    im Zimmer eines Wohnhauses mit einer Revox-Bandmaschine und ohne

    weitere Nachbearbeitung aufgenommen, um genau den Sound zu erzeugen,

    den sie auch live wiedergeben können.


    In Eigenregie und auf eigene Kosten, lassen die Jungs das Material

    auf die Mindest-Abnahmemenge von 30 Platten pressen,

    gestalten das Cover selbst und beschriften jedes der 60 in weiss gelieferten

    Label-Etiketten ebenfalls eigenhändig selbst.

    Das bedeutet, dass jedes einzelne Original-Exemplar des Albums

    ein Unikat war bzw. ist.

    Mich würde wirklich mal interessieren, was man heute für so

    ein Teil auf den Tisch legen muss.


    Nach anfänglichem Interesse der Musikmedien an der Band,

    erlosch dies dann aber wieder recht schnell und besiegelte damit

    das Ende der Band Anfang 1969.


    Zum Glück gibt es aber diese RE, bei der sich die Beschaffungskosten

    noch in einem vernünftigen Rahmen bewegen.

    Man erhält dafür das Album mit dem Cover-Design von damals,

    eine Mono-Pressung mit 14 tollen Songs in einer guten Klang-Qualität,

    die Labels sind ebenfalls weiss und unbeschriftet (man kann also nur raten,

    welche Plattenseite man gerade auflegt, es sei denn, man macht es wie die

    Jungs damals und kreiert seine eigenen beiden Label-Seiten selbst)

    und ein eingeschweisstes Echtheitszertifikat vom Record Collector.


    Die Songs sind zum Teil Eigenkompositionen und teilweise Cover-Versionen

    von heute noch sehr bekannten Blues-Klassikern.


    Der Blues-Stil der Band spiegelt den guten, alten britischen Blues

    dieser Zeit wieder.

    Denkt an die alten Fleetwood Mac Songs und ihr wisst wohin die Reise

    musikalisch geht.

    Für mich jedenfalls genau in die richtige Richtung und deshalb möchte

    ich euch dieses Album auch wärmstens empfehlen.



    Gruss

    Eberhard

    Anfang/Mitte der 70er gehörten Uriah Heep mit zu meinen Lieblings-Rockbands,

    allerdings nur bis zu deren fünften Album (Magician's Birthday),

    die Folge-Alben waren nicht mehr mein Ding.

    Und von diesen fünf Alben gefällt mir "Look At Yourself" deutlich am besten.

    Die Zeit der Erstveröffentlichung des Albums hatte ich verpasst,

    also gab es bei mir nur irgendeine billige RE, was damals meinen Ansprüchen auch völlig genügte.

    Im Laufe der Zeit zog dann das Album als deutsche Erstpressung bei mir ein und die RE wurde verschenkt.





    Gegenüber dem UK-Original hat die deutsche Version ein anderes

    Cover-Design und ein beiliegendes, großes Poster, bei dem die Song-Texte,

    welche bei der UK-Version auf der Innenhülle abgedruckt sind, auf der Rückseite

    des Posters zu finden sind.

    Meine 160g Pressung hat einen minimalen Wellengang.


    Neben dem Vinyl gab es das Album dann bei mir natürlich auch auf CD

    und im Vergleich dazu klang mir das Analoge immer etwas zu bedämpft und verhangen,

    sodass ich mir das Album nur noch digital angehört habe,

    was allerdings auch seine klanglichen Defizite hatte (recht höhenbetont).


    Für viele Jahre hatte sich dann das Thema Uriah Heep allerdings für mich erledigt,

    der Musikgeschmack ändert sich halt schon mal.

    Vor ca. 2 Jahren habe ich dann Uriah Heep zusammen mit Status Quo live in Oberhausen gesehen

    und bin seitdem wieder regelmässiger Heep/Quo-Hörer.


    Leider hatte sich die Klang-Qualität der Look-At-Yourself

    über die Jahre nicht von alleine verbessert.

    Also machte ich mich auf die Suche nach einer RE,

    mit erhoffter, besserer Klang-Qualität, nämlich klarer als das Original

    aber nicht so hell/grell wie die CD.


    Fündig geworden bin ich dann gleich zweimal:





    Sanctuary/BMG UK 2015

    UK-Coverversion mit beidseitig bedruckter Innenhülle,

    185g Pressung mit leichtem Wellengang








    Sanctuary/BMG EU 2018

    limitiert auf 1000 Exemplare anlässlich des RSD 2018

    Die Spiegel-Optik ist bei dieser Version auf beiden Coverseiten durchgängig,

    es gibt ebenfalls eine beidseitig bedruckte Innenhülle.

    Die 196g Pressung ist perfekt und fehlerfrei.


    Da beide REs von Sanctuary stammen, kann man sich gut vorstellen,

    dass es da klanglich keine Unterschiede gibt, nur das Cover-Design ist verschieden.


    Soweit zu den Äusserlichkeiten.

    Doch lohnt sich aus klanglicher Sicht eine Investition in eine der beiden REs ?


    Von meiner Seite gibt es dazu ein ganz klares und uneingeschränkt überzeugtes: JA


    Diese beiden REs liegen klanglich genau da, wie ich es mir immer gewünscht habe.

    Gegenüber meinem Original ist der Sound der REs deutlich vom Staub und Muff befreit,

    die Instrumente sind deutlicher voneinander getrennt hörbar.

    Es wird damit ein für meinen Geschmack klareres, volumenreicheres

    und angenehmeres Klangbild erzeugt.

    Auf der anderen Seite hört sich dagegen das Album von CD wie aus einer Blechkiste abgespielt

    und flach an, einfach nur gruselig.


    Mein Fazit: beide REs kann ich aus klanglicher Sicht sehr empfehlen,

    da sie sowohl besser als das Vinyl-Original sind, wie auch im Vergleich zur CD.


    Nebenbei habe ich noch eine ganz andere Sache dazu gelernt,

    die mir bis dahin noch nie aufgefallen war.

    Sowohl auf der deutschen, wie auch auf der UK-Version sind 5 Musiker auf dem Cover abgebildet,

    namentlich aber nur 4 aufgelistet.

    Der Drummer wird nämlich nicht erwähnt.


    Tatsächlich handelt es sich dabei um Ian Clark (bzw. Clarke),

    welcher zuvor bei der brit. ProgBand "Cressida" mit den Stöcken wirbelte

    und Uriah Heep bei deren erster US-Tour und eben auf diesem Album 1970/71

    als Drummer begleitete.



    Gruss

    Eberhard

    Nun aber wieder zurück zum Ernst der Lage.

    Da der Franz ja jetzt für die nächste Zeit auf Edelweiss-Suche ist

    und nicht weiter stört, kann ich hier und heute ein weiteres altes

    und sehr interessantes Album vorstellen:



    Tobruk - Ad Lib


    Original auf Cash Box, 1972 in Brasilien erschienen.


    Mein Exemplar müsste die Zweitpressung

    aus Belgien von 1996 sein, die auf 500 Exemplare limitiert war.






    Über die Band kann man an verschiedenen Stellen lesen,

    dass es sich um vier amerikanische Musiker handeln soll,

    die nach Brasilien gezogen waren und dort ihr einziges Album

    aufgenommen und veröffentlicht haben.


    Tatsächlich sind es aber brasilianische Musiker,

    welche sich amerikanisch klingende Künstlernamen gegeben haben,

    was zu dieser Zeit in Brasilien wohl eine Art Mode in

    gewissen Musikerkreisen gewesen sein muss,

    da es noch eine Reihe anderer Bands gab, welches das ebenso gemacht haben.

    Selbst der Komponist der Songs, der Produzent und der Künstler,

    welcher das Cover geschaffen hat, werden mit Fake-Namen angegeben.


    Zumindest zwei Musiker von Tobruk sind auch bei einer anderen brasilianischen Band

    Namens "Light Reflections" zu finden, die das mit den Namen ebenfalls so gemacht

    und auf Cash Box 1973 ein Album veröffentlicht hat.

    Das Album von Tobruk - Ad Lib, war das erste Album, welches Cash Box Records überhaupt veröffentlichte.


    Neben dem sehr auffälligen Cover,

    gibt es musikalisch eine verrückte Mischung aus Rock/Prog/Psycedelic,

    die sich teilweise recht schräg und alt (und das ist das Album ja tatsächlich) anhört,

    für mich ist es aber gerade deswegen sehr anhörenswert.

    Gesungen wird übrigens (natürlich) auf Englisch.



    Gruss

    Eberhard




    So, mein lieber Franz,

    heute ist es nun endlich so weit.


    Wie beim letzten Album bereits von mir angedeutet,

    stelle ich heute ein Rock-Album vor, bei dem ich mir sicher bin,

    dass es sich nicht in Deiner Sammlung befindet.

    Da kannste suchen biste schwarz oder sonst was wirst.


    Und dabei ist das Album so wahnsinnig super gut,

    vollgestopft mit den besten und tollsten Rock/Prog-Songs,

    die jemals das Licht der grossen Rock-Bühne erblickten.

    Ein Album aus den goldenen 1967ern und erschaffen von keinem Geringeren,

    als dem damals ungekrönten Rock/Prog-König

    der brit. Alten - und Pflegeheim-Szene, Vince Hill,

    mit seinem bis heute unvergesslichen Brutalo-Schocker Edelweiss



    Vince Hill - Edelweiss


    Columbia UK 1967





    Viel Spass beim Suchen, Franz :)



    Gruss

    Eberhard



    Hallo Jürgen,


    vielen Dank für den Tipp. :thumbup:

    Ich muss allerdings gestehen, dass ich nicht der unbedingte Hardcore-Fan von Muddy Waters bin,

    um mir die Sachen aus seinen musikalischen Anfängen anzuhören.


    Dazu kann ich aber das Buch von Robert Gordon sehr empfehlen,

    in dem sehr spannend und höchst informativ über diese Zeit berichtet wird,

    u.a. auch wie diese Aufnahmen von John Work und Alan Lomax zustande kamen.





    Gruss

    Eberhard

    Hallo liebe Blues-Freunde,


    das neue Jahr möchte ich mal mit einem Vergleich beginnen.

    Das Album wird sicherlich jedem bekannt und in jeder Blues-Sammlung vorhanden sein.

    Bei mir steht es nun seit seinem Erscheinen 1979, seit über 4ß Jahren

    in einem meiner Plattenregale.

    Dieses Album hat schon eine gewisse Bedeutung für mich,

    da ich damals alle meine Partys (und davon gab es jede Menge)

    immer mit dem ersten Song von der ersten Seite dieses Albums begonnen habe,

    völlig egal, ob es Widerspruch von Seiten der weiblichen Gäste gab oder nicht.






    Und damit ist auch klar, um welches Album es sich heute handelt:



    Muddy "Mississippi" Waters Live


    Von diesem Album habe ich nun drei Vinyl-Versionen,

    die ich mal miteinander verglichen habe.

    Die Klangeindrücke, die ich dabei gewonnen habe,

    möchte ich nachfolgend mit euch teilen.



    1. das europ. Original auf CBS/Blue Sky aus dem Jahr 1979,

    hergestellt in NL, mit beidseitig bedruckter Innenhülle und einer fehlerfreien 120g Pressung






    2. die DDR-Variante auf Amiga aus dem Jahr 1985,

    mit einem anderen Cover und ohne bedruckter Innenhülle, 130g Pressung mit leichtem Wellengang






    3. RE von Friday Music, US, aus dem Jahr 2014, Klapp-Cover, auf den Innenseiten

    ist das abgedruckt, was beim Original auf der Innenhülle drauf ist,

    HQ-180g Pressung mit leichtem Wellengang






    Bei den Klangvergleichen zwischen Original und Amiga

    kann ich keine Unterschiede heraushören, die Lautstärke ist bei beiden Varianten

    ebenfalls gleich.


    Vergleiche ich das Original mit der RE von Friday Music,

    meinen meine Ohren, dass der Sound vom Original etwas verhaltener ist.

    Der Klang der RE ist für mich klarer und aufgeräumter, die einzelnen

    Instrumente und der Gesang sind besser voneinander getrennt

    und ergeben ein angenehmeres Klangbild.

    Das sind sicherlich keine Klangwelten, die dazwischen liegen,

    für mich reicht das aber aus, um der RE den klanglichen Vorzug zu geben.


    Die RE bietet einen sauberen Sound, der auch bei hoher Lautstärke

    verzerrungsfrei und entspannt anzuhören ist.



    Auf der digitalen Seite habe ich das Album in Form dieser CD:






    Veröffentlicht wurde die CD im Jahr 2003 von Epic/Sony Music.


    Im Vergleich zu der Vinyl-Variante von Friday Music,

    zieht die CD klanglich ganz deutlich den Kürzeren.

    Der Sound ist da nämlich wesentlich heller, höhenbetonter, flacher

    und hört sich bei hoher Lautstärke recht grell/verzerrt in meinen Ohren an.

    Was da von Vinyl kommt, ist dagegen wesentlich angenehmer und entspannter anzuhören.


    Der große Vorteil dieser CD ist jedoch,

    dass es sich um eine Doppel-CD handelt, mit 11 weiteren, bis dahin unveröffentlichten

    Songs aus diesen Live-Shows, einschl. eines tollen 24-seitigen Booklets.

    Und genau diese Songs gefallen mir sogar besser, als die vom Original-Album.


    Vor zwei Jahren wurden diese 11 Songs dann zum ersten Mal

    auch auf Vinyl veröffentlicht:



    More Muddy "Mississippi" Waters Live


    Epic/Blue Sky/Sony Music 2018






    Die 11 Songs wurden auf 2 x Vinyl verteilt und stecken in einem Einfach-Cover.

    Meine beiden 150g Pressungen sind bis auf einen geringen Wellengang OK.

    Dem Album liegr außerdem noch ein Download-Code bei.

    Veröffentlich wurde das Album im Rahmen eines RSD und auf 2000 Exemplare limitiert.


    Beim Sound verhält es sich wie schon vorher beim anderen Album beschrieben.

    Mir gefällt die Vinyl-Ausgabe daher klanglich deutlich besser als von CD.


    Wer dieses Album noch nicht kennt, sollte sich unbedingt mal danach umschauen,

    ich kann es nur sehr empfehlen.



    Mein Lieblings-Album von Muddy Waters ist allerdings

    seit ewigen Zeiten (eigentlich schon immer) dieses hier:






    Gruss

    Eberhard

    Hallo Peter,


    beim nächsten Album,

    das ich hier vorstellen werde bin ich mir sicher,

    dass es Franz nicht hat.

    Da kann er in seinen Plattengewölben suchen bis er 175 wird,

    obwohl, das ist er ja schon fast. :)


    Gruss

    Eberhard

    Neues Jahr, neue-alte Platten:



    Dogfeet


    Original 1970 auf Reflection UK erschienen.

    Mein Exemplar ist eine RE aus dem Jahr 2012 von ACME UK.







    Wie ich an Hand der noch vorhandenen Rechnung sehen kann,

    habe ich das Album bereits im April 2013 gekauft und ich bin mir absolut sicher,

    dass ich es bis vor Kurzem höchstens 1 x angehört hatte.

    Nach meiner großen Auf - und Umräum-Aktion vor ca. 8 Wochen,

    ist mir die Platte dann wieder in die Hände gefallen und ich habe mir die Zeit genommen,

    das Album mal in aller Ruhe anzuhören.

    Inzwischen ist es zu einem regelmäßigen Gast auf meinem Dreher geworden,

    so gut gefällt es mir mittlerweile.

    Ich muß aber zugeben, daß mich der Charme des Albums erst nach mehrmaligen

    Anhören gefangen hat und nicht schon beim kurzen, oberflächlichen Hinhören,

    wie vor sechs Jahren.

    Dieses Album benötigt ganz offensichtlich ein gewisses Maß an Konzentration

    und Ruhe, damit es sich dem Zuhörer (bzw. mir) so richtig erschliesst.


    Dieses Album ist kein Rock-Album mit harten, stampfenden Rhythmen

    oder eingängigen, mitreissenden Hammer-Songs,

    sondern ein Prog-Album mit z.T. eher besinnlichen, ruhigen

    und atmosphärisch dichten Stücken, mit ein paar rockigen Sache dazwischen.


    Über die Band selbst gibt es nicht viel zu schreiben:


    vier brit. Musiker gründen Ende der 60er eine Band,

    wechseln mehrfach den Bandnamen und bekommen 1970

    einen Vertrag bei dem kleinen, brit. Label "Reflection", mit der Bedingung,

    ihren Bandnamen in Dogfeet zu ändern.


    Es wurde ein Album mit eigenem Songmaterial eingespielt und 1970 veröffentlicht.

    Das Album floppte, die Band ging auseinander und Ende der Geschichte.


    Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Album dann aber zu einer gesuchten

    und mittlerweile sehr teuren Rarität mit Kultstatus unter den Sammlern.


    Meine RE des Albums von ACME aus dem Jahr 2012

    hat wohl die korrekte Nachbildung des Original-Covers und des Labels.

    Die 180g Pressung ist nahezu fehlerfrei, hat eine recht gute Klang-Qualität

    und ist für mich auf jeden Fall eine empfehlenswerte Alternative

    zu einem extrem teuren Original.



    Gruss

    Eberhard