Posts by gaucho69

    Tja, der gute Krautathaus, dessen Name ich immer noch nicht kenne, hat nach Wilco noch eine Band ausgegraben, die mir mal sehr am Herzen gelegen hat.

    Leider endet meine Liebe schon mit THE LOVE SONGS, für mich persönlich der absolute Höhepunkt an Energie und fokussiertem Songwriting von Howe Gelb. Das Album ist schlicht der Wahnsinn und explodiert dann in LOVE LIKE A TRAIN, einem der genialsten Wah-Wah-Songs ever.


    Danach wurde er, ihr schreibt "erratisch", ich nenne es wurschtig, wir meinen wohl das Gleiche, zogen daraus aber unterschiedliche Konsequenzen. Ich hab ihn noch jahrelang verfolgt, aber ein-zwei gute Songs rechtfertigten irgendwann nicht mehr den Kauf eines ganzen Albums.


    Ich freu mich auch nicht wirklich über die Neuauflagen der LPs auf Vinyl. Cleaner Klang, artsy nichtssagende Cover und das Hinzufügen von Bonustiteln taten nicht gut. Gerade THE LOVE SONGS leidet furchtbar darunter, dass das originale Sequencing erweitert wurde. Nicht mehr der Trip, der es mal war.


    Und nun die Neueinspielungen der alten Klassiker... ach, Howe...


    Dann lieber nochmal das... schön laut bitte:



    LG Tobias

    Ja wunderbar, Wilco!


    Über die Gruppe hat Kraut ja schon alles geschrieben. Meine erste Begegnung mit Wilco war auch mit BEING THERE, das war eine tolle Zeit direkt im Anschluss an mein Studium, wo ich damals einmal die Woche nach Köln musste um eine Zusatzausbildung zu absolvieren. Verbunden hab ich das immer mit einem meist längeren Abstecher ins damalige Saturn, deren Auswahl sensationell war. Sogar eine Vinylecke hatten die noch...


    Auch sonst stimmen die Koordinaten mit Lambchop und Co., Giant Sand verfolgte ich aber schon nicht mehr, das war mir zu spleening und das grandiose THE LOVE SONGS schon einige Jahre her.


    Gekickt hat es bei mir so richtig aber erst mit dem Nachfolger SUMMERTEETH und völlig baff war ich dann von YANKEE HOTEL FOXTROT, das Wilcos Sound über Jahre prägte. Unbedingt sehenswert in diesem Zusammenhang I AM TRYING TO BREAK YOUR HEART, die Doku zu YHF und dem Ausstieg Bennetts, den ich damals sehr bedauerte.


    Rock? Pop? Nee, Wilco!


    Seitdem unterbreite ich jedem der es wissen und nicht wissen will, dass sie für mich die beste aktuelle Band überhaupt sind. Ihre Hochphase endete schliesslich mit THE WHOLE LOVE, danach wurde es beliebiger, traditioneller und reduzierter. Dennoch ist das was danach kommt immer noch fast über allem anderen. Glenn Kotche ist zudem ein sensationelle Drummer und Nels Cline (der der Band richtig gut tat) ein famoser Gitarrist. IMPOSSIBLE GERMANY wurde ja oben schon verlinkt... ein Traum!


    Ich habe Jeff Tweedy und Co ein paar mal live gesehen, das ist ein echtes Erlebnis.


    Von den vielen Übersongs möchte ich einen empfehlen, der gar nicht soooo typisch Wilco ist, dafür einer schönsten ever, ever, ever:


    Jesus etc.


    Wie bekommt ihr YT-Videos hier eingettet?? ;)


    LG Tobias


    PS: Am 6. November kommt die Deluxe-Version con SUMMERTEETH auf 5 LPs oder 4 CDs, wobei sich das Live-Material zwischen analoger und digitaler Ausgabe unterscheidet...

    Hallo zusammen,


    in der Tat, eine sehr schöne neue Rubrik im Forum, die auch gleich mit einem meiner Lieblinge eröffnet wurde. Dankeschön!


    Ich hab hier in diesen Gefilden ja schon mehrere LP-Rezensionen zu Van the Man verfasst, in der ich meine Zuneigung zu diesem herausragenden Künstler ausgedrückt habe und es ist immer schön, so viele Gleichgesinnte zu treffen.


    Ich finde, dass fast jede Phase seiner Karriere einige Sahnestücke zu bieten hat. Die erste Seite von MOONDANCE etwa ist in ihrer Schönheit und dem Sequencing in der Popgeschichte fast einmalig und auch jedes noch so kleine Nebenwerk bietet die eine oder andere Preziose.


    Lediglich in den späten 90ern und den 2000ern war er mir dann zu beliebig, zu sehr einem einzigen Genre verbunden, legte sich selbst Fußfesseln an, wo er doch immer dann am besten ist, wenn er Genres sprengt und seine ganz eigene Interpretation von populärer Musik kreierte, die nicht mehr von dieser Welt zu sein scheint.


    Daher umfasst meine Lieblingsphase fast zwei Dekaden von INTO THE MUSIC (1979) bis THE HEALING GAME (1997) . Ron Hubbard und Scientology zum Trotz finde ich etwa COMMON ONE oder INARTICULATE SPEECH OF THE HEART tatsächlich transzendental und einmalig in der Popmusik.


    Lieblingsalbum aber ist (und bleibt wohl) ENLIGHTENMENT, welches eine solche Fülle herausragender Songs bietet wie kein anderes. Ich könnte täglich in der Schönheit von SEE ME THROUGH, SO QUIET IN HERE, IN THE DAYS BEFORE ROCK N ROLL oder dem Titelsong baden.


    Dass aber auch Genies nicht von Fehllleistungen verschont bleiben (ich erinnere nur an dieses grausige Country-Album oder diese Travestie namens DUETS)... geschenkt.


    Nur sehr wenige haben mich mit ihrer Musik so berührt, bewegt und begleitet wie der irische Grantler. Und das sieht man auch in meinem Plattenregal... ;)vm.jpg


    LG
    Tobias

    Hallo ihr Lieben,


    ich verfolge immer noch interessiert und amüsiert den Faden. Insbesondere die Wege von Knut, der mich ja erst auf den Weg zur Ampearl und den wunderbaren MCs von Aidas gebracht hat.


    Mensch, Alter, das nimmer bei dir ja gar kein Ende... diverse 1030er, jetzt die 2030, dann ne Nagra und warst du auch nicht mal schwer begeistert von diesem Opto-TA, DS00-Dingsda?

    Klar, der Weg ist das Ziel... ;)


    Aber ich muss gestehen, dass ich mit der Kombi 1030/HM3 und Aidas immer noch auf Wolke 7 schwebe und da gar nicht runter will. Schön mal, zu venschnaufen und nur zu hören...


    LG Tobias

    Übrigens auch sehr empfehlenswert was Musik und Klangqualität angeht, Ist das Album Past Light von William Ackermann, der damals das Windham Hill-Label gegründet hat und Michael Hedges sozusagen entdeckt hat.

    Danke Micha für den Tipp! Hab sie mir geholt, wunderschöne Musik und ein fantastischer "analoger" Klang trotz digitaler Aufnahme und 120g Vinyl... ein Traum! Top-Pressung zudem, kein einziger Knackser, minimale Laufgeräusche. Da sieht man mal, was alles möglich ist...


    LG Tobias

    Ja, ich habe ja geschrieben, dass ich die Platte weder gehört habe, noch kaufen werde.


    Mein Kommentar bezog sich auf die -aus meiner Sicht fragwürdige- VÖ-Politik des Labels, das nach einer 30jährigen Edition, jetzt eine leicht veränderte 35er-Version herausbringt mit all dem Bohei welches dann eben dazu gehört. Man muss die Kuh eben melken, solange es geht. Bin dann gespannt, was sie sich in fünf Jahren ausdenken. Wahrscheinlich kommt dann der Steven-Wilson-Remix...


    Dass die 35er klanglich gelungen ist, möchte ich weder bezweifeln, noch den Käufern schlechtreden.


    Und ja, ich weiß natürlich, dass es bei No Woman... die Live-Version ist, daher auch mein Hinweis auf das gleichnamige phänomenale Album. ;)


    LG Tobias

    Hmm,


    ich bin da etwas zweigespalten, muss aber zugeben, dass ich diese 35th Anniversary nicht gehört habe. Ich hatte allerdings mal die tri-colore 30th Anniversary, auch schon als Doppel-LP und mich damals gefreut, dass dort etwa NO WOMAN NO CRY in voller Länge zu hören war. Hier ja nun wieder der kurze Edit, wie auf der Original-LP, dafür mit anderen 12"-Versions und den gleichen Bonus-Tracks.

    Dennoch war die 30th letztlich eine Enttäuschung, weil nämlich der Hype in keinster Weise mit der Realität mithalten konnte. Sprich: die Platte klang keinen Deut besser als meine 80er Einzelscheibe, obwohl dort jede der beiden Seiten bis zum Rand vollgepackt ist. Eher im Gegenteil: die alte spielte viel natürlicher, runder, machte einfach mehr Spaß.

    Die neue kommt wieder mit Hype "as originally released" (häh?), natürlich mastered in Abbey Road (das MUSS ja heute sein, wird ja inflationär)... also nee... nee, danke. Ich bleib beim Original. Und wenn ich NO WOMAN NO CRY in ganzer Pracht hören möchte, greife ich zur LIVE! Die sollte eh in jeder Plattensammlung stehen...


    LG
    Tobias

    Bitte nicht falsch verstehen... ich wollte mit meiner Aussage Clearaudio nicht schlechtmachen. Ich hatte selber mal einen und war damit auch zufrieden. Ebenso bin ich mit deren Portfolio-Historie nicht vertraut. Extrem auffällig fand ich jedoch die offensive Vermarktung des "gelifteten" Performance DC kurz nachdem der Woodpecker überall gefeiert wurde und die nicht zu übersehenden Ähnlichkeiten, die über das Sandwich-Prinzip weit hinausgehen. Mein persönliches Empfinden war, ob so ein großer und auch innovativer Hersteller wie Clearaudio das wirklich nötig hat?


    LG Tobias

    Hallo zusammen,


    ich finde, dass der Performance DC optisch eine dreiste Kopie des Woodpeckers darstellt, nur ohne den genialen Tonarm-Slider. Ich hatte Chris mal darauf angesprochen, da hat er nur gelacht. Er steht da drüber. Zu recht.


    LG Tobias

    Soweit ich weiß, kannst du nur die Suche nur auf einzelne Länder, nicht aber bspw. auf die EU, begrenzen: bei der entsprechen VÖ herunterscrollen und "Versand aus..." anklicken.
    Ich selbst kaufe "gängige" Platten nur aus D, da ansonsten die Versandkosten in keinem Verhältnis stehen würden.

    Bei rareren Sachen hat man aber oft keine andere Wahl.


    LG Tobias

    ...du musst auf deinem Profil auf die Einstellungen gehen, dann dort auf Verkäufer.
    Und dann findest zu ziemlich weit unten die Versandbedingungen, wo du den Verkauf auf einzelne Länder beschränken kannst.


    ...aber wozu auf D beschränken? Ich verkaufe die meisten meiner Platten ins Ausland. Und ob ich nach D oder ins Ausland verschicke, ist vom Umstand her das gleiche.


    LG Tobias

    Hallo Josef,


    ich kann dir nicht sagen, wie sich die beiden Systeme technisch unterscheiden, aber ich kann dir gerne was zum Klang schreiben, auch wenn das natürlich schwierig und alles rein subjektiv ist.


    Ich hatte schon einige MCs im Range von 600 bis 1000 Euro ausprobiert (u.a. Benz ACE, Dynavector) und fand die auch immer "ganz gut", der letzte "Kick" wollte sich aber nie so recht einstellen. Mir fehlte immer so ein letztes "Wow!". Wie gesagt, es ist schwer zu beschreiben.


    Auf Empfehlung eines Händlers hab ich mir dann mal ein Transrotor Merlo Reference gebraucht aus der Bucht geordert. Es gibt auch noch das normale Merlo (ohne Reference) und da wird es jetzt völlig unmöglich, die beiden äußerlich zu unterscheiden. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass beim Reference ein "R" an der Unterseite stehen soll, was ich aber noch nie gesehen habe und was mir Transrotor auf Nachfrage auch nicht bestätigte. Letztlich kann man sich nur sicher sein, wenn man die orginale Schachtel mit Spezifikationen dazu bekommt. Das ist gerade bei Gebrauchten häufig nicht der Fall und die typische Antwort "hab ich nicht mehr!" lässt mich immer zweifeln, weil: wer wirft so etwas weg?


    Ich komme vom Thema ab. Das Reference schloss jedenfalls die Lücke, das "da was fehlt". Es klingt in meinen Ohren wärmer als andere Systeme. Gerade akustischen Gitarren etwa klingen voller als bei vielen anderen Systemen. Mehr Körper... mehr Volumen. Ich fand das System sehr gut als Universal-TA für alle Musikrichtungen.


    In eine ähnliche Richtung geht auch das Elite 2, wirkt insgesamt aber etwas "gröber". Beide Systeme sind keine Detail- und Höhenfanatiker oder gar analytisch. Während das Reference aber sehr elegant alles wiedergeben vermag, wirkt es beim Elite 2 mehr "auf die 12". Das kommt bei Rock und Pop prima, für Jazz und Klassik eher nicht so.


    Ansprechend und sehr gelungen finde ich aber beide. Und wenn ich nicht hier im Forum auf ein Black Rainbow von Aidas gestoßen wäre, würde das Merlo Reference immer noch hier laufen.


    LG Tobias