Posts by gaucho69

    Hallo zusammen,


    was'n los? Hier passiert ja gar nix mehr, außer dem Abfeiern der alten Lofgren-LP.


    Ja, dann, auf ein Neues. Heute ist eigentlich Abbey Road-Tag. Und natürlich hab ich die auch schon gehört, erspar mir aber erstmal einen Kommentar. Was gibt es schon dazu zu sagen, außer dass es das größte Rockalbum aller Zeiten ist?


    Unglückliches Timing also mal wieder für Paddy McAloon, dem Songkünstler mit der himmlischen Stimme. So geht unter, dass heute auch die ersten vier Alben der Re-Issue-Reihe von Prefab Sprout erschienen sind. Bis Oktober erscheinen alle PS-Alben wieder

    oder erstmals auf Vinyl. Alle? Nein, nicht ganz. GUNMAN AND OTHER STORIES fehlt wohl (anderes Label, vielleicht Lizenzprobleme), ebenso wie CRIMSON/RED, das letzte Meisterwerk, das auch schon wieder 6 Jahre her ist (und längst überall vergriffen).

    I TRAWL THE MEGAHERTZ erschien schon früher in diesem Jahr und wurde zum Sprout-Album umgelabelt.


    Schön zu hören, dass die Remaster und das Artwork von Paddy und seinem Bruder Martin verantwortet wurden und von den originalen Mastertapes ausgingen. Tatsächlich sind Artwork und Pressungen vorbildlich, die Scheiben laufen fast ohne Nebengeräusche durch, auch wenn keine gefütterten Innenhüllen verwendet wurden. Das Spindelloch von LANGLEY PARK ist etwas klein, ansonsten ist das alles tadellos.


    Das Mastering hingegen überrascht, denn die Alben klingen jetzt durch die Bank "zeitgeistiger", sprich mehr Punch, mehr Bass und ich muss sagen, das tut vielen Songs gut, die früher ein wenig dünn klangen. Puristen werden das vielleicht bemängeln. LOOKING FOR ATLANTIS vom JORDAN-Album klingt gar wie eine alternative Version. Ach ja, JORDAN ist jetzt tatsächlich als Doppelalbum erschienen, das gab's 1990 nur so in Südafrika und war nicht bezahlbar. Des weiteren kamen jetzt noch das Debut SWOON, FROM LANGLEY PARK TO MEMPHIS und das Best-Of A LIFE OF SURPRISES.


    Ende Oktober kommen dann noch STEVE McQUEEN, LET´S CHANGE THE WORLD WITH MUSIC, PROTEST SONGS und als Kirsche auf der Torte das Jahrhundertwerk ANDROMEDA HEIGHTS, das es meines Wissens noch nie auf Vinyl gab.


    Ein Fest für alle Sinne und eine herzliche Empfehlung meinerseits.


    LG Tobias

    Hallo zusammen,


    ich hab jetzt auch mal eine Marconi als Gleichrichter-Röhre ausprobiert und bin damit sehr zufrieden. Während die Tung-Sol alles irgendwie nur aufblähte, kommt der Bass mit der Marconi noch prägnanter und hat dieses tolle "federn", was ich sehr mag. Wie immer, schwer zu beschreiben.


    Ich hab mir aber wieder sehr schwer getan, den Adapter auf den Originalsockel zu drücken. Vielleicht bin ich zu blöd oder zu schwach, aber ich schaffe es nur, ihn etwa 4/5 draufzustecken... und das ist schon der zweite, den ich bestellt hatte.


    LG Tobias

    Hallo zusammen,


    eigentlich war ich ganz froh, von dem Tubrolling los zu sein, denn die/der/das Ampearl spielt auch ohne sagenhaft gut. Nun, Knut weiss was er sagt, daher hab ich heute mal zum wiederholten male versucht, den Adapter einzusetzen, was nur mit einer Irrinsinnskraft und einem lädierten Daumen gelang. Ich hab noch eine Tung Sol vom Minimax und die soll den 1030 ja noch weiter nach vorne bringen.


    Nun, es kommt darauf an. Ich hab mit dem Aidas Rainbow und dem Hashimoto schon zwei Komponenten, die irrsinnigen Schub bringen und das ist mit der Tung Sol dann too much. Für mich klingt der Ampearl original fabelhaft und bedarf erstmal keiner weiteren Vorstufenröhre. Ist halt alles eine Frage des Geschmacks und der restliche Kette.


    LG Tobias

    Ich kannte die Acoustic Live vorher nur von CD und hab mit dem Gedanken gespielt, mir die 45er zuzulegen und dabei ganz vergessen, dass ich bei JPC die 33er bestellt hatte. Als sie dann überraschend kam und so ziemlich als Referenz durchgeht, sehe ich für die 45er keinen Grund mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie noch besser klingt und wenn, kann das meine Anlage überhaupt darstellen? Lohnt es sich dafür, öfter aufzustehen?


    Als Lustkauf, wenn man das nötige Kleingeld hat, sicher... ;)


    LG Tobias

    Hallo Volkmar,


    also, das gehört hier eigentlich nicht hin (es geht hier um den Ampearl), aber da hab ich wohl was an den Ohren. Außer den "klar besseren Japan-Pressungen" hab (hatte) ich die auch alle. Übrigens sind die "Pallas" und Back-to-Black-VÖs die gleichen Master (bis LoG von Chris Bellmann). Und da find ich die Originale einfach viel natürlicher und angenehmer als die aufgeblähten Re-Issues. Aber du fandest ja auch die Simply Vinyl-Ausgabe von SPIRIT OF EDEN toll, die für mich nur grausig klingt... Geschmäcker sind halt verschieden.


    LG Tobias

    Ein 1:10 Übertrager erscheint mir bei der kleinen Ampearl optimal.

    Wie geschrieben: mit meinem Hashimoto (1:20) passt das wunderbar. Warum übrigens "kleine" Ampearl? Und ist es der, die oder das Ampearl? Neige ja eher dazu, mein Geraffel auch weiblich anzusprechen ;)


    Habe gerade Dire Straits gehört, Follow Me Home von der Communiqué. Das klingt so genial, man befindet sich inmitten der Wellen und des Klanges. Warm winds everywhere...

    Da benötigt man gar keinen Urlaub mehr auf den Bahamas ^^.


    Spontan zwei Fragen kamen mir in den Sinn: Wieso gibt es überhaupt Neuauflagen der DS-Alben, wenn die Originale so toll klingen und wie kann es sein, dass jemand für so kleines Geld so großes Kino produziert? Ja, ok... der Hashimoto war nicht ganz billig...


    LG Tobias

    Hallo zusammen,


    bei mir spielt jetzt seit Donnerstag auch ein Ampearl am Hashimoto HM3-Step-Up von Astor. Ich bin sehr begeistert vom Klang und kann die oben genannten Eindrücke nur bestätigen. Für die Performance ist der Preis ein Witz. Die spielt so schlüssig, federnd und begeisternd: enormer Fußwipp-Faktor! :thumbup:

    Wenn man dann auch noch Wahnsinnsplatten wie die Acoustic Live von Nils Lofgren auflegt, steht die Kinnlade weit offen. Und ja, sie verstärkt sehr laut, ich schätze mal um die 50dB. Ist für meinen Astor-Stepup fast zuviel, es passt aber noch prima!


    Ob da jetzt nur mit Röhren oder noch sonstwie verstärkt wird ist mir dabei völlig egal.


    Da die Frage aufkam, wie die Bestellung läuft, hier meine Eindrücke: bestellt bei Andrey Mitte März, Überweisung rausgeschickt, dann Bau des Ampearl, verschickt aus RU Mitte April, am Donnerstag habe den Ampearl beim Zoll abgeholt. Das alles verlief glatt, ohne Probleme. Konstanter Austausch mit Andrey und Berichte über den Fortschritt. Preis inklusive Versand, Überweisungsgebühren und Zoll knapp 500,- Euro. Versand tadellos sicher verpackt mit 3 Ersatzröhren.


    LG Tobias

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    Hallo Bernd,


    ich kann dir nur einen Vergleich mir einer deutschen RI aus den 80ern anbieten. Prinzipiell habe ich die Erfahrung gemacht, dass deutsche Pressungen von Little Feat Alben viel besser klingen als US-Versionen, die immer etwas verhangen klingen. Im direkten Vergleich zur SC klingt nun selbst meine deutsche RI etwas verhangen, sodass die SC in allen Belangen besser ist: deutlich sauberer klarer und differenzierter mit Punch da, wo es nötig ist. Zudem mit einer wie beschrieben, extremen Laufruhe. Das gilt übrigens ebenso für die David Lindley im Vergleich zur deutschen Pressung.


    LG Tobias

    Hallo zusammen,


    es wird mal ein Zeit ein Loblied auf das superbe deutsche Label Speakers Corner zu singen, das uns nun seit über 2 Jahrzehnten mit exzellenten Pressungen auf rein analoger Basis versorgt. Aber erstmal ein paar Worte zu den Alben:


    LITTLE FEAT - Time Loves A Hero (Warner 1977, RI 2018)


    Sicher zählt TIMES LOVES A HERO nicht zu den bedeutensten Werken der grandiosen Kokaincowboys. Paul Barreres Einfluss auf den Klang der Band wurde immer bedeutender und der Input von Lowell wurde immer geringer. Ich selbst bin da als Lowell-Liebhaber immer etwas hin- und hergerissen. Denn über Lowell geht nichts, aber Barrere ist auch ein toller Gitarrst und Songwriter und hat die Band nach Lowells Tod zusammen mit Bill Payne zu einem ehrwürdigen, späten Comeback geführt.


    Das Album bietet natürlich den unwiderstehlichen, unnachahmlichen Feat-Groove, diese Melange aus Rock, Blues und Texmex, die keine andere Band so hinbekommt und auch einige tolle Songs wie Terry Allens NEW DELHI FREIGHT TRAIN oder Barreres MISSIN YOU, den bekannten OLD FOLKS BOOGIE oder Lowells Granate ROCKET IN MY POCKET. Highlight bleibt aber dennoch dieses irrsinnige Jazzrock-Instrumental DAY AT THE DOG RACES. Lowell hat das Stück gehasst, ich liebe es dennoch. Was ein Groove, das beste Stück Fusion ever. Alles natürlich rein subjektiv.


    DAVID LINDLEY - El Rayo-X (Asylum 1981, RI 2019)


    David Lindley, den man aufgrund seiner auffälligen Kleidung auch den Prinzen des Polyesters nennt, wurde in den 70ern hauptsächlich als Gitarrist von Jackson Browne bekannt und sein Spiel in dessen LATE FOR THE SKY ist einer der Gründe, warum dies so berührt.

    Sein Soloalbum EL RAYO-X wurde dann auch von Browne produziert. Ich hab das Album mal in einem Ramschtisch meines damaligen Plattenladens gefunden und aufgrund der illustren Besetzung blind gekauft. Damals hab ich mich sofort in das Album und dessen Sound verliebt. Es hat eine eigene Eleganz und Lässigkeit und die unbeschreibliche Mischung aus Westcoast-Rock, Reggae und Texmex verleiht selbst abgenudelten Stücken wie BYE BYE LOVE oder TWIST AND SHOUT reizvolle Facetten. Trotz der vielen Stile wirkt das Album wie aus einem Guss und die Übersongs QUARTER OF A MAN und AIN´T NOW WAY (beide übrigens von Bob "Frizz" Fuller) könnte ich seit den 80ern in Dauerschleife hören.


    Über den Status eines Kultalbums ist EL RAYO-X nie hinausgekommen, was nicht wirklich überrascht: es ist eher ein Coveralbum, Interpret und Cover sind zu schratig und nur in einer besseren Welt hätte es Hitsingles abgeworfen.


    Die Pressungen


    Ich möchte jetzt nicht völlig überschwänglich klingen, aber beide Pressungen sind formidabel. Absolut plan, zentriert und völlig frei von Nebengeräuschen. Der Klang haut einen um. TIME LOVES A HERO klingt klar und differenziert, EL RAYO-X klingt so lässig und punchig wie das Album. Beide Alben hab ich in so einer Klangqualität noch nie gehört. Traumhaft. Hinzu stecken die LPs in gefütterten Innenhüllen, Textinlays liegen bei.


    Glücklicherweise sind die Speakers Corner Ausgaben hierzulande erschwinglich und kosten jeweils knapp 28 Euro. Das ist mehr als normale LPs kosten, aber im Vergleich zu anderen audiophilen Labels fast günstig. Fallen nun mal keine abenteuerlichen Sieveking-Abgaben an wie bei MFSL...;)


    LG Tobias

    Mir gehts doch nur darum zu verstehen warum (unter anderem!) der Tornarm am PLX-1000 (um mal diesen als Beispiel zu nennen und etwas zu übertreiben) so schlecht sein soll, dass er (gefühlt) eh keine Nadel über 300 Euro rechtfertigen würde.

    Kann ich dir nicht sagen, ich hatte ein Transrotor Merlo Reference dran für UVP 1200,- und fand das toll. Es gibt hier übrigens einen alten Thread, wo ein Schallplattenliebhaber berichtete, dass neben dem PLX-1000 sein Bauer DPS weitgehend arbeitslos sei... bei mir war das dann ähnlich mit einem Music Hall MMF 11.1 (der übrigens gerade in der Stereoplay richtig abgeräumt hat). So richtig Unterschied konnte ich da keinen feststellen, was dann damit endete, dass ich den MMF für kleines Geld verkauft habe. Hat halt auch keine Lobby...


    Ach ja, ein Manko hatte der Tonarm an meinem Pio... beim Absenken musste ich etwas aufpassen, da ging er mir zu schnell runter.


    LG Tobias

    ..Und sorry - aber wer die Variationen des "Laufwerks/Tonarmklangs" mit "nicht soooo viel" beschreibt, hat noch viel Luft nach oben mit der Abstimmung seiner Kette und darf sicher noch viele Hörerfahrungen jenseits des Klickens von Tasten sammeln, bis es zu einer differenzierteren Aussage zu dem Thema langt...“

    Noch mehr gönnerhaft und herablassend geht nicht, oder siehst du das anders?


    Es ist mir ein Rätsel, warum du und andere glaubt, dass ausgerechnet eure Hörerfahrungen das Nonplusultra und der Weisheit letzter Schluss darstellen. Das hier ist ein Thread wo es um Beratung zwischen 350 und 500 Euro geht und ihr kommt mit pseudo-audiophilen und Totschlagargumenten ala "meine Hörerfahrung der letzten x-Jahre zeigt...". Hör mir doch auf.

    Ja ich weiß, dass ich nichts weiß, dafür wisst ihr alles... Glückwunsch!