Posts by Magister Verbae

    Super, wenn das klappt. Habe nämlich - glaube ich - leider keine mehr vorrätig. :(
    Gibt's das Manual mittlerweile sogar auf Deutsch? 8o
    Die "neuen" Platinen sehen ja auch gut aus, vor allem sehr platzsparend! :thumbup: Welche Funktion erfüllen die 1µF-Folien?


    Liebe Grüße


    Martin

    Servus, Leute.


    Leider komme ich momentan viel zu wenig zum Musikhören und darüber schreiben ;( , die versprochenen Rezensionen werden also wohl noch auf sich warten lassen müssen. Aber es kommt noch, versprochen!


    @Michael: Da können dir die Kollegen im bereits von dir eröffneten Thread sicher gut helfen, ansonsten können wir uns gerne per PM austauschen. Kann nur momentan - wie oben angedeutet - eventuell ein bisschen dauern, bis Antwort kommt.


    Liebe Grüße


    Martin

    Egmont, manchmal wird man aber auch von neuem Material direkt so geflasht, dass man sofort einen neuen Anwärter für die Bestenliste hat ;)
    Glücklicherweise gibt es heute Plattformen wie YT, auf denen man meist schon einmal vorab prüfen kann, ob die Werke etwas für einen sind.
    Die Secrets of Black Arts ist eine wegweisende Platte für den BM in Schweden bzw schwedischer Machart gewesen. Nicht umsonst vergleicht man die Panzerdivision (Marduk) ja gerne mit DF.


    Ui, Snick, die Platte ist aber wirklich günstig :S Hätte ich nicht gerade eine größere Lieferung an Platten hereinbekommen, würde ich sofort schwach werden. Aber jetzt gilt es erst einmal, wieder ein kleines Polster für VÖs anzulegen :D Außerdem wollen ja auch ein paar Konzerte besucht werden. Wo wir gerade dabei sind: Ich weiß noch nicht genau, ob ich zu dem sicherlich geilen Gig in 'Lautern kommen kann/soll. Es sind halt für mich schon einmal etwa 120km einfache Strecke. Zum einen wäre es natürlich ziemlich cool, vor allem, wenn du auch da aufschlagen würdest. Naja, ich muss da nochmal ein wenig überlegen, vielleicht kann man ja auch ein paar Kollegen überreden, dann teilen sich die Spritkosten zumindest gut auf ;)


    Liebe Grüße


    Martin

    So, habe jetzt auch in URGEWALT hineingehört. Leider muss ich Snicks Aussage bestätigen:

    URGEWALT erinnern mich persönlich ein wenig an "LORD VOLDEMORT" und jene Bands, die so klingen wollen wie dieser welcher. Die Musik der zwei mannen ist so auch nicht schlecht, aber eben leider auch nix besonderes.

    Die Ansätze sind durchaus nicht schlecht, allerdings baut sich nicht - wie beim mehr oder minder offensichtlichen "Vorbild" - diese Atmosphäre auf, die ich dort so liebe. Schade, aber durchaus kein schlechtes Zeug.


    Egmont, willkommen zurück! Vielleicht findest du ja in nächster Zeit auch wieder ein paar interessante VÖs hier, die dich wieder anfixen. DARK FUNERAL, mit ihrem typisch schwedischem Sound, gehören natürlich auch mittelerweile zu den Klassikern des etwas "opulenteren" BMs. Mir gefallen viele Sachen von ihnen recht gut, die Musik geht gut vorwärts, dennoch verliert sie nicht an der von mir so oft erwähnten und wichtigen Atmosphäre. Dennoch bleibe ich ein kleiner Fan der "norwegischen" Spielart des Black Metals. Die von dir verlinkte Version ist übrigens remastered, das Original klingt noch um einiges räudiger und roher. Die Bathory-Cover von DF könnten dir sicherlich auch gefallen! :)
    Und wenn ich den Namen DARK FUNERAL lese, muss ich gleichfalls immer an die - ganz anderen - Amerikaner von BLACK FUNERAL denken. Hier mal ein völlig willkürlich ausgewähltes Stück. Und hier einer DER Klassiker des US-Black Metals. Ich finde ja, dass die Jungs durchaus viel für den BM jenseits des großen Teiches gemacht haben!


    Übrigens, Snick, ich bin noch schwer am Überlegen und Planen, ob ich nicht bei diesem Konzert aufschlagen soll. Ist zwar schon ein Stückchen weg, aber alleine Carn Dûm wären eventuell eine Reise wert...


    Grüße


    Martin

    So, statt der versprochenen Fortsetzung der DARKTHRONE-Serie - die wird noch ein paar Tage hintangestellt, muss mit dem "neueren" Material erst einmal per du werden - kommt eventuell eine kleine andere Reihe an Rezensionen, da ich eine "kleine" Lieferung neuer VÖs 'reinbekommen habe.
    Beginnen möchte ich mit der einzigen nicht dezidierten Death- oder Black Metal Veröffentlichung aus meinem kleinen "Stapel".
    Dennoch bin ich irgendwie der Überzeugung, dass es nur richtig ist, dieses Album genau hier vorzustellen.
    Es handelt sich dabei um die letzte Scheibe der Mainzer Formation NOCTE OBDUCTA. Den meisten hier werden diese bekannt sein als Interpreten eher avantgardistischen Black Metals, der sich einen Dreck um die von manchen Szenepolizisten hoch gehaltenen "Gesetze" schert. Tatsächlich war eben diese Szenepolizei ein großer Grund zur - meiner Meinung nach viel zu frühen - Auflösung des Projektes NOCTE OBDUCTA.
    Mit ihrem Abschiedsalbum SEQUENZEN EINER WANDERUNG hat die Band dann auch mit dem hoch erhobenen Mittelfingern all diesen ewigen Meckerern gezeigt, dass man sich nicht auf EIN Genre reduzieren muss, um großartige Musik zu machen.
    Tatsächlich ist SEQUENZEN mitnichten ein Extremmetalalbum geworden, viel mehr werden sich auch Krautrockfans (die Psychedelic Rock Ausrichtung) wohlig mitgenommen fühlen. Und genau da setzt das Album an: Es nimmt einen mit auf die Wanderung aus dem Titel und lässt einen dabei zwischen Aufbruchsstimmung, Hoffnung, Starre, Sanftmütigkeit, Wut und Melancholie hin und her schwanken, erzählt quasi mit die Geschichte dieser Band. Dabei ist der zweite Teil der Wanderung (das Album ist in zwei Sinnabschnitte/Seiten geteilt, die wiederum in einzelne liedartige Abschnitte aufgeteilt sind) deutlich rauer, wütender, bis schließlich ein furioses, sehr intensives Black Metal Finale die Wanderung beendet (oder erst neu beginnt?).
    Die Instrumentierung ist sehr gut umgesetzt, teilweise wird die im Black Metal ja oftmals propagierte Monotonie als Stilmittel verwendet, jedoch wird es niemals langweilig. Der "Gesang" reduziert sich geschickt gestreute Sprachsamples, außerdem ein paar kurze cleane Teile, lediglich im o.g. Finale geht es dann noch einmal richtig rund.


    Ich empfehle dieses Album also all denen Metallern, die mit dem Werk NOCTE OBDUCTAs sonst auch schon ein bisschen etwas anfangen konnten, die außerdem eventuell dem psychedelischen, progressiven Rock/Metal nicht abgeneigt sind. Bitte hört euch aber das Album in der ihm eigenen Struktur an, ein wildes Skipping vernichtet hier die Wirkung des Albums vollständig.


    Jetzt kommt aber das - leider - dicke ABER: Ich empfehle, die CD-Version dieses Albums zu erstehen. Leider haben die - limitierten - LPs einen teilweise wirklich perversen Höhenschlag (Welle), ich lege meine "teureren" Tonabnehmer nur mit etwas Bauchschmerzen auf, ein Tonarm mit dynamischer Auflagekrafteinstellung ist durchaus angeraten. Auf einem "Statiker" habe ich die Platte noch nicht laufen gehabt, möchte es aber ehrlich gesagt auch nicht versuchen. Sehr schade, denn die LP kann sich durchaus hören und sehen lassen, was die sonstige Qualität angeht.


    In diesem Sinne!


    Martin


    Bevor nun die Meckereien kommen: Ich weiß, dass Nocte Obducta sich 2010 wiedervereint haben ;) Dennoch hatten die Sequenzen etwas derartig endgültiges für mich, dass man eine Rezension gar nicht anders schreiben kann als so. Ich unterscheide auch zwischen Nocte Obducta und "den neuen" Nocte Obducta, die ja auch in etwas veränderter Besetzung auftreten.

    Snick, das verrat' ich nicht! :D ;)
    Nein, tatsächlich ist es der Fall, dass die urdeutsche Variante des Meinungsverstärkers (mir sei dieser kleine Witz gegönnt) lediglich als mp3-File auf meinem Rechner liegt. Und ich rezensiere grundlegend keine Werke ausführlich, die ich nicht mindestens als hochauflösendes Soundfile, lieber aber noch auf einem richtigen Datenträger vorliegen habe. Ich weiß, das ist eine komische Marotte, aber mMn kann man erst dann ein Werk so richtig bewerten, wenn man die volle Gänze überschauen kann. Und da gehören für mich in den meisten Fällen eben auch Artwork etc dazu :sorry:
    Weiter glaube ich, dass zur Panzerfaust bereits alles gesagt wurde ;)


    Die Plaguewielder habe ich jetzt schon ein paar Mal gehört, ein abschließendes Urteil möchte ich mir aber noch nicht erlauben. Kann also noch ein paar Tage dauern, bis die Rezi kommt. Das ist schon irgendwie eine Crux; klar, die alten Klassiker von Darkthrone kenne ich schon lange, alles ab der Plaguewielder ist jetzt aber erst recht neu eingetrudelt. Da muss man sich noch ein wenig dran gewöhnen...


    In die Urgewalt werde ich morgen oder so auch mal 'reinhören. Wenn du sie immerhin mit Herrn V's Machenswerk vergleichst, können sie so schlecht nicht sein :D


    Bis dahin! Stay trrrrrve! X( :thumbsup:

    Nun, kommen wir zum sicherlich bekanntesten Werk DARKTHRONEs. Die Rede ist hierbei vom absoluten Szeneklassiker TRANSILVANIAN HUNGER.
    Von vielen wird das erste Album ohne Zephyrous als großartigstes Meisterwerk der Band angesehen (was allerings nicht an dessen Abwesenheit liegt, sondern einfach nur eine Schnittstelle in der Geschichte der Band markiert).
    Tatsächlich legt kaum ein Album die Quintessenz des Black Metals so gut frei, wie TRANSILVANIAN HUNGER dies zu tun vermag. Gegenüber UNDER A FUNERAL MOON nochmal musikalisch deutlich reduzierter, in der Abmischung noch kälter und grottiger, kann es mit einer Fähigkeit punkten, über die nur die großen Alben des Black Metals verfügen: Es kann einen wahrhaftig hypnotisieren und unvermittelt in eine grausige, hasserfüllte Welt hineinwerfen.
    Nicht zuletzt mag dies auch durch die starke Mitarbeit "Lord Voldemorts" so zustande gekommen sein. , die man vor allem auf der zweiten Plattenhälfe doch herauszuhören vermag.
    Das Album an sich besteht aus kaum einer Handvoll Riffs und anderen Elementen. So kriegt man - bis auf eine kurze Aufnahme - auch durchgängig Blastbeats um die Ohren geschlagen, dass es nur so kracht. Die Gitarren wechseln ihre Melodieläufe allerhöchstens "sporadisch" einmal, der Gesang bleibt fast durchgängig in einer Tonlage - das jedoch mit einer Intensität, dass es einen schaudern kann. Ach ja, die Tonqualität ist richtig schön beschissen. Vor kurzer Zeit habe ich mich noch über eine solche aufgeregt, aber hier greift der Fall, dass es anders nicht ginge. Die Reduktion ist in ALLEN Bereichen gefragt, auch in der Klangqualität. Das Album würde bei weitem nicht so düster wirken und manchmal doch quälen können, würde es nicht so beschissen klingen ;)
    Was sich hier erst einmal äußerst langweilig anhört, offenbart seinen Sog erst beim Durchhören, dann aber relativ schnell. Mit TRANSILVANIAN HUNGER - egal welchem Stück - kann man schnell feststellen, ob ein Metalhead auch Ambitionen zum Schwarzmetall aufweist. Ist dem so, wird ihm jeder verdammte Song gefallen, egal ob vorwärts oder rückwärts gespielt.
    Für mich stellt dieses Album eines der stärksten "alten" Alben der Band dar, dennoch bin ich vom Vorgänger irgendwie mehr angetan. Ich meine, es ist absolut genial, was hier präsentiert wird, aber DIE Wirkung von UNDER A FUNERAL MOON hat es auf mich nicht.
    Dazu muss man allerdings zusätzlich noch vermelden, dass 1994 natürlich auch ein ganz besonderes Jahr, wenn nicht DAS Jahr des Black Metals war. Veröffentlichungen wie DE MYSTERIIS DOM SATHANAS, IN THE NIGHTSIDE ECLIPSE und nicht zuletzt HVIS LYSET TAR OSS.
    Jede dieser Veröffentlichungen ist heute ein unverrückbarer Klassiker des Schwarzmetalls, müsste ich mich entscheiden, würde ich zwischen dem Werk DARKTHRONE und B*RZ*M schwanken. Wahrscheinlich hätte Hvis lyset tar oss die Nase vorne, aber es wäre eine schwere Entscheidung.


    In diesem Sinne: 9,5/10 Punkte - wer Metal ernst nimmt, sollte dieses Album im Schrank haben.


    Als nächstes werde ich einen riesigen Zeitsprung machen, das geniale Album "Panzerfaust" auslassen und mit der Plaguewielder fortfahren...


    Stay TRRRRRVE!


    Martin

    Ach, ja, Baxaxaxa. Ich weiß nicht, warum, aber ich bin neulich ebenfalls über eben jenes Demo gestolpert.
    Zwar sind weder Drums, noch Riffs sonderlich innovativ (auch für 1992 nicht), aber das Key war damals - zumindest hier in Deutschland - ein noch recht selten eingesetztes Instrument im Black Metal. Allein deshalb schon hat das Demo einen gewissen historischen Wert für mich. Außerdem versteht es recht gut, für sich einnehmend zu wirken. Zwar kein Überknaller, aber durchaus sehr solide Hausmannskost ;) Würde ich das Demo bewerten müssen, würde ich wahrscheinlich so 6/10 Punkten vergeben, mit "Angestaubtheitsbonus" 6,5 :D
    Schade, dass es kaum mehr von dieser Band gibt/gab.
    Snick, ich hätte da eventuell 'was für dich. Gibt es auch hier günstig zu kaufen. :whistling: :thumbsup:


    An Earth und ähnliche Dronekonsorten kann man bei Dysterhet natürlich erinnert werden. Jedoch finde ich die Atmosphäre dort noch um einiges wütender, dunklerer. Aber womit du auch vollkommen recht hast, ist: Man muss in Stimmung für so etwas sein.


    Grüße


    Martin

    Servus, Snick!


    Natürlich habe ich mittlerweile in CARN DÛM 'reingehört. Meiner Meinung nach eine Band, die man unbedingt im Auge behalten sollte. Die auf YT erhältlichen Stücke treten auf eine epische Art und Weise auf jeden Fall Ärsche! :thumbsup: Richtig guter Stoff abseits des allgemeinen Geschrabbels! Gefällt mir außerordentlich gut, habe sie auch schon ein paar Leuten weiterempfohlen. Ich für meinen Teil freue mich schon auf ein vielleicht kommendes Album (das dann aber bitte nicht auf Tape erscheint :D ).


    Tja, so gehen die Geschmäcker auseinander, was den Gesang der Bands angeht. Schlecht ist das ja auf keinem Fall, was Herr Shamane da 'raushaut, aber irgendwie bockt es mich halt nicht. Ich finde da einfach keinen Zugang, ähnlich geht es mir ja auch mit Dani Filth. Großartige Musik, aber von seinem Gesang bekomme ich Ausschlag.


    Ja, be'rauschend sind die meisten Aufnahmen allemal. Dass mich das mittlerweile eigentlich so gar nicht mehr bockt - es ist wirklich nicht schwer, wenigstens halbwegs anhörbar zu produzieren - ist leider auch eine Tatsache. Ich verzeihe den "alten" Demos der großen Helden eine beschissene Klangqualität, aber mit heutigen Mitteln ist das mMn nicht mehr verzeihbar. :thumbdown:
    Daher: Auch wenn mir BUNKERKRIEG musikalisch schon gefallen, einen Ticken mehr Professionalität (?) würde dem ganzen deutlich mehr Atmosphäre geben. Es muss ja nicht absolut überproduziert und "clean" sein, das würde wahrscheinlich sogar abträglich sein, aber dieser Ticken mehr würde das ganze für mich durchhörbar machen. So klingt es alles für mich undefinierbar matschig und damit langweilig.


    Zum verlinkten Song von OLD PAGAN: Ist mir persönlich auch zu viel (langweiliges) Up-Tempo Gefuddel. Das kann aber auch daran liegen, dass ich persönlich meist die etwas langsamere Spielart des Black Metals favorisiere. Es darf zwar auch ordentlich abgehen (und das tut es hier definitiv!), dann wachsen meine Ansprüche aber meist exponentiell an.
    Hört man sich aber beispielsweise das DARKTHRONE-Cover "The Hordes of Nebulah" von der gleichen Band hier an, kriegt man gleich eine ganz andere Qualität serviert. Klar, das Lied selbst ist natürlich sowieso geil, aber auch wirklich gut interpretiert! Hier beispielsweise macht mir die durchaus eher schlechte Qualität gar nichts aus, viel mehr passt es einfach herrlich zum Gesamtbild.


    Mal ganz nebenbei: Mich würde interessieren, was du von diesem oder diesem Stück extrem hypnotisierendem - ja, ist es denn noch? - BMs hältst! Augen zu und eintauchen! :)


    Grüße


    Martin


    der sich jetzt erst einmal das nächste Bier holt, der Pegel sinkt :D

    Wow, Michael, das sieht wirklich gut aus! 8o
    Auch wenn ich dafür sicherlich von den Designprofis erschlagen werde: Es erinnert mich in der Formsprache fast direkt an das Design von Dieter Rams. Sehr stimmig alles, und der Tonarm ist sowieso erste Sahne!


    Liebe Grüße


    Martin

    So, habe jetzt mal in SHAMANE und in Bunkerkrieg 'reingehört. Ein Song ist zwar jeweils meist wenig representativ, aber man weiß immerhin, in welche Richtung es geht.


    Zuerst zu SHAMANE: Die Musik ist großartig, gut gespielt und atmosphärisch. Vor allem die Basslinien sind echt nicht schlecht! Aber der Gesang... :S Irgendwie kann der nicht so richtig Arschtritte verteilen, er wirkt eher seltsam und gepresst/gezwungen auf mich, auch die Aussprache der englischen Sprache sollte nochmal geübt werden, wenn man schon so deutlich singt :D
    Naja, Talent ist auf jeden Fall da, der Sänger sollte aber nochmal über seine Gesangstechnik nachdenken ;)


    Und nun zu BUNKERKRIEG: Erst einmal der Name in Verbindung mit dem Cover... Das mag mir nicht wirklich gefallen, ich möchte der Band selbstverständlich nichts unterstellen - und man kann auch herrlich mit NS-Symbolen etc kokettieren - aber gerade im modernen BM rutscht man ganz schnell in die braune Ecke ab...
    Gut, ich habe trotzdem einmal unvoreingenommen 'reingehört, denn auch von Ar*chl*chern kann wunderbare Musik kommen (s.a. B*rz*m). Aber, sorry, gar nicht mein Fall. Klingt für mich - bis auf ein paar WIRKLICH gute Passagen - wie jede 08/15 Untergrund Raw BM Band auch, was nicht zuletzt an der beschissenen Produktion liegt. Das Intro kann zum Beispiel einiges, überhaupt blitzen immer wieder einige richtig geile Parts auf, vor allem bei den Drums und den Riffs. Leider geht das dann ganz schnell wieder in der undefinierten Soße unter. Der Gesang ist durchgängig nicht übel, aber insgesamt ist alles zu matschig miteinander vermengt. Hier hätte ein Ticken mehr Feinschliff sicher einiges retten können!
    Kurzfassung: Musikalisch eigentlich echt nicht übel, aber durch die Kellersoundabmischung total vernichtet, es kommt einfach keine Atmosphäre 'rüber. Dabei hätte das Album echt Potential gehabt so schön frostig zu klingen...


    Grüße und einen schönen 1. Mai!


    Martin

    So, wie versprochen, hier eine Kurzrezension zum Klassiker UNDER A FUNERAL MOON.


    Dieses Album gehört für mich neben einigen wenigen anderen zur absoluten Speerspitze des Black Metals. Bei vielen "nur" auf einem abgeschlagenen Platz hinter A BLAZE IN THE NORTHERN SKY, teilt es sich bei mir mindestens den Platz, wenn es nicht sogar eher noch davor liegt!


    Schon bei den ersten paar Tönen von Natassja In Eternal Sleep erkennt der geneigte Hörer, dass hier keine Gefangenen gemacht werden. Viel mehr wird man zwischen die Zahnräder einer riesigen Maschine, angetrieben mit purem Hass und Verzweiflung, gespannt und erst nach den letzten Tönen des letzten Stückes - komplett gerädert, mit gebrochenen Gliedmaßen und zerschundener Seele - wieder entlassen. Das soll keine Übertreibung sein! Wer diese Musik wirklich ernst nimmt, erlebt eine musikalische Katharsis, wie sie nur wenige Alben einzuleiten versuchen.
    Auf die einzelnen Stücke möchte ich gar nicht eingehen, so sehr offenbart sich diese Platte als Gesamtbild. So schwarz wie hier ist Black Metal sehr selten davor und danach gespielt worden. Ich kann es kaum in Worte fassen, jedes Mal, wenn ich die Scheibe wieder auflege, stehen mir Mund und Augen weit auf, ich werde von dieser unfassbar krassen Atmosphäre in diese so dunkle und harte Welt gezogen und es fällt mir schwer, den Ausgang wieder zu finden. Stattdessen möchte man eigentlich in einer halb genießenden halb abgestoßenen Form der Selbstgeißelung einfach immer wieder von vorne beginnen, während besagter Ausweg sich immer weiter entfernt.


    Musikalisch wird hier mit geringstem Einsatz (kleines Schlagwerk, E-Gitarre, E-Bass) alles richtig gemacht. Die Riffs sind eisig kalt, meist monoton - jedoch mit genau der richtigen Portion Abwechslung -, das Schlagzeug donnert durch die Musik wie ein plötzliches Hagelgewitter an einem warmen Sommertag, und der Gesang... Der ist nun wirklich eine eigene Klasse für sich. UNFASSBAR geil, was hier dargeboten wird. Dabei vermischt sich alles zu einem derart frostigem Sound,...


    Insgesamt kommt sich das Album wie aus einem Guss über den Hörer. Zwar kann man die Titel deutlich unterscheiden, aber irgendwie scheint alles so mit Hand und Fuß zusammengefügt, dass da nichts, aber auch gar nichts zu meckern ist. Lustig, dass dem Album damals eine übermäßig schlechte Produktion nachgesagt wurde, ich finde, jedes Quäntchen mehr würde die düstere Stimmung nur komplett vernichten.


    Es bleibt nur ein einziger Wunsch: Dieses Album mal über RICHTIG große Boxen hören, und dabei von den Donnerschlägen des Schlagzeugs und des E-Basses umgeblasen, von den sägenden Gitarren den Zahnschmelz abgehobelt und vom Gesang bis ans Lebensende grausig-schöne Alpträume spendiert zu bekommen.



    666 pvre fvcking Punkte und damit die Höchstpunktzahl. Für mich ein unverrückbarer Klassiker, wer ihn nicht hat, deklassiert sich als BM'ler. :heul:


    Grüße


    Martin


    der schon wieder auf die Repeatfunktion zurückgreift!

    Servus!


    Ja, in die Richtung habe ich halt auch überlegt. Schließlich sind die Geschmäcker dann doch etwas verschieden - und da können Rezensionen von unterschiedlichen Standpunkten aus durchaus hilfreich sein.


    Rückmeldungen von anderer Seite wären durchaus einmal angenehm. :D Ich meine, man sieht ja, dass es offensichtlich gelesen wird, aber so wird das noch zum Dialog zwischen Markus und mir :thumbup:


    Ja, Snick, das bin ich auch :D Ich wollte mich aber halbwegs chronologisch vorarbeiten, denke mal die Tage kommt die Rezi zu "UNDER A FUNERAL MOON".


    Grüße


    Martin

    Rudi, Gerhard, ihr habt da natürlich auch absolut Recht!
    Ich wollte da keinesfalls "Preisdumping" betreiben! Nur wäre eine Version ohne KK (die würde ich dann "unsichtbar" nach innen verfrachten, wenn es der Platz hergibt) auch insgesamt in meiner Kette stimmiger wirken. Da drängte sich mir halt die Frage aus, ob das eventuell möglich wäre und was sich da preislich vielleicht tun würde.
    Fahre ja normalerweise auch die Linie, dass gute Qualität gerne mehr kosten darf (dafür gönnt man sich halt über's Jahr verteilt weniger, hat dann aber auch das intensivere Erlebnis), allein als Student fängt man halt manchmal unweigerlich das Rechnen an :D


    Liebe Grüße


    Martin

    Hallo, Gerhard!


    Das klingt ja schon einmal gut!


    Wird es die Endstufengehäuse denn optional auch ohne Kühlkörper, dafür - ähnlich wie beim PRE - mit schönen Holzseitenteilen geben? :thumbsup:
    Die jetztige Preiskalkulation würde nämlich, obwohl sie natürlich als mehr als fair zu bezeichnen ist, bei mir einen möglichen Kauf doch schwierig machen, sind wir ja nun bei etwa doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt angelangt.


    Ich werde das hier so oder so sehr interessiert weiter verfolgen!!! :)


    Liebe Grüße


    Martin

    Servus!


    Vorab: Wenig los hier in letzter Zeit! Widmet man sich bei gutem Wetter nicht mehr der dunklen Ecke des Metals? Gerade im Frühling und Sommer höre ich meist deutlich härteren Metal als in den Herbst- oder Wintermonaten. Warum das so ist? Keine Ahnung, aber ich empfinde den Kontrast meist als sehr anregend.


    Damit Markus hier nicht den Alleinunterhalter spielen muss:


    Wenngleich Snick in seinen unvergleichlichen Rezensionen die Alben der norwegischen Formation DARKTHRONE bereits sehr ausführlich behandelt hat, möchte ich mich auch an ein paar kurzen Einschätzungen zu ein paar der hier vorliegenden Alben los werden :D
    Ich habe absichtlich Snicks Rezis nicht noch einmal gelesen, um "unvoreingenommen" an die Sache heranzugehen.


    Da stellt sich die Frage: Wo anfangen? Nun, vielleicht wirklich am Beginn.


    SOULSIDE JOURNEY markiert die Anfangsphase der Band DARKTHRONE und ist so ganz anders als die stil- und genreprägenden späteren Werke. Von vielen wird es daher aus der Diskographie der Band "gestrichen" oder schlicht nicht beachtet.
    Nun, was ist denn so anders? Während die späteren Veröffentlichungen der - mMn - Hochzeit DARKTHRONES eindeutig dem Black Metal zuzuordnen sind, und dieses Genre teilweise doch maßgeblich geprägt haben, ist das Debütwerk musikalisch noch ganz klar dem Death Metal zuzuordnen. Der Sound ist bassig, das Schlagwerk dominiert die technisch ausgefeilten Riffs, typisch "schwedisch" halt. Warum das Album damals solche Wellen schlug? Nun, es war eines der ersten wirklich ernst zu nehmenden DM-Alben aus Norwegen.
    Die Texte auf SOULSIDE JOURNEY hingegen sind schon deutlich vom "Black Metal" geprägt. So geht es teilweise deutlich "antichristlich" zu, heidnische Rituale werden besungen und es geht teilweise über grenzüberschreitende Erfahrungen.
    Dennoch, auch der Humor blinkt zwischenzeitlich durch. Zumindest, wenn man eine etwas dunklere Ausprägung davon hat. Bestes Beispiel ist Track 7 "Grave With A View" :thumbsup:
    Musikalisch hört man besonders in der 2. Hälfte des Albums deutliche Einflüsse des amerkanischen DMs heraus, da aber auch besonders inspiriert von DEATH. Es gibt viele (sehr viele!) Tempowechsel und abwechslungsreiche Beats auf dem Album. Manchmal hat man dadurch jedoch das Gefühl, kein wirklich zusammenhängendes Stück vor sich zu haben, weil es manchmal doch nicht so ganz "passt". Dennoch, ein paar echte Highlights sind auf dem Album definitiv zu finden. So wird man beim Titeltrack erst einmal richtig schön verprügelt, bis einem der Rotz und das Blut das Gesicht herabrinnen und dann - in Erwartung des finalen Todesstoßes - einfach taumelnd stehen gelassen. Gemein, aber wirkungsvoll!
    Überhaupt finde ich, dass die 2. Seite irgendwie eher im Gedächtnis bleibt, das kann auch mit den drei sehr guten Stücken Iconoclasm Sweeps Cappadocia , The Watchtower und dem finalen "Rausschmeißer" zu tun haben ;)


    Insgesamt würde ich der Platte etwa maximal 7 von 10 möglichen Punkten geben, sie ist gut, aber kein Meilenstein. Dennoch: Ein 'Reinhören lohnt sich - man sollte nur keinen Black Metal erwarten.


    Bei Interesse werde ich diese kleine Serie in unregelmäßigen Abständen fortsetzen: Ich dachte da eventuell an UNDER A FUNERAL MOON, TRANSILVANIAN HUNGER und die neueren PLAGUEWIELDER, HATE THEM und THE CULT IS ALIVE.


    Außerdem warten eventuell noch ein paar weitere Klassiker, sowie einige außerhalb der Szene eher unbekannte VÖs auf eine Vorstellung.



    Viele Grüße und ein herzhaftes AAAAAARRRRGGGHHH!!!!


    Martin

    So, ich war heute endlich bei "Analoge Tonträger". Habe mir das schon seit Jahren vorgenommen, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen.
    Kurz und knapp: Ein toller Laden, dessen Besuch sich wirklich lohnt.
    Längere Fassung:
    Der Plattenladen ist hauptsächlich auf Jazz und Klassik ausgerichtet und bietet hier ein wirklich gutes Angebot. Die Platten sind durchweg (stichprobenartige Kontrolle) in gutem Zustand und recht ordentlich sortiert. Bei Problemen kann der Eigner aber gut und vor allem kompetent weiterhelfen.
    Seit kurzem gibt's außerdem eine kleine (insgesamt aber doch recht ordentliche) Auswahl an popmusikalischen Platten. Der Fokus liegt hier eindeutig auf den 70ern und 80ern, was ich so gesehen habe. Es sind aber auch "Außreißer" nach oben oder unten dabei! Leider ist die Popabteilung aber noch nicht sonderlich gut sortiert, aber sie ist ja auch noch im Werdegang inbegriffen. Wenn da, was zu begrüßen wäre, ähnlich wie im vorderen Raum eine Sortierung stattfinden würde, wäre es absolut genial :love:
    Nebenbei: Wer auf Schellacks steht, kann hier auch bedient werden. Außerdem gibt es wohl ein umfassendes Singlearchiv (viele tausend Platten), die nach Absprache auch angeschaut werden können.
    Die Crew dort ist sehr freundlich und hilfsbereit, die Kundschaft auf die gute Art und Weise kauzig. Genau solche Leute wünscht man sich in einem
    Plattenladen. Außerdem gibt's zum Stöbern und Hören immer eine kleine Stärkung in Form eines schwarzen Heißgetränks, das gehört zum Service dazu.
    Heute habe ich vor allem in der Popmusik gestöbert, und einige sehr fair bepreiste Funde gemacht. Das nächste Mal ist dann die Jazz- und Klassikabteilung dran (dafür hat heute leider die Zeit nicht mehr gereicht).
    Die Platten können natürlich in Ruhe an einem der Plattenspieler dort angehört werden (u.a. ein TD126 mit Goldenote Babele und ein größerer Music Hall). Am Thorens ist ein ganz vernünftiger Grado-Kopfhörer am Röhrenpre angeschlossen.


    Ich werde auf alle Fälle wiederkommen! Und das darf durchaus als Drohung verstanden werden ;)


    Liebe Grüße


    Martin


    PS: Die Krautrockkiste ist auch interessant, leider habe ich da heute nichts für mich gefunden.