Posts by paschulke2

    Ich habe auch längere Zeit über eine Alternative zum "guten, alten Kofferradio" nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Alternative ein gutes, altes Kofferradio ist. Es gibt einfach kein Radios mehr, die in der Tonqualität mit einem normalen Kofferradio der 70er vergleichbar sind. Wo ist das DAB/DAB+/UKW-Radio, das in Empfang, Batterielaufzeit und Tonqualität mit einem Grundig Concert Boy, einem Telefunken Bajazzo 301 oder einem ITT Touring International vergleichbar wäre? Komm' mir bitte niemand mit "englischen" Möchtegernluxuskofferradios …


    Und so habe ich mir am Wochenende ein Touring International 101 gegönnt, mit dem ich allerdings erstmal etwas Arbeit haben werde (Batteriefach leicht vergammelt, AM-Drehko fest, Tasten verharzt. Aber auch: Lampen ok, kein Sprung in der Skalenscheibe, UKW funktioniert, Gehäuse ohne größere Macken, Antenne ok.)


    Gruß


    Thomas

    Der Panasonic ist mit dem 7600 vergleichbar. Einen Vorteil hat er aber: Mit ist nichts über Probleme mit SMD-Elkos für den Panasonic bekannt. Beim Sony ICF-7600 ist das ein Standardfehler (und in vielen weiteren Sony-Geräten aus dieser Zeit auch): Die SMD-Elkos laufen aus. Das Gerät funktioniert dann nicht mehr oder (anfangs) nur noch mit sehr verzerrter Wiedergabe. Wird das Gerät dann nicht repariert (was ein ziemliches Gefummel ist – wirtschaftlich ist so ein Gerät ein Totalschaden), dann gehen als nächstes Leiterbahnen von der auslaufenden Säure kaputt und der Schaden ist damit noch größer und endgültiger. Ich bin mir sehr sicher, dass Christians Sony genau diesen Schaden hat. Ich kann gerne berichten, denn ich bin derjenige, in dessen "gute Hände" der Sony gehen wird.


    Gruß


    Thomas

    Da das Rumpelfilter ein Hochpass ist, wird es keine Probleme mit der Schwingneigung geben, wenn man einfach NE5534 kauft und dort einsetzt. Fertig.


    Dieses Problem wird es sehr wohl geben. Oberhalb von 30Hz hat die Stufe eine Verstärkung von 1. Das geht mit dem NE5534 nicht. Ich würde hier und in den weiteren Stufen - ohne weitere Umbauten – den 741 durch den OP27 ersetzen. Ist pfui, ich weiß, aber der OP27 ist so schlecht nicht und vor allen Dingen nicht so schnell (open-loop-Bandbreite und slew rate), dass man in einer Schaltung, die für den 741 entwickelt wurde, Probleme durch Schwingneigung befürchten muss.


    Gruß


    Thomas

    Vielleicht kannnst Du ganz auf das Relais verzichten, indem Du es dauerhaft überbrückst. Das hängt von der Lautstärke Ein-/Ausschaltknacks ab und ob Du das so tolerieren kannst.


    Über dieses Relais wird auch die Stummschaltung des Zwischenstationsrauschens beim Abstimmen ("Muting") realisiert. Das würde bei gebrücktem Relais also auch entfallen. Auf Grund seiner Beschreibung bin ich übrigens davon ausgegangen, dass Dirk das Relais für seine Diagnose gebrückt hatte. Ansonsten wäre zu fragen, ob der "Variable" Ausgang genutzt wird und evtl. ein Kontaktproblem im Poti die Ursache ist.

    Bekommt man die heute in der Bauform noch?


    Mit großer Sicherheit nicht. Man kann entweder die Reed-Kontakte in dem Relais zu ersetzen versuchen (gewagt, aber nicht undenkbar) oder aber ein Standard (DIP) Reed-Relais mit zwei Schießern (z.B. von Meder bei Reichelt: DIP 7221-L 12V) auf einer kleinen Adapterplatine verbauen. Für Dich käme wahrscheinlich nur letzteres in Frage.


    Gruß


    Thomas

    Eine konstante Gruppenlaufzeit hast Du nur dort, wo die Steigung der Kurve konstant ist, das wäre bei der von Dir gezeigten (einer idealen Kurve) also nur in einem Punkt, dem Scheitelpunkt.


    Eine konstante Gruppenlaufzeit hat man da, wo die Steigung des Phasen-Frequenzgangs konstant ist. Wir betrachten hier aber den Amplituden-Frequenzgang. Der Witz am Gauß-Filter ist der lineare (nicht der konstante) Phasengang – und damit die konstante Gruppenlaufzeit – im Durchlassbereich.


    Das wäre aber für HiFi FM nicht brauchbar und deshalb ist das Filter so ausgelegt, daß es in einem sinnvollen Bereich (Du schreibst +-120kHz) abgeflacht ist. Du zeigst ja auch wieder diesen Bereich der Kurve, dieses Mal im Zeitbereich.


    Weil Dir ja offenbar die Kurven aus dem Service-Manual nicht gefallen, nehmen wir halt die (abgemalten, damit sie zum Funkschau-Layout der Zeit passen) Diagramme aus dem Funkschau-Artikel:


    Gruppenlaufzeit konstant (8 +0/–0,1ns) innerhalb von ±100kHz; Dämpfung bei ±100kHz ca. 8dB. Also 8 dB Amplitudenabweichung (Faktor 0,4) bei 0,1ns Abweichung der Gruppenlaufzeit – was laut Deiner Aussage nicht sein kann. Du müsstest also jetzt sagen, dass sowohl die Kurven in dem Funkschau-Artikel als auch die Kurven im Service-Manual (die so auch in radio tv service veröffentlicht wurden; das ist praktisch der gleiche Artikel wie in der Funkschau, nur mit Revox-Zeichnungen) nicht stimmen. Der zweite Autor dieser Artikel (Ernst Mathys) ist übrigens der Entwickler des A76.


    Zitat aus dem radio tv service Artikel:


    "Das Filter besteht aus 8 abgestimmten Kreisen und besitzt eine Amplitudencharakteristik, die über ±120 kHz eine Gaußsche Fehlerkurve approximiert."



    Also ist die Gruppenlaufzeit nun konstant oder "gerade noch" konstant ?
    Und ist die Kurve nun im Scheitelpunkt flach oder nicht?


    Es geht nur entweder - oder.


    Nein. Die Voraussetzung für eine konstante Gruppenlaufzeit ist ein linearer (nicht ein konstanter) Phasengang. Im Bereich ±120 kHz beträgt die Gruppenlaufzeit (laut den Abbildungen von Revox) 8 ns (+0, –0,2ns). Das dürfte – theoretisch – für ca. 60dB Kanaltrennung bei MPX-Stereo genügen.


    Frage an Dich: was ist denn überhaupt "Gauß" an dieser Kurve …


    Der Amplitudengang (Betragsfrequenzgang: linear, nicht in dB!) der Übertragungsfunktion und die Impulsantwort (die Fourier-Transformierte einer Normalverteilung ist wieder eine Normalverteilung) folgen der Funktion b * exp (-a*x^2). 'x' kann hier sowohl die Zeit als auch die Frequenz sein.


    … und warum?


    Weil man damit bei guter Selektion und einfachem Abgleich eine sehr geringe Variation der Gruppenlaufzeit im Durchlassbereich der ZF erreicht. Das ist eine Voraussetzung für niedrige nichtlineare Verzerrungen des demodulierten FM-Signals (der zweite Schritt beim A76 in diese Richtung ist der sehr breitbandige [Bandbreite 5MHz] FM-Demodulator) und für hohe L-R-Kanaltrennung nach dem Stereodecoder. Diese Kombination war zu der Zeit das eigentlich interessante und innovative (für ein Consumer-Gerät) am A76. Das Konzept wurde auch für den Revox B760 übernommen. Vielleicht musste Revox damals auch schon solche Diskussionen – wie ich jetzt hier – führen und hat das gleiche Konzept deshalb beim B 760 dann "phasenlineares ZF-Filter" genannt.


    Gruß


    Thomas

    "DB"s Einwand ist hier gerechtfertigt, weil Du das Handbuch nicht korrekt zitierst.


    Gut, dann hole ich das jetzt nach:



    Wo habe ich da jetzt "nicht korrekt" zitiert?


    Beim A76 wird die ZF-Kurve nur einer Gauß-Kurve "angenähert"(!), im Flurpunkt muß sie dann aber so gerade (=flach) wie möglich sein, damit nicht bei bereits geringen Aussteuerungen diese Signalanteile gedämpft werden.


    Diese Aussage basiert wahrscheinlich auf der von Dir gezeigten Abbildung (aus dem Funkschau-Artikel zum A76). Diese Abb. ist allerdings nicht ganz korrekt. Hier die Dämpfungskurve aus dem Service-Manual:


    [Blocked Image: http://www.abload.de/img/a76-gausshmat7.png]


    Da gibt es keinen flachen Bereich. Bei 100kHz ist die Dämpfung schon ca. 10dB und die Gruppenlaufzeit gerade noch konstant (s. nächstes Bild).


    Das muß unter allen Umständen vermieden werden. Auch muß auf eine konstante Gruppenlaufzeit in diesem Bereich geachtet werden.


    Ersteres trifft in diesem Fall nicht zu, letzteres ist korrekt. Der Witz an der Gauß-Kurve der ZF-Filter (die im A76 im Bereich ±120kHz angenähert wird, also im relevanten Hub für ein MPX-Stereo-Signal) ist doch gerade, dass mit dieser Übertragungsfunktion die Gruppenlaufzeit praktisch konstant bleibt, obwohl es kein Plateau in der Amplitude gibt (Quelle: A76 Service-Manual):


    [Blocked Image: http://www.abload.de/img/a76-gdqyb6j.png]


    Man muß sich bei der Aussage im Service-Handbuch immer vergegenwärtigen, daß man es hier mit einer Publikation aus den 60er Jahren zu tun hat.
    Heute, mit neueren Meßgeräten, würde die Abgleichanleitung sicherlich ein wenig anders aussehen. Man hat halt damals eine Anleitung für normale Radio-TV Servicebetriebe geschrieben, diese dürfte in der Regel keine Wobbler/Spektrumanalyzer etc. im Gerätepark gehabt haben.


    Die üblichen zweikreisigen ZF-Bandfilter in einem Superhet (AM und FM) sind ohne Wobbler nur schwer vernünftig abzugleichen. Grundig sieht z.B. schon 1967 bei einem Kofferradio den Abgleich mit Wobbler vor: Reparaturhelfer Grundig Music Boy 208


    Gruß


    Thomas

    Diese komplizierten Stroke- und Tiltchecker (:D) braucht man nur für die Decks mit drehbaren Kopf bzw. Autoazimut.


    Das stimmt so nicht. Diese Einrichtungen braucht man zur Justage der (Doppel-Capstan-) Laufwerke, deren Tonköpfe einen Bügel haben, der den Filz in der Cassette abhebt, sodass das Band nur noch durch den Bandzug an den oder die Köpfe angedrückt wird. Beispiel: 482Z. Für dieses Deck braucht man diese Einrichtungen und es hat weder einen drehbaren Kopf noch Autoazimut.


    Gruß


    Thomas

    An der ZF sollte man beim A76 ohne Wobbler übrigens nicht herumdrehen.


    Warum? Gerade der A76 lässt sich doch wegen der Gauß-Durchlasskurve der ZF einfach auf Maximum abgleichen. So steht's auch im Service-Handbuch.


    Gruß


    Thomas

    Es lohnt sich, diese "Recommendation" zu lesen. In dieser Recommendation wird tatsächlich auch vorgeschlagen, DRM zu verwenden ("When DAB coverage is not possible, to use DRM as defined in ETSI ES 201 980 for digital radio broadcasting in the frequency bands currently used for analogue radio broadcasting"). Aha, ausgerechnet das supererfolgreiche und weitverbreitete DRM.


    Es wird übrigens auch nicht direkt gefordert, analogen Rundfunk zu beenden. In R138 steht nur, dass es zur Durchsetzung von DAB und DRM hilfreich wäre, wenn es einen fixen Termin zur Abschaltung von AM- und FM-Rundfunk gäbe ("Harmonisation in the timetable for deployment of digital radio across Europe, including a target date for the switch-off of analogue radio, would create a greater momentum and market take-up."). Das ist eine sehr triviale Aussage. Im Prinzip kann diese Forderung auch so interpretieren, dass die EBU davon ausgeht, dass sich digitaler Rundfunk nur durchsetzen lässt, wenn der analoge Rundfunk zwangsweise abgeschaltet wird. Eine Position der Stärke und der Überzeugung von den Vorzügen von DAB und DRM sieht anders aus …


    Gruß


    Thomas

    @André:


    Was Du beschreibst, ist die normale Regelung der Motordrehzahl. Beim TD126 Mk III (und beim TD 115) wird aber die Drehzahl des Motors lastabhängig nicht nur ausgeregelt, sondern erhöht. Weil Du mir das evtl. wieder nicht glauben wirst, beschreibe ich jetzt genauer, wie das funktioniert. Dabei beziehe ich mich auf das Service-Manual, das man bei Vinyl-Engine runterladen kann. Die Regelung geschieht hier mittels eines TCA955.


    Der Motorstrom wird geschaltet (PWM) von T115 (BD137) und fließt vom Emitter durch die Diode D115 (1N4150). Der Spannungsabfall an D115 steuert den Transistor T116 (BC547A) an, dessen Kollektor über R 165 (27k) an Pin 8 des TCA955 liegt. Weiterhin liegt der Kollektor von T116 über einen 47 µF Elko an Masse (zur Glättung der PWM und zur Erhöhung der Trägheit). Pin 8 ist der Eingang des PWM-Wandlers; an diesem Pin liegt über R 166 (1k) eine Spannung an, die zur Drehzahl des Tachogenerators (Motors) proportional ist.


    Wenn der Motorstrom durch Belastung (z. B. Plattenbesen) ansteigt, erhöht sich der Spannungsabfall an D116 und somit der Kollekorstrom von T116 (der übrigens auf eine Stromverstärkung von 180–220 selektiert werden muss) und der Strom durch R165. Über den Spannungsteiler R166/R165 wird also die zur Drehzahl proportionale Spannung an Pin 8 verringert und dem PWM-Wandler so eine niedrigere Drehzahl vorgetäuscht. Diese scheinbare Abweichung wird natürlich von der Regelung kompensiert, sodass sich im Endeffekt die Drehzahl des Motors bei Belastung erhöht.


    Der Sinn des Ganzen ist die Kompensation des erhöhten Schlupfs des Riemens bei Belastung durch Erhöhung der Motordrehzahl. Mit "Regelung" hat das nichts zu tun. Es kann sogar passieren, dass diese Kompensation zu stark ist. Dazu steht im Service-Manual auf Seite 20:


    "Sollte eine Überkompensation der Tellerdrehzahl festgestellt werden (der Teller dreht sich schneller, wenn die Tellerlast erhöht wird), ist der Wert von R165 zu erhöhen."


    Gruß


    Thomas


    PS: Ja, man bekommt das Stroboskop fast zum Stillstand (Bewegung vor und zurück

    Nein, der TD126 Mk III (also der mit dem Gleichstrommotor + Tachogenerator) hat keine – oder besser: nicht nur eine – geschlossene Regelschleife.


    Für die Drehzahl des Motors hat er natürlich eine Regelschleife, welche die Drehzahl des Motors (Frequenz des Tachogenerators) konstant hält. Bei einem Riemenantrieb kommt aber noch der Schlupf des Riemens dazu, sodass man aus der Drehzahl des Motors nicht fest auf die Drehzahl des Plattentellers schließen kann. Es ist vielmehr so, dass der Schlupf mit zunehmender Last (z. B. Plattenbesen) zu- und die Drehzahl des Plattentellers bei konstanter Drehzahl des Motors abnimmt.


    Gegen dieses Phänomen hat die Elektronik des Mk III eine zweite Maßnahme: Mit zunehmender Stromaufnahme des Motors (die normalerweise mit Abbremsung des Plattentellers zunimmt) wird die Solldrehzahl des Motors (die wiederum geregelt ist) erhöht, um so den erhöhten Schlupf des Riemens auszugleichen. Diese Korrektur ist allerdings keine Regelung, sondern eine Vorwärtskorrektur. Für eine echte Regelung müsste die Drehzahl des Tellers gemessen werden. Diese Vorwärtskorrektur ist übrigens eher träge (47 µF Elko über Widerstand an Pin 8 des Reglers), weil sie ja nur langsame Änderungen der Last korrigieren soll.


    Diese Vorwärtskorrektur ist eine recht wahrscheinliche Fehlerquelle, wenn es um Gleichlaufschwankungen geht. Probleme im Lager können zu schnell schwankender Last führen, welche die langsame Korrektur überfordern. Probleme im Motor (z.B. dreckige oder verschlissene Kollektoren) können zu schwankender Stromaufnahme des Motors führen und damit ebenfalls diese Vorwärtskorrektur "durcheinanderbringen".


    Gruß


    Thomas

    Die Platine sehen ganz und gar nicht japanisch aus. Auf der Netzteilplatine sind z.B. die Sicherungen mit "Si" bezeichnet; das lässt auf einen deutschen Hersteller schließen. Anhand des Layouts, der Platinennummer und der Anschlüsse würde ich auf einen Grundig Fine Arts Tuner tippen. Dafür spricht auch der nicht bestückte Teil zur Umschaltung zwischen zwei Antenneneingängen.

    dass nach Ausfall der ersten Zuführung (Leitung oder Richtfunk) der Ballempfang hergenommen wird und nicht das Signal vom Satelliten. Dieses steht erst an dritter Stelle. Man würde es nur dann nehmen, wenn auch der Ballempfang z.B. infolge von Überreichweiten gestört wäre. Soviel zur klanglichen Überlegenheit des DVB-S.


    Der Grund dafür liegt nicht in der Tonqualität (die allerdings bei der ARD und DVB-S besser als UKW ist), sondern in der Laufzeit von DVB-S (Kodierung, Bündelung, Satellitenstrecke, Entbündelung, Dekodierung). Wenn benachbarte UKW-Sender nicht synchron senden, dann wird die "AF"-Funktion (Alternativfrequenz) von RDS praktisch unbrauchbar, weil es beim Umschalten zwischen Sendern (bei guten Autoradios mit mehr als einem Empfänger durchaus im Sekundentakt) zu sehr störenden Zeitsprüngen käme.

    bist Du mit der Begrenzung auf 15khz "schon immer" sicher … ?


    Ja.

    … oder liegt hier evtl. eine Verwechselung mit der Emphasis/Deemphasis vor (Europa 50µs, USA 75µs)?


    Nein.


    Die Bandbreite eines FM-Signals hängt vom Frequenzhub und von der höchsten zu übertragenden Frequenz (f_max) ab. Das Verhältnis von Frequenzhub zur höchsten zu übertragenden Frequenz nennt man Modulationsindex. Bei Mono UKW-FM gilt ein Hub von 75kHz und ein Modulationsindex (n) von 5 -> 75kHz/5=15kHz. Damit ergibt sich eine ungefähre Bandbreite des FM-Signals von 180kHz (Näherungsformel: Bandbreite=2x(Hub+f_max)=2xf_max(n+1)=2x15kHz(5+1)=180kHz). Wie man sieht, kann man die höchste zu übertragende Frequenz nicht beliebig festlegen, wenn man gleichzeitig eine bestimmte Bandbreite des HF-Signals einhalten muss.


    Aus diesem Grund muss übrigens bei MPX-Stereo der Hub für das Summen- bzw. Monosignal auf 40kHz reduziert werden.


    Gruß


    Thomas

    Früher wurde UKW doch nur durch die 19 kHz Pilottonunterdrückung begrenzt. Wie ist das denn heute?

    UKW wurde schon immer bei 15kHz begrenzt, auch zu Mono-Zeiten.


    Im übrigen ist es gar nicht so dumm, bei einer MP3-Übertragung kaum bis nicht hörbare hohe Frequenzen bei niedrigen Datenraten nicht zu übertragen. Auf diese Weise bleibt eine höhere Datenrate für die hörbaren Frequenzbereiche übrig. LAME verwendet z. B. einen Tiefpass bei den Qualitäten -v2 und schlechter.