Posts by Monadjemi

    Hallo Marcus,

    richtig, jeder Gebrauchtkauf ist letztlich ein Risiko. Und deshalb ist es für Einsteiger wie Klaus auch schwierig, mit sieben (!) Plattenspielern herauszufinden, womit er denn irgendwann zufrieden sein wird. Wenn einige dieser Dreher schon defekt an ihn verkauft wurden, dann wird er für sein Problem der richtigen Auswahl kaum eine Lösung finden. Mittlerweile dürfte er an unseriöse Verkäufer schon so viel bezahlt haben, wie ihn ein vernünftiger, guter Plattenspieler gekostet hätte.


    Klaus:

    So kommst Du sicher nicht weiter, Klaus. Wie viele Dreher sollen es denn noch werden? Das ist einfach unwirtschaftlich. Du hast Dich doch schon definitiv für den Dual 1219 entschieden, dann vergiss doch ProJect, Mikro Seiki oder Universum. Die ProJect aus früheren Jahren sind qualitativ sowieso nicht mit den aktuellen Modellen zu vergleichen, weil die Tschechen halt auch erst dazulernen mussten. Der Dual dagegen stammt aus der "großen" Zeit der Produktion in Lahr, und wenn Du den vernünftig restaurieren lässt, hast Du mehr davon als von allen anderen Plattenspielern, die Du bisher gekauft hast.

    Hallo Klaus,

    gut, dann steht die Musik also im Vordergrund. Aber ich selbst habe (wie wahrscheinlich viele hier im Forum) die Erfahrung gemacht, dass der Musikgenuss noch mal viel schöner ist, wenn man selbst dazu beitragen konnte...durch sinnvolle Aktivitäten. Vom "Verbasteln" reden wir hier nicht! Und das Auge hört nun mal mit, erst wenn ein Plattenspieler auch optisch gefällt, klingt er auch gut (ist jedenfalls meine Erfahrung). Tja, die Psyche...

    Allerdings machst Du Dir vielleicht als Vinyl-Neuling das Leben schwer, wenn Du gebrauchte Geräte über Ebay (oder woher auch immer) kaufst und dann vor technischen Problemen stehst. Ich kann nur erfahrenen "Vinylisten" zu einem Kauf über Ebay raten, weil die Anbieter leider häufig unwahre Verkaufsargumente vorbringen! Aufpassen bei Aussagen wie "generalüberholt" oder "komplett überprüft"- das lässt sich nie nachvollziehen! Dreher der Standard-Klasse werden oft als "High-End" angepriesen, wo nur "Low-Budget" dahintersteckt- da ist fast jeder ganz gewöhnliche Plattenspieler auf Ebay ein "absoluter High-End-Traum". Mein Rat: Vorsicht bei Ebay, auch Probehören beim Verkäufer schützt nicht vor Schaden. Lieber in einschlägigen Foren (z.B. wie hier) nach gebrauchten Geräten suchen. In einem Forum wirst Du wohl kaum "über den Tisch gezogen", der Verkäufer ist ja allen Mitgliedern bekannt...

    Wenn Du weiter nach historischen Plattenspielern suchen willst, dann findest Du hier einen Menge

    nützliche und auch kritische Tipps: hifimuseum.de - Sie sind im Bereich : www.hifimuseum.de.

    Dipl. Ing. Gerd Redlich hat fast zu jedem Vintage-Dreher einige Infos und praktische Hinweise.


    Viele Grüße und eine schöne Adventszeit (trotz Corona)

    Roland Tatzel

    Versuche es mal hier in Frankfurt:

    Die Röhre Frankfurt | Startseite | Vintage HiFi/High-End Neu- und Gebrauchtgeräte (die-roehre-frankfurt.de)


    oder hier in Mörfelden:

    Phono Service Ehmler: Nakamichi Reparatur, Wartung Nakamichi Dragon (phono-service.de)


    Die Dual-Klinik ist natürlich eine gute Adresse, aber der Postversand nach Magdeburg ist halt auch ein Risiko. Die stellen aber passende Versandkartons gegen eine geringe Pfandgebühr zur Verfügung, damit sollte es gehen.

    Hallo Matthias,

    nach deiner Schilderung hat sich der "softe" Klangeindruck ja erst nach etwa 1 Jahr entwickelt, oder?

    Für mich kommt da als wahrscheinliche Ursache die Abtastnadel des Dual M 20E in Betracht. Die ist nämlich als NOS-Teil zwar unbenutzt, aber eben ca. 35-40 Jahre alt. Da dürften die Dämpfergummis

    des Nadelträgers schon reichlich verhärtet sein, halt einfach zu lang gelagert. Die Dual-Systeme wurden damals von Ortofon gebaut, und die Dänen sind nicht gerade berühmt für die Langzeit-Qualität ihrer Tonabnehmer-Nadeln. Bei Elac sah das schon etwas anders aus...

    Kaufe Dir zunächst eine Testschallplatte (ca. 50 Euro) und überprüfe die Abtastfähigkeit der Nadel, bis 70 Mikrometer sollte es keine Verzerrungen geben, ansonsten sind die Dämpfer verhärtet. Prüfe auch die Resonanzfrequenz des Tonarms mit dem M 20E, die sollte bei 9-12 Hz liegen. Ob Du ein neues Tonabnehmersystem brauchst, kannst Du ja nach dem Test entscheiden.

    Ist der Direktantrieb des Dual CS 721 wirklich in Ordnung und korrekt gewartet? Der Antrieb (wahrscheinlich der Dual EDS 1000-2) reagiert sehr empfindlich auf defekte Kondensatoren, da kann schon mal ein Rumpeln auftreten, das Du mit dem Gehör gar nicht direkt wahrnimmst, aber im Klang eben schon. Wurden wirklich alle Kondensatoren ausgetauscht? Hast Du eine genaue Dokumentation über die Wartungsarbeiten des Verkäufers?

    Sind die Tonarmlager in Ordnung (leichtgängig, ohne Spiel)? Balanciere den Tonarm exakt aus, stelle die Auflagekraft auf "Null" und puste den Arm seitlich leicht an; er muss leichtgängig bis zur Tellermitte wandern (nur eine grobe Testmethode für die Lagerung, aber zur Orientierung reicht das).

    Hallo Klaus,

    offensichtlich geht es Dir gar nicht so sehr um das reine Musikhören, sondern auch (oder vor allem) um das Basteln an den diversen Drehern. Sonst hättest Du einfach einen (!) Plattenspieler und nicht

    mehrere gebrauchte Dreher. Vielleicht solltest Du mal nachdenken, was Du eigentlich willst, dann

    wüsstest Du wohl auch, für welchen Plattenspieler Du Dich entscheiden sollst...

    Wenn Du es erträgst, ganz einfach einen (nur einen) Dreher zu besitzen und mit dem Musik zu hören,

    dann rate ich Dir zum Dual 1219. Der Reibrad-Antrieb war damals nämlich gar nicht so schlecht, wie oft behauptet. Der Dual sollte aber in seinem betagten Alter von fast 50 Jahren eine umfassende

    Wartung bekommen (Reibrad erneuern, Schmierstellen der Mechanik reinigen und neu fetten). Aber bitte nicht im Wechsler-Betrieb verwenden, sondern im Einzelmodus! Weitere Infos zum Dual 1219 hier: hifimuseum.de - Sie sind im Bereich : Der Dual 1219 Pospekt (1).

    Wenn Du einen Dreher mit Direktantrieb suchst, dann kaufe Dir einen Dual 721 oder 704, das sind mit die besten Plattenspieler, die Dual je gebaut hat. Aber auch die brauchen in aller Regel eine gründliche Wartung. bzw. Restaurierung. Auf http://www.dual-board.de findest Du Ansprechpartner.

    Hallo Swolter,


    der Grundig PS 2750 wurde Mitte der 80-iger Jahre vermutlich von Mikro Seiki gebaut. Die Japaner haben damals ja fast den gesamten europäischen Markt mit Plattenspielern versorgt, in ganz unterschiedlichen Qualitätsklassen. Der PS 2750 hat einen Riemenantrieb, damit erreicht er einen Rumpelgeräuschspannungs-Abstand von gerade mal 65 dB- kein überzeugender Wert! Das Problem mit dem Plattendorn hatte man leider oft, vor allem bei Drehern der unteren Qualitätsklassen. Bei der Produktion wurde halt die Maßhaltigkeit vernachlässigt, in der Qualitätskontrolle kam es dabei auf einen Zehntel-Millimeter mehr oder weniger nicht an...


    Gruß

    Roland Tatzel

    Hallo Neil1962,

    bei Technics (Panasonic) hat man über viele Jahrzehnte große Erfahrung mit dem Bau des Direktantriebs. Kaum ein anderer Hersteller kann für sich dieses Know-How beanspruchen. Das allein könnte schon entscheidend sein, weil die Konstruktion eines guten Direktantriebs viel aufwändiger ist als bei einem Riemenantrieb. Allerdings waren die Technics-Dreher bisher für den DJ-Betrieb optimiert (robust, kurze Hochlaufzeit und variable Drehzahl). Mit dem Technics SL 1200 G und erst recht mit der GAE-Variante wurde aber der audiophile Charakter deutlich mehr in den Vordergrund gestellt. Mit dem Magnesium-Tonarm und den handselektierten Bauteilen ist der Technics SL 1200 GAE allererste Wahl.

    Der Yamaha GT 5000 hat einen Riemenantrieb über einen 24-poligen 2-Phasen-Synchronmotor; also ein bekanntes Prinzip, bei dem sich der konstruktive Aufwand eher in Grenzen hält. Trotz des 5 kg schweren Plattentellers bleibt der GT 5000 mit den Gleichlaufschwankungen < 0,04 % WRMS hinter dem Technics zurück (< 0,025% WRMS)- ein Zeichen für die hohe Qualität des Technics-Antriebs.

    Aber diese Daten liegen alle auf sehr hohem Niveau, sie sagen zudem nichts über die klanglichen Qualitäten beider Laufwerke aus. Wichtiger sind da schon die symmetrischen Ausgänge des Yamaha GT 5000 (XLR-Buchsen) mit geringsten Störeinflüssen- das ist echt professionelle Studioqualität! Schließlich sind ja auch die Tonabnehmersysteme üblicherweise symmetrisch aufgebaut, also nur konsequent gedacht von Yamaha.

    Na ja, wenn Dich der deutlich höhere Preis des Yamaha GT 5000 nicht stört, dann solltest Du ihn kaufen. Etwas Body-Building kann dann aber nicht schaden, denn 26,5 kg Gesamtgewicht wollen erstmal gestemmt sein ;)...


    Herzliche Grüße

    Roland Tatzel

    Hallo Paul,

    der neue Vinyl-Trend verleitet viele Plattenspieler-Hersteller dazu, im Einsteigerbereich preiswerte

    Dreher auf den Markt zu werfen. Mit diesen "Low-Budget"-Geräten wird die Freude am neuen Hobby

    aber nicht lange dauern, und dann kommen die "Anfänger" zu dem Urteil: " Vinyl taugt ja doch nichts".

    Kein Wunder...

    Mein Rat: Investiere in einen guten Plattenspieler, gebraucht aus den 80-iger Jahren (unbedingt probehören und überprüfen), und später kaufst Du ein neues, passendes Tonabnehmersystem in der

    Preislage bis 150 Euro. Bei Audio-Technica wird da sehr viel Qualität zu einem wirklich günstigen Preis

    geboten. Aber lass´ bitte die Finger von einem Billig-Dreher aus aktueller Produktion, daran wirst Du keine Freude haben.


    Gruß

    Roland

    Hallo Zecke,

    der Plattenspieler wurde modifiziert, zumindest die Zarge ist besser als das Original. Andererseits ist der Original-Liftschalter noch montiert, der ist aber ohne Funktion. Die Löcher der Tonarmstütze sind auch noch zu sehen. Das wirkt rein optisch etwas "verbastelt", ist aber für erfahrene Thorens-Schrauber kein Problem. Nur an die wirst Du den Dreher ohne Tonarm verkaufen können. Wenn er sonst ohne größere Gebrauchsspuren ist, und wenn er mit gut erhaltener Abdeckhaube angeboten wird, kannst Du ihn ohne Tonarm für 200 - 250 Euro bei Ebay einstellen.

    Mit Tonarm SME 3009 dürfte er allerdings deutlich mehr bringen, ca.

    700 Euro sollten drin sein. Wenn technisch alles einwandfrei funktioniert, natürlich nur dann.


    Gruß

    Roland

    Hallo Siberfux,


    genau, sehe ich auch so. Das sind richtig gute Systeme, wobei das OM 40 noch etwas mehr in Richtung "analytisch, höhenbetont" geht. Das VM Silver ist da etwas "zahmer", braucht aber auch eine eher neutral abgestimmte Kette. Da dürfte der NAIM als typischer Engländer aber passen, sein Klang ist warm und äußerst musikalisch.

    Aber das Budget war ja bis max. 160 Euro, oder? Da bleiben noch die beiden Super OM 20 bzw. VM Vinylmaster Red, beide sind für ihr Geld eine gute Wahl.

    Hallo PURIST,


    Dein Thorens TD 147 hat vermutlich den Tonarm TP 16 Mk III, also mit dem Tonarmrohr TP 63.

    Weitere Infos hier:

    http://thorens-info.de/html/th…_160_-_166__145_-_14.html


    Mit diesem Endrohr liegt die effektive Masse des Tonarms bei 7,5 gr. (leichter Tonarm). Der TP 16 eignet sich somit nur für Tonabnehmersysteme mit einer Nadelnachgiebigkeit von mindestens 20 cu,

    besser 25 cu. Die Resonanzfrequenz des gesamten Systems (Tonarm/Tonabnehmer) sollte bei

    ca. 10 Hz (+/- 3 Hz) liegen. Deshalb solltest Du ein Tonabnehmersystem mit der passenden, relativ hohen Nadelnachgiebigkeit aussuchen, wobei die Systeme von Audio Technica da eher die

    "härteren" Abtastnadeln haben. Zum Thorens TP 16 Mk III passen eher die Systeme von Ortofon,

    z.B. Ortofon Super OM-Serie (Nadel 20, 30 oder 40) bzw. Vinylmaster VM Red, Blue oder Silver.

    Die haben alle eine Compliance von 25 cu, sind mit 5-6 gr. Eigengewicht auch für die Balance des

    TP 16 Mk III bestens geeignet. Das Ortofon Super OM 20 oder das VM Red kostet ca. 160 Euro.


    Die Gesamt-Abschlusskapazität ist für ein MM-System wichtig! Die wird vom Hersteller in der Regel angegeben (bei den Ortofon-Systemen 200 - 500 pF, also sehr breitbandig).

    Du brauchst also die Eingangskapazität für den Phonoeingang deines NAIM NAIT 2, die sollte sich doch irgendwo finden lassen. Dazu addierst Du die Kapazität der Tonarmkabel (die Original-Kabel von Thorens liegen da bei ca.100 pF, incl. der Tonarm-Innenverkabelung). Die Summer dieser Kapazitäten muss zum Tonabnehmersystem passen, dann kannst Du nicht viel falsch machen.


    Gruß

    Roland

    Hallo Dirk,

    leider bin ich mit meinem Beitrag reichlich spät dran, 5 Monate...puuh, das ist ja eine beeindruckende Reaktionszeit.

    Hast Du mittlerweile eine Lösung für dein Problem gefunden? Der Thread ist hier einfach beendet, deshalb bleibt unklar, was daraus geworden ist. Hier zwei Vorschläge zur Behebung des Klackgeräusches:


    1) Die Feder im Pulley könnte mit ihren beiden spitzen Draht-Enden an den Kunststoffbuchsen

    hängen bleiben und dadurch ein klackendes Geräusch verursachen (bekanntes Thorens-Problem).

    Biege die Enden des Federdrahtes mit einer feinen Zange (Uhrmacherzange, Spitzzange) in die

    Windungen der Feder hinein nach unten, so dass sich die Spitzen nicht mehr verhaken können.

    Wenn die Drahtspitzen beim Darüberstreichen mit dem Finger nicht mehr fühlbar sind, sollte das

    Problem behoben sein.

    2) Wenn sich das Klacken eher wie ein Klopfen (etwa "Tok, Tok, Tok") anhört, dürfte das untere Lager der Rotorwelle im Motor ausgeschlagen sein (durch Verschleiß). Die Welle sinkt dann zu sehr nach unten und verursacht das besagte Klopfgeräusch.

    Hier kann ein Reparaturset Abhilfe schaffen: Eine Lagerunterstützung mit Einstellschraube wird

    unten auf den Motor geklebt, mit der Stellschraube läßt sich die Welle etwas nach oben drücken.

    Das Klopfgeräusch verschwindet dann. Gibt es bei Ebay als Thorens-Reparaturset oder auch

    unter http://www.plattenspieler-reparatur.de (in Rosenheim/Bayern). Kostet ca. 40-50 Euro.

    Hallo Alfonso,

    ich denke auch, dass zuerst geklärt werden muss, ob die Abtastnadel des Ortofon-Systems überhaupt intakt ist (Beschädigung, Abnutzung). Da macht man leider im Privatverkauf oft schlechte Erfahrungen. Die Überprüfung sollte aber vom erfahrenen Fachmann mit einem guten Nadelmikroskop durchgeführt werden. Ohne diese Prüfung sind all die vielen anderen Maßnahmen wie Stochern im Nebel.

    Trotzdem hier ein paar Vorschläge zur Klärung:

    - Wenn Dein Linn LP 12 mit dem Ortofon Kontrapunkt gut funktioniert

    hat, scheidet ein technischer Defekt Deiner Kette ja wohl aus.

    - Ist der Azimuth exakt eingestellt (Spiegelkontrolle mit Lupe)?

    - Ist der SRA so eingestellt, dass die Abtastnadel von der Seite

    gesehen bei korrekter Auflagekraft nahezu senkrecht in der

    Plattenrille steht? Stelle den Tonarm zu Beginn exakt parallel zur

    Plattenoberfläche ein, mache eine Hörprobe und verändere die

    Tonarmhöhe dann eventuell solange, bis der Klang stimmt (bei zu

    dumpfen, matten oder zu leisen Tönen den Tonarm schrittweise

    anheben; bei zu schrillen, verzerrten oder harschen Tönen den Tonarm schrittweise absenken). Diese Höheneinstellung sollte immer vor jeder anderen Justierung erfolgen. Kröpfung und Überhang sollten erst nach der Höheneinstellung justiert werden.

    - Passt die Compliance des Ortofon Jubilee zur effektiven Masse des

    Manticore Magician? (Resonanztest mit Testschallplatte).

    - Erreicht das Ortofon Jubilee die vom Hersteller angegebene

    Abtastfähigkeit ? (Tracking-Test mit Testschallplatte bei 315 Hz und

    optimaler Auflagekraft).

    Bevor Du jetzt erschlagen wirst von Vorschlägen, mache ich lieber erstmal Schluss. Aber wie gesagt: zuerst die Nadel kontrollieren lassen!

    Gruß

    Roland

    Hallo André,

    das klingt gar nicht arrogant! So ist es halt. Ich habe gerade die Restaurierung eines Thorens TD 160 Super mit SME 3009 Series III abgeschlossen. Dabei war die Subchassis-Justage ein ziemlicher Zeitaufwand, weil die Vorspannung der Federn und der richtige Dreh an den Excenter-Scheiben erst zusammen das kolbenförmige Schwingen möglich machen. Aber sogar Holger Trass schreibt ja auf http://www.thorens-info.de dazu "...jedoch sollte man hier das eigene seelische Gleichgewicht höher bewerten als eine vielleicht minimale laterale Bewegung des Subchassis." Na also, liebe Thorensianer, alles halb so wild ;).

    Gruß

    Roland

    Hallo Andrè,

    das Prinzip des feder-entkoppelten Chassis bzw. Subchassis ist bis heute eine technische Meisterleistung von Thorens. Du hast völlig recht, die Vibrationen werden durch kaum ein anderes Bauprinzip so effektiv von der Schallplatte und vom Tonabnehmersystem ferngehalten- wenn das Subchassis korrekt justiert ist! Und genau da fängt das Problem an, weil die meisten Nutzer von Thorens-Drehern diesen Justageaufwand scheuen oder gar nicht leisten können. Was bedeutet denn auch der Hinweis: "Der Plattenteller sollte exakt kolbenförmig schwingen". Das heißt für viele, dass sie eher planlos an den drei Federn herumdrehen und irgendwann entnervt aufgeben. Die Folge ist dann ein wirklich "schwabbelndes" Laufwerk...aber ein exakt eingestelltes Subchassis bzw. Chassis schwabbelt halt nur sehr wenig und sehr kurz. Heute werden Brettspieler angeboten, die mit Sorbothane oder anderem Dämpfungsmaterial als moderne Technik angepriesen werden. Taugt nichts, kommt mir nicht ins Haus! Dann schon lieber ein echtes Masse-Laufwerk wie bei Acoustic Solid...

    Gruß

    Roland

    Hallo Daynie,

    da ich mich viel mit Thorens-Laufwerken beschäftige, kann ich die positive Wirkung eines Netzfilters auf den Klang nur bestätigen, aber halt nur für die älteren Thorensdreher mit ihren

    16 V-Synchronmotoren. Deren einzige Regelgröße war die Netzfrequenz mit 50 Hz, eventuell noch mit einer recht einfachen Steuerelektronik (z.B. beim TD 126 Mk III). Bei solchen Motoren kann die Transformation von 230 V auf 16 V Vibrationen verursachen, die durch Phasenverschiebungen der Wechselspannung erzeugt werden. Ein gutes Netzfilter mit Trenntrafo wandelt die Phasenfehler in Wärme um und beruhigt dadurch den Motorlauf. Wie gesagt, meine Erfahrungen beziehen sich auf Thorens.

    Bei Acoustic Solid werden auch Synchronmotoren von Berger Lahr

    (jetzt Schneider Electric) verwendet, die aber mit einer komplexen Steuerelektronik überwacht werden. Selbst wenn der Motor durch die genannten Phasenverschiebungen in Vibrationen geraten sollte, werden die sich kaum auf die Laufruhe der Acoustic Solid-Dreher auswirken: Tellergewichte von 6-14 kg, teilweise Zweifach-Riemen mit ausgelagertem Motor und extrem resonanzgedämmte Tellerlager mit polierter Keramikkugel- wo sollen sich da Motorvibrationen noch auswirken? Die Schwaben machen ja bekanntich alles besonders gründlich. Und wenn Acoustic Solid keine Netzfilter als Zubehör anbietet, dann braucht Dein Dreher auch keines. Aber frage doch einfach dort mal nach...

    Gruß

    Roland

    (genannt "Schwabbler-Fuzzi" wegen meiner Liebe zu Thorens mit den Subchassis ;))

    Hallo Previlo,


    mit Deinen recht speziellen Fragen wendest Du Dich am besten an die Schopper-AG in der Schweiz (http://www.schopper.ch). Die Schopper-AG vertreibt Ersatzteile für alle alten Thorens-Laufwerke, und dort erhältst Du sicher auch kompetente Antworten auf Deine Fragen. Diese Firma beschäftigt sich auch mit der Restaurierung und Modifizierung von Thorens TD 124, TD 125 und TD 160.

    Sehr gut erhaltene und restaurierte Thorens TD 125 gibt´s auch bei Schopper, allerdings zu recht happigen Preisen ab ca. 2400 CHF (ohne Tonarm und ohne TA-System, versteht sich).

    Schau halt mal rein, vielleicht können die Jungs Dir ja helfen.


    LG Roland

    Noch ein Nachtrag zum Thema:

    Downgrading kann ja auch darin bestehen, dass man langfristig auf ein Upgrade verzichtet. Ich persönlich bin seit fast 20 Jahren mit folgendem Setup zufrieden:


    - Thorens TD 160 Super (restauriert und modifiziert) mit SME Series iii und Shure V15 V (Abtast-Nadel mit Originalteil erneuert).

    - Vorverstärker Nakamichi CA 5 E (alle Kondensatoren erneuert, Lötstellen überprüft).

    - Endverstärker Rotel RB 990 BX (alle Lötstellen überprüft).

    - CD-Player Marantz CD 63 Mk ii (Edition "Ken Ishiwata" mit Zertifikat).

    - Lautsprecher Linear Acoustic LA Jet 10 Mk ii (von Elac gebaut, Stückzahl 400 weltweit)


    Alles Technik von vorgestern, und so gesehen ist das auch Downgrading. Aber weil meine Ohren daran gewöhnt sind, kann ich auch dabei bleiben. Der Musikgenuß hat jedenfalls bisher nicht gelitten...