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  1. Analogue Audio Association
  2. jwitzsch

Beiträge von jwitzsch

  • Wer kann ein defektes Keces P3 Netzteil reparieren?

    • jwitzsch
    • 22. März 2026 um 18:52
    Zitat von CarstenWL

    Wie alt ist das Netzteil?

    Gebraucht gekauft hier von einem netten Forumskollegen, im März 24. Genaues Alter weiß ich nicht, hat bis vor kurzem ja perfekt funktioniert.

  • Wer kann ein defektes Keces P3 Netzteil reparieren?

    • jwitzsch
    • 22. März 2026 um 18:19
    Zitat von wgh52

    Jörg,

    versuche doch bitte das 14-pin-IC bei unterschiedlichem Lichteinfall, unterschiedlichem Aufnahmewinkel der Kamera zum Objekt und mit Vergrößerung zu fotografieren. Ich konnte so schon viele Bezeichnungen sichtbar machen, die sonst kaum erkennbar waren.

    Grüße,
    Winfried

    Hallo Winfried

    Danke! Ich hoffe, das hilft 😃

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  • Wer kann ein defektes Keces P3 Netzteil reparieren?

    • jwitzsch
    • 22. März 2026 um 17:49
    Zitat von Arkadin

    Kam diese Aussage wirklich vom deutschen Vertrieb? Robert Ross kenne ich eigentlich anders und in dem Teil ist nichts ausgefallenes drin was ein Problem sein könnte.

    Ja, das kam von ihm. Ich kenne ihn auch als sehr freundlich und hilfsbereit. Allein schon, dass er sogar am Sonntag antwortet, ist ihm hoch anzurechnen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass auch er nichts mehr tun kann, weil der P3 ja nicht mehr hergestellt wird und vom P6 abgelöst ist.

    Zitat

    Leider ist es bei uns nicht mehr möglich, wir vermuten es sind defekte zweischichtige Leiterbahnen….ab und zu hilft auch ein nachlöten der Powerttransistoren oder der Gleichrichter ..

    Sorry

    Robert Ross

    Ich würde meine Frage aber wirklich gerne von einer Diskussion über den Vertrieb lösen und auf die Reparatur beschränken, denn das wird Robert Ross nicht gerecht.

  • Wer kann ein defektes Keces P3 Netzteil reparieren?

    • jwitzsch
    • 22. März 2026 um 16:26

    Bei meinem Keces P3 bricht seit neuestem bei Zone 1 die Spannung unter Belastung zusammen - bzw.: sie bricht ein, erholt sich kurz, bricht wieder ein. Egal, ob bei Belastung von 0.5, 1.5 oder 2.5 A (12V) - sollte bis 3A liefern. Ohne Belastung sind die 12V stabil.
    Zone 2 funktioniert tadellos.

    Vertrieb sagt: „Können wir nicht mehr reparieren, evtl. hilft nachlöten von Gleichrichter und Power-Transistor.“
    Hat leider nicht geholfen.
    Das P3 wird nicht ja mehr hergestellt, ist durch das P6 abgelöst. Austausch von Platine also auch nicht möglich.

    Bevor ich jetzt nach Ersatz suche, (brauche 2x 12V/3A): mag sich jemand hier an einer Reparatur versuchen?

    Gruß, Jörg


    Zone 1 ist im Bild rechts:

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  • Keith Jarrett: Köln Concert (50th Anniversary) - sehr schlechte Pressung

    • jwitzsch
    • 21. Februar 2026 um 14:32

    Hallo zusammen

    Wichtige Vorbemerkung: ich möchte hier echt kein ECM Bashing betreiben oder anstoßen, sondern nur ein Update liefern.

    Der Kundenservice von ECM war ja sehr freundlich, tolle Kommunikation, interessiert daran, das Problem zu lösen (zur Erinnerung: die B Seite der zweiten LP war deutlich dezentriert, nicht nur sichtbar, sondern auch hörbar, dazu noch verwellt mit kurzen und langen Wellen).

    ECM schickte mir umgehend ein Rücksende-Label und sagte, man werde die Platte überprüfen. Nach kurzer Zeit erhielte ich die Nachricht, dass die zweite LP gegen ein einwandfreies, überprüftes Exemplar ausgetauscht worden und das Doppelalbum auf dem Weg zurück zu mir sei.
    Top Service!

    Leider hat auch das ausgetauschte Exemplar wieder sichtbare, kurze Wellen. Die B-Seite der ausgetauschten LP2 ist ebenfalls wieder sicht- und hörbar dezentriert. Überprüft übrigens auf 4 Plattenspielern, um einen Fehler meinerseits auszuschließen.

    Gerade bei Klavier hört man das ja besonders unangenehm.

    Ich habe den Service von ECM noch einmal kontaktiert, mich zunächst für die sehr freundliche und problemlose Abwicklung bedankt und sie auf das erneute Problem hingewiesen. Warte jetzt mal auf Antwort.

    Frage an Euch: Wenn es tatsächlich ein Problem der Pressung der B-Seite von LP2 ist - wie komme ich an eine andere Charge oder eine Pressung von einer anderen Matritze aus einem anderen Presswerk?


    Gruß

    Jörg

  • Keith Jarrett: Köln Concert (50th Anniversary) - sehr schlechte Pressung

    • jwitzsch
    • 10. Februar 2026 um 17:21

    Das einzige, was ich zu diesem Thema finden konnte im Netz: angeblich sei der Flügel wieder in der Kölner Oper als Probenklavier im Einsatz.
    Da es aber nur eine Quelle ist und auch da teils widersprüchliche Begrifflichkeiten verwendet werden, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob das eine verlässliche Information ist.

    Zitat von Jaromir Jagr

    Hallo

    Weiß denn jemand, was mit Klavier danach passiert ist?

    Wurde es repariert, gestimmt ?

    Kam es noch irgendwo zum Einsatz?

    Gruß von Eugen

  • Keith Jarrett: Köln Concert (50th Anniversary) - sehr schlechte Pressung

    • jwitzsch
    • 10. Februar 2026 um 16:24

    Ich hab‘ mal ein bisschen recherchiert: Dieser Artikel des Bayerischen Rundfunks fasst die Geschichte und neuere Erkenntnisse gut zusammen, die den früher kolportierten Hergang etwas zurecht rücken:

    Keith Jarretts berühmteste Aufnahme: 50 Jahre Köln Concert | BR-Klassik
    Keith Jarretts "Köln Concert" ist das meistverkaufte Klavier-Solo-Album. Am 24. Januar 1975 wurde die Improvisation bei einem Konzert in der Kölner Oper…
    www.br-klassik.de
  • Keith Jarrett: Köln Concert (50th Anniversary) - sehr schlechte Pressung

    • jwitzsch
    • 10. Februar 2026 um 12:54

    Da könnten die Jarrett-Experten sicher etwas dazu sagen. Soweit ich weiß, ist es eh ein Wunder, dass es diese Aufnahme überhaupt gibt: Jarrett fand den Flügel sehr schlecht und musste lange überredet werden…

    Vielleicht ist das, was Du hörst, was die Aufnahme an sich eingefangen hat.

    Zitat von Fenimore

    Sowohl meine Pressung aus den 70ern als auch eine neuere Reissue sind auch nicht optimal gepresst.
    Es klingt als ob das Klavier kaputt wäre… 🤔

  • Keith Jarrett: Köln Concert (50th Anniversary) - sehr schlechte Pressung

    • jwitzsch
    • 10. Februar 2026 um 12:27

    Hallo Dietmar & Mit-Lesende

    Update: Ich habe Dietmars Ratschlag befolgt und ECM angeschrieben. Innerhalb 12 Stunden hatte ich Antwort - und das, obwohl ich die LP über Amazon und nicht im ECM-Shop gekauft hatte, was ich in meiner Mail explizit erwähnt hatte:

    Zitat

    vielen Dank für Ihre Nachricht, gerade wenn es um Fertigungsprobleme geht ist es sehr wertvoll für uns Info zu Problemen zu erhalten.

    Könnten sie uns das Album bitte zusenden, gerne tauschen wir das Album nach Erhalt der Retoure um und prüfen das Umtauschexemplar vorab.

    Im Anhang finden Sie ein Label zur kostenfreien Retoure

    Hut ab vor diesem schnellen und guten Kundenservice. LP geht heute zu ECM und ich freue mich auf einwandfreien Ersatz.

    Zitat von LP-Fan

    Hallo ihr,

    fasst immer das gleiche: Einer berichtet, dass sein erhaltenes Exemplar Fehler aufweist und manch einer meint auch gleich zu wissen, dass...

    und früher alles besser war. Da ich ein ECM-Liebhaber bin kaufe ich jede Platte des Labels, höre mir jede Platte an und hatte vielleicht in den letzten 3 Jahren 2-3 defekte. Ich muß euch nun auch leider mitteilen, dass bei mir vom Köln Concert Seite 3 und 4 problemlos durchläuft, nichts aufweist was jwitsch leider bei seinem Exemplar hatte.

    Teile das ECM doch mal direkt mit.

    Schade, dass du gleich zweimal ein defektes Exemplar erhlaten hast - hoffe, du bekommst demnächst ein einwandfreies. Ich kann dein Ärger diesbezüglich nachvollziehen - würde mir sicherlich auch so gehen - aber der Fehler liegt nicht beim Label sondern beim Preßwerk!

    Grüße

    Dietmar

    Alles anzeigen
  • Analoger Stammtisch Stuttgart

    • jwitzsch
    • 28. Januar 2026 um 20:39

    Hallo Hubert, Hallo Gerald!

    Da schick‘ ich doch gerne ein „komme sehr gerne“!

    Herzlichen Gruß, Jörg

  • Welche LP habt ihr das letzte Mal aufgelegt? Teil 5

    • jwitzsch
    • 25. Januar 2026 um 03:52

    Wenn der Verkäufer so verschickt…

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    … dann macht schon das Paket Freude. Ganz abgesehen davon, die top erhaltene Erstpressung zu hören 😊


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  • Analoger Stammtisch Stuttgart

    • jwitzsch
    • 2. Januar 2026 um 13:24

    Liebe Stammtischler - auf diesem Weg ein persönlicher Neujahrsgruß. Freue mich schon auf schöne, spannende, unterhalt(ungs)same Abende in 2026! Und danke schonmal an Hubert und Gerald fürs Organisieren :merci:
    Herzlichen Gruß
    Jörg

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  • Keith Jarrett: Köln Concert (50th Anniversary) - sehr schlechte Pressung

    • jwitzsch
    • 27. Dezember 2025 um 14:09

    Hallo zusammen!

    Über das Pro und Contra dieser Aufnahme ist ja schon genügend diskutiert worden. Ich möchte mich lediglich auf die Pressqualität dieser Wiederveröffentlichung zum 50jährigen Jubiläum der Aufnahme beschränken - und die war bei zwei Exemplaren ziemlich unterirdisch.

    Deshalb die Frage: habt ihr auch ähnlich schlechte Erfahrungen mit dieser Pressung gemacht?

    Seite 1&2 dieser Doppel-LP: perfekt. Plan, keine Störgeräusche.

    Seite 3&4 meines ersten Exemplars: stark verwellt, und das gleich doppelt. Einmal zwei „lange Wellen“ und dann ein sehr kurzer, starker „Huppel“ à la „Sprungschanze“. Das hört man auch. Deshalb ging die auch gleich zurück.

    Das Austauschexemplar: Seite 1&2 wieder perfekt. Seite 3&4: ähnliche Wellen, inkl. der nicht mehr ganz so steilen & kurzen „Sprungschanze“. Deshalb im AFI Flat Duo gebügelt - nach zwei Durchgängen fast plan, die kurze Welle war nicht komplett korrigierbar, hab‘ ich aber auch nicht erwartet

    Aber: Seite 4 nicht anhörbar, weil ziemlich exzentrisch - mehr als nur deutlich sichtbares Hin- und Herschwenken des Tonarms. Das führte bei den langgezogenen Klaviertönen zu einem sehr starken Jaulen.

    Wundert mich, dass das bei der Qualitätskontrolle durchgegangen ist.


    Über die relative Klangqualität dieser Pressung kann ich nichts sagen, mir fehlt der Vergleich zu früheren Versionen.

  • Erfahrung mit Ikea Kallax als Plattenregal

    • jwitzsch
    • 24. November 2025 um 20:58

    Hallo - wollte mit Euch auch gerne meine Erfahrungen teilen - vielleicht hilft es ja dem Einen oder der Anderen.

    Wie Ihr im Bild sehen könnt, kommt bei mir einiges an Gewicht auf die Kallaxe. Ich hab’s beim Aufbau immer so gehalten:

    • Ich habe die Orientierung der Regale (stehend oder liegend) immer so gewählt, dass die dünnen Zwischenbrettchen, die nur mit Holzdübeln befestigt sind, ausschließlich als senkrechte Stütze und nicht als horizontaler Boden dienen.
    • Schwere Geräte, die oben auf den Regalen stehen sollen, immer so gestellt, dass eine Seite direkt am oder auf dem Rand steht und eine weitere senkrechte „Brettchen“-Stütze unter oder nahe bei sich sich haben. Deswegen habe ich lieber mehrere 2x2 oder 2x3 Varianten kombiniert, als größere Einzelregale zu nehmen.
    • Das war auch der Grund, dass ich ein deckenhohes Plattenregal aus übereinander gestapelten 2x2 Varianten gebaut und auf der Hälfte und ganz oben mit den beigelegten Sicherungswinkeln an die Wand gedübelt habe.

    Herzlichen Gruß, Jörg

    P.S.: Gegen das Durchrutschen der Platten nach hinten habe ich mir aus dem Baumarkt Rohrisolierung aus Schaumstoff geholt. Die sind ja bereits auf einer Seite der Länge nach aufgeschnitten und beide Schnittflächen sind mit Klebestreifen versehen. Also einfach der Länge nach gegenüber durchschneiden und schon hat man selbstklebende, halbrunde „Sicherungsstreifen“, die auch die Ecken der Plattenhülle nicht abstoßen, weil sie einigermaßen weich sind.


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  • Bilder Eurer Tonabnehmer

    • jwitzsch
    • 16. November 2025 um 00:40

    Ich beteilige mich mal mit meinem DAVA Soul, einem Feldspulen-Tonabnehmer des litauischen Entwicklers Darius Valiunas. Falls Euch Details interessieren, hier habe ich mehr dazu geschrieben:

    Thema

    Tonabnehmer Vorstellung: Feldspulen-Tonabnehmer "DAVA Soul"

    Hallo zusammen

    Ich möchte Euch heute einen etwas spezielleres und spannendes System vorstellen, das ich mir vor einem halben Jahr bestellt hatte und jetzt seit einer Woche in meiner Anlage läuft: der Feldspulen-Tonabnehmer "DAVA Soul". Entwickelt und gebaut hat ihn Darius Valiunas aus Litauen. Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich das System hier etwas detaillierter beschreibe - es gibt noch nicht viele Infos im Netz und ich könnte mir vorstellen, dass Euch die Details durchaus interessieren…
    jwitzsch
    15. November 2025 um 22:45



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  • Tonabnehmer Vorstellung: Feldspulen-Tonabnehmer "DAVA Soul"

    • jwitzsch
    • 16. November 2025 um 00:24

    Kleines Update noch, weil ich gerade die Pastorale aus dem hervorragenden Beethoven-Zyklus von Herbert von Karajan aufliegen habe.
    Ich sagte ja "das Soul geht bei mir nicht so extrem in die Raumtiefe wie mein Wajima" und würde hier gerne noch etwas detaillierter ergänzen: "stimmige, weite Räumlichkeit" finde ich die noch treffendere Einordnung.
    Diese Aufnahme beispielsweise reicht bis weit hinter die Basis (beim Wajima tatsächlich noch mehr), das Orchester ist in Breite wie Tiefe durchsichtig geordnet, die Instrumentengruppen sind als Einheit klar wahrnehmbar und haben eine natürliche Ausdehnung, ohne dass das Orchester in Einzelteile zerfällt - es bildet weiterhin eine Einheit.
    Die Einzelinstrumente (z.B. Piccolo, Flöten, Oboen, Klarinetten) unterstreichen das: Sie sind exakt ortbar, aber eingebettet im Orchester, musikalisch wie klanglich. Auch da fällt die Ausgewogenheit des Soul wieder auf: keine Überbetonungen, keine Unterschlagungen.

    Prüfstein für Räumlichkeit ist bei mir auch immer der "Danse Macabre" von Camille Saint-Saëns in der Decca-Einspielung von Jean Martinon mit dem Orchestre de la Société des Concerts Du Conservatoire. Auch da zeigt sich das, was ich bei der Pastorale geschrieben habe. An einer Stelle gibt es einen wunderbaren musikalisch Aufbau, bei dem sich mehrere Melodielinien gegen- und ineinander verweben - jede einzelne lässt sich mühelos verfolgen.

  • Tonabnehmer Vorstellung: Feldspulen-Tonabnehmer "DAVA Soul"

    • jwitzsch
    • 15. November 2025 um 22:45

    Hallo zusammen

    Ich möchte Euch heute einen etwas spezielleres und spannendes System vorstellen, das ich mir vor einem halben Jahr bestellt hatte und jetzt seit einer Woche in meiner Anlage läuft: der Feldspulen-Tonabnehmer "DAVA Soul". Entwickelt und gebaut hat ihn Darius Valiunas aus Litauen. Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich das System hier etwas detaillierter beschreibe - es gibt noch nicht viele Infos im Netz und ich könnte mir vorstellen, dass Euch die Details durchaus interessieren könnten.

    Das Prinzip von Feldspulen ist ja schon lange bekannt, Ihr kennt es sicher aus dem Lautsprecherbau - statt mit einem Permanentmagneten wird das Magnetfeld mit einer von Gleichstrom durchflossenen Spule erzeugt.

    Darius Valiunas beschäftigt sich schon lange mit dieser Technik und hat es für seine DAVA-Tonabnehmer angepasst. Die Spulen sitzen dabei nicht, wie bei klassischen MCs, am Ende des Nadelträgers, sondern über dem Diamanten am Frontende. Sie sind flach und ragen senkrecht nach oben in einen sehr schmalen Schlitz zwischen den Polschuhen. Versorgt wird die Feldspule über zwei zusätzliche Pins mit 9-12 V Gleichspannung, entweder mit einem kleinen Linear- oder einem Röhren-Netzteil - ich habe das Linearnetzteil.

    Ein paar technische Daten:

    • Nackter Microridge Diamant
    • Ausgangsspannung 0.3 mV bei 5cm/s
    • Innenwiderstand 6 Ohm
    • Compliance 8 din
    • Gewicht 17g
    • Auflagekraft 24 - 30 mN (ich fahre es derzeit mit 28 mN, erreiche etwas mehr als 60u)

    Die Stromversorgung erfolgt über eine hochflexible Versorgungsleitung aus Silberdraht, die im Tonarm oder daran entlang geführt werden kann. Ich habe das DAVA Soul an einem Schröder CB-L Tonarm montiert und wollte eine optisch "saubere" Lösung haben - Frank Schröder hat für die Stromversorgung deshalb extra noch zwei dünne Käbelchen in den Arm eingezogen. Außerdem sollte das Gehäuse des DAVA Soul zur Brummfreiheit geerdet werden - dazu führt ein dünner Erdungsdraht aus dem System. Der wird am Headshell befestigt, wenn der Arm komplett aus Metall besteht, andernfalls kann er entweder über eine Erdungsleitung durch den Arm geführt werden (heißt dann: 7 Leitungen) oder über den negativen Pol der Stromversorgung (dann muss dieser am anderen Ende mit der Phono-Erdungsklemme verbunden werden, sagte mir Valiunas).

    Durch das Prinzip der Feldspule erwärmt sich das System - Valiunas empfiehlt deshalb Headshells und Tonarme aus Metall, die die Wärme ableiten. Da mein Schröder CB-L ein Armrohr aus Holz hat, hat Valiunas das System angepasst und die Versorgungsspannung auf 10 V reduziert, dementsprechend sinkt die Ausgangsspannung des Systems. Zusammen mit der Montageplatte im Schröder-Arm reicht die Kühlung aus, bei mir wird das System gut 31° warm. Klangliche Experimente mit der Höhe der Versorgungsspannung verbieten sich aber bei mir.

    Bei mir läuft das System an einem 1:20 Übertrager - das passt sowohl mit der Anpassung als auch mit der Ausgangsspannung für die Phonovorstufe,

    Jetzt noch einiges zum Klanglichen:

    Ich finde, das DAVA Soul löst sehr gut auf, ist extrem schnell und präzise. Mit Sibilanten kommt es hervorragend zurecht. Die Dynamik: sowohl grob- als auch feindynamisch überzeugend. Ich würde es in diesem Aspekt in Richtung der Unmittelbarkeit der Decca-Systeme einordnen.

    Das geht aber nicht einher mit einem "technischen Klang", der alles nur seziert, dem aber Musikalität fehlt. Ganz im Gegenteil: ich finde das DAVA Soul hochmusikalisch. Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt: ich möchte eine Interpretation oder musikalische Entscheidung eines Künstlers verfolgen und nachvollziehen können. Außerdem schafft das Soul es, wie andere gute Systeme, dass - so möchte ich versuchen, das zu beschreiben - Ensembles/Musiker miteinander spielen und nicht nebeneinander her.

    Abtastfähigkeit; wie oben geschrieben, schaffe ich minimal mehr als 60u. Kenne das schon von den Ortofon SPUs und hatte auch da bislang keine Probleme.

    Das Soul trennt Instrumente nicht nur sehr gut voneinander, es gibt jedem Instrument auch Raum - im doppelten Sinne: sowohl akustisch wie klanglich. Sänger stellt es klar vor die Band / das Orchester - mit dem DAVA Soul geht’s sehr klar gezeichnet in einen eigenen Raum, der auch ganz klar nachvollziehen lässt, ob künstlicher Hall bzw. ein natürlicher Aufnahme-Raum die Stimme umgibt und wie dieser Raum "gestaltet" ist. Gleiches gilt für Solo-Instrumente. Diese Art, Räume zu schaffen, kommt auch kleinen Besetzungen entgegen - sei es Klaviertrio, Streichquartett, Singer/Songwriter, Jazz-Ensemble.

    Stimmen scheint das DAVA Soul zu lieben - ich finde, sie haben einen ganz eigenen Schmelz und eine große Natürlichkeit. Das gilt auch für Streicher - da wird nichts überhöht, um sozusagen "Auflösung" zu erzeugen. Alles bleibt gefühlt natürlich.

    Spannend fand ich, dass der Bass sehr viel Autorität hat und richtig in die Tiefe geht. Das scheint mir aber nicht über eine Bassüberhöhung erzeugt zu werden - der Bass ist sehr ausgewogen, dabei knochentrocken und präzise, Das zeigt sich sowohl bei Jazz-Aufnahmen am gezupften Bass (schwingt sehr definiert - und schwingt dann lange aus) als auch z.B. bei Klavierkonzerten beim großen Flügel. Gegenüber meinem Koetsu Wajima schien mir ein großer Bösendorfer dennoch minimal schlanker.

    Was die Räumlichkeit angeht: das Soul geht bei mir nicht so extrem in die Raumtiefe wie mein Wajima - ich würde es aber keinesfalls in die Kategorie "flach" einordnen. "Stimmige Räumlichkeit" finde ich die bessere Einordnung. Klanglich würde ich noch hinzufügen: "selbstverständlich", "nichts aufgesetztes" und "authentisch" - und dabei gerne nochmal die Musikalität des Systems betonen.

    Anbei noch ein paar Bilder. Bei der Detailaufnahme von der Unterseite kann man die Spulen und den Spalt zwischen den Polschuhen leider nur schlecht sehen - die Unterseite ist zum Staubschutz abgedeckt, damit nichts in den Polspalt gelangt.

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    Hier sieht man gut die beiden Versorgunsleitungen (oberste Reihe) und den Erdungs-Draht (führt neben dem gelben Minus-Anschluss ins Gehäuse)

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  • Warum landen Themen Abonnements im Spam Ordner?

    • jwitzsch
    • 7. November 2025 um 14:30

    Hallo zusammen
    Ich habe die Lösung gefunden: die Spamerkennung bei GMX reagiert nicht auf die Adresse „no-reply@analog-forum.de“ bzw. die Domain "analog-forum.de", sondern auf die Domain "aaanalog.de" (die im Quellcode der Mail als reply-to-Adresse angegeben ist).
    Nachdem ich die in der WhiteList eingetragen hatte, schlagen alle Mails des Forums wieder im Posteingang auf - sowohl bei GMX Webmail als auch im iPhone & MacBook.
    Danke nochmal für Eure Ideen und Hilfe.
    Jörg

  • Warum landen Themen Abonnements im Spam Ordner?

    • jwitzsch
    • 5. November 2025 um 19:17
    Zitat von Dr.Music

    Das hat vermutlich auch mit den fehlerhaften DNS-Einstellungen des Forum-Servers zu tun.

    Danke für die Info - das würde wohl vom Zeitpunkt her passen. Ich hatte vor einiger Zeit gar keine Benachrichtigungen mehr bekommen. Irgendwann begann das mit dem Spam-Ordner.
    Ich versuche jetzt noch, die Domain aaanalog.de bei GMX "freizugeben" - ich sehe im Quellcode, dass das als Reply-Adresse eingetragen ist. Vielleicht hilft's.

  • Warum landen Themen Abonnements im Spam Ordner?

    • jwitzsch
    • 5. November 2025 um 18:38
    Zitat von puntomane

    ... Und mit Free Mail verdient man nun mal keine "Kohle"

    Dabei habe ich einen kostenpflichtigen TopMail-Account ;)

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