Posts by cay-uwe

    Es wird Zeit diesen Thread wieder aufleben zu lassen, denn gestern bin ich endlich dazu gekommen zu meinen Schreiner zu fahren um unter Anderen auch das Gehäuse für meinen 211 SET abzuholen.


    SET-211-26i.jpg


    Die ALU-Platten passten perfekt und nach der Überprüfung wurden noch die Bohrungen und Fräsungen für die Ploklemmen, Cinchbuchsen und Kaltgerätestecker durchgeführt. Das war zwar etwas ungewöhnlich, da ich mir bis dahin nicht ganz im klaren war wie ich diese anordne. Letztendlich habe ich mich doch für die Platzierung wie im Prototypen entschieden.


    Ich hoffe nächste Woche dazu zu kommen am Projekt weiter zu arbeiten.


    Erstmal muss ich andere Aufträge fertig bekommen ;)

    Toll, dass Du für dich so schnell zu brauchbaren Ergebnissen kommst und ich hoffe wir werden noch ein paar Bilderchen und Messungen vom Endprodukt sehen.

    Die Pioniere der Röhrentechnik wussten schon 1925 ganz genau, was man tun muss, um das Optimum aus den Röhren herauszuholen. Leider war es zu der damaligen Zeit sehr schwierig (und auch extrem teuer) technisch ein Rechteck-Signal zu erzeugen; aber die Theorie dahinter war komplett ausgearbeitet und bekannt. Leider sind viele dieser Informationen heute kaum mehr zugänglich und werden, wenn sie wieder ausgegraben werden, auch heftig abgelehnt.

    Ich denke nicht, dass Abhandlungen heftig abgelehnt werden, es ist eher, dass man sich Gedanken macht was für Auswirkungen bzw. Nebenwirkungen solche Ansätze haben.


    Persönlich kann ich mk_ Bedenken z.B. bezüglich der Skin-Effekte nachvollziehen.


    Leider hast Du bei den Beispielen aus alten Publikationen nicht erwähnt mit welcher Frequenz der Rechteck empfohlen wurde. Wie Du selber sagst, war es zu dem Zeitpunkt schwierig solche Signale zu generieren und aus dem Grund gehe ich davon aus, dass nicht über hochfrequente Signale wie deine gesprochen wurde.


    Wie immer, die Erfahrung wird zeigen, was es letztendlich bringen wird und wo sich noch Problem auftuen könnten.

    Ich glaube nicht, daß hier auch nur näherungsweise 10V RMS an der Heizung anliegen.

    Von evtl. auftretenden Skin-Effekten mal ganz abgesehen.


    Es geht nämlich nicht darum, die Kathode irgendwie zum Glühen zu bringen, sondern diese auf eine genau definierte Temperatur zu erwärmen. Und diese Temperatur muß auf wenige zehn Grad stimmen (Bei ~2000K einer 211!).


    Bei einer thorierten Kathode wird die Emission durch atomares Thorium auf der Kathodenoberfläche erzeugt. Dieses Thorium wird durch Reduktion aus Thoriumoxid, welches in geringer Menge im Kathodendraht enthalten ist, gebildet. Dafür bedarf es einer bestimmen Temperatur. Das gebildete Thorium wandert zwischen den Kristallen des Wolframs an die Oberfläche und verteilt sich dort in einer 1-lagigen Atomschicht. (Frage Skineffekt? )

    Danke der Erläuterungen und Deiner Bedenken. Wie ich schon ein paar Mal sagte, befasse ich mich nicht so tief mit Röhren-Konstruktionen, wie z.B. Du. Ich gehe den Weg den Datenblättern zu folgen und habe mir ehrlicherweise keine Gedanken gemacht weshalb unter Anderen die Heizspannung so genau eingehalten werden muss. Ich habe einfach nur dafür gesorgt, dass sie den Daten entsprechend dimensioniert ist.


    Aus den Beschreibungen kann ich die Meinung teilen, dass sich Skin-Effekte bei solchen dünnen Schichten die sich erstmal aufbauen müssen durchaus relevant sein wird. Die Problematik dabei ist, dass sich so wie es ausschaut diesbezüglich so gut wie keiner Gedanken darüber gemacht hat, im Gegensatz zu DC oder AC Heizung bei niedrigen Frequenzen.


    Aus Deinen Erläuterungen, auch bezüglich "True RMS", bin ich auch der Meinung, dass in diesen Fall eine Hochfrequenz-AC Sinus wahrscheinlich die bessere Wahl wäre. Ich meine mich erinnern zu können, dass das an den hohen Verlustleistungen von den Verstärkern gescheitert ist...


    Trotzdem, ich bin gespannt welche Erfahrungen Reiner weiterhin sammelt und berichtet.

    Meine Güte, das schlechte Wetter hat wohl viele vor die Tastatur gebracht und wenn ich das hier lese muss ich unseren Jo recht geben...


    Wenn hier alle Diskutanten gemeinsam einen 300B Verstärker bauen sollten, das ginge aus wie der Turmbau zu Babel... :D:D


    Das ist genau meine Erfahrung bei Teamwork. Es gibt viele Ideen, Einwände, Abers, und das Ganze zieht sich in die Länge.


    Wenn man sich aber die einzelnen Punkte anschaut, dann muss man sagen, das jeder aus seiner Sicht irgendwo recht hat.


    Am Ende zählt nur eines, es muss gefallen.


    Ob man die Vorstufe mit Pentode, Triode, oder wie auch immer gestaltet, spielt da keine Rolle. Genau so ob es nun SET, Push-Pull, oder wie auch immer im Endstufenbereich ausschaut.


    Wichtig ist es ein Lastenkatalog zu definieren an den man sich hält und gegenbenfalls korrigiert, falls die gewünschten Ziele nicht erreicht werden. Da darf aus meiner Sicht auch die Optik eine Rolle spielen, oder wie man sich das Netzteil vorstellt, oder einstufige oder mehrstufige Vorstufe, usw.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für alles einen Markt gibt, es muss nur dementsprechend präsentiert werden ;)

    Heute sind die ALU-Platten von Schaeffer AG gekommen. Sie sehen wie immer gut aus. Mein Schreiner rief mich vorhin auch an und teilte mir mit, dass der Holzrahmen auch fertig sei. Nach Ostern geht es also ins Eingemachte ...


    SET-211-25i.jpg


    Besonders toll finde ich mittlerweile, dass man bei Schaeffer AG auch Bilder auf die Platten bringen kann. Das habe ich mal für die Bodenplatte ausprobiert und wurde einwandfrei gefertigt.

    Reiner,


    ich freue mich, dass Du weiter berichtest und auch noch Messungen veröffentlichst. Schön ist auch zu sehen, dass je nach gesteckten Zielen, sich Entwicklungszeiten in die Länge ziehen können, wenn wie bei Dir der Fall immer wieder in der Praxis Dinge aufkommen mit denen man nicht gerechnet hat...

    Das ist in der Tat ein sehr gefälliges Design. Allerdings fehlen mir die Möglichkeiten so etwas zu realisieren. Das bedarf bestimmt CNC Maschinen, die auch mein Schreiner nicht hat, weshalb das bei meinen Design beim "Quadratisch, praktisch, gut" bleibt.


    Vor Jahren habe ich mir den Luxus mal erlaubt, spezielle Frontplatten für einen Hochtöner eines meiner Lautsprecher machen zu lassen. Das waren ALU-Teile, CNC gefräst, eloxiert, etc. Da habe ich die Erfahrung gemacht, dass Metallbauer keine Ahnung von Ton-Möbel haben. Bis die Qualität erreicht wurde, die notwendig für ein HiFi-Gerät ist, war mein Budget überschritten. Ähnliche Erfahrungen habe ich mit Schreinern gemacht. Ganz schrecklich was man da an Qualität zum allergrößten Teil bekommt...


    Ist aber ein anderes Thema. Ich freue mich auf meine Teile und denke nach Ostern werde ich mein 211 SET Projekt abschliessen können :)

    Lässt Du die Aluplatten für das Oberdeck bei Schaeffer machen? Deren Service finde ich hervorragend!

    Schon seit Jahren lasse ich dort alle ALU-Platten fertigen. Bis auf einmal, war die gelieferte Ware sehr gut und ich bin sehr zufrieden.


    Mittlerweile kann man seit den neusten Software-Upgrade sogar eigene Bilder auf die Platten gravieren lassen. Das habe ich diesmal mal gemacht und bin sehr gespannt ...

    Es tut sich wieder etwas bei meinen 211 SET Projekt.


    Nach langer Überlegung habe ich entschieden meine Verstärker wieder mit einen Holzrahmen und ALU-Platten zu fertigen.


    Ich war dieser Tage bei meinen Schreiner um Lautsprecher für einen Kunden zu restaurieren und da lagen ein paar massive, sehr schöne Eichekanthölzer, und da war es um die Entscheidung geschehen. Kurz mit meinen Schreiner eine Skizze gemacht, ein paar Details besprochen und ich vergab ihn den Auftrag.


    Am Wochenende habe ich die ALU-Platten entwickelt, mehrfach geprüft und dann in Auftrag gegeben.


    Mein Schreiner wird versuchen, den Rahmen noch vor Ostern fertig zu bekommen, damit ich zügig den Umbau vom Prototypen angehen kann.

    2A3!

    Für doppelte Lautstärke braucht man 10x mehr Leistung... Was soll der Unterschied zwischen 3W und 8W also bewirken? Nix...

    Oder 2 x 300B je Kanal... PSE (parallel single endet)... Dann aber mit 'nem kräftigen Treiber!

    Das müsste richtigerweise heißen: "Für doppelte empfundene Lautstärke braucht man 10x mehr Leistung"


    Das ist eine weitere phsycho-aksutische Sache.


    Technisch gesehen bedeutet +6dB eine verdopplung des Pegels, oder eine Vervierfachung der Leistung. Der Mensch nimmt das aber subjektiv nicht als doppelten Pegel wahr, das geschiet erst bei ca. +10dB Pegelanhebung, also ca. das 3,15-fache.


    Mit Leistung P = U^2 / R bedeutet das:


    Hebt man U um +10dB an, ist P = ( 3,15^2 x U^2 ) / R = 10 x U^2 / R,


    wie geschrieben, 10-fache Leistung ;)


    Allerdings, so kritisch würde ich das nicht sehen, oder jeder sollte es für sich eruieren. So z.B. empfinde ich Zimmerlautstärke bei mir bei ca. 1/8 Watt mit meinen 95dB SPL Lautsprechern. Wenn ich empfunden laut stelle, steigt die Leistung in den Bereich von ca. 1 Watt, was ca. +10dB Leistung ist. Mit 4 Watt ist es bei mir gefühlt sehr laut ...

    so wie ich Cay-Uwe einschätze, macht er lieber eigene Übungen.

    Ich werde mir den 300B nicht kaufen und das hat zwei Gründe:


    1. Das Gerät müsste ich abholen und das wäre über 300km weit weg von mir

    2. Der Aufbau ist zum Teil auf Platinen, was Tuning erschwert


    Es hätte sich um ein Music Angel 300B gehandelt.


    Mal sehen, eventuell packt es mich doch nochmal so ein MDF-Gehäuse wie im 211 Projekt zu bauen.


    3,5k - 6Ω AÜ hätte ich auch noch ein Paar hier rumliegen, Netztrafo 230V - 350V auch noch, mit 2 x 6,3V Heizwicklungen für DC Heizung, 6N1 und 6J5GT Vorstufenröhren wären auch noch da, wie die notwendigen Fassungen, Widerstände, usw. auch genung da...

    Wie gesagt, mir ging es nur darum, aufzuzeigen, dass man die "Qualität" der Wiedergabe nicht nur an einer Komponente und Messung festmachen sollte.


    Im HiFi ist der Lautsprecher tatsächlich das schwächste Glied und verfälscht aufgrund seiner Übertragungscharakteristik ein Rechteck am stärksten, wie man aus meiner Messung sehen kann.

    Phycho-akustisch nimmt zum Glück das menschliche Ohr das nicht so drastisch auf, kann jedoch ab einen bestimmten Maß durchaus differenzieren.


    papa_bjoern Björns verlinkte Dokument beschreibt am Anfang auch ein schönes Beispiel, nämlich das von einen Röhrenverstärker, der sich im Prinzip nicht optimal misst, aber gefälliger erscheint als viele die sich wesentlich besser messen.


    Auch darum ging es mir, messen ist wichtig, aber nicht alles.


    Genug OFF TOPIC, wie gesagt, bin am überlegen ob ich mir einen gebrauchten 300B Verstärker kaufe, eventuell einen Tuning unterziehe um hier zum Thema betragen zu können ;)

    Rechteck ist eine mathematische Fiktion, unendliche Bandbreite notwendig,

    Womit wir uns im Kreis drehen, denn das ist was ich letztendlich sagen möchte, wie so ein Rechteck ausschaut ist bis zu einen gewissen Punkt nicht alles und ich habe es ein paar mal gesagt, die Bandbreite wird unter anderen entscheiden sein.

    Rechteck und Verzerrungen sind zwei paar Schuh,

    Richtig und nirgewo habe ich gesagt das es zusammenhängt, nur, dass eine Regelung im Lautsprecher die Rechteckwiedergabe nicht besser gesatlten wird. Eine Regelung greift Primär in Verzerrungen ein und da auch nur in die, die der Sensor aufnehmen kann. Bei den geregelten Lautsprechern im Wesentlichen wenn es um Antreibsfehler geht.


    Es gibt zwar einige Modelle die unterschiedliche Arten von Verzerrungen durch Vorabentzerrung angehen und da ist es richtig das die Modellierung sehr zu passt, wie bei jeder Art Steuerung.


    Bei den von mir erwähnten FIR ging es mir primär darum, dass es eine Möglichkeit ist, Betrag und Phase einer Übertragungsfunktion getrennt zu handhaben, was mit Analogfunktionen, wenn überhaupt, nur durch Annäherungen und großen Aufwand möglich ist.


    Nochmal zu SNR, die unterschiedlichen Empfehlngen die hier aufgeführt werden, machen das den Interessenten / Laien nicht einfacher, speziell wenn es darum geht Vergleiche machen zu wollen.


    Um beim Thema zu bleiben, habe eine gebrauchten China 300B im Auge, so zum spielen ...