Posts by cay-uwe

    Toni31 ,


    danke für die Erläuterungen zu deinen 211 Treiber-Konzept und dessen Eindrücke.


    Man kann natürlich stundenlang darüber philosophieren was nun "Das Bessere" ist, wobei meine Zielrichtung grundsätzlich so ist, dass ich wenn ich mit Röhren arbeite, ich alles versuche damit zu realisieren.


    Die 211 Röhre wird kritisch wenn sie mit positiver Gitterspannung betrieben werden soll und da gebe ich dir recht, die Treiberstufe muss das bewältigen können. Da haben Konzepte wie deins Vorteile ;)


    Belässt man es auf negative Gitterspannung-Ansteuerung, ist die 211 recht unkritisch, natürlic mit dem Nachteil, dass die Leistungsausbeute niedriger wird; etwas optimistisch nur 15Watt.


    Bin gespannt wie es bei dir weiter geht :)

    aber wieso - es gab doch keinen Ärger?... :wacko:

    Ich meinersteits bin dankbar, dass Jo diesen Thread gestertet hat, da ich dadurch die Motivation bekmmen habe, die ich brauchte um mich an die 211 zu machen.


    Warum jemand nicht mehr in Foren teilnimmt kann sehr vielfältige Gründe haben.


    Beim Jo denke ich, dass er sich im Moment mehr um das Genießen seiner Gerätschaften kümmert, weshalb er nicht mehr viel aktiv ist ;)


    Oft ist es aber so, dass User wegen unterschiedlichen Befindlichkeiten aufhören in Foren zu partizipieren.


    Um aber beim Thema 211 zu bleiben, in Herbst werde ich eine weitere 211 Endstufe fertigen, wieder mit einigen Teilen, die ich für Test gekauft habe, wie z.B. die LUNDAHL AÜs, oder die TBT AÜ auf Basis von EI120 Kernen.


    Über die technische Ergebnisse habe ich ja ausführlich berichtet. Jetzt geht es mir auch mehr um Hören :)

    Wer drei Systeme braucht um eine 300B anzusteuern, hat es nicht verstanden.

    Ich bin nicht genau auf die Schaltung eingegangen, da für mich der Charme der Röhre daran liegt, sie ohne Rückkopplung zu betreiben.


    Allerdings, wenn Rückkopplung benutzt wird sollte die Open-Loop-Verstärkung der Treibersektion hoch sein um eine entsprechende Rückkopplung zu erreichen.


    Als Beispiel, würde man 20dB Rückopplung haben wollen, dann bleibt von der Treibersektion nur noch 1/10 der Open-Loop-Verstärkung übrig.


    Deswege verstehe ich schon wenn man da zwei Stufen benutzt, wobei in diesen Fall, bestimmt die ECC83 maßgeblich für die Open-Loop-Verstärkung sein sollte.


    Aber wie gesagt, habe das nicht genau analysiert.


    Hinzu kommt die "über alles Gegenkopplung" mit einer resultierenden Ausgangsleistung von 9,2W bei 10% Gesamtklirr (Datenblatt des Amps) - wirklich nichts verstanden...


    Das ist allerdings doch etwas verwunderlich :/

    Könnte mal einer eine Liste mit marktbreiten käuflich erwerbbaren LS erstellen, die man mit einer 2A3 betreiben kann? Und zwar ohne nur Mädel mit Gitarre und Solo-Violine zu hören?

    Ich bin mal etwas eigennützig und hoffe es wird mir nicht übel genommen, aber meine Sonus Natura Extremi würde auch ein Kandidat sein ;)

    Was den Klirr anbetrifft handhabe ich es recht einfach, insbesondere seitdem ich selber für mich herausgefunden habe, wie tolerant unser Ohr ist.


    Mehr K2 / D2 als K3 / D3 führt zu einen warmen Klang ( typisch Triode ), möchte man etwas spritzigeren Klang so sollte K2 / D2 und K3 / D3 näher zueinander liegen.


    Mehr brauche ich nicht ;)

    Eigentlich langweilig immer wieder eine ähnlich Schaltung aufzubauen. Mach doch mal einen Hybrid mit einer niederohmigen Ansteuerung der Röhre. Weg von der Klirrfaktor Kompensation durch die erste Röhre. Hin zum reinen Röhrensound der Endröhre.

    Wie gesagt, es geht um Reste-Verwertung, wobei eine niederohmige Ansteuerung mit lokaler Rückkopplung der Eingangstufe sich auch mit Röhren realisieren ließe. Dann allerdings sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, mit einer Direktkopplung.


    Mal sehen was meine Reste hergeben ;)

    Habe in den unterschiedlichen Web-Shops etwas gestöbert und mich für die Shuguang 2A3 entschieden, hauptsächlich wegen den Preis. Dies soll ja ein Reste Projekt werden.


    Über die entgültige Schaltung grübbel ich noch etwas ob nun E88CC / 6922, 6SL7GT oder 6J5GT. Das habe ich noch bei mir rumliegen.

    Es gibt aber auch Menschen,die sich nur an ihren Klang erfreuen.

    Da ich technisch nicht soo versiert bin gehöre ich zu dieser Kategorie.

    So geht es mir auch, aber es muss letztendlich ja auch entwickelt und gebaut werden, und das sind technische Herangehweise. Ohne geht es nicht.

    Moin Uwe,

    Cay-Uwe ;)

    tja - es gibt Leute, die machen - und es gibt Leute, die viel erzählen/schreiben... ;)

    Dann erzähle ich was mir im Moment so durch den Kopf geht.


    Eines habe ich ja schon gesagt, direkt gekoppelte Treiberstufe an der 2A3. Das ergibt sich daraus, dass mein Netztrafo ca. 320 - 360V / 150mA je nach Gleichrichtung zur Verfügung stellt. Da ein typischer 2A3 BIAS bei Ua = 250V und Ug = -45V / Ia = 60mA liegt, muss die Differenzspannung irgendwo hin.


    Als Treiberstufe würde ich die 6SL7GT benutzen, so wie ich es in meinen 211 SET gemacht habe, nämlich paralell geschaltet. Da die 2A3 eine geringere Eingangkapazität besitzt als die 211, sollte das kein Problem sein. Allerdings, je nach Direktkopplungskonzept könnte ich mir auch eine E88CC / 6922 vorstellen. Aber auch über diesen Part muss ich mir noch ein paar Überlegungen machen.


    Die Heizung der 2A3 würde ich mit DC Schaltnetzteilen versehen, denn das hat sich bei meiner 211 SET bewährt.


    Allerdings, mein Netztrafo besitzt eine Heizspannungswicklung von 6,3V mit Mittenanzapfung und somit würde es ein Versuch wert sein, die 6A3, die du Björn vorgeschalgen hast, auszuprobieren. Da bin ich noch am überlegen ob ich da investiere oder in die 2A3 mit DC SNT.


    Ansonsten wie gesagt, die AÜs hätte ich auch, mit Primärimpedanz 3,5 kOhm : 6 Ohm Sekundär, bzw. 2,5 kOhm : 4 Ohm Sekundär.


    Der Rest wäre Kleinkram wie Widerstände, Kondesatoren, etc.


    Schaun wie mal :)

    Ich finde es schon interessant wie sich so ein Thread entwickelt, von Gewicht über alles bis hin zu Grundsätze der Elektrotechnik.


    Eigentlich wollte ich nur einen 2A3 Verstäker mit Resten die bei mir rumliegen bauen :wacko:

    Die hier von dir vorgestellten Messungen möchte ich hinterfragen. Die Frequenzgänge im Tieftonbereich bei gleichzeitiger Großsignal Aussteuerung sind bei Übertragern sehr schwierig zu interpretieren.

    Toni,


    das ist richtig, weshalb ich mich entschieden habe meine Frequenzgangmessungen im allgemeinen bei 1 Watt durchzuführen, so wie in den letzten zwei gezeigten Messungen. In den allermeisten Fällen bleiben die von dir beschriebenen Verformungen / Klirr in einen toleriebaren Bereich.


    Wie du von meinen AÜ Thread weißt, gehe ich die Grenze mit einzelenen Sinussignalen an und beobachte deren Form.


    Die Frage ist wie so oft, welche Oberwerte soll man für Klirr setzen. Bei ca. 10% Klirr wird meiner Erfahrung nach der Pegel der Grundfrequenz ca. 1dB gefallen sein.

    Bin ebenfalls Elektrotechniker, aber bei mir zählt das Hörerlebnis mehr als das messtechnische. Die Grundformeln für den Übertrager sind mir wohl bekannt, aber was machen, wenn sich der überdimensionierte Übertrager besser anhört?

    Technisch gesehen steht in erster Linie für mich ein Lastenkalog und wenn ich mich für eine 2A3 entscheide, dann ergibt das ein Verstärker von ca. 3 - 4 Watt Leistung. Das wiederum definiert wie der AÜ diesbezüglich zu gestalten sein muss, wobei wie jeden bekannt ist, die gewünschte untere Grenzfrequenz maßgeblich für die Kerngröße ( Gewicht ) ist. Für mich ist entscheidend, dass der musikalisch relevante Bereich in voller Leistung wiedergegeben werden sollte. Aus meinen angebrachten Beispiel würde bei 4 Watt ein M102a völlig ausreichend sein.


    Letztendlich wie du sagts, zählt für mich das Gehörte, und da kann es durchaus passieren, dass auf dem Papier weniger geeignete Komponenten durchaus zu den gefälligeren Eindruck führen.

    Nach dem Grund suchen? Messreihen durchmessen? Unter Laborbedingungen mit Signalen (Rechteck) füttern, die nicht der realen Musik entsprechen?

    Ich bin mir darüber bewusst, den Ursachen nachzugehen, ist nicht einfach, möchte mal aber ein Beispiel anbringen in dem für mich der schwerere und teurere AÜ für mich nicht den "besseren" Eindruck hinterlassen hat.


    Dabei handelt es sich um den bereits gezeigten M102a AÜ und einen M102b, von dem mir der Hersteller versprach, dass letzterer besser sei.


    Beide habe ich in meine Sonus Natura Lumina ( SET mit EL156 ) eingebaut und intensiv gehört. Dabei stellte ich für mich fest, dass der größere AÜ den Bass weniger präzise und kontrolliert wiedergab, etwas was mir nicht gefallen hat.


    Um den etwas auf die Schliche zu kommen habe ich als erstes den Frequenzgang bei 1 Watt gemessen und dabei Unterschiede im Bassbereich festgestellt.


    Hier der Frequenzgang des M102a im Einsatz mit meiner entworfenen Schaltung.


    M102aAUFG.jpg

    Und dies im gleichen Verstärker der Frequenzgang vom M102b.


    M102bAUFG.jpg Deutlich zu sehen ist, dass mein Verstärker mit den M102b einen Überschwinger bei ca. 10Hz besitzt und beim M102a so gut wie nicht.


    Dieser Überschwinger von ca. 1dB lässt sich als Chebyshev annähern, die starke Phasendrehung im Übergangsbereich besitzen und dadurch hohe Grupenlaufzeiten. Diese Eigenart zieht sich bis ca. 1 bis 2 Oktaven höher, also in meinen Fall 20 - 40Hz, also bereits in den musikalischen relevanten Musikbereich so ab 30Hz.


    Typische gehörte Eigenschaften sind etwas potenterer Bass, aber auch etwas weniger präzise, bzw. fehlende Kontour.


    Genau das war mein Hörerlebnis und das hat mir nicht gefallen und ich blieb beim M102b.


    Das Komplexe an den ganzen ist, dass mit einer KT88 dieses Verhalten nicht zu erkennen war, weder beim Hören oder messtechnisch.


    Um es kurz zu machen, man kann technisch zwar korrekt dimensionieren, was letztendlich dabei subjektiv herauskommt ist schwer vorhersehrbar.


    Einfach zu sagen größer, schwerer und teuerer ist nicht immer die Lösung

    Die Leser mit technischen Dingen zu überfrachten wird heute nirgendwo mehr gemacht, selbst die Werbung ist hiervon komplett abgefallen.

    Genau, es geht mehr darum "Tu Gutes und sprich darüber"

    Einer erklärt messtechnisch, dass ein 2Kg Leistungsübertrager ausreichend ist, der andere meint 6-12Kg wären gerade gut genug. Was ist denn nun das Optimum?

    Habe das versucht an Beispielen zu zeigen, wie auch an meinen Ansatz über einen Lastenkatalog.

    Arkadi berechnet und wickelt die Monster selbst.

    Ronny,


    ich habe zu keinen Zeitpunkt die Kompetenz von Arkadi in Frage gestellt, aber es geht hier auch um einen technischen Thread und da erwarte ich Aussagen die fundiert sind.


    Deswegen habe ich die Messung von meinen geplanten Übertragern hier eingestellt ;)


    Da kann sich jeder ein Bild darüber machen was der AÜ zu leisten vermag.

    Bis jetzt klangen die mit den größten Übertragern immer am besten.

    Dies ist für mich erstmal eine subjektive Einschätzung.


    Interessant wäre zu erfahren weshalb das so ist, wie z.B. weniger Klirr, geringere Phasenverschiebungen, etc.


    Nichts desto trotz und das habe ich bereits in einigen Threads erwähnt, zählt für mich auch der subjektive Eindruck, und da kann es schon mal sein, dass nicht größer, schwerer, teuerer, usw. "das Beste" sein muss ...

    Habe auch so ein Projekt in der Pipeline. Man braucht halt viel gutes Eisen, je mehr, destso besser.

    Eisen haben wir bereits in mein 211 SET Projekt bis zum Abwinken diskutiert und schon dort sagte ich ich, dass diese Art von Behauptungen zu pauschal sind.


    Als Techniker erwarte ich inhaltlich mehr Substanz.


    Zuviel Eisen ist bei einem Übertrager nicht das Optimum.

    Sehe ich auch so und gehe noch ein Stück weiter und sage als erstes muss diesbezüglich ein Lastenkatalog erstellt werden und dann passend dimensionieren.


    Es geht auch mit 3,5 Kilo, aber nur für preiswerte Boxen, die im Bassbereich nicht so tief liegen.

    Auch wieder so eine pauschalierte Aussage, z.B. was bedeute eine "presiwerte" Box, oder ein nicht tiefliegender Bassbereich. Es gibt manche "teure" Box, die gerade mal 100Hz als untere Grenzfrequenz schafft.


    Für dieses Projekt habe ich noch zwei M102a AÜs die nur ca. 2kg auf die Waage bringen und deren Frequenzgang bei 1, 2, 4 und 8W sieht wie folgt aus an einer EL156 als Triode beschaltet.


    LuminaMessFG1W2W4W8W.jpg

    Da gibt es aus meiner Sicht nichts zu meckern und selbst bei 8 Watt liegt der -3dB bei 10Hz, bei 4 Watt Leistung bei 6Hz.


    Ich frage mich was mit "tiefreichender" Bass gemeint ist. Reichen -3dB / 6Hz nicht ?


    Aus dem Gemessenen würde ich sagen, für ein 2A3 Projekt mehr als ausreichend ;)


    Wie in der Grafik erwähnt ist die Frequenzgangmessung im oberen Frequenzband durch die Soundkarte ( Fs = 48kHz ) limitiert.


    sorry , hier geht es um 2A3 .

    So ist es, dafür habe ich mich entschieden :)

    aus meiner Sicht ja. Hängt natürlich auch von dem verwendeten Lautsprecher ab .

    Mit meinen Sonus Natura Extremi ( 95dB SPL ) reichen in meinen Hörraum ca. 2 Watt um aus meiner Sicht "sehr laut" Musik zu hören. Ich bewege mich eher im Bereich von ca. 0,25W wenn ich auf Zimmerlautstärke höre.


    Mit den heute üblichen 80 - 85dB SPL Lausprechen bräuchte man ca. das 10-fache an Leistung um mit gleicher Lautstärke Musik zu hören.


    Nehme ich mein Maß an "Zimmerlautstärke" würde das schon ca. 2,5 Watt bedeuten wenn ich mit einen Lautsprecher mit 85dB SPL hören würde. Wenn die Lautsprecher < 85dB SPL Empfindlichkeit haben, dann bräuchte man noch mehr Leistung und das wäre grenzwertig für einen 2A3 Verstärker.


    Mein Ansatz ist ein Verstärker sollte mindestens ca. 10 Watt Leistung haben. Damit kommt man mit recht vielen Lautsprechern auf dem Markt zurecht.


    Deswegen meine Skepsis, was aber nicht bedeutet, dass mein 2A3 Projekt nicht realisiert wird.


    Mir würde die Leistung in meinen Umfeld reichen ;)


    Hallo Cay,

    darüber habe ich auch schon etwas nachgedacht. Hier ein Plan den ich mal gefunden habe.

    An Funden im Web mangelt es nicht. Ich habe auch ein paar interessante Ansätze gefunden und bin am Abwegen über Vor- und Nachteilen, denn bei Direktkopplung gibt es auch so einige Tücken :wacko:


    Aber es eilt nicht und somit habe ich auch etwas Zeit für die Umsetzung ;)

    Die Frage mag etwas provokativ erscheinen und soll bestimmt nicht auf die Anhängerschaft dieser Triode zielen.


    Ich stelle mir eher die Frage, was man mit ca. 3 Watt Leistung anfangen kann, insbesondere wenn man die Entwicklung von Lautsprechern in den letzten Jahrzehnten betracht, die nach immer mehr Leistung gieren.


    Außerdem geht es mir darum, dass ich immer noch einiges an Röhrenzeug liegen habe, das bei genauerer Betrachtung die Realisierung eines 2A3 Verstärkers ermöglichen würde.


    Bei weiterer Studie der Teile stelle ich fest, dass es durchaus möglich wäre mit den Netzteiltrafo, Vorstufen-Röhren und so weiter, ein direkt gekoppeltes Konzept auf die Beine zu stellen, sprich ohne Koppelkondensator zu arbeiten.


    Letzteres ist für mich grundsätzlich kein KO Kriterium, denn in den heutigen Zeiten bekommt man schon für relativ wenig Geld sehr gute Kondesatoren und ein wesentlicher Grund für Direktkopplung, nämlich die Kostenersparnis damaliger teuerer Komponenten, steht nicht mehr so im Fokus.


    Ich bin zwar noch ziemlich am Anfang vom Projekt eines direkt gekoppelten 2A3 Verstärkers und werde im Laufe der Zeit hier darüber berichten.


    Ich bin schon sehr gespannt, auf die Direktkopplung, aber auch auf die Magie die der 2A3 nachgesagt wird ;)