Posts by Bluebox

    Gustav Mahler, Leonard Bernstein, The New York Philharmonic Orchestra, The London Symphony Orchestra ‎– The Vinyl Edition Bernstein Conducts Mahler

    Viel Spaß damit - ich besitze davon die deutsche CBS-Sammelbox mit allen Symphonien, die 1974 erschienen ist. Musikalisch mit deutlicher Bernstein-Prägung ("emotional"), was mir bei diesen Mahler-Einspielungen recht gut gefällt. Dazu noch der etwas jüngere Bernstein, nicht so abgeklärt wie später bei der Dt. Grammophon. Die Platten sind ganz grob auf alle verschiedenen Aufnahmen bezogen (unterschiedliche Säle und Jahre) auch tontechnisch recht gut - weit besser als zumindest die deutschen Pressungen seiner Beethoven-Symphonien mit den New Yorkern, die für meinen Geschmack furchtbar tieftonarm klingen.


    Viele Grüße - Frank


    Mahler - Bernstein Cover.jpg

    ...oder vor ganz großem Publikum - das Eröffnungskonzert für das Neue Gewandhaus Leipzig vom Oktober 1981 mit Peter Schreier als Tenor sowohl bei der neunten Symphonie von Beethoven als auch bei "Gesänge an die Sonne" von Siegfried Thiele. Das Cover sieht aus wie eine Fritz-Lang-Skizze für den Film "Metropolis" (hat das denn keiner gemerkt?).

    Eterna 827 439-440


    Viele Grüße - Frank


    Eröffnungskonzert Neues Gewandhaus Cover.jpgEröffnungskonzert Neues Gewandhaus Cover (2).jpg

    Hallo Thomas,


    danke für Infos. Ich besitze die Bernstein-Box mit den neun Beethoven-Symphonien, die 1980 erschienen ist. Interessant war für mich, als ich vor einiger Zeit die Blue-Rays mit dem zweiten Beethoven-Zyklus von Karajan (1975-1977) in die Hände bekam, 2018 erschienen. Da ist die neue digitale Abschmischung in Stereo (gibt auch noch Dolby-Atmos und Surround davon) nach meiner Meinung klanglich einfach besser als der Stereomix der Platten aus den 70er Jahren.


    Viele Grüße - Frank

    es gibt nicht wenige, die das Allegretto für eine der größten kulturellen Errungenschaften der Menschheitsgeschichte halten.

    Hallo Thomas,


    ich komme auch immer wieder auf Beethoven und Mozart zurück, wahrscheinlich kann ich mir z.B. die 6. Symphonie von Beethoven noch hundertmal anhören ohne genug davon zu bekommen. Frage: konntest Du mal eine oder zwei Platten aus den 70er Jahren mit den neuen Platten dieses Beethoven-Zyklus vergleichen? Sind das neue (rein analoge?) Abmischungen oder die Studiomaster aus den 70er Jahren?


    Viele Grüße - Frank

    Bei dieser hervorragenden Einspielung der Missa solemnis gab Peter Schreier 1972 den Tenor, neben Anna Tomova-Sintow (Sopran), Annelies Burmeister (Alt) und Hermann Christian Polster (Baß). Dirigiert von Kurt Masur mit dem Gewandhausorchester Leipzig (Gerhard Bosse, Solo-Violine) und dem Rundfunkchor. Tonregie Claus Strüben.

    Eterna 826 337-338


    Missa Solemnis Kurt Masur Leipzig Cover.jpg


    An der Schwelle zur Moderne und der Zwölftonmusik - Scriabin (Skrjabin) mit seinem "Poem of Fire" und einzigem Klavierkonzert. Mit Ashkenazy, Maazel und dem Londoner Philharmonic Orchester aufgenommen, wohl 1971. Ein Jahr später erschien die SXL 6527. Eine runde Sache, die sowohl klanglich als auch musikalisch zum Hören des nicht ganz einfachen Komponisten animiert.


    Viele Grüße - Frank


    Scriabin - Klavierkonzert Cover.jpg

    Hallo Joachim,


    "Bumm Bumm Schorschi" hat schon was. Man muss sich seine Aufnahmen einmal in langweiligem, magerem Hifi anhören, etwa auf den DMM-Pressungen der deutschen Decca, also ohne ffss und spektakulärem Plattenschnitt. Wenn als einziges, das einen beeindrucken könnte, die musikalische Leistung übrig bleibt.


    Viele Grüße - Frank

    Und noch zwei Platten der Dt. Grammophon, die ich musikalisch für überragend halte, sofern man den Frühromantiker Schubert mag: seine wichtigsten Symphonien dirigiert von Karl Böhm, gespielt von den Berliner Philharmonikern. Die "große" C-dur stammt aus dem Jahr 1963, die 5. und 8. Symphonie wurde 1966 aufgenommen, beide in der Berliner Jesus-Christus-Kirche. Wunderbar warme, seidige Aufnahmen.

    Alternative: Carlos Kleiber für die "Unvollendete" und eben Karajan, wobei für meinen Geschmack keiner dieser beiden Schubert mit der Selbstverständlichkeit spielt, die man bei Böhm hört. Karajan und Kleiber sowieso sind wahrscheinlich einen ganzen Tick akzentuierter und ausgefeilter als Böhm - da kommt es eben drauf an, was man als Hörer bevorzugt. Ich für meinen Teil in diesem Fall eindeutig Böhm.

    SLPM 138877 & SLPM 139162


    Schubert 9 Böhm Cover.jpgSchubert 5 & 8 Böhm Cover.jpgKleiber - Schubert 3 & 8 Cover.jpg


    ps.: die 8. und 9. Symphonie mit Karajan und den Berliner Philharmonikern erschien übrigens digital in neuer Abmischung und neuem Remastering in beeindruckender Tonqualität 2007 in der Karajan-Box "Master Recordings". Die 9. Symphonie mit Karajan besitze ich als Platte aus der Serie "100 Meisterwerke", außerdem aus der Signature-Serie. Ein Vergleich war aufschlußreich und ging bei mir (natürlich) zu Gunsten der LPs aus, obwohl man auf Vinyl tatsächlich nicht soviel hört wie auf dieser neuesten digitalen Veröffentlichung. Von Schallplatte klingt es für mich einfach angenehmer, aber ich würde bei dieser Aufnahme keinem widersprechen, der die CD bevorzugt, insbesondere über Kopfhörer.


    https://www.deutschegrammophon.com/de/cat/4777155?


    Schubert 9 Karjan Cover.jpg

    ps.: es waren oft solche Kleinigkeiten, die bei der Dt. Grammophon manchmal für die Tonqualität auf Vinyl nicht unbedingt vorteilhaft waren: obwohl ich die Signature-Serie als Reissues schätze, hätte z.B. das 4. Klavierkonzert von Beethoven auf zwei Plattenseiten gepresst sicherlich etwas mehr Frequenzumfang und Volumen erlaubt. Es ist eine musikalisch hervorragende Leistung mit Wilhelm Kempff, Ferdinand Leitner und den Berliner Philharmonikern, zu der man nicht unbedingt noch das Klavierkonzert von Schumann hätte hinzupacken müssen, da kommt dann auch die Füllschrift an ihre Grenzen. Und das hatten sie schon bei der SLPM getan, dort wurde das 4. Klavierkonzert und das 2. Klavierkonzert von Beethoven mit Wilhelm Kempff auf eine Platte gequetscht.


    Viele Grüße - Frank


    Wilhelm Kempff Signature Cover.jpg

    außerdem ist es durchaus nicht so, dass nur die Amerikaner oder die Engländer sehr gute Aufnahmen machen konnten!;)

    Hallo Reinhard,


    klar, das wollte ich mit der Platte u.a. belegen. Der Punkt, an dem ffss oder Living Stereo stellenweise zumindest beeindruckender waren sind auch nicht die Aufnahmen, sondern der Plattenschnitt. Das kann man heute mit den neueren Digitalisierungen der analogen Bändern sehr gut vergleichen. Und wenn man sich im Lauf der Jahre aus der riesigen Masse an Platten der Deutschen Grammophon die technisch herausragenden rausgepickt hat, dann fällt der Vergleich schon ganz anders aus. Hinzu kommt: aufs Repertoire bezogen hat RCA Living Stereo nicht so sehr viel zu bieten, Living Presence schon gar nicht, Decca etwas mehr - aber keiner soviel wie eben die Dt. Grammophon, samt den herausragenden Musikern.

    Trotzdem noch eine CBS, und zwar die Aufnahmen vom Eröffnungskonzert der Frankfurter Alten Oper 1981 mit Mahlers 8. Symphonie. Die Platten hatten als Album nicht ganz den Verkaufsrfolg, den man sich wohl erhoffte, dabei war sogar CBS eingestiegen. Das Erlebnis von "1000 Stimmen" lässt sich vielleicht auch nicht wirklich auf einer Schallplatte reproduzieren. Trotzdem beeindruckend, auch wenn es musikalisch bessere Einspielungen geben mag. Tontechnisch sehr gut (neutral). Der Faulheit wegen - nachtstehend ein Scan der Besetzung.

    CBS 79238.


    Mahler 8 Frankfurt Alte Oper Cover (3).jpgMahler 8 Frankfurt Alte Oper Cover.jpgMahler 8 Frankfurt Alte Oper Cover (2).jpg

    Eine tolle Aufnahme der fünften Symphonie von Prokofjew mit Karajan und den Berliner Philharmonikern von 1969. Vielleicht habe ich nur eine richtig gute Pressung erwischt - jedenfalls kann es mein Exemplar tontechnisch locker mit Decca-ffss oder Living Stereo aufnehmen. Und musikalisch sowieso. Was ich bei der Deutschen Grammophon nicht ganz verstehe, ist die simple Tatsache, dass man solche technisch hervorragenden Aufnahmen und Pressungen nicht zum allgemeinen Standard machen konnte - wie es der englischen Decca über weite Teile ihrer Plattenproduktion gelang.


    Viele Grüße - Frank


    Prokofjew 5 - Karajan Cover.jpg

    Hallo Joachim,


    von diesen Aufnahmen habe ich das Doppelalbum der deutschen EMI (Clubausgabe 29645-9) mit den den Klavierkonzerten 2 bis 5. Das Ganze ist musikalisch sicherlich ursprünglich nicht schlecht gewesen, tontechnisch dann aber schon zur Geschmackssache gemacht worden. Es ist so eine künstliche Stereo-Abmischung, bei der man versuchte, alles präsent (und radiotauglich) zu machen. Mit dem Ergebnis, dass räumlich kaum noch was zu verorten ist. Klavier und Orchester sind fast immer gleich laut - vor allem aber immer wieder laut, wahrscheinlich verhinderte man mit einem Limiter, dass es scheppert oder klirrt. Das ganze macht dann stellenweise richtig Alarm, da fällt es mir schwer, noch zuzuhören.


    Viele Grüße - Frank

    Satie hat Aldo Ciccolini schon in den 50er Jahren auf Platte aufgenommen. Zwischen 1966 und 1976 erschienen insgesant sechs Platten von Ciccolini auf Pathé Marconi, die das Klavierwerk von Satie wohl recht gut umfassen. Hier dankenswert in einer kompakten 6LP-Box der deutschen EMI zusammengefasst. Aldo Ciccolini spielt die Stücke eins nach dem anderen frisch-fröhlich anscheinend mit großen Vergnügen, und auf diese Weise macht auch das Zuhören Spaß. Eigentlich kann man jede der sechs Platten an beliebiger Stelle auflegen - perfekt auch als Hintergrundmusik, zum Lesen beispielsweise (man kann Satie natürlich auch konzentrierter Hören). An der Tonqualität (neutraler Raumklang mit feinem Hall) habe ich nichts auszusetzen.

    1C 151-52081/86


    Viele Grüße - Frank


    Aldo Ciccolini - Satie Cover.jpg

    ...vieles wird verschenkt.

    Geht mir ähnlich, zumal ich auf Vinyl fast nur Klassik höre, und zwar die Stereo-Pressungen aus den 60er und 70er Jahren oder die ersten Stereo-Pressungen aus den späten 50er Jahren. Abgesehen von Sammlerstücken oder US-Pressungen von Mercury Living Presence und dergleichen bekommt man Klassik (keine Billigpressungen) nicht mal fast geschenkt verkauft. Einzelne Platten vielleicht, aber bei 100 und mehr Platten wird es sehr schwierig, überhaupt einen Preis von EINEM (!) Euro zu bekommen, auch bei durchschnittlich NM- bis VG++. Deshalb: was ich nicht brauche, bzw. höre, Doubletten und sonstiges steht im Keller. Ab und zu verschenke ich dann mal was davon.

    Das ganze ist bei Klassik auch recht logisch: zwar wird der Bestand an genannten Klassikplatten aus den 60er und 70er Jahren natürlicherweise weniger, gleichzeitig aber auch der Kreis von Leuten, die noch Klassik auf Schallplatten hören. Und, die meisten, die ich kenne, sind deutlich über 50 Jahre alt und besitzen im Prinzip schon fast alles, was sie hören wollen.


    Viele Grüße - Frank