Posts by Carsten R.

    wir reden doch hier von Frequenzweichen?


    Da den Hochpass für deine Röhre kann man gut berechnen und so hörte ich auch ein paar Jahre. Den Bass dann per Aktivweiche aber im Nachhinein muss ich sagen so richtig perfekt ist diese Lösung nicht. Vorallem im Phasenbereich ist es nicht ideal da die akustischen Flankensteilheiten doch andere sind als die elektischen. Und so ein Hochpass ergibt nunmal nur 6db Filter

    die Formeln funktioneren aber nur an festen Widerständen. Ein LS Chassis hat aber eine Impedanz und diese ist an jeder Frequenz eine andere.

    Mit den Formeln hat wohl jeder mal angefangen und ist hoffnungslos gescheitert

    woher sind denn die Werte für die Weiche?

    Wie gesagt, rein rechnerisch kommt man nicht ans Ziel und auch teure Simulationsprogramme helfen nicht wenn man nicht richtig messen und abstimmen kann.

    Besser einen fertigen Bausatz wählen wo auch die Polung jedes Chassis exakt angegeben wird. Erst damit erhält man die richtige Phasenlage wobei selbst da ich immer nochmal nachmessen und zum Test ein Chassis umpolen würde.

    ohne richtige Messungen macht alles keinen Sinn. Gerade in der Phasenlage.

    Es kann an jeder möglichen Stelle Auslöschungen oder Überhöhungen geben.

    Und bei einer 6db Weiche wäre ich ohnehin am zweifeln ob es überhaupt hier mit diesen Chassis funktioniert.


    Spricht Du von aktiver oder passiver Trennung?

    3800,- für eine kleine Transistor-Phono ist aber jetzt wirklich mal ein stolzer Preis.


    Die hier sehr beliebten und wirklich aufwendigeren Röhrenphonos kosten nur einen Bruchteil davon.

    Und die 2 festen Verstärkungen von 51 bzw 67 db können auch nur für sehr leise Systeme ideal sein.

    Ein Benz ACE-M mit 0,8mV wird da zb schon Probleme machen

    wobei das luftdichte Verschließen des BR Rohres auch eine Fehlabstimmung ist und sagt am Ende nur aus das der Raum bestimmte Tiefbassanteile der BR Abstimmung zu sehr betont.


    Am Ende bestimmt den Bass wirklich nur die Raumakustik und jegliche Messungen im Nahfeld sind für die Katz. Sie sind nur gut für den Frequenzschrieb.


    Ein kleines Beispiel. Wenn ich meine 100 Liter BR Gehäuse (nicht Subwoofer) im Nahfeld genau linear an den Tiefmitteltöner bei ca 30-90 Hz anbinde, entsteht 3,5 Meter weiter am Hörplatz ein unerträglicher Bassmulm und eine Mode von ca 10 db bei 40 Herz. Auch der obere Bass ist viel zu krass.

    Die BR Abstimmung zu verschließen macht keinen Sinn da die Chassis dann praktisch völlig falsch abgestimmt wären. Geschlossen wollen sie um die 35-50 Liter haben.

    Am Ende hilft also nur die Abstimmung per Fernbedienung oder DSP Einsatz direkt am Hörplatz direkt nach Gehör. Tiefbass hochpassfiltern mit 6db also flach unter 45hz nach unten wegregeln.

    Am Ende wäre bei mir ein kleiner LS also der Bessere gewesen aber jetzt habe ich die 85kg Brocken eben und möchte sie auch nicht mehr hergeben

    kein Simulationsprogramm kann das Endergebniss in fremden Räumen simulieren und oft sind LS mit messtechnischer Tiefbass-schwäche am Ende sogar die Besseren.

    Aktiv entzerrt kann aber jeder seinen eigenen sauberen Bass haben

    aber gerade im Bass haben es die Entwickler auch sehr schwer da dieser immer in erster Linie vom Raum bestimmt wird. Der Raum macht den Bass.

    Hier ist also das Aktivkonzept haushoch überlegen wo man sofort in alle Abstimmungen eingreifen kann.

    man kann nicht mit Tabellen und Formels eine Frequenzweiche berechnen da sie diese Formeln nicht den Widerstand sondern die tatsächliche Impedanz erfordern. Wer da mit 4 oder 8 Ohm rechnet zieht das Pferd völlig falsch auf da ein LS Chassis keine konstante Impedanz hat. Sie steigt gerade im Bereich der Resonanzfrequenzen stark an und genau diese soll ja effektiv unterdrückt werden. Man wird also immer völlig daneben liegen .

    Außerdem muss man mal neben der elektrischen Flankensteilheit auch immer die akustische FS per Meßtechnik ermitteln und diese möglichst gleich modellieren. Das kann keine Formel dieser Welt. Oft sind unterschiedliche elektische Filter erforderlich um abfallenden Flanken von beiden Chassis synchron zu bekommen. Und dann muss auch noch alles perfekt im Phase spielen was unterm Strich viele Jahre Erfahrung und Wissen beim Umgang mit Bauteilen und Meßtechnik erforderlich macht.


    Eine perfekte und fehlerfreie passive Weiche zu entwickeln ist die höchste Kunst überhaupt

    War nie begeistert vom ptg/ll - sehr neutral bis langweilig - am 309/tp16mkIV/optonica 10"(schwer), aber am TK-850M (jelco 10") lauft die in letzter zeit wunderbar und involvierend. Trotz gleiche (uebertragerlose und anspruchslose) elektronische kette.


    ps: sowohl am std. jelco hs und am yamamoto.

    an welcher Phonostufe lief denn dein PTG2?

    ich denke davon hängt es ab wie auch vom gesamten Rest ob es langweilt, meistens steril klingt, oder nicht.

    An einem Röhren/ Hybdrid Gerät passt es perfekt und nichts klingt langweilig

    Ich hatte wirklich nur die 47kohm angeschlossen da 470 ohm am reinen MC Eingang auch gerade noch so funktionieren. Aber im Grunde ist es bei am besten mit um die 200-300 ohm abgeschlossen.

    Nur in einer eher dunkel temperierten Anlage würden die 470 ohm noch gut passen was also einem 1:10 Übertrager an 47 kohm entspricht

    würde das nicht überbewerten denn die Seriestreuung soll hier auch ziemlich groß sein.

    was mich nur wundert ist, daß Du mit einem 1:5 Übertrager klar kommst. Bei mir hat schon der 1:10 etwas zu hell geklungen und ich bin dann bei 1:20 gelandet. Mein letzter AT 700 T Übertrager hatte ja 3 Eingänge.

    Alle 3 haben aber im direkten Vergleich dann nach den ersten Begeistungswochen doch schlechter wie der MC Eingang meinen Moppeds geklungen. Ohne war es einfach echter, der Bass fester und straffer und gerade Blasinstrumente weniger verfärbt.

    Hatte ich ja auch schon paar mal geschrieben aber das es hier ja um das PTG2 geht, wiederhole ich mich halt nochmal.


    ansonsten hat doch Jürgen hier schon einen großen Vergleich mit diesen System gepostet