Posts by Bonzo

    Ich bin auf der Suche nach einem Statthalter für den sagenumwobenen "britischen" Sound.

    Das mit dem typischen „britischen“ Sound ist so eine Sache. Ich denke, die Klangabstimmung mit ausgeprägtem Bass und dann bis zu den Höhen fallendem Verlauf ist ursprünglich den üblichen britischen Wohnverhältnissen mit der Akustik eines Wintergartens geschuldet. Da waren sich eigentlich alle einig ob es nun Kef, Mission, B&W, Celestion, Warfedale oder wer auch immer war. Anfangs übrigens fast ausschließlich mit geschlossenen Gehäusen, wohl auch, um nicht zu viele Raumresonanzen aufkommen zu lassen.


    Nimmt man die Vertreter, die auch immer mit dem Begriff BBC (teils berechtigt) in Verbindung gebracht werden (Rogers, Spendor, Harbeth) kommt man zu recht einheitlichen Konstruktionsprinzipien. Das bereits angesprochene Gehäuse aus Sperrholz mit Bitumendämmung, ein einzelner Kunsstofftöner (Bextren von Spendor und Rogers, Polypropylen von Harwood für Rogers und viele mehr) für Bass und Grundtonbereich hoch bis ca. 3 kHz. Die Wiedergabe diese Bereichs mit einem Chassis ist regelrecht ein Mantra und wird begründet mit der Homogenität und Natürlichkeit der Wiedergabe, denen sich alle anderen Dinge unterzuordnen haben. Den Produkten dieser Hersteller wird besonders eine ausgezeichnete Stimmwiedergabe, Plastizität und Räumlichkeit attestiert, was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt. Eine schöne Seite mit einigen Einblicken zu dem Thema – besonders Rogers - gibt es hier.


    Ob die Warfedale jetzt wirklich diesen klassischen Ansatz verfolgen weiß ich nicht.


    Typische Vertreter sind in meinen Augen Rogers LS3/5a (Kef, Spendor, Chartwell), Rogers LS5/9, Rogers LS 3/6 bzw. Studio1 – (IMHO der Lautsprecher mit dem schönsten Mitteltonbereich ever) Spendor BC1, Spendor 2/3, Harbeth HL7, Harbeth Monitor 30 um einige zu nennen. Aufgegriffen haben das Prinzip in der Neuzeit Graham oder Sterling ( Lautsprecher beider Marken übrigens designet von Derek Hughes, Ex-Spendor).

    Die Boxen sind aus Pappmache und werden mit Heftklammern zusammen gehalten

    Nö, aber die Briten haben traditionell leichte Gehäuse. Spendor (heute Classic), Rogers, Harbeth und früher auch Mission und Kef benutzen sehr dünne Sperrholzgehäuse, die mit Bitumen beklebt sind. Es geht dabei darum, durch mitschwingende Gehäuse Resonanzen in den Bereich zu verschieben, wo sie nicht mehr stören. Warfedale macht das Gleiche mit anderen Mitteln. Und tatsächlich ist das Prinzip sehr effektiv und eben auch unschlagbar billig. Mit Massivholz würden die Dinger nicht funktionieren.

    Ich weiss ja, dass es hier mal wieder um Exoten geht.

    Im Grunde sind das (vielleicht) modifizierte R 50 Bloom von Zyx und damit nicht wirklich exotisch. Was willst Du denn wissen? Wie die klingen? Gut.

    Bei den vorgeschlagenen Adaptern ist die Kurzschluss-Gefahr groß - deswegen sollten zusätzlich Zahnscheiben oder Federringe verwendet werden, damit sich der Kabelschuh nicht mehr lockern kann.

    Ich bin ja an sich kein großer Freund von der Diskussion um Kabelklang und Übergangswiderstände. Aber wenn ich so einen Haufen Zwischenteile an die Verbindung bauen muss, um die Konstruktion unfallsicher ans Laufen zu bringen, würde ich einfach ein anderes Kabel nehmen.

    Na, ich denke nicht, dass die Excite ersatzlos rausgeflogen sind. Die Nachfolger sind die Evoke.

    Hab oben schon geschrieben, dass die Emit die Excite überflüssig gemacht haben. Die Evoke sind ein ganzes Stück weg von den Excite, für die es eben keine Lücke im Programm und damit Daseinsberechtigung mehr gegeben hat.

    Seid zig Jahren wird er immer noch besser

    Wohin soll das noch führen

    Ist doch im ganzen Hifi-Bereich so. Da toppt die eine Komponente die andere, dann kommt ein Quantensprung, dann noch einer und jetzt die letztmöglich denkbare Steigerung. Bis zum nächsten Mal. Wenn man das über zig Jahre verfolgt hat kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass in den 80ern nur (maximal) Telefonhörerqualität möglich gewesen sein kann, davor gab es den singenden Draht - wenn überhaupt. Ist alles Spielerei und ein besser oder schlechter gibt es doch objektiv seit Jahren nicht mehr. Aber wenn's doch Spaß macht?

    Da wir hier über ein Impedanzminimum von etwas über zwei Ohm bei einem grottenschlechten Wirkungsgrad reden würde ich solche Sachen wie Atoll, Crayon oder Naim von vornherein ausschließen. Im angepeilten Rahmen als Vollverstärker auch von mir der Rat, sich nach einer gebrauchten 100er und mit viel Glück 135er Bryston umzugucken. Wirklich genug Strom auch an komplexen Lasten

    Wie man diese allerdings als nüchtern bezeichnen kann ist mir ein Rätsel.

    Du kannst den Yamaha nicht als reinen Phonoverstärker benutzen.

    Natürlich geht das. Phono in den Yamaha rein, Tape Out in den Denon. Die C60 hat gleich zwei Eingänge, die für MM und MC anpassbar sind und jeweils im Gain noch umschaltbar. Lediglich die etwas hohe Eingangskapazität stört bei modernen MMs. Wie sinnvoll das Ganze jetzt ist im Einzelfall ist steht auf einem anderen Blatt.

    Nein das stimmt nicht!!

    Der Nachfolger der Excite ist jetzt die Evoke ... die natürlich wieder teurer sind.

    Ich sehe eher das Problem, dass die Emit einfach besser, aber wesentlich billiger sind und die Excite ihre Daseinsberechtigung verloren haben.