Posts by Bonzo

    Harb. fügen, vor allem mit gewissen Verstärkern, schon ein bissel extra Schmelz hinzu.

    Die M30 neigt sicher am wenigsten dazu, eher die alten HL5 und Compact 7/2. Und ich finde das Video wirklich grauselig. Wenn man sich den Hall (der fast in ein Leiern übergeht) in der Aufnahme anhört unter Berücksichtigung der Wand an Dämmelementen hinter den LS kann man nur hoffen, dass das in echt nicht annähernd so klingt. Da hat einfach jemand sein Handy hingehalten und wohl die Akustik des hinter ihm liegenden Raums noch mit eingefangen.

    Bonzo denkt, eine Gitarre müsse wie eine mit Draht bespannte Eierkiste klingen. So wie bei ihm daheim

    Genau, meine PMC sind ja bekannt für ein flaches, undifferenziertes und auch aufgequollenes Klangbild. Besonders hinter einen Röhrenpre lassen sie wirklich jede Ähnlichkeit mit natürlichen Instrumenten vermissen. Dadurch klingt eine Akustikgitarre eben wie eine Oud durch einen Mitteltöner, kann es nicht ändern.


    Aber mal im Ernst. Einen Lautsprecher über ein Youtubevideo beurteilen zu wollen geht gar nicht. Vor allem ist dieses Plingplang an den Harbeth auch noch mit einer Single-Ended-Triode mit drei Watt laut genug. Daraus Rückschlüsse auf die mögliche Kombination mit einem Verstärker ziehen zu wollen finde ich sehr gewagt bzw. komplett unmöglich.

    Ansonsten ne OM30 oder OM40 Nadel an das Concorde und fertig.

    Was spricht eigentlich gegen diese sehr sinnvolle Variante? Justage stimmt, Montage einfach, Nadel 40 besser als die des 2M Black und wesentlich billiger ist es auch noch.Die Generatoren sind eh fast das Gleiche.

    Ja, das Preis-Leistungsverhältnis ist unfassbar gut. Man kann gar nicht glauben, dass das heutzutage möglich ist mit allem was dahinter steckt Material, Herstellung, Personal, Vertrieb, jeweils Wagnis und Gewinn etc....

    Mit ein klein wenig Verzicht auf Marge und der Produktion in China geht so einiges.....

    Warum sind bei auf Neutralität und gute Wiedergabe der Phantomschallquellen gezüchtete Studiomonitoren wie Neumann und Genelec die Ecken abgerundet?

    Zum einen gibt es gerade von Genelec so richtig fiese Kisten z.B. 1032 oder 1238, was aber nichts macht, da sie über einen Waveguide abstrahlen.


    Der Vorteil einer breiten Schallwand kann sein, dass die ersten Rundstrahlwellen bis zum x-ten Vielfachen eine definierte Situation vorfinden, nämlich die Wand. Alte (und die neuen auch wieder) Spendor und Rogers haben sogar noch umlaufende Kanten, die am Gehäuserand nach vorne abstehen. Besonders diese Lautsprecher stehen im Ruf besonders plastisch und im Raum unsichtbar abzubilden. Auch ATC ist nicht wirklich für eine flache ungenaue Abbildung bekannt.


    In der heimischen Abhörsituation gibt es viel mehr Probleme mit rundstrahlenden Lautsprechern, die wesentlich dringender auf Absorption angewiesen sind, weil ein Großteil des Schalls eben im Raum verteilt landet, anstatt wie gewünscht nach vorne gerichtet abgestrahlt wird. Da kann man mit einer breiten Gehäusewand schon mal das Schlimmste einfangen.


    Im Studio gelten natürlich wieder ganz andere Voraussetzungen und Gesetzesmäßigkeiten

    Was macht aus Deiner Sicht Spendor anders/besser?

    Ist eine subjektive Sache. Die Spendor Classic sind für mich auf eine angenehme Art "ruhiger" und durchhörbarer als die Harbeth und imho damit besser für Jazz und Klassik. Harbeth können zwar laut und haben ordentlich Bass, trotzdem würde ich mir unter der Prämisse Rock/Pop/Elektro weder die eine, noch die andere in die Bude stellen.

    Jetzt auch noch mein Senf dazu. Ich präferiere auch Spendor vor Harbeth. Als Alternative fallen mir noch die Stirling 3/6 und die Stirling SB 88 ein. Letztere allerdings nicht für bunkerbrechende Pegel. Interessanterweise von Derek Hughes (Sohn des Spendorgründers Spencer Hughes) realisiert, der auch die Graham-Modelle entwickelt.


    Und wenn es wiklich echt klingen soll, nimmt man eine alte Rogers Studio 1, die allerdings Platz braucht und wirklich Leistung + Kontrolle.


    Gruß


    Bonzo