Beiträge von Bonzo

    dies ist doch sehr idealisiert und entspricht nicht unbedingt der Tatsache, dass Menschen beim arbeiten nunmal durchaus persönliche Vorlieben haben, bzw auch unterschiedliche künstlerische Konzepte verfolgen.

    Es ging um die Aussage, dass der Tonmeister oder Master-Eng. anders abgemischt hätte, wenn er andere Lautsprecher benutzen würde. Und das darf, wenn er sein Arbeitsgerät kennt, eben nicht passieren.


    Mikrofonierung und Betonung bestimmter Instrumente ist ein Prozess, der während der Aufnahme sicher nicht nur vom Tonmenschen oder Producer beeinflusst wird, sondern in Abstimmung mit den Künstlern oder eben auch der Plattenfirma durchgeführt wird.

    Mit anderen Lautsprechern hätte er ja vermutlich anders abgemischt, um seinen Klangvorstellungen nachzukommen.

    Wir reden hier von ausgebildeten Leuten, die einen Lautsprecher als Werkzeug benutzen. Dieses Werkzeug kennen sie und wissen es einzusetzen. Die stimmen nicht ab "wie es ihnen gefällt". Wenn an der Stelle der eigene Geschmack mit reinkommt, hat der Mensch seinen Beruf verfehlt.


    In der Konsequenz heißt das für mich, dass ich die ganze Prozesskette, die vor meinem Wahrnehmung mit Ohren/Gehirn beim HiFi-Hören abläuft (Aufnahmeraumgestaltung, Mikrofon-Positionierung, Abmischen Toningenieur, Mastering, meine eigene Raumakustik, meine Elektronik, meine Lautsprecher, ….) bei der Frage der klanglichen Wahrheit weglasse.

    Natürlich, Du bist ja auch nicht dran beteiligt. Oder verstehe ich den Satz falsch?


    Du möchtest einfach, dass Musik wiedergegeben so klingt, wie Du sie live wahrnimmst. Ist dann Deine ganz persönliche Wahrheit, die höchstwahrscheinlich wenig mit dem auf dem Tonträger vorghandenen Signal zu tun hat. Ist aber auch Ok. Jeder, wie er mag. Ansonsten hat Ralf eigentlich schon alles dazu geschrieben.

    Gibt es denn dann eine klangliche Wahrheit?

    Ja, das was dem Master in der Wiedergabe am nächsten kommt.


    Dann darf sich letztlich auch jeder Audiophile die Anlage so zusammenstellen, wie es seinem Klanggeschmack entspricht.

    Klar darf er das. Klingt dann für ihn besser, objektiv ist die hier gezeigte Anlage vorne. Ist halt Hifi.

    Ist ein guter Arm - ob der Schick besser ist?

    Manchmal muss einfach was Neues her

    Er sieht eben nicht besonders gut aus, ist etwas plünnig verarbeitet und hat eine vergurkte Geometrie, wenn man ein SPU betreiben möchte.

    Dafür klingt er ganz vorzüglich und ist für das Geld, das für den Arm heute so aufgerufen wird, ein echtes Sonderangebot.

    Nö . Kann ich überhaupt nicht bestätigen . Nur das Spendor die 16 Ohm Version verwendet hat . Andere die 8 und IMF die 4 Ohm Version . Die Dittons verwenden die billigere Ferrit Version .

    Ok, schön, dass Du von den besseren Versionen noch eine Garage voll hast. Als Normalnutzer ist man auf den Gebrauchtmarkt angewiesen und was da so rumfliegt, hatte ich teilweise schon vor dem Messmikro. Damit macht man jeden BC1/Studio1-Besitzer nachhaltig unglücklich

    ich habe einige Zeit mit einem CV13 sehr zufrieden Musik gehört, ein sehr schönes Klangbild und einen Mörder Bass - Bums,

    auch heute noch klanglich erste Sahne, sofern man Musik hören und genießen möchte und nicht etwa die Flatulenz des Musikers in der letzten Reihe

    Ey Peace! Ich spreche vom TS45. Und auch damit konnte man schön Musik hören. Auf meinem Schreibtisch hängen uralte Mordaut Short MS10 (die mit dem Pseudohochtöner und dem verkappten blauen Breitbänder als TMT) hinter einem kleinen Chip-Amp und machen mir viel Freude im Nahfeld. Aber ich stell mich nicht hin und sage, dass das ausgezeichnet klingt. Tut es nicht. Macht aber Spaß. Muss doch auch mal drin sein.

    Auf welche angeschlossenen Lautsprecher bezieht sich das?

    Ich hatte mal den TS45, um den es in der Frage ging. Ist wirklich ewig her. Dahinter hingen damals Canton, MB und irgendeine Mission. Am besten hat er noch mit probeweise angeschlossenen Canton HC-100 Autolautsprechern geklungen. Die waren ziemlich hart (zweite Generation) in den Höhen und machten vergleichsweise gar keinen Bass. Davor hing übrigens ein PCS52 mit SME 3009 mit einem ADC 220. Als ich dann meinen damals neuen Harman PM 645, der heute auch nur als Alteisen angesehen wird, dagegen gehört habe, war sofort Schluss mit Braun und er durfte wieder ins Wohnzimmer.


    Finde die Sachen bildschön und würde so ein Gerät heute für Hintergrundbeschallung auch nutzen. Aber um ernsthaft Musik damit zu hören? Never!

    Diese alten Braun Geräte klingen auch heute noch richtig gut.

    Kann es sein, dass bei Dir zu Hause wirklich alles gleich klingt? Die alten Braun sind schon ganz nett, vor allem ästhetisch und man kann damit Musik hören. Aber richtig gut klingen? Das ist schon sehr weich und verwaschen, was da rauskommt, den Bass haben die auch nicht im Griff - was nicht schlimm ist, da die Braun Lautsprecher von damals ja auch kaum davon hatten.

    Die HF 1300 sind kaum kaputt zu kriegen

    Schon klar. Allerdings haben die "normalen" HF-1300 wenig mit den Versionen zu tun, die Spendor und Rogers bekommen haben. Meine haben sich schon sehr anders gemessen. Paargleich, aber mit höherer Resonanzfrequenz (was für ein Buckel!) und einem netten Überschwinger kurz bevor sie sich oben verabschieden. Erklärt auch diese absurden Weichen in den größeren Dittons.

    Ist das wirklich so?

    Zumindest die Vinylsicken der 5/9 geben irgendwann auf. Adäquaten Ersatz gibt es nicht. Und bei diese inversen Sicken einer Studio1P verhärtet die Klebefläche mit der Zeit. Ob man die dann überhaupt noch repariert bekommt? Hochgegangene HF1300 mit den Spezifikationen von Spendor und Rogers lassen sich auch kaum ersetzen, die Celestion von der Stange (z. B. aus den Dittons) sind nicht selektiert und benehmen sich anders.

    Ich zweifle daran, dass das ein sinnvoller Ansatz wäre.

    Es ist schon möglich, so eine Vorauswahl zu treffen. Sieht man in dem Schrieb eine Überhöhung im Bereich 100 - 300Hz, danach eine Senke und einen Anstieg ab ca. 5KHz ist sofort zu sehen, dass so etwas keine Loudnesskorrektur mehr benötigt. Wer oben Zisch und unten Bumms mag, der ist da richtig. Auch die Bereiche zwischen 200-500Hz und 1-5KHz zeigen viel, über das zu erwartende Ergebnis. Stimmen präsent oder entfernt, giftige Höhen oder schmusig, Raum eng oder weit.

    Auch ob eine Senke (Überhöhung) schmalbandig oder ein regelrechtes Tal (Berg) ist, lässt ziemlich gute Voraussagen über den zu erwartenden Klang zu. Man sieht dann schon, ob einem der LS auf den Senkel gehen wird, oder nicht.

    Man sieht sofort wie wenig ausgeprägt die Zacken im Frequenz Gang sind, die Kurve ist gemittelt um kleinere Unregelmäßigkeiten zu begradigen.

    Wäre noch nicht mal schlimm. Die Skalierung fehlt leider. Der FG ist so mies bzw. unpassend für meine Bedürfnisse, dass der LS für mich sofort rausfallen würde.

    @ Bonzo: Es sind die Standlautsprecher Prologue 100 (wie oben auf dem Foto zu sehen)

    Erst gucken, dann fragen.......


    Die Krux ist, dass in den kleineren Modellen nur ein 20mm HT verwendet worden ist, bei der 100 der mit 23mm. Wenn Du welche auftreiben solltest, am besten erst mal zur Revision schicken. Kann durchaus sein, dass die an verbapptem Ferrofluid eingegangen sind.


    Vielleicht auch mal einen Lautsprecher-Reparaturservice anschreiben, die hatten im Laufe der Jahre ja vielleicht so ein Chassis schon mal da und wissen Näheres.