Posts by Dan_Seweri

    Wir reden hier über ein LAN, dabei ist das Routing ziemlich simpel. CSMA/CD kommt hier nicht vor, da wir hier eine Punkt-zu-Punkt Topologie vorliegen haben und sich nur Sender und Empfänger in der Kollisionsdomäne befinden.

    Der Switch leitet die Datenpakete ja nur an die MAC-Adresse aus, für die sie bestimmt sind. Auf den anderen Leitungen ist da nichts.

    Genau. Die Aussage, die jeder mitnehmen sollte, lautet lediglich: Ethernet ist für viel üblere Netzwerktopologien als eine sternförmige Verkabelung in heutigen Heimnetzen konzipiert und funktioniert sogar unter diesen üblen Bedingungen immer noch gut. Deshalb brennt bei einer Datenübertragung in einem üblichen Heimnetz auch mit 08/15-Equipment nix an.

    Bei den hier unterstellten Gründen für die gehörten Unterschiede wäre ein Blick z.B. in die IEEE 802.3 oder in die schon genannte IEC 61000 hilfreicher.

    Was unsere Esoschwurbler auch nicht richtig auf dem Schirm haben, ist die Tatsache, dass Ethernet gemäß IEEE 802.3 als CSMA/CD-Medium konzipiert ist und die Entstehung von Datenmüll auf der Leitung und den richtigen Umgang damit (sprich: die Korrektur) von Haus aus in den Genen trägt.

    Hinter CSMA/CD steht Multiple Access und Collision Detection: Mehrere Sender dürfen grundsätzlich auf dem Kabel gleichzeitig reden, so dass die Datenpakete kollidieren und unbrauchbar werden. Derartige "Datenunfälle" sind bei Ethernet sogar völlig spezifikationsgemäß und werden durch entsprechend von Fehlererkennungs- und Fehlerkorrekturverfahren aufgefangen. Allein dies ist schon Grund genug, sich nullkommanull Sorgen zu machen, dass Musikdaten durch Switches oder Kabel beeinflusst werden könnten.

    Ich finde es witzig, dass einige Leute gar nicht wissen, was auf ihrem Rechner, Handy oder Tablet so alles passiert:


    Bei jedem der regelmäßigen Betriebssystem-Updates zieht sich das System gigabytegroße Updatedateien herunter. Bevor es mit der Installation beginnt, überprüft es mit Hilfe von Dateiprüfsummen die Integrität der heruntergeladenen Daten. Es errechnet für die Download-Datei eine Prüfsumme und gleicht diese mit den Prüfdaten ab, die für die Originaldatei auf dem Server hinterlegt ist. Erst wenn sichergestellt ist, dass die heruntergeladene Updatedatei dem Original entspricht, wird das Update tatsächlich gestartet.


    Dieser beschriebene Prozess läuft auch bei Verwendung billigster Netzwerkkomponenten und billigster Strippen reibungslos, solange die Spezifikationen erfüllt sind. Bloß mit der Übertragung von Musik soll es Schwierigkeiten und Qualitätsunterschiede geben?

    Da gab es auch schon vor längerem einen Artikel zu einem Blindtest, in dem sich der so überlegene Klang der alten Instrumente in Wohlgefallen auflöste:

    Bei unserem Thema braucht nicht einmal einen Blindtest. Im Gegensatz zu den alten Geigen sind die technischen Spezifikationen von Ethernet-Komponenten vollständig beschrieben. Und in Bezug auf Erfüllung dieser Spezifikationen sind bereits einfachste Komponenten wie der 20€-Netgear-Switch gut genug. Das ist nachprüfbar.

    die behaupten, ohne zu beweisen, nur auf Basis von Theorie

    Da versteht der 5 Jährige Junge, dass die nichts zum Thema aussagen können, da nicht gehört wurde

    Die Menschheit schafft es, Raumsonden auf Asteroiden zu landen, die hunderte Millionen von Kilometern entfernt fliegen, ohne vorher schon einmal dort gewesen zu sein. Alles auf Basis von Theorie und Berechnungen. Was sagt denn der 5-jährige Junge dazu?

    "Komisch" auch, dass man im Netzwerk Dateien beliebig in jede Richtung und beliebig oft kreuz und quer hin- und herkopieren kann und dann am Ende immer noch eine Datei hat, die zu 100% bitgenau der Ausgangsdatei entspricht. Dies kann man mit Dateiprüfsummen-Verfahren exakt verifizieren. Und all dies klappt ganz ohne Highend-Switch und ohne Beachtung einer Kabellaufrichtung.

    News aus Digitalien. Gestern bei Jürgens "Workshop":

    Bei den beiden letzten Kabeln sagte Jürgen zunächst nichts. Dann fragte er nach den Unterschieden, die wohl wieder zumindest von den meisten gehört wurden. Dann kam die Auflösung das es Ethernetkabel waren. Jürgen meinte das man bei den Lankabeln auch die Laufrichtung hören könne, was dann, obwohl eigentlich Pause, die Anwesenden auch hören wollten.

    Auch hier war ein Unterschied hörbar.

    🤪🤪🤪

    Du brauchst mir nichts zu erklären, das ist sinnlose Tipperei die du dir sparen kannst. Denn gelesen habe ich davon nur den ersten Satz, das reichte mir völlig.


    Das interessiert mich in der Tat weniger als ein Sack Reis in China.

    "Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen." (Platon)


    Außerdem ist es eine total "schlaue" Einstellung, Informationen nicht nach Relevanz und Stichhaltigkeit zu beurteilen, sondern nach dem Mund, aus dem sie kommen.

    Als "Wert der Originalverpackung (OVP)" würde ich die Differenz des Preises beziffern, die sich bei einem Verkauf des Tonarms in OVP im Vergleich zum Verkauf in irgendeiner Ersatzverpackung ergibt. Ich gehe nämlich davon aus, dass für Tonarme in OVP im Verkaufsfall ein höherer Erlös zu erzielen ist.

    In meinen Augen desavouiert sich, wer aufgrund seines - zumeist ja auch eher eingebildeten - phänomenalen Wissens, Dinge bestreitet, die er nicht ausprobiert hat.

    Da gibt's so Einrichtungen. Die heißen Universitäten. Dort lernt man Sachen in der Theorie, ohne sie selbst auszuprobieren. Ich habe von einer solchen Einrichtung auch ein Diplom bekommen, in dem das Wort "Informatik" vorkommt. Außerdem blicke ich auf mehrere Jahre Berufstätigkeit in der Networking-Division eines sehr großen amerikanischen IT-Konzerns zurück. Schon bemerkenswert, dass man sich dann vorhalten lassen muss, es würde sich um eingebildetes Wissen handeln.

    Leider ist Deine kausale Schlussfolgerung nicht korrekt.

    Selbst das einfachste CD Laufwerk schafft es, Daten korrekt auszulesen.
    Nehme ich ein besseres CD Laufwerk, klingt es signifikant besser. Obwohl die Daten Bit identisch sind.

    Auch für Dich noch einmal die Antwort:

    Unterschiede bei CD-Spielern kommen nicht aus der Digitalsektion, sondern aus der Analogsektion des CDP, die aus der digitalen Repräsentation der Musik wieder ein analoges Signal macht. Oder um beim Bild zu bleiben: Jemand liest das Buch vor. Logisch, dass verschiedene Vorleser dies unterschiedlich gut können.


    Solange aber die Seiten eines Buches in Umschlägen verpackt nur von einer Briefsortieranlage weiterbefördert werden, ändert sich am Buchinhalt nichts. Über die Klangqualität einscheidet ausschließlich der Buchvorleser auf der Empfängerseite, nicht aber die Briefsortieranlage (Switch).


    Am Klang des Buchvorlesers ändert sich nicht das Geringste, wenn man den Standort der Briefsortiernanlage ändert und ihr ein neues Netzkabel spendiert. Ich finde es schon faszinierend, welche Bären sich Menschen aufbinden lassen.

    Genau das dämlich Argument wurde schon bei den alten Streitereien angeführt, das ein anderer CDP etc. keine Note hinzufügt usw. Gähn...

    Schon wieder etwas nicht korrekt verstanden: Unterschiede bei CD-Spielern kommen nicht aus der Digitalsektion, sondern aus der Analogsektion des CDP, die aus der digitalen Repräsentation der Musik wieder eine analoge macht. Oder um beim Bild zu bleiben: Jemand liest das Buch vor. Logisch, dass verschiedene Vorleser dies unterschiedlich gut können.

    Hier kann man schön erkennen, dass du gar nicht erfasst, worum es geht. Es es wird nicht der Inhalt verändert, sondern seine Erscheinung wird verbessert, es geht also darum dass man das Buch besser lesen kann, oder das seine Lesbarkeit überhaupt erhalten wird, wie auch immer man diese unsinnige Analogie fortführen will.

    Es tut mir leid: Du solltest lieber nicht für Dich in Anspruch nehmen, dass Du die Digitaltechnik wirklich verstanden hättest.


    Nochmal: Die Netzwerktechnik sorgt dafür, dass beim Empfänger eine 100%ig exakte Kopie der Ausgangsdaten vorliegt - bitgenau identisch. Da läuft nix mit "verbesserter Erscheinung".

    Und noch eine Ergänzung: Bei dem beschriebenen Transportverfahren und den Methoden der Fehlererkennung ist auch völlig gleichgültig, mit welchem Automodell die Briefe vom Zusteller zum Hausbriefkasten gefahren werden: Fehlende oder beschädigte Umschläge werden erkannt, die Fehler automatisch korrigiert. Sprich: Es ist bei der Netzwerkübertragung egal, über welches Kabel die Datenpakete (Umschäge) zum Netzwerkadapter (Hausbriefkasten) transportiert werden. Erst wenn klar ist, dass das Briefträgerauto nicht spezifikationsgemäß funktioniert und die Umschläge beim Beladen immer beschädigt und zerrissen werden, gibt es ein Problem: Irgendwann nach dem x-ten Versuch ist es der Empfänger nämlich leid, beim Absender einen fehlenden/beschädigten Umschlags erneut anzufordern. Dann lässt er es bleiben und verzichtet auf die Seiten: Die betroffene Stelle im Buch bleibt leer. Bei übers Netzwerk transportierter Musik kommt es zum Dropout. Aber dieser Dropout passiert eben nicht, solange das Kabel / das Zustellerauto spezifikationsgemäß funktioniert.

    Und mit Jürgens Aussagen das sich der Klang verbessert beweisen zu wollen das er behauptet die Datenpakete würden sich ändern, ist gelinde gesagt an den Haaren herbeigezogen

    Wenn Du behauptest, dass es bei einer Netzwerkübertragung durch einen Switch eine Klangveränderung ohne Datenänderung geben kann, signalisierst Du, dass Dir die Grundlagen der Netzwerktechnik in keinster Weise vertraut sind.


    Deshalb noch einmal für Dich ganz einfach erklärt. Ich habe das sogar mal studiert:


    Stell Dir vor, dass Du ein dickes Buch mit 1.000 Seiten per Post verschicken möchtest und dafür über nur kleine Briefumschläge zur Verfügung hast, in die maximal 10 Blätter passen. Auf der Absenderseite wird das dicke Buch nun in kleinen Päckchen zerschnitten und in Abschnitten von jeweils 10 Seiten in Umschläge gesteckt. Auf die Umschläge wird die Empfängeradresse geschrieben und noch die Umschlag-Reihenfolgenummer: Auf dem Umschlag mit den Seiten 1 bis 10 steht "1", auf dem Umschlag mit den Seiten 11 bis 20 steht "2" usw. Diese Umschläge werden in den nächsten Briefkasten geworfen. Die Briefe sind nun im Netzwerk.


    Und nun kommt der Switch ins Spiel. Der Switch arbeitet genau wie eine Briefsortieranlage: Die Sortieranlage liest die Empfängeradresse auf dem Umschlag und leitet ihn an den richtigen Zusteller weiter. Die Briefsortieranlage schaut beim Sortieren von tausenden Briefen aller möglichen Absender NICHT in die Briefumschläge. Ihre einzige Aufgabe ist es, die Umschläge anhand der Empfängeradresse auf den korrekten Ausgangsstapel für den jeweiligen Zustellbezirk zu legen. Der Zusteller nimmt die sortierten Briefe und wirft sie beim Empfänger in den Hausbriefkasten (Netzwerkadapter).


    Der Empfänger entnimmt die Umschläge dem Briefkasten und sortiert wie dank der aufgedruckten Folgenummer wieder genau in die richtige Reihenfolge. Erst danach öffnet er die Umschläge und klebt die einzelnen Seitenpakete wieder zu einem kompletten Buch zusammen.


    Hier kommen auch die Fehlererkennungs und Korrekturverfahren ins Spiel: Der Empfänger erkennt anhand von fehlenden Umschlagnummern, wenn etwas fehlen wollte. In diesem Fall meldet er dem Absender: "Umschlag 23 fehlt, bitte noch einmal senden." Dasselbe passiert, wenn der Umschlag unterwegs aufgerissen wurde und Buchseiten herausgefallen sind. Denn auch das kann der Empfänger erkennen: Es ist nämlich mit dem Absender vereinbart, dass die Quersummen der im Umschlag enthaltenen Seitenzahlen als Sicherungsmaßnahme ebenfalls außen auf die Umschläge geschrieben werden. Passt da irgendwas nicht zusammen, gibt es eben wieder die Meldung an den Absender: "Umschlag Nummer 71 beschädigt, bitte nochmals senden". Das ganze Spiel läuft, bis der Empfänger alle Umschläge in unversehrter Form beisammen hat und das Buch wieder mit exakt demselben Inhalt wie am Anfang zusammensetzt ist.


    Jürgen behauptet nun, dass bei dem beschriebenen Transportverfahren der Inhalt des Buches irgendwie anders / schöner werden kann - und zwar durch Einsatz einer anderen Briefsortieranlage im Postamt. Das ist einfach nur lächerlich.